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BeitragVerfasst: 01. Sep 2016, 16:04 

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Niemand setzt DU-Munition gegen Flugzeuge ein. Abgereichertes Uran wird in Panzerungen und für Penetratoren von APDS- und APDSFS-Munition verwendet.


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BeitragVerfasst: 01. Sep 2016, 16:43 

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Ups ich dachte daran: https://de.wikipedia.org/wiki/Fairchild-Republic_A-10

Wie sieht es aus mit modernen Raketen ich kenne halt diese:
https://de.wikipedia.org/wiki/AIM-9_Sidewinder

Ich kann mir halt nicht vorstellen das so ein "altes" Flugzeug sich komplett passiv gegen solche Raketen schützen kann.
Jaff und Flairs sind ja nett aber auch recht "alte" Technik.


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BeitragVerfasst: 02. Sep 2016, 05:39 

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7L-WF hat geschrieben:
Wie sieht es aus mit modernen Raketen ich kenne halt diese:
https://de.wikipedia.org/wiki/AIM-9_Sidewinder

Ich kann mir halt nicht vorstellen das so ein "altes" Flugzeug sich komplett passiv gegen solche Raketen schützen kann.


Die AIM-9 hat einen Splittergefechtskopf. Dagegen gibt es keinen Schutz.


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BeitragVerfasst: 02. Sep 2016, 19:32 

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Gegen was soll sie gehärtet werden? Konventionelle Gewehre?


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BeitragVerfasst: 03. Sep 2016, 07:57 
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Ja unter anderem, denn das sind die Bedrohungen die zum Beispiel bei Evakuierungsmissionen drohen. Beschuss mit Handfeuerwaffen oder Maschinengewehren.

_________________
Beordert bei 1./JgB NÖ


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BeitragVerfasst: 03. Sep 2016, 11:41 

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Es geht hier nicht darum in einem Luftkampf gegen Fighter Jets unverwundbar zu werden. Auch gegen leistungsstarke Fliegerabwehrlenkwaffen mittlerer und großer Reichweite hat ein Transportflugzeug kaum eine Chance. Dementsprechend hat es auch in einem Luftraum in dem solche Bedrohungen bestehen üblicherweise nichts verloren.

Eine vernünftige Radarwarnanlage die
- anschlägt falls man unbeabsichtigt in den Erfassungsbereich eines Luftabwehrradars (der normalerweise größer ist als der Wirkungsbereich der eigentlichen Lenkwaffen) eindringt,
- erkennt mit welchem System (und Limitierungen! z.B. max. Einsatzhöhe und Reichweite der Lenkwaffen) man es höchstwahrscheinlich zu tun hat,
- und woher die Radarstrahlen kommen bzw. was der vermutlich kürzeste Weg aus der Gefahrenzone ist
kann jedoch enorm hilfreich sein falls man unbeabsichtigt tatsächlich in einen stark verteidigten Luftraum eingedrungen ist.

Eine EloKa Ausstattung und selbst simple Chaff / Flares (moderne Versionen sind übrigens gar nicht so simpel) können darüber hinaus
- die Zielerfassung erschweren,
- die effektive Reichweite der Luftabwehrsysteme verkürzen (und damit die Gefahrenzone verkleinern),
- den Bekämpfungsvorgang der Luftabwehr verlängern (= mehr Zeit um die Gefahrenzone zu verlassen)
- oder eine Kombination davon.

Je umfangreicher und moderner die Selbstschutzsausrüstung und je leistungsschwächer die SAM Systeme umso besser stehen die Chancen in so einer Situation wieder heil nach Hause zu kommen. Und umgekehrt.

Worum es aber hauptsächlich geht ist die Bedrohung durch leichte Fliegerabwehrlenkwaffen (MANPADS) und Beschuss mit Infanteriewaffen von der Pistole bis zum MG. Auf der typischen Reiseflughöhe befindet sich die Maschine normalerweise außerhalb der Reichweite dieser Bedrohungen. Aber im Landeanflug und Steigflug nach dem Start, etwa nach einem Versorgungsflug in eine Krisenregion ist das Flugzeugen derartigen Bedrohungen ausgesetzt.

Es ist durchaus möglich, und kommt auch immer wieder vor, dass sich Rebellen oder andere „Unfriendlies“ in der An- und Abflugschneise des lokalen Flugplatzes aufhalten und versuchen landende und startende Flugzeuge zu bekämpfen. Relativ große, relativ langsame Transportmaschinen sind da leichter zu treffen als Kampfflugzeuge (falls diese überhaupt lokal stationiert sind) und aufgrund einer niedrigere Steigleistung auch länger in Reichweite. Das ist etwa ein Grund warum Hersteller von Transportflugzeugen wie der C-27J (z.B. vs. dem Hauptkonkurrenten C295 von Airbus) oder C-130J (z.B. vs. früheren Herkules Versionen) die Fähigkeit zu steileren An- und Abflügen mit höherer Geschwindigkeit anpreisen.

Sollte eine Herkules etwa im Anflug auf Kabul von Taliban mit einem MG beschossen werden, so erhöht eine Kevlar-„Panzerung“ die Chance erheblich, dass die Crew im Falle eines Treffers unverletzt bleibt und entweder „aussteigen“ oder die Maschine wieder in einem Stück zurück auf die Erde bringen kann. Diverse andere Einrichtungen wie Redundanz von kritischen Systemen, selbstdichtende Tanks, aber auch Härtung von sensitiven Punkten erhöhen die Chancen ebenfalls. Insbesondere wenn man bedenkt, dass so ein Beschuss eher am oberen Ende der Waffenreichweite stattfindet wo die Durchschlagsleistung der Projektile abnimmt.

Der Fokus der Härtung liegt deshalb auf der Crew/dem Cockpit weil die überwiegende Mehrheit der Flüge von Transportflugzeugen wie der C-130 Frachttransporte sind und eine Härtung des ganzen Frachtraums sich auch tief in die Nutzlastkapazität fressen würde (wird aber bei Maschinen die gezielt für das Absetzen von Spezialkräften eingesetzt werden, etwa die MC-130 der USAF, manchmal gemacht).

Lenkwaffenwarnsyteme und Flares sowie andere IR-Täuschsyteme können gegen ältere und/oder schlecht gewartete und/oder unprofessionell verwendete MANPADS wie sie besser ausgestatte Rebellengruppen manchmal besitzen, die Überlebenschance ebenfalls deutlich erhöhen. Im Idealfall weil die Waffe das Ziel verliert aber auch wenn sich die Distanz für eine effektive Bekämpfung verkürzt oder selbst nur die Distanz zur Explosion des Gefechtskopfs (typischerweise Annäherungszünder) erhöht.

Zusammengefasst: Es geht vor allem um Bedrohungen durch Luftabwehr vom Boden. Insbesondere um Bedrohungen durch leichte Waffen denen man in der Lande- und Startphase von Flugplätzen in Krisenregionen ausgesetzt ist. Es geht auch nicht um „Unverwundbarkeit“ sondern um eine, doch sehr deutliche, Steigerung der Chancen für Besatzung und Gerät im Ernstfall wieder sicher zu landen.


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BeitragVerfasst: 09. Jan 2017, 11:08 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
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Bundesheer investiert in den "Hercules"-Schutz

Zitat:
Für die Sicherheit der Crews investiert das Verteidigungsressort jetzt rund 19 Millionen Euro in Selbstschutz-Maßnahmen dieser Flotte.

"Im Zuge der großen Wartung der Maschinen werden Selbstschutz-Anlagen eingebaut, etwa um auch Lenkwaffenbeschuss abwehren zu können", erklärte Brigadier Andreas Putz, Chef des Kommandos LuU, den OÖN. Soll heißen: Für den Fall eines Raketenbeschusses werden "Leuchtfackeln" ausgestoßen. Diese lenken die Raketen von den Triebwerken ab.

Mit der zusätzlichen Ausstattung macht das Heer seine Transportmaschinen für zukünftige Aufgaben fit – etwa für die Evakuierung von Menschen aus Krisengebieten. "Dort könnten schon von einzelnen Personen abgefeuerte, tragbare Fliegerabwehrwaffen zur tödlichen Bedrohung werden."

Die erste "Hercules" ist bereits zum Einbau dieser Selbstschutz-Anlagen in Großbritannien.

Zitat:
Während besagte Selbstschutz-Anlagen in die "Hercules" fix eingebaut werden, erhalten die ebenfalls in Hörsching stationierten Hubschrauber Agusta Bell (AB) 212 derzeit übrigens flexibel einbaubare Selbstschutz-Anlagen. Das gleiche gilt für die in Langenlebarn (NÖ) stationierten S-70 "Black Hawk"-Hubschrauber.



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BeitragVerfasst: 10. Jan 2017, 17:56 

Registriert: 26. Okt 2013, 16:55
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Dazu ein paar Fragen:

-) nur Selbstschutz oder auch Panzerung?
-) Zum Thema s70 - ich dachte es gibt Selbstschutz für alle 9 Stück oder ist gemeint der Selbstschutz wird einfach bei Bedarf eingebaut
-) Gibt es eigentlich für alle 23 AB212 Selbstschutzsysteme?

theoderich hat geschrieben:
Bundesheer investiert in den "Hercules"-Schutz

Zitat:
Für die Sicherheit der Crews investiert das Verteidigungsressort jetzt rund 19 Millionen Euro in Selbstschutz-Maßnahmen dieser Flotte.

"Im Zuge der großen Wartung der Maschinen werden Selbstschutz-Anlagen eingebaut, etwa um auch Lenkwaffenbeschuss abwehren zu können", erklärte Brigadier Andreas Putz, Chef des Kommandos LuU, den OÖN. Soll heißen: Für den Fall eines Raketenbeschusses werden "Leuchtfackeln" ausgestoßen. Diese lenken die Raketen von den Triebwerken ab.

Mit der zusätzlichen Ausstattung macht das Heer seine Transportmaschinen für zukünftige Aufgaben fit – etwa für die Evakuierung von Menschen aus Krisengebieten. "Dort könnten schon von einzelnen Personen abgefeuerte, tragbare Fliegerabwehrwaffen zur tödlichen Bedrohung werden."

Die erste "Hercules" ist bereits zum Einbau dieser Selbstschutz-Anlagen in Großbritannien.

Zitat:
Während besagte Selbstschutz-Anlagen in die "Hercules" fix eingebaut werden, erhalten die ebenfalls in Hörsching stationierten Hubschrauber Agusta Bell (AB) 212 derzeit übrigens flexibel einbaubare Selbstschutz-Anlagen. Das gleiche gilt für die in Langenlebarn (NÖ) stationierten S-70 "Black Hawk"-Hubschrauber.



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BeitragVerfasst: 11. Aug 2017, 11:32 

Registriert: 17. Sep 2016, 15:04
Beiträge: 64
theoderich hat geschrieben:
Bundesheer investiert in den "Hercules"-Schutz

Die erste "Hercules" ist bereits zum Einbau dieser Selbstschutz-Anlagen in Großbritannien.


Gibt es Infos, Fotos zum Update der C130k? Ist die erste Maschine noch in GB oder schon wieder in Hörsching?

_________________
Alles läßt sich durch Standhaftigkeit und feste Entschlossenheit erreichen. (Prinz Eugen v. Savoyen)


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BeitragVerfasst: 26. Aug 2017, 05:39 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
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Besseres Image reicht nicht: Das Heer sucht dringend Hubschrauberpiloten

Zitat:
"Hercules" werden nachgerüstet

Die Einsatzfähigkeit weiter gesteigert wird unterdessen bei den Transportflugzeugen C-130 "Hercules". Bei einer der drei Maschinen sei die Implementierung von Selbstschutzausrüstung und Nachtflugfähigkeit bereits abgeschlossen. Die zweite Maschine werde jetzt in England nachgerüstet, sagt Putz. Zudem laufe gerade die Ausbildung für eine weitere Besatzung.



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BeitragVerfasst: 18. Nov 2017, 20:34 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20734
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Zitat:
Hercules C130 – „Der Vogel (IN NEUEM GRAU) ist gelandet!“
Mit neuem Anstrich zeigt sich gestern die von der Wartung aus England kommende Hercules C130. Beim Kauf von der Royal Air Force wurden die Maschinen 2003 in GRÜN übernommen (Standardfarbe für Transporter der Royal Air Force). Aus wirtschaftlichen Gründen – kostengünstiger, weil viele Nationen diese Farbe verwenden - folgte nun während der routinemäßigen Wartung in der Firma „Marshall of Cambridge“ die Umlackierung auf das „internationale“ Grau. Nach und nach werden bei diesen routinemäßigen Wartungen in England auch die beiden anderen Maschinen diese Farbe bekommen.



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