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Nachrichtendienste des Bundesheeres

Landesverteidigung, Einsätze & Übungen, Sicherheitspolitik, Organisation, ...
manfred
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Re: Nachrichtendienste des Bundesheeres

Beitrag von manfred » 18. Jun 2013, 08:25

Gestern in der Zib 2
http://tvthek.orf.at/programs/1211-ZIB-2

War Studiogast Rene Polli der war früher beim Heer Leiter und später beim BM f I, er hat hat jetzt eine Sicherheitsfirma
Er ist sicher ein erfahrener Mann vom kalten Krieg bis zur Gegenwart , er hat auch mehrere Minister erlebt bzw sie beraten

Orakel
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Re: Nachrichtendienste des Bundesheeres

Beitrag von Orakel » 18. Jun 2013, 15:43

Beim Herr bestenfalls Blitzab-, und soo toll war sein Record im BVT auch nicht. Glaubst Du, ein echter Profi setzt sich in die ZIB2?

manfred
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Re: Nachrichtendienste des Bundesheeres

Beitrag von manfred » 18. Jun 2013, 16:13

Bei gezielte Fragen hat er sich auf Verschwiegenheitspflicht berufen und das ausländische Geheimdienste mehr als das was aufgrund der gesetzlichen Grundlage erlaubt ist wissen wollten.
Dazu hätten sie nicht unbedingt ihn selbst gebraucht.
Weiters seine Ablöse damals, wegen Nähe zum Iran.
Da glaub ich das er eher das falsche Parteibuch hatte.

Auch das er bzw der ORF Werbung in eigener Sache machte bezüglich Sicherheitsfirma.
Also " Problembewustsein " schaffen womöglich weg von staatlichen Organisationen ( Schwerfälligkeit ) und Privatisierung der Nachrichtendienste.
Es ist halt in der Demokratie ein Risiko das Wahlen anders ausgehen können
oder so wie die Volksbefragung.

Da gibt es auch eine Reihe von solchen Fällen wo Spitzenbeamte bei Regierungswechsel in die Privatwirtschaft wechselten.
Und ein Parteifreund den Posten bekam

manfred
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Re: Nachrichtendienste des Bundesheeres

Beitrag von manfred » 18. Jun 2013, 16:28

Grundsätzlich Gert Rene Polli halte ich schon deswegen für einen sehr Guten Mann weil er als Berufsoffizier eine sehr gute Ausbildung genossen hat und es bis zum Leiter des Verfassungsschutzes gebracht hat, lange Jahre Erfahrungen gesammelt hat, viele Minister kennen gelernt hat bzw das politische Umfeld genau kennt.
Viele so wie er haben viel für unsere Sicherheit geleistet

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Re: Nachrichtendienste des Bundesheeres

Beitrag von Dr4ven » 30. Jun 2013, 22:31

http://orf.defacto.at/6144711_6144737.html

Beim Polly scheiden sich wohl die Geister...Siemens warf ihn ja auch raus...ob das mit dem Iran so stimmt, weiss eh nur er alleine, das Risiko würde ich als Firmenchef auch nicht tragen wollen.

Orakel
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Re: Nachrichtendienste des Bundesheeres

Beitrag von Orakel » 01. Jul 2013, 00:04

Die Innenmnister waren alle schwarz - Strasse hat Polli "erfunden".
Ich habe ein paar "denkwürdige" Erinnerungen: Bald nach Amtsantritt mit der Zusammenführung Stapo/neue Analysten (mit Heereshintergrund)/ein paar frischgefangte Forscher rettungslos überfordert. In den frühen 2000ern mit einer internationalen Affäre so was von daneben - da hatten zwei andere Ressorts viel Spaß damit, obgleich die dann hervorragend improvisiert haben (aber frag' seine ex-Kollegen auf Heeresseite nicht, wie sie ihn empfunden haben). Und das Polizeiattachewesen kommentiere ich einfach nicht.

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Re: Nachrichtendienste des Bundesheeres

Beitrag von theoderich » 04. Sep 2013, 21:53

Weissbuch 2013

In der zweiten Jahreshälfte 2012 konnte die Umstrukturierung des Heeres-Nachrichtenamtes abgeschlossen und die neue Organisation eingenommen werden. Dabei konnten neue Herausforderungen und neue Technologien, die sich seit 2006 ergeben haben, berücksichtigt und trotzdem entsprechende Einsparungen, die sich aus den Vorgaben im Rahmen der Budgetkonsolidierung ableiten, erzielt werden.


Raveman
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Re: Nachrichtendienste des Bundesheeres

Beitrag von Raveman » 30. Okt 2013, 12:58

Cyber-Abwehr: Wie sich das Heer digital schützt

Wien. Wie schnell so ein Angriff geschehen kann, weiß Angela Merkel wohl am besten: Eines ihrer Handys war nicht genügend gesichert, und schon soll der amerikanische US-Nachrichtendienst NSA (National Security Agency) jahrelang ein Handy der deutschen Kanzlerin abgehört haben.

Dass so etwas in Österreich nicht passieren kann, ist – unter anderem – eine Aufgabe des Bundesheeres. Das Militär baut gerade den Bereich Cyber Defense aus. Denn laut Sicherheitsstrategie, die im Sommer im Parlament beschlossen wurde, ist die Bekämpfung der Cyberkriminalität ein neuer Schwerpunkt der Landesverteidigung.

Die Cyber Defense ist überwiegend im Abwehramt, einem Nachrichtendienst, angesiedelt. „Das Risikospektrum reicht von Spionage über Sabotage, Terrorismus bis hin zu Cyber War“, meint der zuständige Abteilungsleiter, Walter Unger. Die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität der Informationen müsse geschützt werden. Und das ist gar nicht so einfach: Allein im vergangenen Jahr wurden weltweit 37 Millionen neue Schadprogramme wie Viren und Trojaner in Umlauf gebracht. Das Netz der deutschen Regierung wurde dabei 4000Mal angegriffen.

Für Österreich gibt es keine (offiziellen) Zahlen. Keine Zentralstelle hält dies laut Unger fest. Das Abwehramt sei in erster Linie für die Verteidigung der militärischen Infrastrukturen verantwortlich. Auf Wunsch würde es auch andere Einrichtungen schützen. Bleibt die Frage: Wie rüstet sich das Heer nun genau für diese Angriffe?

Das Milcert, das militärische Computer Emergency Response Team, ist ein wesentlicher Teil der Cyber Defense. Die Spezialistentruppe, die im Aufbau ist, soll sich vor allem um Prävention kümmern.

2,5 Prozent der Mails überleben

Zum einen müssen also Netzwerke geschützt werden, die mit der digitalen Außenwelt verbunden sind – wie E-Mail-Accounts. Nur 2,5 Prozent der eingehenden Nachrichten schaffen es durch die Antivirenprogramme des Ressorts. Und hier wird es für Spezialisten erst interessant. Denn gezielte Angriffe befinden sich am ehesten darunter. Ist dies tatsächlich der Fall, wird diese Informationen an andere Unternehmen weitergegeben – damit auch sie sich schützen können.

Das Abwehramt kümmert sich zum anderen aber auch um Lauschabwehr, wie man sie aus Spionagefilmen kennt: Wanzen und Mikrofone in den Wänden, angezapfte Leitungen. Durch Messungen von Glasfasern sowie Wärmebildkameras, die Wanzen entdecken, versucht man dagegen anzukämpfen. Denn selbst das komme immer wieder vor.

Konferenz. Cyber Defense ist ein Schwerpunkt in der österreichischen Sicherheitsstrategie. Am 5. und 6.November findet genau dazu auch die IKT-Sicherheitskonferenz (Informations- und Kommunikationstechnologie) statt. Experten aus dem Bundesheer, aber auch aus Fachhochschulen und Universitäten tagen zum Thema digitale Sicherheit.




http://diepresse.com/home/panorama/oest ... ern.portal

theoderich
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Re: Nachrichtendienste des Bundesheeres

Beitrag von theoderich » 31. Okt 2013, 17:00

Im aktuellen "MilizInfo" findet sich ein Artikel zum milCERT, mit einer Übersicht über die Aufgabenstellungen der neuen Einheit:

    Führungsunterstützungszentrum (MilizInfo 4/2013)

    Als besondere und an Bedeutung wachsende Herausforderung steht der Schutz der IKT-Systeme vor neuen und sich ständig ändernden Cyber-Bedrohungen an vorderster Stelle. Damit wird dem Bundesheer die Hoheit über seine unternehmenskritische Information bewahrt und ein wesentlicher Beitrag für die gesamtstaatliche Sicherheit im Bereich Cyber Defence geleistet. Der Aufbau eines milCERT – gemeinsam mit dem Abwehramt – bedeutet einen weiteren wesentlichen Schritt für diese Fähigkeit im Österreichischen Bundesheer.

    Bereich IKT-Technik
    Kommunikation, Hardware und Systemsoftware, Technische Querschnittsaufgaben, IKT-Sicherheit.

    Der Bereich IKT-Technik (IKTTe) ist verantwortlich für

      • die technische Konzeption, Planung und Implementierung der gesamten IKT-Infrastruktur inklusive Radar, Richtfunk und Truppenfunk,

      • die IKT-Sicherheit auf allen IKT-Plattformen inklusive des Technical Center des milCERT und

      • die Bereitstellung von Hardware und systemnaher Software für alle IKT-Systeme sowie von Standardsoftware für alle Clients


    und damit auch verantwortlich für die Bereitstellung der damit zusammenhängenden IKT-Services.


    Cyber Defence


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Re: Nachrichtendienste des Bundesheeres

Beitrag von theoderich » 06. Nov 2013, 09:22

Das Abwehramt hat kürzlich eine IKT-Sicherheitskonferenz in Linz abgehalten. Die Vortragsunterlagen sollen ab Dezember hier abrufbar sein:


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Re: Nachrichtendienste des Bundesheeres

Beitrag von Raveman » 08. Nov 2013, 11:42

Cyber-Sicherheitswoche des Bundesheeres endet mit Länderkampf

Wien, 08. November 2013 - Von 4. bis 7. November führte das Abwehramt des Bundesheeres die IKT-Sicherheitskonfenz und gemeinsam mit Partnern die "Cyber Security Challenge" und den "Security Alpen Cup" durch. Ziel all dieser Veranstaltungen ist die Darstellung der Gefahren aus dem Cyber-Space und möglicher Sicherheitsmaßnahmen.

"Wissen schafft die Voraussetzungen, Handeln schafft Sicherheit", mit diesen Worten eröffnete Generalstabschef General Othmar Commenda die IKT Sicherheitskonferenz 2013. Denn IKT-Sicherheit bedeutet Schutz: "Die Vertraulichkeit, die Verfügbarkeit und die Integrität unserer Informationen und unserer IKT-Systeme müssen vor allen Gefahren geschützt werden und Angriffen widerstehen können", so General Commenda.

Die Qualität der Vortragenden unterstrich diese Aussagen deutlich. Der Eröffnungsvortrag wurde von Steve Purser, von der ENISA - der Agentur für Netzsicherheit der EU - gehalten. Er sprach über die Bestrebungen der ENISA, den "europäischen" Cyber-Space sicherer zu gestalten. Weitere Präsentationen behandelten die Möglichkeiten und Gefahren von Social Media in Unternehmen, den politisch motivierten Aktivitäten von Hackern und deren Auswirkung auf Politik und Industrie sowie die Cyber-Bedrohungslage. Marc Elsberg, Autor des Bestsellers "Black Out" gab Einblicke in sein Buch und untermauerte seine Ausführungen mit einer Live-Hacking-Vorführung. Wie gefährdet IKT-Systeme sind, zeigte auch Gunnar Porada, ein Ex Hacker, mit einer Live-Demonstration.

Vorgestaffelt zur Sicherheitskonferenz wurde am 4. November das Finale der "Cyber Security Challenge" ausgetragen. Von Juli bis September fand in einem sogenannten "Hacking-Lab" im Internet der Vorbewerb statt, wo junge Talente ihre Fähigkeiten beweisen konnten. Die besten der rund 400 Teilnehmer nahmen anschließend an der Ausscheidung zum Finale teil, wo sich jeweils die besten zehn Studenten und Schüler qualifizierten. Im Finale traten je zwei Schüler- und Studententeams gegeneinander an.

Die "Cyber Security Challenge" wird vom Verteidigungsministerium sowie dem Innenministerium, der "Cyber Security Austria" und dem "Kuratorium Sicheres Österreich" durchgeführt. Die Sieger der "Cyber Security Challenge" formten das Team Österreich, das am 6. November gegen das Team Schweiz im Security Alpen Cup antrat.

Dieser Ländervergleichskampf der besten Cyber-Sicherheitstalente fand heuer zum ersten Mal statt. Mehr als elf Stunden versuchten beide Teams Codes zu entschlüsseln, Sicherheitslücken zu finden und mögliche Zugänge zu Mobiltelefonen und Tablets zu finden. Mit einer knappen Führung ging die Schweiz in den Abschlussbewerb, wo nicht nur die Lösungen der Aufgaben präsentiert wurden, sondern auch Maßnahmen zur Vermeidung eines unbefugten Zugriffes gezeigt werden mussten. Letztendlich siegte das Team Schweiz.


http://www.bmlv.gv.at/cms/artikel.php?ID=6870

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Re: Nachrichtendienste des Bundesheeres

Beitrag von theoderich » 16. Nov 2013, 20:29

Ein paar sehr schöne und aktuelle Fotos der HNaA-Dienststelle auf der Königswarte:



Ich habe außerdem interessante Informationen zur Entstehung der österreichischen Militärgeheimdienste gefunden:

    Tätigkeitsbericht des Rechnungshofes

    Verwaltungsjahr 1972
    (19. Oktober 1973)

    Wie der RH im TB 1971 Abs. 39,2 berichtete, beabsichtigte das BM f. Landesverteidigung, mit Wirkung vom 1. September 1972 die Zentralleitung neu zu gliedern und vier neue Ämter zu schaffen. Tatsächlich erfolgte die Neugliederung des BM und die Errichtung der Ämter mit Stichtag 1. Dezember 1972. Aus der Zentralleitung wurden die Gruppe Einkauf, die Gruppe Heeresbau und Liegenschaftsverwaltung, die Landesbefestigungsabteilung und die Gruppe Nachrichtenwesen (ohne die Attacheabteilung) ausgegliedert und aus ihnen das Heeres-Beschaffungsamt, das Heeres-Bau- und Vermessungsamt und das Heeres-Nachrichtenamt gebildet.


    b) Prüfungsergebnisse aus dem Jahre 1971

      Militärisches Nachrichtenwesen

      43, 1. Mit der Wahrnehmung der dem BM f. Landesverteidigung gemäß den Bestimmungen der Bundesgesetze BGBL Nr. 142/1955 und 134/1956 obliegenden Aufgaben des militärischen Nachrichtendienstes, die im wesentlichen in der nachrichtendienstlichen Aufklärung und der nachrichtendienstlichen Abwehr bestehen, war bis zum 30. November 1972 die aus der Informationsabteilung, der Auswertungsabteilung und der Attachéabteilung bestehende Gruppe Nachrichtenwesen (Gruppe NaW) des BM betraut. Im Zuge der Neugliederung des BM f. Landesverteidigung und der Umstrukturierurig des Bundesheeres wurde mit Wirkung vom I. Dezember 1972 das Heeres-Nachrichtenamt errichtet, das die Aufgaben der früheren Gruppe NaW weiterzuführen hat. Das Heeres-Nachrichtenamt ist dem BM f. Landesverteidigung unmittelbar unterstellt. Die Attachéabteilung verblieb im Verbande der Zentralstelle und wurde dem Generaltruppeninspektor unterstellt.

      43, 2. Die Überprüfung der Verrechnung, Verwendung und Verwaltung der der Gruppe NaW für nachrichtendienstliche Zwecke zur Verfügung gestellten Bundesmittel fand ausschließlich am Sitze der Gruppe NaW in Wien statt. Die Höhe der jährlich zur Verfügung gestellten Budgetmittel ist verhältnismäßig gering, zumal die Mittel weitgehend für Zwecke verwendet wurden, die mit der spezifischen Aufgabenstellung nur wenig zu tun hatten. Außer den Budgetmitteln standen der
      Gruppe NaW laut ihrer verbindlichenAuskunft keine weiteren Geldmittel zur Verfügung. Die Höhe der zugewiesenen Budgetmittel, der Personalstand der Gruppe NaW mitsamt ihren Außenstellen in den Bundesländern sowie die Organisation des militärischen Nachrichtendienstes sind Daten, die der Geheimhaltungspflicht unterliegen.

      43, 3. a) Die der Gruppe NaW für die Bestreitung der laufenden und fallweisen Zweckausgaben sowie für die Anschaffung von Geräten, Ausrüstungsgegenständen und Bürobedarf zugewiesenen Budgetmittel wurden seit 1968 zu Lasten der beim finanzgesetzlichen Titel 401 "Heer und Heeresverwaltung" veranschlagten Kredite verrechnet, ebenso der Personalaufwand der bei den Außenstellen und, mit geringen Ausnahmen, der gesamte Betriebsaufwand ihrer Kraftfahrzeuge.


      c) Das BM f. Landesverteidigung nahm diesen Vorwurf zur Kenntnis und entgegnete, daß seit der Errichtung des Heeres-Nachrichtenamtes am 1. Dezember 1972 der Aufwand dieses Amtes zu Recht die Kredite des finanzgesetzlichen Titels 401 "Heer und Heeresverwaltung" belaste.



    Verordnung des Bundesministers für Landesverteidigung vom 24. April 1973 über die Zuständigkeit bestimmter Disziplinarkommissionen

    4. die Disziplinarkommission für Berufsoffiziere beim Militärkommando Wien für Berufsoffiziere, die

    [...]

    dem Heeresnachrichtenamt (ausgenommen die Nachrichtenstellen für Steiermark, Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Tirol) nachgeordneten Dienststellen in Verwendung stehen;



    Tätigkeitsbericht des Rechnungshofes

    Verwaltungsjahr 1967
    (21. Oktober 1968)

    45, 35. Unter Hinweis auf die notwendigen rigorosen Maßnahmen zur Rationalisierung des Bundesheeres und Verringerung des Personalstandes ersuchte der RH das Ministerium, die Frage zu prüfen, ob die zahlenmäßige Stärke des im Nachrichtendienst eingesetzten Personals und die Zweigleisigkeit der militärischen Nachrichtenbeschaffung innerhalb des Bundesgebietes aufrecht erhalten werden muß.

      45, 36. Das BM f. Landesverteidigung erwiderte, die Nachrichtenstellen seien ein Teil der Gruppe Nachrichtenwesen des Ministeriums und hätten Aufgaben, die sich von denen der Nachrichtendienste der höheren Kommanden grundsätzlich unterscheiden. Eine Auflösung der Nachrichtenstellen sei nicht möglich, eine Änderung des Unterstellungsverhältnisses hätte nur einen erhöhten Verwaltungsaufwand und Verzögerungen in der Nachrichtenübermittlung zur Folge.

Zuletzt geändert von theoderich am 23. Mai 2015, 20:22, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Nachrichtendienste des Bundesheeres

Beitrag von Doppeladler » 22. Nov 2013, 09:28

Nationalrat - Klug: Nachrichtendienste des Bundesheers schützen Österreich und unsere Bevölkerung
Utl.: Verteidigungsminister räumt mit Falschaussagen zu HNaA und Abwehramt auf

Wien (OTS/SK) - In seiner heutigen Rede im Nationalrat hat Verteidigungsminister Gerald Klug all jene Behauptung aufs Schärfste zurückgewiesen, die das Heeres-Nachrichtenamt (HNaA) als "Handlanger der NSA" darstellen. Er stellte ebenfalls klar, dass eine Bespitzelung der österreichischen Bevölkerung durch das HNaA nicht stattfindet. "Wir schöpfen nicht massenhaft Daten ab, wir hängen nicht an Glasfaserknotenpunkten und wir bezahlen auch keine Internet- oder Telefonanbieter, um an deren Daten zu kommen", erläuterte Klug. "Die Einhaltung aller bestehenden Gesetze wird durch eine Vielzahl von Institutionen strengstens überwacht. Dazu gibt es neben der parlamentarischen Kontrolle durch den Ständigen Unterausschuss zum Landesverteidigungsausschuss auch einen weisungsfreien Rechtsschutzbeauftragten. "Auch wenn es öffentlich nicht sichtbar ist: Die beiden Nachrichtendienste des Heeres gehören zu den am strengsten kontrollierten Einrichtungen in Österreich überhaupt", erklärte Klug. ****

Die Republik Österreich unterhält zwei Nachrichtendienste und eine Sicherheitsbehörde, die für den Themenkomplex NSA relevant sind: das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), das beim Innenministerium ressortiert, das Heeres-Abwehramt und das Heeres-Nachrichtenamt (HNaA), beide im Verteidigungsressort angesiedelt. Um höchste Sicherheit für die Republik und die Bevölkerung zu garantieren, arbeiten die österreichischen Dienste - fallweise und im Rahmen strenger Gesetze - mit ausländischen Nachrichtendiensten zusammen. Dabei geht es in erster Linie um jene Regionen, in denen österreichische Soldaten gemeinsam mit Kameradinnen und Kameraden aus anderen Staaten im Auslandseinsatz sind. "Und ja, dazu zählt fallweise auch die derzeit weltweit für Negativschlagzeilen sorgende NSA", erklärt Klug. Damit stehe Österreich derzeit vor derselben Herausforderung, wie die EU und wie Staaten auf der ganzen Welt: "Auf der einen Seite haben wir alle von der Zusammenarbeit mit anderen Diensten profitiert. Diese Zusammenarbeit hat ein Mehr an Sicherheit für jeden Einzelnen von uns gebracht. Andererseits sehen wir uns mit einem möglichen Angriff auf unsere Daten und unsere Privatsphäre konfrontiert, dessen Ausmaß wir vor wenigen Wochen noch nicht für möglich gehalten haben."

Klug machte ebenfalls darauf aufmerksam, dass das Österreichische Bundesheer seit seiner Gründung nur ein einziges Ziel erfülle: "Unser Heimatland Österreich und seine Bevölkerung vor Bedrohungen zu schützen - egal, ob sie im Inland entstehen oder von außen kommen." Manche Teile des Heeres täten dies gut sichtbar, wie Hubschrauberflotte, Pioniere oder die Soldatinnen und Soldaten, die rund um den Globus im Friedenseinsatz sind. Andere arbeiten scheinbar im Verborgenen, wie etwa das Heeresnachrichtenamt oder das Abwehramt. "Sie tun das nicht, weil es etwas vor der Öffentlichkeit zu verheimlichen gibt, sondern weil das Wesen ihrer Aufgaben es verlangt. Doch auch sie sind uneingeschränkt, ohne Wenn und Aber dem Schutz der österreichischen Bevölkerung verpflichtet. Auch sie leisten - teils unter Inkaufnahme von hohem persönlichem Risiko - ihren Beitrag und dafür haben sie sich aus meiner Sicht nicht nur unseren Dank, sondern vor allem auch unser Vertrauen verdient", sagte Klug.

OTS0154, 20. Nov. 2013

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Re: Nachrichtendienste des Bundesheeres

Beitrag von theoderich » 16. Jan 2014, 18:36

Die Überwachungsstation des HNaA im Heereslogistikzentrum Oberhofenweg in St. Johann in Tirol wurde durch das PiB2 abgebaut:

    Der Gebirgspionier - Ausgabe 4/13 hat geschrieben:Antennenabbau einer Fernmeldeeinrichtung in St. Johann/Tirol

    Bild

    Bild

    Die PiKp (gebbwgl) war von 18. bis 21. November 2013 federführend für den Abbau von fünf Antennensystemen in St. Johann in Tirol verantwortlich. Die Unterstützungsleistung umfasste den Rückbau und die Entsorgung von Antennen.

    Eine Herausforderung im Vorfeld war die Zusammenstellung der richtigen Ausrüstung für diesen Sonderauftrag. Ein Teil des Gerätes wurde aus dem D-Brücken-Werkzeugsatz zusammengestellt, um die Antennen von den Betonsockeln lösen zu können. Eine weitere Herausforderung war der Abbau der Mastantenne mit einer Höhe von 35 Metern. Dazu war ein 110 t Kran notwendig, der diese zu Boden heben sollte. Um den Kran ohne Versinken und ohne Flurschaden zur Antenne bringen zu können, wurde ein Faltstraßensystem eingesetzt.

    Alles in allem wurden in diesen drei Tagen elf Antennen abgebaut, in ihre Einzelteile zerlegt und anschließend entsorgt. Um die Mastantenne auf Containerlänge schneiden zu können wurde vom Heereslogistikzentrum Tirol ein Autogenschweißgerät zur Verfügung gestellt. Abschließend wurden noch sämtliche Kabel entfernt, überstehende Bolzen abgeschnitten und umweltgerecht entsorgt.

    Insgesamt war der Rückbau in St. Johann in Tirol eine interessante und vor allem nicht alltägliche Aufgabe. Auf Grund der guten Zusammenarbeit mit allen Beteiligten konnte der Auftrag ohne Probleme erfüllt werden.

      StWm Markus Gschwandtner
      Kdt II. PiZg/PiKp (gebbwgl)

Ich frage mich, ob dort künftig ein Nachfolgesystem installiert wird?

Dr4ven
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Re: Nachrichtendienste des Bundesheeres

Beitrag von Dr4ven » 16. Jan 2014, 21:06

theoderich hat geschrieben:Ich frage mich, ob dort künftig ein Nachfolgesystem installiert wird?


Das kann ich dir dann sagen wenn sich was tut, mein Vater wohnt genau gegenüber und ich schau immer bei der Anlage vorbei wenn ich auf Besuch bin.
Es würde mich wundern wenn da nichts kommt da die Anlage/das Objekt dazu ziemlich neu ist.

Antworten
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