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 Betreff des Beitrags: Re: Oerlikon ZFlAK 85
BeitragVerfasst: 01. Feb 2014, 10:41 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20787
Raveman hat geschrieben:
Der Kampfwert ist recht gering. Das System ist auf Grund der geringen Reichweite nur mehr für den Nächstbereich (last mile - das sagen auch die Schweizer) effektiv einsetzbar.


Und dieser Ansicht ist auch der Hersteller:


Außerdem entsprechen die Feuerleitgeräte der österreichischen Fliegerabwehrtruppe (trotz Grundüberholung 1998) noch dem Standard "Skyguard I", der zwar noch von der Herstellerfirma versorgt, aber seit einigen Jahren nicht mehr gefertigt wird. Damit sind wir zwar z.B. annähernd auf einem Niveau mit der Schweiz, aber falls wirklich in vier oder fünf Jahren dort BODLUV 2020 eingeführt werden sollte, steht Österreich mit dieser Technologie in Mitteleuropa alleine da:


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Bild
    VBS Mediathek

Abgesehen davon, hat die Schweiz - im Gegensatz zu Österreich - auch gewisse Modifikationen durchgeführt, wodurch ihre Zwillings-FlAK den österreichischen Gegenstücken weit überlegen sind. Die Beschaffung von insgesamt 37 Mittelkaliber-Flabbatterien wurde 1961 beschlossen, mit dem Rüstungsprogramm 1965 erfolgte der Kauf weiterer Fliegerabwehrkanonen für vier schwere Fliegerabwehr-Abteilungen.

    Botschaft des Bundesrates an die Bundesversammlung betreffend die Verstärkung der terrestrischen Fliegerabwehr (Vom 14. Juli 1961)

    Zitat:
    9. Fliegerabwehr

    Mittelkaliber-Fliegerabwehr-Batterien (146,3 Millionen Franken)

    Mit der Botschaft des Bundesrates an die Bundesversammlung vom 14. Juli 1961 (BEI 1961, II, 173) über die Verstärkung der terrestrischen Fliegerabwehr haben wir Sie eingehend über die Probleme der Fliegerabwehr orientiert. Mit Bundesbeschluss vom 13.Dezember 1961 (BBl 1961, II, 1365) haben Sie der Beschaffung von 37 Mittelkaliber-Flabbatterien zugestimmt. Mit diesem Material ist vorgesehen, 3 schwere Fliegerabwehr-Regimenter und 5 selbständige schwere Fliegerabwehr-Abteilungen auszurüsten. Die Ablieferung des Materials wickelt sich programmgemäss ab, und Ende 1965 werden bereits 6 Abteilungen auf das neue Material umgeschult sein. Die Umschulung der restlichen 5 Abteilungen wird im Laufe des Jahres 1966 erfolgen. Im Rahmen dieser neuen Rüstungsvorlage beantragen wir Ihnen, auch der Umrüstung der letzten heute noch mit 7,5 cm Fliegerabwehrkanonen ausgerüsteten 4 schweren Fliegerabwehr-Abteilungen der Fliegerabwehr-Regimenter 2 und 3 auf Mittelkaliber zuzustimmen. Die Umrüstung der Fliegerabwehr-Regimenter 2 und 3 auf Mittelkaliber würde eine wesentliche Vergrösserung des Abwehrpotentials der Fliegerabwehr in den unteren Flughöhenbereichen zur Folge haben.

    Das zu beschaffende Material ist erprobt, so dass kein Risiko eingegangen wird. Die Ausbildung würde eine wesentliche Vereinfachung erfahren, da die 7,5 cm Fliegerabwehrkanone wegfällt.

    Der Auftrag könnte an die laufende Serie angeschlossen werden. Das Material würde im Laufe des Jahres 1967 für die Umschulung zur Verfügung stehen.


1978 hat die Contraves AG (seit 1977 für dieses Projekt im Konsortium mit Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon-Bührle AG, Siemens-Albis AG, Georg Fischer, SIG und Ateliers des constructions mécaniques de Vevey SA), nach Abschluss eines entsprechenden Vertrages mit der Gruppe Rüstungsdienste, auf Basis dieses Systems sogar einen Flakpanzer entwickelt:

Bild


Die Feuerleitgeräte 75 (SKYGUARD) wurden übrigens mit dem Rüstungsprogramm 1979 angeschafft, die Entwicklung dieses Feuerleitsystems begann bei Oerlikon schon 1966:

    Feuerauslösung aus der Ferne ist möglich --> Sensorverbund BODLUV (24. Februar 2010)

    Bild

    Zitat:
    Allerdings war für den Sensorverbund BODLUV 2010 die entfernte Schussauslösung der Hauptgrund, wie Oberst im Generalstab Michel Kenel und technischer Projektleiter darlegt:

    "Das Projekt wurde initiiert, um der neuen Bedrohungslage nach 9/11 gerecht zu werden. Das Ziel dabei ist, dass die Feuerauslösung koordiniert und durch eine Entscheidungsinstanz vorgenommen werden kann. Im Jahre 2004 erfolgten die ersten Versuche, Radar und Bild eines Feuerleitgerät sowie eine Kanone an einer Übertragungseinheit anzuschließen. Ende 2005 begann der offizielle Start des Projekts durch den damaligen Chef Ei LW, Markus Gygax.“


Wie sieht es bei unseren unmittelbaren Nachbarn aus? Slowenien betreibt zur Fliegerabwehr die Systeme lFAL "Igla" und das mittlere FAL-System "Roland II". Die Tschechische Republik hat SAAB RBS-70, Strela 10 auf Selbstfahrlafette und das mittlere Fliegerabwehrlenkwaffensystem 2K 12M KUB M (SA-6 GAINFUL) im Bestand. Und selbst die Slowakei und Ungarn (SA-6; MISTRAL) verfügen ausschließlich über Fliegerabwehrlenkwaffen und keine FlAK mehr.


Von Deutschland ganz zu schweigen: Das einzige dort künftig in Verwendung stehende Kanonensystem ist das "MANTIS" (Rheinmetall Oerlikon Skyshield® MOOTW / C-RAM). Und dieses soll keine Hubschrauber oder Flugzeuge, sondern ballistische Geschosse und Raketen bekämpfen.

Da wäre nur noch Italien - dort gibt es noch den SIDAM, einen Flugabwehrpanzer mit 25 mm-Kanone auf M113-Chassis:



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 Betreff des Beitrags: Re: Oerlikon ZFlAK 85
BeitragVerfasst: 01. Feb 2014, 13:21 

Registriert: 26. Okt 2013, 16:55
Beiträge: 220
Kann mir jemand den Unterschied der einzelnen Versionen des Skyguard Systems erklären?
Und zu MANTIS: es kann doch eigentlich alles abschiessen (auch Flugzeuge und Hubschrauber) aber halt noch mehr (Geschosse, Granaten, etc.)


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 Betreff des Beitrags: Re: Oerlikon ZFlAK 85
BeitragVerfasst: 01. Feb 2014, 14:01 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20787
Ikarus1980 hat geschrieben:
Kann mir jemand den Unterschied der einzelnen Versionen des Skyguard Systems erklären?


Rheinmetall Defence veröffentlicht dazu leider keine Marketingmaterialien, aber ich habe trotzdem etwas dazu gefunden, das aber nicht offiziell und deshalb mit Vorsicht zu genießen ist:

    SKYGUARD

    Zitat:
    Le système SKYGUARD

    Outre ses équipements de liaison, d’alimentation électrique et de test, le SKYGUARD comprend essentiellement :

      - un module d’acquisition et conduite de tir, monté dans et sur une cabine en fibres de verre renforcées, aérotransportable, pouvant être placée sur différents types de porteurs (le plus souvent sur une remorque à 4 roues) et composé ainsi :
      . un radar de veille Doppler du type Ericsson UAR 1021, portée 15 km,
      . un radar de poursuite pulse-Doppler,
      . une caméra TV de poursuite,
      . des consoles d’exploitation,
      . des équipements de communication, d’alimentation électrique et maintien en condition.
      . un petit dispositif externe (chaise et périscope rotatif) qui permet l’acquisition à vue directe des cibles.


    Zitat:
    Le SKYGUARD II

    Cette version diffère du SKYGUARD initial par la présence de deux équipements de poursuite : un radar du type 102 et une optronique dotée d’une caméra TV à haute résolution et d’une caméra thermique (IR) ; celles-ci permettent d’effectuer la poursuite sans avoir à émettre avec le radar, avantage précieux en présence de missiles antiradars adverses.


    Zitat:
    Le SKYGUARD III

    Le SKYGUARD III a été conçu pour détecter et poursuivre les avions et hélicoptères et des cibles beaucoup plus petites telles que les véhicules aériens sans pilote.

    La mise à niveau conduisant à la configuration appelée SKYGUARD III a été lancée à la mi-2002., visant à remplacer un certain nombre de sous-systèmes âgés, devenus obsolètes, par de nouveaux équipements :

      - un nouveau radar de surveillance bi-mode,
      - un nouveau système d'identification « ami ou ennemi »,
      - de nouveaux processeurs,
      - une nouvelle interface homme-machine,
      - de nouveaux servomoteurs,
      - une électronique moderne et plus compacte.

    Divers capteurs peuvent être montés avec le radar : caméras TV & infra-rouge, télémètre laser, etc..

    Les deux opérateurs du système sont installés dans le shelter et sont dotés de nouveaux écrans tactiles qui peuvent en être rapidement retirés et déportés pour être exploités à une distance de sécurité inférieure à 500 m.

    Le commandant de l’unité exploite la situation aérienne, le tireur conduit l'engagement de cibles.

    Le module C2 du SKYGUARD III contrôle généralement deux canons bitubes 35 mm antiaériens et il peut être utilisé pour conduire une combinaison de canons et de missiles (jusqu’à quatre affûts).



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 Betreff des Beitrags: Re: Oerlikon ZFlAK 85
BeitragVerfasst: 03. Mai 2014, 22:11 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
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Army Research Laboratory
Results of 35 mm-Airburst Demonstration

by Timothy G. Farrand

Zitat:
2.1 AHEAD. The AHEAD projectile was initially designed as an air defense system, in conjunction with the 35-mm twin gun, primarily to defeat cruise missiles. This was demonstrated in 1993, in the Skyguard/35-mm Twin Gun Air Defence System Demonstration in Austria. The AHEAD projectile is currently touted as defeating or deterring many other systems, including precision-guided munitions, remotely piloted vehicles, tactical fighter aircraft, attack helicopters, and armoured fighting vehicles.



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 Betreff des Beitrags: Re: Oerlikon ZFlAK 85
BeitragVerfasst: 02. Sep 2014, 14:25 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
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DER SOLDAT, Nr. 16/2014, 27. August 2014, p. 11 hat geschrieben:
35 mm-Zwillingsfliegerabwehrkanone

Entwicklung und Geschichte

Die 35 mm-Zwillingskanone ist ein legendäres Fliegerabwehrgeschütz der Fa. Oerlikon-Bührle (seit 2009 Rheinmetall Air Defence). Obwohl sie schon in den 50er Jahren entwickelt wurde, werden die 35 mm-Zwillingsfliegerabwehrkanonen heute noch immer in mehr als 30 Ländern eingesetzt.

GDF-001

Die 35 mm-Zwillingsfliegerabwehrkanone, Typ GDF-001 (früher 2 ZLa/353), ist eine Waffe für die Flugabwehr gegen bemannte Flugziele wie Kampfflugzeuge und Hubschrauber. Im Normaleinsatz werden die 35 mm-Geschütze durch ein Feuerleitgerät ferngesteuert, können aber auch im Lokalbetrieb mit Steuerknüppel und Hilfsvisier XABA durch den Richtkanonier und zwei Ladekanoniere bedient werden. Die Einsatzschussweite in Radarsteuerung beträgt 4 km.

    Hauptmerkmale

      Zwei 35 mm-Gadrucklader-Kanonen
      Hohe Kadenz: 1.100 Schuss/Minute
      Radarsteuerung oder Lokalbetrieb
      Hohe Trefferwahrscheinlichkeit
      Munitionsmenge am Geschütz: 238 Schuss
      Geringer Schutz gegen Steil- und Flachfeuer
      Lafette als Zweiachsanhänger durch sLkw gezogen
      Masse einschließlich Munition: 6.700 kg
      Feldkraftwerk (Stromversorgung) auf eigenem Einachsanhänger

Das Österreichische Bundesheer beschaffte 1965 18 Feuereinheiten Zwillingsfliegerabwehrkanonen GDF-001 (österreichische Bezeichnung ZFlAK 65). Mit ZFlAK 65 wurden die Fliegerabwehrabteilungen (FlAA) 1 bis 3 (später Fliegerabwehrbataillone - FlAB 1 bis 3) ausgestattet, wobei je zwei Geschütze und ein Feuerleitgerät Superfledermaus 65 (FLGer 65) eine Feuereinheit (FlAZg) bildeten. Eine Feuereinheit der 2. FlAA 3 erreichte 1975 fast 100 % Granattreffer im ausgewerteten Zielbereich und erhielt dafür den Pokal für die am besten schießende Batterie.

Weitere 18 Feuereinheiten ZFlAK 65 sollten ab 1973 beschafft werden. Zunächst wollte man hierzu verbesserte Superfledermaus FLGer 69 kaufen, jedoch wurde die Beschaffung noch vor Auslieferung an die Truppe gestoppt, und die Fliegerabwehrtruppe erhielt ab 1976 die neuen Feuerleitgeräte 75 Skyguard.

Bei der Fliegerdivision wurden die Luftabwehrbataillone (LuAB) 1 bis 3 (säter FlAB 11 bis 13) neu organisiert und mit gebrauchten ZFlAK 65 sowie FLGer 65 Superfledermaus ausgerüstet. Das LuAB 3 erhielt 1977 on der FlAA 3 (Salzburg) 12 ZFlAK 65 sowie 5 FLGer 65, und unter dem Kommando von Hptm Gärtner wurde die 4. LuAB 3 (später 2. FlAB 13) in Hörsching aufgestellt. Das Kaderpersonal stammte vom ehemaligen Fliegerausbildungsbataillon. Sechs 35 mm-ZFlAK 65 wurden 1982 an die 2. FlAB 12 übergeben. Ab 1982 ersetzte man die FLGer 65 durch fabrikneue FLGer 79 in den FlAB 11 bis 13. Alle GDF-001 (ZFlAK 65) wurden ab 1987 auf den GDF-005 Standard (ZFlAK 85) kampfwertgesteigert, und in den späten 90er Jahren modernisierte man die FLGer 75/79 Skyguard, die dann als FLGer 98 bezeichnet wurden.

2012 wurden vom BMLVS 28 35 mm-ZFlAK 85 und 8 FLGer Skyguard für den Verkauf ausgeschrieben.

GDF-002

Die GDF-002 ist eine Weiterentwicklung der Oerlikon 35 mm-Zwillingsfliegerabwehrkanone (ZFlAK) GDF-001. Optimierungspunkte der GDF-002 sind: erhöhte Abschusswahrscheinlichkeit in der Betriebsart lokal (optisch elektrisch) durch das neue Hilfsvisier FERRANTI, eine neue, fest installierte Einrichtoptik und ein DT-Empfänger im Feldkraftwerk (FKW) zur digitalen Datenübertragung vom Feuerleitgerät Skyguard. Bei neuen Visier FERRANTI für Fliegerabwehr- und Erdzielbekämpfung muss nur die Zielentfernung eingestellt werden und der Vorhalt wird errechnet.

GDF-003

Eine wesentliche Verbesserung gegenüber der GDF-002 ist die Erhaltung der vollen Waffenleistung auch bei äußerst ungünstigen Umweltbedingungen (z.B. Schneeregen). Hierzu wurde eine Waffenabdeckung mit einer eingebauten automatischen Verschlussschmierung eingebaut. GDFB-03/GDFB-04 wie GDF-003, aber mit Nachladeautomaten.

GDF-004

Wie GDF-003, aber mit Nachladeautomaten und einer ABC-Schutzkabine.

GDF-005

Die ZFlAK 65 wurden durch eine umfassende Geschützmodifikation auf den Standard GDF-005 gebracht und im Bundesheer als 35 mm-ZFlAK 85 bezeichnet. Diese Kampfwertsteigerung umfasste: Waffenabdeckung mi integrierter Waffenschmierung, Optimierung des Maschinenkanone-Nachladeautomaten, Visier GUN KING, integrierte Tarnung, digitale Geschützsteuerung mit integrierter Stromversorgung.

Das GUN KING-Visier ist eine autonome, optronische Zielvorrichtung, bei der der Richtkanonier keine Zielparameter schätzen muss. Der eingebaute Mikrocomputer verarbeitet alle Informationen (u.a. Laser-Zielentfernung, VO, Fluggeschwindigkeit) zu Vorhaltedaten für die Geschützsteuerung. Mit diesem Visier werden die Abschussleistungen erheblich gesteigert. Dem Gefreiten Tomschi, 2. FlAB 13, gelang es 1988, als Richtcharge ein 2,2 km entferntes Schleppsack-Flugziel mit einem Einzelschuss abzuschießen.

    Hauptmerkmale

      Zwei 35 mm-Gasdrucklader-Kanonen mit Verschluss-Rückprallbremse
      Hohe Kadenz: 1.100 Schuss/Minute
      Radarsteuerung oder Lokalbetrieb mit EO-3D GUN KING-Visier
      Hohe Trefferwahrscheinlichkeit
      Munitionsmenge am Geschütz: 280 Schuss
      Ein-Mann-Bedienung am Geschütz möglich
      Energieversorgungsanlage am Geschütz integriert
      Masse einschließlich Munition: 7.700 kg

Die 35 mm-ZFlAK 85 wird im Rahmen des Fliegerabwehrzugs als Feuereinheit zum Objektschutz eingesetzt. Der 35 mm-Fliegerabwehrzug besteht aus zwei 35 mm-ZFlAK 85 und einem Feuerleitgerät 98 Skyguard (Radar), die durch sLkw gezogen werden. Die Einsatzschussweite beträgt 4 km. Es können sowohl Luftziele als auch Erdziele bekämpft werden. Die Luftzielbekämpfung ist in Radarsteuerung wie auch im Lokalbetrieb mit dem GUN KING-Visier der 35 mm-ZFlAK 85 möglich.

GDF-006

GDF-001/002/003-Varianten, ausgestattet mit einem System zum Verschießen der AHEAD-Munition (Advanced Hit Efficiency And Destruction). GDFB-06 zusätzlich mit Nachladeautomaten (280 Granaten).

GDF-007

GDF-005-Variante, ausgestattet mit einem System zum Verschießen der AHEAD-Munition.

GDF-009

Letzte Entwicklung mit eingebautem Selbsttest und Steuerung durch Feuerleitgerät Skyguard 3. Sonst wie GDF-007.

AHEAD-Munition

Ein 35 mm-AHEAD-Geschoss führt nicht weniger als 152 Wolfram-Subprojektile mit sich. Diese werden mittels einer kleinen Sprengladung vom Muttergeschoss ausgestoßen und bilden die vernichtende Geschossladung, die die hohe Trefferwahrscheinlichkeit auch bei Kleinzielen (Drohnen, Marschflugkörper, Lenkbomben, etc.) garantiert.

[...]

    Obst iR Kurt Gärtner


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 Betreff des Beitrags: Re: Oerlikon ZFlAK 85
BeitragVerfasst: 07. Sep 2014, 13:47 

Registriert: 28. Okt 2006, 20:59
Beiträge: 279
DER SOLDAT, Nr. 16/2014, 27. August 2014, p. 11 hat geschrieben:
2012 wurden vom BMLVS 28 35 mm-ZFlAK 85 und 8 FLGer Skyguard für den Verkauf ausgeschrieben.

Die oben angeführten Geschütze verrotten (ohne jegliche Schutzplanen) im Freien, von einem Verkauf kann nicht mehr die Rede sein. Mittlerweile stehen die ersten dieser ZFlAKs neben zu verschrottenden Centurion (PAK L7A1 FAn) u. Charioterr (PAK M68 FAn) Türmen am Schneideplatz.


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 Betreff des Beitrags: Re: Oerlikon ZFlAK 85
BeitragVerfasst: 07. Sep 2014, 16:11 

Registriert: 21. Mär 2006, 18:11
Beiträge: 248
wo? in Wels?


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 Betreff des Beitrags: Re: Oerlikon ZFlAK 85
BeitragVerfasst: 10. Nov 2016, 08:59 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20787
Bericht betreffend das langfristige Investitionsprogramm des Bundes für die Jahre 1979 - 1988 (III-24 d.B.)

Zitat:
3. Zum Ergebnis

Das Ergebnis ist im wesentlichen in objektorientierten Programmen aufgeschlüsselt und spiegelt den Informationsstand vom April 1979 und wird Änderungen erfahren, die einerseits durch Prioritätsänderungen hervorgerufen, andererseits aber auch durch die wirtschaftliche und technische Entwicklung initiert werden können.

In quantitativer Hinsicht ist die Heeresgliederung 72 und die Landwehrgliederung 78 mit der Zwischenstufe Landesverteidigungsplan für 1986 als Rahmen herangezogen worden. Die Beschaffung und der Betrieb von Abfangjägern kann innerhalb des vorgegebenen Investitionsrahmens infolge der Größe der Beschaffung nicht innerhalb dieses Programmes abgedeckt werden.

Zitat:
5. Schwerpunkte innerhalb der Programme

    Waffen

    Dieses Programm umfaßt neben der Fortführung bereits laufender Beschaffungen wie:

      - Sturmgewehr 77

      - Maschinengewehr 74

      - Panzerabwehrrohr 66

      - 10,6 cm Panzerabwehrkanone

      - Feldmesser

      - 2 cm Fliegerabwehrkanone

      - mittlerer Kampfpanzer M 60 A3

    vor allem die Vorhaben

      - 8 cm und 12 cm Granatwerfer

      - leichte Panzerabwehrkanone und Panzerabwehr mittlerer Reichweite einer neuen Generation

      - Aufstockung der Panzerhaubitzen-Bataillone und Ergänzung bzw. Ersatz der 10,5 cm leichte Feldhaubitze

      - Panzer-Kanonen für feste Anlagen sowie

      - die neue Generation an Fliegerabwehrselbstfahrlafetten und mittleren Kampfpanzern.



Bericht über die neuerliche Revision und Erweiterung des langfristigen Investitionsprogramms des Bundes für die Jahre 1981 - 1990 (III-109 d.B.)

Zitat:
5.2 Gepanzerte Kampffahrzeuge

Dieses Programm umfaßt vor allem den Abschluß der laufenden Beschaffung

    - der mittleren Kampfpanzer M60A3

und die

    - Aufstellung eines Panzerhaubitzenbataillons mit M109

    - Modifikation bzw. Aufstockung und/oder Ersatz der verschiedensten Schützenpanzerausführungen, um deren Einsatz- bzw. Verwendungszeitraum um weitere 10 Jahre erstrecken zu können, sowie

    - die neue Fliegerabwehrselbstfahrlafette zur Ablösung der US FlASfl M 42 und Nachfolgemuster bzw. Aufstockung Jagdpanzer.

Zitat:
Kapitel 40108

Einzelvorhaben

lfd. Nummer Panzerfahrzeuge

    6

Projektbezeichnung mit kurzer verbaler Beschreibung

    Fliegerabwehrselbstfahrlafette

Gesamtkosten bzw. gefördertes Volumen

    2.000 .-



Ubung "Januskopf 84" - Fliegerabwehr (869/J)

Zitat:
1) Welche Schwachstellen der Fliegerabwehr wurden durch die Übung "Januskopf 84"sichtbar?

    Zitat:
    Zu 1:

    Als Schwachstelle im Sinne der Fragestellung ist vor allem die "begleitende Fliegerabwehr" für die mechanisierten Kampfgruppen zu bezeichnen. Mit dem derzeit in Verwendung stehenden, veralteten Fliegerabwehrpanzer M 42 ist ein ausreichender Begleitschutz der mechanisierten Verbände als Voraussetzung einer flexiblen Kampfführung in einer Schlüsselzone keineswegs gewährleistet; diese Schwachstelle kann auch nicht durch den Einsatz der für den Raumschutz aus festgelegten Feuerstellungen vorgesehenen radargesteuerten 3,5 cm Fliegerabwehrwaffen aufgehoben werden.

    Des weiteren zeigten sich im Zuge der Übung "Januskopf 84" auch Mängel hinsichtlich des Schutzes der Sperrtruppen und Stellungen im "vorderen Bereich der Verteidigung" - also im Wirkungsbereich gegnerischer Artilleriekräfte - insbesondere gegen Angriffe durch Kampfhubschrauber, sowie gegen Tiefangriffe mit Streu-, Schütt- oder Napalmwaffen.

Zitat:
2) Hat sich gegenüber der Raumverteidigungsübung 1982 in Kufstein eine Verbesserung auf dem Gebiete der Fliegerabwehr ergeben?

    Zitat:
    Zu 2:

    Nein.

Zitat:
4) Wurden Maßnahmen eingeleitet, um den beim Bundesheer derzeit in Verwendung stehenden Fliegerabwehrpanzer M 42 durch ein moderneres Waffensvstem zu ersetzen?

    Zitat:
    Zu 4:

    Ja.

Zitat:
5) Wenn ja

a) Welcher Stand wurde erreicht und bis zu welchem Zeitpunkt ist mit einer Realisierung zu rechnen?

b) Welche finanziellen Mittel sind für dieses neue Waffensystem vorgesehen bzw. bereitgestellt?

    Zitat:
    Zu 5:

    a) Es wurde die Weiterführung des Projektes "Fliegerabwehr-Kanonenpanzer" angeordnet. Ziel dieses Projektes ist es, ein Ersatzgerät für den Fliegerabwehrpanzer M 42 einzuführen. Hiebei wird im Rahmen der Projektführung neben den Kriterien der Wirksamkeit und Kosten auch auf eine gesicherte Versorgbarkeit und eine entsprechende österreichische Wertschöpfung besonderes Augenmerk gelegt.

    b) Für das gegenständliche Projekt sind im Investitionsprogramm 1983 - 1992 zwei Milliarden Schilling vorgesehen.



Bericht über den Zustand der militärischen Landesverteidigung (III-88 d.B.) (1985)

Zitat:
3.3.2 Fliegerabwehrwaffen

    Landwehr

    Die für die Landwehr erforderlichen Fliegerabwehrwaffen (leichte Rohrwaffen ohne Radarsteuerung und mit einfachem Richtverfahren), deren Einsatz auch gegen Erdziele möglich ist, sind vorhanden.

    Fliegerabwehr für mittlere Höhen

    Die Sicherstellung der Fliegerabwehr in mittleren Höhen mit modernen, radargesteuerten Fliegerabwehrkanonen ist äußerst kostenintensiv. Eine Minimalausstattung mit diesen Waffen ist erfolgt.

    Mechanisierte Truppen

    Die Deckung des Bedarfes an modernen geländegängigen automatisch gesteuerten Fliegerabwehrwaffen auf Selbstfahrlafetten (FlA-Panzer) für den Begleitschutz der drei Panzergrenadierbrigaden als Ersatz für den FlAPz M 42, die ihre Nutz- und Einsatzgrenzwerte weit überschritten haben, mußte bisher aus finanziellen Gründen, aber auch wegen derzeit noch unbefriedigender Waffenleistung der möglichen Systeme, zurückgestellt werden.

    Fliegerabwehr mit modernen Gefechtsfeldwaffen

    Das Fehlen von selbstgetriebenen und gelenkten Projektilen zur FlA, also

      - Ein-Mann-Tieffliegerabwehr-Lenkwaffen und

      - Boden-Luft-Lenkwaffen

    ist durch Rohrwaffen nicht kompensierbar, weil eine ausreichende Fliegerabwehr nur mit einem "Waffen-Mix" aus Rohr- und Lenkwaffen erzielbar ist. Dieser angeführte Mangel stellt eine schwerwiegende Beeinträchtigung der Abwehrfähigkeit des Bundesheeres dar.



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 Betreff des Beitrags: Re: Oerlikon ZFlAK 85
BeitragVerfasst: 20. Jul 2017, 21:41 

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Beiträge: 20787
Rheinmetall Air Defence preps GDF-009 AAG for production

Bild

Zitat:
Rheinmetall Air Defence has released details of its latest Oerlikon GDF-009 twin 35 mm towed anti-aircraft gun (AAG).

The GDF-009 model is based on a four-wheeled carriage, and is raised off the ground by three stabilisers when deployed in the firing position. It also features an automatic levelling system that can compensate for a maximum tilt angle of up to 7°.

Mounted on the forward part of the carriage is the integrated battery, which functions as the gun's power supply unit and can be recharged from an external source if required.

Earlier GDF models relied on an external power source, or a diesel or petrol-powered power supply unit.

Target information is fed to the weapon by an associated fire-control unit (FCU) such as the Oerlikon Skyguard, with a Skyguard FCU typically managing two GDF-009 AAGs.

The Oerlikon Skyguard 3 is the latest build currently offered by the company; however, earlier Skyguard 1 and 2 FCUs can also be updated to this standard.



IDEF 2015: World Premiere - Rheinmetall presents its latest 35 mm anti-aircraft twin gun (6. Mai 2015)

Zitat:
In cooperation with Gate Elektronik S.A. (booth A-106), Rheinmetall displays its newly developed Oerlikon Twin Gun GDF009 for the first time at IDEF 2015 in Istanbul. Designed as an upgrade kit for the widely fielded GDF anti-aircraft gun series, it combines proven technology with innovation. To highlight just a few, the GDF009 features a modern digital operation console, a laser sight with IR-camera and is fully battery powered in order to reduce heat and noise emissions. As its predecessors, the GDF009 is capable of firing Rheinmetall’s Ahead air burst ammunition.



Rheinmetall AG
Einzelabschluss 2014


Zitat:
Im Bereich Air Defence wurde an den Hauptstandorten Zürich und Rom in die Entwicklung zukünftiger Produkte investiert. Zürich arbeitet an der Weiterentwicklung der Zwillingsgeschützfamilie GDF, um die Marktreife des Typs GDF 009 zu realisieren.


Wäre interessant, ob das mit den österreichischen GDF-005 auch möglich ist?


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 Betreff des Beitrags: Re: Oerlikon ZFlAK 85
BeitragVerfasst: 27. Jul 2017, 06:14 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20787
35 mm L-ÜbGPatr/Z/FlAK 85 (Lieferung 1. Quartal 2019 erwünscht) durch Umbau von 35 mm SprBGrPatr/AZZ/FlAK 65 oder durch Neufertigung, Verhandlungsverfahren mvB/OSB gem. § 23 (3) BVergGVS 2012; Einholung von Teilnahmeanträgen

Zitat:
II.2.1) Gesamtmenge bzw. -umfang (einschließlich aller Lose und Optionen, falls zutreffend)

30.000 Stück



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 Betreff des Beitrags: Re: Oerlikon ZFlAK 85
BeitragVerfasst: 27. Sep 2017, 10:18 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20787
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