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BeitragVerfasst: 25. Mär 2015, 16:11 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20733
Euro-Fighter Lärm tötet Kühe



Bild

So ein Unsinn. Was kommt als nächstes? Fehlgeburten? Tinnitus aurium? Krebserkrankungen? Und auch noch die Qualifikation des Sachverständigen:

    Zitat:
    Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger

    Name: Mag. Peter Sailer

    Geburtsjahr: 1959

    Beruf: Edelsteinhändler und Geologe

    Zitat:
    FG-Nr. / Fachgebiet

      48.55 Mineralien, Rohedelsteine (inkl. Handel)

    Zertifiziert bis Ende

      2019

    FG-Nr. / Fachgebiet

      54.01 Juwelen, Edelmetalle, Edelsteine

    Zertifiziert bis Ende

      2019


In so einem Fall konsultiert man eher einen Sachverständigen für Schalltechnik, Schwingungstechnik und Akustik:



Zuletzt geändert von theoderich am 25. Mär 2015, 22:08, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 25. Mär 2015, 19:44 

Registriert: 27. Jun 2009, 21:03
Beiträge: 86
Das die Glasvitrine(welche Glasstärke und Typ Float oder ESG) zersprungen ist mag man vielleicht noch glauben, aber das dabei sämtliche Kristalle zu Boden fallen sollen ist völliger Blödsinn, wurden die, doch höchstwahrscheinlich waagrecht liegend, "herausgesaugt" oder wie ?, und wie viele Meter hoch war denn diese Vitrine, das dabei alle Bergkristalle zerbröselt sind, also echt...

Das ist ganz klar der falsche Sachverständige, bei einem Wasserschaden holt man sich ja auch nicht einen Hydrologen ins Haus.


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BeitragVerfasst: 25. Mär 2015, 19:55 

Registriert: 21. Jun 2011, 17:34
Beiträge: 181
In der Schweiz grasen seit Jahrzehnten Kühe friedlich und gänzlich unaufgeregt nur wenige Meter neben mit vollem Nachbrenner startenden F - 18 Jets der Luftwaffe von der Airbase Meiringen im wunderschönen Haslital.
Aber nicht nur die Österreicher ( das sind für mich Weiberl und Manderl ), nein, auch unsere Kühe sind anscheinend sensibler und zarter besaitet als unsere Schweizer Pendants.
Auch ich hatte schon das Vergnügen, mehrmals den Überschallknall unserer Eufis zu registrieren ( ich glaube mich anschließend an eine "Verdeckte Blähung" erinnern zu können.....und im Garten fand ich anschließend einen toten Wurm !! .....Ob das etwa auch vom Übersch....., ach nein, wie grausam !!
Und aus..........!!


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BeitragVerfasst: 25. Mär 2015, 21:17 

Registriert: 24. Jan 2013, 20:50
Beiträge: 1010
Als Landwirt würde ich sagen, daß eine Kuh sicher keinen Herzinfarkt von einen Überschallknall bekommt, wobei Hühner oder Schweine da sicher empfindlicher sind, natürlich schrecken tuts die Viecher schon. Die grasenden Kühe in der Schweiz nahe Meiringen weden das aber mit der Zeit schon gewohnt sein.


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BeitragVerfasst: 26. Mär 2015, 01:14 

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Beiträge: 449
Alles nur weil eine gewisse "regierungspadei" aus dem EF deal keine parteienfinanzierung bekommen hat!
Erinnert sich keiner an das 'stillhalte' angebot vor der entscheidung?
Zum schmierblatt: handlanger der 5. kolonne!


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BeitragVerfasst: 26. Mär 2015, 09:55 

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Beiträge: 812
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Zuletzt geändert von Maschin am 26. Jun 2016, 19:38, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 26. Mär 2015, 18:21 

Registriert: 18. Dez 2010, 18:56
Beiträge: 498
Maschin hat geschrieben:
Wie heute um 09:00 die EF gestartet sind war ich glatt Wach und die haben mich voll aus dem Tiefschlaf gerissen.

Ich glaube, dass du dir den Weg zur SPÖ Parteizentrale sparen kannst. Denn als arbeitender Österreicher, der nach der Nachtschicht schlafen möchte, wirst du dort wahrscheinlich nicht wirklich ernst genommen.
Aber wenn du Asylant wärst und um 9´00 noch schlafen möchtest....


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BeitragVerfasst: 03. Apr 2015, 08:29 

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Beiträge: 248
http://www.tt.com/panorama/verbrechen/9 ... 500-euro-für-überschallknall.csp


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BeitragVerfasst: 03. Apr 2015, 09:01 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20733
Da lag ich mit meiner Prognose vom Tinnitus aurium als Rechtfertigung gar nicht daneben. Irgendwie hat das ganze trotzdem etwas von der sprichwörtlichen "Löwinger-Bühne":

    TT hat geschrieben:
    Im Oktober schreckte ein Riesenknall mitsamt Druckwelle Tirol auf. Ein defekter Eurofighter hatte ihn bei einem Übungsflug in Überschallgeschwindigkeit erzeugt. Rechtsanwalt Hermann Holzmann vertrat darauf zwei Tiroler, die durch den Knall einen Tinnitus erlitten hatten. Die Republik entschädigte nun mit je 1500 Euro Schmerzensgeld. (fell)


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BeitragVerfasst: 05. Apr 2015, 10:49 
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Beiträge: 150
Ich möchte jetzt Schmerzensgeld für den Blödsinn, den viele Medien verbreiten.

_________________
Pazifisten sind wie Schafe, die glauben der Wolf sei Vegetarier. (Yves Montand)


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BeitragVerfasst: 13. Apr 2015, 19:15 

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Beiträge: 20733
Teurer Donner
Überschallflüge der Eurofighter über Österreich

Zitat:
Achtung Überschallknall! Bis 24. April jagen Österreichs zwölf Eurofighter im Höllentempo von bis zu 2.000 Stundenkilometern über nahezu das gesamte Bundesgebiet.

Zitat:
"Klirr- Kommission" klärt Höhe des Knall- Schadens

Kommt es durch die Druckwellen am Boden zu Schäden, so können diese in den Militärkommanden eingebracht werden. Im Vorjahr gab es sieben Meldungen - zumeist Fensterschäden - in der Steiermark und in Niederösterreich. Und: Bei etwaigen "Tierschäden" wird ein amtsärztliches Attest mit Bestätigung benötigt, dass der Schaden ursprünglich mit dem Überschallknall zusammenhängt.

Übrigens: Eine Flugstunde kostet 60.000 Euro - zwölf Stunden werden absolviert.


Eine Kindergarten-Sprache ist das ...


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BeitragVerfasst: 14. Apr 2015, 10:34 

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Beiträge: 812
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Zuletzt geändert von Maschin am 26. Jun 2016, 19:39, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 12. Mai 2015, 15:56 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20733
Zufällig im Rechtsinformationssystem des Bundeskanzleramts gefunden:

    Zitat:
    Geschäftszahl
    1Ob10/88

    Entscheidungsdatum
    13.04.1988


    Zitat:
    Begründung:

    Die Kläger sind je zur Hälfte Eigentümer der Liegenschaft EZ 916 KG Lebern mit dem Einfamilienhaus Feldkirchen, Schindlerstraße 35. Die beklagte R*** Ö*** ist Eigentümerin der Liegenschaft EZ 151 KG Thalerhof, auf der sich der Zivilflugplatz Thalerhof befindet.

    Zitat:
    Die Kläger stellten das Hauptbegehren, die beklagte Partei sei schuldig, die Stationierung von Saab 35 OE auf dem Flugplatz Graz-Thalerhof im Bereich der Kaserne Nittner zu unterlassen. Sie bringen vor, das Bundesministerium für Landesverteidigung benütze den Zivilflugplatz Thalerhof gemäß § 61 LFG für Zwecke der Militärluftfahrt. Seitens des Bundesministeriums für Landesverteidigung seien vielfache Maßnahmen gesetzt worden, die darauf hinzielten, zwölf Abfangjäger der Type Saab 35 OE auf dem Flugplatz Thalerhof auf demjenigen Teil zu stationieren, der vom Bundesministerium für Landesverteidigung als Fliegerhorst verwendet werde. Der Begriff Stationierung bedeute keine punktuelle und abgrenzbare Einzelhandlung, sondern vielmehr eine Kombination von Maßnahmen, die dem Bundesministerium für Landesverteidigung zuzurechnen seien. Die Stationierung erfordere u.a. auch die Errichtung von Bodeneinrichtungen, den Bau von Hangars, die Installierung von Wartungsgeräten, die Adaptierung von Treibstoffleitungen und Tanks. Weiters werde unter Stationierung verstanden, daß der Heimatflughafen von zwölf Abfangjägern Type Saab 35 OE und somit ständiger Aufbewahrungsort der Flugzeuge,während sie nicht geflogen werden, eben der unmittelbar an die Landebahn angrenzende Kasernenbereich des Bundesministeriums für Landesverteidigung sei. Seitens der Steiermärkischen Landesregierung sei zum Problemkreis eine Umweltverträglichkeitsprüfung in Auftrag gegeben worden. Im Teil 1 dieses Gutachtens werde von Univ.Prof. Dr. Josef M*** ausgeführt, daß durch die Stationierung gravierende Eingriffe auch in die Rechtssphäre der Kläger erfolgen würden. In diesem Gutachten würden verschiedene Aspekte der Beeinträchtigung aufgezeigt. Bei den durchgeführten Messungen über den Istzustand der Lärmentwicklung hätten sich Werte ergeben, die dem erwarteten, durch den Flugbetrieb mit Abfangjägern der Type Saab 35 OE verursachten Schallpegel gegenübergestellt worden seien. So seien bei einem Start nach Norden bereits jetzt 65 dB (A) gemessen worden. Es sei gutachtlich ausgeführt worden, daß der erwartete Schallpegel nach der Stationierung auf 110 dB ansteigen werde. Bei einer Landung aus Norden werde derzeit ein Schallpegel von 87 bis 95 dB erreicht, es sei aber ein Schallpegel von 115 dB zu erwarten. Eine Erhöhung des Schallpegels um 10 dB bewirke eine Verdopplung der wahrgenommenen Geräuschkulisse. Da sich ab einem Maximalpegel von 85 dB Leistungsminderung, Beginn der Lärmschwerhörigkeit und eine Beeinträchtigung des physiologischen Gleichgewichtes einstellen, liege eine akute Gesundheitsgefährdung vor. Wiewohl die Kläger schon jahrzehntelang auf ihrer Liegenschaft lebten und sich natürlich auch der Tatsache eines auch von Militärflugzeugen benutzten Flugplatzes bewußt seien, sei durch die angestrebte Stationierung bereits jetzt eine Abwertung der Liegenschaft eingetreten. Vom Nachbargrundstück der Kläger drohten unzulässige Immissionen auszugehen. Gemäß § 364 Abs 2 ABGB könne der Eigentümer eines Grundstückes den Nachbarn die von dessen Grundstück ausgehende Einwirkung durch Geräusch untersagen, wenn sie das nach den örtlichen Verhältnissen gewöhnliche Maß überschreite und die ortsübliche Benutzung des Grundstücks wesentlich beeinträchtige. Sämtliche Voraussetzungen seien hier gegeben. Dem Gutachten des UnivProf. Dr. Josef M*** sei zu entnehmen, daß es zumindest zu einer Verdoppelung der Geräuschentwicklung kommen werde. Wegen der Gesundheitsbeeinträchtigung könne auch nicht mehr von einer ortsüblichen Benutzung des Grundstückes der beklagten Partei gesprochen werden. Als Ausgangspunkt der drohenden Immission müsse zumindest für den Start- und Landevorgang der Flugplatz, somit die Liegenschaft der beklagten Partei, angesehen werden. Auch vorbeugende Unterlassungsklagen seien zulässig. Die Vorbereitungshandlungen des Bundesministeriums für Landesverteidigung seien weit gediehen; es würden in der Öffentlichkeit immer wieder Erklärungen abgegeben, daß ein Abgehen von der Stationierung nicht vorgesehen sei. Nach ständiger Rechtsprechung brauche nicht auf das tatsächliche Einsetzen der Immission gewartet werden, sondern sei bei einer derart weitgehenden Vorbereitungshandlung bereits die vorbeugende Unterlassungsklage gerechtfertigt. Die beklagte Partei sei zweifach passiv legitimiert. Sie sei Eigentümerin der Liegenschaft EZ 151 KG Thalerhof, auf der sich der Flugplatz befinde, sie sei aber auch der drohende Verursacher der Immissionen.

    Zitat:
    Das Erstgericht wies das Hauptbegehren wegen Unzulässigkeit des Rechtsweges zurück. Die geplante Stationierung von Saab 35 OE auf dem Flughafen Graz-Thalerhof im Bereich der Kaserne Nittner sei dem Bereich der Hoheitsverwaltung zuzuordnen. Eine exakte Einordnung, um welchen Typ von Verwaltungsakt es sich dabei handle, sei zwar für die Frage des öffentlich-rechtlichen Individualrechtsschutzes, nicht aber für die Beantwortung der hier interessierenden Frage der Zulässigkeit des ordentlichen Rechtsweges entscheidend. Vor die ordentlichen Zivilgerichte gehörten nach § 1 JN nur die bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten, soweit sie nicht durch besondere Vorschriften vor andere Behörden verwiesen seien.

    Zitat:
    Das Rekursgericht gab dem Rekurs der Kläger Folge. Es änderte den Beschluß des Erstgerichtes dahin ab, daß es die Einrede der Unzulässigkeit des Rechtsweges verwarf. Es sprach aus, daß der Wert des Streitgegenstandes, über den es entschieden habe, S 300.000 übersteige. Der beklagten Partei sei zuzugeben, daß es sich bei der beabsichtigten Stationierung der Draken auf dem Flughafen Graz-Thalerhof um einen Akt der Hoheitsverwaltung handle. Dies sei aber für die Beantwortung der Frage, ob für eine gegen diese Stationierung gerichtete Klage, mit der ein Unterlassungsanspruch nach § 364 Abs 2 ABGB geltend gemacht werde, der Rechtsweg zulässig sei, nicht entscheidend. Während in der älteren Lehre und Rechtsprechung ohne Differenzierung davon ausgegangen worden sei, daß Maßnahmen der Hoheitsverwaltung nicht mit privatrechtlichen Mitteln abgewehrt werden könnten, sei in der jüngeren Judikatur die gegenteilige Tendenz erkennbar. In der Entscheidung SZ 38/106 werde u. a. darauf verwiesen, daß eine Kaserne zwar zur Erfüllung von Aufgaben im Hoheitsbereich verwendet werde, daß jedoch trotzdem zwischen dem Eigentümer der Kaserne und den Eigentümern benachbarter Grundstücke gewisse nachbarrechtliche Beziehungen bestünden. Daraus werde gefolgert, daß auch die Nachbarn einer Kaserne von dieser ausgehende Immissionen wie Abwässer, Rauch und dgl. ebensowenig wie der Staat als Eigentümer der Kaserne in den Kasernenbereich gelangende Immissionen dulden müßten. Allerdings werde, um privatrechtliche Maßnahmen gegen Akte der Hoheitsverwaltung auszuschließen, der nicht überzeugende Standpunkt vertreten, daß die Vorsorge gegen vom Kasernenbereich ausgehende Immissionen auf die Nachbargrundstücke nicht in den Bereich der Hoheits-, sondern der Wirtschaftsverwaltung gehörten, obwohl sich derartige Immissionen in der Regel zwangsläufig aus dem Betrieb der Kaserne ergeben.

    Zitat:
    Rechtliche Beurteilung

    Der Revisionsrekurs der beklagten Partei ist berechtigt. Bei der Entscheidung über die Zulässigkeit des Rechtsweges sind in erster Linie der Wortlaut des Klagebegehrens und darüber hinaus der Klagssachverhalt (die Klagsbehauptungen) maßgebend. Entscheidend ist die Natur, das Wesen des geltend gemachten Anspruches, wofür wiederum der geltend gemachte Rechtsgrund von ausschlaggebender Bedeutung ist. Es kommt nur darauf an, ob nach dem Inhalt der Klage ein Anspruch geltend gemacht wird, über den die Zivilgerichte im streitigen Verfahren zu entscheiden haben (SZ 58/156; JBl 1986, 441; SZ 47/40; SZ 46/82 uva). Nachbarrechtliche Ansprüche sind zwar privatrechtlicher Natur; dem Rechtsgrund des Nachbarrechtes hätte aber nur ein Begehren entsprochen, das der beklagten Partei die zur Unterlassung oder Verhinderung vom Immissionen erforderlichen Schutzmaßnahmen selbst überläßt. Der Beeinträchtigte ist nicht berechtigt, dem Nachbarn konkrete Vorkehrungen zur Abwehr der Immissionen vorzuschreiben (SZ 55/69; SZ 50/99; EvBl 1970/18; SZ 41/150). Ein solches allein dem Rechtsgrund des Nachbarrechtes entsprechendes Hauptbegehren stellten die Kläger aber, wie das Erstgericht zutreffend erkannte, nicht. Das Hauptbegehren der Kläger ist vielmehr auf Unterlassung der Stationierung von zur Erfüllung von Aufgaben des Bundesheeres dienenden Flugzeugen der Type Saab 35 OE auf dem Flugplatz Graz-Thalerhof im Bereich der Kaserne Nittner gerichtet. Unter dem Begriff Stationierung verstehen die Kläger auch das Abstellen der nicht im Betrieb befindlichen Flugzeuge auf dem unmittelbar an die Landebahn angrenzenden Kasernenbereich des Bundesministeriums für Landesverteidigung. Sie nehmen die beklagte Partei auch als Eigentümerin der die Immissionen verursachenden Flugzeuge in Anspruch. Daraus zeigt sich, daß die Kläger einen privatrechtlichen Anspruch nur scheinbar behaupten, in Wahrheit aber in das hoheitliche Handeln der beklagten Partei unmittelbar eingreifen wollen. Die Erfüllung der dem Bundesheer übertragenen gesetzlichen Aufgaben geschieht aber in Vollziehung der Gesetze, somit im Rahmen der Hoheitsverwaltung (Loebenstein-Kaniak, AHG2 86, 258 f mwN).

    Zitat:
    Auch die Rechtsprechung und Lehre in der Bundesrepublik Deutschland vertritt bei vergleichbarer Rechtslage (§ 13 GVG) die Ansicht, daß der Rechtsweg unzulässig ist, wenn zwar ein privatrechtlicher Anspruch behauptet, in Wirklichkeit aber die Vornahme oder Rückgängigmachung eines staatlichen Hoheitsaktes verlangt wird (Albers in Baumbach-Lauterbach-Albers-Hartmann, ZPO46 2189); der Rechtsweg ist immer dann ausgeschlossen, wenn die Aufhebung eines Verwaltungsaktes begehrt oder in sonstiger Weise auf das hoheitliche Handeln eines Verwaltungsträgers Einfluß genommen werden soll (BGHZ 67, 81, 85; BGHZ 41, 264, 266; NJW 1956, 711; BGHZ 5, 76, 82; Kisser, Gerichtsverfassungsgesetz Rz 15 zu § 13). Schieben die Kläger also einen zivilrechtlichen Anspruchsgrund nur vor, um unmittelbar hoheitliches Handeln der beklagten Partei zu unterbinden, versagt auch die Berufung auf Art.6 Abs 1 MRK. Dem Revisionsrekurs ist Folge zu geben; der angefochtene Beschluß ist dahin abzuändern, daß die Entscheidung des Erstgerichtes wiederhergestellt wird.



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BeitragVerfasst: 10. Sep 2015, 21:33 

Registriert: 08. Feb 2012, 19:01
Beiträge: 812
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Zuletzt geändert von Maschin am 26. Jun 2016, 19:41, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 10. Sep 2015, 22:16 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20733
Kleine Zeitung hat geschrieben:
Flugbetrieb im Aichfeld verunsichert Anrainer – wird für den Krieg in Syrien geprobt?


Traurig wenn man es nötig hat, solche Unterstellungen in einen Artikel einzubauen.


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