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BeitragVerfasst: 10. Aug 2016, 13:57 

Registriert: 17. Jun 2016, 11:30
Beiträge: 195
In dem Bereich Leasen klingt tatsächlich nach roter Vodoo-Ökonomie. Die Stadt Wien hat hier doch gute Erfahrungen zB mit U-Bahn Zügen.

Im Ernst:
Büroraum in der Stadt kann man mieten.
Gewisse friedliche Kapazitäten kann man mieten / leasen wie zivile Frachtflugzeuge oder oder.
Bei einem Ausbildungshubschrauber wird es schon schwieriger, aber es erscheint möglich.
Rein militärische Hubschrauber wie ein S-70 - da wird es lächerlich. Leider muss die öffentliche Hand noch immer nicht bilanzieren, dann würden sich solche Blödsinnigkeiten schnell aufhören.


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BeitragVerfasst: 10. Aug 2016, 22:45 

Registriert: 14. Dez 2011, 13:35
Beiträge: 594
de10kcl hat geschrieben:
Die Stadt Wien hat hier doch gute Erfahrungen zB mit U-Bahn Zügen.


Cross-border-lease Konstruktionen waren was ganz anderes.


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BeitragVerfasst: 10. Aug 2016, 23:11 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20724
Leasing

Zitat:
I. Vertragsformen:

    1. Vertragsbestandteile:

      (1) Grundmietzeit, in der i.d.R. kein Kündigungsrecht für den Leasingnehmer zugelassen wird;

      (2) Vereinbarung von Verlängerungs- oder Kaufoptionen nach Ablauf der Grundmietzeit;

      (3) Höhe der zu entrichtenden Leasingraten;

      (4) Übernahme der Gefahr des zufälligen Untergangs oder der wirtschaftlichen Entwertung (Investitionsrisiko) durch Leasinggeber oder Leasingnehmer;

      (5) evtl. Vereinbarungen über Wartung und Pflege des Leasingobjekts.

    2. Arten der Vertragsgestaltung:

      a) Operate Leasingverträge: entsprechen Mietverträgen im Sinn des BGB. Die Kündigung des Vertrags ist i.d.R. bei Einhaltung gewisser Fristen möglich. Der Leasinggeber trägt das gesamte Investitionsrisiko.

      b) Finanzierungs-Leasing-Verträge: Eine bestimmte Grundmietzeit ist unkündbar. Nach deren Ablauf wird dem Leasingnehmer i.d.R. eine Verlängerungs- oder Kaufoption eingeräumt. Das Investitionsrisiko trägt der Leasingnehmer. Bei Finanzierungs-Leasing-Verträgen mit Verbrauchern gilt § 500 BGB.

Zitat:
IV. Beurteilung:

    1. Allgemein: Zur Beurteilung der Vorteilhaftigkeit des Leasings sind detaillierte Nutzen-Kosten-Analysen unter Berücksichtigung steuerlicher und bilanzieller Auswirkungen durchzuführen. Die Vorteilhaftigkeit des Leasings wird maßgeblich beeinflusst durch die im Leasingvertrag vereinbarten Rechte und Pflichten von Leasinggeber und -nehmer.

    2. Kosten: Die Summe der Leasingraten übersteigt die Anschaffungskosten des Leasingobjekts. Die Kosten betragen i.d.R. etwa 130 Prozent des Kaufpreises.

    3. Liquidität: Durch Leasing wird eine liquiditätsmäßige Anspannung, wie sie beim käuflichen Erwerb auftritt, vermieden.

    4. Verschuldungsspielraum: Dem Argument, die Finanzierung über Leasing sei geeignet, den Verschuldungsspielraum eines Unternehmens auszudehnen, da Leasing aus der Bilanz nicht ohne Weiteres ersichtlich ist und relevante Kennzahlen nicht beeinträchtigt sind, steht die Literatur kritisch gegenüber. Bei Beantragung eines Kredits müssen auch Zahlungsverpflichtungen aus Leasingverträgen offen gelegt werden.

    5. Investitionsrisiko: Wenn dem Leasingnehmer ein Recht zur vorzeitigen Kündigung eingeräumt wird, so wird das Risiko wirtschaftlicher Überalterung des Leasingobjekts auf den Leasinggeber abgewälzt. I.d.R. ist die Grundmietzeit jedoch unkündbar.

    6. Bonitätsanforderungen der Leasinggesellschaften sind geringer als bei Kreditinstituten. Dies wird mit der besseren Marktkenntnis für das Leasingobjekt und der besseren Verwertung des Leasingobjekts im Vergleich zu Banken begründet. Unternehmen wird so eine „Kapitalquelle” erschlossen, die es ermöglicht, Investitionen auch dann noch durchzuführen, wenn eine Fremdfinanzierung über Kredit unmöglich ist.

    7. Beratung: Durch seine guten Produktkenntnisse über das Leasingobjekt kann der Leasinggeber eine Beratungsfunktion übernehmen.

    8. Für die Hersteller von Investitionsobjekten kann Leasing den herkömmlichen Verkauf verdrängen und die Vertriebsfunktion erfüllen (z.B. Datenverarbeitungsanlagen).

    9. Ob die Finanzierung über Leasing gegenüber den Alternativen Kauf mit Eigen- oder Fremdfinanzierung vorteilhaft ist, muss im Einzelfall bei gegebenen Objektdaten und Vertragsbedingungen geprüft werden. Durch Aufstellen eines Finanzplans unter vollständiger Erfassung aller Ein- und Auszahlungen der jeweiligen Alternative ist ein Vorteilhaftigkeitsvergleich möglich.



Cross Border Leasing



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BeitragVerfasst: 11. Aug 2016, 14:17 

Registriert: 17. Jun 2016, 11:30
Beiträge: 195
Ich weiß, was Leasing ist.
Und im öffentlichen Bereich wurde damit viel Schindluder betrieben - das mit dem Cross Border Leasing der Wr U-Bahnen war eines der in Österreich bekanntesten Beispiele.

Also nochmal:
Vielleicht wurde Doskozil, der bis dato meiner Meinung nach eine überraschend gute Performance liefert (Klug war doch anfangs auch toll unterwegs, während Darabos sich schon ganz am Anfang mit seiner unsäglichen und ungesetzlichen "ich habe Auftrag vom Bundeskanzer" Aussage zu den EF ins Out geschossen hat) in den Artikeln schlecht zitiert. Er redet ja auch von "Finanzierungsformen". Wobei für mich zu 100% klar ist, dass bei militarisierten Gütern das Outsourcing sehr, sehr enge Grenzen hat. Sowas wie "Preise pro Flugstunde" macht da keinen Sinn - weil man dann nur um jedes Sandkorn in MALI herumstreitet.

Gehen wir mal auf die eine Liste ein:
IV. Beurteilung:
1. Allgemein:
Wen will er steuerlich besserstellen? Und Bilanzieren - das ist ja das fiese. Öffentliche Hand macht bis dato "nur" Einnahmen / Ausgabenrechnung im Vergleich zu Budget (eine Art Obligo). Man versucht doch schon seit Jahren ein Verzeichnis der Beteiligungen zu erstellen - und schafft es nicht. Die Schweiz hat das übrigens.
2. Kosten:
Das mit 130% war wohl vor den niedrigen Zinsen. Der Staat kann doch derzeit um ca 0% Anleihen aufnehmen.
3. Liquididät:
Ja, das könnte für das BH helfen. Aber man betrügt sich eigentlich selber. Siehe USA. MYP (Mehrjahresbeschaffungen) sind dort die strenge Ausnahme.
4. Verschuldungsspielraum:
Zählt nicht wirklich, weil öffentliche Hand eben kein Bilanzierer.
5. Investitionsrisiko:
Ja, beim Ankauf von zivilen PKWs könnte ich mir das vorstellen. Aber einen militarisierten Hubschrauber??
6. Bonitätsanforderungen:
Der öffentlichen Hand wird Geld nachgeschmissen (mit anderen Worten, die EZB druckt derzeit Geld wie verrückt). Zählt also nicht.
7. Beratung:
Was soll das heißen? Umgehung des Bundesvergabegesetzes? Wobei das für militarisierte Güter sowieso so eine Sache ist.
8. Vertriebsfunktion
Ja, evtl macht es Sinn, Drucker im Backoffice nach einem "Pay per Printed Page" zu betreiben. Damit hat zB HP vor 10 Jahren viele verrückt gemacht. Nur: siehe oben, militarisierte Hubschrauber...
9. Ob die Finanzierung über Leasing...
Ich denke, hier geht es um so grundsätzliches (nämlich "militarisierte Hubschrauber"), dass man den Punkt gar nicht bearbeiten muss. Siehe oben, bei zivilen PKWs schaut die Sache schon anders aus. Kaufen, Leasen, Mieten, Kaufen und jeweils schnell austauschen versus bis in alle Ewigkeit behalten und so weiter. Aber eben nicht für solche Hubschrauber.


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BeitragVerfasst: 05. Nov 2016, 19:44 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20724
Luftunterstützungs-Brigade sucht 140 Piloten und Techniker (3. November 2016)

Zitat:
Neben dem fehlenden Personal plagt den Brigadekommandanten noch eine weitere Sorge: die des Ersatzes von in die Jahre gekommenen Hubschraubern. Wie berichtet, sollen bis 2020–2024 insgesamt 34 Alouette III- und OH-58-"Kiowa"-Maschinen "ausgephast" werden. Der angepeilte Ersatz sind laut Verteidigungsministerium zehn bis maximal 16 neue Hubschrauber – je nach Anschaffungskosten. "Wir brauchen mindestens eine komplette Staffel – und das wären 12 Maschinen", sagt Putz. Und hat eine Hoffnung noch nicht aufgegeben: "Natürlich wünsche ich mir, dass die bereits mehrfach zugesagte und dann wieder abgesagte Anschaffung von weiteren drei ‚S-70 Black-Hawk‘ doch noch stattfindet."



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BeitragVerfasst: 25. Mai 2017, 11:13 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20724
Bundesheer trainierte im Tennengau Massenevakuierung (19. Mai 2017)

Zitat:
Im Rahmen eines Investitionsprogramms des Heeres wird es u. a. einen neuen Mehrzweckhubschrauber und beim Black Hawk ein Avionik-Update geben. Als sinnvoll erachtete Doskozil außerdem die Anschaffung zusätzlicher Black-Hawk-Hubschrauber, da diese eine besonders hohe Transportkapazität aufweisen. Ob diese kommen, "werden weitere Gespräche ergeben", so Doskozil.



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