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 Betreff des Beitrags: weitere Piloten werden gestrichen
BeitragVerfasst: 19. Mai 2014, 11:19 

Registriert: 21. Mär 2006, 18:11
Beiträge: 248
weil's nicht ins EF Thema passt als neues eigenes Thema

jetzt triffts auch noch die Tigerstaffel mit den Saab (die eh schon personell stark unterbesetzt sind) und Hercy Crews...
das ist ja echt unglaublich... da hat mein seit Jahrzehnten einen Pilotenmangel, und dann fängt man jetzt das an....

lt. tt.com bzw. Tiroler Tagezeitung:
Zitat:
Wien – Der Sparkurs der Bundesregierung hat ab Juli drastische Einschränkungen bei der Fliegertruppe des Bundesheeres zur Folge. „Wir werden die bisherigen Betriebszeiten der Luftraumüberwachung nicht aufrecht erhalten können“, kündigte Brigadier Karl Gruber, Chef des Teilstabs Luft im Streitkräfteführungskommando, im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung an. Kürzungen seien auch bei den Hercules-Transportmaschinen und den Hubschraubern zu erwarten.

Noch laufen die Planungen für die Neuorganisation der aktiven Luftraumüberwachung. Gruber wartet auf die endgültigen Zahlen, wie viel Überstunden bei Piloten und Bodenpersonal einzusparen sind. Erst dann könne ein Einsatzplan erstellt werden.

Bisher ist täglich von 8 Uhr früh bis Sonnenuntergang, spätestens aber 20 Uhr, eine aus zwei Maschinen bestehende Alarmrotte bereit. Internationaler Standard sei eine Einsatzbereitschaft rund um die Uhr, sagt Gruber: „Außer der Schweiz und uns haben das alle in Europa.“

Die Betriebszeiten seien aber ausreichend, um 75 Prozent der kritischen Vorfälle abzudecken. Bis zu 70 Mal pro Jahr kommt es zu Alarmstarts. Häufigster Anlass sind Flugzeuge, deren Piloten sich nicht über Funk melden. Dazu kommen Militärmaschinen, denen eine Überflugsgenehmigung fehlt oder bei denen der Verdacht besteht, dass sie unerlaubter Weise Waffen an Bord haben.

Dabei ist die Luftraumüberwachung nicht allein Sache der Eurofighter-Piloten in Zeltweg (Steiermark). Aus Kostengründen greift das Bundesheer jede zweite Woche Saab 105-Jets zurück, die in Hörsching bei Linz stationiert sind. Die mehr als 40 Jahre alten Flugzeuge sind im Betrieb deutlich billiger als die Eurofighter. Überschallflüge sind aber nicht möglich.

Insgesamt muss die Fliegertruppe einen zweistelligen Millionenbetrag einsparen. Flugbetrieb ist aber teuer, nicht nur wegen der Piloten und des Sprits, sondern auch wegen des Bodenpersonals von den Technikern über die Funker bis hin zu Feuerwehr und Wachesoldaten.

Die Folge sind Kürzungen bei den Flugstunden – und das wiederum bedeutet letztlich weniger Piloten, weil sonst nicht mehr alle die für einen sicheren Betrieb nötige Anzahl an Flugstunden erreichen. Vier der bisher 16 Eurofighter-Piloten mussten bereits das Aus akzeptieren. Bei der Saab 105 würden weitere folgen, kündigt Gruber an.

Zwei der bisher sechs Crews für die Hercules mussten ebenfalls ausscheiden. Die Folge sind Einschränkungen beim Lufttransport des Bundesheeres. Der Routine-Betrieb – die Versorgung österreichischer Militärkontingente im Ausland – sei noch gut abzudecken. Rettungsaktionen wie zuletzt 2011 aus Ägypten und Libyen würden aber deutlich schwieriger. Gruber: „Eine Evakuierungsaktion würde ein Vielfaches der Zeit dauern wie bisher.“

Billiger sind die Flugstunden bei den Hubschraubern – und trotzdem verordnete das Heer auch in diesem Bereich eine Kürzung. Die Piloten können zwar noch genug Flugstunden sammeln, um ihre Lizenzen zu behalten: „Derzeit müssen wir noch keine Crews abbauen.“

Viele Wünsche für Bedarfsflüge müsse er aber ablehnen, räumt Gruber ein – egal ob die Anfragen aus dem Bundesheer selbst oder von zivilen Einrichtungen und Organisationen kämen.


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BeitragVerfasst: 19. Mai 2014, 12:10 

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Tja, ihr habts mir nicht geglaubt dass man die Herkys angreift...und die 105er werden wahrscheinlich noch 2015 gegrounded.


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BeitragVerfasst: 19. Mai 2014, 20:24 

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Das Ende der Österreichischen Luftstreitkräfte wird also Tatsache, aber warum dreht man nicht gleich ab ?(betrifft das gesamte BH)
Das wäre zumindest ehrlicher als, noch mehr oder weniger sinnlos, herumzufliegen und Geld zu verbrennen.
Der Großteil der Bevölkerung will sowieso nur eine Katastrophen Hilfstruppe.

Saab 105 werden ersatzlos gestrichen, damit erübrigen sich auch die PC-7, da gibt es nichts mehr auszubilden, Helis ebenfalls überaltert, Ersatz dafür ist jetzt absolute Utopie.
Worauf wartet man also noch ?, der Letzte dreht das Licht ab...


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BeitragVerfasst: 19. Mai 2014, 20:58 

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Die unfähigste Politikertruppe der Zweiten Republik macht Österreich schon seit Jahren zur europäischen Lachnummer....!!
Was sich aber jetzt - speziell beim Heer - abspielt, ist nur mehr peinlich !! Man schämt sich und ist traurig !
Nur die zuständigen "Herrn Minister" schwafeln weiter doof grinsend in die Kameras - die haben kein Schamgefühl, keine Ehre, kein Gespür, was sie anrichten !

Oh Herr, vergib` Ihnen, denn sie wissen nicht (!?? ) was sie tun.....


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BeitragVerfasst: 19. Mai 2014, 21:07 

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Ganz im Gegenteil - die wissen genau was sie tun, aber es ist ihnen wurscht weil sie in Wahrheit schon lange nichts mehr zu sagen haben, ja es KANN ihnen nur wurscht sein, denn so blöd und nichtsahnend um so fahrlässig dem Staatsbürger gegenüber zu agieren, kann man gar nicht sein.
Marionetten sind das, nichts weiter und selbst Neuwahlen würde nichts bringen, denn niemand sägt am Ast worauf er sitzt, egal welche Partei und deswegen wird es nie richtige Reformen geben.


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BeitragVerfasst: 20. Mai 2014, 13:45 

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BeitragVerfasst: 20. Mai 2014, 14:18 

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SOZIAL STATT EGAL!

DAS ist echte Satire und mir nicht Wurst(!), das was du schreibst ist bittere Realität!
Denn in einem Land wo ein Plakat mit einer blonden Transsexuellen für ein von Steuergeld gesponsertes Festival mehr Aufregung auslöst als die Demontage der gesamten Bürgersicherheit, muss es den Bürgern noch viel zu gut gehen.

:-)


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BeitragVerfasst: 20. Mai 2014, 14:39 

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BeitragVerfasst: 20. Mai 2014, 17:29 

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Wir werden es auch noch erleben wie Mateschitz den Fliegerhorst Zeltweg kauft um dort seine Flugzeuge unterzubringen, garantiert !
Es wäre jetzt an der Zeit wenn einer der Politiker den Mut besitzen würde und sagt "Wir WOLLEN uns kein Bundesheer mehr leisten, weil eh nix mehr passieren wird, und außerdem reicht uns die Freiwillige Feuerwehr, weil die kostet nichts..."
Klar das das nicht passieren wird, da läßt man es lieber dahinvegitieren, eben typisch österreichisch, es ist geradezu grotesk(und schon sträflich) in dieser Situation noch die allgemeine Wehrpflicht aufrechtzuerhalten, aber bei der Volksabstimmung gings ja eh hauptsächlich um den ansonsten unfinanzierbaren Zivildienst, gratis schuften sollen die Leut`vorher, um sie dann später steuerlich auszuquetschen und das Geld den Banken zu schenken.(allein 2013 waren es 3,3 Milliarden EUR an "Bankenhilfe !!!)
Man kommt sich langsam vor als würden wir in einen der ärmsten Staaten der Welt leben.

Jahrzehntelang liefen die Piloten dem BH davon, jetzt bekommen sie den sprichwörtlichen Fußtritt.


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BeitragVerfasst: 20. Mai 2014, 17:52 

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BeitragVerfasst: 20. Mai 2014, 19:17 

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Chris hat geschrieben:
(inoffiziell, ein jeder mit ein wenig Rückgrat wäre zurückgetreten und hätte gesagt, ich kann das Ausbluten des Bundesheers aus betrieblicher / wirtschaftlicher Sicht nicht weiter verantworten) Aber scheinbar ist dem Herrn Commenda das Parteibuch bzw. die eigene Geldbörse (hoher und gut dotierter Posten) wichtiger als andere. Er wird sich halt denken, egal ob das Pferd Bundesheer tot ist, Hauptsache, ich darf es offiziell reiten.


Genau das wurde er gefragt, weisst was seine sinngemässe Antwort darauf war?

"Zurücktreten ist sinnlos, weil dann nur der Nächste folgt der dann eben das umsetzt was verlangt wird und es dann nur wenige Tage in den Medien steht bevor es wieder vergessen wird."

Denkt euch selbst euren Teil, aber ich denke der Rücktritt Commendas alleine würde gar nichts ausrichten, wenn dann muss das der Generalstab geschlossen machen...das hält dann für 1 Woche in den österr. Medien vor...vielleicht.


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BeitragVerfasst: 20. Mai 2014, 21:56 

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....Was ich mich frage ist nur: Was denken sich Herren wie ein Commenda?

Wieso hört man seitens der Generalität keinen Protest, keinen Widerstand, kein Warnen........NICHTS !!
Sind das wirklich alles nur feige rückgratlose treue Parteisoldaten ohne Mumm, denen dir Truppe und damit Österreichs Sicherheit vollkommen egal ist ??!!
Von den - politisch gesteuerten - Medien ( TV, Radio, Print ) ist auch keinerlei ( nur ganz vereinzelt ) Hilfe zu erwarten....
Und nach dem Motto "panem et circenses" - also Brot und (Zirkus)spiele - wird ganz Österreich derzeit musikalisch "verWurstet !!
Wau...ist das schön und wichtig !
Leute, mit graust es wirklich.....


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BeitragVerfasst: 20. Mai 2014, 22:23 

Registriert: 07. Feb 2006, 23:59
Beiträge: 409
Was mir zu denken gibt, es gibt vermutlich Länder mit annähernd gleich großen Verteidigungsbudgets, welche sich trotzdem eine angemessene Luftwaffe, Heer und vielleicht sogar eine Marine leisten.
Ich frage mich, ist das Heer so aufgebläht in seiner Struktur, zuviele Kasernen und für was brauchen wir vier Militärflugbasen, für unsere Mini-Luftstreitkräfte?, welches unser Budget auffrisst.

Ich will keine Waffengattungen gegeneinander ausspielen, aber wofür investiert und modernisiert man in die Artillerie mit gleich drei Standorten bzw. hält an zwei Pz- Bataillonen fest. Geräte die wir nur in Kriegszeiten benötigen würden. Bei internationalen Einsätzen im Rahmen der EU Battle-Groups werden unsere Artillerie und KPz sicher nie herangezogen werden.

Aber Flugzeuge wie Abfangjäger, Transportmaschinen und vor allem Hubschrauber werden weder dem Einsatzzweck entsprechend ausgerüstet (ua Nachtsichtfähigkeit EF), sind total veraltet und werden vermutlich ersatzlos ausgemustert (S-105, OH-58, Al3, C-130). Jetzt geht es soweit, dass Piloten und Flugstunden eingespart werden. Aber diese genannten Fluggeräte sind tagtäglich aktiv im Einsatz für die LRÜ, Katastrophenhilfe sowie Auslandseinsätze.

Da fragt man sich schon, wie werden bei unserem ÖBH die Prioritäten festgelegt, wenn Artillerie, KPz und eine viel zu hohe Anzahl von Kasernen und Flugbasen wichtiger erscheinen!!

Ich kann mir nicht vorstellen wohin nahezu 1,8 Mrd Euro fließen, und das ÖBH kann sich nicht einmal die Flugstunden für die Flugzeuge und Benzin für die Fahrzeuge leisten.


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BeitragVerfasst: 20. Mai 2014, 23:44 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20791
em hat geschrieben:
Ich will keine Waffengattungen gegeneinander ausspielen, aber wofür investiert und modernisiert man in die Artillerie mit gleich drei Standorten bzw. hält an zwei Pz- Bataillonen fest. Geräte die wir nur in Kriegszeiten benötigen würden. Bei internationalen Einsätzen im Rahmen der EU Battle-Groups werden unsere Artillerie und KPz sicher nie herangezogen werden.


Das resultiert noch aus dem Militärstrategischen Konzept von 2006 und den Plänen zur Bundesheerreform ÖBH 2010:

    Militärstrategisches Konzept des Österreichischen Bundesheeres (Wien, Februar 2006)

    Zitat:
    Die Aufklärungstruppe trägt im Rahmen der militärischen Aufklärung vor allem durch eigene bodengebundene und luftgestützte Lageaufklärung im Interessensbereich wesentlich zur Informationsgewinnung als Grundlage jeglicher Führungstätigkeit im Zusammenwirken verschiedenartiger, sich in ihrer Wirkung ergänzenden Aufklärungskräfte und -mittel auch anderer Teilstreitkräfte und Waffengattungen, dem Aufklärungsverbund, bei. Der Feldnachrichtendienst unterstützt als Element der militärischen taktischen Aufklärung den österreichischen Verband durch unmittelbare, persönliche Kontaktaufnahme mit relevanten Vertretern von Behörden, Konfliktparteien und Bevölkerung bzw. Befragung von Gefangenen, Verdächtigen und Zeugen mit der Zielsetzung, Stimmungsbild und Tendenzen krisenhafter Entwicklung sowie Fähigkeiten und Absichten bestimmter Zielgruppen als Beitrag zur Force Protection frühzeitig zu erkennen. Die Zusammenfassung von Aufklärung und Artillerie in Aufklärungs- und Artilleriebataillone hat die Schaffung eines Aufklärungs-/Wirkungsverbundes zur Unterstützung der Brigadeambition unter Nutzung damit erzielbarer Synergieeffekte zum Ziel. Diese muss durch die Verbesserung der Aufklärungskapazitäten durch technische Mittel sowie Erhöhung der geschützten Beweglichkeit unterstützt werden. Diese zunächst strukturelle Zusammenfassung der AAB wird in Hinkunft den Status einer neuen Truppengattung aufweisen und ist als ein wesentlicher Schritt im Zusammenhang mit der Schaffung eines ISTAR-Verbundes zu sehen.


    Zitat:
    5.5.1.2.1 Panzertruppe

    Angreifende organisierte Panzerverbände mit hoher Stoßkraft und zahlenmäßiger Überlegenheit stellen auf Sicht nicht mehr die größte Bedrohung dar. Dennoch können in allen Krisenszenarien eigene eingesetzte Kräfte auch weiterhin durch gepanzerte Kräfte bedroht werden.

    Die Panzertruppe stellt die Hauptkomponente der mechanisierten Kampftruppe dar. Die ihren Einsatzmitteln eigene Kombination von hoher Feuerkraft, hoher Beweglichkeit, von hohem Schutz und Standfestigkeit verleihen ihr besondere Stoßkraft, die sie befähigt, feindliche mechanisierte Kräfte rasch und nachhaltig zu zerschlagen und den Kampf in stetigem Wechsel der Einsatzarten ohne Unterbrechung aufrecht zu erhalten. Dabei wirkt sie eng mit der Panzergrenadiertruppe oder anderen infanteristischen Kampftruppen zusammen bzw. dient der unmittelbaren Unterstützung (und dadurch auch dem Schutz) anderer Kampftruppen. Die Abdeckung der nunmehr im verringerten Ausmaß erforderlichen weit reichenden und stoßkräftigen Fähigkeiten wird durch die Panzerbataillone abzudecken sein.

    Der Einsatz der Panzertruppe im Ausland ist aufgrund des hohen Schutzes und ihrer überlegener Waffenwirkung im oberen Spektrum der Petersbergaufgaben vorgesehen. Gewicht und logistische Überlegungen schränken jedoch operative Mobilität und strategische Verlegbarkeit ein.

    Die Panzerbataillone sind grundsätzlich, wie jedes Bataillon anderer Truppen- und Waffengattungen, für Zweitrollen (z.B. infanteristischer Einsatz im Rahmen einer Peacekeeping Aufgabe, unter Zuordnung entsprechender Ausrüstung und personeller Verstärkung) eingeplant.

    Aus dem Bedrohungsbild bei Friedensunterstützenden Einsätzen ist die Panzerabwehr als Hauptaufgabe von Verbänden oder Einheiten nicht mehr abzuleiten. Die Panzerabwehr ist als organische Fähigkeit von Kampfverbänden zu verstehen, vor allem bei Einsätzen hoher Intensität wird grundsätzlich ein Verbund von Panzerabwehrfähigkeiten zu bilden sein, wenngleich die „konventionelle“ Bedrohung als gering zu beurteilen ist. Im Sinne von „Joint Fires“ ist nicht nur der Einsatz von eigenen landgestützten Systemen vorzusehen, sondern darüber hinaus auch Steilfeuersysteme und luftgestützte Plattformen, die im Wesentlichen die Panzerabwehr außerhalb der Reichweite von Lenkwaffen der Infanterie und den Kanonen der Kampfpanzer übernehmen. Daraus ergeben sich folgende strukturelle Konsequenzen:

      · Künftig sind keine Verbände oder Einheiten mit der ausschließlichen Hauptaufgabe der Panzerabwehr zu strukturieren.

      · Der nötige Anteil an Panzerabwehrfähigkeiten im multinationalen Verbund ist durch organische Systeme der Infanterie und organische Systeme der mechanisierten Kampftruppe sicherzustellen, wobei vor allem die Durchsetzungsfähigkeit (u.a. kampfkräftige Trennung von Konfliktparteien, mechanisierte Stoßkraft) bei Auslandseinsätzen höherer Intensität der Kampfpanzer bzw. der Kampfschützenpanzer im Vordergrund steht. Das Heranziehen dieser Waffensysteme für defensive Aufgaben im Sinne einer Mehrfachrollenfähigkeit ist der mechanisierten Kampftruppe immanent.

      · Neben der Kampftruppe haben ebenfalls jene Kräfte der Aufklärungs- und Kampfunterstützungstruppe die erforderlichen Panzerabwehrfähigkeiten aufzuweisen, die zufolge ihres zum Teil selbständigen Einsatzes mechanisierten Bedrohungen ausgesetzt werden können (Aufklärung, Artillerie, Pioniere).


    Zitat:
    Die Artillerietruppe (in Bezug auf die Zusammenfassung von Aufklärung und Artillerie siehe Kapitel Führungstruppe – Aufklärungstruppe) ist wesentlicher Träger der Feuerunterstützung mit Steilfeuer zum Schutz der eingesetzten Truppe bzw. der Erringung der Feuerüberlegenheit als Voraussetzung für den Erfolg im Gefecht. Mit ihren hohen Einsatzschussweiten kann sie Feuerschwergewichte rasch bilden und weiträumig verlagern. Die Artillerietruppe verfügt über eine hohe Einsatzflexibilität und soll mit ihrer Munitionsausstattung befähigt werden, praktisch alle Arten von Zielen wirksam und nachhaltig zu bekämpfen. Dies ermöglicht, neben der unmittelbaren Feuerunterstützung, in Verbindung mit der hohen Einsatzschussweite, wichtige Ziele nahezu uneingeschränkt unter allen tages- und jahreszeitlichen Bedingungen sowie Witterungsverhältnissen eigenständig aufzuklären und zu bekämpfen. Mit ihren Beobachtungs- und Aufklärungsmitteln ist sie wesentlicher Bestandteil des Aufklärungsverbundes, insbesondere bei Auslandseinsätzen. Die Artillerie soll zum selbstständigen Kampf gegen die gegnerische Artillerie befähigt werden und nimmt diese Aufgabe im Sinne einer Kampftruppe wahr.

Die Anzahl an Verbänden bei der mechanisierten Truppe dürfte demnach vorwiegend aus der "Brigadeambition" (Führung einer multinationalen Brigade im Rahmen des EU-Framework-Nation-Konzepts über das gesamte Spektrum der Petersberg-Aufgaben und über eine Verweilzeit im Einsatzraum von zumindest einem Jahr) abgeleitet worden sein.


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BeitragVerfasst: 21. Mai 2014, 07:57 

Registriert: 12. Mai 2011, 11:05
Beiträge: 3393
stratos hat geschrieben:
Wieso hört man seitens der Generalität keinen Protest, keinen Widerstand, kein Warnen........NICHTS !!


Weil ein Commenda kein Entacher ist und es erst am 1. September 2014 offiziell wird.
Was wir hier lesen und hören sind nur so Bruchteile und auch Gerüchte.

Aber wer weiss schon was hinterm Vorhang wirklich abrennt?


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