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BeitragVerfasst: 17. Okt 2017, 15:43 

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hakö hat geschrieben:
Bin gespannt wie:
A.) die neue Regierung aussieht

Ich nicht; die FPÖ wird den Basti auf die Seife steigen lassen, und ihn bei einer ÖVP-Minderheitsregierung mit einem Misstrauensantrag sofort absägen.
Weder FPÖ noch SPÖ haben irgendeinen Grund einen womöglich langjährigen Politstar aufsteigen zu lassen.
Die ÖVP wird nach dem Erfolg einfach kaltgestellt werden.
Da können alle noch soviel von Schwarz-Blau fantasieren. BEIDE (Rot & Blau) wollen den ganzen Kuchen für sich. MMn werden wir spätestens im Frühjahr neuerlich wählen, weil´s bis dahin keine handlungsfähige Regierung geben wird. Nochmal: KEINE der anderen Parteien hat IRGENDEIN Interesse an einem Kanzler Kurz; und an einem womöglich erfolgreichen schon gar nicht. Das ist zwischen Rot und blau sicher bereits paktiert.
Und damit gewinnt die SPÖ Zeit, dass der Häupl endlich geht, und man den Parteitagsbeschluss gegen die Effen aufheben kann.

Schade drum; da sich Türkis-Rosa nicht ausgegangen ist, blockieren sich jetzt nicht mehr nur Rot und Schwarz, sondern jetzt blockieren sich alle drei gegenseitig. Ist doch lustig!!!!
Ich hau mich jetzt schon weg...
hakö hat geschrieben:
B.) wie das EF Gschichtl ausgeht.

Naja, bei der aktuellen Situation an Mandaten wird es ab sofort den ewigen Eurofighter U-Ausschuss geben.

Dann wird man sehen, was mit den EFs bzw. Nachfolgern passiert. Ich glaube, man wird einfach nur abstellen und sagen, man hat jetzt kein Geld für den Blödsinn und schafft die Jetfliegerei ab.

_________________
Vom Himmel hoch, da komm ich her, ach wenn ich nur schon unten wär´!
A jeder Flug, der hat a End; "Cleared to land!"


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BeitragVerfasst: 17. Okt 2017, 18:02 

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"Dann wird man sehen, was mit den EFs bzw. Nachfolgern passiert. Ich glaube, man wird einfach nur abstellen und sagen, man hat jetzt kein Geld für den Blödsinn und schafft die Jetfliegerei ab."

Dies habe ich schon for jahren hier in Forum geposted und wurde dafuer kritisiert.
Jetzt ist es aktueller den jeh!


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BeitragVerfasst: 17. Okt 2017, 19:21 

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Beiträge: 409
alles nur unnütze Spekulationen, man muss mal abwarten welche Regierung kommt und was
dann weiters mit dem öbh sowie ef passiert.


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BeitragVerfasst: 18. Okt 2017, 11:17 

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Beiträge: 3392
Der Herr Bundespräsident wird einem FPÖ Innen- und Aussenminister nicht zustimmen, das hat er bereits klar gemacht und das wurde an die EU kommuniziert, denn wo kommen wir denn da hin, wenn der EU Ratsvorsitz von einem kritischen Aussenminister geführt wird und der Milliardenmarkt hiesiger NGO's und der Kirche torpediert wird.

Beides ist aber Koalitionsbedingung der F. und die Linken haben VdB nicht umsonst ins Amt gehievt, um das zu verhindern und er wird diesbezüglich von seinen Unterstützern sicher ordentlich unter Druck gesetzt.

Alternativ kann die F auch dem Kurz alles überlassen und es sich im BMLVS, Sozialministerium und eventuell im Infrastruktur- oder Bildungs-/Familienministerium gemütlich machen, zuschauen wie er bei 90% der Vorhaben scheitert und dann mit dem Finger auf ihn zeigen und "wir haben es ja immer gesagt, Kurz ist ein Versager" schreien..


Ergo dessen hat Propellix eventuell Recht:
Kurz muss weg, der darf nicht Fuss fassen und Rechtspopulismus im Mainstream salonfähig machen.
Es gibt eine Minderheitenregierung, alles wird blockiert, Kurz haut ab, Kern wird als geschaster sowieso bald gehen, Doskozil übernehmen und danach war es das für die nächsten 10 Jahre mit der ÖVP.
Dass sich Kern neben Kurz als Vize-Kanzler hinstellt, glaubt wohl niemand, bei Doskozil jedoch eher.


BTW - Pilz (bzw. die neuen Grünen oder wie sie sich nennen werden) hat ja am Wahltag dem Herrn Kurz bereits die Zusage für den EF U-Ausschuss abgerungen...


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BeitragVerfasst: 18. Okt 2017, 12:07 

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Dr4ven hat geschrieben:
Der Herr Bundespräsident wird einem FPÖ Innen- und Aussenminister nicht zustimmen, das hat er bereits klar gemacht und das wurde an die EU kommuniziert, denn wo kommen wir denn da hin, wenn der EU Ratsvorsitz von einem kritischen Aussenminister geführt wird und der Milliardenmarkt hiesiger NGO's und der Kirche torpediert wird.

Ja, der Bundespräsident hat dies angekündigt bzw Spekulationen in diese Richtung nicht dementiert.
Und es ist richtig, dass einst Klestil Prinzhorn und noch einen Ministerkandidaten abgelehnt hatte und damit durchkam.
Rechtlich ist die Position des Bundespräsidenten jedoch nicht so stark bzw sind sich selbst Juristen nicht ganz einig wie stark diese ist. Ob der aktuelle Bundespräsident sich tatsächlich durchsetzt ist offen.


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BeitragVerfasst: 18. Okt 2017, 12:50 

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Beiträge: 3392
VdB ist rein aus diesem Grunde in die Hofburg gekommen.
Wäre ich Strache, würde ich auf das BMI beharren und wenn VdB das verweigert, sofort in Opposition gehen und dann auf Ibiza zusehen wie die eigene Partei ohne Zutun beim Zerfall der 2 anderen Parteien und Neuwahlen auf 40% klettert.
Die F hat am wenigsten zu verlieren und am meisten zu gewinnen...ich würde derzeit weder Kern, noch Kurz oder gar VdB sein wollen.
Das Beste ist ja, dass er das den Grünen Wechselwählern zu verdanken hat.

Und um zum EF zurückzukommen...der bleibt weil kein Geld für Neuanschaffung freigegeben wird.


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BeitragVerfasst: 18. Okt 2017, 13:33 
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AUch wenn der Kurz dem Pilz die Weiterführung des EF Ausschußes zugesagt hat, ist das noch keine Mehrheit im Parlament.

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Pazifisten sind wie Schafe, die glauben der Wolf sei Vegetarier. (Yves Montand)


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BeitragVerfasst: 18. Okt 2017, 14:21 

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hakö hat geschrieben:
AUch wenn der Kurz dem Pilz die Weiterführung des EF Ausschußes zugesagt hat, ist das noch keine Mehrheit im Parlament.

Es reicht 1/4 der Abgeordneten zum Nationalrat um einen U-Aussschuss einzusetzen. Das könnte somit die SPÖ in Opposition, wenn sie will, alleine machen.


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BeitragVerfasst: 19. Okt 2017, 08:03 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
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Eurofighter: Airbus hält Zweifel an Lieferwilligkeit für "absurd

Zitat:
Im Strafverfahren rund um den Eurofighter-Kauf wirft Airbus der Republik Österreich vor, Argumente für die Betrugsanzeige "erfunden" zu haben. Die Republik hat das Unternehmen angezeigt, die Staatsanwaltschaft (StA) Wien ermittelt. Erste Einvernahmen haben bereits stattgefunden; es gilt die Unschuldsvermutung.

Zitat:
In seiner Stellungnahme an die StA weist der Rüstungskonzern neben Punkt eins (Gegengeschäfte; der STANDARD hat berichtet) auch zurück, nicht lieferfähig und -willig gewesen zu sein. Dieser Vorwurf sei "abwegig", man habe den 2003 festgelegten Lieferumfang "in Abhängigkeit vom Core-Programm" zeitgerecht erfüllt. Das Core-Programm sei das "Entwicklungsprogramm der vier Core-Nations, die den Eurofighter entwickelt haben", also Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien. Angesichts der Abhängigkeit von den Entwicklern und weil Österreich einen "zeitlich ambitionierten Zeitplan gewünscht hat", habe man eine "Ersetzungsbefugnis" vereinbart.

Sollte Eurofighter die bestellten Flieger der Tranche zwei nicht rechtzeitig liefern können, sollten solche der Tranche eins geliefert und nachgerüstet werden. Folgerung von Airbus: Eine "Fehlvorstellung" der Republik "über die Lieferfähigkeit, wie jetzt von Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil behauptet, war von vornherein ausgeschlossen". Zweifel an der Lieferwilligkeit seien überhaupt "absurd. Warum sollte die Eurofighter Jagdflugzeug GmbH keine Eurofighter-Jagdflugzeuge liefern wollen?", heißt es im Schriftsatz.Die Republik sei von Beginn des Vergabeverfahrens an bis zum Vergleichsabschluss (2007; unter Minister Norbert Darabos reduzierte man auf 15 Flieger) über die "Abhängigkeit des Liefervertrags vom Core-Programm informiert gehalten" worden, die Konsequenz aus der Abhängigkeit "war ihr bewusst". Soll heißen: keine Täuschung.

"Staat bricht Verfassung"

Zudem wirft Airbus "Staatsorganen" den Bruch der Unschuldsvermutung vor. Geschehen sei dies bei Doskozils Pressekonferenz, in der er im Februar über die Anzeige informierte. Der Staat habe da verfassungswidrig gehandelt, sagt Airbus und legt ein Gutachten des emeritierten Salzburger Uniprofessors für Öffentliches Recht, Walter Berka, vor.

Für den Fortgang des Streits ist gesorgt. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums: Der Airbus-Schriftsatz bringe "keine neuen Erkenntnisse", zeichne sich "vor allem durch ein undifferenziertes Österreich-Bashing aus". Man erwarte von Airbus "vollumfängliche Kooperation bei der Aufarbeitung des Verkaufsprozesses" durch die Behörden, "statt immer nur zu versuchen, das Opfer zum Täter zu machen".



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BeitragVerfasst: 19. Okt 2017, 08:27 

Registriert: 17. Jun 2016, 11:30
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theoderich hat geschrieben:
Eurofighter: Airbus hält Zweifel an Lieferwilligkeit für "absurd

Zitat:
Im Strafverfahren rund um den Eurofighter-Kauf wirft Airbus der Republik Österreich vor, Argumente für die Betrugsanzeige "erfunden" zu haben. Die Republik hat das Unternehmen angezeigt, die Staatsanwaltschaft (StA) Wien ermittelt. Erste Einvernahmen haben bereits stattgefunden; es gilt die Unschuldsvermutung.


Hier steht "Argumente", und nicht alles. Was stimmt also?

theoderich hat geschrieben:
Zitat:
In seiner Stellungnahme an die StA weist der Rüstungskonzern neben Punkt eins (Gegengeschäfte; der STANDARD hat berichtet) auch zurück, nicht lieferfähig und -willig gewesen zu sein. Dieser Vorwurf sei "abwegig", man habe den 2003 festgelegten Lieferumfang "in Abhängigkeit vom Core-Programm" zeitgerecht erfüllt. Das Core-Programm sei das "Entwicklungsprogramm der vier Core-Nations, die den Eurofighter entwickelt haben", also Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien. Angesichts der Abhängigkeit von den Entwicklern und weil Österreich einen "zeitlich ambitionierten Zeitplan gewünscht hat", habe man eine "Ersetzungsbefugnis" vereinbart.



Das ist bekannt, es gab eine zeitliche Verzögerung. Nur was genau war zu möglichen zeitlichen Verzögerungen im Ursprungsvertrag vereinbart?
theoderich hat geschrieben:
Zitat:
Sollte Eurofighter die bestellten Flieger der Tranche zwei nicht rechtzeitig liefern können, sollten solche der Tranche eins geliefert und nachgerüstet werden. Folgerung von Airbus: Eine "Fehlvorstellung" der Republik "über die Lieferfähigkeit, wie jetzt von Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil behauptet, war von vornherein ausgeschlossen". Zweifel an der Lieferwilligkeit seien überhaupt "absurd. Warum sollte die Eurofighter Jagdflugzeug GmbH keine Eurofighter-Jagdflugzeuge liefern wollen?", heißt es im Schriftsatz.Die Republik sei von Beginn des Vergabeverfahrens an bis zum Vergleichsabschluss (2007; unter Minister Norbert Darabos reduzierte man auf 15 Flieger) über die "Abhängigkeit des Liefervertrags vom Core-Programm informiert gehalten" worden, die Konsequenz aus der Abhängigkeit "war ihr bewusst". Soll heißen: keine Täuschung.


Bewusst bedeutet dann wohl, dass es Österreich und jeder der sich damit beschäftigte wusste, aber ob es Darabos wusste?
Und was hier fehlt: Ursprünglich wollten auch die Core-Nationen Tranche 1 auf Tranche 2 upgraden. Dies ist dann im Zuge der damaligen Kürzungen der Militärbudgets bei allen Nationen unterblieben. Daher hatte hier EADS durchaus ein Problem. Auch wenn Herr Rauen meinte, dass ein Upgrade so einfach sei. Das war wohl Taktik. Wenn es so einfach wäre, hätten ja schon alle Nationen auf Tranche 2 upgegradet.

theoderich hat geschrieben:
Zitat:
Zudem wirft Airbus "Staatsorganen" den Bruch der Unschuldsvermutung vor. Geschehen sei dies bei Doskozils Pressekonferenz, in der er im Februar über die Anzeige informierte. Der Staat habe da verfassungswidrig gehandelt, sagt Airbus und legt ein Gutachten des emeritierten Salzburger Uniprofessors für Öffentliches Recht, Walter Berka, vor.


Dies wird wohl ein klassisches Thema für Juristen. Darabos hat hier sicherlich massivst Stimmung gemacht, aber ob er dabei den zulässigen Grad überschritten hat, wird sich zeigen. Soweit ich weiß, hat EADS keine Anzeige wegen Verleumdung etc eingebracht. Aber ich bin kein Jurist, ich weiß nicht, ob dies in Österreich einen Sinn macht.


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BeitragVerfasst: 19. Okt 2017, 08:52 

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de10kcl hat geschrieben:
Bewusst bedeutet dann wohl, dass es Österreich und jeder der sich damit beschäftigte wusste, aber ob es Darabos wusste?


Natürlich hat er es gewusst!

    Eurofighterkosten (3386/AB) (Beantwortet am 26. März 2008)

    Zitat:
    30. Wenn ja, warum drängen Sie die Eurofighter GmbH nicht darauf die Kosten darzustellen?

      Zitat:
      Zu 30:

      Für die Verträge V1/V2 liegt die Verantwortung bei meinem Amtsvorgänger; die Ersetzungsbefugnis im Vertrag V1 B2.5 hat der Eurofighter GmbH das Recht eingeräumt, Flugzeuge in der Ausführung T1 Block 5 zu liefern. Der Vertrag V2 sieht jedoch nur die Lieferung von Logistikleistungen für Flugzeuge in der Ausführung T2 Block 8 vor (keine Ersetzungsbefugnis). Diese Unbestimmtheit im Vertrag war unter anderem eine wesentliche Begründung der von mir beauftragten Klärung zur Darstellung von Kosten durch die Eurofighter GmbH. Im Übrigen verweise ich auf meine Ausführungen zu den Fragen 13 und 14.

    Zitat:
    37. Kann das BMLV die Kosten der Aufrüstung eines Eurofighters Tranche 1 Block 5 auf einen Eurofighter Tranche 2 Block 8 darstellen?

    38. Wenn ja, wie?

      Zitat:
      Zu 37 und 38:

      Hiezu ist festzuhalten, dass dabei die Fähigkeiten eines Luftfahrzeuges für die Luftraum­überwachung in Österreich und die Unbestimmtheiten in den durch meinen Amtsvorgänger abgeschlossenen Verträgen V1/V2 mit der Eurofighter GmbH zu beachten sind. Dies bedeutet, dass es durch die im Vertrag V1 vereinbarte Ersetzungsbefugnis (Punkt B2.5) der Eurofighter GmbH ermöglicht wurde, eine unbestimmte Anzahl von T1 Block 5 zu liefern. Dadurch hätte das Bundesministerium für Landesverteidigung auf unbestimmte Zeit zwei Logistikschienen für Eurofighter „Typhoon“ zu bedienen gehabt, da der Zeitpunkt und der Umfang der Umrüstung nicht geregelt war. Ebenso ist darauf hinzuweisen, dass nach dem Vertrag V2 keine Logistikleistungen für ein T1 Block 5 Flugzeug vorgesehen waren. Somit konnte erst durch den Vergleich eine Klarstellung erfolgen und somit auch der Gesamtkomplex Logistik und Kosten einer Beurteilung zugeführt werden. Im Übrigen verweise ich in diesem Zusammenhang auf meine obigen Ausführungen.


    kolportierte Probleme in der Einführungsphase der Eurofighter sowie allfällige Verantwortlichkeiten dafür (3627/AB) (Beantwortet am 25. März 2008)

    Zitat:
    11) Ist Ihnen die so genannte „Ersetzungsbefugnis“ im Eurofighter-Kaufvertrag bekannt?

    Wenn nein, warum nicht? Wenn ja, wobei handelt es sich dabei?

      Zitat:
      Zu 11:

      Ja. Bei der „Ersetzungsbefugnis“ handelt es sich um einen Passus im Eurofighter-Vertrag, durch den der Lieferfirma im Vertrag V1 die Möglichkeit zur Lieferung von Flugzeugen der Tranche 1/Block 5 an Stelle des vertragsmäßigen Liefergegenstandes, Flugzeuge der Tranche 2/Block 8 eingeräumt hat. Eine Umrüstung auf Tranche 2/Block 8 sollte erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Die Eurofighter GmbH hat diese Ersetzungsbefugnis im Jahr 2006 in Anspruch genommen.

    Zitat:
    12) Trifft es zu, dass aufgrund der so genannten „Ersetzungsbefugnis“ letztlich keine Baugleichheit der 18 für Österreich vorgesehenen Eurofighter bestanden hätte?

      Zitat:
      Zu 12:

      Ja, durch diese Ersetzungsbefugnis hat letztlich keine Baugleichheit der 18 für Österreich vorgesehenen Eurofighter bestanden.

    Zitat:
    13) Trifft es zu, dass die so genannten „Ersetzungsbefugnis“ schwerwiegenden Folgen für Einsatzfähigkeit und Finanzierung des Betriebs der Eurofighter gehabt hätte? Wenn ja, worum handelt es sich dabei konkret?

      Zitat:
      Zu 13:

      Ja. Es wäre ein erheblicher logistischer und finanzieller Mehraufwand für das Bundes­ministerium für Landesverteidigung entstanden:

        - In der gesamten administrativen Abwicklung der Verträge.

        - Im laufenden Betrieb auf Dauer der Nutzung (30 Jahre) durch 2 Logistikschienen für die beiden logistisch unterschiedlichen Systeme.

        - Im Bereich Ausbildung des fliegenden und technischen Personals durch 2 Ausbildungs­schienen für die beiden logistisch unterschiedlichen Systeme.

        - Im Bereich der Güteprüfungen, wegen der erforderlichen doppelten Abnahme der für eine Umrüstung vorgesehenen Eurofighter.

        - Im Bereich Bau/Infrastruktur durch die Notwendigkeit von zwei Wartungsschienen.

        - Durch eingeschränkte Verfügbarkeit der Eurofighter für die Dauer der Umrüstung von Tranche 1/Block 5 auf Tranche 2/Block 8. Während diesem Zeitraum – mehrere Monate wären möglich gewesen – hätte das BMLV zu wenige Flugzeuge zur Luftraumüberwachung zur Verfügung gehabt, da die Eurofighter GmbH bis zu 17 Eurofighter gleichzeitig zur Umrüstung einziehen hätte können.

      Insgesamt wären dadurch Zusatzkosten in mehrstelliger Millionenhöhe entstanden.


de10kcl hat geschrieben:
Auch wenn Herr Rauen meinte, dass ein Upgrade so einfach sei. Das war wohl Taktik. Wenn es so einfach wäre, hätten ja schon alle Nationen auf Tranche 2 upgegradet.


Es gab eine Definition im Kaufvertrag, wie die Umrüstung zu erfolgen hätte:

    Zitat:
    Obmann Dr. Peter Pilz: Der entscheidende Punkt des Vertrages – und das ist eindeutiger als das, woran Sie sich eindeutig erinnern – heißt: 2.5. Herstellung des endgültigen Bauzustandes:

    Ich zitiere: Bei verspäteter Verfügbarkeit von Flugzeugen in Tranche 2-Konfiguration kann Eurofighter Flugzeuge in Tranche 1-Konfiguration liefern. Im Fall der Lieferung von Tranche 1-Konfiguration gelten die folgenden Bestimmungen: Die Flugzeuge werden, wie nachstehend definiert, umgerüstet – dann kommt die technische Beschreibung.

    Wo steht hier, dass die Kosten dafür die Firma Eurofighter übernimmt? Wo im Vertrag steht das?



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BeitragVerfasst: 19. Okt 2017, 10:13 

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Beiträge: 195
theoderich hat geschrieben:

Es gab eine Definition im Kaufvertrag, wie die Umrüstung zu erfolgen hätte:

    Zitat:
    Obmann Dr. Peter Pilz: Der entscheidende Punkt des Vertrages – und das ist eindeutiger als das, woran Sie sich eindeutig erinnern – heißt: 2.5. Herstellung des endgültigen Bauzustandes:

    Ich zitiere: Bei verspäteter Verfügbarkeit von Flugzeugen in Tranche 2-Konfiguration kann Eurofighter Flugzeuge in Tranche 1-Konfiguration liefern. Im Fall der Lieferung von Tranche 1-Konfiguration gelten die folgenden Bestimmungen: Die Flugzeuge werden, wie nachstehend definiert, umgerüstet – dann kommt die technische Beschreibung.

    Wo steht hier, dass die Kosten dafür die Firma Eurofighter übernimmt? Wo im Vertrag steht das?


Wenn die 4 Core-Nationen auch ihre Tranche 1 auf Tranche 2 upgegradet hätten, wäre das auch kein Thema gewesen die 15/18/24 österreichischen EF ebenso zu aktualisieren. Wir können nur spekulieren - aber wenn wir als Österreich auf dem Passus bestanden hätten, hätten wir wohl die Tranche 1 ausgetauscht bekommen gegen nagelneue Tranche 2. EADS hätte dann mit dem Core-Nationen geredet. Das war ja schlussendlich bei der Österreich-Variante auch der Fall, nur halt andersrum:
Das hat bewirkt, dass Spanien dann 1 oder 2 Flieger aus T1 weniger bekam und dafür gleich T2.
--> So gesehen hatte EADS ein gewisses Interesse, uns kein Upgrade zu liefern. Und Darabos wollte eh möglichst viel Equipment abbestellen. Aber "ein gewisses Interesse" ist eben etwas anderes als "keine Lieferfähigkeit". Und diese Tatsachen waren damals als der Vergleich verhandelt wurde alle bekannt. So gesehen denke ich nicht, dass man EADS zu dem T1 und T2 Thema Betrug vorwerfen kann.


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BeitragVerfasst: 20. Okt 2017, 18:12 

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Airbus-Chef Enders verstrickt sich in Widersprüche

Zitat:
Im Korruptionsskandal bei Airbus präsentiert sich Konzernchef Tom Enders weiterhin als Aufklärer. Er schiebt die Verantwortung für undurchsichtige Geschäftspraktiken weit von sich, auf eine längst aufgelöste Vertriebsabteilung in Paris.

Doch damit macht es sich der Konzern-Chef womöglich zu einfach: Er selbst war offenbar tiefer in die Affäre um eine Firma mit Namen Vector verwickelt, über die möglicherweise Schmiergelder verteilt wurden. Enders hatte erst kürzlich im Zusammenhang mit einem Kampfjet-Projekt in Österreich behauptet, mit einer dubiosen Firma in London "gar nichts" zu tun gehabt zu haben. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Offiziell hatte diese Firma den Auftrag, nach Geschäften für die österreichische Wirtschaft zu suchen, um den Verkauf von 18 Eurofightern zu unterstützen. Das war damals die etwas merkwürdige Bedingung der österreichischen Regierung für den Deal: Die Flugzeugbauer sollten dem Land nebenher Geschäfte für vier Milliarden Euro besorgen. Österreichs Führung wollte Argumente, um den Eurofighter-Kauf vor den eigenen Bürgern zu rechtfertigen.

Die Münchner Staatsanwaltschaft vermutet allerdings, dass die Firma Vector vor allem Schmiergeld an Entscheider in Österreich durchleiten sollte, was Airbus bestreitet.

Wie aus einem Gesprächsprotokoll hervorgeht, das dem SPIEGEL vorliegt, räumte Enders selbst im Jahr 2013 gegenüber internen Ermittlern ein, dass er sich 2004 sehr dafür interessiert habe, wie der Konzern die Bedingungen der Österreicher erfüllen und die österreichische Wirtschaft ankurbeln könnte. Das habe für ihn hohe Priorität gehabt; er habe sich dazu auch unterrichten lassen.

Aus den Papieren geht zudem hervor, dass er die Londoner Firma nicht nur kannte, sondern sich im Vorfeld der Gründung persönlich dafür eingesetzt hatte, dass die französische Vertriebsmannschaft beim Aufbau eines solchen Konstrukts behilflich sein sollte. Dieses Team in Paris steht heute im Zentrum der Korruptionsaffäre, weil mit seiner Hilfe Aufträge für Jets in aller Welt gekauft worden sein sollen.

Ebenso war Enders laut Protokoll offenbar bekannt, dass zwei Manager des Konzerns zunächst ausscheiden sollten, um sich um eine Briekastenfirma auf Zypern zu kümmern. Beide stammten aus der französischen Vertriebstruppe. Aus dem Zypernkonstrukt wurde dann nichts. Dafür steuerte einer der beiden später offenbar eine ganz ähnliche Londoner Firma: Vector. Enders behauptet dagegen, der Konzern habe keine Kontrolle über die Londoner Firma gehabt.



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BeitragVerfasst: 21. Okt 2017, 09:00 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20734
Schmiergeld nach Ö?
Internes Protokoll: Airbus-Chef in Bedrängnis



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BeitragVerfasst: 21. Okt 2017, 22:04 

Registriert: 28. Nov 2010, 23:08
Beiträge: 207
Wohnort: GrEnz
Da ist dann nur noch die Frage, wer da die Hand aufgehalten hatte. Dann wäre die Korruption bewiesen, und dann hätte Airbus 15 Eurofighter fürs Museum und müsste wohl einen Haufen Geld rücküberweisen, bzw.:
Könnte es sein, dass der liebe Norbschi in seinem Vergleich diese Anti-Korruptionsklausel GESTRICHEN hat, und die Republik (bzw. irgendwelche Repräsentanten) nicht nur geschmiert wurde, sondern Dank Norbschi die Chance auf "Wiedergutmachung" verjuxt hat?
Mich deucht da sowas...

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