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Bundesheerreform LV 21.1 (ehem. ÖBH 2018)

Landesverteidigung, Einsätze & Übungen, Sicherheitspolitik, Organisation, ...
theoderich
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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 15. Jun 2016, 12:09

5 Antworten: So sieht die neue Militärmusik aus


Eigentlich unglaublich: Zuerst sollen neun Militärmusiken auf vier (Kärnten, Oberösterreich, Tirol, Wien) reduziert werden - bei Beibehaltung der vollen Spielstärke von 48 Personen (3. Oktober 2014). Die Landeshauptleute veranstalten einen riesigen Aufstand samt Medienkampagne. Es folgt eine Regierungseinigung am 23. Dezember 2014, bei der die Landeshauptleute "eine Militärmusik für jedes Bundesland" mit den kleinen "Ensembles" durchsetzen und zunächst die Einigung in den höchsten Tönen loben. Dann rebellieren die Landeshauptleute erneut - und drei Beschlüsse der LH-Konferenz später kehrt man zum Status quo ante zurück.

Die Schweiz kommt mit nur vier Orchestern, drei Rekrutenspielen und insgesamt 16 WK-Spielen auf Milizbasis (3 Wochen Wiederholungskurs pro Jahr) aus - bei einem Personalstand von 170.000 Mann (1 Militärmusik kommt auf 7.400 Mann):


In Deutschland gibt es ein Zentrum Militärmusik und 14 Musikkorps - gesamter Personalstand der Bundeswehr: 177.000 Mann (1 Militärmusik kommt auf 11.800 Mann):


Und wir haben bei gerade mal 32.000 Mann Personalstärke volle 9 Militärmusiken (1 Militärmusik kommt auf 3.555 Mann).


Und wofür? Etwa dafür?!?

    Landeshauptmann Hans Niessl feiert 65er (12. Juni 2016)

    Bild

    Bild
    Die Militärmusik Burgenland gratulierte am Freitag musikalisch



    Frühlingsständchen der Militärmusik Steiermark (21. April 2015; VIDEO)

    Das Frühlingsständchen der Militärmusik ist eine Tradition, welche nun schon seit fast 10 Jahren gepflegt wird und somit zu einem festen Bestandteil der ersten Landtagssitzung nach Frühlingsbeginn wurde.



    Ensemble der Militärmusik zu Weihnachtsbesuch im Landhaus (21. Dezember 2013)

    Bild

    Kürzlich erklangen im Landhaus die stimmungsvollen Weihnachtsgrüße eines Bläserensembles der Militärmusik Vorarlberg. Der alljährliche Besuch in der Weihnachtszeit hat sich als schöne Tradition etabliert. Die Musiker sowie Militärkommandant-Stellvertreter Oberst Johannes Grißmann und Musikmeister Vizeleutnant Alois Jäger wurden von Landeshauptmann Markus Wallner und den Mitgliedern der Landesregierung begrüßt.


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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 19. Jun 2016, 14:26

Parlamentskorrespondenz Nr. 698 vom 17.06.2016
Bundesheer braucht Strukturanpassung und mehr Geld


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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 21. Jun 2016, 18:31

Parlamentskorrespondenz Nr. 711 vom 21.06.2016
Terrorbekämpfung: Doskozil will Kompetenzen von Heer und Exekutive klären

In der heutigen Sitzung des Landesverteidigungsausschusses bekräftigte der Ressortchef, er beabsichtige nicht, Kompetenzen des Innenministeriums an sich zu ziehen. Das Bundesheer sei im Rahmen von Assistenzeinsätzen vielmehr dort tätig, wo die Exekutive mit ihren Kräften nicht zu Rande kommt. Im Lichte der neuen Herausforderungen durch die Terrorbedrohung sei die Abgrenzung der Zuständigkeiten aber unklar, hier gelte es noch, eine offene Diskussion zu führen. Doskozil reagierte damit auf Vorwürfe der Grünen, das Verteidigungsministerium würde zunehmend Aufgaben des Innenressorts übernehmen.

Zur Diskussion über die Zukunft des Bundesheers steuerte das Team Stronach einen Entschließungsantrag mit der Forderung nach einer etappenweisen Anhebung des Heeresbudgets auf 1,4% des BIP im Jahr 2018 bei. Die NEOS wiederum griffen das Flüchtlingsthema auf und sprachen sich in einer Initiative gegen Abschiebungen von abgewiesenen AsylwerberInnen mit Transportmaschinen des Bundesheers aus. In einem weiteren Antrag brachten die NEOS ihre Kritik an den Plänen des Ressorts zum Ausdruck, das Bundesheer zum Objektschutz heranzuziehen. Sämtliche Anträge der Opposition wurden allerdings vertagt.

In seinem Bericht (III-284 d.B.), der den Ausgangspunkt der Debatte im Ausschuss bildete und mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP, FPÖ und Team Stronach zur Kenntnis genommen wurde, teilte Hans Peter Doskozil nun die Bedenken der sechs Parlamentsfraktionen und bekannte sich zur Korrektur der ursprünglich vorgesehenen Personalkürzungen sowie zur Forcierung von Investitionen in die wesentlichen Fähigkeitsbereiche des Bundesheers – von der Ausrüstung bis zur Miliz.

Reaktion des Ministeriums trifft auf viel Zustimmung

Die mittlerweile von der Bundesregierung zugunsten des Bundesheers gesetzten Maßnahmen stießen auf ein positives Echo bei den Regierungsparteien und auch bei FPÖ und Team Stronach. Nun gehe es an die Umsetzung, betonte SPÖ-Wehrsprecher Otto Pendl, der sich mit Nachdruck für die Autarkie und die Erhaltung der Einsatzfähigkeit der militärischen Verbände aussprach. Klar ist für Pendl auch, dass bei der geplanten Personalaufstockung des Bundesheers die Frage der Einkommenshöhe im Mittelpunkt stehen wird. Das Ministerium sei bereits auf die Kritikpunkte und Vorschläge des Berichts eingegangen, stellte namens der ÖVP Bernd Schönegger fest, dem auch Reinhard Eugen Bösch von der FPÖ beipflichtete.

Die einstimmige Entschließung des Nationalrates sei eine Sternstunde des Parlamentarismus gewesen, zumal man eine Änderung der Politik im Verteidigungsressort bewirken konnte, stellte der Wehrsprecher der FPÖ fest. Bösch begrüßte insbesondere die Neustrukturierung des Bundesheers in vier große Verbände und stellte überdies anerkennend fest, die nunmehr bewilligte Sonderfinanzierung habe den freien Fall gestoppt. Er sagte Doskozil die Unterstützung seiner Fraktion auf dem Weg der Stärkung des Bundesheers zu, gab aber zu bedenken, es werde einer kontinuierlichen Zuführung von Budgetmitteln bedürfen, um den nachhaltigen Aufbau der Struktur sicherzustellen. Lob für den Sonderinvest spendete auch Team Stronach-Abgeordneter Christoph Hagen, der in diesem Zusammenhang von einer Notmaßnahme sprach und weitere Budgetmittel für eine längerfristige Planung als unbedingt notwendig erachtet.

Inlandseinsätze des Bundesheers: Bedenken von Grünen und NEOS

Aus dem Chor der Zustimmung scherten Grüne und NEOS aus. Peter Pilz (G) setzte mit seiner Kritik am Prozedere an und zeigte sich irritiert darüber, dass das Parlament den Bericht erst jetzt vor sich habe, wo doch die wesentlichen Strukturveränderungen bereits vorgenommen wurden. So übernehme das Verteidigungsressort immer mehr Aufgaben, die bisher noch vom Innenministerium erfüllt wurden. Schwere Bedenken meldete der Sicherheitssprecher der Grünen dabei vor allem gegen die Heranziehung des Bundesheers bei der Bekämpfung des Terrorismus an, wobei er einwandte, dies sei niemals mit den Abgeordneten diskutiert worden, noch gebe es dafür einen entsprechenden parlamentarische Beschluss. Im Visier der Kritik hatte Pilz überdies auch Maßnahmen wie Crowd-Control und den Einsatz von Drohnen. Ähnlich äußerte sich auch Rainer Hable von den NEOS, der Inlandseinsätze durch das Bundesheer als Reaktion auf Migration und Terrorismus grundsätzlich für problematisch hält, wobei er vor allem entsprechende rechtliche Grundlagen vermisst.

Doskozil: Verteidigungsressort will keine Kompetenzen des Innenressorts

Sein Ressort wolle keine Kompetenzen des Innenministeriums an sich ziehen, es gehe aber darum, vor dem Hintergrund der neuen Herausforderungen die Kompetenzfrage zu diskutieren und rechtlich zu klären, schickte Hans Peter Doskozil voraus. So leiste das Bundesheer Assistenz im Bereich Katastrophenschutz und Grenzschutz und unterstütze dabei die Exekutive, ohne originär zuständig zu sein. Bei der Terrorbekämpfung sei die Kompetenzlage aber unklar, zumal hier auch die Exekutive zur Unterstützung der Justiz herangezogen wird.

Die von Pilz kritisierte Crowd Control sieht Doskozil in erster Linie im Zusammenhang mit Auslandseinsätzen. Im Inland komme eine derartige Maßnahme unter Umständen im Rahmen des Grenzschutzes in Frage. Was die Drohnen betrifft, befinde man sich, wie der Minister unterstrich, derzeit in einer Testphase. Das Bundesheer habe diesbezüglich einen Nachholbedarf, Beschaffungs- oder Einführungspläne gebe es aber nicht.

Team Stronach für etappenweise Anhebung des Verteidigungsbudgets

Christoph Hagen (T) konkretisierte seine Kritik an den Sparmaßnahmen überdies mit einem Entschließungsantrag (1521/A(E)) und forderte eine stufenweise Anhebung des Verteidigungsbudgets auf einen BIP-Anteil von 1,4% im Jahr 2018. Diese Initiative vertagten die Regierungsparteien mit dem Argument, dass sie mit der Anhebung des Verteidigungsbudgets um 1,7 Mrd. € bis 2020 bereits überholt sei.



Parlamentskorrespondenz Nr. 710 vom 21.06.2016
Doskozil kündigt Verbesserungen bei der Ausrüstung der Truppe an

SPÖ-Abgeordneter Otto Pendl leitete als amtsführender Vorsitzender der Kommission konkreten Handlungsbedarf aus den Beschwerden ab. So sei der Sold der Grundwehrdiener mit knapp über 300 € pro Monat zu niedrig, Defizite gebe es nach wie vor auch bei der Ausrüstung, bei der baulichen Infrastruktur und im Fahrzeugbereich.

Hermann Brückl (F) zeigte sich ebenso wie die Abgeordneten Christoph Hagen (T) und Rainer Hable (N) besorgt über Mängel bei der Ausrüstung vor allem bei Auslandseinsätzen und meinte, es gehe nicht an, dass sich Soldaten Sicherheitswesten und Ähnliches selbst kaufen müssen.

Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil schickte voraus, zahlreiche Beschwerden über die Personalsituation oder über Ausrüstungsmängel seien Folgen der budgetieren Situation der Vergangenheit. Durch die strukturelle Budgeterhöhung auf 2,5 Mrd. € bis 2020 sei es nun möglich, wesentliche Verbesserungen bei der Schutzausrüstung sowie bei Mobilität und Infrastruktur abzudecken. Die von ÖVP-Abgeordnetem Georg Vetter geforderte Attraktivierung des Grundwehrdienstes sieht Doskozil im Zusammenhang mit der Infrastruktur, wobei er anfügte, hier seien noch einige Hausaufgaben zu erledigen. Klar ist für den Ressortchef auch, dass das Bundesheer ein attraktiver Arbeitgeber werden muss. Durch ein Lebens-Arbeitszeit Modell soll in diesem Sinn jungen Menschen eine berufliche Perspektive angeboten werden.

Der Bericht erhielt einstimmige Kenntnisnahme und gilt damit als enderledigt.


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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 24. Jun 2016, 11:26


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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 05. Jul 2016, 13:32

Bundesheer: Neuausrichtung im Ministerrat beschlossen



Kommuniqué zur 8. Sitzung des Ministerrats vom Dienstag, 05. Juli 2016

Regierungsvorlage (geplante Gesetzesänderung)

    Entwurf eines Bundesgesetzes, mit dem das Mineralrohstoffgesetz geändert wird. (Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft) (Umsetzung einer EU-Richtlinie)

10 Berichte

    Europäischer Rat 28. und 29. Juni 2016
    Strategie zum lebensbegleitenden Lernen in Österreich (LLL:2020) Fünfter. Umsetzungsbericht
    Reorganisation des Österreichischen Bundesheeres
    Initiative gegen Gewalt im Netz
    Arbeitsmarktlage Juni 2016
    Effizienzstudie im Bereich Sozialversicherung
    Modernisierung der Gewerbeordnung
    Stärkung der Start-Ups in Österreich

Sonstiges

unter anderem

    2 Äußerungen in einem Verfahren vor dem Verfassungsgerichtshof
    Zustimmung zu einem Landesgesetz gemäß Art.97 B-VG
    Verordnung über die Ausschreibung der Wiederholung des zweiten Wahlganges der Bundespräsidentenwahl 2016; Festsetzung des Wahltages.

Zuletzt geändert von theoderich am 31. Aug 2016, 12:01, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 12. Aug 2016, 12:57

Bild

Bundesheer hat 5 neue Fotos hinzugefügt.

2 Std. ·

Gemeinsam mit der Garde übten die Milizsoldaten der neu aufgestellten Jägerkompanie Wien 13 "Hietzing" am Truppenübungsplatz Bruckneudorf: Heute geht dort die Übung "Grenzschutz 2016" zu Ende. (Fotos: Gerald Kaswurm)


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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 16. Aug 2016, 15:50


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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 25. Sep 2016, 11:01

Neue Heeresgliederung (Tirolbeilage zum Offizier Nr. 03/2016)

Mit Wirkung vom 1. Oktober 2016 wird dem Militärkommando Tirol das neu zu bildende Jägerbataillon 6 unterstellt. Es wird gebildet aus dem Kommando und der Stabskompanie des derzeitigen Stabsbataillons 6 mit Sitz in der Standschützen-Kaserne Innsbruck/Kranebitten. Die Lehrkompanie in Absam, zuständig für Kaderausbildung, gehört ebenfalls zu diesem Verband. Des Weiteren wird das neue Jägerbataillon 6 aus den beiden Jägerkompanien in Landeck und einer neu aufzustellenden Milizjägerkompanie gebildet. Nach Mobilmachung hat das Militärkommando Tirol darüber hinaus in seiner Gliederung das (Miliz-) Jägerbataillon Tirol, die Milizkompanie "Oberland" und die Pionierkompanie Tirol. In der Stabskompanie des Militärkommandos Tirol wird auch die Militärmusik Tirol wiedererstehen, der Truppenübungsplatz Lizum/Walchen verbleibt im Verbund des Militärkommandos. Mit Wirkung vom 1. Jänner 2017 soll auch das Militärische Service Zentrum, bisher überwiegend für Bau- und Liegenschaftsangelegenheiten zuständig, dem Militärkommando unterstellt werden. Gemeinsam mit den Betriebsstaffeln der Kasernen in Tirol wird es die Aufgaben eines Facility Managements übernehmen. Aus der 6. Jägerbrigade wird das Kommando Gebirgskampf mit einer Kommandokompanie, dem Gebirgskampfzentrum in Saalfelden, dem Tragtierzentrum in Hochfilzen und einer Gebirgsaufklärungskompanie in St. Johann in Tirol. Als Verbände sind dem Kommando Gebirgskampf das Jägerbataillon 24 (Lienz und St. Johann i. T.) und das Pionierbataillon 2 in Salzburg zugeordnet. Das Heereslogistikzentrum in St. Johann i. T. wird durch die Werkstatt in der Standschützenkaserne/Innsbruck verstärkt und soll vermehrt Logistikaufgaben in Westösterreich übernehmen.



D.h. beim Stabsbataillon 6 werden folgende Einheiten abgespalten:

    Stabsbataillon 6

      Kommando und Stabskompanie (Standschützen-Kaserne, Innsbruck-Kranebitten) Jägerbataillon 6

      Führungsunterstützungskompanie (Standschützen-Kaserne, Innsbruck-Kranebitten) ?

      Werkstattkompanie (Standschützen-Kaserne, Innsbruck-Kranebitten) Heereslogistikzentrum Tirol

      Nachschub- und Transportkompanie (Standschützen-Kaserne, Innsbruck-Kranebitten) ?

      ABC-Abwehrkompanie (Andreas-Hofer-Kaserne, Absam) Kommando ABC-Abwehr?

      Lehrkompanie (Andreas-Hofer-Kaserne, Absam) Jägerbataillon 6

      Tragtierzentrum (Truppenübungsplatz Hochfilzen) Kommando Gebirgskampf

Es wäre eine Grafik interessant, an der ablesbar ist, wohin welche Kompanien wandern und welche neuen Verbände aus bestehenden bzw. neu aufzustellenden Kompanien gebildet werden. Die verfügbaren Informationen des BMLVS sind viel zu lückenhaft.

Was das alles bringen soll, durchblicke ich nicht. Und erst recht bedenklich werden die kolportierten Änderungen in der Zentralstelle:


Angeblich soll derselbe Mist, der noch unter Gerald Klug geplant wurde, nun unter Doskozil umgesetzt werden.

________________________________________

SPÖ-Termine von 26. September bis 2. Oktober 2016

FREITAG, 30. September 2016:

[...]

13.00 Uhr Bundesminister Hans Peter Doskozil nimmt am Festakt zur Umstrukturierung des Österreichischen Bundesheeres teil (Flugfeld Kaserne, 2700 Wr. Neustadt).

_________________________________________

Obst Michael Schuster, Kommandant der ABC-Abwehrschule, in: LD50. Truppenzeitung der ABC-Abwehr und AFDRU, H 2 (2016), p. 3 hat geschrieben:In der LD50 1/2016 habe ich aber auch von einem spürbaren Aufwind für die Angelegenheiten der Landesverteidigung in Österreich gesprochen. Ich kann heute konkrete Zahlen nennen. Unserem Herrn Bundesminister Mag. Hans Peter Doskozil ist es bei den letzten Verhandlungen über das Verteidigungsbudget gelungen eine signifikante Budgeterhöhung zu erzielen. Im Zeitraum 2016 bis 2020 wurde gegenüber dem bisherigen Voranschlag eine Budgeterhöhung von 1,155 Mrd. €, davon echte strukturelle Budgeterhöhung von 896 Mio. €, erreicht. Zusätzlich verbleiben (2016 bis 2018) lukrierte Einnahmen in der Höhe von 150 Mio. € im Budget des BMLVS. Das heißt vereinfacht: 1,305 Mrd. € mehr Budgetmittel in den Jahren 2016 bis 2020 für das ÖBH. Danke, Herr Bundesminister.

Diese Mittel sollen u.a. zur Modernisierung und zum Fähigkeitenzuwachs durch Investitionen in zukunftsorientierte Einsatzmittel (Fahrzeuge, Ausrüstung, Gerät), zur Stärkung der Einsatzkräfte, Erhöhung der Reaktionsfähigkeit und Wiederherstellung einer hohen Einsatzbereitschaft durch Sicherstellen eines entsprechenden Ausbildungsbetriebs und v.a. durch Intensivieren der Übungstätigkeit eingesetzt werden. Natürlich erwarten wir von der ABC-Abwehrtruppe, dass neben den bereits über Sonderfinanzierung gesicherten Neubeschaffungen der TEP 90 inkl. Trägerfahrzeugen und der Brandschutzfahrzeuge die Einsatzbereitschaft der Kompanien generell verbessert wird. Anzusprechen sind hierbei die Neubeschaffung von, im Vergleich zum AC-DINGO, "leichten" ABC-Aufklärungsfahrzeugen und einem Trägerfahrzeug für die Rettungstrupps. Wesentlich wird es aber auch sein, den durch den Investitionsstopp im Bereich der Materialerhaltung und v.a. durch Absage von gesetzlich vorgeschriebenen oder vertraglich verbindlichen Prüfungen von Spezialgeräten eingetretenen Verlust der Einsatzbereitschaft so rasch wie möglich aufzuheben.
Zuletzt geändert von theoderich am 27. Okt 2017, 13:03, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 27. Sep 2016, 21:35

Die 7. Jägerbrigade hat heute eine Sonderausgabe ihrer Informationszeitschrift publiziert, die sich ausschließlich mit der Neugliederung befasst:


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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 30. Sep 2016, 12:40

Bundesheer: Start der Einnahme der neuen Struktur


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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 02. Okt 2016, 16:20

Die Binnengliederung des Aufklärungsbataillons 3 ist ein Witz:



Und selbst im Vergleich zu den alten Aufklärungsbataillonen, vor Fusion von Aufklärern und Artillerie, ist die Struktur völlig ausgedünnt:

    Aufklärungsbataillon 1

    Der Bataillonsstab besteht aus:

      S1/S5 Der S1 ist Verantwortlich für die Personalführung, die Personalverwaltung und das Disziplinarwesen sowie für die Öffentlichkeitsarbeit.

      S2 Der S2 ist verantwortlich für die innere und äussere Sicherheit sowie die Feindlagebearbeitung. Er ist auch der stellvertretende S3.

      S3 Der S3 ist verantwortlich für Ausbildungsplanung, Mobilmachung sowie die Einsatzführung. Der S3 ist auch der stellvertretende Bataillonskommandant.

      S4 Der S4 ist verantwortlich für die Versorgungsführung und die Verwaltung der Ausrüstung und Ausstattung des Bataillons.

      FzO Der Feldzeugoffizier unterstützt den S4 in der Versorgungsführung und führt als Zugskommandant den Nachschub- und Transportzug der Stabskompanie.

      FmO Der Fernmeldeoffizier ist für die Planung aller Fernmeldeverbindungen des AufklB 1 verantwortlich. Er ist gleichzeitig Zugskommandant des Fernmeldezuges und somit für die Ausbildung der Fernmeldesoldaten zuständig.

      KO Der Kraftfahroffizier ist für die Planung aller Straßenmärsche und Eisenbahntransporte sowie die Kraftfahrerausbildung im AufklB 1 verantwortlich.

      TO Der Technische Offizier ist für die Planung und Kontrolle der technischen Instandsetzung aller Panzer- und Kraftfahrzeuge des Bataillons verantwortlich. Er ist auch Zugskommandant des Instandsetzungszuges der Stabskompanie.

      WiO Der Wirtschaftsoffizier ist für die Planung und Kontrolle der Versorgung des Bataillons mit Wirtschaftsgütern aller Art verantwortlich. Er ist auch Zugskommandant des Wirtschaftszuges der Stabskompanie.

    Stabskompanie

    Die Stabskompanie gliedert sich in:

      Kommandogruppe
      Die Kommandogruppe unterstützt den Kompaniekommandanten in der Ausbildung und Führung der Kompanie. Kommandogruppe

      Versorgungsgruppe
      Die Versorgungsgruppe führt alle Versorgungstätigkeiten im Personal-, Wirtschafts-, Nachschub-, Sanitäts- und Instandhaltungsbereich durch. Versorgungsgruppe

      Stabszug
      Der Stabszug unterstützt den Bataillonskommandanten im Rahmen des Bataillonskommandos bei der Führung und Verwaltung, der Planung und Kontrolle der Ausbildung sowie der Versorgungsführung. Stabszug

      Instandsetzungszug
      Der Instandsetzungszug führt die technische Materialerhaltung, für alle Fahrzeuge, Panzer, Waffen und Geräte des AufklB 1 durch. Instandhaltungszug

      Fernmeldezug
      Der FMZg ist für die Herstellung und Aufrechterhaltung der Führungsverbindungen über Feldtelefon und Funk zuständig. Damit die Nachrichten rasch und sicher, auch über weite Entfernungen, übertragen werden können, arbeiten die Fernmelder sowohl auf Kurzwelle als auch auf UKW in Verbindung mit Schlüsselgeräten.

      Sanitätszug
      Der Sanitätszug versorgt alle Verletzten und Kranken, ob Soldaten oder Zivilisten, medizinisch. Was im zivilen Leben das Rote Kreuz, sind die Sanitäter im Bataillon: "Die schnellen Retter in der Not". Sanitäter

      Wirtschaftszug
      Der Wirtschaftszug ist für die Versorgung aller Soldaten mit Verpflegung und Bekleidung, aber auch für die Abwicklung der finanziellen Angelegenheiten verantwortlich. Wirtschaftszug

      Nachschub- und Transportzug
      Der Nachschub- und Transportzug führt im Frieden und Einsatz alle Transporte von Munition, Treibstoff und Material für das AufklB 1 durch.

    1. und 2. Aufklärungskompanie (gepanzert)

    Die Aufklärungskompanien (gepanzert) gliedern sich in:

      Kommandogruppe
      Die Kommandogruppe unterstützt den Kompaniekommandanten in der Ausbildung und Führung der Kompanie.

      Versorgungsgruppe
      Die Versorgungsgruppe führt alle Versorgungstätigkeiten im Personal-, Wirtschafts-, Nachschub-, Sanitäts- und Instandhaltungsbereich durch.

      2 mechanisierte Aufklärungszüge
      Die mechanisierten Aufklärungszüge unterteilen sich in 2 Aufklärungsgruppen, wobei die 1. Gruppe mit 2 SPzA1 Saurer und die 2. Gruppe mit 2 Jagdpanzer Kürassier A2 ausgerüstet ist.

      1 motorisierter Aufklärungszug
      Der Aufklärungszug unterteilt sich in 3 Aufklärungsgruppen zu je 2 Aufklärungstrupps. Die motorisierten Aufklärungstrupps sind mit dem Pinzgauer AP710/Aufkl ausgerüstet.

    Aufklärungskompanie (motorisiert)

    Die Aufklärungskompanie gliedert sich in:

      Kommandogruppe
      Die Kommandogruppe unterstützt den Kompaniekommandanten in der Ausbildung und Führung der Kompanie.

      Versorgungsgruppe
      Die Versorgungsgruppe führt alle Versorgungstätigkeiten im Personal-, Wirtschafts-, Nachschub-, Sanitäts- und Instandhaltungsbereich durch.

      3 motorisierte Aufklärungszüge
      Die Aufklärungszüge (mot) unterteilen sich in 3 Aufklärungsgruppen zu je 2 Aufklärungstrupps. Die motorisierten Aufklärungstrupps sind mit dem Pinzgauer AP710/Aufkl ausgerüstet.

    Jagdpanzerkompanie

    Die Jagdpanzerkompanie gliedert sich in:

      Kommandogruppe
      Die Kommandogruppe unterstützt den Kompaniekommandanten in der Ausbildung und Führung der Kompanie.

      Versorgungsgruppe
      Die Versorgungsgruppe führt alle Versorgungstätigkeiten im Personal-, Wirtschafts-, Nachschub-, Sanitäts- und Instandhaltungsbereich durch.

      3 Jagdpanzerzüge
      Die Jagdpanzerzüge unterteilen sich in je 2 Halbzüge mit je 2 Jagdpanzer und einen Zugtrupp. Die Besatzung eines Kürassier besteht aus einem Kommandanten, einem Richtschützen und einem Panzerfahrer.



Es soll zwar in jedem Aufklärungsbataillon bzw. Aufklärungs- und Artilleriebataillon eine technische Aufklärungskompanie (UAS, BÜR, geschützte Fahrzeuge) aufgebaut werden, aber bis das mal umgesetzt ist ...

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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 11. Okt 2016, 12:20

Reorganisation des Bundesheeres (MilizInfo 4/2016)

Das Kdo LaSK nimmt Belange der nationalen Einsatzführung der Auslandskontingente und -missionen des ÖBH nach Weisung der Sektion IV wahr und hat seinen Sitz mit Masse in Graz.

Die Militärkommanden erhalten zusätzlich zu den territorialen, militärbehördlichen und Verbindungsaufgaben im Bundesland auch verstärkt Ausbildungs- und Einsatzführungsaufgaben. Dazu werden den Militärkommanden grundsätzlich kleine Verbände (Bataillone) unmittelbar zugeordnet.

Diese Bataillone werden einerseits aus den bestehenden Brigadestrukturen herausgelöst, andererseits werden in Tirol und Salzburg zeitnahe bestehende Bataillone übergeleitet, sowie in Oberösterreich und im Burgenland stufenweise (zunächst über Kompanien und Führungselemente) und längerfristig in Kärnten je ein Bataillon neu aufgestellt.

Die Aufgaben aller Bataillone umfassen zusätzlich zu den Einsatzaufgaben die Rekrutenausbildung und die Sicherstellung der Ausbildung und des Aufwuchses der „Miliz“ samt Wahrnehmung der Mobilmachungsverantwortung.

Zur Stärkung der Verantwortung der Militärkommanden werden diesen umfassende Aufgaben im Bereich des Facilitymanagements zugewiesen. Sie bekommen dafür die Militärischen Service Zentren zugeordnet, deren Organisation auf die neuen territorialen Zuständigkeiten angepasst wird.

Die bundesweite fachspezifische Koordinierung des Immobilienmanagements wird durch das Militärische Immobilien Management Zentrum im Kommando Logistik wahrgenommen.

Die Kräftezuordnung zu den Militärkommanden gestaltet sich zukünftig wie folgt:

    Befehlsbereich 1:

    Militärkommando Burgenland mit Jägerbataillon 1 (Neuaufstellung auch unter Nutzung des Standorts Bruck-Neudorf);

    Befehlsbereich 2:

    Militärkommando Wien mit Garde und zukünftig der Sonderstellung Hauptstadtkommando, dieses übernimmt auch zusätzliche Serviceaufgaben für die Zentralstelle;

    Befehlsbereich 3:

    Militärkommando Niederösterreich mit Jägerbataillon 12 (Änderung der Unterstellung, wird aus 4. Panzergrenadierbrigade entnommen);

    Befehlsbereich 4:

    Militärkommando Oberösterreich mit Jägerbataillon 15 (Neuaufstellung vorerst einer Kompanie auch unter Nutzung des Standorts Freistadt);

    Befehlsbereich 5:

    Militärkommando Steiermark mit Jägerbataillon 18 (Änderung der Unterstellung, wird aus 7. Jägerbrigade entnommen);

    Befehlsbereich 6:

    Militärkommando Tirol mit Jägerbataillon 6 (Überleitung aus dem derzeitigen Stabsbataillon 6 in Innsbruck und der Teile Jägerbataillon 23 in Landeck);

    Befehlsbereich 7:

    Militärkommando Kärnten mit Jägerbataillon 26 (Änderung der Unterstellung, wird aus der 6. Jägerbrigade entnommen); in weiterer Folge Neuaufstellung des Jägerbataillons 7 und Rückführung des Jägerbataillons 26 in das Kommando Gebirgskampf vorgesehen;

    Befehlsbereich 8:

    Militärkommando Salzburg mit Jägerbataillon 8 (Überleitung/Neuaufstellung aus Fliegerabwehrbataillon 3 in Wals und Teilen des Jägerbataillons 26 in Tamsweg);

    Befehlsbereich 9:

    Militärkommando Vorarlberg mit Jägerbataillon 23 (Neuaufstellung einer Kompanie und Änderung der Unterstellung, wird aus 6. Jägerbrigade entnommen).

Die erforderlichen Militärischen Service Zentren werden den Befehlsbereichen zur Sicherstellung des Facilitymanagements zugeordnet. Jedes Militärkommando verfügt über eine Militärmusik mit einer den Erfordernissen angepassten Struktur.

Das Kommando Gebirgskampf ist ein Großverband mit Spezialisierung auf den Einsatz im Mittel- und Hochgebirge. Er ist ausstattungs- und ausrüstungsmäßig für den Einsatz im Gebirge zu allen Jahreszeiten ausgerichtet und geht aus der 6. Jägerbrigade hervor (Abgabe des Jägerbataillons 23 an das Militärkommando Vorarlberg und temporäre Abgabe des Jägerbataillons 26 (die Jägerbataillone 23 und 26 bleiben hochgebirgsspezialisiert. Das Jägerbataillon 26 soll nach Aufstellung des Jägerbataillons 7 in das Kommando Gebirgskampf rückgeführt werden) an das Militärkommando Kärnten, Aufnahme des Gebirgskampfzentrums von der Heerestruppenschule).

Das Kommando Gebirgskampf hat über den eigenen Führungsbereich hinaus Koordinierungsaufgaben gegenüber dem Jägerbataillon 23 und Jägerbataillon 26 wahrzunehmen, um die zielgerichtete Gebirgsausbildung und Einsatzvorbereitung sicherzustellen.

[...]

Es umfasst folgende Kräfte:

    • Das Jägerbataillon 24 (Lienz/St. Johann i.T.) als ein spezialisierter Hochgebirgsinfanterieverband des ÖBH,

    • das Pionierbataillon 2 (Salzburg) mit Spezialisierung auf die Pionierunterstützung im Gebirge und Feldlagerbau,

    • das Gebirgskampfzentrum (Saalfelden) als Ausbildungszentrum für Gebirgskader und Alpinausbildung im ÖBH und zur Weiterentwicklung des Gebirgskampfes im multinationalen Zusammenwirken,

    • das Tragtierzentrum (Hochfilzen) als Fähigkeitsträger für witterungsunabhängigen Transport im Gebirge und

    • unmittelbar dem Kommando nachgeordnete Elemente.

Kommando Luftstreitkräfte

Das Kommando Luftstreitkräfte (Kdo LuSK) führt die Luftstreitkräfte des ÖBH im Normdienst und im Inlandseinsatz und ist für die aktive und passive Luftraumüberwachung, den Lufttransport und die logistische bzw. ausbildungsmäßige Sicherstellung des fliegerischen Einsatzes verantwortlich.

Im Rahmen der Luftraumsicherungsoperation wird das Kommando Luftstreitkräfte zum operativ führenden Kommando.

Das Kommando Luftstreitkräfte wächst aus dem Teilstab Luft und weiteren Teilen des Streitkräfteführungskommandos auf und integriert den Materialstab Luft. Es hat seinen Sitz mit Masse in Wals und mit weiteren wesentlichen Teilen in St. Johann i. P. und in Wien.

Das Kommando Luftstreitkräfte stellt aus seinem Bereich Beiträge für die Reaktionskräfte des Bundesheeres sowie für Auslandseinsätze sicher. Es wirkt eng mit den großen Verbänden des Kommandos Landstreitkräfte und dem Jagdkommando zusammen, um ein Teilstreitkräfte übergreifendes Handeln zu gewährleisten.

Dem Kommando Luftstreitkräfte unterstehen

    • das Kommando Luftunterstützung (LuU),

    • das Kommando Luftraumüberwachung (LRÜ) und

    • die Flieger- und Fliegerabwehrtruppenschule (FlFlATS).

Der Materialstab Luft (MSL) ist in das Kommando selbst integriert.

Die Struktur des Kommandos Luftstreitkräfte gestaltet sich zukünftig wie folgt:

Das Kommando Luftunterstützung ist der Großverband zur Sicherstellung der Lufttransportfähigkeit im ÖBH mit Flächenflugzeugen (dzt. C-130, PC-6) und Hubschraubern (dzt. S-70 Black Hawk, AB-212, Alouette III und OH-58 Kiowa).

Es führt von seinem Standort in Hörsching:

    • das Luftunterstützungsgeschwader (Langenlebarn) mit der Transporthubschrauberstaffel, einer Mehrzweck-/Transporthubschrauberstaffel sowie einer Flächenstaffel und einer Luftaufklärungsstaffel,

    • die Fliegerwerften 1 (Langenlebarn) und 3 (Hörsching und Aigen i. E.),

    • Kräfte des Lufttransportsystems C130 (inkl. Luftumschlag),

    • zwei Transporthubschrauberstaffeln, eine Führungsunterstützungskompanie und die Flugbetriebskompanien in Hörsching und Aigen i. E. und

    • betreibt permanent die Flugplätze Hörsching, Aigen i. E., Langenlebarn, temporär Wr. Neustadt sowie die Hubschrauberstützpunkte in Klagenfurt und Vomp.

Das Kommando Luftraumüberwachung führt alle wesentlichen Radar-, Waffen- und Kommunikationssysteme zur Sicherstellung der aktiven und passiven LRÜ.

Es führt von seinem Standort in Wals:

    • das Überwachungsgeschwader (Zeltweg) mit Eurofighter „Typhoon“ (Zeltweg) und Saab 105Ö (Hörsching),

    • das Radarbataillon (Kommando in Salzburg) mit den ortsfesten und mobilen Radarstationen,

    • das Fliegerabwehrbataillon 2 (Zeltweg/Aigen i. E.),

    • die Fliegerwerft 2 und das Technisch Logistische Zentrum und

    • betreibt den Einsatzflugplatz Zeltweg.

Der Materialstab Luft wird zum Teilstab des Kommandos Luftstreitkräfte und stellt die technisch-logistischen Voraussetzungen für den Betrieb der Luftstreitkräfte sicher.


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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 24. Okt 2016, 09:35

Pionierbataillon 2

Gliederung

Das Pionierbataillon 2 gliedert sich in:

    Kommando

    Stabskompanie,

    Kommando Feldlagersysteme,

    Pionierkampfunterstützungskompanie

    Pionierkompanie (gebirgsbeweglich),

    Pionierbaukompanie (KPE),

    technische Pionierkompanie.



Gliederung

Das Pionierbataillon 2 gliedert sich in:

    Kommando und Stabskompanie

    Panzerpionierkompanie,

    Pionierkompanie (gebirgsbeweglich),

    Pionierbaukompanie (KPE),

    technische Kompanie.


Nennt man die "Panzerpionierkompanie" jetzt "Pionierkampfunterstützungskompanie"?

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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von Oberleutnant » 24. Okt 2016, 10:56

Ich gehe davon aus bzw. bin ich mir sicher es gelesen zu haben, dass die Panzerpionierkompanien zum Stabsbataillon 4 kommen. Was ja auch logisch wäre, da die Schwere Brigade über kein eigenes Pionierbattailon verfügt.
Wir sind Österreicher. Was bedeutet, daß grundsätzliche Kurskorrekturen und deutliche Prioritätensetzungen nicht unsere Sache sind. Man ist froh, einigermaßen über die Runden zu kommen und Probleme irgendwie auszusitzen. (Zitat v. Alfred Payrleitner)

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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 25. Okt 2016, 15:06

Obst Reinhard Koller, in: Melker Pioniere. Truppenzeitung des Pionierbataillons 3, Herbst 2016 hat geschrieben:Mehrmals verschoben ist nun auch unser neuer Organisationsplan endgültig mit 1. September angeordnet und eingenommen. Größte Herausforderung war dabei die Verlegung und Eingliederung von zwei Teileinheiten in die neue gepanzerte Pionierkompanie in Mautern.


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