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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 09. Okt 2017, 22:11 

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Zitat:
Bundesheer

1 Std

Mit Bedauern geben wir bekannt, dass heute Abend ein Rekrut getötet wurde. Bei einem Schussvorfall im Amtsgebäude Vorgartenstraße wurde ein 20-jähriger Wiener von einem Sturmgewehr 77 getroffen. Die gerufene Rettung konnte das Leben des Soldaten nicht mehr retten. Das Militärkommando Wien hat eine Untersuchung eingeleitet. Es herrscht große Trauer und Bestürzung beim Bundesheer.



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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 10. Okt 2017, 16:50 

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Tiroler Autozulieferer Empl im Aufwind

Zitat:
"Der Umsatz ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Nach 131 Millionen Euro im Vorjahr peilen wir für heuer 135 Millionen Euro an", so Geschäftsführer Joe Empl im Gespräch mit der APA. Das Familienunternehmen werde auch in den kommenden Jahren weiter "kräftig" investieren.

Etwa soll am deutschen Standort in Elster eine Fahrzeug-Übergabehalle errichtet werden, erklärte der Geschäftsführer: "Dort sollen dann die gefertigten Sonderfahrzeuge im passenden Ambiente präsentiert beziehungsweise an Kunden übergeben werden." Das Investitionsvolumen betrage rund drei Mio. Euro.

Pläne in Nordafrika werden konkreter

Auch der geplante Standort in Nordafrika nehme konkrete Formen an, verriet Empl: "Wir haben schon sehr viele Behördenwege erledigt und haben einen Partner vor Ort, mit dem wir bereits intensiv zusammenarbeiten." Um welches Land es sich handelt, wollte der Geschäftsführer im derzeitigen Stadium der Firmengründung nicht verraten - nur soviel: "Es ist ein verhältnismäßig politisch stabiles Land, bei dem wir durchaus Potenzial sehen."

Zitat:
Die Exportquote betrage zwischen 65 und 70 Prozent, wobei Österreich und Deutschland zu den "Heimmärkten" zählen, da man in beiden Ländern mit Niederlassungen vertreten sei. Erfreulich sei, dass gerade in Österreich und Deutschland das "Behördengeschäft" wieder anziehe. Etwa verzeichne man vom österreichischen Bundesheer aber auch der deutschen Bundeswehr laufend Aufträge, beispielsweise für Fahrzeuge mit Wechselaufbauten oder Mannschaftstransporter.

Zitat:
Empl beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit derzeit 490 Mitarbeiter, davon 365 in Österreich. Pro Jahr werden an den Standorten rund 2.000 Stück von maßgeschneiderten Sonderaufbauten für Lkw-Fahrgestelle, Anhänger, Sattelauflieger und Feuerwehrfahrzeuge im zivilen sowie Behörden- und Feuerwehrbereich gefertigt.



Toter Wachsoldat: Schuss fiel im Ruheraum

Zitat:
Der Schütze wurde zwar noch nicht einvernommen, aber im Vorfeld habe es keinen Streit zwischen den beiden gegeben, berichtete Polizeisprecher Patrick Maierhofer am Dienstag. Erste Ergebnisse der Befragung wird es erst am Abend bzw. am Mittwoch geben. Bekannt ist mittlerweile, dass der Schuss im Ruheraum fiel.

Der Zeuge - ein Wachkommandant, der sich zum Zeitpunkt des Schusses Montagabend um 19.13 Uhr im vorderen Bereich des Wachcontainers in der Vorgartenstraße in der Leopoldstadt aufgehalten hatte - habe bei seiner Einvernahme nicht viel Aufschluss über die Geschehnisse geben können, sagte Maierhofer. Er war bei dem Vorfall nicht dabei. Er beobachtete nur, wie der 22-jährige Wachkommandant-Stellvertreter in den Ruheraum ging, danach fiel der Schuss.

Der 20-Jährige erlitt einen Kopfschuss und verstarb. Sein Kamerad wurde festgenommen. Tatwaffe war das Sturmgewehr 77, das zur Standardausrüstung eines Soldaten in Österreich gehört. Ob der Schuss absichtlich abgegeben wurde oder ob es sich um einen Unfall handelte, war noch völlig unklar.

Am Dienstagvormittag wurde der 22-jährige gebürtige Salzburger erstmals einvernommen, was laut Maierhofer einige Stunden in Anspruch nehmen wird. Die Tatortarbeit des Landeskriminalamtes Wien in dem Wachcontainer in der Vorgartenstraße war ebenfalls noch nicht abgeschlossen.

Der 20-jährige Wiener und sein 22-jähriger Kamerad dürften nicht zerstritten gewesen sein. Auch der Zeuge berichtete, dass es im Vorfeld keine Auseinandersetzung gegeben habe, so Maierhofer. Dazu dass der Rekrut in einem Bett gelegen, von dem 22-Jährigen mit der Waffe angestupst worden sei und sich da ein Schuss gelöst habe, wie oe24.at berichtete, meinte Maierhofer: "Es ist nicht auszuschließen."

Zitat:
Vor allem der Ausbildner des 22-jährigen Schützen zeigte sich betroffen. Der junge Mann sei der "beste Soldat, den er in den letzten Jahren hatte" und bisher "nur positiv aufgefallen", berichtete Oberst Michael Bauer vom Verteidigungsministerium der APA. Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) sprach am Rande eines Pressetermins von einem "bedauerlichen Vorfall". "Mein Mitgefühl gilt den Eltern und den Angehörigen", sagte Doskozil. Das Ministerium wolle die Ermittlungen der Polizei und der Staatsanwaltschaft abwarten, weil "es auch für uns eine wichtige Frage ist, wie konnte das passieren, zumal ja die Wachsoldaten ihren Dienst nicht mit geladenen Sturmgewehren versehen". Für die Schussabgabe bei einem StG 77 sei laut Doskozil "viel Zutun" notwendig.

Der 22-jährige Salzburger wurde zwei Monate lang zum Wachkommandanten ausgebildet. Dabei wurde er auch im Umgang mit der Waffe angelernt. Der 20-Jährige, der von dem Schuss des Salzburgers tödlich getroffen wurde, erhielt eine vierwöchige Basisausbildung und wurde dann drei Wochen zum Wachsoldaten ausgebildet, sagte Bauer.

Normalerweise schieben drei Soldaten 24 Stunden lang Wache. In dem Fall waren der Wachkommandant - der Zeuge -, der 22-Jährige als sein Stellvertreter und der 20-jährige Wachsoldat im Einsatz. Der Dienst begann zu Mittag. Sieben Stunden später fiel in dem Wachcontainer der Schuss. Ausgerüstet sind die Soldaten mit einem Sturmgewehr 77. Sie haben die Verpflichtung, die Waffe halb geladen bei sich zu tragen. Das heißt, das Magazin mit der Munition ist zwar angesteckt, doch sollte abgedrückt werden, löst sich kein Schuss. Dafür muss die Waffe zunächst geladen und abgedrückt werden.



Zuletzt geändert von theoderich am 17. Okt 2017, 23:27, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 10. Okt 2017, 18:14 

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Seltsame Unfallversion
Soldat tot: Schütze wegen Mordverdacht in Haft

Zitat:
Der Rekrut ruhte ahnungslos auf dem Bett, als ihn Montag um 19.15 Uhr das tödliche Projektil aus dem STG 77 in den Kopf traf. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich zwei weitere Soldaten in dem engen Container beim Schlagbaum der Erzherzog-Albrecht-Kaserne: Der Wachkommandant, der davon nichts mitbekam, weil er mit dem Rücken zum Geschehen stand, und sein Stellvertreter, der 22-jährige Todesschütze Ali U.!

Verweigerte Aussage

Der Salzburger verweigerte nach dem Schuss die Aussage. Sowohl Alko- als auch Drogentest waren negativ. Im Verhör durch die Mordermittler sagte er nur: "Ich kann mich an nichts erinnern!" Dabei wurde er zwei Monate zum Wachkommandanten ausgebildet.

Zitat:
Wollten Zigarette rauchen

Ali U. sitzt wegen Mordverdachts in Haft. Bei einer weiteren Befragung am späten Dienstagnachmittag, tischte der 22-Jährige im Beisein seines Anwalts Manfred Arbacher-Stöger (Kanzlei Rifaat) plötzlich eine seltsame Unfallversion auf. Demnach hätte er jemanden beim Schlagbaum in die Kaserne gelassen, wäre dann in den Container zurückgekehrt. Sein Kamerad der im Bett lag hätte gefragt, ob sie eine Zigarette rauchen gehen sollten - dabei soll sich der tödliche Schuss gelöst haben.

"Die Familie des Opfers ist völlig fertig und glaubt nicht an einen Unfall", so Anwalt Philipp Winkler. "Ich fordere lückenlose Aufklärung."



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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 11. Okt 2017, 11:18 

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Zitat:
Rekrut starb nach Marsch: Ausbildung wird evaluiert

Nach dem Tod eines Rekruten nach einem Marsch in Niederösterreich im Sommer hat Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) eine weitere Kommission ins Leben gerufen, wie aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage hervorgeht.

Unter der Leitung des früheren Kommandanten des Streitkräfteführungskommandos, Generalleutnant Günter Höfler, soll diese sämtliche Ausbildungsvorschriften überprüfen. Allfällige Defizite sollen von der Sonderkommission eruiert und Verbesserungsmöglichkeiten erarbeitet werden, sagte Doskozil heute.


Das ist zwar alles schon seit dem Sommer bekannt, aber zur Verbesserung der Chance auf Vorzugsstimmen wird es eben wieder aufgewärmt. Merkt sowieso keiner ...


Die nächste Version
Todesschütze: "Gewehr ist mir heruntergefallen"



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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 11. Okt 2017, 14:33 

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"Er ist ein harmloser Bub"
Soldat tot: Jetzt sprechen die Eltern des Schützen


Die "Krone" scheint diese Geschichte um jeden Preis auszuschlachten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 12. Okt 2017, 10:18 

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Wahlprogramme:
Viele Vorstellungen von Sicherheit




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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 12. Okt 2017, 21:57 

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Mordverdacht: Wachsoldat in U-Haft

Zitat:
Indessen kritisiert der Waffenexperte Armin Zotter im „Presse“-Gespräch, dass bei der Aufarbeitung des Falls zuwenig Distanz zum Bundesheer bestehe.

Zitat:
Gesichert ist: Das 20-jährige Opfer, Ismail M., ebenfalls ein Wachsoldat, starb durch einen Kopfschuss. Die Tatwaffe war das Sturmgewehr, das StG 77, des nunmehr in U-Haft sitzenden Soldaten. Ebendiese Tatwaffe wird nun durch den ebenso prominenten wie erfahrenen Schießsachverständigen Ingo Wieser untersucht.

Die „Nähe“ des Gutachters

Kurios: Wieser bekleidet eine Leitungsfunktion im Amt für Wehrtechnik; die Tat ereignete sich in einem Wachcontainer – drei Wachsoldaten, darunter der Schütze und das Opfer, waren dazu eingeteilt gewesen, das Kommando des Amts für Wehrtechnik (Wien Leopoldstadt, Vorgartenstraße 225) zu bewachen. Geografisch gesehen ereignete sich die Tat aber nicht direkt vor Wiesers Haustür, da seine Dienststelle in Felixdorf (Niederösterreich) liegt. Wieser gilt als Legende unter den Waffenexperten. Als Gerichtsgutachter war er schon im Lucona-Mordprozess um Udo Proksch oder im Briefbombenterrorprozess um Franz Fuchs eingesetzt.

Nun wurde er zwar von der Staatsanwaltschaft Wien und nicht vom Heer als Gutachter (Wieser ist gerichtlich beeideter Sachverständiger) bestellt, dennoch regt sich Kritik. Der gerichtliche Waffen- und Munitionssachverständige Armin Zotter (er untersuchte beispielsweise den blutigen Amoklauf des Wilderers von Annaberg) meint: „Der Fall ist beim Bundesheer angesiedelt und sollte nicht von Personen, die dem Militär nahestehen, untersucht werden.“

Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Michael Bauer, dazu: „Die Auswahl des Experten oblag ausschließlich der Staatsanwaltschaft.“
Indessen hält Zotter den zuletzt von Verteidiger Farid Rifaat vorgebrachten Einwand für ziemlich unwahrscheinlich: Rifaat hat gemeint, die Waffe sei dem Rekruten im Wachdienst runtergefallen, dadurch sei vielleicht eine Patrone in die Kammer geraten. Das StG 77 lade sich nicht selbst, sobald es irgendwo herunterfalle, meint Zotter dazu.

„Er ist am Boden zerstört“

Abgesehen davon muss das Gewehr ja auch entsichert worden sein – und der Abzug muss betätigt worden sein. Das Entsichern könne durch gedankenverlorenes Herumspielen passiert sein, so Anwalt Rifaat zur „Presse“. Und: „Es war ein Unfall. Mein Mandant hatte doch kein Motiv. Er ist am Boden zerstört.“

Die Anwälte der Hinterbliebenen des Opfers, Rudolf Mayer und Philipp Winkler, sind „an der Wahrheit“ interessiert. Mayer: „Die Familie will wissen, die Eltern wollen wissen, warum ihr Sohn sterben musste.“ Zu einem möglichen Herunterfallen des Gewehrs sagt Mayer: „Dann hätte der Rekrut, ein ausgebildeter Wachsoldat, doch sofort die Waffe abgeben müssen und ersuchen müssen, dass sie genau inspiziert wird.“ Mayer und Winkler begehren nun Schadenersatz für die Hinterbliebenen.


Dass das "Amt für Wehrtechnik" seit der REORG 2002 "Amt für Rüstung und Wehrtechnik" heißt, war wohl zu viel der Recherche.


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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 24. Okt 2017, 11:55 

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Bundesheer baut Cyber-Defence aus und steigt auf Windows 10 um

Zitat:
Vor fast fünf Jahren berichtete DER STANDARD, dass das Bundesheer den baldigen Umstieg von Windows XP auf Windows 7 plane. Dies war auch notwendig, stand zu diesem Zeitpunkt doch schon längst fest, dass Microsoft den Support des Betriebssystem-Oldies im folgenden Jahr komplett einstellen wird. Doch es kam zu Verzögerungen. Erst 2015 wurde tatsächlich mit dem Upgrade begonnen.

Ende 2015 wurde der Wechsel auf Windows 7 schließlich abgeschlossen, erklärt Lambert Scharwitzl gegenüber dem STANDARD am Security Day von Microsoft Österreich und dem Kuratorium Sicheres Österreich. Er leitet das Zentrum IKT- und Cyber-Sicherheit beim "Kommando Führungsunterstützung und Cyber-Defence" (KdoFüU & CD). Der nächste Umstieg steht bereits an und soll früher erfolgen, als ursprünglich geplant.

Auf Windows 7 folgt Windows 10

Kommendes Jahr will das Heer damit beginnen, rund 20.000 Rechner von Windows 7 auf das aktuelle Windows 10 zu aktualisieren, ursprünglich war der Schritt zum Nachfolger erst für 2019 eingeplant. Nach dem Umstieg will man die halbjährlichen großen Updates zeitnah einspielen. Scharwitzl schätzt, dass die Aktualisierung aller PCs etwa ein Quartal in Anspruch nehmen wird.

Die Verzögerungen beim Wechsel auf Windows 7 sollen sich vor allem dadurch ergeben haben, dass so manche Spezialsoftware, etwa Steuersysteme, mit der neuen Plattform nicht kompatibel war. Als Heer müsse man sicherstellen, dass man auch nach einem Umstieg voll einsatzfähig und die Sicherheit gewährleistet sei. Einzelne, allerdings isolierte Rechner laufen aus diesen Gründen bis heute noch mit Windows XP.

Zitat:
Zusammenarbeit mit EU, Nato und israelischen Experten

International arbeitet das Heer nicht nur mit Deutschland und der Schweiz zusammen. Im Cyber-Bereich kooperiert man zudem intensiv mit dem in Estland ansässigen Cooperative Cyber Defence Centre of Excellence der Nato, wo man sich auch schon an Übungen beteiligt und diese auch schon gewonnen hat. Vor Ort in Tallinn ist auch ein fixer Vertreter des Heeres tätig.

Gerade erst begonnen hat der Know-how-Austausch mit Partnern in Israel, wo Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) vergangenes Jahr eine Sicherheitsmesse besuchte. Zusammengearbeitet wird international sowohl mit staatlichen Institutionen als auch privaten Unternehmen.

Entgegen vorangehenden Berichten verfolgt das Bundesheer keine Pläne, Offensivkapazitäten zu entwickeln. "Wir bauen keine Angriffs-Elemente auf, das dürfen wir als neutrales Land gar nicht", erläutert Scharwitzl. Dementsprechend sei auch kein Ankauf von Exploits beziehungsweise "Zero Days" vorgesehen.

Fachkräftemangel behindert Personalsuche

Von der nächsten österreichischen Regierung wünscht man sich eine weitere Fixierung des Aufbaus des neuen Kommandos und der Cyber-Kräfte im Heer, wofür man weitere Infrastruktur, Finanzmittel und Personal brauche. 2018 möchte man den Teilbetrieb mit rund 60 bis 70 Prozent Personalstand starten, doch die Suche gestaltet sich schwierig. "Es gibt zu wenige Security-Spezialisten in Österreich", attestiert der Bundesheervertreter. Derzeit fahndet man in Österreich nach neuen Mitarbeitern, wobei man gezielt nach Absolventen von IT-HTLs sowie FH-Lehrgängen und Universitätsstudien mit IT-Sicherheits-Schwerpunkten sucht.

Der Vollbetrieb soll laut aktuellem Plan 2020 mit insgesamt 80 Security-Spezialisten starten.



    Leistungsschau des Heeres: Republik im Retro-Look (Kommentar)

    Zitat:
    Die Kinder können nicht das Argument dafür sein, dass rund um den 26. Oktober Jahr für Jahr in der Inneren Stadt Kriegsgerät aller Art unter Getöse aufgefahren wird

    Zugegeben, den Kindern gefällt's: In langen Schlangen stellen sie sich am Nationalfeiertag auf dem Heldenplatz oder rund ums Burgtheater an, um einen Blick ins Innere eines Panzers werfen zu können oder gar in einen Black-Hawk-Hubschrauber steigen zu dürfen. Andererseits: Würde man für die Kinder auf dem Heldenplatz überdimensionale Luftburgen aufbauen, tolle Klettergerüste montieren oder gar einen Abenteuerspielplatz gestalten – ihre Begeisterung wäre ebenso groß.

    Die Kinder können also nicht das Argument dafür sein, dass rund um den 26. Oktober Jahr für Jahr in der Inneren Stadt Kriegsgerät aller Art unter Getöse aufgefahren wird. Nicht nur Touristen und aus dem Ausland zugezogene Menschen überkommen mulmige Gefühle beim Anblick von Panzern im Herzen Wiens. Es stellt sich auch die Frage, wie die Republik im 21. Jahrhundert ihren wichtigsten Feiertag begehen will: mit dem Aufmarsch von Militär oder doch vielleicht anders, moderner, friedliebender? Wie wäre es einmal mit einer "Leistungsschau" der anderen Art? Wenn Wissenschafter, Künstler, arbeitende Menschen aller Professionen stolz zeigen dürften, was sie täglich für dieses Land zu leisten imstande sind? Man befände sich damit – sieht man einmal vom Monturzauber-begeisterten Italien ab – durchaus im europäischen Mainstream. Deutschland begeht den Tag der deutschen Einheit bewusst nicht mit offiziellen Militärparaden, auch die Schweiz lässt lieber Lampions steigen und zündet Feuerwerke an.

    Zitat:
    Das Bundesheer soll auch weiter zeigen, was es kann und was es können soll – aber bitte nicht just im Zentrum der Hauptstadt. Das wirkt, freundlich formuliert, dann doch ziemlich retro.



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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 25. Okt 2017, 10:09 

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Beiträge: 20734
    Freude am Tag (Kommentar)

    Zitat:
    Morgen ist Nationalfeiertag. Der hieß früher Tag der Fahne und ist nicht mit dem Staatsfeiertag zu verwechseln. Wir dürfen wie die Russen und die Chinesen und die Nordkoreaner Stärke demonst... – nein, Militärparade am Ring gibt’s schon lange keine mehr (seit 2005). Aber eine "Leistungsschau des Bundesheeres " auf dem Heldenplatz und hinterm Burgtheater in Wien.

    Da melden sich prompt humorlos erhobene Zeigefinger im Netz: Panzer in der Stadt, huhuu, was für ein Signal?! Martialisch. Rückwärtsgewandt. Was sollen Kinder denken?

    Ja eh, schon gut. Und wir wissen auch, dass auf dem Heldenplatz leider schon anderes bejubelt wurde.

    Aber das Bundesheer, das hilft, wenn es wo lawint oder überschwemmt, zeigt stolz sein Gerät. Ohne das manch Unglück eine Katastrophe wäre. Von der Pontonbrücke bis zum Hubschrauber. Auch solches, das es hoffentlich nie braucht. Kinder staunen, Eltern erklären. Bei Bratwurst und Schaumrolle und Apfelsaft. Ein Volksfest. Einfach aus Freude am Tag. Geht das auch? Danke.



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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 25. Okt 2017, 11:57 

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Beiträge: 3392
Was will man von Schafen auch anderes erwarten..

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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 25. Okt 2017, 13:25 
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Beiträge: 150
siehe meinen Leitsatz unter meinen Postings.

_________________
Pazifisten sind wie Schafe, die glauben der Wolf sei Vegetarier. (Yves Montand)


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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 26. Okt 2017, 18:36 

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Beiträge: 20734
Nationalfeiertag:
Wünsche für das Heer an neue Regierung




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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 27. Okt 2017, 10:37 

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Beiträge: 20734
Wien errichtet Poller zum Schutz vor Terroranschlägen



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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 27. Okt 2017, 11:46 

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Beiträge: 20734
Wien bekommt Poller als Terrorbarrikaden

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Zitat:
Seit Anfang des Jahres beschäftigte sich ein Arbeitskreis, bestehend aus Vertretern der Landespolizeidirektion Wien und der Stadt Wien, mit der Frage baulicher Sicherheitsmaßnahmen im öffentlichen Raum. Konkret geht es um Maßnahmen zur Reduktion des Risikos von Rammangriffen, zum Beispiel durch einen Lkw. Es galt, die Sicherheitslage für bestimmte Orte in Wien einzuschätzen.

In die Beurteilung von Gefährdung und Gegenmaßnahmen flossen Überlegungen der Polizei und der Stadt aus einem dreistufigen Prozess ein: Zuerst wird die Bedrohungslage eingeschätzt, dann das erforderliche Schutzniveau festgelegt und schließlich definiert, wie dieses Schutzniveau erreicht werden kann. So wird zum Beispiel im ersten Schritt geprüft, welche Fahrzeugart welche Geschwindigkeit erreichen kann, im zweiten die dauernd zu sichernden Zufahrten definiert und im dritten Schritt die Ausführungsart festgelegt.

Zitat:
Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou kündigte an, die sicherheitsbehördlichen Vorgaben für Rathausplatz, Kärntner und Mariahilfer Straße so rasch wie möglich umzusetzen: "Für Neuplanungen und Neugestaltungen öffentlicher Plätze und Straßen erarbeiten wir ab sofort neue Lösungen, wie Schutzmaßnahmen gegen solche Angriffe von Anfang an in die Planungen einfließen können, so Vassilakou. Ziel sei, die Maßnahmen effektiv, alltagstauglich, aber auch stadtbildverträglich zu gestalten.



Mehr Poller für Wien: Stadt und Polizei stellen Sicherheitskonzept vor

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Zitat:
Noch ist die Bedrohung durch einen terroristischen Anschlag "abstrakt", sagte der Wiener Landespolizeipräsidenten Gerhard Pürstl bei einem Mediengespräch am Freitag, doch man wolle trotzdem Vorkehrungen für den Fall der Fälle treffen. Erste Maßnahmen werden bauliche Vorkehrungen am Rathausplatz, der Kärntner Straße und der Mariahilfer Straße sein. Mit baulichen Maßnahmen sind vorerst Poller gemeint.

Fix sind schon einmal 87 Stück, die die Besucher des Rathausplatzes und der Kärntner Straße vor Anschlägen mit Fahrzeugen schützen sollen. Wie viele und wo genau auf der Mariahilfer Straße Poller schikanenhaft gesetzt werden sollen, um den Verkehr zu verlangsamen, ist noch nicht klar. Zuerst möchte man bei der Stadt den U-Bahn-Bau, der im kommenden Jahr beginnt, abwarten.

Zitat:
Für den Rathausplatz werden deshalb die Zufahrten durch die Lichtenfelsgasse und die Felderstraße durch fixe Poller gesperrt.

Auf jeder Seite sollen jedoch drei Poller ziehbar sein. Das heißt, dass sie während der Auf- und Abbauarbeiten bei Veranstaltungen durch Kranfahrzeuge weggeschleppt werden können. Eine enge Kurve auf jeder Seite sorgt dafür, dass Einsatzfahrzeuge auch weiterhin einfahren können. Die Begrenzungen werden aber so eng gesetzt, dass ein Passieren mit erhöhter Geschwindigkeit nicht möglich ist. Auf der Seite des Rings werden die bereits vorhandenen Kugeln beziehungsweise Ketten durch fixe Poller ersetzt. Sie werden nicht zu entfernen sein, da dort kein "Einfahrtsbedarf" herrscht, hieß es bei dem Termin.

Zitat:
Auf der Kärntner Straße wird der Zugang zur Fußgängerzone hinter der Staatsoper mit elf fixen Pollern gesperrt. Der Anrainer- und Lieferantenverkehr soll allein über die Seitenstraßen erfolgen. Sehr vorsichtige Kostenschätzung für alle drei Projekte: 1,5 Millionen Euro aus dem Budget der Stadt Wien.

Zitat:
Abgeschlossen sollen die baulichen Maßnahmen im Frühjahr 2018 sein. Dann, wenn Österreich den Ratsvorsitz der Europäischen Union innehat.



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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 27. Okt 2017, 16:33 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20734
Erschossener Wachsoldat: Grazer Gutachten soll Rätsel lösen

Zitat:
Es sei keineswegs vorsätzlich geschossen worden, es existiere auch gar kein Motiv – dies hatte Anwalt Farid Rifaat, der Verteidiger von Ali Ü., bereits kurz nach der Schussabgabe erklärt. Der derzeit wegen Mordverdachts in U-Haft sitzende Ü. könne sich nach wie vor nicht erinnern, was passiert sei, so Rifaat am Freitag zur "Presse". Und: Es handle sich um einen Unfall.

Der Rekrut habe wohl aus Langeweile mit dem Gewehr herumgespielt und nicht bemerkt, dass er es entsichert habe. Dass eine Patrone im Lauf war, könne durch ein mögliches Zu-Boden-Fallen der Waffe erklärbar sein. Auch das Verhalten des 22-Jährigen nach der Tat spreche für ein rein fahrlässiges Handeln. Der Mann sei nervlich am Ende gewesen, habe auch keine Anstalten gemacht zu fliehen.

Kann sich ein Sturmgewehr quasi selbst laden, wenn es zu Boden fällt? Diese Frage soll nun der Grazer Waffenspezialist Manuel Fließ klären. Er ist gerichtlich beeideter Sachverständiger und hat bereits mehr als700 Expertisen erstellt.

Schwenk des Staatsanwalts: Wieser kam nicht zum Zug

Interessant: Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft (StA) Wien, Christina Ratz, hatte zwei Tage nach dem Tod des Soldaten der Austria Presse Agentur angekündigt, dass die StA den renommierten Schießsachverständigen Ingo Wieser mit der Gutachtenerstellung beauftragen werde. Dazu kam es aber nicht. Der Grund dafür: Wieser arbeitet in leitender Position im Amt für Rüstung und Wehrtechnik – also ausgerechnet in jener Dienststelle, vor deren Kommando der Schuss gefallen war. Kritiker hatten eine sich dadurch ergebende Nähe des Gutachters zum Untersuchungsgegenstand ins Treffen geführt. Indem die StA Wien von der angekündigten Bestellung Wiesers Abstand nahm, wollte sie vermeiden, dass von schiefer Optik oder von möglicher Befangenheit die Rede ist.

Die Verteidigung hat sich indessen für Wieser ausgesprochen und den nunmehr bestellten Gutachter abgelehnt. An dessen Bestellung änderte dies aber nichts. Anwalt Rifaat hatte sich dafür stark gemacht, dass die Justiz - wenn sie schon nicht Wieser nimmt - lieber einen bestimmten Spezialisten aus der Schweiz beautragt.

Indessen wurde bekannt, dass das Projektil, das den Soldaten in den Kopf getroffen hatte, auch die Wand des Wachcontainers durchschlagen hatte und in einem Fensterrahmen des zu bewachenden Heeresgebäudes stecken geblieben war.

Das Bundesheer hatte anlässlich des Vorfalls darauf hingewiesen, dass sich aus einem Sturmgewehr nicht einfach so ein Schuss "lösen" könne. Man müsse vorher das Gewehr durchladen, es entsichern und dann abdrücken. Dazu komme, dass bei einer versehentlichen bzw. unbeabischtigten Schussabgabe klarerweise nicht davon ausgegangen werden könne, dass der Lauf des Gewehrs genau auf den Kopf eines Menschen gerichtet sei.



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