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Bundesheerreform LV 21.1 (ehem. ÖBH 2018)

Landesverteidigung, Einsätze & Übungen, Sicherheitspolitik, Organisation, ...
theoderich
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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 29. Okt 2016, 08:36

Obst Bernd Rott, in: Gebirgsjäger. Truppenzeitung Hochgebirgs-Jägerbataillon 24, Nummer 3 (2016), p. 3 hat geschrieben:Mit Beginn Oktober sind die ersten Realisierungsmaßnahmen der neuen Heeresstruktur umzusetzen. Die Hochgebirgsjägerbataillone 23 und 26, sowie die Masse des Stabsbataillons 6 werden in die Führungsverantwortung der jeweiligen Militärkommanden entlassen. Das Kommando Gebirgskampf wird formiert und soll mit Jänner 2017 aus dem Stab, einer Kommandokompanie, dem Tragtierzentrum in Hochfilzen, einer Gebirgsaufklärungskompanie in St. Johann, dem Gebirgskampfzentrum in Saalfelden, dem Salzburger Pionierbataillon und dem Jägerbataillon 24 (HGeb) bestehen.

Die abzugebenden Verbände werden zwar in Teilen hochgebirgsbeweglich gehalten, die den Militärkommanden zugeordneten Bataillone haben jedoch keinen spezifischen Hochgebirgskampfauftrag und sind als Territorialkräfte zur entsprechenden Aufgabenerfüllung designiert und gegliedert.

Somit verbleibt unser Bataillon als einziger Hochgebirgskampfverband der Krisenreaktionskräfte in der neuen Struktur des ÖBH. Wir werden der zukünftig einzige Expertisen-Träger des Kampfes der verbundenen Waffen im Hochgebirge und somit bis zu einer eventuellen Rückgliederung unserer 26er Kameraden alleiniger Träger der nationalen Einsatzambition (Bataillonskampfgruppe) in dieser Spezialisierung sein.

Der zukünftige Stellenwert der Spezialisierung unseres Kampfverbandes drückt sich auch in der vermehrten Zuordnung von Berufskaderelementen aus. In den nächsten Jahren sind sukzessive zwei Hochgebirgsjägerkompanien als Kaderpräsenzeinheit (KPE) aufzustellen. Dies bedeutet einen Sollstand von 248 Hochgebirgskämpfern KPE zusätzlich zum existierenden Kaderrahmen. Auch die aus der 3. Kp zu formierende Hochgebirgs-Aufklärungskompanie ist mit Kompaniekommando und zumindest einem Hochgebirgs-Aufklärungszug mittelfristig als spezialisierte KPE geplant.


Weiß irgendjemand, welchen Auftrag die "Territorialkräfte" erfüllen sollen? Sollen sie nur Grundwehrdiener ausbilden?

Es ist bedenklich, dass man ein "Kommando Gebirgskampf" aufstellt, das nur ein einziges Bataillon - gegebenenfalls verstärkt mit einzelnen Elementen des Tragtierzentrums, der Gebirgsaufklärungskompanie und des Pionierbataillons 2 - zum Einsatz bringen kann.

innsbronx
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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von innsbronx » 29. Okt 2016, 17:13

Diesen Schwachsinn mit der Zuordnung zu den Militärkommandos hat dem Doskozil sein Burgenländischer Landeskaiser diktiert.

Tom69
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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von Tom69 » 30. Okt 2016, 07:12

theoderich hat geschrieben:Es ist bedenklich, dass man ein "Kommando Gebirgskampf" aufstellt, das nur ein einziges Bataillon - gegebenenfalls verstärkt mit einzelnen Elementen des Tragtierzentrums, der Gebirgsaufklärungskompanie und des Pionierbataillons 2 - zum Einsatz bringen kann.


Deshalb heißt es ja auch KdoGebKpf und nicht GebJgBrig!
Das ist einfach ein Kompetenzzentrum für den GebKpf. Dass es ein Brigadeäquivalent ist, ist die Folge dessen, dass man in Österreich auf Grund der Pragmatisierungen kein Personal entlassen kann und somit tatsächlich eine Dienststelle auflösen oder verkleinern.

Tom69
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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von Tom69 » 30. Okt 2016, 07:19

theoderich hat geschrieben:Weiß irgendjemand, welchen Auftrag die "Territorialkräfte" erfüllen sollen? Sollen sie nur Grundwehrdiener ausbilden?



Das sind die "Hausmeister-Bataillone" der MilKden. Diese werden alle nur erdenklichen Aufgaben erhalten. Beginnend von der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen des MilKdo (zB MilKdo-Bereichsmeisterschaften) über Bereitstellung von Kräften für AssE oder Hilfeleistung im Rahmen der Ausbildung (Pistentreten, Absperrzäune errichten, Schneeschaufeln,....) bis zu Objektschutzeinsätzen.
Im Grunde besteht dadurch eine Existenzberechtigung der MilKden - zuletzt haben diese ja nur mehr sich selbst geführt/verwaltet. Nun zumindest 1 Baon "aktiv" + 1 JgB Miliz + 1 PiKp + die selbständigen JgKp.
Im seit Beginn des ÖBH schwelenden Kampf zwischen Brigade- und MilKdo-Struktur hat eben diesmal wieder die MilKdo-Lobby gewonnen.

theoderich
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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 30. Okt 2016, 07:53

Danke. Das Ministerium hat es nicht geschafft, eine nachvollziehbare Erklärung für den Sinn und Zweck dieser Einheiten auf seiner Homepage zu publizieren.

    Schnellere Abläufe, kurze Reaktionszeiten auch durch Stärkung der Territorialkräfte: Dort wo geführt wird, soll auch Truppe vorhanden sein. Den Militärkommanden sollen - neben ihrer Führungsrolle bei Einsätzen im jeweiligen Bundesland - auch Truppe zugeordnet werden. Sie sollen auch ein Träger der Ausbildung der Grundwehrdiener und verantwortlich für die strukturierte Miliz sein.


    Territorialkräfte

      • Stärkung der Einsatzkräfte des ÖBH durch 5 neue Jägerbataillone

      • Zuordnung jeweils eines Bataillons an die Militärkommanden

      • Ausbildung von Grundwehrdienern

      • Heimat der Miliz

      • Aufgaben im Bereich Facilitymanagement (Militärische Servicezentren)


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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 29. Nov 2016, 11:30

Streitkräfte
Zielstruktur Landesverteidigung 21.1


Bgdr Mag. Karl Gruber
Leiter Teilstab Luft im
Streitkräfteführungskommando



Rolle der „neuen Miliz“
(Miliz in der Landesverteidigung 21.1)

Stand: 08 11 16


9. Workshop AssE, ULstg/ZMZ
09 11 16
EISENSTADT

Vortragender:
Bgdr Mag. THALLER Stefan/AL EVb


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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 15. Dez 2016, 10:44

Bild

Jägerbataillon 33

Das Panzerbataillon 33 befindet sich im Augenblick in der Transformation. Der Verband tauscht seine schweren Kampfpanzer gegen leichte, geschützte Mehrzweckfahrzeuge "Husar" und Allschutz-Transportfahrzeuge "Dingo". In Zukunft wird es eines von drei geschützten Jägerbataillonen des Bundesheeres sein.

Das zukünftige Jägerbataillon 33 ist in der niederösterreichischen Garnison Zwölfaxing stationiert.

Das Bataillon ist ein mit gepanzerten Fahrzeugen ausgerüsteter Kampfverband des Kommandos Schnelle Einsätze. Aufgrund des Panzerschutzes ihrer Gefechtsfahrzeuge, der ausgezeichneten Nachtsichtfähigkeit, der hohen Mobilität und Beweglichkeit bilden die Soldaten einen wichtigen Bestandteil dieses Kommandos.


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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 20. Dez 2016, 22:51

LEITGEB Franz: Bundesheerentwicklung 2017 aus Planungssicht, in: Sicher. Und morgen? Sicherheitspolitische Jahresvorschau 2017 (Wien 2016)

Zur Umsetzung der Reform „Landesverteidigung 21.1“

Bis zum Jahresbeginn 2017 soll die neue Gliederung des ÖBH, das heißt die Herstellung der neuen Unterstellungsverhältnisse und somit die neue Führungsstruktur samt den veränderten Budgetverantwortlichkeiten eingenommen sein. In weiterer Folge
wird es darauf ankommen, einerseits zügig die darauf angepassten Prozesse und andererseits die geänderten Organisationen in der Zentralstelle (Ministerium) und den Kommanden einzunehmen.

Auf Truppenebene stehen der Aufwuchs von reaktionsschnellen präsenten Kräften sowie die Verbesserung der Ausrüstung mit den Schwergewichten bei Soldatenausrüstung, Führungs- und Aufklärungsfähigkeit, Schutz, Mobilität und bei der baulichen Infrastruktur im Vordergrund. Als integraler Bestandteil sind dabei die Neuausrichtung und der Aufwuchs der Miliz fortzusetzen.

Begleitend sind konkrete Umsetzungen des 2016 genehmigten internationalen Kooperationsportfolios voranzutreiben, zum Beispiel durch Stärkung der Sicherheitskooperationen am Balkan und in Afrika, verbesserte grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Luftraumüberwachung und beim Lufttransport, Konsolidierung der EU Mountain Training Initiative und Aufbau eines Kompetenzzentrums „Schutz von Zivilisten“.

Weiterentwicklung des ÖBH

Unter dem Titel „Österreichs Sicherheit neu gestalten“ hat die österreichische Bundesregierung ein umfassendes Maßnahmenpaket beschlossen, dessen Umsetzung die weitere Entwicklung des ÖBH maßgeblich beeinflussen wird. Die tatsächliche Schaffung einer neuen originären Aufgabe des ÖBH zur Vorbereitung auf Einsätze im Rahmen der Umfassenden Inneren Sicherheit durch den Verfassungsgesetzgeber vorausgesetzt, sind 2017 weitere erforderliche ressortspezifische gesetzliche Änderungen, z.B. im Wehrgesetz, einzubringen und Anpassungen der militärischen Fähigkeiten auszuplanen. Daneben können auf Basis des Regierungsbeschlusses unmittelbare konkrete Implementierungsmaßnahmen wie z.B. der Beitrag des Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport am vorgesehenen gesamtstaatlichen Krisenmanagement – beispielsweise zur Organisationseinheit für Umfassende Sicherheitsvorsorge inkl. einem gesamtstaatlichen Lagezentrum – ausgeplant und eingeleitet werden.

Im Zuge der mittelfristigen ÖBH-Planung sind parallel dazu maßgebliche Entscheidungen wie beispielsweise im Bereich der Hubschrauberflotte oder des Ersatzes der leichten Luftraumüberwachungsflugzeuge, aber auch zum Führungsinformationssystem unterhalb der Bataillonsebene herbeizuführen.

Für die langfristige Unterstützung der ÖBH-Entwicklung und zur Stärkung der österreichischen und europäischen verteidigungsindustriellen Basis hat das ÖBH ein Verteidigungsforschungsprogramm aufgesetzt, das ab 2017 durch Etablierung eines Forschungsförderprogramms im Wettbewerb und die zusätzliche Nutzung von Fördermöglichkeiten der EU einen wesentlich gesteigerten Nutzwert aufweisen wird.


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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 28. Dez 2016, 19:17

Sorgen der Bundesheeroffiziere (10632/J)

1) Handelt es sich bei den oben zitierten Ausführungen Brigadier Pöchers um Planungsannahmen des österreichischen Bundesheeres?

    Zu 1:

    Nein. Brigadier Professor Mag. DDr. Pöcher hat den in der Zeitschrift „Der Offizier“ publizierten Beitrag im Rahmen seines verfassungsrechtlich gewährleisteten Rechts auf freie Meinungsäußerung verfasst.

2) Bei welchen Großdemonstrationen in Österreich soll das Bundesheer eingesetzt werden?

3) Entsprechen die Demonstrationen der Erdogan-Trupps diesem Profil?

4) Entsprechen die Demonstrationen gegen den rechtsextremen Akademikerball diesem Profil?

    Zu 2 bis 4:

    Die Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit im Zusammenhang mit Demonstrationen ist Aufgabe der Sicherheitsbehörden. Ob und inwieweit das Österreichische Bundesheer (ÖBH) in einem solchen Zusammenhang zu einer Assistenzleistung herangezogen werden könnte, ist daher nicht von mir, sondern von den anforderungsberechtigten Behörden auf Grundlage von Art. 79 Abs. 2 Z 1 B-VG und § 2 des Wehrgesetzes 2001 zu beurteilen.

5) Für welche „robusten Einsätze im Inland“ planen Sie den Einsatz von Kampfpanzern?

6) Gegen wen ist der Einsatz der Schweren Brigade im Inland geplant?

7) Wie und unter welchen Umständen können Kampfpanzer im Inland eingesetzt werden, um für Sicherheit und Ordnung zu sorgen?

13) Gegen wen sollen „minder letale Wirkmittel“ eingesetzt werden?

17) Ist der Einsatz der Schweren Brigade zur Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung im Inland mit dem BMI abbesprochen?

    Zu 5 bis 7, 13 und 17:

    Das ÖBH hat die ihm verfassungsmäßig zugeordneten Aufgaben stets mit den dafür vorgesehenen Kräften und Mitteln und auf Basis der geltenden Rechtsordnung zu erfüllen.

8) Gehört die Abwehr von Spielzeugflugzeugen zu den neuen Aufgaben der österreichischen Luftwaffe?

    Zu 8:

    Nein.

9) Welche Waffensysteme des Bundesheeres sind zur Bekämpfung von „Spielzeugflugzeugen, welche auf Menschenansammlungen Giftgas versprühen können“ geeignet?

    NICHT BEANTWORTET

10) Im Bericht des Generalstabs „ÖBH 2018“ werden Investitionen von 35 Millionen Euro zur Beschaffung von „erweiterter Schutzausrüstung für den Ordnungseinsatz für infanteristische Kampftruppen … im Bereich CRC (Crowd and Riot Control)“ angekündigt. Im Landesverteidigungsausschuss haben Sie erläutert, dass dies auch für den Inlandseinsatz gedacht sei. Welche Umstände sollen nach Ihren Plänen zu diesem Einsatz „infanteristischer Kampftruppen“ im Inland führen, wie sollen diese aussehen und gegen wen sollen sie sich richten?

    Zu 10:

    „Crowd and Riot Control“ ist ein bei Auslandseinsätzen seit Jahren vorbereitetes und angewandtes Verfahren infanteristischer Kräfte. Es dient dazu, gewaltbereite Personengruppen an der Ausübung von Gewalt gegenüber anderen Personen zu hindern und das erteilte Mandat auftragsgemäß und im Rahmen der Verhältnismäßigkeit durchzusetzen. Die genannten Investitionen dienen einem verbesserten Schutz unserer Soldatinnen und Soldaten im Auslandseinsatz. Diese Maßnahmen sind unter anderem Ergebnis des Lessons-Learned-Prozesses nach den Unruhen im Kosovo im Herbst 2011.

11) Nach diesem Bericht sollen zu diesem Zweck auch „minder letale Wirkmittel“ beschafft werden. Um welche „minder letalen Wirkmittel“ handelt es sich dabei im Einzelnen?

    Zu 11:

    Zur Zeit sind im ÖBH folgende minderletale Wirkmittel eingeführt: Reizstoffpatronen, Blitz-/Knallpatronen und Impulsgeschoßpatronen für Kaliber 40 mm, Reizstoffwurfkörper für Kaliber 75 mm, Irritationswurfkörper, Gummigeschoße für Vorderschaftrepetierer und Pfefferspray. Die Einführung weiterer minder letaler Wirkmittel wird derzeit geprüft.

12) Wie letal sind „minder letale Wirkmittel“?

    Zu 12:

    Minder letale Wirkmittel sind Mittel, mit welchen die Tötung oder schwere Verletzung von Angreifern weniger wahrscheinlich ist als beim Einsatz von Schusswaffen.

13) Gegen wen sollen „minder letale Wirkmittel“ eingesetzt werden?

    NICHT BEANTWORTET

14) Im Ministerratsvortrag vom 27.9.2016 wird eine Änderung des Entsendegesetzes (KSE-BVG) im Verfassungsrang angekündigt, um zukünftig Entsendungen zum Schutz der EU-Außengrenzen durchführen zu können. Damit wird bestätigt, dass derzeit ein solcher Einsatz des Bundesheeres verfassungsrechtlich nicht zulässig wäre. Halten Sie dennoch an der verfassungswidrigen Entsendung von Bundesheersoldaten nach Ungarn fest, die offenbar zur Umgehung der gesetzlichen Bestimmungen als humanitärer Einsatz getarnt wurde?

    Zu 14:

    Wie dem Beschluss der Bundesregierung vom 13. September 2016, dem der Hauptausschuss des Nationalrats am 28. September 2016 zugestimmt hat, zu entnehmen ist, beruht die angesprochene Entsendung auf § 1 Z 1 lit. b in Verbindung mit § 2 Abs. 1 des Bundesverfassungsgesetzes über Kooperation und Solidarität bei der Entsendung von Einheiten und Einzelpersonen in das Ausland (KSE-BVG). Die Entsendung erfolgt daher auf Basis geltenden Verfassungsrechts.

15) Wie soll nach Ihren Plänen bei der angekündigten Stärkung der Kapazitäten von HNaA und Abwehramt zur Terrorismusprävention die notwendige Kontrolle derartiger Aktivitäten ermöglicht werden?

    Zu 15:

    Eine beabsichtigte „Stärkung von Kapazitäten“ stellt keine Erweiterung der Befugnisse dar. Die Prüfung der Rechtmäßigkeit von Maßnahmen der nachrichtendienstlichen Aufklärung und Abwehr obliegt nach dem Militärbefugnisgesetz (MBG) dem Rechtsschutzbeauftragten und seinen beiden Stellvertretern. Darüber hinaus obliegen nachrichtendienstliche Maßnahmen zur Sicherung der militärischen Landesverteidigung der parlamentarischen Kontrolle durch den ständigen Unterausschuss des Landesverteidigungsausschusses des Nationalrates (Art. 52a B-VG).

16) Ist die Beschaffung „minder letaler Wirkmittel“ für Einsätze im Inland mit dem BMI abbesprochen?

    Zu 16:

    Sämtliche Beschaffungen orientieren sich am militärischen Bedarf und dienen u.a. dem Schutz unserer Soldatinnen und Soldaten. Ein Austausch auf Expertenebene zwischen dem Bundesministerium für Inneres (BMI) und dem BMLVS ist durchaus sinnvoll, um Synergien zu erkennen und diese zum beiderseitigen Vorteil zu nutzen.

17) Ist der Einsatz der Schweren Brigade zur Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung im Inland mit dem BMI abbesprochen?

    NICHT BEANTWORTET

18) Warum versuchen Sie, aus dem BMLVS ein zweites Innenministerium und aus dem Bundesheer eine Schwere Polizei zu machen?

    Zu 18:

    Die Sicherheitslage an der Peripherie Europas und damit rund um Österreich hat sich erheblich verändert. Das von BMLVS und BMI ausgearbeitete Sicherheitspaket reflektiert diese neuen Herausforderungen. Dabei kommt es weder zu einer Militarisierung der Polizei, noch zu einer Umwandlung des Bundesheeres zu einer „Schweren Polizei“.

Derartig formulierte Anfragen sind doch die reinste Zeitverschwendung.

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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 04. Jan 2017, 20:25


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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 06. Jan 2017, 01:33


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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 22. Jan 2017, 00:37

Verlegung der Stellungsstraße Linz nach Hörsching (10904/J)

1. Bis wann soll die Übersiedlung der Stellungsstraße und Ergänzungsabteilung abgeschlossen sein?

2. Wie lange werden die dafür benötigten Umbauarbeiten dauern?

3. Wie hoch werden die Kosten für die nötigen Umbauarbeiten sein?

    Zu 1 bis 3:

    Die Baumaßnahmen zur Unterbringung der Ergänzungsabteilung werden voraussichtlich im zweiten Quartal 2017 fertiggestellt werden. Anzumerken ist, dass die ursprünglichen Planungen der Stellungsstraße im Hinblick auf Maßnahmen zur Attraktivierung des Grundwehrdienstes geändert wurden, weshalb Details zu Aufwendungen und zeitlichem Ablauf des nunmehr vorgesehenen Zu- bzw. Neubaus derzeit noch nicht vorliegen.

4. Wie stellt sich die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel an den Fliegerhorst VOGLER dar?

    Zu 4:

    Der Fliegerhorst Vogler ist mit Busverbindungen an den Raum Linz angeschlossen.

5. Welcher Zeitanhalt ist für die Aufstellung des JgB15 vorgesehen?

6. Welche Stärke ist für das JgB15 (Zug aufwärts) vorgesehen?

7. Welchen konkreten Auftrag erhält das JgB15?

    Zu 5 bis 7:

    Die Aufstellung des Jägerbataillons 15 (JgB15) wird 2017 mit vorerst einer Jägerkompanie beginnen. Auftrag des JgB15 ist vor allem der Schutz von Objekten und Räumen sowie die Sicherstellung der Ausbildung und Aufstellung der zwei zugewiesenen Milizbataillone. Nähere Details, wie Organisationspläne der Friedens- und Mobilmachungsgliederung sowie Stärkeangaben, sind im Hinblick auf Art. 20 Abs. 3 B-VG im Interesse der umfassenden Landesverteidigung nicht geeignet, im Rahmen einer Anfragebeantwortung bekannt gegeben zu werden.

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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 25. Jan 2017, 13:34

Ihr habt es mir ja nicht geglaubt, dass die Budgeterhöhung des Bundesheeres eigentlich nur auf dem Papier existiert und ein baldiges Scheitern von "Landesverteidigung 21.1" sowie das nächste Sparpaket mit den seit zehn Jahren üblichen Begleiterscheinungen (Investitionsstopp, ersatzloser Verkauf von Waffen und Gerät zu Dumpingpreisen, Auflösung von Verbänden, Liegenschaftsverkäufe, Aufnahmestopp beim Personal, Herunterfahren des Ausbildungsbetriebs, etc.) nur noch eine Frage der Zeit ist:


Bei einem Minus zwischen 125 und 300 Mio. EUR würde sich wieder die Sinnfrage nach der Aufrechterhaltung der Institution "Bundesheer" stellen, weil nichts mehr investiert werden könnte. Und bei einer Streichung von 500 Mio. EUR wäre man wieder bei den 0,5 % des BIP von 2015 angelangt.


Jahresauftakt Finanzminister Dr. Hans Jörg Schelling
Am 16. Jänner 2017 im Finanzministerium

PAKT FÜR ÖSTERREICH


Als Finanzminister kann ich dazu einiges beitragen: unbeirrt darauf drängen, dass die größten Kostentreiber eingebremst werden. Denn wir haben ein Ausgaben- kein Einnahmenproblem. Man muss da nicht mehr lange herumreden, sondern nur endlich zügig das tun, worüber wir in der Koalition bereits übereingekommen sind. Gute Laune alleine saniert kein Budget.

Und das sind die vordringlichen Ziele, die ich aus den Zahlen ableite:

[...]

    5. Bis 2021 überarbeiten wir unsere altgewohnte Art, ein Budget zu erstellen und einigen uns auf die notwendigen Neuerungen: mithilfe genauer Ausgabenanalysen reduzieren wir ab heuer die Ausgaben um 5 Prozent – das sind 3,8 Milliarden, ein Drittel, also rund 1,3 Mrd. Euro, dieser reduzierten Ausgaben wird zweckgewidmet für Investitionen in die Zukunft, also für Bildung, Forschung, Infrastruktur etc. verwendet.

Zuletzt geändert von theoderich am 25. Jan 2017, 15:01, insgesamt 1-mal geändert.

Milizler
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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von Milizler » 25. Jan 2017, 14:57

Der Artikel im Standard bringt jetzt aber auch keine neuen Informationen, er wiederholt nur die hier bereits getätigten Befürchtungen und Worst Case Szenarien. Gekürzt kann immer werden, keine Frage, aber die Stimmung in der Bevölkerung hat sich beim Thema Sicherheit in den letzten Monaten stark gewandelt, ich glaube nicht dass gerade in diesem Bereich neue Kürzung friktionsfrei vollzogen werden können.
Beordert bei 1./JgB NÖ

chuckw
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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von chuckw » 25. Jan 2017, 15:25

theoderich hat geschrieben:Bei einem Minus zwischen 125 und 300 Mio. EUR würde sich wieder die Sinnfrage nach der Aufrechterhaltung der Institution "Bundesheer" stellen, weil nichts mehr investiert werden könnte. Und bei einer Streichung von 500 Mio. EUR wäre man wieder bei den 0,5 % des BIP von 2015 angelangt.

Nun, als gelernter Österreicher weiß man natürlich ob der Gefahr beim Bundesheer einsparen zu wollen.

Ich glaube aber, wie bereits einmal geschrieben, dass die Zeiten aktuell gegen einen Sparkurs sprechen. Dafür gibt es (fast) keine Akzeptanz in der Bevölkerung.

Auch hat Schelling erst vor wenigen Tagen die Finanzierung für die Pandur freigeben, ihm wird der angekündigte Sparplan wohl nicht von heute auf morgen "erschienen" sein.
Schelling hat den langfristigen Sparplan schon länger im Kopf und seine Ideen vom Einsparen seit seinem Amtsantritt immer wieder in der ein oder anderen Art und Weise kundgetan.

Er hat dem Bundesheer für die nächsten Jahre sicher nicht zufällig mehr Geld zugesichert.
Soweit ich weiß haben Doskozil und Schelling eine sehr gute Gesprächsbasis, das ist oft wichtiger als man glaubt.

Die Frage ist da wohl eher, was die nächste Regierung will/nicht will.
Alles läßt sich durch Standhaftigkeit und feste Entschlossenheit erreichen. (Prinz Eugen v. Savoyen)

Antworten
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