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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 28. Okt 2017, 15:31 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20772
Clustersprecher für Koalitionsverhandlungen festgelegt

Zitat:
Der übergeordnete Bereich „Sicherheit, Ordnung und Heimatschutz“ enthält mit Innere Sicherheit und Landesverteidigung hingegen nur zwei Untergruppen. Dabei verhandeln Sobotka und Rosenkranz.



Sacher-Chefin und Runtastic-Gründer im türkis-blauen Team

Zitat:
Die Experten der ÖVP:

    • Elisabeth Gürtler, Sacher-Chefin für Tourismus

    • Florian Gschwandtner, Runtastic-Gründer, für Digitalisierung

    • Andreas Salcher, Bildungsexperte, für Bildung

    • Monika Langthaler, Unternehmerin, für Umwelt

    • Antonella Mei-Pochtler, Boston-Consulting, für Standort

    Michaela Kardeis, Generaldirektorin für öffentliche Sicherheit, für Sicherheit

    • Gottfried Haber, Finanzexperte, für Gesundheit

    • Wolfgang Mazal, Sozialrechtler, für Soziales

    • Agnes Husslein, ehemalige Belvedere-Chefin für Kultur

Die Experten der FPÖ:

    • Mag. Rüdiger Schender, Rechtsanwalt: Justiz

    • Mag. Arnold Schiefer, Mitglied des Vorstands der HETA ASSET RESOLUTION AG: Infrastruktur

    • Univ.-Prof. Dr. Reinhart Waneck, Staatssekretär aD: Gesundheit

    • Dr. Barbara Kolm, Präsidentin des Friedrich August v. Hayek Instituts und Direktorin des Austrian Economics Center: Finanz, Wirtschaft

    • Univ. Prof. Dr. Herbert Vonach: Familienpolitik



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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 28. Okt 2017, 17:22 

Registriert: 14. Dez 2011, 13:35
Beiträge: 595
Warum schreiben sie bei Schwarzen die Titel nicht?


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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 29. Okt 2017, 10:17 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20772
Zitat:
Bundesheer fordert mehr Geld und Personal

Das Bundesheer will mehr Geld und mehr Personal. Das sind die zentralen Forderungen, die der Generalstab in einem Positionspapier „zur Weiterentwicklung der Landesverteidigung“ an die künftige Regierung richtet. „Mehr Sicherheit gibt es nicht um weniger Geld“, schreibt Generalstabschef Othmar Commenda in der 33 Seiten starken Broschüre, die der APA vorliegt.

Der General rechnet mit der Politik der Vergangenheit ab. Mehr als zehn Jahre lang habe es beim Bundesheer „gravierende Einschnitte bei Gerät und Waffensystemen“ gegeben, sei Personal abgebaut und das Verteidigungsbudget auf einen „historischen Tiefstand“ von 0,55 Prozent des BIP gedrückt worden. Im Jahr 2016 sei eine Trendwende eingeleitet worden, die fortgesetzt werden müsse.

Zitat:
Erhöhung des Militärbudgets gefordert

Die wohl wichtigste Forderung des Militärs ist eine „schrittweise Erhöhung des Verteidigungsbudgets auf ein Prozent des BIP“, das würde jährliche Ausgaben von 3,5 Mrd. Euro bedeuten. Derzeit liegt das Verteidigungsbudget bei 2,18 Mrd. Euro bzw. 0,6 Prozent des BIP. Zum Vergleich: Die NATO-Länder Deutschland und Frankreich geben 1,8 bzw. 1,2 Prozent des BIP für Verteidigung aus. Tschechien gibt ein und Belgien 0,9 Prozent des BIP aus. Es gibt in Europa kaum Staaten, die für Verteidigung weniger als Österreich ausgeben. Das sind nur Luxemburg, Malta und Irland, dem neutralen Schweden ist die militärische Verteidigung ein Prozent des BIP wert.



Koalition: Militärführung fordert mehr Geld für das Heer

Zitat:
"In unsere Sicherheit zu investieren ist heute wichtiger denn je. Die Steigerung des Verteidigungsbudgets ist erforderlich, damit die militärische Grundbefähigung wieder gesichert ist." Der Generalstab fordert weiters eine Personalaufstockung auf 25.000 Planstellen, eine weitere Attraktivierung des Grundwehrdienstes, eine Stärkung der Miliz und die gesamte "Koordinierungsverantwortung für die Angelegenheiten der umfassenden Landesverteidigung". "Das Bundesheer ist als Verteidiger der Souveränität der Republik Österreich der Garant für das Überleben des Staates."

Ausbau des Jagdkommandos

Die größten Bedrohungen für Österreich sind nach Ansicht der Militärspitze die Massenmigration, eine Desintegration in Nordafrika, Konflikte zwischen Russland und Europa und die Destabilisierung des Balkan. Österreich werde auch in den kommenden Jahren mit umfangreichen Fluchtbewegungen konfrontiert sein. Da der Aufbau eines effizienten EU-Außengrenzschutzes mittelfristig nicht absehbar sei, seien nationale Maßnahmen gefordert. "Die Bevölkerung erwartet sich sichere Grenzen, das Bundesheer kann dies leisten." Zur Überwachung der grünen Grenze brauche es bis zu 10 Bataillone sowie eine Verdoppelung der Militärpolizei. 500 Soldaten sollen zum Schutz der EU-Außengrenze zur Verfügung gestellt werden.

Zur Terror-Bekämpfung schlägt das Militär u.a. einen Ausbau des Jagdkommandos vor. Außerdem soll die Kapazität der Kaderpräsenzsoldaten, die für eine schnelle Krisenreaktion bereitstehen, auf 6.000 erweitert werden. Der Luftraum soll "lückenlos", 365 Tage, 24 Stunden am Tag überwacht werden. Allem voran müssten hierfür die erforderlichen Nachbeschaffungen sichergestellt werden.

12.500 Soldaten für Katastropheneinsatz im Inland

Im Bereich der Cyberkriminalität regt die Militärführung eine gesamtstaatliche Koordination der Cyber-Defense mit klaren Zuständigkeiten an. Personell braucht es 1.000 Spezialisten zur Cyber-Abwehr. Für den Katastropheneinsatz im Inland sollen 12.500 Soldaten zur Verfügung stehen. Die Mobilmachungsstärke soll bei 55.000 Mann liegen. Bestehende Auslandseinsätze sollen weitergeführt und neue ausgelotet werden. Das Heer soll sein Auslandskontingent schrittweise auf 1.500 erhöhen. Der Generalstab warnt davor, dass immer weniger Rekruten zur Verfügung stehen - als Gegenmaßnahmen sollen die Bezahlung erhöht, das Stellungswesen modernisiert und die Tauglichkeitskriterien überprüft werden. Pro Jahr sind nach Meinung der Militärspitze 20.000 Rekruten nötig. Auch bei der Miliz soll es neue - u.a. finanzielle - Anreize geben. Einmal mehr werden regelmäßige und verpflichtende Übungen für Milizsoldaten gefordert.

Ausgebaut werden soll auch die Verteidigungsforschung und zwar durch mehr finanzielle Mittel und durch eine verstärkte internationale Kooperation.



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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 29. Okt 2017, 11:14 

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Beiträge: 189
Wohnort: Wien
Dann würde es sicher auch Sinn machen, den Katastrophenschutz wie in der Schweiz (Bevölkerungsschutz) dem VM anzugliedern.


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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 29. Okt 2017, 20:27 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20772
Das Erbe des Hans Peter Doskozil



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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 30. Okt 2017, 14:06 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20772
Zitat:
Koalitionsgespräche: Chefverhandler beraten Budget

Harte Fakten sollten heute die Koalitionsverhandlungen zwischen ÖVP und FPÖ dominieren: Auf dem Programm steht am Nachmittag ein Kassasturz mit Experten des Finanzministeriums. Es gehe um einen Überblick, aber auch darum zu versuchen, sich zu verständigen, „wo wir gemeinsam budgetär hinwollen“, sagte ÖVP-Chef Sebastian Kurz bei seinem Eintreffen vor Journalisten.

Die Frage des Budgets für die kommenden fünf Jahre werde die Verhandler über den heutigen Tag hinaus beschäftigen, so Kurz weiter. Er rechnet in dieser Sache durchaus mit einer „gewissen Herausforderung“.



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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 30. Okt 2017, 14:41 

Registriert: 17. Jun 2016, 11:30
Beiträge: 196
theoderich hat geschrieben:
Zitat:
Bundesheer fordert mehr Geld und Personal

Hat jemand diese 33 Seiten Broschüre im Internet gefunden?
Nach der adaptierten APA-Meldung im Kurier wird auf diese als Basis verwiesen:
Zitat:
Mehr Sicherheit gibt es nicht um weniger Geld", schreibt Generalstabschef Othmar Commenda in der 33 Seiten starken Broschüre, die der APA vorliegt.

Sonst zum Inhalt:
Wie zu erwarten.
Mehr Geld (nachvollziehbar) und mehr Berufssoldaten (nur teilweise nachvollziehbar).
Ganz am Ende halt der obligatorische No-Na Hinweis auf Miliz.
Zitat:
Einmal mehr werden regelmäßige und verpflichtende Übungen für Milizsoldaten gefordert.

https://kurier.at/politik/inland/koalition-militaerfuehrung-fordert-mehr-geld-und-personal-fuer-das-heer/294.957.439


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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 30. Okt 2017, 17:59 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20772
Koalitionsverhandler vertagen Kassasturz

Zitat:
Laut ÖVP-Generalsekretärin Elisabeth Köstinger brauche es „noch mehr Details“, die finanzielle Situation der einzelnen Ressorts soll nun noch genauer aufbereitet werden. Die budgetäre Bestandsaufnahme der Steuerungsgruppe soll bis Freitag beendet sein. Man werde „noch verhandeln, bis weißer Rauch aufsteigt“, so Köstinger. Parallel starten ab Dienstag die 25 Untergruppen zu den konkreten Themenblöcken.

Hofer: Situation „nicht gut“

Laut FPÖ-Vize Norbert Hofer habe man einen „guten Überblick“ bekommen. Nun gelte es, „Reibungsverluste“ zu finden und diese durch bessere Verwaltung zu minimieren. Man müsse eine solide Basis für die Verhandlungen schaffen. Man habe zwar kein Budgetloch gefunden, die Situation sei aber „nicht gut“. Es gelte nun auch, die verschiedenen Wechselwirkungen von gesetzten Maßnahmen im Budget sichtbar zu machen.

Laut letzten verfügbaren Haushaltsdaten vom Oktober ist das strukturelle Defizit aus heutiger Sicht um 0,6 Prozentpunkte zu hoch. Das wären in etwa zwei Milliarden Euro Sparbedarf für 2018. Nicht eingerechnet sind hierbei mehrere hundert Millionen aus Maßnahmen, die im Vorfeld der Wahl umgesetzt wurden.

Welche Programme der letzten Legislaturperiode gekippt werden könnten, dazu wollte sich Köstinger nicht konkret äußern. Sie sehe aber jedenfalls „erhebliches Effizienzpotenzial“ - wo genau, ließ sie ebenfalls offen. In den nächsten Tagen wolle man das politische Gestaltungspotenzial ausloten.



    Viele Wünsche (Kommentar, Herbert Schicho, Neues Volksblatt)

    Zitat:
    Diese Woche wird es nun also konkret. Und damit beginnt wieder die Zeit der Wünsche und der Angstmache. Die Generäle haben bereits ihre Anliegen deponiert und dies mit drastischen Worten untermauert: „Ein neues Zeitalter der Unsicherheit ist angebrochen“ warnt der Generalstabschef. Ein Drittel mehr Geld brauche das Bundesheer, „damit die militärische Grundbefähigung wieder gesichert ist“. Vermutlich werden auch noch die Lehrer, die Polizei, die Ärzte und alle anderen mit Forderungen kommen, wie Österreich besser, gesünder und gescheiter wird. Werden die Anliegen nicht erfüllt, droht Fürchterliches. Darum ist es notwendig, dass der Steuerzahler zahlen sollte ... aber genauer dieser erwartet sich eigentlich eine Senkung der Abgaben.

    Diese Quadratur des Kreises könnte nur der Weihnachtsmann schaffen. Das Koalitionspackerl wird wohl auch enttäuschte Gesichter bringen.



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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 31. Okt 2017, 11:22 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20772
Experten sehen wenig Spielraum für Steuersenkungen

Zitat:
Felderer sieht vor allem längerfristig (über einen Zeitraum von zehn Jahren) Probleme auf Österreich zukommen. Insbesondere in den Bereichen der Pensionsfinanzierung, im Gesundheitswesen, aber auch bei der Finanzierung des Bundesheeres, dem mehr Mitteln versprochen wurden, werde es zu Mehraufwand kommen. Im Bildungsbereich sieht Felderer vor allem bei Wissenschaft und Forschung die Notwendigkeit, die Mitteln zu erhöhen.



1,8 Milliarden Euro
Für Asylpolitik fließt so viel Geld wie für Heer



    Und wo soll künftig gespart werden? (Leitartikel)

    Zitat:
    Reden wir über’s Geld, über unser Geld, das der Steuerzahler. Es ist gerade ein guter Zeitpunkt, weil die Verhandler von ÖVP und FPÖ auch über unser Geld reden, also Obacht. Der sogenannte Kassasturz brachte keine Überraschungen, das ist schon einmal gut. Jetzt geht es also ans Ausgeben, beide Parteien wollen ja ihre Handschrift im Regierungsprogramm wiederfinden. Ein Blick auf staatsschulden.at beruhigt nur wenig. Zwar geht die Verschuldung jede Sekunde zurück, wie man beobachten kann, aber nur ganz wenig. Wir haben noch immer über 295 Milliarden Minus, rund 70.000 Euro pro Erwerbstätigem oder 83 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt (BIP). Beim Start der letzten Regierung waren es "nur" 262 Milliarden. Der Staat gibt regelmäßig mehr Geld aus, als er einnimmt.

    Nun soll der Sicherheitsbereich verstärkt werden, das gilt für Polizei und Bundesheer. Mehr Polizisten werden teuer sein, das von Experten geforderte Prozent vom BIP für die Verteidigung kostet auch mehr als eine Milliarde pro Jahr. Dass das Bundesheer lange zu wenig bekommen hat, rächt sich eben jetzt. Die FPÖ will außerdem 1200 Euro pro Pensionist nach 40 Jahren im Beruf, klingt auch gut. Bei der Bildung brauchen wir sicher mehr Geld. Aber wo wird gespart? Bei den Sozialleistungen für Ausländer, haben wir im Wahlkampf gehört, die dabei verkündeten Summen waren aber nie glaubwürdig. Richtige Sparvorschläge fehlen noch.



Zuletzt geändert von theoderich am 01. Nov 2017, 02:23, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 31. Okt 2017, 12:39 

Registriert: 12. Mai 2011, 11:05
Beiträge: 3393
theoderich hat geschrieben:
1,8 Milliarden Euro
Für Asylpolitik fließt so viel Geld wie für Heer

http://www.krone.at/596108


Es sind 2017 ca. 2.8-3.2 Mrd., Tendenz natürlich steigend. Meinen Infos zugrundeliegend sind es ab ca. 2020 volle 5 Mrd. jährlich, da ab dann der familiennachzug voll einsetzt.

Die Krone kannst knicken, klickt gleich auf den neuen Hai im Fischteich:

http://www.addendum.org/asyl/was-die-as ... ch-kostet/

Wie das Bundesheer dabei zu mehr Geld kommen will wenn der Finanzminister weiterhin Schelling heisst, schau ich mir live an.


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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 01. Nov 2017, 12:09 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20772
Zitat:
Bundesheer fehlen 2.000 Rekruten pro Jahr

Dem Bundesheer stehen immer weniger Rekruten zur Verfügung. Einerseits geht die Zahl der Stellungspflichtigen zurück, andererseits steigt der Anteil der Untauglichen, und das Interesse am Zivildienst bleibt hoch. Standen dem Heer vor zehn Jahren noch mehr als 25.000 junge Männer jährlich zur Verfügung, sind es heute nur noch 18.000.

Immer weniger Stellungspflichtige

Um das bestehende System zu erhalten, braucht das Bundesheer 20.000 Rekruten pro Jahr, wie Generalstabschef Othmar Commenda erst vor wenigen Tagen festgehalten hatte. Davon hat man sich allerdings in den letzten Jahren immer mehr entfernt - aus mehreren Gründen, vor allem demografischen: Die Zahl der jungen Männer mit österreichischer Staatsbürgerschaft sank zwischen 1982 von 65.000 17-jährigen Stellungspflichtigen bis 1996 auf knapp 42.000 und bis heute auf nur noch 39.000.

Zitat:
Gleichzeitig werden immer mehr junge Männer als untauglich eingestuft und fast die Hälfte der Tauglichen zieht den Zivildienst dem Heer vor, wobei sich hier seit 2015 eine Trendwende in Richtung Wehrdienst abzeichnet.

Zitat:
2006 waren 10.100 (21,6 Prozent) der 46.700 Stellungspflichtigen untauglich, 2011 schon 22,8 Prozent. 2016 war schon fast ein Viertel der Männer (24,2 Prozent) für den Wehrdienst nicht geeignet. Um dem Rekrutenschwund entgegenzutreten, legt die militärische Führung der künftigen Regierung mehrere Maßnahmen nahe. Zum einen soll der Grundwehrdienst attraktiver gemacht und die Bezahlung der Rekruten erhöht werden. Zum anderen sollen das Stellungswesen modernisiert und die Tauglichkeitskriterien überprüft werden.



Werbeoffensive mit Kratky gestartet
Dem Bundesheer fehlen 2000 Rekruten pro Jahr



Ominös: Wolfsrudel bei Heidenreichstein?

Zitat:
An einem Straßenbaum entlang der B 5 Richtung Eisgarn nahe eines steinernen Kreuzes hängt seit einigen Tagen ein aufwendig hergestelltes Schild in A4-Größe. Es wurde laminiert und mit vier Schrauben samt Beilagscheiben an dem Straßenbaum befestigt und zeigt das Foto dreier Wölfe. Darunter steht in roten Lettern geschrieben: "Vorsicht Wolfsrudel gesichtet!! Betreten auf eigene Gefahr."

Von wem stammt das Schild?

Nun könnte dieser Warnhinweis durchaus nicht unbegründet sein, wer ihn allerdings dort montiert hat, ist völlig unklar. Ein BB-Leser berichtete den Bezirksblättern Gmünd vor rund einem Jahr, dass er bei der Autofahrt Richtung Eisgarn in den Abendstunden am Straßenrand einen Wolf gesehen habe. Das Tier sei völlig gelassen am Straßenrand gestanden, habe, als das Auto fast vorüber war, kehrt gemacht und sei zurück in den Wald gelaufen. Und es habe sich definitiv um einen Wolf, nicht um einen Hund gehandelt, so der BB-Leser. Auch dürfte im Raum Litschau bereits ein Wolf in die Fotofalle eines Jägers gekommen sein und eine weitere BB-Leserin fürchtete vergangenen Winter, dass die Pfotenabdrücke auf ihrer weitläufigen Pferdekoppel, die sie dort entdeckt hatte, ebenfalls auf einen Wolf zurückzuführen gewesen sein könnten.

Zitat:
Bezirksjägermeister Ernst Strasser erklärt: "Das ist nicht das einzige Schild im Bezirk Gmünd. Ich kenne eines zwischen Amaliendorf und Haslau und im Raum Harmanschlag soll auch eines hängen. Die Jägerschaft Gmünd hat die Schilder jedenfalls nicht aufgehängt." Wo die Schilder herkommen, könne er nicht sagen, das sei sehr ominös. Wolfssichtungen gebe es im Bezirk Gmünd und darüber hinaus inzwischen zahlreiche. In der Region um Karlstift etwa oder im Raum Zwettl, bei Gebharts sei die Spur eines Wolfes fotografiert worden.

20 Tonnen Wildfleisch gefressen

"Ich war erst jüngst auf einem Wolfsgipfel. Die Heeresforste Allentsteig gehen davon aus, dass die Wölfe alleine heuer 20 Tonnen Wildfleisch fressen. Die Kosten dafür liegen bei rund 300.000 Euro pro Jahr für Allentsteig, inbegriffen sind da aber auch die Personalkosten. Ich selbst habe bisher noch keinen Wolf gesehen, gehe aber davon aus, dass es ihn auch in meinem Revier gibt. Das macht sich an der sichtbar verminderten Anzahl der Rehe bereits bemerkbar. Die Wölfe sind im Übrigen sehr neugierig. In Allentsteig mussten auf einer großen Fläche Käferbäume beseitigt werden. Dort hat man einen Wolf beobachtet, der neugierig hinter dem Harvester hergelaufen ist."

Das Bundesheer sei dem Wolf nach wie vor sehr freundlich gegenüber eingestellt, obwohl es inzwischen auch zu Bedrohungen durch Wölfe gekommen sei, inklusive dem tödlichen Zwischenfall in Griechenland, so der Bezirksjägermeister weiter und: "Wenn jemandem im Wald ein Wolf begegnet, soll man auf jeden Fall nicht weglaufen, sondern ruhig weggehen."



Zuletzt geändert von theoderich am 15. Nov 2017, 20:44, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 02. Nov 2017, 10:51 

Registriert: 17. Jun 2016, 11:30
Beiträge: 196
theoderich hat geschrieben:
Zitat:
Bundesheer fehlen 2.000 Rekruten pro Jahr
2006 waren 10.100 (21,6 Prozent) der 46.700 Stellungspflichtigen untauglich, 2011 schon 22,8 Prozent. 2016 war schon fast ein Viertel der Männer (24,2 Prozent) für den Wehrdienst nicht geeignet. Um dem Rekrutenschwund entgegenzutreten, legt die militärische Führung der künftigen Regierung mehrere Maßnahmen nahe. Zum einen soll der Grundwehrdienst attraktiver gemacht und die Bezahlung der Rekruten erhöht werden. Zum anderen sollen das Stellungswesen modernisiert und die Tauglichkeitskriterien überprüft werden.


Das Bundesheer veröffentlicht leider aus vermeintlichen Datenschutzgründen keine näheren Statistiken betreffend der Stellung, zB:
  1. Warum sind mehr untauglich?
  2. Gibt es Unterschiede nach Bundesländern?
  3. Hat der Anteil älterer Stellungspflichtiger zugenommen (Einbürgerungen)?
  4. Wie oft kommen 1-er Tauglichkeitsstufen vor und was passiert damit (=vorübergehend untauglich)?

--> Ich denke, hier müsste jemand aus dem Nationalrat sein parlamentarisches Interpellationsrecht verwenden (parlamentarische Anfrage).


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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 02. Nov 2017, 14:36 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20772
Weniger Stellungspflichtige: Das müssen Sie darüber wissen



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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 02. Nov 2017, 15:26 

Registriert: 12. Mai 2011, 11:05
Beiträge: 3393
de10kcl hat geschrieben:
[*]Warum sind mehr untauglich?


Sieh sie dir an, dann hast du die Antwort sofort.


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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 02. Nov 2017, 17:22 

Registriert: 17. Jun 2016, 11:30
Beiträge: 196
Dr4ven hat geschrieben:
de10kcl hat geschrieben:
[*]Warum sind mehr untauglich?


Sieh sie dir an, dann hast du die Antwort sofort.

Naja, das ist keine Erklärung warum nun über 25% untauglich sind und früher "nur" 21%.
Meiner Meinung nach gehören die Tauglichkeitskriterien überarbeitet - mehr als 5% untauglich kann ich mir schwer vorstellen.
Ein möglicher Motivator: Wer einen Führerschein bekommt mit 18 bzw bis 35 und mit 17 als untauglich eingestuft wurde, wird automatisch als tauglich Stufe 2 eingeordnet.
Ob nun mehr Jugendliche Übergewicht haben - ist doch wurscht. Bekommt er halt ein Hemd Größe 45 statt 39.


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