Aktuelle Zeit: 18. Nov 2017, 07:05

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 212 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1 ... 11, 12, 13, 14, 15  Nächste
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 08. Jan 2015, 10:28 

Registriert: 12. Mai 2011, 11:05
Beiträge: 3392
Die Dramatik der Situation gestaltet sich ganz einfach darin dass man abbezahltes Spitzengerät aus politischem Kalkül einfach nicht dementsprechend nutzen will.
Wo bitte auf der Welt gibt's das sonst noch?

Das ist UNSER ALLER GELD was die verschwenden und UNSER ALLER SICHERHEIT die sie riskieren, nur um parteiinterne Interessen zu wahren.
Und dabei kommt mir das tägliche kotzen.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 08. Jan 2015, 10:33 
Benutzeravatar

Registriert: 29. Jul 2008, 20:32
Beiträge: 1984
Es wird aber nichts daran ändern wenn das in jedem zweiten Posting hier wiederholt wird.

_________________
Beordert bei 1./JgB NÖ


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 08. Jan 2015, 10:45 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20714
Und wieder muss man sich einem Uralt-Problem der österreichischen Landesverteidigung stellen: Der mangelnden Information zum Thema.

Irgendein Boulevardmedium fabriziert einen Skandalartikel zum "Eurofighter" und postwendend stürzen sich alle anderen Medien darauf. Aber unternimmt das BMLVS irgendetwas, um die Falschmeldungen mit Fakten zurechtzurücken? Nein.

Ach ja, es gibt ja seit ein paar Monaten "Factsheets" auf der Homepage des Bundesheeres, z.B. zum Thema Lärmentwicklung von Abfangjägern und EU Battle Groups. Da haben sie es zumindest endlich mal geschafft, ersteres direkt mit der Homepage der LRÜ zu verlinken:


Es existierte z.B. vor mehr als zehn Jahren ein Informationsmodul zur Abfangjäger-Nachbeschaffung:


Und kaum war ein gewisser Norbert Darabos im Amt, hat man diese Informationen zunächst adaptiert ...


... und dann auf ein Minimum reduziert:


Und selbst diese Minimalinformation muss man heute erst suchen - direkt aufrufbar ist sie nicht mehr.

Was den "Krone"-Artikel betrifft: Es würde schon reichen, wenn man eine Presseaussendung publiziert und die darin enthaltenen Fehlinformationen mit Fakten widerlegt. In der Kommunikation gibt es beim BMLVS schon seit Jahren Probleme:



Zuletzt geändert von theoderich am 08. Jan 2015, 14:17, insgesamt 5-mal geändert.

Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 08. Jan 2015, 12:03 

Registriert: 24. Jan 2013, 20:50
Beiträge: 1010
@dr4ven
@milizler

sorry, meine Fantasie ist mal wieder durchgegangen...


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 13. Okt 2015, 08:54 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20714
Neue Mängel in der Produktion: Eurofighter könnte "auseinanderbrechen"

Zitat:
Mit der Warnung deutscher Militärs vor Mängeln am Eurofighter flog damals auch der nächste Abfangjäger- Skandal in Österreich auf: Auch die zwei Milliarden Euro teuren Jets in Zeltweg wiesen Schäden auf, wie die "Krone" berichtete.

Österreichs Eurofighter verstauben im Hangar

Damit nicht genug, verstauben Österreichs Eurofighter im Jahresschnitt ohnehin an 361 von 365 Tagen im Hangar in Zeltweg, wie eine "Krone"- Anfrage im Vorjahr ergab. Die 15 Eurofighter des Bundesheeres leisteten im Jahr 2014 tatsächlich nur 1.070 Flugstunden. Oder: Jeder einzelne der 15 Abfangjäger war aufgrund diverser Sparbefehle im Monatsschnitt nur sechs Stunden in der Luft.


Die "Süddeutsche Zeitung" schreibt nichts darüber und es steht auch nichts im "Krone"-Artikel, aber Hauptsache eine reisserische Überschrift, die mit den Tatsachen nicht das geringste zu tun hat. Und so etwas nennt sich "Journalismus".


    Eurofighter: Flugbetrieb derzeit nicht beeinträchtigt

    Zitat:
    Bei Eurofightern der Bundeswehr wurden Schwachstellen bei Bohrlöchern am Rumpf des Flugzeuges festgestellt. Ähnliches wurde bereits im Oktober des vorigen Jahres bei Routineuntersuchungen erkannt.

    Vermutlich sind auch die Eurofighter des Bundesheeres davon betroffen. Das Österreichische Bundesheer wird, wie auch die Bundeswehr den Flugbetreib weiterhin unverändert durchführen.

    In einer technischen Anweisung der Erzeugerfirma werden die Auswirkungen dieser Schwachstelle beschrieben werden. Auf Grundlage dieser technischen Anweisung wird dann die weitere Vorgangsweise durch die Techniker der Bundesheeres beurteilt werden.



    Neue Probleme mit dem Eurofighter

    Zitat:
    Das Verteidigungsministerium informierte am Montag den Bundestag über einen "Fertigungsmangel" im "Bereich der Verbindung zwischen dem Seitenleitwerk und Rumpf". Dort seien Bohrungen "nicht spezifikationskonform gesenkt und entgratet" worden.

    Eine "Schädigung der Struktur des Luftfahrzeuges" könne nicht ausgeschlossen werden, heißt es im Schreiben des Ministeriums, das der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Der Eurofighter hatte bereits in der Vergangenheit wiederholt Probleme gemacht.

    Betroffen seien alle ausgelieferten Flugzeuge der Tranchen 1 bis 3A, heißt es in dem Schreiben weiter. Derzeit analysierten Experten das Problem, Deutschland habe die "Abnahme weiterer Serienluftfahrzeuge" vorerst ausgesetzt. Das Problem habe aber "keinen unmittelbaren Einfluss" auf den Flugbetrieb der deutschen Eurofighter-Flotte.


Neue technische Probleme mit Eurofighter

Zitat:
„Flugbetrieb derzeit nicht beeinträchtigt“

Nach Angaben des Bundesheeres seien „vermutlich“ auch Österreichs Eurofighter betroffen. Der Flugbetrieb sei aber „derzeit nicht beeinträchtigt“, teilte das Bundesheer heute per Aussendung mit.



Und wenn man sich erst über die technischen Grundlagen informiert, wirkt die Sache noch "aufgeblasener". Beim "Eurofighter" werden Niete von Alcoa Defense verwendet:



Die Fachliteratur gibt keinen Anhaltspunkt, dass die Senkung des Bohrlochs einer Schrauben- und Nietverbindung eine erhebliche Auswirkung auf die Qualität der Verbindung hat. Das Entgraten ist aber bei Nietverbindungen üblich:

    STÖVER Enno: Untersuchungen zum Bohren des Faser-Metall-Laminates Glare sowie von Glare Schichtverbunden (Göttingen 2007)

    Bild


    KÜNNE Bernd: Einführung in die Maschinenelemente: Gestaltung - Berechnung - Konstruktion, 2. Aufl. (Wiesbaden 2001)

    p. 72 hat geschrieben:
    3.2 Nietverbindungen

    3.2.1 Herstellung


    Bei der Herstellung eines Nietlochs ist darauf zu achten, dass keine Risse im Werkstück entstehen. Es empfiehlt sich daher, selbst kleine Nietlöcher durch Bohren herzustellen. Bei Nietlöchern größer 10 mm sollte das Nietloch zunächst vorgebohrt und dann auf den endgültigen Durchmesser aufgerieben werden. Damit die Nietlöcher richtig übereinander passen, werden die Werkstücke zunächst einzeln vorgebohrt und dann, nachdem sie geheftet wurden, gemeinsam auf den endgültigen Nietlochdurchmesser gearbeitet.

    Die Herstellung eines Nietlochs durch Stanzen ist aufgrund der Rissbildung infolge der hohen Druckkräfte beim Stanzen nicht ratsam, im Stahlbau sogar nicht erlaubt. Sollten Nietlöcher trotzdem gestanzt werden, ist das gestanzte Loch um mindestens 2 mm auf den endgültigen Nietlochdurchmesser aufzubohren bzw. aufzureiben.

    Wenn der Niet keine kraftübertragende Funktion hat, kann das Nietloch gestanzt werden. Bei großen Blechdicken ist vom Stanzen der Nietlöcher generell abzusehen.

    Um das Einsetzen des Niets zu erleichtern und einen guten Übergang zwischen Nietschaft und Nietkopf und damit eine bessere Kraftübertragung zu gewährleisten, werden Nietlöcher entgratet und angesenkt.



    STEINHILPER Waldemar (Hrsg.): Konstruktionselemente des Maschinenbaus 1: Grundlagen der Berechnung und Gestaltung von Maschinenelementen, 6. Aufl. (Berlin - Heidelberg - New York 2006)

    p. 492 hat geschrieben:
    Die Nietlöcher sollen möglichst gebohrt und aufgerieben, aber nicht gestanzt werden. Sie sind ferner zu entgraten und anzusenken. Ihr Durchmesser d1 ist immer größer auszuführen als der Durchmesser d des Niets. Bei Stahlnieten mit d ≥ 10 mm ist dieser Durchmesserunterschied 1 mm und bei Leichtmetallnieten mit d ≥ 10 mm nur 0,2 mm.

    Fügevorgang von Vollniete

    Beim Nieten von Vollniete werden folgende zwei Verfahren unterschieden:

      1. Kaltnietung
      2. Warmnietung

    Kaltnietung

    Stahlniete mit einem Durchmesser d ≤ 10 mm, vereinzelt auch bis 16 mm, sowie alle Leichtmetall- und Kupferniete werden kalt verarbeitet. Bei kalt geschlagenen Nieten ist die Zusammenpressung der vernieteten Bauteile nur sehr schwach. Diese geringe Nietaxialkraft bewirkt daher nur eine kleine Reibkraft zwischen den Bauteilen. Die Kraftschlusswirkung ist daher zu vernachlässigen; die Übertragung der Kräfte erfolgt nur durch Formschluss. Die vernieteten Bauteile werden über die halbe Mantelfläche der Bohrungen auf Pressung oder Lochleibung und der einzelne Niet in seiner halben Mantelfläche auf Pressung oder Lochleibung und in der Schnittebene auf Sicherung beansprucht, siehe Abschnitt 8.5.3.



    DILLINGER Josef / Hans-Dieter DOBLER / Werner DOLL: Fachkunde Metall. Mechanische Technologie, 55. Aufl. (Haan-Gruiten 2007)

    p. 135 hat geschrieben:
    3.6.4.3 Senken

    Senken ist ein Bohrverfahren zur Erzeugung von Profil- oder Kegelflächen in vorhandenen Bohrungen. Man unterscheidet:

      Planansenken z.B. der Auflagefläche für den Kopf einer Sechskantschraube

      Planeinsenken z.B. einer zylindrischen Einsenkung für den Kopf einer Zylinderschraube

      Profilsenken z.B. einer kegeligen Senkung für Senkschrauben

    Senkvorgang

    Die Senkwerkzeuge haben im Vergleich zu den Bohrern einen kleineren Freiwinkel und eine größere Freifläche. Dadurch "stützt" sich der Senker auf der Schnittfläche auf und verhindert Rattermarken.

      Beim Senken soll die Schnittgeschwindigkeit gleich oder kleiner als beim Bohren gewählt werden. Der Vorschub kann bis 50% kleiner sein.

    Senkwerkzeuge

    Bild



    Flachsenker werden zum Planansenken und Planeinsenken verwendet (Bild 1 Seite 122).

    Kegelsenker dienen zum Profileinsenken von kegeligen Schrauben- und Nietsenkungen und zum Entgraten von Bohrungen (Bild 1). Die Spitzenwinkel sind genormt, z.B. 60° zum Entgraten, 75° für Nietköpfe, 90° für Senkschrauben und 120° für Blechniete.

    Kegel- und Flachsenker gibt es mit festen und auswechselbaren Führungszapfen (Bild 2). Der Führungszapfen führt das Werkzeug in der vorgebohrten Bohrung. Auswechselbare Zapfen erleichtern das Nachschleifen der Senker und ermöglichen den Einsatz bei verschiedenen Bohrungsdurchmesser.

    Mit Stufenwerkzeugen können mehrere Senkungen in einem Arbeitsgang ausgeführt werden.

    Im Bereich von Lagerstellen und Bolzensitzen sind planparallele Einsenkungen im Innenbereich nötig. Rückwärtiges Bearbeiten ist hier mit Rückwärtssenkern möglich (Bild 3). Bei Werkzeugen mit festem Plattensitz wird das Werkzeug soweit über das Zentrum der Bohrung herausgefahren, dass es mit seinem größten Durchmesser in die Bohrung einfahren kann.

    Senkwerkzeuge werden aus Schnellarbeitsstahl bzw. Hartmetall gefertigt oder sind mit Hartmetall-Schneidplatten oder Hartmetall-Wendeschneidplatten bestückt.

    Maßnahmen bei Senkproblemen

    Bild

    Maßnahmen bei Senkproblemen sind notwendig, wenn Qualitätsmerkmale nicht erreicht werden (Tabelle 1). Ist z. B. die Senkung unrund, so hat die Bohrspindel ein axiales und radiales Spiel oder der Senker ist falsch angeschliffen. Stimmt die Mitte der Bohrung und Senkung nicht überein, so ist der Führungszapfen am Senker zu klein oder die Vorbohrung zu groß.

    p. 369 hat geschrieben:
    Bild

    Senkschrauben mit Innensechskant besitzen eine geringere Kopfhöhe als Zylinderschrauben mit Innensechskant. Sie werden meist dann verwendet, wenn Werkstücke mit geringen Wanddicken verschraubt werden sollen. Wegen ihrer kegeligen Kopfform zentrieren sie das Werkstück.

    p. 379 hat geschrieben:
    5.5.4 Nietverbindungen

    Aufgaben

    Durch Nieten entstehen unlösbare Verbindungen, die in feste, fest und dichte sowie dichte Verbindungen eingeteilt werden können.

    Feste Verbindungen können große Kräfte übertragen. Feste und dichte Verbindungen müssen gleichzeitig große Kräfte übertragen und die zu verbindenden Teile abdichten. Dichte Nietverbindungen müssen Bauteile verbinden und gegeneinander abdichten.

    Im Maschinenbau wurde das herkömmliche Nieten fast vollständig durch Schweißen ersetzt (Seite 223). Bei der Herstellung von Blechverbindungen, z.B. im Automobil- und Karosseriebau, gewinnt das Nieten zunehmend an Bedeutung. In der Flugzeugindustrie ist das Nieten unverzichtbar, weil dort vielfach aushärtbare Al-Legierungen verarbeitet werden, deren Festigkeit durch Schweißen stark herabgesetzt würde.

    [...]

    Verfahren beim Nieten

    Hammernieten. Der fertig geformte Niet besteht aus Setzkopf, Schaft und Schließkopf (Bild 3). Die gebohrten und angesenkten Teile werden mit dem Nietenzieher zusammengepresst. Durch Anstauchen wird die Bohrung vollständig ausgefüllt. Anschließend wird der aus dem Nietloch herausragende Schaftteil zum Schließkopf geformt.



    TÖNSHOFF Hans Kurt / Berend DENKENA: Trennen, in: BRECHER Christian / Stephanus BÜTTGENBACH / Berend DENKENA: Fertigungsverfahren, in: GROTE Karl-Heinrich / Jörg FELDHUSEN (Hgg.): Dubbel. Taschenbuch für den Maschinenbau, 22. Aufl. (Berlin - Heidelberg - New York 2007)

    S 40 - 41 hat geschrieben:
    4.2.3 Bohren

    Bohren ist ein spanendes Verfahren mit drehender Schnittbewegung (Hauptbewegung). Das Werkzeug, der Bohrer, führt eine Vorschubbewegung in Richtung der Drehachse aus. Bild 16 zeigt gebräuchliche Bohrverfahren. Beim Einbohren oder Bohren ins Volle können Durchgangs- oder Sackbohrungen erzeugt werden. Als Werkzeug wird meist ein Spiralbohrer verwendet (diese übliche Bezeichnung ist unzutreffend, da die Schneide auf einer Schraubenlinie und nicht auf einer Spirale angeordnet ist). Beim Aufbohren werden Spiralbohrer bzw. zwei- oder mehrschneidige Senker eingesetzt. Profilsenker erzeugen abgesetzte Bohrungen. Sie sind meist mehrschneidig, wobei aus Herstellgründen nicht jede Schneide alle Teile der Kontur tragen muss (z.B. kann eine Schneide die Kante eines Absatzes brechen, die danebenliegende eine Planfläche erzeugen). Zentrierbohrer sind spezielle Profilbohrer mit dünneren Zentrierzapfen und kurzer, steifer Auskragung, um gute Zentrierwirkung zu entwickeln. Kernbohrer zerspanen den Werkstoff ringförmig; mit dem Ringraum entsteht ein zylindrischer Kern. Gewindebohrer erzeugen Gewinde. Reiben ist ein Aufbohren mit geringer Spanungsdicke, um maß- und formgenaue Bohrungen mit hoher Oberflächengüte zu erzeugen.


Hier die DIN 74 Senkungen für Schrauben und Muttern:



Und hier einige Informationen zu Nieten (Darum geht es beim EF vermutlich.):



Zuletzt geändert von theoderich am 14. Okt 2015, 00:43, insgesamt 16-mal geändert.

Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 13. Okt 2015, 13:20 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20714
Wieder Ärger mit dem Eurofighter: Falsche Bohrungen, überspannte Elektronik

Zitat:
Über die entdeckten fehlerhaften Bohrungen, einen Fertigungsmangel, hatte das Verteidigungsministerium das Parlament am (gestrigen) Montag informiert. In dem Schreiben, das Augen geradeaus! vorliegt, heißt es unter anderem:

    Die Industrie hat die Eurofighter Partnernationen unterrichtet, dass neuerlich ein Fertigungsmangel bei der Produktion des Eurofighter festgestellt wurde. Dieser Mangel besteht im Bereich der Verbindung zwischen dem Seitenleitwerk und dem Rumpf des Luftfahrzeuges. Es wurden Bohrungen nicht spezifikationskonform gesenkt und entgratet.

    In der Folge dieses Mangels kann eine Schädigung der Struktur des Luftfahrzeuges und der Schraubverbindungen in diesem Bereich im Rahmen der Nutzung nicht ausgeschlossen werden. Von diesem Fertigungsmangel sind alle ausgelieferten Luftfahrzeuge der Tranchen 1 bis 3A betroffen. (…)
    Die Abnahme weiterer Serienluftfahrzeuge wurde vor dem Hintergrund der erforderlichen Klärung des Sachverhalts zunächst ausgesetzt. (…) Durch regelmäßige Überprüfungen im laufenden Betrieb wird dieser Sachverhalt überwacht und hat keinen unmittelbaren Einfluss auf den Flugbetrieb unserer Eurofighter Flotte.

Das neue Problem, über das zuerst die Süddeutsche Zeitung (Link aus bekannten Gründen nicht) berichtete, klingt fast genau so wie ein vor gut einem Jahr bekanntgewordenes Problem mit dem Kampfjet. Ende September 2014 hatte das Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass die Industrie bei einer Qualitätskontrolle einen Herstellungsfehler an einer großen Anzahl von Bohrungen am Rumpfhinterteil des Luftfahrzeuges Eurofighter festgestellt habe. Eine Folge war, dass die zugelassene Lebensdauer der Maschinen vorerst halbiert wurde, außerdem nahm die Luftwaffe ebenfalls vorerst keine weiteren Serienflugzeuge mehr ab.

Der damalige stellvertretende Ministeriumssprecher erläuterte den Sachstand Anfang Oktober 2014 so:

    Der Industriehersteller ist BAE Systems in England. Sie müssen wissen, dass beim Eurofighter die vier Nationen jeweils ein Bauteil übernehmen, das in der jeweiligen Nation hergestellt wird. Die Endmontage dieser verschiedenen vier Bauteile findet in England, Deutschland, Italien, Spanien und dann in der Nation statt, die der Endnutzer für das jeweilige Flugzeug ist.

    Speziell der englische Hersteller hat festgestellt, dass er am Rumpf bei sogenannten Nieten Bohrungen vorgenommen hat, die nicht den „design criterias“ entsprechen, also den Bedingungen, die sich der Hersteller selbst auferlegt hat. Das ist ärgerlich; das gebe ich zu. Aber es ist berechtigt und auch sinnvoll, dass der Hersteller sagt: Ich will einfach weiter überprüfen, ob das überhaupt Konsequenzen hat. Es kann sein – es ist eine sehr komplexe Technik -, dass es hier vielleicht gar keine Konsequenzen hat, dass man diese Bohrungen so vorgenommen hat, wie man sie vorgenommen hat. Das gilt es eben jetzt zu überprüfen.

    Der Hersteller hat selbst gesagt, dass er ein Testmodell auflegen wird, das Tag und Nacht mit diesen Bohrungen so getestet wird, um zu sehen, was sich daraus langfristig ergibt oder vielleicht ergibt sich daraus überhaupt gar kein Problem.

Da wieder der Rumpf der Maschine betroffen ist, dürfte es sich um den selben Hersteller handeln – und somit um eine Fortsetzung des damaligen Problems.

Den 2014 bekannt gewordenen Mangel löste die Luftwaffe dadurch, dass mit der Industrie ein Abschlag von 400.000 Euro für jede danach zu liefernde Maschine vereinbart wurde. Außerdem sicherte die Herstellerfirma zu, für mögliche Folgekosten aufzukommen.


Es betrifft also folgenden Bereich:

Bild

Bild


Zuletzt geändert von theoderich am 14. Okt 2015, 00:09, insgesamt 7-mal geändert.

Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 13. Okt 2015, 15:18 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20714
Zitat:
Deutsches Heer stoppt Abnahme von Eurofightern

Das deutsche Verteidigungsministerium hat auf das Bekanntwerden neuer technischer Probleme beim Kampfflugzeug Eurofighter reagiert. „Wir nehmen erst einmal keine weiteren Maschinen ab“, sagte ein Ministeriumssprecher heute in Berlin. Zunächst müsse nun das Ausmaß der Fertigungsmängel geprüft werden. Wie lange der Abnahmestopp gelte, sei offen.


Weil der "Eurofighter" in Deutschland vom Heer eingesetzt wird - OMG!


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 13. Okt 2015, 18:41 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20714
Eurofighter identifies 'non-conformance' issue with Typhoon assembly

Zitat:
Customers of the Eurofighter Typhoon combat aircraft have been notified of a build issue with the jet that relates to how the tail is fitted to the fuselage, a consortium spokesperson confirmed to IHS Jane's on 13 October.

The confirmation that a "manufacturing non-conformance" has been identified during assembly came in response to a report in the German media that the country's government has suspended further deliveries as a consequence of the issue.

"Today [it was] confirmed that a manufacturing non-conformance has been identified during the assembly of the fin to the rear fuselage of the aircraft manufactured to date. The topic is related to the holes drilled for four of the bolts that connect the fins to the rear fuselages," the spokesperson said in a statement, adding: "The non-conformance does not affect flight safety of the aircraft delivered to the customers. As a consequence, there are no operational or life-time limitations to the Eurofighter Typhoon."

While the spokesperson did not directly address the report in the Süddeutsche Zeitung newspaper that the German Ministry of Defence had put a hold on any further deliveries for the time being, he did note that "a way forward to deliver further aircraft is in discussion with the customers who have already been notified".

_____________________________

Jetzt haben die "Experten" bei der "Krone" ihren "Artikel" aktualisiert:

    Pannen- Jet Eurofighter könnte "auseinanderbrechen" (VIDEO)

    Zitat:
    Schon wieder gibt es Pannen beim milliardenteuren Eurofighter: Wegen schwerwiegenden Mängeln bei der Produktion hat die deutsche Bundeswehr laut Medienberichten vorerst die weitere Auslieferung der Jets gestoppt. Infolge des nun entdeckten Fehlers könnte das Kampfflugzeug im schlimmsten Fall "auseinanderbrechen", hieß es. Das österreichische Verteidigungsministerium teilte mit, die Mängel hätten hierzulande - ebenso wie in Deutschland - keine Auswirkungen auf den Flugbetrieb. Doch werde künftig im Wartungsprogramm der Eurofighter auch eine "Sichtkontrolle" der Bohrlöcher vorgenommen.

    Das deutsche Verteidigungsministerium habe am Montag den Bundestag über einen "Fertigungsmangel" im "Bereich der Verbindung zwischen dem Seitenleitwerk und Rumpf" informiert, berichteten die "Süddeutsche Zeitung" und das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" auf ihrer Internetseite. Dort seien Bohrungen mangelhaft ausgeführt worden.

    Zitat:
    Folgen des neuen Mangels noch nicht absehbar

    Konkret geht es bei dem jetzt festgestellten Mangel um Verbindungsnähte, die offenbar wegen eines Produktionsfehlers nicht richtig verbunden worden sind. Folglich könnte die Konstruktion des Jets im schlimmsten Fall auseinanderfallen oder sich zumindest verziehen. Wie folgenreich der neue Mangel ist, scheint noch nicht genau absehbar zu sein. Experten untersuchten das neue Problem, hieß es in dem Bericht weiter. Deutschland habe die "Abnahme weiterer Serienluftfahrzeuge" vorerst ausgesetzt. Das Problem habe aber "keinen unmittelbaren Einfluss" auf den Flugbetrieb der deutschen Eurofighter- Flotte.


    Verbindungsnähte - bei CFK-Bauteilen?!?


    Zitat:
    Kritik an "Problembär der Luftwaffe"

    Dennoch ließ die Kritik an den neuen Problemen - und in weiterer Folge auch an Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen - nicht lange auf sich warten. Der Haushaltsexperte der Grünen, Tobias Lindner, sagte, der Kampfjet entwickle sich immer mehr zum "Problembär der Luftwaffe". Damit stehe auch das Rüstungsmanagement der Ministerin in Frage.

    Bereits vor rund einem Jahr hatte der Hersteller, der Rüstungskonzern British Aerospace Systems (BAE), ähnliche Mängel eingestanden - auch damals wurde die Abnahme von Jets temporär eingestellt. Mit der Warnung deutscher Militärs vor Mängeln am Eurofighter flog damals auch der nächste Abfangjäger- Skandal in Österreich auf: Auch die zwei Milliarden Euro teuren Jets in Zeltweg wiesen Schäden auf, wie die "Krone" berichtete.

    Zitat:
    Künftig "Sichtkontrolle der Bohrlöcher"

    Wie das Verteidigungsministerium Dienstagmittag mitteilte, soll es trotz der nunmehrigen neuen Probleme bei den Eurofightern der deutschen Bundeswehr auch in Österreich zu keiner Beeinträchtigung des Flugbetriebs kommen. Zudem hätten die fehlerhaft entgrateten Bohrlöcher bei den Jets des Bundesheeres keinen Einfluss auf die Lebensdauer der Flugzeuge. Als einzige Maßnahme werde die "Sichtkontrolle der Bohrlöcher in das routinemäßige Wartungsprogramm aufgenommen". Dies habe eine Beurteilung der Bundesheer- Techniker am Dienstag ergeben.

________________________

Die Diktion hat die "Krone" wortwörtlich vom "Spiegel" übernommen:

    Rüstungsprojekt der Bundeswehr: Neue Mängel beim Kampfjet "Eurofighter"

    Zitat:
    Die Bundeswehr muss nach Informationen von SPIEGEL ONLINE bei einem ihrer großen Rüstungsprojekte erneut eine Schlappe hinnehmen. Am Montagabend unterrichtete das Ministerium die Verteidigungs- und Haushaltsexperten des Bundestags "aus gegebenem Anlass", dass es bei der Fertigung der neuen "Eurofighter"-Kampfjets schwerwiegende Probleme bei der Produktion gebe.

    Zitat:
    Mit den neuen Problemen verzögert sich die Auslieferung des "Eurofighters" erneut. Laut dem Schreiben habe der Hersteller die Bundeswehr kürzlich darüber unterrichtet, dass Bohrungen zwischen dem Seitenleitwerk des Flugzeugs und dem Rumpf nicht korrekt entgratet worden seien. Damit sei eine "Schädigung der Struktur des Luftfahrzeugs" nicht mehr ausgeschlossen.

    Konkret geht es bei dem jetzt festgestellten Mangel um Verbindungsnähte, die offenbar wegen eines Produktionsfehlers nicht richtig verbunden worden sind. Folglich könnte die Konstruktion des Jets im schlimmsten Fall auseinanderfallen oder sich zumindest verziehen.



Zuletzt geändert von theoderich am 14. Okt 2015, 09:59, insgesamt 1-mal geändert.

Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 14. Okt 2015, 09:45 

Registriert: 21. Mär 2006, 18:11
Beiträge: 247
http://www.orf.at/#/stories/2304114/

Zitat:
Nächste Panne: Deutscher Eurofighter verliert Außentank

Beim Kampfflugzeug Eurofighter hat es laut einem Zeitungsbericht eine weitere Panne gegeben. Ende vergangener Woche sei bei einem der im Baltikum stationierten Jets der deutschen Bundeswehr ein Außentank abgefallen, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ („SZ“, Mittwoch-Ausgabe).

Das Flugzeug habe sich zu diesem Zeitpunkt noch auf dem Boden befunden. Als Konsequenz dürften die Bundeswehr-Eurofighter in Deutschland derzeit nur ohne Außentanks fliegen, so die „SZ“ weiter.
Kaufstopp wegen Mängeln

Bereits gestern hatte die Zeitung berichtet, dass Deutschland wegen eines neu festgestellten Fertigungsmangels die Abnahme weiterer Eurofighter vorerst ausgesetzt habe. Ein Sprecher des deutschen Verteidigungsministeriums bestätigte das. Nach Angaben aus dem Ministerium liegt das Problem im Bereich der Verbindung zwischen dem Seitenleitwerk und dem Rumpf.

Tank beim Rollen abgefallen

Nach Informationen der „SZ“ beschäftigte sich am Montag der Flugsicherheitsausschuss beim Luftfahrtamt der deutschen Bundeswehr mit dem Vorfall im Baltikum. Der Zeitung liegt nach eigenen Angaben ein Bericht des Generals Flugsicherheit über den Vorfall in Estland vor. Darin heiße es, der rechte Außentank sei „beim Rollen zur Startposition“ auf dem Rollweg abgefallen. Untersuchungen zur Ursache dauerten noch an.



Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 11. Nov 2015, 14:32 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20714
Leistungsbilanz 2013/14

Zitat:
SONDERINVESTITIONEN FÜR ÖSTERREICHS SICHERHEIT

[...]

    bis 2019 > Triebwerk-Update beim Luftraumüberwachungsflugzeug Eurofighter „Typhoon“



Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 16. Dez 2015, 19:19 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20714
Mängel beim Eurofighter (6781/J)

Zitat:
1. Gibt es auch beim Bundesheer allfällige Mängel beim Eurofighter?

    Zitat:
    Zu 1:

    Die kolportierten Mängel haben keinerlei Auswirkungen auf Flugsicherheit und garantierte Lebensdauer der Eurofighter „Typhoon“ des Österreichischen Bundesheeres.

Zitat:
2. Wenn ja, wie viele und welche?

    Zitat:
    Zu 2:

    Entfällt.

Zitat:
3. Stimmt es, dass aufgrund Ihrer Sparbefehle jeder einzelne der 15 Abfangjäger im Monat im Schnitt nur 6 Stunden in der Luft sei?

    Zitat:
    Zu 3:

    Allen Eurofighter-Piloten wird die für Ausbildung und Fertigkeitserhalt erforderliche Anzahl an Flugstunden zugeordnet. Eine Aufstockung der Flugstunden ist im Falle eines sich abzeichnenden Mehrbedarfes vorgesehen.

Zitat:
4. Wenn nein, wie viele Stunden im Monat waren die einzelnen Eurofighter im Schnitt in der Luft, aufgegliedert auf die einzelnen Flugzeuge?

    Zitat:
    Zu 4:

    Entfällt.

Zitat:
5. Wie wirkt sich Ihre Sparpolitik auf die Sicherstellung der Luftraumüberwachung aus?

6. Können Sie eine 24-stündige, lückenlose Luftraumüberwachung garantieren?

    Zitat:
    Zu 5 und 6:

    Allfällige Luftraumverletzungen werden ganzjährig und rund um die Uhr erkannt. Der Einsatz der aktiven Komponente der Luftraumüberwachung wird flexibel und lageangepasst gestaltet.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 03. Mai 2016, 10:58 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20714
MADER Georg: Silberstreif im Süden?, in: Wehrtechnik II/2016, p. 41 - 43 hat geschrieben:
EUROFIGHTER

Der tägliche Betrieb der 15 Tranche-1 welche - laute Wiener Rechnungshof ohne militärischen Bezug - 2006 um den EW/Selbstschutz und den IR-Sensor "verstümmelt" wurden, scheint inzwischen voll im Griff. Die momentan budgetbedingt - Österreich gibt bis dato gerade 0,6 % des jährlichen BIP für sein Militär aus - per Treibstoffkontingentierung vorgegebenen 1.070 Flugstunden/Jahr sind jedenfalls problemlos möglich. Dem Autor wird berichtet, man könne auch deutlich mehr - mit 1.500 bis 1.700 Stunden/Jahr könnte man dank herausragender Leistung der Fliegerwerft-2 mit ca. €36.000 die billigste Stunde aller TYPHOON-Betreiber produzieren. Aber es gilt jene Beschränkung, dem Vernehmen nach auch wegen der inoffiziell als "unverschämt teuer" und "Abzocke" gesehenen ISS-Supportverträge, abgeschlossen von jenem Minister der 2006 auch jenen einsamen sog. "Vergleich" mit Herrn Rauen "erreichte" und € 400 Mio. Einsparungen pries (von welchen der Rechnungshof nur 260 anerkannte).

Trotz all jener Anlaufhürden ist in der Wartung und bei den Überprüfungen durch die Fliegerwerft-2 inzwischen eine derart hohe bzw. sogar "herzeigbare" Autarkie erreicht, dass sich selbst Luftwaffen der vier Herstellernationen sowie Exportkunden das in Zeltweg zeigen lassen. Auch Abnahmen nach größeren Werftereignissen werden selbst, ohne Beiziehung fremder Prüfer durchgeführt. Das spart nicht nur Betriebskosten, ein international üblicher Klarstand wurde inzwischen damit ebenfalls gesichert. Langfristig ist zwar die Ersatzteil-Versorgbarkeit der Tranche-1 abnehmend, die Systemingenieure verwenden aber im Rahmen des System-Supports verstärkt - und bisher erfolgreich - Tranche-2 Teile direkt vom Hersteller. Durch diese Praxis ergibt sich eine ansteigende "Verjüngung", wenn auch Umlaufteile wie bisher zum Hersteller rotieren. Ein weiterer positiver Effekt einer "breiteren Basis" für die Österreicher ist jedenfalls die Tatsache, dass mittlerweile z.B. Deutschland, England oder Italien ihre Tranche-1 länger als ursprünglich geplant betreiben wollen. Ein Mid-Life Update steht in den nächsten Jahren dennoch an. Davor beginnt ab heuer die Datalink-Anbindung mit den - auch nach internationalem Sachstand - top-modernen neuen Alenia RAT-31DL Long-Range-Radars des "Goldhaube"-Systems, platziert auf drei Berggipfeln.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 19. Mai 2016, 07:29 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20714
MADER Georg: Austrian-, German-, and Swiss-Air Force Update. "Joined Only by Language ...", in: Military Technology, Bd. 5 (2016), p. 28 - 33

Zitat:
To the author it was criticised that the flying-hour costs of the otherwise excellent 15 T-1 EUROFIGHTERs (with SRP 4.3 and T-2 droptanks, the hottest T1s around) are too expensive to be creating jealousy through the rest of the military. Thus, they were limited to annually 1.070 fleet wide, due to austerity-induced fuel-contingencies. But that has more to do with an ever-low 0,55%/BIP for defence than with the type. Yet even more flying would make the hour costs come down, to maybe €36,000 if flown approx. 1,500 or 1,700 hours/year; despite constant complaints over heavily overpriced ISS-support agreements signed by the previous administration. And yes, there are no two-seaters - all pilots have to be stage-ill and -IV/OCU-trained abroad.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 20. Feb 2017, 19:32 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20714
Ab März wieder 15 Piloten für 15 Eurofighter

Zitat:
Im Verteidigungsministerium weist man diese verkürzte Darstellung zu den routinemäßigen Vorgängen im Fliegerhorst Hinterstoisser zurück: Alle 15 Eurofighter seien grundsätzlich einsatzbereit. Ab März fliegen außerdem wieder 15 Piloten mit dem Gerät. Zur Erinnerung: Aufgrund des rigiden Sparkurses beim Bundesheer musste man bis vor kurzem mit bloß zwölf Mann auskommen, weil aufgrund der hohen Betriebskosten der Abfangjäger nicht mehr alle 15 Piloten auf die vorgeschriebenen Flugstunden gekommen wären. Denn 70 Millionen Euro verschlingt das Betreiben der Eurofighter allein heuer – Tendenz steigend. Eine einzige Flugstunde schlägt sich mit mehr als 60.000 Euro zu Buche.

Wichtige Wartungen

Wie es dennoch dazu kommt, dass nicht ständig alle 23,5 Tonnen schweren Eurofighter von jetzt auf gleich mit ihren 156.000 Pferdestärken in den Himmel gejagt werden können? Einige Flugzeuge befinden sich immer in der Wartung, also im Hangar, bevor sie wieder aufsteigen dürfen – so lauten eben die heiklen, von Airbus vorgegebenen Vorschriften.

Ein weitverbreiteter Vorgang ist es auch, dass defekte Ersatzteile wegen des hohen Kostenaufwandes mitunter nicht sofort neu bestellt und ausgetauscht, sondern zunächst eventuell einer anderen Maschine entnommen werden, die ohnehin am Boden bleiben muss. Aber auch das ist keine austriakische Eigenheit, denn kaum eine Armee kann es sich leisten, alle ihre Kampfjets ständig einsatzbereit zu halten. Im Zuge des Weltwirtschaftsforums in Davos etwa waren zwölf Eurofighter in Dauerbereitschaft.

Grundsätzliches Ziel im Zuge des komplizierten Wartungssystems ist es aber, dass alle 15 Flieger ständig auf die annähernd gleiche Anzahl an Flugstunden kommen – um Differenzen bei der Abnützung zu vermeiden.



Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 24. Feb 2017, 10:33 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20714
Klarstand der Eurofighter (11392/J)

Zitat:
1) An wie vielen Tagen waren in den Jahren 2010 bis 2016 jeweils die Eurofighter Typhoon für die Durchführung der Luftraumüberwachung eingeteilt?

    Zitat:
    Zu 1:

    Für die aktive Luftraumüberwachung wird stets eine Rotte (zwei Flugzeuge) in Bereitschaft gehalten (entweder Eurofighter „Typhoon“ oder Saab 105). Im Zeitraum 2010 – 2016 wurde für mehr als die Hälfte der Tage der Eurofighter „Typhoon“ eingesetzt.

Zitat:
2) An wie vielen Tagen waren in den Jahren 2010 bis 2016 jeweils die Saab 105 für die Durchführung der Luftraumüberwachung eingeteilt?

3) An wie vielen Tagen waren in den Jahren 2010 bis 2016 jeweils zumindest drei Eurofighter tatsächlich einsatzbereit?

4) An wie vielen Tagen waren in den Jahren 2010 bis 2016 jeweils nur zwei Eurofighter tatsächlich einsatzbereit?

5) An wie vielen Tagen war in den Jahren 2010 bis 2016 jeweils nur ein Eurofighter tatsächlich einsatzbereit?

6) An wie vielen Tagen war in den Jahren 2010 bis 2016 jeweils gar kein Eurofighter tatsächlich einsatzbereit?

7) An wie vielen Tagen waren in den Jahren 2010 bis 2016 jeweils zumindest drei Saab 105 tatsächlich einsatzbereit?

8) An wie vielen Tagen waren in den Jahren 2010 bis 2016 jeweils nur zwei Saab 105 tatsächlich einsatzbereit?

9) An wie vielen Tagen war in den Jahren 2010 bis 2016 jeweils nur eine Saab 105 tatsächlich einsatzbereit?

10) An wie vielen Tagen war in den Jahren 2010 bis 2016 jeweils gar keine Saab 105 tatsächlich einsatzbereit?

11) An wie vielen Tagen musste in den Jahren 2010 bis 2016 jeweils das System Saab 105 für die Luftraumüberwachung eingeteilt werden, obwohl an sich die Eurofighter Typhoon einzusetzen gewesen wären, jedoch technisch nicht einsatzbereit waren?

12) An wie vielen Tagen musste in den Jahren 2010 bis 2016 jeweils das System Eurofighter Typhoon für die Luftraumüberwachung eingeteilt werden, obwohl an sich die Saab 105 einzusetzen gewesen wären, jedoch technisch nicht einsatzbereit waren?

    Zitat:
    Zu 2 bis 12:

    Im Hinblick darauf, dass eine Beantwortung dieser Fragen in ihrer Gesamtheit Rückschlüsse auf die Einsatzbereitschaft der Luftraumüberwachung zulassen würde, und detaillierte Angaben hiezu im Sinne des Art. 20 Abs. 3 B-VG nicht geeignet sind, im Rahmen einer parlamentarischen Anfrage öffentlich erörtert zu werden, erlaube ich mir, von einer Beantwortung Abstand zu nehmen.

Zitat:
13) Wie viele Eurofighter Flugzeuge sind derzeit aufgrund der Entnahme von Ersatzteilen für andere Eurofighter („Kannibalisierung“) nicht einsatzbereit?

    Zitat:
    Zu 13:

    Zwei.

Zitat:
14) Wie viele dieser kannibalisierten Eurofighter können grundsätzlich wieder flugfähig gemacht werden?

15) Wie viele dieser kannibalisierten Eurofighter könnten innerhalb von 3 Monaten wieder flugfähig gemacht werden?

    Zitat:
    Zu 14 und 15:

    Beide.

Zitat:
16) Welcher Kostenaufwand ist erforderlich, um die kannibalisierten Eurofighter wieder flugfähig zu machen?

    Zitat:
    Zu 16:

    Alle Maßnahmen, die nötig sind, um Luftfahrzeuge wieder flugfähig zu machen, sind von den bestehenden In-Service-Support (ISS)-Verträgen umfasst. Aus diesem Grund ist der Aufwand für die angesprochenen Maßnahmen darin enthalten.

Zitat:
17) Welche schweren Pannen sind im Jahr 2015 an den Eurofighter Flugzeugen im Einzelnen aufgetreten, wie lange dauerte ihre Behebung jeweils und welche Kosten hat die Behebung jeweils verursacht? (Unter schweren Pannen sind Defekte zu verstehen, welche außerhalb der planmäßigen Wartungsarbeiten die Einsatzbereitschaft technisch oder aus Sicherheitserwägungen ausschließen.) Bitte um tabellarische Auflistung.

18) Welche schweren Pannen sind im Jahr 2016 an den Eurofighter Flugzeugen im Einzelnen aufgetreten, wie lange dauerte ihre Behebung jeweils und welche Kosten hat die Behebung jeweils verursacht? (Unter schweren Pannen sind Defekte zu verstehen, welche außerhalb der planmäßigen Wartungsarbeiten die Einsatzbereitschaft technisch oder aus Sicherheitserwägungen ausschließen.) Bitte um tabellarische Auflistung.

    Zitat:
    Zu 17 und 18:

    Keine.

Zitat:
19) Für welchen weiteren Betriebszeitraum sind die für den Fortbetrieb der Eurofighter erforderlichen Einsatzteile bereits vorhanden?

20) Für welchen weiteren Betriebszeitraum ist seitens des Herstellers die Versorgung mit den für den Fortbetrieb der Eurofighter erforderlichen Einsatzteilen gesichert?

    Zitat:
    Zu 19 und 20:

    Im Rahmen der In-Service-Support-Verträge wurden alle Vorkehrungen für einen kontinuierlichen Betrieb über die gesamte garantierte Lebensdauer der Eurofighter „Typhoon“ getroffen.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 212 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1 ... 11, 12, 13, 14, 15  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu:  


Link zu Doppeladler.com
Link zu The Modeller
Link zu den Freunden Historischer Schiffe
Doppeladler.com - Plattform für Österreichs Militärgeschichte
The Modeller - Österreichs Militärgeschichte durch die Modellbaubrille
FHS - Die Freunde Historischer Schiffe
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de