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Eurofighter kaum einsatzbereit und kannibalisiert

Flugzeuge, Großgerät, Fliegerhorste, ...
theoderich
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Re: Eurofighter kaum einsatzbereit und kannibalisiert

Beitrag von theoderich » 02. Okt 2014, 17:31

Kasernen und Kapellen: Klug präsentiert seine Sparpläne

Das ist insofern bitter, als es rein technisch um Kleinigkeiten geht. Im Rumpf der Maschine wurden Bohrlöcher unsauber gefräst, die "Entgratungen" sind mangelhaft. Dieser vom Werk an das Ministerium gemeldete Mangel ist Routine – derlei kommt im Jahr mehr als 200-mal vor, und der Mangel war so unwichtig, dass nicht die Piloten und schon gar nicht der Minister informiert wurden.

"Das ist, wie wenn das Werk bei einem Auto sagt, der Scheibenwischer hält nicht 10, sondern nur drei Monate", sagt ein Offizier im Ministerium. "Da erklärt man das Auto auch nicht für fahruntüchtig." In der öffentlichen Debatte blieb freilich hängen: Der Eurofighter hat ein technisches Problem und der Minister weiß nichts davon.


    Pannen im Verteidigungsressort: Minister Ahnungslos (Kommentar)

    Offenbar wird Verteidigungsminister Gerald Klug von den eigenen Leuten nicht ernst genommen

    Verteidigungsminister Gerald Klug musste erst einmal im eigenen Haus nachfragen, ob da irgendwas mit den Eurofighter sei. Immerhin hatten etliche Medien über grobe Mängel berichtet, Deutschland setzt sogar die Abnahme von weiteren Eurofighter-Modellen aus. Und tatsächlich: Der Hersteller hatte auch das Verteidigungsministerium in Wien informiert. Die Militärmenschen dort hatten es allerdings nicht für notwendig erachtet, auch den Minister ins Vertrauen zu ziehen.

    Das ist peinlich - vor allem für den Minister. Offenbar wird er von den eigenen Leuten nicht ernst genommen. Er hat sein Haus nicht im Griff. Möglicherweise ist das auch eine Form von passivem Widerstand, den ob des Sparkurses frustrierte Generäle gegen den Minister anwenden. In einem Apparat, in dem Hierarchie, Disziplin und Gehorsam eine derart große Rolle spielen wie beim Militär, ist das eine besonders fiese Form, den Chef zu desavouieren.

    Der Verteidigungsminister muss jetzt den Sparkurs im Bundesheer verhandeln und kommunizieren. Nicht nur die eigenen Leute im Ministerium, auch die ÖVP stellt - unter Druck der Landeshauptleute - einen Baum auf. Ob Klug der Richtige ist, das durchzuziehen? Das Vertrauen in ihn ist jedenfalls schwer erschüttert.

    Übrigens: Am Donnerstag musste ein Eurofighter in Innsbruck notlanden. Vielleicht kann irgendwer dem Minister Bescheid geben.


    Erinnert an den Kommentar aus der "Kronen Zeitung", nach dem Darabos General Entacher widerrechtlich abberufen hat.

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Zuletzt geändert von theoderich am 02. Okt 2014, 19:36, insgesamt 4-mal geändert.

7L*WP
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Re: Eurofighter kaum einsatzbereit und kannibalisiert

Beitrag von 7L*WP » 02. Okt 2014, 18:10

Der älteste, 2003 ausgelieferte Jet flog erst 500 Stunden - er war pro Jahr also nur 45 Stunden oder vier Tage im Einsatz.

Während die Schweizer Luftwaffe jeden ihrer Abfangjäger vom Typ Boeing F/A- 18D "Hornet" zu mindestens 200 Flugstunden pro Jahr aufsteigen lässt, verstauben Österreichs Eurofighter im Jahresschnitt an 361 von 365 Tagen im Hangar in Zeltweg.

Es ist korrekt, dass unser ältester Eurofighter erst 500 Flugstunden geleistet hat", bestätigt das Verteidigungsministerium die bereits elf Jahre dauernde "Schonzeit" für die zwei Milliarden Euro teuren Bundesheer- Jets.

... gegenüber dem Jet- Hersteller BAE Systems.

http://www.krone.at/Oesterreich/Auch_da ... ory-421675


Ich möchte einem Krone Redakteur jetzt nicht unterstellen, dass er bevor er einen Artikel schreibt, nicht recherchiert oder vielleicht nicht intelligent genug ist das recherchierte wiederzugeben. Genauso wenig möchte ich ihm unterstellen, dass er seine Artikel betrunken oder bekifft schreibt. Aber dieser Bericht ist so voll mit Unwahrheiten, dass man sich schon Gedanken über den Autor machen kann und fragt, warum schreibt er so viel Schwachsinn??

Also, der erste österreichische Eurofighter war 7L-WA (AS001) mit einem Erstflug am 21.3.2007 und einem Auslieferungsdatum am 12.7.2007!!
Von den gebraucht gekauften ist 7L-WJ (GS003 ex 30+08) der Älteste, Erstflug hatte die Juliett am 24.11.2004 und das Auslieferungsdatum an das ÖBH war der 6.6.2009!!
Der erste gebraucht gekaufte Eurofighter der an das ÖBH geliefert wurde war 7L-WK (GS007, ex 30+13) mit einer Auslieferung am 17.4.2009 und einem Erstflug am 13.7.2005.
Bin nicht so intelligent wie der Herr Krone Redakteur und komme daher nicht auf 11 Jahre und auch nicht auf ein Auslieferungsdatum von 2003. Daher kann auch eine durchschnittliche jährliche Flugstundenanzahl von 45 Stunden nicht ganz stimmen. Würde mich aber notfalls gerne belehren lassen.
Weiters frage ich mich ob die österreichischen Eurofighter, wenn sie nicht gerade an einem der 361 Tage im Jahr verstauben, dann 24 Stunden am Tag durchfliegen?? Genauso frage ich mich ob die österreichischen Eurofighter, wenn sie 200 Stunden im Jahr fliegen würden dann auch die restlichen 356- 357 Tage im Jahr verstauben, oder ob sie dann das ganze Jahr über immer im Einsatz wären!!
Ach ja, es war ja ein Jet vom Hersteller BAE Systems...
Traurig ist nur, dass fast Jeder der das in der Krone liest, jetzt wieder glaubt, dass das ein gut recherchierter Bericht ist und das alles was hier geschrieben wurde auch die Wahrheit ist!

Übrigens, weiß jemand welcher Eurofighter die meisten Flugstunden im ÖBH hat?? Ich vermute einmal, dass es weder 7L-WA noch 7L-WJ ist!

Maschin
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Re: Eurofighter kaum einsatzbereit und kannibalisiert

Beitrag von Maschin » 02. Okt 2014, 18:21

...
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theoderich
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Re: Eurofighter kaum einsatzbereit und kannibalisiert

Beitrag von theoderich » 02. Okt 2014, 22:02

Presseaussendung vom 02. Oktober 2014
Eurofighter: Notlandung auf Innsbrucker Flughafen

Zwei Eurofighter flogen heute Nachmittag einen Einsatzflug über Tirol. Die beiden aus Zeltweg gestarteten Flieger hatten den Auftrag, ausländische Militärluftfahrzeuge zu kontrollieren. Die beiden Eurofighter mussten sich diesen aufgrund der großen Distanz mit Überschallgeschwindigkeit annähern und verursachten zwei Überschallknalle.

Während des Fluges leuchtete in einem der beiden Abfangjäger eine Triebwerksbrandwarnanzeige auf. Der Pilot handelte umgehend gemäß der trainierten Notmaßnahmen-Checkliste: Zunächst schaltete er das möglicherweise betroffene Triebwerk ab. Anschließend konnte er das Luftfahrzeug sicher in Innsbruck landen. Es handelte sich hierbei um eine routinemäßige Ausweichlandung auf einem zivilen Flugplatz.

Der Pilot blieb unverletzt. Der Eurofighter trug nach ersten Untersuchungen keine sichtbaren Schäden davon. Während des gesamten Vorfalls war kein Rauch erkennbar. Der zweite Eurofighter kehrte planmäßig nach Zeltweg zurück.

Eine Untersuchungskommission ermittelt bereits: Flugsicherheitsoffiziere und Flugzeugtechniker des Bundesheeres sind vor Ort und begutachten den Eurofighter.



Eurofighters hit by manufacturing issue

A manufacturing issue has been discovered in the rear fuselage of all Eurofighter Typhoon fighter aircraft that could cause future structural problems for the aircraft and limit their service life.

There appears to be no immediate impact on aircraft airworthiness however, with several nations expressing to IHS Jane's that their Eurofighter aircraft remained fully operational and were facing no immediate safety issues. The main concern is that the issue could limit the aircraft's service life.

However, Germany, Spain and Italy have all ceased accepting deliveries of the aircraft as a result of the issue - although deliveries to Saudi Arabia and the United Kingdom remain unaffected at this point.

Chief executive officer of Eurofighter GmbH, Alberto Gutierrez, stated the group was "actively managing a recently discovered quality issue concerning one of the manufacturing processes used during the assembly of the Eurofighter Typhoon rear fuselage".

The issue is understood to relate specifically to the finishing treatment used on a small number of drilled bolt holes during the assembly of the rear fuselage. This work was conducted by BAE Systems, with the holes not de-burred to specified standards. The manufacturing issue is understood to have already been resolved.

Industry is currently working to evaluate whether the issue will have any impact on the aircraft, and although company sources appear confident that there will be no long-term impact from the issue, a German Ministry of Defence (MoD) source told IHS Jane's that the "quality deficit could possibly be a future source of structural shortcomings". It is expected that the first results of these tests will be available in mid-2015.

"This temporary manufacturing issue has had no impact on the [Royal Air Force's] RAF's allotted flying hours and the Typhoon fleet is continuing normal operations" a spokesperson for the UK MoD told IHS Jane's.

BAE Systems told IHS Jane's that "we continue to deliver aircraft in accordance with contractual requirements and in line with the schedule required by the UK Royal Air Force and the Royal Saudi Air Force".

Speaking to IHS Jane's the German MoD stated: "Currently there are is no damage and therefore flight safety is not affected. Thus our planes are fully operational." However, as a precaution the German MoD has halved the service life of its Eurofighter aircraft from 3,000 to 1,500 flight hours.

Asked whether Germany would seek compensation over the issue, the German MoD source stated: "NETMA is the negotiating partner for the industry. Currently a contract has to be negotiated between NETMA and Eurofighter Jagdflugzeuge GmbH as to how this quality defect will be settled. The question of compensation is not of any matter at present."



Eurofighter-Mängel: Verteidigungsminister war angeblich nicht informiert

Zuletzt geändert von theoderich am 24. Okt 2014, 13:16, insgesamt 2-mal geändert.

iceman
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Re: Eurofighter kaum einsatzbereit und kannibalisiert

Beitrag von iceman » 02. Okt 2014, 22:07

Morgen wird sicher zu lesen sein:

Eurofighter hält nicht einmal Überschallflug aus!

theoderich
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Re: Eurofighter kaum einsatzbereit und kannibalisiert

Beitrag von theoderich » 03. Okt 2014, 08:36

Eurofighter- Notlandung versetzte Tiroler in Panik

Ein lauter Knall, dann der nächste: Häuser zitterten wie bei einem Erdbeben, Menschen liefen in Panik auf die Straße, Notrufleitungen der Leitstelle Tirol und der Polizei waren rund 30 Minuten blockiert. Die Notlandung des Eurofighters am Flughafen Innsbruck am Donnerstag kurz nach 14.30 Uhr wurde sogar noch im rund 50 Kilometer (Luftlinie) entfernten Gerlos wahrgenommen.

"Die Telefone sind heiß gelaufen, bis 15.10 Uhr kamen Notrufe herein. Ein Bewohner meldete sogar eine Explosion in seinem Haus", sagt Ewald Badstuber von der Leitstelle der Polizei in Innsbruck. In der Innsbrucker Wilhelm- Greil- Straße zerbarst durch den immensen Knall die Auslagenscheibe der "Tiroler Versicherung".

Auch bei der Leitstelle Tirol glühten die Telefonleitungen. Einer der Dienstführer berichtet der "Krone": "Der allererste Anruf löste sogar einen Einsatz der Berufsfeuerwehr aus, weil ein Bewohner glaubte, nach der Explosion Gasgeruch in seinem Haus am Innrain wahrzunehmen. Tatsächlich war zum Glück nichts passiert. Aus Gerlos meldete sich ein Feuerwehrmann, der den Knall gehört hatte."

Anrufer dachte an Bombenangriff

Ein weiterer Anrufer gab an, sogar an einen Bombenangriff gedacht zu haben.



Eurofighter ließ Fenster bersten

Häuser wackelten, Ohren dröhnten, Seismographen registrierten Erd­erschütterungen, bei der Tiroler Versicherung in Innsbruck ging sogar ein Schaufenster zu Bruch: Am Dienstagnachmittag gegen 14.40 Uhr sorgten zwei explosionsartige Geräusche für Aufregung. Geräusche, die zwischen Telfs und dem Zillertal deutlich wahrgenommen wurden – bei der Leitstelle blockierten besorgte Anrufer minutenlang die Leitungen. War’s ein Erdbeben, eine Gasexplosion?

Weder noch, vielmehr dürften zwei Eurofighter die Schallmauer durchstoßen haben, gab das Bundesheer kurz darauf bekannt. Der Grund für die Eile: eine ausländische Militärmaschine, die – mit Genehmigung – in den heimischen Luftraum eingedrungen war. „Es war ein realer Abfangeinsatz. Es galt, die Überfluggenehmigung des Flugzeugs zu kontrollieren“, erklärte Michael Bauer, Sprecher des Verteidigungsministeriums: „Die Eurofighter haben das gemacht, wofür sie da sind.“

Wo genau und in welcher Höhe die beiden Maschinen die Schallgrenze durchbrachen, das konnte oder wollte das Bundesheer gestern nicht einmal ansatzweise beantworten. „Die Maschinen sind immerhin mit 1700 km/h unterwegs“, erklärte Bauer, der vom zentralen Alpenraum als Einsatzgebiet sprach.

Im Zug des Überschalleintrittes traten dann aber bei einer Maschine elektronische Probleme auf. Im Cockpit leuchtete eine Triebwerks-Kontrolllampe auf, weshalb der Pilot das Triebwerk abschaltete und das Notlandeverfahren auf den Innsbrucker Flughafen einleitete. Ein standardisiertes und mehrfach trainiertes Verfahren. Der Jet kehrte um und setzte um 14.48 Uhr auf der Rollbahn auf, wie Flughafensprecher Patrick Dierich bestätigte. Dort wurde die Maschine noch gestern von Technikern untersucht. Feuer oder Rauch am Triebwerk hatte es nicht gegeben.

Solange die Untersuchungen laufen, bleibe der Eurofighter in Innsbruck. Der zweite Jet landete übrigens sicher wieder in Zeltweg – von wo die Abfangjäger auch gestartet waren. Dass der Zwischenfall ausgerechnet während der aktuellen Diskussion rund um das Heer und die Eurofighter passierte, wollte Bauer nicht kommentieren. Aber der Sprecher meinte auch: „Wir fliegen sehr viel und es wird nie darüber berichtet.“ Noch vor dem Zwischenfall hatte das Verteidigungsministerium versucht, im Wirbel um die Bohrlöcher der Eurofighter zu kalmieren. Flugbetrieb und Sicherheit seien „in keiner Weise eingeschränkt“.

Für den grünen Sicherheitssprecher Peter Pilz war die Notlandung in Innsbruck „der letzte Beweis, dass das System Eurofighter in Österreich nicht mehr betrieben werden kann“. (mw, tom)

    http://www.tt.com/panorama/gesellschaft/9072164-91/eurofighter-ließ-fenster-bersten.csp

Die Medien spielen die Sache hoch, als ob ein Terroranschlag verübt worden wäre.

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Re: Eurofighter kaum einsatzbereit und kannibalisiert

Beitrag von theoderich » 03. Okt 2014, 11:20

Diskutieren Sie mit!
Sollen auch die Eurofighter eingespart werden?

Inklusive Betriebsaufwendungen betragen die Kosten für die Eurofighter im Zeitraum 2005 bis 2015 rund 2,57 Milliarden Euro, die Einsatztauglichkeit der Jets hingegen ist mangelhaft, wie der Rechnungshof im Vorjahr kritisierte. Für das Bundesheer aber offenbar nicht Grund genug, die Eurofighter abzuschaffen.

"Mit dem Eurofighter verfügt das Bundesheer über eines der modernsten Flugzeuge der Welt. Die Überwachung des eigenen Luftraumes ist eine wesentliche Aufgabe eines souveränen Staates. Ein Verkauf steht daher nicht zur Diskussion", heißt es im Reformpapier zur "Leistungsanpassung des Bundesheeres", das am Freitag präsentiert wurde.


Ein Drecksblatt ist das.
Zuletzt geändert von theoderich am 03. Okt 2014, 11:29, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Eurofighter kaum einsatzbereit und kannibalisiert

Beitrag von Dr4ven » 03. Okt 2014, 11:26

Wir sollten aber alle mitdiskutieren..

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Re: Eurofighter kaum einsatzbereit und kannibalisiert

Beitrag von theoderich » 03. Okt 2014, 12:16

Airbus: Eurofighter-Fehler ärgerlich, aber ungefährlich

Die Airbus-Gruppe hat heute detailliert Auskunft über den Fertigungsfehler am Rumpfheck der Eurofighter gegeben. Mit Nachdruck wurde betont, es bestehe „weder für Piloten noch für das Flugzeug selbst“ ein Risiko.

Die verkürzte Flugzeitempfehlung werde wahrscheinlich wieder zurückgenommen. In Österreich erhält Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) noch diese Woche einen Zwischenbericht.

Vermutlich keine Auswirkungen auf Lebensdauer

„Die operationelle Einsatzfähigkeit des Eurofighters ist weiterhin uneingeschränkt gegeben“, wurde Bernd Wünsche, Leiter der Kampfflugzeuge Airbus DS, zitiert. Es sei fraglich, ob der Fehler überhaupt eine Auswirkung auf die Lebensdauer des betroffenen Bauteils habe.

Bis das geklärt sei, gelte die Empfehlung, mit einer halbierten Lebensdauer zu rechnen. Doch „im Moment gehen wir davon aus, dass diese Limitierung wieder vollständig aufgehoben werden kann, bevor die betroffenen Luftfahrzeuge überhaupt in die Nähe der Beschränkung kommen“, betonte Wünsche.

Fertigungsfehler am Heck „abgestellt“

Er führte zudem im Detail aus, was eigentlich das Problem am Heck ist. Konkret wurden Bohrlöcher zwar richtig ausgeführt - Größe und Position stimmten, wurde betont -, aber teilweise nicht entgratet, also gesäubert, „da ein Klebeband unmittelbar nach der Bohrung vom Bohrloch nicht entfernt wurde“.

Es handle sich also „um keinen Entwicklungsfehler, sondern um einen Fehler in der Fertigung“. Das sei „natürlich ärgerlich“, räumte Wünsche ein. Man habe den Fehler aber „umgehend abgestellt“.


War nicht anders zu erwarten - aber Hauptsache die Medien konnten wieder Fehlinformationen über unsere Abfangjäger streuen.

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Re: Eurofighter kaum einsatzbereit und kannibalisiert

Beitrag von theoderich » 10. Okt 2014, 12:22

    Der Vogel ist ein Hund (Kolumne, 8. Oktober 2014)

    Die Ängstlichkeit vor der Möglichkeit eines Ausstiegs aus dem Eurofighter-Kaufvertrag verwundert

    Als just am Tag nach dem Bekanntwerden von Produktionsfehlern beim Eurofighter dieser auch noch notlanden musste, twitterte Andreas Strobl, der Pressesprecher des Verteidigungsministers, aus tiefster Verzweiflung den denkwürdigen Satz: "Eurofighter, du schönster aller Vögel, warum quälst du mich so?!?!?!"

    Ein zu Herzen gehender Klageruf, dessen poetische Gleichsetzung eines Kampfjets mit einem Vogel Erkenntnisgewinn in sich birgt. Unsere Abfangjäger erinnern tatsächlich an einen Vogel. Nämlich an jenen aus dem "Dead Parrot"-Sketch von Monty Python. Darin kommt ein Mann in eine Tierhandlung, um zu reklamieren, dass man ihm dort zuvor einen toten Papagei verkauft hat. Der Verkäufer versucht den Sachverhalt zu leugnen ("der Vogel schläft nur 'ne Runde") und gibt erst auf, als der Kunde entnervt "dieser Vogel ist tot!" brüllt und mit dem bereits leichenstarren Papagei wie mit einem Hammer auf die Theke drischt.

    Genauso geht es der Republik Österreich mit dem Eurofighter. Der wesentliche Unterschied zum reklamierenden Kunden besteht aber darin, dass wir uns noch nicht einmal trauen, die Tierhandlung zu betreten. Diese Ängstlichkeit verwundert. Hier liegt ein Versagen vor, das nicht nur die Politik, sondern auch den heimischen Innenpolitik-Journalismus schlecht aussehen lässt. In fast allen Kommentaren der letzten Tage wird die Möglichkeit eines Vertragsausstiegs als illusorisch abgetan.

    Aber warum? Der Kaufvertrag enthält eine unmissverständliche Klausel, wonach er bei erwiesener Korruption im Zuge des Beschaffungsvorganges seine Gültigkeit verliert. Um besagte Korruption vor Gericht zu beweisen, muss man es zunächst einmal wollen. Die Chancen, dass es gelingt, stehen ausgezeichnet. Neben unzähligen Indizien für Bestechung und illegale Parteienfinanzierung gibt es sogar ein offenes Geständnis. Der für eine am Eurofighter beteiligte Firma tätige Waffenlobbyist Alfons Mensdorff-Pouilly erklärte schriftlich, wie er erfolgreich "Druck ausgeübt" habe: "Im Anschluss an die aggressive Zahlung von Erfolgsprämien an wichtige Entscheidungsträger gab Österreich einen Auftrag in Höhe von 1,79 Milliarden Euro für den Eurofighter bekannt."

    Das lässt keinen Interpretationsspielraum. Die Staatsanwaltschaften in München, Rom und Wien sprechen von Schmiergeldflüssen in Höhe von 180 Millionen Euro. Eine Tatsache, die in der heimischen Berichterstattung immer öfter nonchalant übersehen wird, weil Korruption bei militärischen Beschaffungsgeschäften offenbar als eine Art Gewohnheitsrecht betrachtet wird. Höchste Zeit also, dass seitens des Bundes endlich geklagt wird. Eine Vertragsauflösung würde uns zumindest 1,3 Mrd. Euro bringen, eine Summe, die unser Heer dringend nötig hätte. Es müsste dafür auf Flieger verzichten, deren Betrieb es sich jetzt schon nicht mehr leisten kann. In Wahrheit würden wir also nicht ihre Schutzfunktion entbehren, sondern nur ihren Anblick.


Was für ein Vollidiot! Dass es den Vertrag mit dieser Klausel schon seit 2007 nicht mehr gibt, ist bei diesen Scheuklappendenkern noch immer nicht angekommen.

em
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Re: Eurofighter kaum einsatzbereit und kannibalisiert

Beitrag von em » 10. Okt 2014, 13:14

der scheuba ist ein volltrottel. der standard mutiert mit solche schreiber zum kronenzeitung-niveau.

stefanT
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Re: Eurofighter kaum einsatzbereit und kannibalisiert

Beitrag von stefanT » 10. Okt 2014, 13:39

Ich finde jedoch das Verhalten des Pressesprechers des Verteidigungsministeriums auch nicht professionell. Diese Aussage hätte er sich sparen können, aber in einer Zeit wo so viele Leute jeden Mist twittern oder auf sonstigen Social Network-Kanäle loswerden müssen, ist das offensichtlich normal.

Raveman
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Re: Eurofighter kaum einsatzbereit und kannibalisiert

Beitrag von Raveman » 21. Okt 2014, 17:53

Während bei uns die Typhoon Piloten keine 100 h im Jahr fliegen...sieht das bei der USAF ein wenig anders aus:

U.S. Air Force pilot reaches 9,000 flying hours on the B-52 Stratofortress bomber

Bild

http://theaviationist.com/2014/10/21/b- ... ing-hours/

Ist natürlich eine Ausnahme, 9000 h alleine auf der B-52, das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen.

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Re: Eurofighter kaum einsatzbereit und kannibalisiert

Beitrag von Dr4ven » 21. Okt 2014, 18:12

Ich kenne eine solche Wildsau - der ist in 20 Jahren die B-52, B-1 und F-111 geflogen...

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Re: Eurofighter kaum einsatzbereit und kannibalisiert

Beitrag von Alpine » 22. Okt 2014, 11:09

wobei 9.000 wirklich sehr viel erscheint

habe einmal gegoogelt was "alte Hasen" beim Bundesheer so fliegen
Kowatsch hatte 2009 seine 4.000e Flugstunde http://www.bmlv.gv.at/cms/artikel.php?ID=4417,
Wurzer über 5.000 http://www.bmlv.gv.at/cms/artikel.php?ID=2247
Strimitzer und Burhard hatten über 6.000 http://www.tigerstaffel.at/de/?p=62

dh. selbst die "alten Hasen" der 80er/90er sind anscheinend nie auf 9.000 Stunden gekommen; wenn ein EF Pilot heute in Pension geht, wird er wohl auch die 4.000 nie mehr erreichen...
Zuletzt geändert von Alpine am 22. Okt 2014, 15:22, insgesamt 1-mal geändert.

Antworten
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