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Mehrzweckhubschrauber in Planung

Flugzeuge, Großgerät, Fliegerhorste, ...
iceman
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Re: Mehrzweckhubschrauber in Planung

Beitrag von iceman » 24. Aug 2017, 11:00

Ich glaube, das haben wir jetzt schon oft genug durchgekaut: Am günstigsten wären anstatt jet-trainer zusätzl. EF.

Gehört zwar nicht in diesen thread, aber ich fürchte unsere LRÜ wird in Zukunft eine ziemliche Mogelpackung werden:
15 EF (kein Saab-Ersatz)
23 Bell 212
10 Kiowas (Avionik upgrade)
9 s-70
3 Hercs
pc-6 und pc-7
das alles aufgeteilt auf zu viele Fliegerhorste.

theoderich
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Re: Mehrzweckhubschrauber in Planung

Beitrag von theoderich » 24. Aug 2017, 12:41

Dr4ven hat geschrieben:sie konnten/wollten ja jetzt vor der Wahl nicht einmal die 2% Pensionserhöhung gegenfinanzieren


Der Gesetzesentwurf für dieses Wahlzuckerl ist gestern im Nationalrat eingelangt:

    Pensionsanpassungsgesetz 2018 – PAG 2018 (1767 d.B.)

      https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/I/I_01767/index.shtml

      Wirkungsfolgenabschätzung


      Erläuterungen

      Der Anpassungsfaktor für das Jahr 2018 wird durch Verordnung unter Bedachtnahme auf den Richtwert mit 1,016 festgesetzt werden.

      Darüber hinaus sollen im Einvernehmen mit den Seniorenorganisationen an die BezieherInnen geringerer Pensionen auf gesetzlichem Weg zusätzliche Zahlungen geleistet werden:

      Die vorgeschlagene, nach dem Gesamtpensionseinkommen abgestufte Pensionserhöhung für das Jahr 2018 trägt eine soziale Komponente in sich.

      Die Ausgleichszulagenrichtsätze sollen ebenfalls um 2,2% erhöht werden.

      Die Mehrkosten im Vergleich zur gesetzlich vorgesehenen Anpassung betragen im Bereich der gesetzlichen Pensionsversicherung im Jahr 2018 137 Mio. €. Die gesetzlich vorgesehene Anpassung (1,6% linear) würde 2018 Mehrkosten von 639 Mio. € nach sich ziehen.


Kosten 2018-2022, laut Wirkungsfolgenabschätzung: 632,073 Mio. EUR!

chuckw
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Re: Mehrzweckhubschrauber in Planung

Beitrag von chuckw » 25. Aug 2017, 10:00

Es wird immer interessanter...

Doskozil will für Heer österreichische Hubschrauber

http://orf.at/stories/2404489/
Alles läßt sich durch Standhaftigkeit und feste Entschlossenheit erreichen. (Prinz Eugen v. Savoyen)

Karl P.
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Re: Mehrzweckhubschrauber in Planung

Beitrag von Karl P. » 25. Aug 2017, 10:03

Ich glaube, etwas Background rund um das Fliegen zu haben, daher kommt mir die Aussage von Doskozil doch recht merkwürdig vor:
Ein österreichischer Cluster soll einen eigenen Hubschrauber entwickeln, bauen, erproben, zulassen und dann in Serie fertigen? Das noch rechtzeitig zur Ablöse von Alouette III und OH 58?
Wie soll das gehen?
Im Grunde kommt mir nur Diamond in den Sinn, die haben auch schon einen Heli entwickelt, aber der ist vorerst noch nicht in Serie und auch viel zu klein und leistungsschwach.

http://www.aerokurier.de/general-aviation/motorflug/aero-2017-diamond-aircraft-praesentiert-den-dart-280/719918
http://www.krone.at/oesterreich/doskozil-heeres-helikopter-in-oesterreich-bauen-alte-geraete-tauschen-story-585219

Dr4ven
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Re: Mehrzweckhubschrauber in Planung

Beitrag von Dr4ven » 25. Aug 2017, 10:14

Das mit österr. Helis ist populistischer Blödsinn.

theoderich
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Re: Mehrzweckhubschrauber in Planung

Beitrag von theoderich » 25. Aug 2017, 10:17

Interessant ist eher folgender Satz:

    Die bisher kolportierte Stückzahl von zwölf wies Doskozil nun vor Journalisten zurück, es würden „auf jeden Fall mehr“.
__________________________

Airchief präferiert nagelneue Hubschrauber für Aigen

Airchief Karl Gruber, Leiter der Luftstreitkräfte, sieht die Stationierung in Staffelgröße nicht als unbedingte Notwendigkeit an. Üblicherweise umfasse eine Staffel zwölf Maschinen, bestätigt er. Wie Beispiele beim Heer zeigen, gehe es aber auch mit weniger Maschinen.

Man sei bei der gesamten Beschaffung erst am Anfang, aber: „Fakt ist, es kommen Hubschrauber.“ Geplant seien „leichte Mehrzweckhubschrauber mit einer Besatzung von bis zu sechs Mann“. Damit wäre auch die Flugrettung im Gebirge – dafür braucht man in der Nacht zwei Piloten, einen Techniker, einen Notarzt und einen Flugretter – möglich. Dass die Hubschrauber hochgebirgstauglich sind, sei ohnehin Grundvoraussetzung, ebenso die Möglichkeit für eine adäquate Bewaffnung. Die Betriebskosten der neu angeschafften Hubschrauber, die für lange Patrouillenflüge geeignet sein sollen, will man beim Heer möglichst gering halten.

Ein Ankauf von gebrauchten Hubschraubern sei, so Gruber, „unwahrscheinlich, da ist nicht wirklich etwas auf dem Markt“. Zudem würden neue, moderne Hubschrauber weitaus mehr Flugstunden ermöglichen und einen geringeren Wartungsaufwand haben. Dadurch könne man wiederum die Pilotenanzahl steigern.

Mit etwa vier Jahren rechnet Gruber, bis die neuen Hubschrauber voll einsatzfähig sind: „Wir müssen ja auch Techniker und Piloten ausbilden.“ Wobei er nicht davon ausgeht, dass man mit den kolportierten Kosten von 50 Millionen Euro das Auslangen findet: „Das ist definitiv zu wenig, das ist ein größeres Projekt.“ Der Hintergrund: Ein Hubschrauber kostet pro Stück samt Ausrüstung „zwischen acht und zehn Millionen Euro“. Dass ein Ministerwechsel nach der Wahl etwas an den Plänen ändern könnte, glaubt Gruber nicht: „Damit rechne ich nicht.“



Doskozil will Austro-Hubschrauber für das Bundesheer

Nachdem Gespräche mit einem heimischen Hersteller kein Ergebnis gebracht haben, setzt Doskozil seine Hoffnungen auf einen österreichischen Industrie-Cluster. Dieser könnte den Helikopter maßgeschneidert für die Bedürfnisse des österreichischen Bundesheeres entwickeln und bauen. Demnächst gibt es eine Gesprächsrunde mit mehreren Unternehmen, kündigte der Ressortchef gegenüber der Kleinen Zeitung an.

"Wir haben das Knowhow und die Technik, einen eigenen Hubschrauber zu entwickeln", betonte Doskozil am Rande eines Truppenbesuchs im Gebirskampfzentrum Saalfelden. Dass dies aber viele Jahre dauern könnte, stellt er in Abrede. "Von einem Hersteller weiß ich, dass er einen zivilen Hubschrauber in zwei bis drei Jahren bauen könnte." Vorteil einer solchen Lösung wäre auch, dass man den Hubschrauber an andere Nationen verkaufen könnte und an der Wertschöpfung beteiligt wäre.


Salzburger Nachrichten hat geschrieben:Bundesheer will heimische Hubschrauber

Noch gibt es kein österreichisches Modell, aber das könnte sich ändern

Das Bundesheer möchte bei der Erneuerung seiner Hubschrauberflotte auf heimische Wertschöpfung achten. Das kündigt Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) an. Man überlege eine Kooperation mit einer österreichischen Firma, die gerade einen zivilen Hubschrauber entwickle, sagte er. Eventuell sei es möglich, daraus gemeinsam ein militärisches Modell abzuleiten.

Falls dieser Hubschrauber dann in den Export gehe, könnte das Bundesheer damit sogar Geld verdienen. Die Verhandlungen über die Kooperation seien gerade im Gange, sagte Doskozil.

Benötigt wird beim Bundesheer ein leichter Mehrzweckhubschrauber als Ersatz für die derzeit genutzten Modelle Alouette III und OH-58 "Kiowa". Beide müssen etwa im Jahr 2020 ausrangiert werden.



Doskozil für eigene Helikopter

Hubschrauber made in Austria, entwickelt und gebaut von einem österreichischen Industriecluster, das schwebt Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) vor. „Die Technik und das Know-how haben wir“, gab sich der Ressortchef diese Woche bei einem Besuch des Kommandos Gebirgskampf im Steinernen Meer bei Saalfelden selbstbewusst. Der Minister und mitgereiste Journalisten bekamen da unter anderem zu sehen, was die Alouette-Hubschrauber können, von denen das Bundesheer rund zwei Dutzend aus Altersgründen ersetzen muss. Auch rund zwölf Stück Bell OH-58 werden in den nächsten Jahren ausgemustert. „So wendig wie der Alouette III ist sonst kein Hubschrauber auf der Welt, mit keinem kann man so nahe zu einer Wand hinfliegen“, schwärmt ein Major bei einer Übung, bei der ein Soldat per Seil geborgen und mit dem Hubschrauber abtransportiert wird. Das Bundesheer sei derzeit mit einigen Unternehmen im Gespräch, bestätigte Doskozil. Die Variante eines selber entwickelten Heeres-Hubschraubers sei „charmant“, meint Doskozil, „weil wir dann langfristig gesehen bei weiteren Erlösen mitpartizipieren können“. Für den Fall, dass die Gespräche mit den Unternehmen im Sand verlaufen, gibt es einen Plan B: „Dann machen wir im Herbst eine internationale Ausschreibung“, so Doskozil. Wie viel Stück es von dem neuen Hubschrauber geben soll, ist noch offen, mehr als 12 werden es aber jedenfalls sein. Mit ihm sollen Transport-, Rettungs- und bewaffnete Flüge durchgeführt werden können.

    http://www.tt.com/panorama/gesellschaft/13362210-91/doskozil-f%C3%BCr-eigene-helikopter.csp


Besseres Image reicht nicht: Das Heer sucht dringend Hubschrauberpiloten

Ein Hauptaugenmerk neben der Personalgewinnung liege aber selbstverständlich auch auf der Nachbeschaffung von Hubschraubern. Schließlich beginne ab 2020 das langsame "Ausphasen", sprich Stilllegen der in die Jahre gekommenen Alouette III sowie der OH-58 "Kiowa". Putz hofft hier – ungeachtet besagter Auseinandersetzung mit Airbus rund um die Eurofighter – auf eine Ausschreibung im kommenden Jahr.

Zuletzt geändert von theoderich am 27. Aug 2017, 21:43, insgesamt 7-mal geändert.

iceman
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Re: Mehrzweckhubschrauber in Planung

Beitrag von iceman » 25. Aug 2017, 10:17

Ein Camcopter von Schiebel mit Kabine?
Was raucht der, ich will das auch.

theoderich
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Re: Mehrzweckhubschrauber in Planung

Beitrag von theoderich » 25. Aug 2017, 10:29

Austria’s rift with Airbus hampers helicopter acquisition

On 21 August, the Austrian Ministry of Defence (MoD) launched a request for information (RFI) to manufacturers for 12 twin-engined light multirole helicopters, with a 26 September deadline. The planned budget for the long-delayed procurement of new helicopters is EUR30–50 million (USD35–59 million).

The RFI was issued to Leonardo for a skid-equipped AW109 ‘Trekker‘, to Bell-Textron for a militarised version of the Bell 429 modified in a similar way to the NorthStar Bell 407MRH for the United Arab Emirates (UAE), and to Airbus Helicopters for either the H135M or H145M. The MoD’s air materiel department confirmed to Jane's the requirement for a twin-engined helicopter with full instrument flight rules (IFR) and weaponisation.





Doskozil will Austro-Hubschrauber für das Bundesheer



Airchief präferiert nagelneue Hubschrauber für Aigen



Karl P. hat geschrieben:Im Grunde kommt mir nur Diamond in den Sinn, die haben auch schon einen Heli entwickelt, aber der ist vorerst noch nicht in Serie und auch viel zu klein und leistungsschwach.


Diamond Aircraft hat keinen Hubschrauber entwickelt, sondern ein Konzept und eine dazugehörige Konzeptzeichnung vorgelegt. Von IAT21 gibt es auch ein Konzept für einen Hybridhubschrauber - es ist aber unbekannt, auf welchem Entwicklungsstand sich dieser momentan befindet:

    The Compound Helicopter Project. IAT21 has received considerable investment to take forward the findings of Project DROP, together with the advanced designs of the D-DALUS cyclogyro rotor, in a new Compound Helicopter. This concept will be revealed at IAT21's stand at DSEI in London in September 2015.


Es gibt in Österreich fünf Unternehmen, die Knowhow im Bereich von Hubschrauberkomponenten haben:

    PANKL



    Zoerkler

    HELIKOPTER

    Der zweite Schwerpunkt des Unternehmens liegt auf dem Gebiet Getriebe und Getriebeteile für Helikopter. Zoerkler fertigt dynamische Komponenten für internationale Hersteller von Hubschraubern und verfügt zudem über eine hochentwickelte Prüfstandtechnik, die auf mehrere Getriebe ausgelegt ist.

      • Haupt- und Heckrotorgetriebe

      • Getriebeeinheiten für Helikopterdrohnen

      • Antriebswellen



    Böhler Bleche

    Production of single cross-rolled sheets, plates and blanks in alloyed steel, nickel base alloys and titanium for structural- and engine parts for aircrafts and helicopters (pylon components, engine parts, washers, diffusors, landing gear components,…).



    Peak Technology

    Composite hand-layup and filament winding components such as high-pressure storage tanks up to 700 bar and actuation shafts for aircraft landing flaps, tail rotor systems for helicopters and flight-seats.



    FACC (Kabinenausstattungen für Hubschrauber)



Ich halte das alles aber für eine Verschleierungs- und Verzögerungstaktik. Man sieht zwar an Marenco Swisshelicopter, dass auch ein relativ kleines Unternehmen eigenständig einen Hubschrauber entwickeln kann, aber einen dezidierten Militärhubschrauber?


Außerdem hat Marenco von den ersten Konzepten bis zum Erstflug vier Jahre gebraucht:

Zuletzt geändert von theoderich am 25. Aug 2017, 15:37, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Mehrzweckhubschrauber in Planung

Beitrag von hakö » 25. Aug 2017, 13:28

Wie will er die teure Entwicklung finanzieren?
Der Hubschrauber muß ja auch vermarktet werden, um die Entwicklungskosten herein zu bringen, sonst haben wir einen Stückpreis jenseits von gut und böse.
Pazifisten sind wie Schafe, die glauben der Wolf sei Vegetarier. (Yves Montand)

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Re: Mehrzweckhubschrauber in Planung

Beitrag von Dr4ven » 25. Aug 2017, 14:42

theoderich hat geschrieben:Interessant ist eher folgender Satz:

    Die bisher kolportierte Stückzahl von zwölf wies Doskozil nun vor Journalisten zurück, es würden „auf jeden Fall mehr“.


DAS ist neu - Den Kaufpreis muss man mir erklären.

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Re: Mehrzweckhubschrauber in Planung

Beitrag von theoderich » 25. Aug 2017, 14:53

hakö hat geschrieben:Wie will er die teure Entwicklung finanzieren?
Der Hubschrauber muß ja auch vermarktet werden, um die Entwicklungskosten herein zu bringen, sonst haben wir einen Stückpreis jenseits von gut und böse.


Vor allem beginnt keine Firma ein so risikobehaftetes Projekt ohne Vorfinanzierung. Airbus Helicopters hat 1 MILLIARDE EURO in die Entwicklung des "Dauphin"-Nachfolgers H160 gesteckt:

    Airbus Removes Veil From H160 Project (3. März 2015)

    The H160 is Airbus Helicopters’ €1 billion ($1.12 billion) gamble to try to retake a firm hold on a market long monopolized by AgustaWestland. But while the aircraft’s sleek design harks back to the AS365 Dauphin, which the H160 ultimately will replace, it is also supposed to represent a substantial change in direction for Airbus Helicopters, with new development processes and production techniques benchmarked against those of its colleagues building airliners down the road in Toulouse.

    Key to the weight savings are extensive use of new materials and technologies—Airbus has taken out 68 patents on the H160 alone.


Dr4ven hat geschrieben:DAS ist neu - Den Kaufpreis muss man mir erklären.


Bei 30 - 50 Mio. EUR Budget bekommt man vielleicht zwei bis drei Hubschrauber.

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Re: Mehrzweckhubschrauber in Planung

Beitrag von iceman » 25. Aug 2017, 20:57

Zum Vergleich:
die Bundeswehr bezahlte für 15 H145M SOF 190 Mio. euro.
Was denken sich die Beamten im BMLVS, wenn man sich Preise für lauter zweimotorige Helis einhohlt, und für 12 Stück max. 50 Mio bezahlen will?
Eine H145M ist ja schon fast ein Ersatz für die 212er.
Warum fasst man nicht leichte, einmotorige Hubschrauber ins Auge, die günsiger in der Anschaffung und im Betrieb sind?

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Re: Mehrzweckhubschrauber in Planung

Beitrag von theoderich » 26. Aug 2017, 05:39

Kleine Zeitung, 26. August 2017 hat geschrieben:HUBSCHRAUBER
Doskozil will Austro-Lösung

Insider sehen die Pläne skeptisch, doch Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil forciert weiter eine österreichische Lösung bei der Hubschrauber-Nachbeschaffung. Der Mehrzweck-Helikopter, der ab 2020 die 23 Alouette III und zwölf OH-58 Kiowa ersetzen muss, soll demnach von heimischen Firmen entwickelt und gebaut werden.

Demnächst werde es eine Gesprächsrunde mit mehreren Industriefirmen geben, die als Cluster den Helikopter maßgeschneidert für die Bedürfnisse der Armee bauen sollen, kündigte Doskozil am Donnerstag an. Sollte die Entwicklung länger dauern, könne er sich bis zur Einführung auch eine Übergangslösung anstelle der alten Hubschrauber vorstellen.

Scheitern die Gespräche mit den österreichischen Firmen, wird der Mehrzweckhubschrauber noch im Herbst international ausgeschrieben. Laut Informationen der Kleinen Zeitung will das Bundesheer 16 bis 18 Stück davon beschaffen.


    DENKZETTEL

    Der Flug des Doskozilopters

    Hubschrauber made in Austria? Bitte nicht.

    Dem Verteidigungsminister schwebt etwas vor: der Österreich-Hubschrauber fürs Bundesheer. Wozu teuer im Ausland kaufen, wenn man ihn selber bauen könnte?

    Nun, die österreichische Industrie liefert viele Komponenten für die internationale Luftfahrt, da wird sich ein Hubschrauber wohl zusammenschrauben lassen. Dauert halt ein paar Jahre Entwicklungszeit. Kostet ein paar Milliarden. Und geht erfahrungsgemäß mit ein paar kleinen Anlaufschwierigkeiten einher. Einmal abgesehen davon, dass der Bedarf des Bundesheeres mit 16 bis 18 Stück nicht unbedingt eine kostendeckende Produktion verspricht - und man mit Exporterfolgen erst kalkulieren sollte, wenn man sie hat.

    Das alles erinnert an den Austro-Porsche, den Bruno Kreisky selig bauen wollte. Das absehbare Desaster blieb dem Land erspart. Auch beim Doskozilopter ist zu hoffen, dass das Einzige, was er je aufwirbeln wird, die heiße Luft des Wahlkampfs ist.

    Othmar Wagner



Die Presse, 26. August 2017 hat geschrieben:Doskozils Traum von Hubschraubern

Heer. Der Verteidigungsminister will eine neue Flotte mit Maschinen aus Österreich. Der Rechnungshof zeigt mit leer stehenden Wohnungen: Beim Heer lief manches schief.

Wien. Wird das Bundesheer künftig mit österreichischen Helikoptern ausgerüstet? Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) hofft jedenfalls, dass der notwendige Ersatz für Heereshubschrauber aus Österreich kommen wird. Ein österreichischer Industriecluster könnte einen eigenen Helikopter bauen. Demnächst gibt es dazu eine Gesprächsrunde mit allen infrage kommenden Unternehmen, kündigte Doskozil an.

Das Wissen und die Technik, um einen eigenen Hubschrauber zu entwickeln, sei jedenfalls vorhanden, meinte Doskozil. Auch zeitlich sei das realistisch. Der Vorteil einer solchen Lösung wäre, dass man an etwaigen weiteren Verkäufen des Helikopters beteiligt wäre, argumentiert er. Sollte die geplante Gesprächsrunde mit den heimischen Unternehmen scheitern, wird es im Herbst eine internationale Ausschreibung geben.

Die Presse, 26. August 2017 hat geschrieben:Die bisher kolportierte Stückzahl von zwölf stimmt laut Doskozil nicht, es würden "auf jeden Fall mehr".



Doskozil glaubt, aus so einem Modell einen Militärhubschrauber ableiten zu können, der die "Alouette" III und OH-58B adäquat ersetzen und auch bewaffnet werden kann? Sehr lustig! Die geplanten technischen Daten sprechen eine andere Sprache. Abgesehen davon, dass der Jungfernflug des DA 280 erst für 2019 geplant ist:

    Diamond Aircraft se lance sur le marché de l’hélicoptère

    Bild

      Technical data

        Max. Take off Mass 1350 kg

        Payload 556 kg

        Engine 4 stroke/flat/jet fuel

        Max I/O power: 280 HP

    Le DA-280 est donc un hélicoptère quadriplace en matériaux composites de 1.350 kg de masse maximale au décollage qui offre une charge utile de 556 kg, sur le papier. Il sera équipé d’un moteur diesel Safran SMA de 280 cv, le même que celui qui est monté sur le gros monomoteur DA-50.

    Le DA-280 sera, selon Dries, le premier hélicoptère à train rentrant de cette catégorie. Le constructeur annonce une vitesse de croisière de 145 kts et une consommation horaire de 35 litres. Il sera équipé d’un fenestron et d’un rotor de queue électrique. Il sera doté d’un stabilisateur arrière et d’un rotor principal tripale. Les pales bénéficieront des recherches réalisées dans le cadre du projet Clean Sky.

    De l’hélicoptère léger au convertible hybride

    En fait, le DA-280 est une étape intermédiaire vers le convertible qu’a dévoilé, il y a deux ans, Diamond Aircraft. Initialement, cette machine devait être équipée de deux moteurs. Aujourd’hui, elle est présentée avec quatre. Le constructeur table sur une motorisation hybride. Il est impliqué à ce niveau dans un programme réunissant notamment Siemens et Airbus. Suite à l’annonce récente d’Airbus d’abandonner l’avion léger électrique E-Fan, il attend de voir ce que va faire le géant européen. Le convertible est un programme d’une dizaine d’années.

    Le DA-280 doit permettre à Diamond de tester en vraie grandeur des options étudiées dans le cadre de son convertible. Le DA-280 n’en est pas moins un programme à part entière. Christian Dries a donné rendez-vous aux journalistes, dans deux ans à Aero 2019. Son objectif est d’exposer un exemplaire de son hélicoptère quadriplace qui aura effectué son premier vol six mois plus tôt.



    Diamond Working On Three High Performance Singles, New Helicopter

    The DART 280 will reportedly be the stepping stone to additional Diamond helicopters, including the DART 450, an “all-carbon-made tandem trainer with the sidestick and ejection seats,” and a quadcopter.

    Diamond is currently planning on a first flight for the DART 280 in about 18 months (or around October 2018), with certification to follow about a year later.


Sollte dieses Modell einmal fertig entwickelt sein, wird es wahrscheinlich ein hervorragender Zivilhubschrauber. Vergleichbar mit der Robinson R44:


Aber wirklich nichts, was für militärische Zwecke geeignet wäre.
Zuletzt geändert von theoderich am 26. Aug 2017, 22:51, insgesamt 3-mal geändert.

GG
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Re: Mehrzweckhubschrauber in Planung

Beitrag von GG » 26. Aug 2017, 11:23

Wenn man in diesem Land wirklich eine nennenswerte Luftfahrtindustrie mit Hubschrauber-Cluster aufziehen wollte, dann währe es sicher sinnvoll, mit dem Lizenzbau eines bestehenden Modells zu beginnen und so Erfahrungen zu sammeln ohne das zusätzliche Risiko einer absoluten Neukonsruktion mittragen zu müssen. Szenario: Die abzulösenden HS des ÖBH werden in gleicher Stückzahl (36?) mit einem Modell ersetzt, der ausgewählte Typ wird in Lizenz gebaut - natürlich unter Berücksichtigung der hohen Anlaufkosten, die dann als Technologieförderung gesehen werden könnten. Was dann daraus entstehen könnte, würde die Zukunft weisen.

innsbronx
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Re: Mehrzweckhubschrauber in Planung

Beitrag von innsbronx » 26. Aug 2017, 14:39

Der Dart 280 würde von der Payload her nur etwas mehr als die Hälfte der Alouette III erreichen. Mit dem DART-450 hat Diamond allerdings bewiesen, dass man ein Flugzeug binnen einem Jahr komplett neu konstruieren und in die Luft bringen kann. Nur ist ein Heli halt auch für Diamond Neuland. Da wird es wohl nicht so schnell gehen.

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