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12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Flugzeuge, Großgerät, Fliegerhorste, ...
Dr4ven
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Re: 12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Beitrag von Dr4ven » 21. Jun 2014, 12:12

stg76 hat geschrieben:Jo eh, weils Heer nicht schon früher abgeschafft worden ist, NUR deswegen Oo


Nein, aber die Leutz haben derzeit ganz andere Probleme als das Bundesheer, Fussball zB..
Das fehlen von Sicherheit wird erst schlagend wenn sie gebraucht wird und in der Wohlstandsgesellschaft ist es eben fast schon so dass man als Irrer abgestempelt wird wenn man das anspricht.

Was aber hier beim Thema der absolute Hammer ist, ist die Tatsache dass Ungarn ohnehin selbst pleite ist und die mit 14 Gripen dann 3 Staaten ueberwachen sollen, waehrend bei uns, dem zweitreichsten EU Land, volle15 EF im Hangar stehen.
Das ist alles so wahnwitzig dass man es gar nicht in Worte fassen kann.

theoderich
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Re: 12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Beitrag von theoderich » 21. Jun 2014, 12:29

Dr4ven hat geschrieben:Was aber hier beim Thema der absolute Hammer ist, ist die Tatsache dass Ungarn ohnehin selbst pleite ist und die mit 14 Gripen dann 3 Staaten ueberwachen sollen, waehrend bei uns, dem zweitreichsten EU Land, volle15 EF im Hangar stehen.
Das ist alles so wahnwitzig dass man es gar nicht in Worte fassen kann.


Man denkt sich wohl Ungarn "packt das schon", wenn sie sich schon für 326 Mio. EUR neue Hubschrauber "leisten wollen":

___________________

Luftraumsicherung bei Großveranstaltungen (TRUPPENDIENST, Folge 284, Ausgabe 3/2005)

Internationale Zusammenarbeit

Die Luftraumsicherung ist als Aufgabe für einen einzelnen Staat aufgrund der Komplexität der Abläufe, der Vielzahl und Qualität der Einsatzmittel sowie des enormen Bedarfes an Luftraum, im Alleingang nur bedingt realisierbar. Dies gilt umso mehr für einen Kleinstaat wie Österreich, da eine Großveranstaltung oftmals in Grenznähe situiert sein wird und daher automatisch Nachbarländer tangiert. Als Lösungsvariante könnten bi- oder multilaterale Abkommen mit dem Ziel, anstehende Aufgaben im Bereich der Luftraumsicherung durch benachbarte Staaten gemeinsam zu erfüllen, dienen. Vorgesehen ist dabei, die verschiedenen Bedingungen wie genügend großer Luftraum, ausreichende Einsatzmittel sowie Zusammenarbeit bei der Detektion (Auffindung) und bei der raschen Klassifizierung der Ziele gemeinsam bereitzustellen bzw. zu erledigen. Für letzteres ist eine enge Zusammenarbeit der nationalen Einsatzzentralen der jeweiligen Nachbarländer mit der Luftraumüberwachungszentrale unabdingbar. Im Zuge dieser gemeinsamen Anstrengungen treten jedoch nicht zu unterschätzende Probleme zu Tage.

Als ein Hauptproblem ist der rechtliche Aspekt anzusprechen, da nationales Recht teilweise stark differiert. So ist es zwar vorstellbar, dass österreichische Abfangjäger einem potenziellen Ziel ins Ausland entgegenfliegen oder ihm nacheilen und dieses abfangen, sofern der Nachbarstaat nicht rechtzeitig geeignete Mittel zur Verfügung stellen kann. Probleme sind jedoch zu erwarten, wenn österreichische Abfangjäger ein Verkehrsflugzeug, das als "Renegade" klassifiziert wurde, im Luftraum eines Nachbarstaates abschießen würden. Das gleiche gilt für Unfälle und Schäden an Personen und Sachwerten, welche durch österreichische Flugzeuge im Ausland möglicherweise verursacht werden könnten. Weiters wird die Zusammenarbeit der Control and Reporting Centers (CRCs) mit der Luftraumüberwachungszentrale in der passiven Komponente durch die Bündniszugehörigkeit der meisten Nachbarstaaten zur NATO behindert oder zumindest erheblich erschwert. Gangbare Wege der Kooperation wurden jedoch in den vergangenen Jahren im Zuge von multinationalen Übungen (z.B. "AMADEUS", "SAFE NEIGHBOURHOOD") erprobt und laufend verbessert.

Erkannte Mängel und Defizite

Neben einer Vielzahl von Mängeln, die sicherlich durch regelmäßige Übungstätigkeit bereinigt werden können, bleiben einige Defizite bestehen, welche die Durchführung einer Luftraumsicherungsoperation durch die österreichischen Luftstreitkräfte beeinträchtigen. Es sind dies:

    - der Einsatz der SB35 ("Draken") und F5 ("Tiger") aufgrund mangelnder Einsatzdauer, nicht vorhandener "Look lown - Shoot down-Fähigkeit" und mangelhafte Flugleistung in Bodennähe;

    - fehlende Bewaffnung für die SB05 (Saab 105Ö);

    - fehlende Lenkwaffenbewaffnung des S-70A (Sikorsky "Black Hawk");

    - fehlende Möglichkeit der gegenseitigen Datenübermittlung Luftraumüberwachung - Fliegrabwehr;

    - fehlende Funkmöglichkeit zwischen der Lufraumüberwachungszentrale und dem "Renegade" auf allen in Frage kommenden Kanälen;

    - noch nicht reibungslos eingespielte Zusammenarbeit zwischen den Luftstreitkräften und den zivilen Dienststellen (Exekutive, Flugsicherung, Flughafenbetriebsgesellschaften);

    - noch nicht realisiertes Abkommen über multilaterale Zusammenarbeit (rechtliche Aspekte, Zusammenarbeit der CRCs, gemeinsame Nutzung des Luftraumes usw.).

Erst mit der Beschaffung eines Nachfolgemusters für die SB35-Flotte und Unterzeichnung von bi- und multilateralen Abkommen zwischen den verschiedenen Nachbarstaaten über die Sicherheit im Luftraum werden wesentliche Mängel aus der Welt geschafft.



Die Rechtsgrundlagen für das "Nacheilen" in der Schweiz sind hier angeführt:


Chris
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Re: 12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Beitrag von Chris » 21. Jun 2014, 19:57

Gruppenzwang!
Zuletzt geändert von Chris am 06. Jul 2016, 08:22, insgesamt 1-mal geändert.

Thomas
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Re: 12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Beitrag von Thomas » 21. Jun 2014, 20:29

Offensichtlich hat in der Politik bzw. Medien etc. nicht das volle Ausmaß von dem was gerade passiert erfasst, bzw. ist es denen einfach egal.
Hier wird eine Sicherheitseinrichtung die man mühsam über Jahrzehnte aufgebaut hat demontiert, die Luftstreitkräfte sind beinahe der einzige Teil des Heeres der täglich im Einsatz ist !, und zwar IM und FÜR das eigene Land.
Die Fähigkeiten, Erfahrungen, das Personal gehen unwiederbringlich verloren, soetwas lässt sich nicht auf Knopfdruck produzieren wenn man es gerade braucht, und das was man in der LRÜ leistet kann sich international durchaus sehen lassen, die Leute sind wirklich gut !
Es betrifft ja genauso den Hubschrauber Bereich, die dringenden Nachbeschaffungen wird es nicht geben, das es hier noch keinen medialen Aufschrei gegeben hat verwundert mich, Stichwort "Katastrohenhilfe".
Und der Generalstab macht fleißig mit, egal wie weit man noch reduziert, der Stehsatz lautet "die Einsatzbereitschaft des Heeres ist nicht gefährdet...", außer ihrer Beamtenpension ist denen mittlerweile alles egal.

theoderich
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Re: 12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Beitrag von theoderich » 21. Jun 2014, 22:10

Man darf auch nicht vergessen, dass beim Thema "Luftraumüberwachung" geradezu "generalstabsmäßig" vertuscht und Desinformation betrieben wird. Ich erinnere nur an den "Cleanup" bei der Website des BMLVS:


Oder die Follow-up-Überprüfung des "Darabos-Deals", die die Medien "zufällig" unter den Teppich gekehrt haben.

Dr4ven
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Re: 12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Beitrag von Dr4ven » 21. Jun 2014, 22:59

Hoffentlich geht Österreich bald mal das Glück aus, anders geht's wohl nimmer.
Selbst wenn man jetzt davon ausgeht dass der Inhalt des Artikels vom Theuretsbacher nur ansatzweise stimmt und umgesetzt wird, ist das doch absoluter Wahnsinn in Anbetracht dessen dass es die GESVP auf die sich die Politik dabei wohl zu 100% berufen wird, PRAKTISCH GAR NICHT GIBT.

Und ich weiss auch ganz genau wo sie anklopfen wenn hier mal der Hut brennt...dann wird wieder von den Politikern in Gummistiefeln in die Kameras gegrinst und im Hintergrund seht ihr dann US ARMY und BUNDESWEHR auf den Helis stehen.

Wer anderer hilft uns ohnehin nicht, wie denn auch wenn rundherum im Osten alle selbst nix haben und pleite sind, sah man ja gerade jetzt beim Hochwasser in Serbien und Bosnien wer was an Helis runterbrachte.
Aber wie hier schon wer meinte - wartet mal ab was den Landstreitkräften blüht.

iceman
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Re: 12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Beitrag von iceman » 22. Jun 2014, 10:22

Ich glaube, ich habe den Artikel im Kurier falsch verstanden. Ich dachte, wenn quasi ungarische Gripen Passagierflugzeuge nach Wien nacheilen, sollen das unsere umgekehrt Richtung Budapest tun.
detto mit den deutschen EF.
Wissen eigentlich die Ungarn schon davon? Ich glaube, die werden dankend ablehnen, wenn die erfahren, daß unsere 15 EF nur in Zeltweg rumstehen sollen.
Wie macht man eigentlich einen Alarmstart ohne Alarmrotte in Zukunft?
Was die Black Hawk betrifft, habe ich die kleine Hoffnung, daß man das Geld für ein upgrade noch irgendwie auftreibt. Das es für die 105er keinen Ersatz gibt, war leider zu erwarten.

Was den Landstreitkräften blüht, bin ich auch schon gespannt.
Hier werden wahrscheinlich nur Pandur, unimog, LMV und Dingo übrigbleiben, zusammengefasst in einer KPE-Brigade und ein bisschen Logistik, ABC-Abehr und Pioniere.
Der Rest wird wahrscheinlich Miliz/Reserve unter den mantel der Militärkommanden, die den Namen nicht verdient, wo Grundwehrdiener ausgebildet werden, wieder nach Hause geschickt und zum Sandsäckefüllen mit Öffis, per Anhalter oder per Reisebus in den Einsatz gehen.
Für die ganzen Goldfasane, die trotzdem jedes Jahr auf Grund der gestzl. Personal/Gehaltssprünge immer mehr werden, stehen natürlich weiterhin Tuareg und Mitsubishi zur Verfügung, vollgetankt.

theoderich
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Re: 12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Beitrag von theoderich » 22. Jun 2014, 12:08

    Ein Narrenstück mit k.u.k. Luftfahrttrup­pen (Leitartikel, Helmut Brandstätter)

    Das war wieder ein Coup unseres Chefreporters Willi Theuretsbacher im KURIER am Samstag: Gripen-Militärflugzeuge des NATO-Staates Ungarn sowie tschechische oder deutsche Militärflieger sollen künftig den Luftraum des neutralen Österreich überwachen, da unsere Eurofighter aus Kostengründen immer öfter am Boden bleiben müssen.

    Das klingt mehr nach halb lustigem Kabarett mit nostalgischem Unterton als nach weiser Regierungspolitik, wenn ein kleines Land wie Österreich Milliarden für Kampfflugzeuge ausgibt, dann aber zu wenig Piloten und kein Geld für Sprit hat, um mit ihnen zu fliegen.

    Die Geschichte der Eurofighter in Österreich ist ja ein Dramolett mit üblem Ausgang. Schon vor 20 Jahren begann die Diskussion über die Nachfolge für den Draken. Zunächst war der Viggen Favorit, bis eine Ministerin stöhnte, sie könne diesen Namen nicht mehr hören.

    Das Kabinett Schüssel neigte dann dem Saab-JAS-39 Gripen zu, jenem Flugzeug, das künftig mit ungarischem Hoheitszeichen über Österreich wachen soll. Der Gripen ist dem Eurofighter weit unterlegen, er wäre in der Anschaffung auch sehr teuer gewesen, im täglichen Betrieb aber weit günstiger. Deshalb sprachen sich viele Militärs auch für den Gripen aus. Aber der damalige Finanzminister Karl-Heinz Grasser, zunächst ein Freund des amerikanischen F 16, schwenkte plötzlich zu den Eurofightern um und versprach dem Bundesheer viel Geld für den Betrieb, das allerdings nie ausgezahlt wurden. Warum Grasser und Verteidigungsminister Scheibner, ein Gripen-Freund, zu den Eurofightern schwenkten, ist unklar. Rund um den Ankauf gab und gibt es viele Gerüchte und Recherchen, die auf Korruption hindeuten. Auch an den versprochenen Gegengeschäften gibt es bis heute berechtigte Zweifel.

    Was ist uns die Neutralität wert?

    So bleibt die Frage, was den Österreichern die militärische Sicherheit und der Schutz des Luftraums wert sind. Wir geben gerade mal 0,5 Prozent unseres Bruttoinlandsprodukts für die Verteidigung aus, im NATO-Schnitt sind es 2%, wobei auch die Ungarn deutlich darunter liegen. Unsere Neutralität steht nicht in internationalen Verträgen, sondern beruht auf dem Gesetz vom 26. Oktober 1955. Wir könnten sie also ändern.

    Aber Vorstöße von Josef Cap (SPÖ) oder Bundespräsident Thomas Klestil ("Tabernakel der Geschichte") zu ihrer Abschaffung währten immer nur kurz. Die Neutralität gehört zum Inventar des Landes. Aber was sagen die Österreicher, wenn die eigenen 15 Eurofighter unsere Grenzen nicht mehr sichern können, 14 ungarischen Gripen aber schon? Sie werden sich wundern über dieses Narrenstück. Doch niemand wird ein Volksbegehren für höhere Verteidigungsausgaben starten.


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Re: 12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Beitrag von Dr4ven » 22. Jun 2014, 12:39

Bester Satz im Artikel:

Zunächst war der Viggen Favorit, bis eine Ministerin stöhnte, sie könne diesen Namen nicht mehr hören.


Ja und was steht gleich direkt neben dem Leitartikel ganz gross und fett?

Eurofighter-Desaster: Die Chronologie einer Pleite

http://kurier.at/chronik/oesterreich/eu ... 71.383.366

Aber eh wurscht, jetzt ist erst mal Fussball WM und Spielberg und danach fahren wir gleich alle in den Urlaub...das ist alles der denkbar schlechteste Zeitpunkt für Medienarbeit vom Theuretsbacher, Stupka usw..

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Re: 12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Beitrag von iceman » 22. Jun 2014, 20:26

Wie jetzt, habe ich mich das ganze Wochenende umsonst geärgert?

theoderich
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Re: 12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Beitrag von theoderich » 23. Jun 2014, 12:37

Flugüberwachung durch Ungarn?

Wir sparen uns sündteure Eurofighter-Flugstunden und die Ungarn übernehmen einen guten Teil unserer Luftraumüberwachung. So lautet ein Szenario des Generalstabs für das kaputt gesparte Bundesheer laut einem "Kurier"-Bericht, der vom Verteidigungsministerium nie dementiert worden ist. Auch heute nicht. Sprechen will dort aber niemand. Die Frage ist ja, wie weit die Überwachungsaufgaben von einem anderen Staat übernommen werden und ob das mit der Neutralität Österreichs überhaupt vereinbar wäre. Da gibt es Neutralitätsexperten wie Heinz Gärtner vom Institut für Internationale Politik, die darin überhaupt kein Problem sehen. Gärtner: "Österreich beteiligt sich ja schon an EU- und NATO-Missionen, wo es mit anderen Staaten, auch mit NATO-Staaten kooperiert. Also Kooperationen in diesem Sinn stellen keine Neutralitätsverletzung dar."

"Teil der Restneutralität"

Andere wiederum berufen sich auf die klassische Neutralität, die ja auch der österreichische Normalbürger vor Augen hat, wenn er von der Neutralität spricht. Und der Verfassungsexperte Heinz Mayer sieht das ganz anders: "Ein neutraler Staat darf ganz sicher nicht militärische Aufgaben einem anderen Staat übertragen. Sondern der muss militärische Aufgaben selbst wahrnehmen. Das ist jedenfalls das, was von der Restneutralität noch vorhanden ist."

"Volk befragen"

Bei ÖVP-Wehrsprecher Bernd Schönegger rennt der Jurist damit offene Türen ein: "Ich halte es für die Kernaufgabe des Staates, den eigenen Luftraum zu überwachen, außer man ist in einem Militärbündnis wie zum Beispiel der NATO. Doch das sind wir nicht. Wir sind neutral, darauf sind viele in diesem Land stolz, und das kann man nicht so einfach in Frage stellen. Sondern wenn man sich ernsthaft damit auseinandersetzt, dann muss das Volk befragt werden." Denn das hätte ja nicht nur eine innenpolitische Dimension, sagt Schönegger: "Das würde eine völlige Veränderung der Lage bedeuten, auch außenpolitisch. Wenn der Herr Minister das ernst meint, dann soll er damit auch an die Öffentlichkeit gehen, worum es wirklich geht."

Selbst SPÖ-Wehrsprecher Otto Pendl erteilt Plänen zur Auslagerung der Luftraumüberwachung eine Absage: "Klipp und klar: ureigene Aufgabe der Republik Österreich und das werden wir auch wahrnehmen."

Der Minister hält sich heute lieber bedeckt, auch der Generalstabschef war für ein Interview nicht zu gewinnen.


Natürlich sieht der Vorsitzende eines politisch so kompromittierten Instituts darin "keine Probleme":

    Der Vorstand

      Dr. Caspar EINEM, BM a.D., Präsident

      Dr. Werner FASSLABEND, BM a.D., Vizepräsident

      Abg.z.EP Mag.a Ulrike LUNACEK, Vizepräsidentin

      Dr.in Ingrid Gazzari, Kassierin (kooptiert)

      Abg.z.NR Mag. Andreas SCHIEDER, stellv. Kassier

      SC Dr. Manfred MATZKA, Schriftführer

      Dr.in Gudrun HARRER, stellv. Schriftführerin

    weitere Mitglieder:

      Mag.a Muna DUZDAR

      Abg.z.NR Wolfgang GROßRUCK

      BM a.D. Dr. Peter JANKOWITSCH

      BL Mag. Michael LÖWY

      MR Mag. Ingolf SCHÄDLER

      Mag. Marcus STROHMEIER

    kooptierte MItglieder:

      Mag.a Christa Muttonen

      Gen. Maj. Mag. Johann Pucher a.D.

      Dr.in Ingrid Gazzari

      Abg.z.NR Dr. Reinhold Lopatka

    Wissenschaftlicher Beirat

      Prof. Dr. Ulrich BRAND, Leiter des Instituts für Politikwissenschaft, Universität Wien, Österreich

      Prof. Dr. Jan Willem HONIG, Senior-Dozent am Institut für Kriegsstudien, Kings College, Niederlande

      Prof. P. Terrence HOPMANN, Direktor des Konfliktmanagement-Programmes der Paul H. Nitze Schule für Fortgeschrittene Internationale Studien (SAIS), John Hopkins Universität, USA

      Prof. Dr. Adrian HYDE-PRICE, Professor der Internationalen Politik, Bath Universität, Großbritannien

      Prof. Dr. Markus KORNPROBST, Vorsitzender der Internationalen Beziehungen, Diplomatische Akademie Wien, Österreich

      Prof. Kari MÖTTÖLÄ, Gastprofessor, Network for European Studies, Universität von Helsinki, Finnland

      Prof. Dr. Harald MÜLLER, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung und

      Professor für Internationale Beziehungen an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, Deutschland

      Univ.-Doz. Mag. Dr.iur Ursula WERTHER-PIETSCH, Ministerialrätin, stv. Abteilungsleiterin der Abteilung für Entwicklungs- und Ostzusammenarbeit in Wien; Österreich Institut für Internationales Recht und Internationale Beziehungen in Graz



Ich erinnere hier mal an die hirnrissigen Ideen des damaligen SPÖ-Bundesgeschäftsführers Günther Kräuter:

    SPÖ will Eurofighter anderen EU-Staaten verkaufen (1. Jänner 2012)


    Abfangjäger: Niemand will unseren Luftraum überwachen (31. Oktober 2006)


    Kräuter: "Model Schweiz-Italien eröffnet neue Perspektiven für Leasing-Luftraumüberwachung" (30. Juli 2005)

    SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter spricht im Zusammenhang mit einem geplanten Staatsvertrag zwischen Bern und Rom und einem Abkommen der beiden Länder mit Frankreich bezüglich Luftraumüberwachung von "neu eröffneten Perspektiven für die heimische Luftraumüberwachung". Kräuter: "Nachdem der Rechnungshof die Eurofighter nur als eingeschränkt geeignet qualifiziert hat und dieser sinnlose Ankauf gestoppt werden muss, könnte nach einem Ausstieg aus dem Eurofightervertrag eine verlängerte Leasingvariante mit der Schweiz durchaus sinnvoll sein. Der Staatsvertrag zwischen Italien und der Schweiz hinsichtlich der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, der in erster Linie die Abwehr terroristischer Bedrohungen zum Inhalt hat, eröffnet Perspektiven für die weitere Vorgangsweise in Österreich."

    Die Behauptungen von Kanzler Schüssel, wonach der Eurofighterankauf für die Bewerbung von Salzburg für die Olympischen Spiele erforderlich wäre, sei durch den Artikel des Nachrichtenmagazins "L'Hebdo" eindeutig widerlegt. "Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Bern hat bestätigt, dass die Italien-Schweiz-Kooperation voraussichtlich schon im Februar 2006 bei den Olympischen Spielen in Turin wirksam sein wird. Selbstverständlich wäre auch eine Luftraumüberwachung bei Sportgroßveranstaltungen in Österreich durch geleaste Jets eines Nachbarlandes möglich", sagte Kräuter am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Zuletzt geändert von theoderich am 23. Jun 2014, 18:35, insgesamt 5-mal geändert.

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Re: 12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Beitrag von Milizler » 23. Jun 2014, 12:45

Da dauert es sicher nicht lange bis man in der Politik zur Meinung kommt das die Luftraumüberwachung ja eigentlich keine militärische Kernaufgabe sondern eigentlich ja nur ein sicherheitspolizeilicher Assistenzeinsatz und schon ist das mit der Neutralität kein Problem mehr. Denn zur "Verteidigung" haben wir dann ja eh noch die 12 EF die herumstehen.
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Re: 12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Beitrag von Maschin » 23. Jun 2014, 13:08

...
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Re: 12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Beitrag von Milizler » 23. Jun 2014, 13:13

Nachdem es von niemandem dementiert wird, wird schon etwas dran sein.
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Re: 12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Beitrag von Dr4ven » 23. Jun 2014, 13:54

Die Auslagerung von Teilen der LRÜ wird wie alles Andere auch evaluiert, bloss wird man da wie schon 2005 bei den wirren Ideen eines Kräuters wieder gegen eine Mauer rennen, unsere Anrainerstaaten sind doch auch nicht bescheuert und die Angela hat doch auch schon lange NEIN gesagt und warum die Slowenen sich jetzt nach Ungarn drehten ist doch auch bekannt - schlechter Service und hohe Kosten - wieso kommuniziert DAS nicht jemand?

Sollma jetzt anstatt Geld zu überweisen als Kompensationsgeschäft 3000 Tonnen Paprikapulver im Jahr mehr importieren oder was?
Kein Geld für Sprit und Piloten, aber auslagern wollen, ROFL!!

Was den Bericht an sich angeht, so denke ich dass man dem Willi mit ein paar Brocken gefüttert hat um mal die Reaktionen zu testen...da kommt sicher noch viel mehr ans Licht und wir werden alle zusammen im September GAAAAANZ grosse Augen machen!

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