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Bundesheerreform LV 21.1 (ehem. ÖBH 2018)

Landesverteidigung, Einsätze & Übungen, Sicherheitspolitik, Organisation, ...
Ikarus1980
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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von Ikarus1980 » 08. Okt 2014, 14:59

Was ich mich Frage: gibt es eigentlich jemanden der M109 kauft (auch wenns ne moderne Version ist)? Und ebenso für die Bill Lenkwaffe? Wieso werden eigentlich die halben Bergepanzer verkauft - das versteh ich nicht - aber vielleicht kanns mir wer erklären.

Dr4ven
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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von Dr4ven » 08. Okt 2014, 15:38

Aus dem Jane's Artikel:

Additionally, the General Staff will retain only a core of heavy systems in order to retain institutional knowledge should the security situation in Europe drastically change.


Das wird sicher der Treppenwitz des Jahrzehnts...

Milizler
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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von Milizler » 08. Okt 2014, 16:48

Am Ende der Verhandlungen wird sich das Verhandlungsteam hinstellen und mit stolz verkünden das sämtliche Militärmusikkapellen erhalten werden und die Einsatzfähigkeit somit vollständig erhalten bleibt!
Beordert bei 1./JgB NÖ

Dr4ven
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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von Dr4ven » 08. Okt 2014, 17:57

Die sollten eher Horn bei/wegen Allentsteig behalten und halb Wien verkaufen.

Orakel
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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von Orakel » 08. Okt 2014, 19:23

Fährigkeitserhalt im Kleinen in allen Ehren, aber wie war das mit Führen von der Brigade aufwärts? [Zynismus ein] ..und Kampf der verbundenen Waffen heißt jetzt vermutlich, dass wir die aus Materialerhaltungsgründen oder aus Altersschwäche mit Leukoplast einwickeln[Zynismus aus]
Die 109er kauft die Voest für den Hochofen - an alle, die ev. verwendung hättem dürfen wir doch nicht verkaufen.

theoderich
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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 09. Okt 2014, 19:47

Parlamentskorrespondenz Nr. 893 vom 09.10.2014
Budgetsituation des Bundesheeres auch Debatte im Bundesrat

Klug: Schmerzhafte Anpassungen, notwendige Sonderinvestitionen und voll einsatzfähiges Heer

Verteidigungsminister Gerald Klug hielt demgegenüber fest, dass das österreichische Bundesheer auch weiterhin auf der Basis des Konzepts "Bundesheer 2018" und einer Sonderinvestition seinen in der Bundesverfassung vorgeschriebenen Aufgaben in vollem Umfang nachkommen wird. Die Anfragebeantwortung nutzte Klug außerdem dafür, der Länderkammer die aktuellen Entwicklungen und Eckpunkte des Strukturpakets näher zu bringen. Das Konzept sei in sich schlüssig und befinde sich derzeit innerhalb der Koalition in Endabstimmung, informierte er.

Durch die wiederkehrenden Budgetabschläge in den letzten Jahren und durch die über Jahre aufgestauten eklatanten Engpässe, seien die Auswirkungen auf die Armee unübersehbar, räumte Klug ein. Die vorherrschende und zu erwartende Ressourcenlage mache eine nahezu völlige Streichung von Neuinvestitionen in den Jahren 2014 und 2015 notwendig, was letztlich zu signifikanten Leistungsreduktionen des Bundesheeres führe, wie der Minister erläuterte. Aufgrund der allgemeinen Budgetlage und des noch vorgegebenen Budgetrahmens sei die Organisation zu verkleinern und auch Kasernen zu schließen. Der Anteil schwerer Waffen werde bis 2018 zudem signifikant verringert. Auch in der Logistik und bei der Ausbildungsorganisation müssten die Strukturen an den verringerten Bedarf angepasst werden. Insgesamt würden außerdem die Bereiche des Personalaufwands, des laufenden Betriebs und des sonstigen Sachaufwands um durchschnittlich 200 Mio. € pro Jahr reduziert, skizzierte Klug.

Es gelte, den Auftrag der Wehrdienstreform mit dem Ziel einer zeitgemäßen und sinnstiftenden Ausbildung für die Rekruten und Milizangehörigen fortzusetzen, so Klug. Aufgewertet werde in diesem Konzept auf alle Fälle die Miliz, was österreichweit 12 zusätzliche Kompanien bis 2018 und eine materielle Besserstellung bedeutet, erläuterte der Verteidigungsminister. Dafür seien in einem ersten Schritt Investitionen in einem Ausmaß von etwa 20 Mio. € erforderlich. Das sei aber nur über eine Sonderfinanzierung möglich, wie Klug festhielt.

Trotz der Verkleinerung der Organisation werde aber größtenteils vermieden, ganze Bataillone aufzulösen und große Garnisonen zu schließen. Vielmehr würden kleine, unwirtschaftliche Standorte geschlossen und durch die Verdichtung von Personal und Material an großen Standorten ein effizienter Betrieb ermöglicht. Was den Bereich Sonderinvestitionen betrifft, würden trotz "schmerzhafter Maßnahmen", Beschaffungen, etwa die Hubschrauberflotte für die Katastrophenhilfe oder das Nachfolgegerät für die Saab-105, anstehen. Die Finanzierung ist jedoch nach wie vor offen.



Parlamentskorrespondenz Nr. 885 vom 09.10.2014
Sondersitzung des Nationalrats am 16. Oktober

Der Nationalrat tritt am Donnerstag, dem 16. Oktober um 12.00 Uhr zu einer Sondersitzung zusammen. Das entsprechende Verlangen wurde von der FPÖ gestellt.

Geplant haben die Freiheitlichen eine Dringliche Anfrage an Verteidigungsminister Gerald Klug zur finanziellen Lage im österreichischen Bundesheer. Die Debatte darüber beginnt um 15.00 Uhr.



Das künftige Bundesheer erinnert mich ein wenig an die Lage nach dem Ersten Weltkrieg:

    Staatsvertrag von Saint-Germain-en-Laye vom 10. September 1919

    V. Teil.

    Bestimmungen über Land-, See- und Luftstreitkräfte.


    Um die Einleitung einer allgemeinen Rüstungsbeschränkung aller Nationen zu ermöglichen, verpflichtet sich Österreich, die im folgenden niedergelegten Bestimmungen über das Landheer, die Seemacht und die Luftfahrt genau innezuhalten.

    Abschnitt I.

    Bestimmungen über das Landheer.


      Kapitel I.

      Allgemeine Bestimmungen.


      Artikel 118.

      Im Verlaufe dreier Monate, gerechnet vom Inkrafttreten des gegenwärtigen Vertrages, müssen die Streitkräfte Österreichs in der nachfolgend festgesetzten Weise demobilisiert sein.

        Beachte für folgende Bestimmung

        Den Bestimmungen des V. Teiles (Art. 118 bis 159) des Staatsvertrages von St. Germain wurde durch die Bestimmungen des II. Teiles des Staatsvertrages betreffend die Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreich, BGBl. Nr. 152/1955, materiell derogiert.


      Artikel 119.

      Die allgemeine Wehrpflicht wird in Österreich abgeschafft. Das österreichische Heer wird künftighin nur auf dem Wege freiwilliger Verpflichtung aufgestellt und ergänzt werden.

        Beachte für folgende Bestimmung

        Den Bestimmungen des V. Teiles (Art. 118 bis 159) des Staatsvertrages von St. Germain wurde durch die Bestimmungen des II. Teiles des Staatsvertrages betreffend die Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreich, BGBl. Nr. 152/1955, materiell derogiert.


      Kapitel II.

      Stärke und Einteilung des österreichischen Heeres


      Artikel 120.

      Die Gesamtstärke der Streitkräfte des österreichischen Heeres darf 30.000 Mann, einschließlich der Offiziere und der Depottruppen (troupes des depots), nicht überschreiten.

      Die das österreichische Heer bildenden Formationen werden nach dem Belieben Österreichs, jedoch unter den folgenden Einschränkungen festzusetzen sein:

        1. Daß die Stände der gebildeten Einheiten sich unbedingt zwischen den in Übersicht IV dieses Abschnittes enthaltenen Höchst- und Mindestziffern halten werden;

        2. daß das Verhältnis der Offiziere, einschließlich des Personals der Stäbe und Spezialdienste, ein Zwanzigstel des Gesamtpräzensstandes, jener der Unteroffiziere ein Fünfzehntel des Gesamtpräsenzstandes nicht überschreiten wird;

        3. daß die Zahl der Maschinengewehre, Kanonen und Haubitzen nicht die in Übersicht V dieses Abschnittes für 1000 Mann des Gesamtpräsenzstandes festgesetzte überschreiten wird.

      Das österreichische Heer darf nur zur Erhaltung der Ordnung innerhalb des österreichischen Gebietes und zum Grenzschutz verwendet werden.

        Beachte für folgende Bestimmung

        Den Bestimmungen des V. Teiles (Art. 118 bis 159) des Staatsvertrages von St. Germain wurde durch die Bestimmungen des II. Teiles des Staatsvertrages betreffend die Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreich, BGBl. Nr. 152/1955, materiell derogiert.

      Artikel 121.

      Die Höchststände der Stäbe und aller Formationen, die in Österreich aufgestellt werden dürfen, sind in den diesem Abschnitte angeschlossenen Übersichten gegeben. Diese Zahlen müssen nicht genau eingehalten, dürfen aber nicht überschritten werden.

      Jede andere, die Truppenführung oder die Kriegsvorbereitung betreffende Organisation ist verboten.

        Beachte für folgende Bestimmung

        Den Bestimmungen des V. Teiles (Art. 118 bis 159) des Staatsvertrages von St. Germain wurde durch die Bestimmungen des II. Teiles des Staatsvertrages betreffend die Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreich, BGBl. Nr. 152/1955, materiell derogiert.

      Artikel 122.

      Alle Mobilisierungsmaßnahmen oder auf die Mobilisierung bezughabenden Maßnahmen sind verboten.

      Die Formationen, Verwaltungsdienste und Stäbe dürfen keinesfalls Ergänzungskader haben.

      Vorbereitungsmaßnahmen für die Aufbringung von Tieren oder anderen militärischen Transportmitteln sind untersagt.

        Beachte für folgende Bestimmung

        Den Bestimmungen des V. Teiles (Art. 118 bis 159) des Staatsvertrages von St. Germain wurde durch die Bestimmungen des II. Teiles des Staatsvertrages betreffend die Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreich, BGBl. Nr. 152/1955, materiell derogiert.

      Artikel 124.

      Jede Truppenformation, die nicht in den diesem Abschnitt beigefügten Übersichten vorgesehen ist, ist verboten. Jene, die über die gestattete Präsenzstärke von 30.000 Mann hinaus vorhanden wären, werden innerhalb der im Artikel 118 vorgesehenen Frist aufgelöst.

        Beachte für folgende Bestimmung

        Den Bestimmungen des V. Teiles (Art. 118 bis 159) des Staatsvertrages von St. Germain wurde durch die Bestimmungen des II. Teiles des Staatsvertrages betreffend die Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreich, BGBl. Nr. 152/1955, materiell derogiert.

      Kapitel III.

      Heeresergänzung und militärische Ausbildung.


        Artikel 125.

        Alle Offiziere müssen Berufsoffiziere sein. Die gegenwärtig dienenden Offiziere, die im Heere verbleiben, müssen sich verpflichten, wenigstens bis zum Alter von 40 Jahren zu dienen. Die jetzt dienenden Offiziere, die sich für den Dienst im neuen Heere nicht verpflichten, werden von jeder militärischen Dienstpflicht befreit; sie dürfen nicht an irgendeiner theoretischen oder praktischen militärischen Übung teilnehmen.

        Die Offiziere, die neu ernannt werden, müssen sich verpflichten, wenigstens 20 Jahre hintereinander effektiv zu dienen.

        Der Satz an Offizieren, die aus irgendeinem Grunde vor Ablauf ihrer Dienstverpflichtung aus dem Dienste ausscheiden, darf im Jahre nicht ein Zwanzigstel des im Artikel 120 vorgesehenen Gesamtstandes der Offiziere überschreiten. Wird dieses Verhältnis wegen höherer Gewalt überschritten, so kann der sich hieraus in den Kadern ergebende Abgang nicht durch Neuernennungen gedeckt werden.

          Beachte für folgende Bestimmung

          Den Bestimmungen des V. Teiles (Art. 118 bis 159) des Staatsvertrages von St. Germain wurde durch die Bestimmungen des II. Teiles des Staatsvertrages betreffend die Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreich, BGBl. Nr. 152/1955, materiell derogiert.

        Artikel 126.

        Die Gesamtdauer der Verpflichtung der Unteroffiziere und Mannschaften darf nicht geringer sein als zwölf Jahre hintereinander, darunter mindestens sechs Jahre Präsenzdienst.

        Das Verhältnis der Mannschaften, die aus Gründen der Gesundheit, durch Disziplinarverfügung oder aus irgendeiner anderen Ursache vor Ablauf ihrer Dienstzeit verabschiedet werden, darf im Jahre nicht ein Zwanzigstel des im Artikel 120 vorgesehenen Gesamtstandes überschreiten. Wird dieses Verhältnis wegen höherer Gewalt überschritten, so kann der sich hieraus ergebende Abgang nicht durch Neuanwerbung gedeckt werden.

          Beachte für folgende Bestimmung

          Den Bestimmungen des V. Teiles (Art. 118 bis 159) des Staatsvertrages von St. Germain wurde durch die Bestimmungen des II. Teiles des Staatsvertrages betreffend die Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreich, BGBl. Nr. 152/1955, materiell derogiert.

      Kapitel IV.

      Militärische Schulen, Unterrichtsanstalten, Gesellschaften und Vereine.


        Artikel 127.

        Die Zahl der Schüler, die zum Lehrgang der Militärschulen zugelassen werden, muß genau den Abgängen in den Offizierskorps entsprechen. Die Schüler und die Kaders zählen bei den in Artikel 120 festgelegten Stärken mit.

        Infolgedessen werden alle Militärschulen, die diesem Bedarfe nicht entsprechen, geschlossen.

          Beachte für folgende Bestimmung

          Den Bestimmungen des V. Teiles (Art. 118 bis 159) des Staatsvertrages von St. Germain wurde durch die Bestimmungen des II. Teiles des Staatsvertrages betreffend die Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreich, BGBl. Nr. 152/1955, materiell derogiert.

        Artikel 128.

        Andere Unterrichtsanstalten als die im Artikel 127 gedachten, ebenso alle sportlichen oder sonstigen Vereine dürfen sich nicht mit irgendeiner militärischen Frage beschäftigen.

          Beachte für folgende Bestimmung

          Den Bestimmungen des V. Teiles (Art. 118 bis 159) des Staatsvertrages von St. Germain wurde durch die Bestimmungen des II. Teiles des Staatsvertrages betreffend die Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreich, BGBl. Nr. 152/1955, materiell derogiert.


      Kapitel V.

      Bewaffnung, Munition, Material und Befestigungen


        Artikel 129.

        Nach Ablauf dreier Monate, gerechnet vom Inkrafttreten des gegenwärtigen Vertrages an, darf die Bewaffnung des österreichischen Heeres, die in der Übersicht V dieses Abschnittes für 1000 Mann festgesetzten Ziffern nicht überschreiten.

        Die Überschüsse über die Stände werden lediglich zu etwa notwendigen Ersätzen dienen.

          Beachte für folgende Bestimmung

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        Artikel 130.

        Die Munitionsvorräte zur Verfügung des österreichischen Heeres dürfen die in Übersicht V dieses Abschnittes festgesetzten nicht überschreiten.

        In den drei Monaten, die dem Inkrafttreten des gegenwärtigen Vertrages folgen, wird die österreichische Regierung den dermalen bestehenden Überschuß an Waffen und Munition in jenen Orten deponieren, die ihr die alliierten und assoziierten Hauptmächte bekanntgeben werden.

        Andere Munitionsvorräte, -depots oder -reserven dürfen nicht angelegt werden.

          Beachte für folgende Bestimmung

          Den Bestimmungen des V. Teiles (Art. 118 bis 159) des Staatsvertrages von St. Germain wurde durch die Bestimmungen des II. Teiles des Staatsvertrages betreffend die Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreich, BGBl. Nr. 152/1955, materiell derogiert.


        Artikel 131.

        Zahl und Kaliber der Geschütze, die die normale, feststehende Bewaffnung der gegenwärtig in Österreich bestehenden festen Plätze bilden, sind sofort den alliierten und assoziierten Hauptmächten zur Kenntnis zu bringen und bilden Höchstbestände, die nicht überschritten werden dürfen.

        In den drei Monaten nach dem Inkrafttreten des gegenwärtigen Vertrages sind die Höchstvorräte an Munition für diese Geschütze auf folgende einheitliche Maße herabzusetzen und auf ihnen zu erhalten:

        1500 Schuß pro Geschütz bis zum Kaliber von 105 Millimeter, 500 Schuß pro Geschütz von größerem Kaliber als 105 Millimeter.

          Beachte für folgende Bestimmung

          Den Bestimmungen des V. Teiles (Art. 118 bis 159) des Staatsvertrages von St. Germain wurde durch die Bestimmungen des II. Teiles des Staatsvertrages betreffend die Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreich, BGBl. Nr. 152/1955, materiell derogiert.


        Artikel 132.

        Die Erzeugung von Waffen, Munition und Kriegsmaterial wird nur in einer einzigen Fabrik stattfinden. Diese wird in Verwaltung und Eigentum des Staates sein; ihre Produktion ist strenge auf jene Erzeugung zu begrenzen, die für die in den Artikeln 120, 123, 129, 130 und 131 angeführten Stände und Waffen nötig ist.

        Die Erzeugung von Jagdwaffen wird mit dem Vorbehalt nicht untersagt, daß keine in Österreich erzeugte Jagdwaffe, die Kugelladungen verwendet, das gleiche Kaliber hat, wie die in irgendeinem der europäischen Heere verwendeten Kriegswaffen.

        Binnen drei Monaten nach Inkrafttreten des gegenwärtigen Vertrages sind alle anderen Anlagen, die der Erzeugung, Herrichtung, Lagerung von Waffen, Munition oder Kriegsgerät aller Art oder der Herstellung von entsprechenden Entwürfen dienen, zu schließen oder für einen rein wirtschaftlichen Gebrauch umzuwandeln.

        In demselben Zeitraume sind ebenso alle Arsenale zu schließen, ausgenommen jene, die zur Lagerung der erlaubten Munitionsvorräte dienen werden; ihr Personal ist zu entlassen.

        Die Einrichtung der Anlagen oder Arsenale, die die Bedürfnisse der erlaubten Erzeugung überschreitet, muß außer Gebrauch gesetzt oder für einen rein wirtschaftlichen Zweck gemäß den Entscheidungen der in Artikel 153 vorgesehenen interalliierten militärischen Kontrollkommission umgestaltet werden.

          Beachte für folgende Bestimmung

          Den Bestimmungen des V. Teiles (Art. 118 bis 159) des Staatsvertrages von St. Germain wurde durch die Bestimmungen des II. Teiles des Staatsvertrages betreffend die Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreich, BGBl. Nr. 152/1955, materiell derogiert.


        Artikel 133.

        In den drei Monaten, die dem Inkrafttreten des vorliegenden Vertrages folgen, sind ohne Rücksicht auf die Herkunft (de toutes origines) alle Waffen, alle Munition und alles Kriegsmaterial einschließlich des wie immer gearteten Materials der Flugzeugabwehr, die sich in Österreich befinden und die erlaubte Menge überschreiten, den alliierten und assoziierten Hauptmächten auszuliefern.

        Diese Auslieferung wird an jenen Punkten des österreichischen Gebietes durchzuführen sein, die von den genannten Mächten festgesetzt werden. Diese werden auch über die diesem Material zu gebende Bestimmung entscheiden.

          Beachte für folgende Bestimmung

          Den Bestimmungen des V. Teiles (Art. 118 bis 159) des Staatsvertrages von St. Germain wurde durch die Bestimmungen des II. Teiles des Staatsvertrages betreffend die Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreich, BGBl. Nr. 152/1955, materiell derogiert.


        Artikel 134.

        Die Einfuhr von Waffen, Munition und Kriegsmaterial aller Art nach Österreich ist formell untersagt.

        Dasselbe gilt für die Erzeugung von Waffen, Munition und Kriegsgerät aller Art mit der Bestimmung für das Ausland und für deren Ausfuhr.

          Beachte für folgende Bestimmung

          Den Bestimmungen des V. Teiles (Art. 118 bis 159) des Staatsvertrages von St. Germain wurde durch die Bestimmungen des II. Teiles des Staatsvertrages betreffend die Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreich, BGBl. Nr. 152/1955, materiell derogiert.


        Artikel 135.

        Mit Rücksicht darauf, daß der Gebrauch von Flammenwerfern, erstickenden, giftigen oder ähnlichen Gasen, ebenso wie von allen derartigen Flüssigkeiten, Stoffen oder Verfahren verboten ist, wird ihre Herstellung in Österreich und ihre Einfuhr streng untersagt.

        Dasselbe gilt für alles Geräte, das eigens für die Herstellung, die Erhaltung oder den Gebrauch der genannten Erzeugnisse oder Verfahren bestimmt ist.

        Desgleichen ist die Herstellung in und die Einfuhr nach Österreich von Panzerwagen, Tanks oder anderen ähnlichen Maschinen (engins), die Kriegszwecken dienen können, verboten.


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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von iceman » 11. Okt 2014, 20:39

Bekanntlich behält das PzBat. 33 nur mehr die Dingos.
Hätte man nicht aus dem PzBat ein GrenBat machen können, indem die anderen Bat. eine Kp. und den Aufkl.zg abgeben und die Dingos einen Jägerverband geben? Schließlich ist das ja ein Mech-Verband.
Die JgBat sollen ja auch nur mehr über 2 Kp verfügen.

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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 11. Okt 2014, 21:18

Das PzB33 soll in JgB33 umbenannt werden. Steht alles in der Kurzfassung des Berichts zum Strukturpaket.

    Strukturpaket. Maßnahmen zur Leistungsanpassung des Bundesheeres. Wien, am 3. Oktober 2014 hat geschrieben:Das Panzerbataillon 33 wird in ein mit geschützten Räderfahrzeugen ausgestattetes Jägerbataillon umgewandelt und bleibt somit am Standort Zwölfaxing erhalten.

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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von em » 11. Okt 2014, 21:43

Ich finde es schon ziemlich witzig, einerseits die verbleibenden reduzierten MechVerbände in zwei PzGrenBrig zu splitten - wäre schon ein Sparfaktor nur auf eine MechBrig zu kommen. Andererseits verfügen die PzGrenBrig jetzt über insgesamt 3 reine JgB (Güssing, Amstetten, Zwölfaxing). Außerdem sind auch die beiden PzGrenB ebenfalls Verbände mit Jäger.
Es wäre doch logisch das JgB19 in Güssing zur 7. JgBrig zu geben, wäre geografisch als auch mit künftiger Pandur-Ausstattung der do JgBrig eher zweckmäßig. Die Pandure sollten sowieso zwischen den den JgB 17,18 u 19 aufgeteilt werden.

LEOPARD, ULAN und M109 bzw. Dingo (JgB12 u 33) wären dominierend für die MechBrigade.
PANDUR, DINGO sowie M109 (AAB7) dominierend für 7. JgBrig.
HÄGGLUNDS (geplant 20 Stk) und Überschneefahrzeuge für 6. JgBrig.
LMV soll als gep MzFzg in allen drei Brigaden Einzug finden.

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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von iceman » 12. Okt 2014, 06:30

Man hätte auch die Leopard und Ulan gleichmäßig auf die 4 Mech-Bat. aufteilen können (HBCT).
Das das JgBat.19 eigentl. zur 7. gehören sollte, gebe ich dir Recht.

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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von Doppeladler » 12. Okt 2014, 07:11

Bundesheer: Gibt es ein böses Erwachen?

Verteidigungsminister Klug hat nun seine „Maßnahmen zur Leistungsanpassung des Bundesheeres“ präsentiert. Im Wesentlichen wird das bisher kleine Bundesheer um weitere 15 bis 20 Prozent gekürzt. Die Folge: der Armee wird nun der militärische Arm amputiert. Das ist ein weiterer großer Schritt in Richtung uniformierter Katastrophenhilfeorganisation. Ein hoher Offizier meinte dazu, dass das Bundesheer sich nun unter diesen Rahmenbedingungen in einen „militärischen Winterschlaf“ begeben müsse: da kaum Mobilität für Übungen vorhanden ist. Vom vorherrschenden Politfilz enttäuschte Berufssoldaten sollen potemkinsche Dörfer wie die Attraktivierung des Grundwehrdienstes mit beschämend geringen Mitteln aufrecht erhalten. Als Staatsbürger frage ich nun nach: Herr Faymann, Herr Mitterlehner, wie ist das nun mit so mit diesem „militärischen Winterschlaf“? Werden wir es erleben, dass das Bundesheer jemals aus dieser militärischen Regungslosigkeit erwachen wird? Mit Blick auf Ihre bisherigen Leistungen: Ich fürchte nein. Wird das Reformruder beim Bundesheer nicht rasch herumgerissen, wird die militärische Landesverteidigung in wenigen Jahren sanft entschlafen sein. Dann bleibt uns Österreichern nur zu hoffen, dass wir uns nie wünschen müssen – der ukrainischen Bevölkerung geht es gerade so – aus einem bösen Albtraum der Wehrlosigkeit zu erwachen.

Leserbrief; Mag.(FH) Pierre Kugelweis, 8010 Graz

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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von Oberleutnant » 12. Okt 2014, 07:30

Solange der Minister egal welcher Colour für jede kleine Änderung im Dienstbetrieb als Bittsteller bei der Personalvertettung vorsprechen muss und eine einvernehmliche Lösung erzielen muss wird sich auf diesem Gebiet nichts ändern. Hab mit vielen Insidern gesprochen, genau diese straffe Gliederung wurde vom Generalstab vorgelegt nach Rücksprache mit der PV ist diese Zwittergliederung übriggeblieben.
Wir sind Österreicher. Was bedeutet, daß grundsätzliche Kurskorrekturen und deutliche Prioritätensetzungen nicht unsere Sache sind. Man ist froh, einigermaßen über die Runden zu kommen und Probleme irgendwie auszusitzen. (Zitat v. Alfred Payrleitner)

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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von iceman » 12. Okt 2014, 09:08

Was meinst du mit straffer Gliederung?

em
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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von em » 12. Okt 2014, 20:17

iceman, es ging dem Minister Kasernen und schweres Gerät (ua Kpz) einzusparen. Was noch übrig bleibt tauge für 2 HTCB`s, oder man belässt es wie jetzt vorgesehen bei den beiden PrGrenB und dem einen PzB. Das verbleibende Gerät und Standorte reichen für eine MechBrig, anstatt unsinnigerweise zwei PzGrenBrig aufrecht zu erhalten - wobei die 3.PzGrenBrig über keine Kpz und PzArt mehr verfügt. Es könne somit eine kompakte und gut organisierte MechBrigade gegründet werden, wobei ein Kdo und StbB eingespart würde.

iceman
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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von iceman » 12. Okt 2014, 21:56

Oder so:

4. PzGrenBrig: PzStbB 4, PzB 14, PzGrenB 13 und 35, AAB 4 + evt. PiB 2 dafür eine PiKp neu bei StbB 6

3. JgBrig: StbB 3, JgB 12 ,33 und 19, PiB 3

Ist jetzt auch schon Wurscht, weil schon entschieden.

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