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Zeltweg - Kosten explodieren für Ausbau

Flugzeuge, Großgerät, Fliegerhorste, ...
Chris
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Zeltweg - Kosten explodieren für Ausbau

Beitrag von Chris » 14. Mai 2009, 07:45

Gruppenzwang!
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theoderich
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Re: Zeltweg - Kosten explodieren für Ausbau

Beitrag von theoderich » 14. Mai 2009, 11:01

Bei einem so geringen Verteidigungsbudget wie in Österreich ist es absolut natürlich, dass so umfangreiche Baumaßnahmen ganz erheblich ins Gewicht fallen. Andererseits: Hätte die Regierung bei der Bestellung der Abfangjäger etwa eine Kristallkugel zu Rate ziehen sollen um zu prognostizieren: Dieser und jener Flieger wird so und so hohe Kosten in Zukunft verursachen (Das wäre so, als ob jemand heute behaupten würde, die Amerikaner hätten die derzeitige Wirtschaftskrise abwenden können, wenn sie dieses oder jenes gemacht hätten. Nachher ist man natürlich immer schlauer. Man muss die Dinge aber immer aus der Sicht der Personen sehen, die diesen Vertrag im Jahr 2002 unterzeichnet haben. Es war sicherlich nicht von ihnen vorgesehen, dass dem Bundesheer damit in Zukunft "ein Ei gelegt wird" und, dass sie im Zuge der Bundesheerreform von einem wesentlich höheren Verteidigungsbudget ausgegangen sind, das die notwendigen Investitionen abgedeckt hätte.)?
Man sollte sich einfach einmal mit der Tatsache abfinden, dass 1.) Kampfflugzeuge teuer sind und 2.) man eventuelle Kostensteigerungen nicht ohne weiteres vorhersehen kann, ebensowenig wie man die Inflation auf Jahr und Tag genau im Voraus berechnen kann. Mag ja sein, dass mangelhaft verhandelt wurde, nur diese Verhandlungen sind inzwischen mindestens fünf Jahre her (Wenn auch eine Kostensteigerung von ca. 100 Mio. Euro innerhalb von zwei Jahren keine Kleinigkeit ist.).
Und wie ich nicht oft genug betonen kann: Die Umbauten wären in jedem Fall (also auch bei F-16, JAS-39 Gripen, F-18 E/F oder Mirage 2000-5 Mk.2) nötig gewesen, denn die logistischen Einrichtungen für den "Draken" entsprachen sicher ganz und gar nicht den Anforderungen, die an Kampfflugzeuge der 4. Generation gestellt werden. Allein die sehr viel umfangreicheren elektronischen Systeme beim "Eurofighter", die beim "Draken" noch kaum bis gar nicht vorhanden waren, erfordern eine entsprechende Umgebung, in denen sie ,vor der Witterung geschützt, gewartet werden können.
Wenn man billige und wenig aufwendige Baumaßnahmen gewollt hätte, hätte man sich für einen Weiterbetrieb des "Draken", den Kauf von F-5 Tiger von der Schweiz oder aber die Lösung "MiG-29 gegen Schuldennachlass" entscheiden können. Dafür wäre die Kosteneffizienz etwa im Bereich der Saab-105OE in ihrem heutigen Zustand und die nächste Abfangjägerdiskussion wäre möglicherweise rund um das Jahr 2012 oder sogar früher bevorgestanden.

P.S.: Die seinerzeitige Meldung zum Ausbau des Flugplatzes in der "Presse":

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/eurofighter/316319/index.do?from=suche.intern.portal

Zu den Kosten des Ausbaus im Jahr 2007 in der "Kleinen Zeitung" (12.4.2007):

Das Umrüsten kommt sehr teuer

20 Millionen zusätzliche Kosten allein beim Flugsimulator in Zeltweg.

ZELTWEG. Am traditionsreichen Fliegerhorst Hinterstoisser entsteht zur Zeit eine „Kaserne in der Kaserne“: An die 60 Millionen Euro werden investiert, um das Militärareal für den Eurofighter tauglich zu machen. Kernstück ist dabei das Simulatorgebäude, nebst Flugeinsatzboxen, Sicherheits- und Wachgebäuden sowie der Werft bildet es die „Sicherheitszone A“ der Anlage.

Eine Umrüstung des Herzstücks auf einen anderen Flugzeugtyp wäre dabei teuer. „Die Anspeisung ist typenabhängig, auch der Simulator. Die Kosten dafür belaufen sich auf noch einmal 15 bis 20 Millionen Euro. Dazu kommt noch die Zeitverzögerung“, schildert Bauleiter Rainer Brandstetter. Allein der Simulator mit direkter Verbindung nach München-Manching – der Produktionsstätte des Eurofighters – hat 13 Millionen Euro gekostet. Kommt stattdessen ein anderer Flugzeugtyp, ist diese Investition hinfällig.

Kommt allerdings weder der Eurofighter noch ein anderer Abfangjäger nach Zeltweg, bedeutet das für das „Aichfeld eine wirtschaftliche Katastrophe“, sagt etwa der Zeltweger Bürgermeister Kurt Leitner, der damit nicht immer auf der Linie seiner Partei, der SPÖ, ist. Mit dem Jet-Kauf nicht einverstanden ist Knittelfelds Bürgermeister Siegfried Schafarik, räumt aber ein, dass die Stationierung von Düsenflugzeugen Arbeitsplätze in der Region schaffe. Immerhin sind am Fliegerhorst laut Angaben des Bundesheeres bis zu 1000 Mitarbeiter beschäftigt. Unisono skeptisch sind die beiden Gemeindechefs bei den Gegengeschäften: „Die finden woanders statt.“

MARTIN LINK


P.P.S.: Es hat ja im Zuge des "Eurofighter" - Vergleichs sicher auch Nachverhandlungen mit den Baufirmen gegeben. Es ist gut möglich, dass diese Unternehmen Stornogebühren und Entschädigungen die in den ursprünglichen Verträgen vorgesehen waren, geltend gemacht haben. Zusammen mit der Inflation und gewiss noch anderen bürokratisch entstandenen Kosten, womöglich auch über Sozialgesetze (höhere Pensionsbeiträge etc.) die diese und die letzte Regierung beschlossen haben, summieren sich die Ausgaben für die Bauten in Zeltweg gewiss auf. Es kommt ja immer darauf an, was man alles in die fraglichen Kosten hineinrechnet, mit gewissen bürokratischen und rechnerischen Tricks kann man ohne weiteres aus einer Maus einen Elefanten machen.

P.P.S.: Auszüge aus dem Rechnungshofbericht zum Eurofighter - Vergleich:

Bauliche Infrastruktur
Die Stationierung des neuen Waffensystems Eurofi ghter erfolgte am Fliegerhorst Hinterstoisser in Zeltweg. Für die Einführung des Systems waren umfangreiche Baumaßnahmen erforderlich, die auf einem Erlass des BMLV vom Juli 2005 basierten. Aufgrund der Reduzierung der Anzahl der Flugzeuge auf 15 Stück wurde eine Reduzierung der Anzahl der geplanten Einstellboxen für die Flugzeuge (Errichtungskosten rd. 25 Mill. EUR) von 12 auf zehn Stellplätze überlegt.
Wegen der bereits eingesetzten Bautätigkeit sowie allfälliger Bauverzögerungen und Mehraufwendungen durch nachträgliche Änderungen beschloss das BMLV, die Anzahl der Einstellboxen nicht zu verändern,
jedoch zwei Boxen einer anderen Nutzung zuzuführen.

Der RH stellte fest, dass die Stückzahlreduktion bei den Flugzeugen
keine wesentlichen Änderungen bei der Planung und Ausführung der
baulichen Infrastruktur in Zeltweg zur Folge hatte.

Laut Stellungnahme des BMLV sei aufgrund der fortgeschrittenen Baumaßnahmen
erst nach dem Vergleich eine Alternativplanung angeordnet
worden.


Übergangslösung für die Unterbringung von Flugzeugen

Die Errichtung der Einstellboxen sowie der dazugehörigen Rollbahnen war auf die in den Kaufverträgen festgelegten Liefertermine der Flugzeuge abgestimmt. Die ursprüngliche Planung sah den Februar 2006 für den Baubeginn und den April 2007 als Fertigstellungstermin vor.
Aufgrund administrativer Verzögerungen erfolgte die Auftragsvergabe erst im Juli 2007, wodurch sich der Baubeginn verspätete und die Rollbahnen nicht mehr vor Wintereinbruch 2007 errichtet werden konnten. Dadurch musste der auf März 2008 verlegte Gesamtfertigstellungstermin für die Einstellboxen samt Rollbahnen auf August 2008 verschoben
werden.
Da durch die verspätete Fertigstellung für die ab März 2008 gelieferten Flugzeuge keine Einstellboxen zur Verfügung stehen würden, beschloss das BMLV im November 2007, bereits bestehende Infrastruktur zur vorübergehenden Einstellung der Flugzeuge zu adaptieren und zu sanieren. Die Sanierung war während der Gebarungsüberprüfung bereits teilweise
abgeschlossen. Die Kosten hiefür betrugen rd. 172.000 EUR. Die noch ausstehende Adaptierung einer Flugzeughalle wurde vom BMLV mit rd. 200.000 EUR veranschlagt.

Der RH sah in der zusätzlichen Bautätigkeit einen Mehraufwand in Höhe von rd. 372.000 EUR, der sich aus der verspäteten Auftragsvergabe für die Errichtung von Einstellboxen für die Flugzeuge und der dadurch erforderlichen Übergangslösung ergab.


Kostenreduktionen bei der baulichen Infrastruktur

Das BMLV hatte geplant, drei Wartungsboxen mit speziellen Funktionalitäten zu errichten. Eine defi nitive Entscheidung über die Planung und Errichtung der Multifunktionsboxen war bis zum Vergleich noch nicht erfolgt.
Im Vergleich wurden Selbstschutz– und elektrooptische Zielerfassungssysteme sowie die jeweiligen Ersatz– und Umlaufteile abbestellt. Das BMLV beschloss daher, auf den Bau einer Wartungsbox zu verzichten.
Die dadurch erzielte Ausgabenreduktion bezifferte das BMLV mit 4 Mill. EUR.

Für den RH war die Höhe der Ausgabenreduktion nachvollziehbar.


Finanzierungsbedarf

Das BMLV hatte im Dezember 2003 den Finanzierungsbedarf für Bau– und Infrastrukturmaßnahmen in Zeltweg aufgrund der Einführung des neuen Waffensystems Eurofighter auf rd. 60 Mill. EUR geschätzt. Laut Berechnungen des BMLV vom Dezember 2007 erwartete es jedoch bis zum Abschluss der Bautätigkeiten Mitte 2009 eine Kostensteigerung von 100 % auf rd. 121 Mill. EUR. Davon waren rd. 73,4 Mill. EUR auf die Einführung des Waffensystems Eurofighter zurückzuführen und rd. 47,6 Mill. EUR für zusätzliche Baumaßnahmen erforderlich.

Der RH stellte fest, dass sich der im Jahr 2003 geschätzte Finanzierungsbedarf für die Bau– und Infrastruktur in Zeltweg bis 2009 verdoppeln wird.


Die eklatant steigenden Kosten sind NICHTS NEUES - sie waren schon seit September 2008 bekannt !!!!

P.P.S.: Gerade auf der Ö1 - Homepage gefunden. Eine etwas seriösere Beschreibung der Kosten, mit absolut plausiblen Erklärungen dafür (Verteidigungsminister Norbert Darabos hat zu einem nicht unwesentlichen Teil der Kostensteigerungen selbst beigetragen.):

Eurofighter
Kosten für Flughafen Zeltweg explodieren

Länge: 2:26 min
Ö1 Mittagsjournal - Klaus Webhofer 160 Millionen Euro: Das ist die jüngste und aktuellste Zahl des Heeres-, Bau- und Vermessungsamtes, kosten die Investitionen in den Militärflughafen Zeltweg.

Hälfte der Kosten für Eurofighter
Etwa die Hälfte, 77 Millionen Euro sind "eurofighterspezifische" Kosten. Das sind zum Beispiel die Speziellen Durchfahrtsboxen, das Gebäude, in dem der Simulator untergebracht ist, gewisse Sicherheitsmaßnahmen. Für diesen Posten gab es im Jahr 2003 laut Rechnungshof eine Kostenschätzung von 60 Millionen Euro, man liegt nun also 17 Millionen drüber.

83 Millionen Euro für allgemeine Baumaßnahmen
Die 83 Millionen, die auf die 160 noch fehlen gingen in allgemeine, über die Jahre notwendig gewordene Baumaßnahmen in Zeltweg: zum Beispiel die Generalsanierung des Flugplatzes, ein neuer Tower, der Ausbau von Zeltweg durch die Stilllegung des zweiten Militärflughafens in Graz, die Erweiterung der Fliegerwerft.

Darabos: "Projektmanagement total nachlässig."
Verteidigungsminister Darabos will nun gar nicht zu tief in der Vergangenheit wühlen, ihn interessiert vor allem, warum im Vorjahr noch 139 Millionen kalkuliert worden waren, heuer aber bereits 160. Darabos: "Mir geht es darum, dass man dieser 21 Millionen aufklärt. Alles andere kann man erklären." Darabos grundsätzlich: "Ich frage mich schon, wie man ein Projektmanagement so nachlässig auf die Beine stellen kann. Ich frage mich, wie solche Zahlen nicht zu politische Führung durchdringen konnten. Das ist ärgerlich und ich werde mir das nicht gefallen lassen." Tatsächlich dürften die Kosten gerade bei den allgemeinen Bautätigkeiten ziemlich explodiert sein.

Millionenschwere Mehrkosten
Ein Beispiel: Wollte man zunächst die Start- und Landebahn nur ausbessern, musste sie dann doch generalsaniert werden. Das hat die Kosten von 2,5 auf 10 Millionen Euro vervierfacht. Auch macht ein Insider eine in Zeiten der Eurofighter-Vergleichsverhandlungen verordnete Bauunterbrechung, was später bei Wiederaufnahme angeblich einen Winter-Schichtbetrieb notwendig hat sowie und zusätzliche Ausgaben für militärische Sicherheit für millionenschwere Mehrkosten verantwortlich. Manches sei wohl zu sehr durch die rosarote Brille gesehen worden, so sein Fazit.

Ob andere Verfehlungen noch dazu kommen, wird eine Untersuchungskommission jetzt klären und ob die 160 Millionen schon das Ende der Fahnenstange sind, wird sich wohl auch erst weisen



P.P.S.: Das BMLV hat auch schon eine Reaktion publiziert:

http://www.bmlv.gv.at/cms/artikel.php?ID=4620

Diese Passage kommt mir sehr bekannt vor:

Der Minister hat darüber hinaus angeordnet, dass zusätzliche Vorhaben besonders kritisch zu prüfen sind und nur noch ausschließlich zwingend erforderliche Maßnahmen umzusetzen seien.


Zum Vergleich:

Erzielt werden die Einsparungen durch drei Punkte: Erstens durch die Lieferung von 15 (statt 18) Flugzeugen der "Tranche 1" (statt "Tranche 2"), zweitens durch die "strikte Anpassung" der Ausstattung der Flugzeuge auf die Aufgabe der Luftraumüberwachung, drittens durch eine Preisreduktion beim noch zu unterschreibenden Betreuungsvertrag.



http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/eurofighter/313044/index.do?from=suche.intern.portal

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Re: Zeltweg - Kosten explodieren für Ausbau

Beitrag von Cyclop » 14. Mai 2009, 14:03

Hälfte der Kosten für Eurofighter
Etwa die Hälfte, 77 Millionen Euro sind "eurofighterspezifische" Kosten. Das sind zum Beispiel die Speziellen Durchfahrtsboxen, das Gebäude, in dem der Simulator untergebracht ist, gewisse Sicherheitsmaßnahmen. Für diesen Posten gab es im Jahr 2003 laut Rechnungshof eine Kostenschätzung von 60 Millionen Euro, man liegt nun also 17 Millionen drüber.

Sehr lustig - ein anderer Typ hätte keine Durchfahrtsboxen, ein Simulatorgebäude oder Sicherheitsmaßnahmen gebraucht? Was soll daran eurofighterspezifisch sein?
Auch macht ein Insider eine in Zeiten der Eurofighter-Vergleichsverhandlungen verordnete Bauunterbrechung, was später bei Wiederaufnahme angeblich einen Winter-Schichtbetrieb notwendig

Welcher Minister ist dafür wohl verantwortlich?

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Re: Zeltweg - Kosten explodieren für Ausbau

Beitrag von falke » 14. Mai 2009, 15:34

Die Infrastrukturkosten pro Kampfflugzeug sind durch die geringe Stückzahl enorm hoch. Auf einer vergleichbar großen NATO-Airbase sind mindestens sechzig Kampflugzeuge stationiert. Die Simulatortrainingskosten sind Fehlplanung pur. Deutschland besitzt für gerechnete dreihundert Eufi-Piloten zwei Fullmission-Simulatoren. Österreich leistet sich für fünfzehn Piloten einen. LOXZ wird sicher eine Vorzeige- Airbase. Aber nur wenn man alles in Ö fliegende Militärgerät hier stationieren würde, wären die Strukturkosten halbwegs vertretbar. Vielleicht liegt so ein Plan schon in einer Schublade im Ministerium.

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Re: Zeltweg - Kosten explodieren für Ausbau

Beitrag von theoderich » 14. Mai 2009, 17:50

Meinst du, wenn sich das Bundesheer nicht nur auf eine stark beschränkte LRÜ, sondern auf Luftraumverteidigung umstellen würde, wären die Kosten gesunken? Genau dies frage ich mich schon seit Monaten, immer wenn die Eurofighter - Thematik in den Medien auftaucht:

Die Nachfolgebeschaffung für die auszuscheidenden Luftraumüberwachungsflugzeuge der Type Saab 35–OE (Draken) basierte auf jeweils voneinander abgeleiteten Planungsdokumenten des BMLV, wie dem Konzept für den Einsatz des Österreichischen Bundesheeres aus dem Jahr 1993, dem Konzept für den Einsatz der Luftstreitkräfte aus dem Jahr 1997, dem operativ–taktischen Konzept für die Nachfolge der Draken–Flugzeuge aus dem Jahr 1997 sowie der Militärischen Pfl ichtenhefte aus den Jahren 1998 und 2000.
Laut damaliger Planung des BMLV waren für eine umfassende Luftraumüberwachung1) im Frieden 24 Flugzeuge, für die Luftraumsicherung 30 Flugzeuge und für die Luftverteidigung 75 Flugzeuge erforderlich.


Quelle: RH-Bericht zum Eurofighter-Vergleich

Die Konzepte (militärstrategisches und operativ-taktisches Konzept) wurden bekanntlich nachträglich überarbeitet (oder wäre der Ausdruck "manipuliert" besser?), das Landesverteidigungsbudget auf ein Rekordtief gekürzt und die Effizienz des gesamten Waffensystems vermindert - kein Wunder, dass die Kosten das verfügbare Budget auffressen.

P.S.: Ist es denkbar, dass im BMLV eine "Auslagerung" oder "alternative Finanzierung" der Landesverteidigung diskutiert wird?

P.P.S.: Wenn die Medien groß titeln "Eurofighter-Kosten explodieren" kommen wieder die roten Parteimanager und unser Zivi und "waschen ihre Hände in Unschuld", mit dem einfachen Satz: "Ich / Wir haben die Flieger nicht bestellt. Für diesen Schlamassel ist selbstverständlich Schüssel schuld, denn der hat die Kampfbomber schließlich gekauft. Ich /Wir will / wollen dem Bundesheer ja nur Gutes und habe / haben deshalb die Kosten gesenkt." Sie setzen (wie immer) auf die Dummheit und Vergesslichkeit der Wähler und weil sie damit schon seit zehn Jahren in ca. 90 % der Fälle (Wahlen) durchgekommen sind, warum sollte es in Zukunft anders sein? Kurz vor der nächsten Nationalratswahl wird dann wieder ein "Sozial-" / Schuldenpaket abgesegnet, und gehofft, dass der Wähler auf den Schmäh hereinfällt.

P.P.S.: Ein Zitat aus "News" will ich euch nicht vorenthalten (Ein Musterbeispiel für Manipulierung der öffentlichen Meinung):

Die "Tiroler Tageszeitung" zitiert in ihrem Bericht weiters einen Insider, der von mangelhafter Koordination spreche. Offiziere hätten "unter vorgehaltener Hand" noch einen möglichen Grund für die Kostenexplosion genannt: "Das wird der modernste Militärflugplatz Europas." Zusatzwünsche der Nutzer seien akzeptiert worden, ohne sie ausreichend zu überprüfen.

http://www.news.at/articles/0920/10/241982/eurofighter-flugplatz-kostenfalle-umbau-zeltweg-160-millionen

P.P.S.:
Nach Kostenexplosion
Darabos lädt Wehrsprecher nach Zeltweg ein
15. Mai 2009, 12:09

Termin wird noch gesucht - Verteidigungsminister will "volle Transparenz"

Wien - Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) lädt die Wehrsprecher aller im Nationalrat vertretenen Parteien zum Fliegerhorst Hinterstoisser nach Zeltweg ein. Ein Termin für diesen Besuch wird derzeit in Abstimmung mit dem Vorsitzenden des Landesverteidigungsausschusses gesucht. Anlass dafür ist die Kostenexplosion beim Ausbau des Militärflugplatzes Zeltweg im Zuge der Anschaffung der Eurofighter von 47 Millionen auf 160 Millionen Euro. Zuvor hatte bereits der Grüne Sicherheitssprecher Peter Pilz in Eigenregie für kommenden Montag einen Lokalaugenschein im "Eurofighterpalazzo" angekündigt.

Darabos bekräftigte, dass die Ausgabenerhöhung lückenlos aufgeklärt werden werden müsse. "Damit hier auch alle Parteien mitziehen, lade ich sie zu einem Lokalaugenschein nach Zeltweg ein. Ich will volle Transparenz gegenüber dem Parlament. Es wird nichts unter den Teppich gekehrt", betonte Darabos am Freitag in einer Aussendung. Er wolle die Abgeordneten vor Ort über den Stand der Baumaßnahmen informieren. Darabos verwies darauf, dass er bereits im Budgetausschuss des Parlaments über die Baumaßnahmen des Militärflughafens sowie die Betriebskosten des Eurofighter berichtet habe. (APA)


Quelle: DerStandard.at (15.5.2009)

Wenn "fragwürdige" Personen wie Peter Pilz Zutritt zu einer militärischen Einrichtung bekommen, kann dabei sicher nichts Gutes herauskommen, denn für Politiker seines Schlags sind militärische Sicherheit und Geheimhaltung Fremdwörter (Wenn es Journalisten einer Zeitung wie "Österreich" schon geschafft haben, den militärischen Bereich in der EZ/B detailreich zu fotografieren, stehen auf der Pilz-Homepage sicherlich in Kürze Dokumente aus Zeltweg, über die dieser von Gesetzes wegen gar nicht verfügen dürfte - das wäre dann sowieso nicht das erste Mal.).

Analyse: Die versteckten Kosten der Eurofighter:

Hochinteressant: Da kommen die Journalisten plötzlich drauf, dass tatsächlich in erster Linie der "Darabos-Deal" und die fehlenden leichten Trainingsflugzeuge für die hohen Kosten mitverantwortlich sind und, dass der "Eurofighter" zu schwach (!!) bewaffnet ist.

Bild
Zuletzt geändert von theoderich am 23. Mär 2010, 00:35, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Zeltweg - Kosten explodieren für Ausbau

Beitrag von beistrich » 15. Mai 2009, 19:36

Hmm ist jetzt der Aufschrei so groß weil der Zeltweg-Umbau mehr kostet als veranschlagt, weil manche noch nicht die Erkenntnis hatten dass seit kurzem Kampfflugzeuge mehr brauchen als nur einen Wiese oder sind es alle nur gewohnt dass alles rund um Eurofighter gleich zur Titelstory und "skandalösen" Geschichte und der Inhalt nicht wirklich angeschaut wird?

pssst: Ich kenne schon den nächsten Skandal. Goldhaube wurde auch aufgerüstet...

Wenn wegen einigen Millionen Kostenüberschreitung eine Untersuchung gemacht ist mir das nur Recht aber da es das Bundesheer unter Darabos macht kann ich mir schon denken welchen Ergebnis präsentiert wird(und selbst wenn es eine nächste Regierung machen würde: Je nach Parteifarbe könnte ich mir auch da das Ergebnis schon denken).
Hoffentlich schaut, wenn schon, der Rechnungshof nach damit wir wirklich das "warum" erfahren.

falke hat geschrieben:...Deutschland besitzt für gerechnete dreihundert Eufi-Piloten zwei Fullmission-Simulatoren. ...


In Deutschland hat/bekommt jeder Eufi-Standort(also jedes Geschwader) einen FMS + Laage hat zusätzlich einen CT

Ich find es nicht falsch wenn Österreich einen eigenen hat. Die Sim-Stunden müssten sonst bei einem Eurofighter-Partnerland gemacht werden oder würden, österreichische Lösung, entfallen.

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Re: Zeltweg - Kosten explodieren für Ausbau

Beitrag von Doppeladler » 16. Mai 2009, 18:49

Mit unserem Full Mission Simulator können vermutlich schon bald auch italienische Piloten trainieren - als Teil einer möglichen Kooperation bei der Pilotenausbildung.

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Re: Zeltweg - Kosten explodieren für Ausbau

Beitrag von Cyclop » 18. Mai 2009, 07:30

So sieht dann übrigens der neue Kontrollturm in Zeltweg aus:
http://sharepoint.hlechner.at/sites/hlz ... aspx?ID=94

theoderich
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Re: Zeltweg - Kosten explodieren für Ausbau

Beitrag von theoderich » 18. Mai 2009, 12:19

Sieht gar nicht mal schlecht aus. Zeltweg wird noch zu einem "architektonischen Kunstwerk". Nicht, dass ich etwas dagegen hätte - alle anderen Ministerien leisten sich schon lange optisch ansprechende Gebäude (siehe: I.S.T.A. Maria Gugging), warum sollte es nicht auch das BMLV, das ja bisher nur durch verfallene Kasernen, die seit Jahrzenten kaum saniert worden sind, aufgefallen ist.

P.S.: Ich frage mich, ob es auch Sanierungsmaßnahmen und Neubauten bei den übrigen Fliegerhorsten geben wird, deren Bausubstanz großteils ebenfalls noch aus dem 2. Weltkrieg stammt. Budgetär werden sie auf Dauer sicher nicht mehr möglich sein, vor allem wenn man bedenkt, dass in einigen Jahren in Hörsching vielleicht nur noch ein paar geleaste F-5 und relativ altersschwache AB-212 stationiert sein werden (Die "Hercules" ist ja angeblich nicht mehr lange einsatzfähig.). Gewisse Bauarbeiten scheint es in den letzten Jahren jedoch auch in Härsching und Langenlebarn gegeben zu haben, wenn auch in sehr viel kleinerem Umfang als in Zeltweg.

P.P.S.: In Zeltweg gibt es neue Probleme:

Eurofighter: Verzögerungen bei Tower-Bau in Zeltweg



P.P.S.:: Eurofighter: Darabos auf Lokalaugenschein in Zeltweg


Dieses Zitat ist besonders bedenklich und irgendwie eigenartig:

Die Infrastruktur scheint am ersten Blick optimal, die Kosten dafür sind es jedenfalls nicht. Wir müssen genau prüfen, ob alles, was gebaut wurde, auch nötig (!!) war.


kursiv, unterstrichen ... von mir ausgeführte Anmerkung / Hervorhebung.

Ich nehme an, dass die Flugeinsatzboxen schon einmal aus Sicherheitsgründen erforderlich waren und überhaupt die gesamte Infrastruktur in Zeltweg einfach nicht mehr den Standards entsprochen hat, die beim Betrieb eines Systems wie dem "Eurofighter" erforderlich sind. Hätte man der "Draken" weitere dreißig Jahre betreiben wollen (was schon an den technischen Möglichkeiten, der Lebensdauer und den explodierenden Kosten scheitert) hätte man sicher die alten Hangars mit den alten Sicherheitsanforderungen beibehalten können. Inwiefern man dabei eventuell die Sicherheit und Gesundheit der Heeresangestellten gefährdet hätte, ist eine andere Sache (aber gewiss ganz im Sinne der Politik.).

Hier ein paar Beispiele für Einrichtungen in den Herstellernationen:

Deutschland






Großbritannien



"Wir müssen die Betriebskosten des Eurofighter so weit wie möglich in Grenzen halten", so Minister Darabos.

Ich fürchte, dass sich das Bundesheer an dieser Vorgabe noch die Zähne ausbeißen wird, denn da irgendwann gewisse Ersatzteile aufgrund einer nur teilweise vorhandenen Baugleichheit zwischen den unterschiedlichen Tranchen nicht mehr produziert werden, die Eurofighter GmbH wegen ihres Kleinst- und Problemkunden Österreich dabei sicher keine Ausnahme machen wird und man die Ersatzteile nicht einfach nachbauen kann ohne rechtliche Schritte des Herstellers zu riskieren, wird man entweder auf Tranche 2 bzw. 3 aufrüsten oder den Betrieb auf das absolute Minimum reduzieren müssen, d.h. gewisse Luftraumverletzungen einfach ignorieren. Die Versuche Tranche-1 - Bauteile von Deutschland zu leihen (!) gehören ebenso zu diesem sicherheitspolitischen Trauerspiel. Durch die winzige Stückzahl und die dadurch resultierende höhere Beanspruchung der Abfangjäger sind die Betriebskosten naturgemäß viel höher als in den Partnernationen, die durchschnittlich 155 Stück dieser Jets betreiben.
Außerdem: Das Bundesheer hat im Moment so viel dringendere Probleme, als eine Fortsetzung der Eurofighter - Diskussion. Da wäre einmal die Miliz, die durch die finanzielle Aushungerung völlig am Ende ist, eine attraktivere Ausbildung von Grudwehrdienern, vielleicht Versuche in der Verwaltung ernsthafte Einsparungen zu erzielen oder aber die generell unzureichende Ausrüstung beim Heer und ein baldiger Investitionsstau, da ein Großteil des Geräts zwangsläfig ausgemustert werden muss, ohne, dass ein Ersatz in Sicht ist. Dazu kommt noch die Frage, ob nicht eine weitere Bundesheerreform nach Ende der Wirtschatskrise erforderlich ist, um das Bundesheer an die budgetären Gegebenheiten anzupassen - kurz gesagt: Eine starke Reduzierung der Fähigkeiten des Bundesheeres sowohl bei der Landesverteidigung, als auch bei den Assistenzeinsätzen, möglicherweise gemeinsam mit der Auflösung der Miliz und einer Beschränkung auf höchstens 10000 - 20000 Mann. Das ist selbstverständlich nicht gerade meine Idealvostellung, aber genau die Situation, auf die wir gerade mit voller Fahrt zusteuern.

P.P.S.:
Eurofighter
Parlamentarischer Zeltweg-Ausflug am Mittwoch

09. Juni 2009, 13:32

Offenbar unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Wien - Der vor Wochen angekündigte parlamentarische Ausflug zum Fliegerhorst Hinterstoisser nach Zeltweg findet laut Peter Fichtenbauer, Vorsitzender des Landesverteidigungsausschusses, am morgigen Mittwoch statt. Anlass für die Aktion war die Kostenexplosion beim Ausbau des Militärflugplatzes Zeltweg im Zuge der Anschaffung der Eurofighter.

Der vom Grünen Peter Pilz als "Eurofighterpalazzo" titulierte Fliegerhorst soll aus diesem Grund von den Wehrsprechern der Parlamentsparteien inspiziert werden.

Auf Einladung von Darabos

Der Ausflug nach Zeltweg erfolgt auf Einladung von Minister Norbert Darabos. Der Ressortchef selbst wird allerdings nicht dabei sein. Er hatte den Fliegerhorst schon letzte Woche besucht, hieß es aus seinem Büro auf APA-Anfrage. Die Wehrsprecher der Parlamentsparteien werden von den Verantwortlichen vor Ort durch das Areal geführt und unter anderem die Werft, den Simulator, die Einsatzboxen und den Tower besichtigen.

Die Veranstaltung ist nicht medienöffentlich. Die Abgeordneten - mit Ausnahme des BZÖ - werden gemeinsam von Wien per Hubschrauber in die Steiermark geflogen. (APA)


    Quelle: DerStandard.at

Die Frage ist: Wen regen die "Eurofighter" überhaupt noch auf? Ich bin davon überzeugt, dass die meisten Österreicher inzwischen mit der negativen Berichterstattung über die Jets gesättigt sind, und sich eher fragen, wie es nach dem Ende der Wirtschaftskrise weitergehen wird und wie die neuen Schulden abgebaut werden sollen. Dagegen sind die Beschaffungs- und die Betriebskosten der Abfangjäger Peanuts.

P.P.S.: Ein paar Zusatzinfos:

Architekten

Pittino & Ortner

Lorenz Consult


Ausführende Unternehmen

Flugverkehrskontrollturm Fliegerhorst Hinterstoisser


Eurofighter-Durchfahrtshallen ZELTWEG


... und Butzbach:

Projektbericht „Fliegerhorst Hinterstoisser, Zeltweg (AT)" Große Hubtore für schnelle Flieger


Bild

Eine Grafik der Stahlkonstruktion der Durchfahrtshallen vom Hersteller:

Bild
Bild

Isoliertechnik Miculescu

FLIEGERHORST KÜCHENSANIERUNG - Zeltweg


Pilotengebäude - Zeltweg



Ingenieurbüro Bermadinger (Planung der Elektroanlagen des Eurofighter-Simulatorgebäudes am Fliegerhorst Zeltweg)


Elektrotechnik Gruber (Militärischer Flugverkehrsüberwachungsturm Zeltweg)

Bild

Bild

Bild


Hartl Metall

Ausbildungs-u.Simulationszentrum Zeltweg Fliegerhorst Hinterstoisser - Schlosserarbeiten



Ebner & Wiedner Estrichverlegungs GmbH

2008
    Zeltweg
    Fliegerhorst Hinterstoisser

    6800 m²
    Estricharbeiten



Minimax

Sprinkler

    Fliegerhorst Zeltweg

    Flugzeughangar / Eurofighter



Elektro Waßner

Bild

LFZ-Durchfahtshallen, Fliegerhorst Hinterstoisser (Brandmeldeanlage, Funktionserhalt, Alarm-, Video-, Zutrittsverkabelung)



vetrotech

Bild

Fliegerhorst Hinterstoisser, Zeltweg

Standort:
Zeltweg, AT - Stmk

Bauherr:
Bundesministerium für Landesverteidigung

Produkte:
SGG CONTRAFLAM 30, 60 und 90: mono, Iso und Stadip Protect



P.P.S.: Ein Foto von der Asphaltierung der neuen Rollfläche am Fliegerhorst Hinterstoisser:


P.P.S.: Ein paar ineressante Fotos:

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Chris
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Re: Zeltweg - Kosten explodieren für Ausbau

Beitrag von Chris » 02. Dez 2009, 17:50

Gruppenzwang!
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Prometheus
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Re: Zeltweg - Kosten explodieren für Ausbau

Beitrag von Prometheus » 06. Feb 2010, 21:19

Ist die Airbase jetzt schon ferig gebaut?

Welche Konsequenzen wurden gezogen?

theoderich
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Re: Zeltweg - Kosten explodieren für Ausbau

Beitrag von theoderich » 19. Nov 2010, 09:47

Rechnungshof zerpflückt Flughafen Zeltweg-Ausbau

Das Verteidigungsministerium ließ Zeltweg zum Eurofighter-Stützpunkt ausbauen. Dabei stiegen die Kosten wegen Planungsmängeln und falscher Ansätze auf 160 Millionen €.

Die Turbulenzen rund um den Eurofighter-Kauf sind um eine Facette reicher. In einem aktuellen Rohbericht zerpflückt der Rechnungshof nämlich die Baumaßnahmen des Flughafens Zeltweg, der für die Stationierung der Eurofighter adaptiert werden musste. So wurden am steirischen Fliegerhorst, der der einzige Stützpunkt für die Abfangjäger des Bundesheeres ist, Einsatzboxen und die Infrastruktur für den Simulator errichtet sowie die Start- und Landebahn neu asphaltiert. Auch ein neuer, 41 Meter hoher Tower wurde gebaut.
Der Rechnungshof kritisiert nicht nur, dass die Kosten von prognostizierten 139 Millionen € im März 2008 binnen Jahresfrist auf 160 Millionen € gestiegen sind. Auch schlechte Planung, Bauausführung und begleitende Kontrolle werden bemängelt.

"Darabos Skylink"

"Der Ausbau des Flughafens Zeltweg ist der Skylink von Verteidigungsminister Norbert Darabos", spielt Grün-Abgeordneter Peter Pilz auf die Bauaffäre am Flughafen Wien an. Er wirft dem Minister zudem "die Verweigerung aller Unterlagen zum Eurofighter" vor: "Bisher hat das Parlament von ihm noch keine Ingormationen bekommen - weder zum Vertrag noch zu den Betriebskosten oder den Eurofighter-Pannen."
Auch in Zusammenhang mit dem Ausbau des Flughafens Zeltweg mauere das Verteidigungsministerium. Zwar sei nach Aufkommen der ersten Ungereimtheiten eine Untersuchungskommission eingesetzt worden, diese habe aber so gut wie nichts untersucht, so Pilz. "Minister Darabos hat entgegen seinen Ankündigungen den Bericht bislang noch nicht veröffentlicht - wahrscheinlich ist ihm das Ergebnis peinlich."
Der gesamte Baubereich im Verteidigungsministerium funktioniere überhaupt nicht, so Pilz, und verweist auf die heurige Prüfung der SIVBEG. Auch bei dieser für den Verkauf von Kasernen zuständigen Heerestochter hat der Rechnungshof hohe Kosten und wenig Nutzen attestiert.
Im Verteidigungsministerium werden die "berechtigten Vorwürfe des Rechnungshofs" als "Unterstützung zur Optimierung im Baubereich" gesehen, sagt Sprecher Michael Bauer. Gründe für die Kostenexplosion in Zeltweg seien "Mängel in der Organisation ung falsche Kostenansätze" gewesen. Gegenmaßnahmen seien eingeleitet und zum Teil bereits umgesetzt worden, so Bauer: "Seit Juli gibt es auch eine neue Richtlinie für Vergabeverfahren."
GÜNTER FRITZ



Dass man diesen Hornochsen bei jeder Gelegenheit zitiert, als ob er die Wahrheit für sich gepachtet hätte, verstehe ich bis heute nicht. Ungefähr die Hälfte des Artikels bestehen nicht aus Informationen zum RH-Bericht, sondern aus der Polemik von Peter Pilz. Da fragt man sich schon, ob die Verfasser solcher reißerischen Berichte womöglich von der Partei dafür bezahlt werden.

theoderich
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Re: Zeltweg - Kosten explodieren für Ausbau

Beitrag von theoderich » 20. Nov 2010, 18:18

Flughafen Zeltweg: Umbaukosten explodieren

Rechnungen konnten nicht bezahlt werden
Im März 2009 habe sich die budgetäre Situation so verschärft, dass das Heeresbau- und Vermessungsamt die fälligen Rechnungen nicht bezahlen und keine neuen Aufträge vergeben konnte, heißt es in dem Rechnungshof-Bericht. Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums hätten die Kontrollen der Termin- und Budgetgebarung nach wenigen Monaten wieder eingestellt.

Scharf kritisiert wird in dem Bericht auch, dass die Umbauarbeiten fast drei Jahre länger dauerten - die Gründe dafür sind vergaberechtliche Verstöße, administrative Verzögerungen und zu spät erteilte Genehmigungen.



P.S.O.T.: Passt zwar nicht ganz dazu, aber ich habe auf der Homepage des Bundesheeres zwei interessante Fotos der Fliegerwerft 2 gefunden (Alter: 8 Jahre):

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Alle für die Wartung der LFZ notwendigen technischen Abteilungen wurden nach und nach eingerichtet. In den 80er Jahren wurde durch die Beschaffung des Überschalljets S 35 OE DRAKEN die Neukonzipierung der Werft notwendig. Daraus entstand eine der modernsten Flieger-werften Europas, die 1996 feierlich eröffnet wurde.


Bei einem älteren Hangar gab es eine Generalsanierung (Zeitpunkt wahrscheinlich 1999):

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P.P.S.: Eurofighter: Trockentraining in der Sperrzone (13. März 2007)

Für den neuen, 45 Meter hohen Tower laufen derzeit die Ausschreibungen. Fertig soll er 2010 sein. Der alte ist gerade einmal 14 Meter hoch und „museumsreif“, sagt Oberst Kurt Hopfgartner und klopft auf ein Schaltpult mit überschaubarer Technik.

Tatsächlich entspricht die Ausstattung der Flugleitzentrale schon lange nicht mehr dem Stand der Technik. Vor gut 40 Jahren wurde auf das Dach eines Kommandogebäudes eine Eternitplatten-verkleidete Kanzel mit Panoramafenstern aufgesetzt. Über eine enge Holzwendeltreppe gelangt man in den Kontrollraum. Die Reichweiten der Radar- und Funkanlage sind veraltet. Die Koordinierung der noch immer analogen Heerestechnik mit den digitalen Systemen der zivilen Flugsicherung ist nicht mehr durchführbar.

„Die Erneuerungen sind ein jahrzehntelanger Wunsch“, sagt Hopfgartner und blickt vom Balkon des antiquierten Towers über die 2750 Meter lange Rollbahn. 600 Meter im Osten sind bereits neu asphaltiert. Ab 30. März wird die restliche Strecke erneuert.

Am Ende sollen sämtliche Rollwege den Ansprüchen der Luftfahrtsklasse „Charlie“ entsprechen. Heißt: Mindestens 18 Meter Breite, damit auch Österreichs größte Bundesheermaschine, die „Herkules“, dort ausreichend Platz zum Starten und Landen findet. Für noch größere (ausländische) Flugzeuge wie die russische Iljuschin oder amerikanische Transportmaschinen für etwaige Hilfstransporte wird eine der Rollbahnen auf 23 Meter ausgeweitet.

Noch ist das alles Vision. Die ersten Teile des 57 Millionen Euro-Investitionsprogramms am Fliegerhorst flossen in die Küchen- und vor allem in die Spitalsinfrastruktur. Im Oktober wurde sie eröffnet. Neben 20 Betten im stationären Bereich gibt es hier die modernste ambulante Heeresspitalsstation. „Eine Warzenentfernung haben wir dort schon gehabt“, zieht der ärztliche Leiter eine launige Zwischenbilanz.



P.P.S.: Hier noch ein paar Fotos des alten "Draken"-Simulators (Inbetriebnahme: 1988 - Alter zum damaligen Zeitpunkt: 22 Jahre):

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Und der Vergleich zum modernen ASTA-System:

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Zuletzt geändert von theoderich am 15. Feb 2012, 11:59, insgesamt 1-mal geändert.

theoderich
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Re: Zeltweg - Kosten explodieren für Ausbau

Beitrag von theoderich » 18. Mai 2011, 10:38

Adaptierung und Erweiterung der Infrastruktur am Militärflugplatz Zeltweg in Zusammenhang mit der Einführung des Systems Eurofighter


Und die mMn leicht arrogante Reaktion des BMLV:

Konsequenz aus Zeltweg: Militärisches Bauwesen wurde völlig neu ausgerichtet


Umbau Fliegerhorst Hinterstoisser / Zeltweg


Chris
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Re: Zeltweg - Kosten explodieren für Ausbau

Beitrag von Chris » 18. Mai 2011, 12:28

Gruppenzwang!
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