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BeitragVerfasst: 15. Mai 2014, 16:43 

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Bundesheer: Weniger Piloten, noch keine Drohnen

Zitat:
Dafür verschiebt sich eine andere Investition, die das Ressort geplant hat: Bereits im Dezember 2014 hätte die Firma Kapsch zwei Drohnensysteme liefern sollen. In diesem Jahr hätte ein weiteres folgen sollen. Es wären die ersten unbemannten Flugobjekte, die das Heer besitzen würde. Doch gut ein halbes Jahr später als geplant sind die Drohnen immer noch nicht da. „Es gibt Lieferverzögerungen in der Firma", heißt es auf Nachfrage in Klugs Büro. Woran es hakt, wollte man aber nicht verraten.



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BeitragVerfasst: 17. Mai 2014, 15:51 

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Bundesheer: Bürokratie schießt teure Drohnen ab

Zitat:
"Wir müssen diese Verzögerung bestätigen. Das ist wirklich ärgerlich", erfuhr die "Krone", dass die sechs Drohnen- Systeme mit je drei Drohnen "sicher nicht" wie zugesagt und vertraglich vereinbart bereits im Juni über Österreich kreisen.

Die Heeresführung trifft in diesem Fall aber tatsächlich keine Schuld: Der französische Hersteller Kapsch muss seine Drohnen vor der Auslieferung nach Österreich noch in Frankreich zertifizieren lassen - und die französische Militärluftfahrtbehörde hat offenbar genau jetzt sehr, sehr viel zu tun.

Minister Klug: "Ärgerlich"

Für Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) ist die Drohnen- Panne "ärgerlich": "Die Verzögerung ist zwar verkraftbar, aber der Fall zeigt, dass wir europaweit einheitliche Standards festlegen müssen. Die EU- Verteidigungsminister haben sich für diese Reformen ausgesprochen." Am grundsätzlichen Ja zu den Drohnen ändere auch die aktuelle Niederlage gegen die Bürokratie "absolut nichts".


"Teure Drohnen" und "der französische Hersteller Kapsch" - das ist eindeutig die "Kronen Zeitung" mit ihrem Kapazunder Richard Schmitt.


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BeitragVerfasst: 17. Mai 2014, 17:35 

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Es ist schon seit Wochen bekannt dass 2014 keine Drohnen kommen werden.


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BeitragVerfasst: 27. Mai 2014, 19:08 

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Drohnenkauf trifft auf "den Boden des Fasses" (1188/J)

Zitat:
1. Welche Kosten entstanden bisher durch die Beschaffung der Drohnen?

Zitat:
6. Wie hoch sind die Kosten für diese Ausbildung?

    Zitat:
    Zu 1 und 6:

    Die Gesamtkosten der gegenständlichen Beschaffung belaufen sich auf rund 3 Mio. Euro.


Zitat:
2. Wie viele Soldaten bzw. Heeresangehörige werden im Umgang mit den Drohnen geschult?

3. Welchen Einheiten gehören diese Personen an?

    Zitat:
    Zu 2 und 3:

    Insgesamt werden 16 Bedienstete der Heerestruppenschule, der Aufklärungs- und Artillerie­bataillone 3, 4 und 7 sowie des Jagdkommandos geschult.

Zitat:
4. Wo findet diese Ausbildung statt?

5. Wie lange dauert diese Ausbilung?

    Zitat:
    Zu 4 und 5:

    Die Schulung ist für zwei Wochen angesetzt und wird entweder auf einem Truppenübungs­platz oder einem Militärflugplatz innerhalb eines militärisch kontrollierten Luftraumes durchgeführt.


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BeitragVerfasst: 01. Okt 2014, 17:03 

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Aufklärungsdrohnen (Oberst dG Mag. Reinhard Zmug, in: TRUPPENDIENST, Folge 341, Ausgabe 5/2014)

Zitat:
Mit der Beschaffung des Aufklärungsdrohnensystems kurzer Reichweite (Mini-UAV) "Tracker" erlangt das Österreichische Bundesheer eine neue Fähigkeit im Bereich der Aufklärung. Beiträge in den folgenden TD-Heften werden das Thema Drohnen umfassend behandeln.

Zitat:
Luftfahrtrecht

Mit der aktuellen Novelle des Luftfahrtgesetzes vom 1. Jänner 2014 wurden erstmals Bestimmungen für unbemannte Luftfahrzeuge eingeführt (§§ 24c-24k). Es wurden in diesem Bereich drei Klassen (Flugmodelle, unbemannte Luftfahrzeuge Klasse 1, unbemannte Luftfahrzeuge Klasse 2) definiert, wobei je nach Klassifizierung des Gerätes bestimmte Erfordernisse für den Betrieb festgelegt wurden. Insbesondere betrifft das Regelungen im Bereich der Nutzung des Luftraumes und dient in erster Linie der Vermeidung von wechselseitigen Gefährdungen durch andere Nutzer des Luftraumes sowie dem Schutz von Personen oder Sachen auf dem Boden.

Diese Regelungen gelten jedoch nicht für militärische unbemannte Luftfahrzeuge. Hier ist beabsichtigt, dass auf Basis der zukünftigen Erfahrungen allenfalls spezielle luftfahrtgesetzliche Regelungen getroffen werden. Militärische unbemannte Luftfahrzeuge werden daher als Militärluftfahrzeuge zugelassen. Das bedeutet, dass hier die höchsten Standards für die Zulassung und den Betrieb angewendet werden. Damit kann eine höchstmögliche Sicherheit sowohl aus technischer Hinsicht als auch für den Schutz der übrigen Luftraumteilnehmer, Personen auf dem Boden und nicht zuletzt des Bedienpersonals selbst sichergestellt werden.

Zitat:
Im Betrieb einer (militärischen) Drohne fällt eines dieser wesentlichen Kriterien - der Einsatz innerhalb des Sichtbereiches des Bedieners - weg, da sich ja sonst der Einsatz der Drohne insgesamt ad absurdum führen würde. Darüber hinaus ist die Flughöhe einer Drohne weniger an (zivile) Luftraumstrukturen, sondern vielmehr an die Einsatzerfordernisse anzupassen. Dies bedingt, dass der Ausbildungs-, Einsatzvorbereitungs- sowie der Einsatzbetrieb von Drohnen einer entsprechenden Luftraumordnung (Airspace Management) unterliegen müssen. Daher wird der Betrieb von Drohnen im ÖBH im Regelfall in Flugbeschränkungsgebieten durchzuführen sein. Für den Ausbildungs- und Einsatzvorbereitungsbetrieb bieten sich hier vor allem die permanent aktivierten Flugbeschränkungsgebiete in Österreich an. Dazu zählen unter anderem die Truppenübungsplätze Allentsteig und Seetaler Alpe sowie der Raum Felixdorf. Darüber hinaus kann je nach Bedarf ein zeitlich beschränktes Flugbeschränkungsgebiet aktiviert werden.

Zitat:
Drohnen und ÖBH

Das ÖBH beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit Drohnrn unterschiedlicher Bauart. Neben zahlreichen Forschungskooperationen, Firmenpräsentationen und Vorführungen sowie bilateralen Kontakten mit befreundeten Streitkräften werden hier exemplarisch einige Vorhaben erwähnt:

Experten des ÖBH sind seit mehreren Jahren in internationalen Arbeitsgruppen, die sich mit Drohnen beschäftigen, tätig. In diesen Arbeitsgruppen, die zumeist auf Ebene der EU bzw. der Europäischen Verteidigungsagentur (European Defence Agency - EDA) angesiedelt sind, werden unterschiedliche Themenbereiche behandelt. Mit rüstungspolitischen Themen beschäftigt sich zum Beispiel das "Joint Investment Programme on Remotely Piloted Aircraft Systems" (JIP RPAS). Themen in Bezug auf Zertifizierung sowie der Nutzung des Luftraumes gemeinsam mit der Zivilluftfahrt werden unter anderem im Military Air Worthiness Authority (MAWA-)Forum behandelt. Eine Mitarbeit von ÖBH-Experten gibt es auch im Entwurf für das "Concept for Contribution of Remotely Piloted Aircraft Systems to EU-led Military Operations".

Im Rahmen von Übungsvorhaben in Österreich mit multinationaler Beteiligung werden mittlerweile regelmäßig Drohnen eingesetzt. Besonders hervorzuheben ist hier die Übung "European Advance 2010" (EURAD10), bei der im September 2010 italienische und französische Drohnensysteme während der Übung zum Einsatz gebracht wurden. Daneben ist es vor allem die Deutsche Bundeswehr, die bei bi- bzw. multinationalen Übungen in Österreich zumeist Drohnensysteme bei den übenden Truppenteilen eingegliedert hat.

Die luftfahrtrechtlichen Angelegenheiten beim Einsatz von Drohnen ausländischer Streitkräfte in Österreich laufen mittlerweile routinemäßig ab. Zu Beginn wird geprüft, ob die Drohne "im Dienste des Bundesheeres" verwendet wird. Sollte das nicht der Fall sein, so wäre automatisch die Austro Control GmbH zuständig, die die Maßnahmen im Bereich der Zivilluftfahrt zu regeln hat. Nach positiver Feststellung werden durch die zuständigen fachtechnischen Dienststellen im BMLVS die jeweiligen nationalen Zulassungsdokumente der Drohnen eingefordert. Nach der Prüfung dieser Dokumente erfolgt auf Basis eines Anerkennungsverfahrens die Zustimmung zum Betrieb der Drohne mit den entsprechenden Auflagen. Insbesondere fällt hier die Vorgabe des Betriebes in militärisch kontrollierten Lufträumen hinein.

In Auslandseinsätzen gibt es bereits jahrelange Erfahrungen des ÖBH im Einsatz von Drohnen. So sind bei KFOR Mini-UAS vom Typ "Stalker" im Einsatz, die durch eine zivile Firma bereitgestellt werden. Diese Systeme, die bei einer Reichweite im Radius von fünf Kilometern und einer Flugdauer von zwei Stunden sowie über eine Tag- und Nachtsichtkamera verfügen, werden eingesetzt für die:

    - vorgestaffelte Aufklärung von Zielen.

    - Überwachung illegaler Grenzübertritte.

    - Überwachung von Menschenansammlungen wie Demonstrationen.

    - Marschwegerkundung.

    - Dokumentation von Einsätzen.

Der Einsatz wird unmittelbar durch das Hauptquartier KFOR/J2 geführt und die Drohne im Regelfall von der österreichischen Aufklärungskompanie (AUT RECCE COY) eingesetzt. Wesentlich bei jedem Einsatz, insbesondere zur Vermeidung von wechselseitigen Gefährdungen, ist die Einbindung in das Air Space Management, das bei KFOR durch J3 AIR erfolgt.

Beispielhaft sei hier folgender Einsatz näher dargestellt:

Der Auftrag war, für die Durchführung einer Veranstaltung der serbisch-orthodoxen Kirche in Prizren die öffentliche Ruhe, Ordnung und Sicherheit aufrecht zu erhalten. Die Beurteilung der Bedrohungslage ergab aufgrund der Vielzahl der Ethnien in dieser Stadt und des vergleichsweise geringen Anteils der serbischen Ethnie zumindest ein gewisses Potenzial für eine Störung dieses Festaktes. Das Einsatzdispositiv der Kräfte wurde daher auch entsprechend deeskalierend festgelegt. Die Masse der Kräfte wurde in den in Prizren verfügbaren KFOR-Einrichtungen bereitgehalten, um nicht durch zu viel Präsenz aufzufallen. Trotzdem war es notwendig, die gesamte Stadt zu überwachen und insbesondere die im Rahmen der Bedrohnungsanalyse festgelegten Räume, die sich für Menschenansammlungen besonders eignen (z. B. Parkplätze) permanent aufzuklären. Hierzu wurde der Einsatz von Drohnen als bestgeeignetes Mittel beurteilt und diese nach der Anforderung beim HQ KFOR und der Durchführung der notwendigen Maßnahmen des Air Space Managements auch eingesetzt. Damit konnte einerseits eine permanente Aufklärung der sensiblen Räume bei gleichzeitiger Minimierung der Präsenz von Soldaten auf der Straße erreicht werden.



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BeitragVerfasst: 04. Okt 2014, 11:24 

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Und jetzt beginnt die Hetze gegen die Mini-Anschaffung von ein paar Drohnen - wir leben wirklich in einer Bananenrepublik:

    Bundesheer: Statt Landesverteidigung kommen jetzt Drohnen

    Zitat:
    Gerald Klugs Reformpläne knüpfen an das alte SPÖ-Konzept vom „Bundesheer light“ an. Dafür werden nun Drohnen zur Überwachung angeschafft – was den österreichischen Bürger wenig freuen wird.

      Von Otmar Lahodynsky

    Der Lapsus passierte, nachdem Verteidigungsminister Gerald Klug mit seinem Generalstabschef Othmar Commenda am vergangenen Freitag das neue Sparkonzept für das Bundesheer präsentiert hatte. Als erster Fragesteller kam kein Journalist, sondern ausgerechnet der Präsident der Bundesheergewerkschaft und FPÖ-Funktionär Manfred Haidinger, an die Reihe. Klugs Konzept bedeute eine „leicht bewaffnete Katastrophenschutz-Truppe“ und ein Ende der militärischen Landesverteidigung, so Haidinger. Damit werde das alte Konzept vom „Bundesheer light“, das 1990 SPÖ-Zentralsekretär Peter Marizzi gemeinsam mit den Jusos vorgestellt hatte, umgesetzt.

    Zitat:
    Aufgerüstet wird schon jetzt in der Luft: Die noch von Klugs Amtsvorgänger Norbert Darabos angekauften sechs Aufklärungsdrohnensysteme mit kurzer Reichweite vom Typ „Mini-UAS-Tracker“ sollen noch heuer eintreffen. Der Vertrag mit der Kapsch BusinessCom AG trat schon vor einem Jahr in Kraft.

    Die unbewaffneten und nur mit Kameras bestückten Flugkörper werden von dem französischen Unternehmen Survey-Copter hergestellt, konnten aber „aufgrund von bürokratischen Hürden in Frankreich“ (Kapsch-Marketing-Chefin Jutta Hanle) bislang nicht ausgeliefert werden.

    Im Vergleich zu Abfangjägern oder Hubschraubern sind die Drohnen geradezu ein Schnäppchen: Die sechs Systeme mit insgesamt 18 ferngesteuerten Flugkörpern, Bodenkontrollstationen, Nachtsichtgeräten, Wärmekameras und Ersatzteilen kosten einschließlich Steuern insgesamt drei Millionen Euro.

    Dass die französische Drohnenfirma zum Konzern des Herstellers der Eurofighter – Airbus Industries – gehört, halten Luftfahrt-Experten für kein gutes Omen.

    Wozu die fliegenden Kameras in Österreich dienen werden, bleibt im Ungewissen. Zunächst werden sie auf dem Truppenübungsplatz Allentsteig stationiert, weil nur dort eine permanente Flugverbotszone den Übungsbetrieb erlaubt. Sinnvoller erscheinen die Drohnen für Aufklärungszwecke bei Militäreinsätzen im Ausland. Vor Kurzem hat die OSZE von der österreichischen Firma Schiebel in Wiener Neustadt für den Einsatz in der Ost-Ukraine Drohnen geordert, die freilich größer und teurer sind als die vom Bundesheer gekauften Exemplare. Schiebel hat deswegen an der Bundesheer-Ausschreibung gar nicht teilgenommen.

    Im Inland ist der Einsatz der unbemannten Fluggeräte bei Naturkatastrophen geplant. So könnten etwa nach Lawinenabgängen die Wärmebildkameras Verschüttete orten. Doch vor dem Einsatz der Drohnen muss das Bundesheer eine Flugverbotszone anmelden, um Kollisionen mit tiefer fliegenden Flugzeugen oder Hubschraubern zu vermeiden.

    Die von Landeshauptleuten geforderte Grenzüberwachung kann von den neuen Drohnen nur teilweise übernommen werden. Die knapp neun Kilo schweren Geräte mit einer Spannweite von 3,6 Metern sind höchstens 90 Minuten in der Luft und haben eine Reichweite von maximal 20 Kilometern.

    Damit könnten die Flugkörper besser für andere Überwachungszwecke – von Demonstrationen bis zur Ausforschung von Grundstücken von Kriminellen – eingesetzt werden. Das Innenministerium, wo man dazu keinen Kommentar abgeben möchte, hat laut Bundesheer-Experten schon Interesse gezeigt, sich die Geräte bei Bedarf auszuborgen.

    In der Schweiz, wo die Armee heuer neue Drohnen um 250 Millionen Euro anschaffen wird, wurden sie 2008 bei der Fußball EM und zur Überwachung der Grenze eingesetzt.



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BeitragVerfasst: 04. Okt 2014, 16:39 

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Beiträge: 172
Wohnort: Friedberg
Ja in Österreich macht sich ja jeder nur sorgen um die Militärmusik. Ist ja drastisch jetzt hat nicht jeder mehr seine eigene. Solange wir darum noch herumdiskudieren gehts uns wirklich noch immer sehr gut. Oh ein zweites Problem gibt es auch noch die Gulaschkanonen werden auch weniger.


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BeitragVerfasst: 04. Okt 2014, 18:21 

Registriert: 07. Feb 2006, 23:59
Beiträge: 409
ja Wolfgang, ich denke auch so.
ich meine, Minister Klug hat ein Konzept vorgestellt, wo endlich einmal begonnen wird Personal und unnötige Kasernen zu reduzieren. Ich finde das Konzept in Ordnung und wie von Klug weiters gefordert, muss jetzt die Politik handeln und eine Anschubfinanzierung für Fahrzeuge, Allschutzfahrzeuge, Hubschrauber und Saab-105 Nachfolger sicherstellen. Diese Reform sollte sofort 1:1 umgesetzt werden, ansonsten kann man diese vergessen.
Weiters sind bereits beginnende Querschüsse der ÖVP (insbesondere der Landeshauptleute) gegen das vorgestellte Konzept eine Frechheit, wobei die ÖVP einerseits ein gut aufgestelltes ÖBH fordert, aber andererseits sofort jede Reform abwürgen und kein Geld für das ÖBH zur Verfügung stellen will.


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BeitragVerfasst: 04. Okt 2014, 18:34 

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Es gibt ein paar Punkte, die auf dem Papier gut aussehen. Die Frage ist aber, ob sie umgesetzt werden - ein neues Dienstrecht ist jahrelang durch die Politik verhindert worden. Und ausgerechnet jetzt soll es funktionieren? Dass man die Militärkommanden aus Angst vor den Landeshauptleuten nicht anrührt, ist auch ein Punkt der für mich nicht nachvollziehbar ist. In der Schweiz gibt es vier Territorialregionen; wir leisten neun Militärkommanden samt bürokratischem Apparat in Regionen, die - wie Vorarlberg - kaum noch über Truppenverbände verfügen.

Dasselbe gilt für die Stilllegung ineffizienter Standorte: Es werden Liegenschaften reduziert und gleichzeitig wird das Geld zur Umsetzung notwendiger Kasernenerweiterungen nicht zur Verfügung gestellt, die teils seit zehn Jahren überfällig sind. Siehe Melk, Feldbach und Villach.

Und dass eine Sonderfinanzierung für notwendige Beschaffungen kommt, glaube ich erst, wenn dafür ein Gesetz durch den Nationalrat verabschiedet worden ist. Außerdem ist der Fähigkeitsverlust bei den zur Landesverteidigung (und teils auch für Assistenzeinsätze im Inland - z.B. Bergepanzer) erforderlichen Elementen so groß, dass sie nur über viele Jahre und mit Milliardenaufwand wieder aufgebaut werden können. Dem kann ich einfach nichts abgewinnen.

Und selbst bei Waffengattungen, die künftig deutlich mehr Bedeutung zukommen dürfte, wird der Sparstift angesetzt: Das AAB7 soll z.B. nur noch über eine einzelne Aufklärungskompanie verfügen, ebenso das AAB3 (künftig: Aufklärungsbataillon 3). Wo ist der Sinn bei Bataillonen, die nur noch Kompaniestärke haben? Und wo sollen Personal und Ausrüstung für zwölf neu aufgestellte Miliz-Jägerkompanien herkommen?


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BeitragVerfasst: 05. Okt 2014, 09:50 

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Das ist schon klar, dass das nötige Kleingeld, welches das ÖBH braucht nicht auf einmal kommen kann. Aber wie es bei allen Beschaffungen ist, gibt es eine Vorlaufzeit und wird Gerät geprüft. Die Finanzierung kann sich dann auch nur über Jahre ziehen. Jede normale Firma kalkuliert auch nicht zum Jetztzeitpunkt sondern stellt Vorhaben auch über die Jahre hinweg und plant. Beim ÖBH muss das auch so gehen. Es muss einfach ein finanzieller Rahmen gewährleistet werden dann kann mach auch planen und beschaffen. In Österreich ist es leider so das die Medien für die Beschaffungen zuständig sind. Finden diverse Zeitungen ein Produkt gut wird positiv geschrieben, wenn nicht wird es medial zerstört. Und der Ottonormalverbraucher glaubt natürlich auch was solche Zeitungen schreiben - steht ja in der Zeitung muss also wahr sein. Hier sehe ich natürlich auch Handelsbedarf beim ÖBH. Sie verkaufen sich einfach nicht so gut und stellen bei Anschaffungen den Nutzen in den Vordergrund. Und hier bitte nicht immer nur den Nutzen im Katastrophenbereich stellen. Wir haben ein Heer und kein Feuerwehr. Das muss einmal in die Köpfe der Leute gehen. So genug geschrieben.


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BeitragVerfasst: 05. Okt 2014, 10:20 

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Da muss ich Dir in allen Punkten recht geben. Einen "finanziellen Rahmen" gibt es ja seit der Haushaltsrechtsreform den Bundesfinanzrahmen und die Möglichkeit Rücklagen zu bilden - angeblich geschaffen, um "mehr Flexibilität und erhöhte Planungssicherheit für die Ressorts" zu ermöglichen. Im Fall des BMLVS (Wie es bei den anderen Bundesministerien aussieht, weiß ich nicht.) wurde genau das Gegenteil bewirkt. Dort wurden die Ausgabenobergrenzen jedes Jahr für alle vier Jahre im Voraus nach unten nivelliert und die vom Verteidigungsministerium für notwendige Investitionen angesparten Rücklagen hat das BMF einfach gesperrt.


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BeitragVerfasst: 25. Nov 2014, 21:47 
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Anscheinend kommt wieder etwas Bewegung in die Anschaffung der Drohnen. Der Hersteller dürfte jetzt alle Genehmigungen für die Ausfuhr haben. Noch vor Weihnachten soll eine Delegation nach Frankreich fahren um letzte Details zu besprechen.

_________________
Beordert bei 1./JgB NÖ


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BeitragVerfasst: 03. Feb 2015, 21:51 

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Drohnen mit einem Jahr Verspätung beim Heer gelandet

Zitat:
Seit Ende Jänner besitzt das österreichische Bundesheer erstmals Drohnen. Sechs Systeme solcher unbemannten, unbewaffneten Flugobjekte namens Trackers wurden vor einigen Tagen geliefert. In den kommenden Wochen werden sie im Heer auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft.

Zitat:
Für die Verzögerung muss der Hersteller eine Strafe zahlen, dadurch verringert sich der Kaufpreis. Wie hoch die Strafe ist, wird im Heer allerdings nicht verraten. Ursprünglich waren jedenfalls Kosten von 3,9 Millionen Euro vorgesehen. Doch was können die Drohnen – und warum braucht das Heer überhaupt welche?

Die Miniflugzeuge wiegen nur rund acht Kilo und sind keine vier Meter breit. Sie sind mit einer tag- und nachtsichtfähigen Kamera ausgestattet und können zwischen 45 und 120 Minuten im Einsatz sein – bei einer Reichweite zwischen zehn und 30 Kilometern und einer maximalen Flughöhe von 6580 Metern. Da die Drohne so klein ist, kann sie in einem Rucksack verstaut und transportiert werden. Gestartet wird sie mit der Hand oder einem Gummiseil – in der Luft bleibt sie durch einen akkubetriebenen Elektromotor. Die Soldaten können also ihre Route via Monitor vom Boden aus beobachten.

Zitat:
Im Februar und März werden 16 Soldaten (aus dem Jagdkommando, der Heerestruppenschule und dem Artilleriebataillon) für die Bedienung des Geräts ausgebildet. Haben sie ihren sogenannten Drohnenführerschein in der Tasche, werden die Miniflieger Ende April bzw. Anfang Mai der Truppe übergeben. Ein Jahr lang bleiben die Drohnen dann zu Übungszwecken in der Heerestruppenschule in Niederösterreich. Dann werden sie an die „Endnutzer“ – wahrscheinlich Aufklärer und Jagdkommando – übergeben.

Sollte sich der Einsatz von Drohnen bewähren, könnte das Heer in den nächsten Jahren weitere Flugobjekte ankaufen, heißt es aus dem Ministerium.



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BeitragVerfasst: 30. Apr 2015, 13:45 

Registriert: 08. Dez 2005, 17:48
Beiträge: 127
http://www.bundesheer.at/cms/artikel.php?ID=7706

Zitat:
Verteidigungsminister Klug übergibt neue Drohnensysteme an Heerestruppenschule

Eisenstadt, 30. April 2015 - Heute übergab Verteidigungsminister Gerald Klug sechs neue Drohnensysteme an die Heerestruppenschule in der Martin-Kaserne in Eisenstadt. Bei den Drohnen handelt sich um den Typ "Tracker", dazu gehören eine Bodenkontrollstation für die Überwachung, eine Tag- und Nachtsichtkamera sowie eine Zielverfolgungsantenne.

Moderne Aufklärungsdrohnensysteme

Verteidigungsminister Gerald Klug bei der heutigen Übergabe: "Das Österreichische Bundesheer verfügt nun über sechs moderne Aufklärungsdrohnensysteme für den Einsatz im In- und Ausland. Die Drohnen dienen dem Schutz der Soldatinnen und Soldaten und sind aus dem militärischen Umfeld nicht mehr wegzudenken."


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BeitragVerfasst: 30. Apr 2015, 17:13 

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Beiträge: 20791
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Auf dem Heckleitwerk steht "EADS", obwohl die Firma schon seit dem 31. Juli 2013 "Airbus Group" heißt (Die Zuschlagsentscheidung an Kapsch/Airbus erfolgte am 19. September 2013.). Wieso hat man am Rumpf das rot leuchtende Bundesheer-Logo angebracht? Ein Aufklärungssystem sollte doch unauffällig sein - obendrein gibt es eine passende Variation des Hoheitsabzeichens:



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