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DOPPELADLER.COM • Mehrzweckhubschrauber in Planung - Seite 41
Seite 41 von 45

Re: Mehrzweckhubschrauber in Planung

Verfasst: 26. Aug 2017, 14:56
von stefanT
Als ich einen ähnlichen Artikel in der heutigen Tiroler Tageszeitung gelesen habe, dachte ich zunächst an einen Scherz.
Es wäre jetzt zu mühsam, die einzelnen Punkte aufzuzählen, warum das nie und nimmer aufgehen wird.

Die einzige Option für mich wäre eine Kooperation mit der heimischen Industrie auf anderer Basis. Aber das gehört in den PC 7 Thread.

Re: Mehrzweckhubschrauber in Planung

Verfasst: 27. Aug 2017, 19:57
von pilatus aircrafts
Am geeignetsten für unserer Luftstreitkräfte und vor allem unsere Topographie wäre die H-125 ( AS-350 B3e), die sämtliche Aufgaben der Al III und OH-58 erfüllen könnte, deutlich leistungsstärker wäre, und vor allem noch leistbar wäre. Eine H-135 ist kein idealer hochgebirgstauglicher Hubschrauber und die H-145 eine Nummer zu groß und zu teuer. Leider ist auch die Ecureuil von der falschen Firma (Airbus H.)

Re: Mehrzweckhubschrauber in Planung

Verfasst: 27. Aug 2017, 20:21
von theoderich
Die H125M (1 Pilot + 5 Passagiere) hat eine geringere Transportkapazität als die "Alouette" III (1 Pilot + 6 Passagiere) und viel weniger Leistungsreserven als die H135M oder H145M.


Armed Aerial Scout



In der Schweiz gab es nach der Typenwahl der EC635 zwei Prüfberichte:


Re: Mehrzweckhubschrauber in Planung

Verfasst: 28. Aug 2017, 09:51
von iceman
Da man ja 2 Muster durch 1 Muster ersetzen will, muß man da sicher Kompromisse machen.
Ich galube nicht, daß man 2 Muster von einem Hersteller, zB Bell 409 + Bell 429 kauft.

Re: Mehrzweckhubschrauber in Planung

Verfasst: 28. Aug 2017, 10:02
von theoderich
Angesichts der Transportkapazität die ersetzt werden muss (ca. 186 Personen) sehe ich nur zwei mögliche Alternativen:


Dabei würde man mit 18 Hubschraubern auskommen. In beiden Fällen ist der Preis das Problem. Das BMVg hat für 15 H145M inkl. der Rüstsätze ca. 200 Mio. EUR bezahlt.

Wenn allerdings davon die Rede ist, dass die Hubschrauber eine "Besatzung von bis zu sechs Mann" haben sollen (Zitat Bgdr Gruber, in: Kleine Zeitung, 25. 8. 2017), landet man hier:


Re: Mehrzweckhubschrauber in Planung

Verfasst: 28. Aug 2017, 11:35
von Dr4ven
Gruber sagte aber auch ZWEIMOTORIG.
Es ist ja egal wie man es nimmt, die Aussagen und die Realität stimmen hinten und vorne nicht zusammen.

Re: Mehrzweckhubschrauber in Planung

Verfasst: 28. Aug 2017, 11:40
von theoderich
Dr4ven hat geschrieben:Gruber sagte aber auch ZWEIMOTORIG.


Das war nicht Bgdr Gruber, sondern die Luftzeugabteilung:

    Jane's Defence Weekly hat geschrieben:The MoD’s air materiel department confirmed to Jane's the requirement for a twin-engined helicopter with full instrument flight rules (IFR) and weaponisation.

Re: Mehrzweckhubschrauber in Planung

Verfasst: 28. Aug 2017, 11:42
von Dr4ven
Das macht es auch nicht besser..

Re: Mehrzweckhubschrauber in Planung

Verfasst: 28. Aug 2017, 11:59
von theoderich
Ich sehe hier dasselbe Muster wie im Vorfeld der "Pandur"-Bestellung vom vergangenen Jahr. Informationsbrocken in den Medien, die viel Interpretationsspielraum zulassen, aber nichts offizielles. Alleine der Zahlungsrahmen und der Beschaffungsumfang die hier kommuniziert werden, sind völlig verwirrend:


Und als Tüpfelchen auf dem i auch noch Aussagen, die geeignet sind, das ganze Vergabeverfahren zu diskreditieren und die Klage unterlegener oder ausgeschlossener Bieter zum Erfolg verhelfen zu können:


Alles in allem eine absolut unprofessionelle Kommunikationsstrategie - sollte es eine solche überhaupt geben.



Bei der Abfangjägerbeschaffung vor 15 Jahren gab es schon ab 2001 ein umfangreiches Informationsmodul auf der Website des Bundesheeres (Das dann im Zuge einer damnatio memoriae unter Norbert Darabos dauerhaft gelöscht worden ist.):


Da wusste man immerhin wie die Fakten aussehen.
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Bundesheer: Hubschrauber-Flotte muss erneuert werden

Vergangenen Freitag äußerte Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) die Hoffnung, dass der Ersatz in Österreich hergestellt werden könnte. Ein heimischer Industrie-Cluster könnte einen eigenen Helikopter bauen. Er werde Gespräche mit allen infrage kommenden Unternehmen führen. Tatsächlich ist das Know-how für den Bau eines Helikopters hierzulande vorhanden.

Scharfer Wettbewerb

Allerdings würde ein derart komplexes Unterfangen rund zehn Jahre benötigen - die altersschwachen Helikopter des Heeres müssen jedoch bald ersetzt werden. Zudem ist fraglich, ob sich ein derartiges Projekt finanziell überhaupt rechnen würde. Das Heer als Kunde würde eine zu geringe Stückzahl abnehmen, und auf dem internationalen Markt für Helikopter herrscht schon jetzt ein scharfer Wettbewerb, in dem sich Newcomer kaum durchsetzen können. Die wahrscheinlichere Variante: Im Herbst wird die Neubeschaffung von Heeres-Huschraubern international ausgeschrieben. Angeschafft wird dann ein ausländisches Produkt.


Re: Mehrzweckhubschrauber in Planung

Verfasst: 28. Aug 2017, 13:02
von iceman
theoderich hat geschrieben:
On 21 August, the Austrian Ministry of Defence (MoD) launched a request for information (RFI) to manufacturers for 12 twin-engined light multirole helicopters, with a 26 September deadline. The planned budget for the long-delayed procurement of new helicopters is EUR30–50 million (USD35–59 million).


Alleine da passen die Zahlen überhaupt nicht zusammen.

Ich finde, 12 LUH single engines in der Größe eines H125, AW119 oder Bell 407 wären für Österreich
neben 23 leichten Transporthubschraubern Bell-212 ausreichend.
Bedarf besteht bei weiteren mittleren Transporthubschraubern.

Re: Mehrzweckhubschrauber in Planung

Verfasst: 29. Aug 2017, 09:00
von theoderich
Defence minister proposes building new helicopter in Austria



Heer-Helikopter made in Austria: Idee nicht abwegig

Bis Ende des Jahres soll daher geklärt werden, ob das Heer neue Hubschrauber bei den bekannten Herstellern kauft oder ob ein eigener "Heereskopter" in Österreich entwickelt und gefertigt werden kann.

Den Anstoß dafür gab Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil. Er möchte doppelt punkten. Durch die Anschaffung eines "österreichischen Helikopters" soll die Wertschöpfung im Land bleiben und zugleich sollen Arbeitsplätze geschaffen werden.

"Man muss in einer ersten Phase abklären, ob man über einen Wirtschafts-Cluster ein solches Projekt in Angriff nehmen kann und die Firmen auch dazu bereit sind", sagt Doskozil zum KURIER. "Wir wollen diesen Schritt gehen und es jedenfalls versuchen." Das Risiko, dass es vielleicht nicht gelingt, müsse man in Kauf nehmen.

Vor Kurzem gab es einen ersten "Hubschrauber-Gipfel" mit Vertretern des Verteidigungsministeriums, 20 heimischen Hightech-Firmen und Experten der Technische Universität (TU) Wien. Eine weitere Gesprächsrunde wird derzeit vorbereitet.

"Man muss in einer ersten Phase abklären, ob man über einen Wirtschafts-Cluster ein solches Projekt in Angriff nehmen kann und die Firmen auch dazu bereit sind", sagt Doskozil zum KURIER. "Wir wollen diesen Schritt gehen und es jedenfalls versuchen." Das Risiko, dass es vielleicht nicht gelingt, müsse man in Kauf nehmen.

Vor Kurzem gab es einen ersten "Hubschrauber-Gipfel" mit Vertretern des Verteidigungsministeriums, 20 heimischen Hightech-Firmen und Experten der Technische Universität (TU) Wien. Eine weitere Gesprächsrunde wird derzeit vorbereitet.

"Theoretisch möglich"

"Grundsätzlich ist das Know-how in Österreich vorhanden. Es ist aber auf verschiedene Unternehmen verteilt", sagt Reinhard Marak von der Arbeitsgemeinschaft Sicherheit und Wirtschaft in der WKÖ. "Wir haben den Eindruck, dass ein solches Projekt theoretisch möglich ist, wenn genügend Nachfrage und ein entsprechendes Investment vorhanden ist."

Vier Personen Zuladung

Laut Doskozil soll der künftige Hubschrauber für Rettungs- und Katastropheneinsätze und Truppentransporte sowie in einer bewaffneten Version für Einsätze des Jagdkommandos genutzt werden. Dem Vernehmen nach soll dieser Helikopter - neben zwei Piloten - vier Passagiere transportieren können, eine Seilwinde haben sowie über Wärmebild-, Nachtsicht- und Infrarotkamerasysteme (FLIR) verfügen.

Fakt ist: Für die Entwicklung eines Hubschraubers benötigt ein Unternehmen, wie ein Schweizer Beispiel zeigt, etwa 15 Jahre bis zur Serienreife, und 100 Millionen Euro für den Maschinenpark und die Fertigung.

Hohe Kompetenz

Zwei Firmen-Namen hat der Minister auf den Lippen: Die burgenländische Hightech-Firma Zoerkler mit Sitz in Jois am Neusiedlersee und die Wiener Neustädter Diamond Aircraft. Die Burgenländer stellen mit rund 90 Mitarbeitern Antriebssysteme (Antriebswellen, Haupt- und Heckrotorgetriebe) für Hubschrauber her und verfügen über einen hoch entwickelten Getriebeprüfstand. Zoerkler liefert das ausgetüftelte Antriebssystem für den modernen russischen Mittelklasse-Hubschrauber Kamow Ka-62.

Kompetenz vorhanden

"Wir machen nur zivile Aufträge, das Know-how und die Kompetenz sind aber vorhanden", sagt Zoerkler-Geschäftsführer und Co-Eigentümer Bernhard Wagner im Gespräch mit dem KURIER. "Das Projekt würde funktionieren, wenn die Firmen die nötigen Kapazitäten und der Auftraggeber das nötige Entwicklungsbudget zur Verfügung stellen." Beim Militär müssen aber auch Sonderwünsche erfüllt werden, sagt der Experte, die sind heikler als im zivilen Bereich. Jede Komponente müsse auch entsprechend getestet werden. Doskozil schwebt für die Entwicklung des Helis eher ein Zeithorizont von vier, fünf Jahren vor. Zoerkler-Chef Wagner: "Mit einem hohen finanziellen Aufwand und einer genauen Abstimmung mit den Behörden wäre das theoretisch im besten Fall möglich." Die finanzielle Anforderung in Höhe von zumindest rund 100 Millionen Euro für eine Hubschrauber-Produktion hält der Techniker für plausibel.

Laut Insidern soll vor allem die Firma Diamond Aircraft, die Ultra-Light-Flugzeuge herstellt, Doskozils Idee viel abgewinnen können. Der Flugzeugbauer um Gründer Christian Dries tüftelt seit längerem an einem leichten Helikopter, Dart 280 genannt, der in 14 Monaten seinen Jungfernflug absolvieren soll. Ein Jahr später soll die Zertifizierung bei den Luftfahrtbehörden erfolgen. Die Firma Austro Engine, die ebenso zum Dries-Reich gehört, hat mit dem AE 440 einen Dieselmotor für Hubschrauber entwickelt.


"Mit einem hohen finanziellen Aufwand und einer genauen Abstimmung mit den Behörden wäre das theoretisch im besten Fall möglich." - für Otto Normalverbraucher: Sehr teuer und in diesem Zeitraum nur mit Schwierigkeiten durchführbar.


Variable Speed Rotorcraft Drive System


Re: Mehrzweckhubschrauber in Planung

Verfasst: 29. Aug 2017, 15:59
von iceman
Wird sicher ein super Hubschrauber!

Re: Mehrzweckhubschrauber in Planung

Verfasst: 29. Aug 2017, 16:21
von hakö
iceman hat geschrieben:Wird sicher ein super Hubschrauber!

Der wird wegweisend,daher heißt er DOSKOZILOPTER, damit wir in 20 Jahren noch wissen, wem wir dieses finanzielle Debakel verdanken.
Wird übrigens nur in Rot geliefert.

Re: Mehrzweckhubschrauber in Planung

Verfasst: 30. Aug 2017, 09:23
von iceman
Als nächstes baut er dann auch Abfangjäger.

Re: Mehrzweckhubschrauber in Planung

Verfasst: 30. Aug 2017, 09:47
von cliffhanger
Naja, wenn er bei Airbus keine kaufen will, könnte man ja welche von Airbus in Österreich in Lizenz bauen....;-)