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BeitragVerfasst: 30. Apr 2016, 22:43 

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Berufspiloten sind im Steigflug

Zitat:
Beim Heer habe das steigende Interesse an der Ausbildung zum Militärpiloten auch mit der aktuellen politischen Lage zu tun und den Budgeterhöhungen für das Heer, ist Oberst Josef Pargger vom Heerespersonalamt in Innsbruck überzeugt. „Sind noch vor einiger Zeit rund 60-70 Interessenten zu unseren 6 x im Jahr stattfindenden Informationstagen für die Ausbildung zum Militärpiloten gekommen, so hat sich diese Zahl inzwischen verdreifacht“, berichtet Oberst Pargger – pro Informationsveranstaltung würden mittlerweile zwischen 150-200 Leute kommen.

Was dabei viele übersehen, ist die magische Zahl 23. Diese Altersgrenze, das 23. Lebensjahr, darf zu Beginn der praktischen fliegerischen Eignungsfeststellung noch nicht vollendet sein. Und dies ist für einige Bewerber oft schon der erste Stolperstein auf dem Weg zum Traumberuf, bedauert Oberst Pargger.

Ins militärische Cockpit darf, wer die strengen medizinischen, physischen und psychologischen Intensivchecks positiv besteht und sich auch einer militärischen Berufsausbildung unterzieht. Insgesamt dauert damit die Berufsausbildung im Schnitt fünf Jahre.

Zitat:
„Im ersten Teil des Auswahlverfahrens, wo es um die medizinische und psychologische Untersuchung auf einem sehr hohen Niveau geht, haben damals 13 Personen mit mir die Tests im Prüfzentrum in Wien-Stammersdorf gemacht“, erinnert sich Martin Fuetsch, der als Einziger übrig geblieben ist.

Der gebürtige Matreier hat seinen Kindheitstraum verwirklicht und ist Hubschrauberpilot beim Bundesheer geworden. Als Maturant – er hat die HTL für EDV und Organisation in Villach absolviert – hätte er auch Eurofighterpilot werden können. Aber bereits im Eignungsverfahren und während der Ausbildung finden Selektionen statt und – zusammen mit der eigenen Präferenz – entscheidet letztlich eine Kommission, auch je nach Bedarf, über den späteren Einsatz.

Fuetsch liebt die Gebirgsfliegerei, dort wo er stationiert ist, am Fliegerhorst in Aigen im Ennstal. „Im Schnitt bin ich sicher drei Monate im Auslandseinsatz“, erzählt der 33-Jährige, zum Beispiel am Notarzthubschrauberstützpunkt in Sarajewo. Militärpilot zu sein, erfordert ein hohes Maß an Flexibilität, bedeutet für ihn aber auch, „wirklich fliegen zu dürfen“.

Allerdings dürfen Militärpiloten nicht ein Leben lang beim Heer fliegen, teilt Oberst Pargger mit, denn Eurofighter-Piloten müssen im Alter von 45 Jahren aufhören, die anderen dürfen bis zum 53. Lebensjahr fliegen. Daher inkludiere die Ausbildung zum Militärpiloten die legale Option, irgendwann auch in die Privatwirtschaft zu wechseln. „Vor Jahren ist zum Beispiel ein ganzer Schwung von unseren Hubschrauberpiloten zum ÖAMTC gewechselt“, berichtet Pargger.

    http://www.tt.com/wirtschaft/arbeitsmarkt/11425392-91/berufspiloten-sind-im-steigflug.csp


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BeitragVerfasst: 21. Jun 2016, 23:27 

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BeitragVerfasst: 11. Okt 2016, 18:11 

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Personalkrise droht
Luftwaffe fehlen schon 36 Hubschrauberpiloten

Zitat:
"Wir bringen nur noch jeden zweiten Hubschrauber in die Luft", warnen Heeresoffiziere im "Krone"- Gespräch.

Zitat:
31 Prozent der 117 Dienstposten für Hubschrauberpiloten sind unbesetzt, bestätigt ein Sprecher von Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ): "Für die 66 Hubschrauber des Bundesheeres haben wir aktuell 81 Piloten und Pilotinnen. Seit 2007 haben 48 Piloten das Heer verlassen." Die Hauptgründe für die Abgänge: die Sparpakete vergangener Jahre samt einer Reduzierung der Flugstunden sowie der damit verbundene Imageverlust.

Die Einsatzbereitschaft der Hubschrauberstaffeln für Krisen- oder Katastrophenfälle sei aber nicht gefährdet, wird in der Heeresführung betont. Das könnte jedoch bald anders sein: Da die Piloten mit 53 Jahren ihren Dienst beenden müssen, rollt ab 2017 die nächste Pensionierungswelle auf das Heer zu - und die Schulung neuer Piloten dauert drei bis fünf Jahre.

Pilotenposten auch bei "Black Hawks" unbesetzt

Besonders heftig trifft die Personalkrise aktuell die beiden Hubschrauberstaffeln in Linz- Hörsching: Für die 22 "Agusta- Bell- 212"- Maschinen sind nur 58 Prozent der Pilotenposten besetzt - 21 Piloten fehlen. Nicht einmal bei der 1. Hubschrauberstaffel in Langenlebarn - sie fliegt die neun "S- 70A- 42- Black- Hawk"- Helikopter - sind alle 19 Planposten mit Piloten besetzt.

Im Verteidigungsministerium hofft man aber, dass die Gegenmaßnahmen bald wirken: "Das Höchstalter für den Einstieg in die Pilotenkarriere wird auf 23 Jahre angehoben, dazu wird's mehr Flugstunden geben. Außerdem wird das Einstiegsgehalt angehoben."



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BeitragVerfasst: 16. Okt 2016, 10:44 

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Das Bundesheer sucht dringend Piloten



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BeitragVerfasst: 03. Nov 2017, 19:42 

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Personalmangel: Nur noch wenige Heereshubschrauber können abheben

Zitat:
Das Rückgrat der Heeres-Lufttransportflotte sind 23 Agusta Bell (AB) 212 sowie neun S-70 "Black-Hawk"-Hubschrauber. Doch genau dieses Rückgrat für Katastrophenhilfe aus der Luft droht wegzubrechen. Ganze sechs AB 212 – stationiert in Hörsching – wären derzeit einsatzbereit, klagen Piloten und Techniker. Dazu komme, dass drei davon für den Friedenseinsatz in Bosnien-Herzegowina abgestellt sind. Ähnlich trist sei die Situation bei den "Black Hawk". Nur vier könnten momentan von der Heimatbasis in Langenlebarn (NÖ) abheben.

Neben fehlenden Piloten (die laufen der Armee in Scharen in Richtung Privatwirtschaft davon) ist der Personalmangel bei den Technikern der Hauptgrund für die Misere. Zwar wurden mittlerweile alle AB 212, von den Crews liebevoll "Harley-Davidson der Lüfte" genannt, einem millionenschweren Update unterzogen. Doch die in regelmäßigen Abständen nötigen Wartungen kann die Fliegerwerft 3 in Hörsching kaum oder gar nicht mehr durchführen.

Bundeskanzleramt blockiert

Neben dem jahrelangen Sparkurs und dem damit verbundenen Imageverlust des Heeres klagen die Betroffenen über permanente Blockaden aus dem Bundeskanzleramt (BKA). Kaum habe man neuen Kameraden in den Hubschrauberstaffeln den ersten Schliff gegeben, würden die Techniker zur weiteren, bis zu fünf Jahre dauernden Ausbildung in die Fliegerwerft abkommandiert. Doch dort würden lediglich zivile Arbeitsplätze vom BKA genehmigt. Das daher nötige Ausziehen der Uniform bedeute jedoch finanzielle Nachteile. Was viele nicht akzeptieren würden und das Heer deshalb wieder verließen.

"Von Seiten des BKA wird die von uns geforderte Mischverwendung – also militärische und zivile Beschäftigte – leider nicht genehmigt", bestätigt Brigadier Andreas Putz, Chef des Kommandos Luftunterstützung (LuU) den OÖN das Problem. Auf Zahlen, wie viele Hubschrauber derzeit tatsächlich bei einem etwaigen Katastrophenfall einsetzbar wären, will sich Putz zwar nicht festlegen. Aber: "Einen umfangreichen Hilfseinsatz wie jenen nach der Lawinenkatastrophe von Galtür 1999 könnten wir derzeit nicht leisten."

Apropos Galtür: Als Konsequenz aus der schon damals nötigen Luftunterstützung aus dem Ausland erhielt das Heer neun "Black-Hawk"-Hubschrauber. Bei diesen ist allerdings ein Avionic-Update nötig. Doch bei der Auftragsvergabe gab es eine lange Verzögerung durch den Einspruch einer unterlegenen Firma. "Das wurde gerade erst gerichtlich abgeschlossen. Womit das Update demnächst starten kann", sieht "Airchief" Generalmajor Karl Gruber Licht am Ende des Tunnels.



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BeitragVerfasst: 06. Nov 2017, 12:59 

Registriert: 12. Mai 2011, 11:05
Beiträge: 3392
Zitat:
"Black-Hawk"-Hubschrauber. Bei diesen ist allerdings ein Avionic-Update nötig. Doch bei der Auftragsvergabe gab es eine lange Verzögerung durch den Einspruch einer unterlegenen Firma. "Das wurde gerade erst gerichtlich abgeschlossen. Womit das Update demnächst starten kann"


Ahja, ganz genau - das klingt jetzt so , als ob die paar Monate Verzögerung Schuld an der fehlenden Kapazität wären.


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