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Darabos erzielt Einigung mit Eurofighter: 15 Stk statt 18

Flugzeuge, Großgerät, Fliegerhorste, ...
Dr4ven
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Re: Darabos erzielt Einigung mit Eurofighter: 15 Stk statt 1

Beitrag von Dr4ven » 07. Jun 2017, 12:19

So funktioniert es aber nicht.

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hakö
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Re: Darabos erzielt Einigung mit Eurofighter: 15 Stk statt 1

Beitrag von hakö » 07. Jun 2017, 14:45

innsbronx hat geschrieben:Wir leben nicht in einer Technokratie, sondern einer parlamentarischen Demokratie. Da kann prinzipiell jeder auf jedes Amt gewählt (bzw. eingesetzt) werden, formale Qualifikationserfordernisse gibt es nun einmal nicht.

Da spielen Interessensausgleiche usw. eine große Rolle.

Zumindest ein Hearing vor dem jeweilig zuständigen Unterausschuss des Parlaments wäre schon ein Fortschritt. Aber die dortigen Parlamentarier zeichnen sich ja auch nicht alle immer durch große Sachkenntnis aus.


Genau das meinte ich mit meiner Kritik an der Berufung Kammerhofers auf diesen Posten; es kann jeder (Idiot) alles werden ob er qualifiziert ist oder nicht.
Hauptsache er hat die richtige(rote) Ideologie verinnerlicht. Wenn die fachliche Qualifikation fehlt, wie soll er dann diesen Job zum Nutzen des Landes ausüben.
Mir ist egal, ob ein Mechaniker Semmeln bäckt, aber ist mir nicht egal ob ein Bäcker meine Bremsen repariert.
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theoderich
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Re: Darabos erzielt Einigung mit Eurofighter: 15 Stk statt 1

Beitrag von theoderich » 08. Jun 2017, 11:41

Darabos' Ex-Kabinettschef im Eurofighter-Ausschuss


Aha: "Mein Minister hat mir den Auftrag gegeben, jede Möglichkeit zu Suchen, um aus dem Vertrag auszusteigen" - "Meine Einschätzungen basierten immer nur auf Grundlage von Einschätzungen der Experten." - Und was macht einen ÖBB-Lokführer zum Fachmann für Vertragsrecht?

"Alles was wir in Zeitungen gefunden haben, haben wir Eurofighter vorgelegt, um den Druck zu erhöhen" - Das muss zu heftigen Lachkrämpfen in der EADS-Chefetage geführt haben.

Wann hat man in Richtung Vergleich umgeschwenkt?

Wurde Kammerhofer gerade gefragt. Als Koziol gesagt habe, dass der Ausstieg nicht funktionieren kann, sagt der. Aber es gebe ja die Möglichkeit der "Korruptionsklausel", fügt Kammerhofer an. Er hoffe, dass dieser U-Ausschuss etwas herausfindet, damit die noch zum Einsatz komme.


Die Inkompetenz in Person ... Diesen Blödsinn von wegen "Schmiergeldklausel"/"Korruptionsklausel" hat Darabos auch dauernd ins Feld geführt - nur ist diese durch die Novation ungültig geworden.


Nach drei Stunden wird Kammerhofer aus dem Zeugenstand entlassen. Zuvor beklagt er noch einmal, dass ein Teil der Militärs im Ministerium die Abbestellung der Eurofighter gefürchtet hätte: "Die wollten das Flugzeug haben." Daher sei auch die "Lufttüchtigkeitsbescheinigung" für die Eurofighter ausgestellt worden, obwohl dem zuständigen Beamten gesagt worden sei, er solle das unterlassen.

Bezüglich der angeblich mangelnden Allwettertauglichkeit der Kampfjets verweist Kammerhofer mehrmals auf den für 13.15 Uhr geladenen General Erwin Jeloschek, weil der darüber auch mit deutschen Kollegen gesprochen habe. Er selbst will dazu auch auf hartnäckige Nachfrage nichts sagen: "Ich sage es nochmal ganz laut fürs Protokoll: Je-lo-schek."


Aha, das Kabinett und der Bundesminister wollten Beamte aus parteipolitischen Gründen daran hindern, ihre Pflicht zu erfüllen? Abgesehen davon war die WTD 61 in Manching hauptverantwortlich für die Güteprüfung, mit Unterstützung des MSL.

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Re: Darabos erzielt Einigung mit Eurofighter: 15 Stk statt 1

Beitrag von theoderich » 08. Jun 2017, 13:48

Handschriftlicher Vergleich

Jetzt geht es wieder um dieses Schreiben. Auch Jeloschek sagt, er kenne den handschriftlichen Vergleich nicht. Er könne diesbezüglich aber eine "Vermutung" äußern. Nachher, wenn die Medien weg sind.


OMG
____________________

Und die "Kronen Zeitung" versucht wieder einmal abzulenken:


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Re: Darabos erzielt Einigung mit Eurofighter: 15 Stk statt 1

Beitrag von theoderich » 08. Jun 2017, 15:28

Die Taskforce hatte ja sowohl „Ausstiegsvarianten“ zu prüfe als auch „Einsparungspotenziale“. Vereinbart wurde schließlich eine Reduktion von 18 auf 15 Eurofighter. Möglich gewesen wäre laut Jeloschek eine Reduktion auf bis zu zwölf – darunter sei eine „lückenlose Luftraumüberwachung“ nicht mehr gewährleistet.


Dieser "Experte" soll mal erklären, wie eine "lückenlose Luftraumüberwachung" mit nur 12 "Eurofightern" funktioniert, wenn man bei 15 Jets die Saab-105OE als Lückenbüßer benötigt?

Dass Darabos den Vergleich persönlich mit der Eurofighter GmbH verhandeln würde, war „von Anfang an geplant“, sagt Jeloschek. Wie es zum Ausschluss der Finanzprokuratur von den Gesprächen kam, will Jeloschek aber nur im vertraulichen Teil der Sitzung sagen. Der Termin sei offensichtlich "Hals über Kopf" erfolgt, sagt Pilz.


Natürlich - die richtig schmutzigen Vorgänge müssen ja unter Verschluss bleiben.

Das Hauptproblem ist für Jeloschek nicht der Vergleich, sondern der ursprüngliche Kaufvertrag für die Kampfjets und die daraus resultierenden Probleme. So müsse Österreich Ersatzteile um bis zu 30 Prozent teurer einkaufen als die vier Eurofighter-Kernländer. Ein Ausstieg wäre nur möglich gewesen, hätte man dem Jet-Hersteller eine Verfehlung oder Korruption nachweisen können: „Die einzige Ausstiegsvariante wäre der Schuss aus der Smoking Gun gewesen, den es nicht gegeben hat.“


Für wie dumm hält dieser Brigadier die Nationalratsabgeordneten? Die Kosten für die Ersatzteile hängen an den In-Service-Support-Verträgen - und die wurden unter Norbert Darabos ausgehandelt!

Jeloschek wird immer leiser

Nun wird er gefragt, ob der Republik ein Schaden entstanden sei, dass es nun keine Flieger der Tranche 2 gibt? Könne er nicht beurteilen, sagt Jeloschek. Die Leistungsfähigkeit der Luftraumüberwachung sei aber definitiv nicht eingeschränkt.


Das "immer leiser werden" hat er wohl bei seinem Meister gelernt - siehe das ZiB2-Interview mit Norbert Darabos. Da hätte nur noch gefehlt, dass er sich unter den Tisch verkriecht.



E-Mail über Eurofighter: "Luftfahrzeug ist nicht allwettertauglich"

Grünen-Fraktionschef Peter Pilz hielt Kammerhofer eine E-Mail vor, wonach die Jets bei unter fünf Grad Celsius und schlechter Sicht nicht starten dürften: "Luftfahrzeug ist nicht allwettertauglich, dies stellt einen K.O.-Punkt dar, der gemäß Vertrag klare Maßnahmen nach sich zieht." Ein Ausstiegsgrund, über den Ex-Minister Norbert Darabos nicht informiert wurde, betonte dazu Pilz. Der Ex-Kabinettschef erklärte, er habe diese Mail lediglich zum Ausdrucken weitergeleitet, über den Inhalt traf er keine Aussage und verwies auf den ehemaligen Leiter der Task Force Luftraumüberwachung, Erwin Jeloschek.


Dass der "Eurofighter" bei 32°C unter Null in Nordschweden getestet wurde, zählt ja nicht:

Zuletzt geändert von theoderich am 08. Jun 2017, 18:02, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Darabos erzielt Einigung mit Eurofighter: 15 Stk statt 1

Beitrag von theoderich » 08. Jun 2017, 17:58

Eurofighter-Deal von Gusenbauer und Schüssel?

Pilz geht davon aus, dass der frühere ÖVP-Kanzler Wolfgang Schüssel Gusenbauer gedrängt hat, die ungeliebten Jets zu behalten. Daher habe der damalige SPÖ-Verteidigungsminister Norbert Darabos irgendetwas "zum Herzeigen" aushandeln sollen: "Das waren die dümmsten und schlechtesten Vertragsverhandlungen vielleicht in der Geschichte der Zweiten Republik", sagt Pilz.

Am 20. Juni können Pilz & Co der Frage im Detail nachgehen, ob die viel kritisierten Vergleichsverhandlungen von Darabos mit EADS (heute Airbus) tatsächlich nur für die Auslage waren. An diesem Tag sind sowohl Alfred Gusenbauer als auch Wolfgang Schüssel als Zeugen im U-Ausschuss im Parlament geladen.

Pilz bekommt für seine These Unterstützung von Abgeordneten aus der FPÖ, den Neos und vom Team Stronach. Schüssel und Gusenbauer hätten gesagt, es soll keinen Ausstieg geben und dieses Wissen habe auch Eurofighter gehabt. Daher habe der Konzern Darabos über den Tisch ziehen können, sagt FPÖ-Abgeordneter Walter Rosenkranz.


Peter Pilz macht den Mund auf und alle Medien hängen hörig an seinen Lippen - selbst wenn's noch so unlogisch ist.

GG
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Re: Darabos erzielt Einigung mit Eurofighter: 15 Stk statt 1

Beitrag von GG » 08. Jun 2017, 19:07

Wenn ich mich recht erinnere, durften die EF gamals bei diesen Wetterbedingungen nicht fliegen, weil die formale Zusassung dafür von der deutschen Luftfahrtbehörde noch nicht ausgestellt war ...

Aus airpower.at vom 15. 2. 2007 (Auszug):

Die "NETMA" hat dem abschließenden Standard der Eurofighter Tranche 1 - dem sogenannten "Block 5" - die internationale Verkehrszulassung erteilt. Diese Zulassung ermöglicht den Eurofighter-Nutzerluftwaffen den unbeschränkten Betrieb des Eurofighter Typhoon im vollen Tranche 1 Leistungsspektrum. Als erster Block 5 hob der spanische Einsitzer SS011 am 21. Dezember 2006 in Getafe bei Madrid zu seinem Erstflug ab.

Nutznießer dieser Zulassung ist auch Exportkunde Österreich. Denn auf Basis dieses Papiers werden auch die ersten sechs Eurofighter für das Österreichische Bundesheer die behördliche Zulassung zum regulären Flugbetrieb erhalten. Auch ist damit klargestellt, dass von Beginn an das von Österreich georderte Leistungsspektrum freigegeben ist - es wird sich in weiterer Folge in Tranche 2 / Block 8 nur noch Hardware ändern nicht jedoch der Funktionsumfang.

Wie 1998 vereinbart verfügen die Block-5-Flugzeuge über die volle Luft/Luft-Fähigkeit.
Als Bewaffnung in diesem Einsatzspektrum sind die Kurzstrecken-Luft/Luft-Lenkflugkörper ASRAAM, IRIS-T und die AIM-9L "Sidewinder" freigegeben. Für den Luftkampf im Mittelstreckenbereich ist die AIM-120 "AMRAAM" integriert.
Für den Kampf gegen Bodenziele sind die lasergelenkten Bomben Paveway II und GBU-16 zugelassen - es sind dies Kapazitäten, welche von Großbritannien und Italien geordert und genutzt werden.

Externe Zusatztanks für überschallschnellen Flug sowie die Luft-Luft-Betankung für alle geforderte Tankflugzeuge sind ebenfalls freigegeben.

Das Flugsteuersystem unterstützt Carefree-Handling bei allen Beladungszuständen (verhindert automatisch Überbelastungen der Flugzeugzelle bei agilen Flugmanövern) und das Flugzeug ist im gesamten Flugleistungsbereich bis zur 9fachen Schwerkraftbelastung freigegeben.
Zuletzt geändert von GG am 08. Jun 2017, 19:30, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Darabos erzielt Einigung mit Eurofighter: 15 Stk statt 1

Beitrag von theoderich » 08. Jun 2017, 19:25

Das war ein Unsinn, den der "Spiegel" verbreitet und gewisse Medien in Österreich gierig aufgegriffen haben:

    Lahmer Kampfjet: Schwere Mängel beim Eurofighter (6. September 2003)

    Bei bestimmten Geschwindigkeiten gebe es sogar gefährliche "Systemfehler in der Höhenanzeige". Herrschen in Bodennähe Dunst und Temperaturen unter fünf Grad, dürften die Kampfmaschinen gar nicht erst abheben.



    Bedingt tauglich (8. September 2003)

    Die Prüfer beziehen sich dabei auf Einschränkungen, wie sie aus der Musterzulassung des Verteidigungsministeriums hervorgehen. Statt der geplanten gut 2500 Stundenkilometer können die Jets, deren erste Exemplare derzeit ausgeliefert werden, lediglich 2000 Stundenkilometer schnell fliegen. Im Überschallflug dürfen sie nur auf 12 000 Meter Höhe klettern und nicht, wie von der Luftwaffe verlangt, auf 18 000 Meter. Bei bestimmten Geschwindigkeiten gibt es sogar gefährliche "Systemfehler in der Höhenanzeige". Herrschen in Bodennähe Dunst und Temperaturen unter fünf Grad, dürfen die Kampfmaschinen gar nicht erst abheben.



    Absturz vor dem Start? (11. September 2003)

    Vernichtend: Ein anderes Fazit ist aus dem, was die Prüfer des deutschen Bundesrechnungshofes (BRH) über den Eurofighter zusammengetragen haben, nicht zu ziehen.

    Auf 67 Seiten analysieren die Beamten das Entwicklungsprogramm des Militärjets, der ab 2005 den ausgedienten Draken des Österreichischen Bundesheeres ersetzen soll.

    FORMAT vorliegenden Auszügen aus dem mit 8. August 2003 datierten Papier (Geschäftszahl BRH-IV 6-2003-0639) zufolge stellen die deutschen Rechnungsprüfer das gesamte Projekt grundsätzlich infrage – und wollen eine Reihe drastischer Maßnahmen gegen Hersteller EADS einleiten, deren Erfüllung den Vertrag der Republik Österreich mit dem Eurofighter-Konsortium platzen lassen könnte.

    Unter Punkt „0.10 – Empfehlungen“ sprechen sie sich sogar vehement dafür aus, die Produktionsorder für den Jet erst einmal zu stoppen: Dort wird nämlich die „Verschiebung der Auftragsvergabe des zweiten Fertigungsloses bis zum Nachweis der vollen Leistungsfähigkeit“ angeregt.

    Eine Forderung, deren Erfüllung für das Bundesheer fatal wäre. Denn just aus dem zweiten „Fertigungslos“ sollen ab 2007 jene 18 Eurofighter kommen, die das Verteidigungsministerium bei EADS bestellt hat.

    Nur wenig ist bislang aus dem Papier an die Öffentlichkeit gelangt – im Wesentlichen eine zwei Seiten umfassende Liste von Flugbeschränkungen, die dem Eurofighter von der deutschen Luftwaffe auferlegt wurden. Nach einem Bericht des „Spiegel“ darf er etwa bei Temperaturen unter fünf Grad nicht starten, die Bordkanone nicht benützen und nicht höher als 12.000 Meter fliegen.



    Deutscher Eurofighter-Bericht: Platter schweigt (22. Oktober 2003)

    Vom deutschen Bundesrechnungshof (BRH) wurde dem Eurofighter, der bekanntlich auch über Österreich demnächst seine Kreise ziehen soll, ein vernichtendes Urteil ausgestellt. Und auch Österreichs Rechnungshof sah Verbesserungen als Notwendigkeit an. Dennoch: Verteidigungsminister Günther Platter (VP) schweigt weiter dazu. Auch nach einer parlamentarischen Anfrage am Mittwoch.

    Keine ausführliche Antwort bekam die SPÖ auf die Anfrage: Dazu bestehe kein Anlass, so Ressortchef Platter. Ein als Verschlusssache klassifizierter und mit einem Veröffentlichungsverbot belegter Bericht des Bundesrechnungshofes stelle keinen Gegenstand der Vollziehung des österreichischen Verteidigungsministeriums dar.

    Der BRH hat eine Reihe von Mängeln angeführt, so dürfe das Flugzeug etwa bei Temperaturen unter fünf Grad etwa nicht starten. Das deutsche Verteidigungsministerium hatte geantwortet, bei den "angeblichen 'Mängeln'" handle es sich um Leistungen, die der Jet zwar erbracht habe, die aber die Zulassungen noch nicht passiert haben. Es wird jedoch auch darauf verwiesen, dass für Jets, die bei Auslieferung den vertraglichen Leistungsstand nicht erfüllen, "Zahlungseinbehalte" vorgenommen werden.



    Eurofighter der Bundeswehr bleibt viel zu oft am Boden (16. Juni 2004)

    "Vor Freigabe der Beschaffung der zweiten Tranche sollte das Bundesministerium im Detail darlegen, wann und in welchem Umfang der deutschen Luftwaffe mit dem Eurofighter Kampfflugzeuge zur Verfügung stehen, die tatsächlich voll einsetzbar sind und ihren Auftrag ohne Abstriche erfüllen können", heißt es in dem der WELT vorliegenden Bericht des Rechnungshofes. Der Bundesrechnungshof hält die Probleme mit der ersten Tranche für "schwerwiegend".

    In einem Anhang zu seinem Bericht listet der Rechnungshof noch einmal die seiner Ansicht nach gravierendsten Mängel auf: So dürften die Triebwerke wegen Vereisungsgefahr bei Temperaturen unter plus fünf Grad und gleichzeitiger Sicht unter 400 Metern nicht gestartet werden.



    Bremsen versagen
    Eurofighter- Landung bei Regen "hochriskant" (5. Juli 2011)


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Re: Darabos erzielt Einigung mit Eurofighter: 15 Stk statt 1

Beitrag von hakö » 09. Jun 2017, 14:27

Zitat:
Das Hauptproblem ist für Jeloschek nicht der Vergleich, sondern der ursprüngliche Kaufvertrag für die Kampfjets und die daraus resultierenden Probleme. So müsse Österreich Ersatzteile um bis zu 30 Prozent teurer einkaufen als die vier Eurofighter-Kernländer.“

Dieser Mann ist ein Idiot,weil es doch klar sein müßte, daß die Entwicklerländer die Entwicklungskosten auch auf die Ersatzteilpreise umlegen.
Das heißt, das der Kunde klarerweise auch für die Entwicklungskosten anteilsmäßig aufkommen muß, da der Entwickler eines Produktes sonst niemals seine Kosten hereinbekommen kann.
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Re: Darabos erzielt Einigung mit Eurofighter: 15 Stk statt 1

Beitrag von theoderich » 12. Jun 2017, 10:42

Eurofighter-Untersuchung: Darabos-Vergleich bisher kein Anlass für Anzeigen

Ursprünglich hatten Grüne und FPÖ zur Eile gedrängt: Der neue Eurofighter-U-Ausschuss müsse bald beginnen, denn allfällige strafrechtlich relevanten Sachverhalte rund um den Vergleich mit der Lieferfirma drohten zu verjähren. Doch nun ist davon zumindest vorerst keine Rede mehr.

Als Stichtag gilt der 24. Juni 2007. Mit diesem Tag hat der damalige Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) die Vergleichspunktation mit Eurofighter unterzeichnet. Anzeigen müssten daher wegen der zehnjährigen Verjährungsfrist möglichst schnell eingebracht werden, wurde immer wieder betont.

Rosenkranz: Keine Anzeige notwendig

Doch bereits am ersten U-Ausschusstag am 31. Mai machte der FPÖ-Delegationsleiter Walter Rosenkranz klar, dass er eine Anzeige nicht für notwendig hält. Und auch die Grünen halten sich nun zurück.

Man brauche "nicht sklavisch am 24. Juni festhalten", meinte der Grüne Delegationschef Peter Pilz jüngst zur APA. Weil damals nämlich bis ins darauffolgende Jahr an der Abwicklung des Vergleichs gearbeitet wurde, habe man ziemlich sicher mehr Zeit dafür. Er wolle so spät wie möglich zur Staatsanwaltschaft gehen, sagte er.

Betreffen würde eine solche jedenfalls die damals politisch Verantwortlichen, es gehe immer um Beitragstäterschaft, sagte Pilz. Wen genau er anzeigen will, ließ er offen. Mehr Klarheit erwartet er sich jedenfalls von den kommenden Politiker-Befragungen: Demnächst sind Ex-Vizekanzler Wilhelm Molterer (ÖVP), die Ex-Kanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) und Alfred Gusenbauer (SPÖ), und wohl auch erneut Darabos geladen.


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Re: Darabos erzielt Einigung mit Eurofighter: 15 Stk statt 1

Beitrag von theoderich » 21. Jun 2017, 08:08

Darabos sieht U-Ausschuss zu einer "Farce" geraten (20. Juni 2017)

Der frühere Verteidigungsminister und jetzige Landesrat im Burgenland, Norbert Darabos (SPÖ), befürchtet, dass der Eurofighter-Untersuchungsausschuss zu einer "Farce" gerät.

Es sei höchst an der Zeit, ÖVP und FPÖ zum Beschaffungsvorgang 2002 zu befragen, teilte Darabos am Dienstag per Aussendung mit. Er habe einen "grottenschlechten Vertrag geerbt", meinte der Ex-Minister.

Er verteidigte erneut den damals geschlossenen Vergleich. Auch der frühere Finanzminister Wilhelm Molterer (ÖVP) sei über diesen und die laufenden Verhandlungen informiert gewesen. Dies belege ein zuletzt im ORF aufgetauchtes Ministerratsprotokoll, so Darabos.


Als ob man das nicht schon vor zehn Jahren getan hätte.
Zuletzt geändert von theoderich am 21. Jun 2017, 08:22, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Darabos erzielt Einigung mit Eurofighter: 15 Stk statt 1

Beitrag von Doppeladler » 21. Jun 2017, 08:17

Darabos sieht U-Ausschuss zu einer "Farce" geraten

Wow, eine ganze Zeile Übereinstimmung mit Darabos - das ich das noch erleben darf.

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Re: Darabos erzielt Einigung mit Eurofighter: 15 Stk statt 1

Beitrag von theoderich » 21. Jun 2017, 08:23

Darabos meint aber auch nur deshalb, es sei eine "Farce", weil es derzeit um seinen Kopf geht - nicht um Politiker aus den Reihen von ÖVP und FPÖ. Die Partei und die Medien haben ihn zehn Jahre lang gedeckt und er hat sich in völliger Sicherheit gewiegt, dass sein Vergleich nie untersucht wird. Ich erinnere an das Verschweigen der Follow-up-Überprüfung des Rechnungshofs im ORF und in nahezu sämtlichen Printmedien und ihre "zufällige" Veröffentlichung einen Tag nach Darabos' Rücktritt:


Im Rechnungshofausschuss wurde der Bericht dann gar nicht diskutiert. Und auch in der Plenarsitzung hat man das Thema ausgeklammert.

Die Merkwürdigkeiten bei den Gegengeschäften wird man sicher auch noch behandeln, da mache ich mir überhaupt keine Sorgen.
Zuletzt geändert von theoderich am 21. Jun 2017, 09:04, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Darabos erzielt Einigung mit Eurofighter: 15 Stk statt 1

Beitrag von Doppeladler » 21. Jun 2017, 09:01

Schon klar. Seine Ansicht teile ich natürlich nicht. Nur diesen einen Satz ohne Kontext.

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Re: Darabos erzielt Einigung mit Eurofighter: 15 Stk statt 1

Beitrag von de10kcl » 21. Jun 2017, 09:52

Doppeladler hat geschrieben:Schon klar. Seine Ansicht teile ich natürlich nicht. Nur diesen einen Satz ohne Kontext.

Es ist nun 100% klar, dass der Vergleich schweres Politversagen war. Das sehen wohl nun alle, inklusive SPÖ, halt ohne Darabos, so.
Nur für mich ist noch viel wichtiger:
Wie verhindert man das zukünftig?
Auch in unserer aktuellen Regierung sitzen teilweise absolut überforderte Minister. Und es gibt Ministerien, die haben auch sehr schlechte Mitarbeiter, dann ist der Minister ja quasi nicht mehr als sein eigener Pressesprecher (Familienministerin, Justizminister). Und das macht mich traurig. Es war von dem Tag an, als Darabos groß erzählt hat, dass er einen "Auftrag" vom Kanzler hat, offensichtlich, dass er überfordert ist. Otto Normalbürger weiß vielleicht nicht, dass der Kanzler keinen Auftrag geben kann, aber jeder in der Verwaltung weiß das und damals war das wegen Richtlinienkompetenz des deutschen Kanzlers gerade in den Medien.

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