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Bundesheerreform LV 21.1 (ehem. ÖBH 2018)

Landesverteidigung, Einsätze & Übungen, Sicherheitspolitik, Organisation, ...
iceman
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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von iceman » 03. Okt 2014, 16:26

Eigentlich nur noch eine Hilfstruppe des Innenministeriums.

Raveman
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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von Raveman » 03. Okt 2014, 17:18

Hier der link zur ausführlichen Pressemappe:

http://www.bundesheer.at/archiv/a2014/s ... emappe.pdf

iceman
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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von iceman » 03. Okt 2014, 18:11

Woher kommen eigentlich die Radpanzer für das JgBat. 19?
Werden die einfach aufgeteilt?
Bekommt das JgBat.33 die vorhandenen Dingos?
Ich hab den Verdacht, daß neben der Kampfunteerstützungskompanie auch die 3. Kompanie aufgelöst, und durch eine Milizkp ersetzt wird.
Eigentlich ist komischerweise nur die 4. PzgrenBrig. ungeschoren davongekommen.

iceman
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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von iceman » 03. Okt 2014, 18:43

Dr4ven hat geschrieben:Ich verstehe es immer noch nicht....wie will man den Feind zB. im Gebirge auf 1000+ Metern bekämpfen?
Die Carl Gustav reicht da auch nicht...und ich kapier es immer noch nicht warum die GraWe UND die Bill ALLE wegkommen.

Will man die Jäger nur noch zum Objektschutz einsetzen und wieso gibt man die KOMPLETTE Steilfeuerunterstützung zum Schutz der eigenen Soldaten auf?


Steilfeuerunterstützung gehört leider nicht mehr zu den einsatzwahrscheinlichsten Aufgaben.
Weder im Inland noch im Ausland.
Trotzdem ist es aber richtig, daß alle Waffengattungen erhalten bleiben.

patriot
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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von patriot » 03. Okt 2014, 18:54

Bleibt zu hoffen, dass sich die Politik zu einer Sonderfinanzierung durchringen kann und die, wie im "Reform"-Konzept beschrieben, benötigten Fahrzeuge beschafft werden können.

Positiv find ich, dass man das Dienstrecht reformieren und die hohe Anzahl an Generälen verringern will. Bleibt abzuwarten ob das auch wirklich gemacht wird.
Zuletzt geändert von patriot am 03. Okt 2014, 18:56, insgesamt 1-mal geändert.

theoderich
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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 03. Okt 2014, 18:55

Zu Tode Sparen ist keine Reform!
Bleiben wir bei der Wahrheit.


Die IGBO (Interessensgemeinschaft der Berufsoffiziere) beurteilt die nunmehr durch BM Klug angekündigten Reduzierungen beim Österreichischen Bundesheer keinesfalls als Reform.

Auch wenn die Vorgehensweise von BM Klug aufgrund der Verweigerungshaltung beider Regierungsparteien verständlich ist, wäre zumindest zu erwarten gewesen, dass er die beabsichtigten Reduzierungen beim Namen nennt und weder die Soldatinnen und Soldaten des Bundesheeres noch die Bevölkerung mit dem Begriff „Reform“ hinters Licht zu führen versucht.

Tatsache ist, dass das Bundesheer als solches nicht mehr in der Lage ist, seine verfassungsmäßigen Aufgaben zu erfüllen, auch wenn sich die Angehörigen des Bundesheeres noch so bemühen und immer wieder Unmögliches möglich werden lassen.

Die Tatsache, dass das Österreichische Parlament zwar gute Gesetze beschlossen hat, deren Einhaltung durch die Bundesregierung aber nicht einfordert, wird seitens der IGBO als im höchsten Maße demokratiegefährdend beurteilt.

Darüber hinaus zeigt das Beispiel etwa der Bundeswehr ganz deutlich, dass die Unfähigkeit zur Umsetzung des politischen Willens nicht eine Blamage für das Militär sondern eine beschämende Vorstellung des gesamten Staates, besonders seiner Politiker darstellt!

„Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott!“ lautet ein alte Volksweisheit. Das Geschehen in der Ukraine zeigt ganz deutlich, was das bedeuten muss.

Die IGBO fordert daher das Parlament auf, sich unverzüglich mit der Sicherheitspolitik Österreichs und dem Bundesheer auf der Basis der gültigen Gesetze und der beschlossenen Sicherheitsdoktrin zu befassen.



iceman hat geschrieben:Woher kommen eigentlich die Radpanzer für das JgBat. 19?
Werden die einfach aufgeteilt?
Bekommt das JgBat.33 die vorhandenen Dingos?


Nur weil in diesem Papier steht, dass das JgB19 Radpanzer bekommen soll, bedeutet das nicht, dass es so kommen wird. Erinnere dich nur an die Versprechungen bei der HG STRAN von 1998, dass die 1. Jägerbrigade mit MTPz ausgestattet werden sollte. Die 1. Jägerbrigade bestand aus folgenden Verbänden:

    Kommando 1. Jägerbrigade (Eisenstadt, Martin-Kaserne)
      • FGG 1: Personalführung und Personalverwaltung

      •FGG 2: Aufklärung und militärische Sicherheit;

      • FGG 3: Einsatzvorbereitung und Einsatzführung;

      • FGG 4: Planung und Veranlassung der Versorgungsmaßnahmen;

      • FGG 5: Öffentlichkeitsarbeit;

      • FGG 6: Informationstechnologie und Informationsmanagment

    Stabsbataillon 1 (Eisenstadt, Martin-Kaserne; Truppenübungsplatz Bruckneudorf)
      Aufklärungskompanie
      Stabskompanie
      Fernmeldekompanie
      Nachschub-, Transport- und Instandsetzungskompanie
      leichte Fliegerabwehrlenkwaffenbatterie gepanzert
      Pionierkompanie gepanzert

    Jägerbataillon 12 (Amstetten, Ostarrichi-Kaserne)
      Stabskompanie
      1. Jägerkompanie (luftbeweglich)
      2. Jägerkompanie (gepanzert) - MTPz "Pandur"
      3. Jägerkompanie (alpinbeweglich)
      Schwere Kompanie

    Jägerbataillon 17 (Straß, Erzherzog-Johann-Kaserne; Bad Radkersburg, Mickl-Kaserne)
      Kommando
      Stabskompanie
      1. Jägerkompanie (Straß)
      2. Jägerkompanie (Bad Radkersburg)
      3. Jägerkompanie (Straß)
      Schwere Kompanie (Straß)
      Betriebsversorgungsstelle

    Jägerbataillon 19 (Pinkafeld, Turba-Kaserne; Oberwart, Sporck-Kaserne; Güssing, Montecuccoli-Kaserne)
      Stabskompanie (Pinkafeld)
      1. Jägerkompanie (Oberwart)
      2. Jägerkompanie (Güssing)
      3. Jägerkompanie (Güssing)
      Schwere Kompanie (Pinkafeld)

    Pionierbataillon 3 (Melk, Birago-Kaserne)

    Artillerieregiment 1 (Feldbach, Von-der-Groeben-Kaserne)
      Regimentskommando
      Stabsbatterie
      1. Artilleriebatterie
      2. Artilleriebatterie

Man hat das Jägerregiment 5 (heute: JgB17) im Jahr 1996 als "Prototypverband" mit "Pandur" ausgestattet (Außerdem wurde der "Pandur" seit dem 12. November 1996 zur Erprobung und Ausbildung auch dem Aufklärungsbataillon 3 in Mistelbach zugeteilt und eine ganze Kompanie mit dem Fahrzeug ausgestattet. Ab 1999 wurden alle vorhandenen Fahrzeuge aus Kostengründen beim Jägerregiment 5 konzentriert.) und die Beschaffung weiterer ca. 450 Stück (Die schon 1992 mit der HG NEU geplant war. Und diese Stückzahl war nur als "Erstausstattung" vorgesehen.) nie weiterverfolgt:



P.S.: Die 6. Jägerbrigade war im Rahmen der HG STRAN (Stand: 3. April 2003) übrigens folgendermaßen gegliedert:

    Kommando 6. Jägerbrigade (Absam, Andreas-Hofer-Kaserne)

    Stabsbataillon 6
      Kommando (Innsbruck)
      Fernmeldekompanie (Innsbruck)
      Nachschub-, Transport- und Instandsetzungskompanie (Innsbruck)
      Aufklärungskompanie (Landeck)
      Pionierkompanie (Schwaz)
      Hochgebirgskompanie (Absam)

    Jägerbataillon 15
      Kommando (Kirchdorf a. d. Krems)
      1. Kompanie (Linz-Ebelsberg)
      2. Kompanie (Freistadt)
      3. Kompanie (Freistadt)

    Jägerbataillon 23
      Kommando (Bludesch)
      1. Kompanie (Bludesch)
      2. Kompanie (Landeck)
      3. Kompanie (Bludesch)
      Tragtierstaffel (Landeck)

    Jägerbataillon 24
      Kommando (Lienz)
      1. Kompanie (Lienz)
      2. Kompanie (St. Johann i. T.)
      3. Kompanie (Tamsweg)
      Tragtierstaffel (Lienz)

    Pionierbataillon 2
    Kommando (Salzburg, Schwarzenbergkaserne)
    Pionierkompanie (Kirchdorf, Kremstalkaserne)


P.P. S.: Übrigens springt der ORF - wie so oft schon - auf die Linie der "Kronen Zeitung" auf und beginnt eine Kampagne für ein Berufsheer:

IM ZENTRUM

Wundes Heer – Österreich rüstet ab

Das österreichische Bundesheer wird deutlich schrumpfen – die Sparpläne von Verteidigungsminister Klug sind drastisch: Kasernen werden geschlossen, Waffen und Fahrzeuge verkauft, Personal abgebaut und sogar Musikkapellen werden aufgelöst. Von einer großen Reform, die nach der Wehrpflichtabstimmung versprochen wurde, ist weit und breit keine Rede mehr. Es geht nur noch ums Sparen und Reste verwalten – auch die der offenbar mangelhaften Eurofighter. Hat ein solches Heer überhaupt noch einen Sinn, und sollte man trotz Volksbefragung noch einmal über ein Berufsheer nachdenken? Wie viel Heer braucht es, um Österreichs Neutralität zu schützen? Und kann das Bundesheer künftig auch seinen Aufgaben beim Katastrophenschutz noch ausreichend nachkommen?

Zuletzt geändert von theoderich am 10. Dez 2014, 00:48, insgesamt 7-mal geändert.

Maschin
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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von Maschin » 03. Okt 2014, 20:46

Und Top Leute sind wieder geladen!!

theoderich
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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 03. Okt 2014, 21:24

Was mir aufgefallen ist, ist das Faktum, dass die Leute die sich in Österreich "Journalisten" schimpfen, in ihrem Beiträgen die vor einem Jahr mit breiter Mehrheit im Nationalrat abgesegnete Sicherheitsstrategie nie auch nur mit einem Wort erwähnen. Z.B. Wolfgang Geyer (ORF-Innenpolitikredaktion) bei seiner "Analyse" in der heutigen ZiB. Diese Herrschaften tun so, als ob niemand wüsste wofür das Bundesheer gut sein soll.

Dr4ven
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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von Dr4ven » 03. Okt 2014, 22:18

iceman hat geschrieben:Steilfeuerunterstützung gehört leider nicht mehr zu den einsatzwahrscheinlichsten Aufgaben.
Weder im Inland noch im Ausland.
Trotzdem ist es aber richtig, daß alle Waffengattungen erhalten bleiben.


Ach so du meinst dass den Gegner auf Abstand zu den eigenen Leuten vorne unter Feuer zu halten gehört nimmer zur Taktik? Okehhhh...
Und gerade im Ausland werden derzeit Granatwerfer bzw. Artillerie TÄGLICH eingesetzt.

Fakt ist vielmehr dass man aus der Miliz und den Jägern eine reine Assistenzeinsatzgruppe für das BMI macht.
Ein weiterer Verfassungsbruch wenn ihr mich fragt.

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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von iceman » 03. Okt 2014, 23:30

Ich meine das nicht, dafür aber andere die leider was zu sagen haben.

theoderich
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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 04. Okt 2014, 01:37

Dr4ven hat geschrieben:Fakt ist vielmehr dass man aus der Miliz und den Jägern eine reine Assistenzeinsatzgruppe für das BMI macht.
Ein weiterer Verfassungsbruch wenn ihr mich fragt.


Nicht nur das. Die Republik setzt auch ihre staatliche Souveränität aufs Spiel - sowohl die Kontrolle über das Staatsgebiet, als auch das Vorhandensein von Staatsgewalt können mit dieser Reform völlig bzw. teilweise nicht mehr gewährleistet werden:

    HOBE Stephan: Einführung in das Völkerrecht. Begründet von Otto Kimminich, 9. Aufl. (Tübingen - Basel 2008), p. 68 hat geschrieben:Gerade für die den Staat konstituierenden Elemente isst allerdings eine enge Verzahnung zwischen Allgemeiner Staatslehre und Völkerrecht zu verzeichnen.

    Für die Beantwortung der Frage, unter welchen Voraussetzungen von einem Staat gesprochen werden kann, hat sich nämlich in der Völkerrechtstheorie in Anlehnung an die Allgemeine Staatslehre und hier insbesondere die Arbeit Georg Jelineks (1861 - 1911) die sog. Dreielementelehre durchgesetzt.

    Danach besteht der Staat dann, wenn die drei Elemente Staatsvolk, Staatsgebiet und Staatsgewalt in einem entsprechenden Zusammengehörigkeitsverhältnis vorhanden sind. Diese Voraussetzungen sind international in der "Montevideo-Konvention über die Rechte und Pflichten der Staaten" von 1933 formuliert worden und heute weitgehend von der Staatengemeinschaft anerkannt. Die in der Konvention neben den drei klassischen Voraussetzungen genannte vierte Bedingung wonach der Staat die Fähigkeit zur Aufnahme auswärtiger Beziehungen haben muss, kann nicht als notwendiges Erfordernis gesehen werden. Die Staatenpraxis geht nicht von einem solchen Erfordernis aus.

Und auch die Neutralität im Sinne des Moskauer Memorandums und des Haager Abkommens über die Rechte und Pflichten der neutralen Mächte im Falle eines Landkriegs wird damit ausgehebelt:



P.S.:

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Weinviertler
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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von Weinviertler » 05. Okt 2014, 08:53

Hallo Leute!

Nach dem Studium der Pressemappe zum Thema ÖBH 2018 ist leider anzumerken, daß der schaffenden Basis - also der Truppe - die Lasten aufgebürdet werden und die völlig aufgeblähte und bei weitem nicht so effizient wie wünschenswert aufgestellte, militärische Führung weitgehend außen vor bleibt!

Wieder ist eine Chance vergeigt worden, als ersten Schritt die militärische Führung zukunftsfähig wie folgt zu ordnen:

Fusion der Einsatzsektion im Ministerium mit dem Streitkräfteführungskommando zu einem neuen Heereskommando an einem Standort (Ist - drei Standorte)

Fusion der Sektion Planung und der Sektion Bereitstellung mit dem Kommando Einsatzunterstützung zu einem neuen Heeresunterstützungskommando an einem Standort (Ist - zwei Standorte)

Mit diesen beiden Maßnahmen spart man eine Führungsebene und wird reaktionsschneller!

Fusion der neun Militärkommanden zu vier Militärkommanden mit Verbindungskommanden in Landeshauptstädten ohne Militärkommanden (Ist - neun Militärkommanden, von denen fast alle klagen, daß sie zu wenig Personal haben)

Fusion der beiden Panzergrenadierbrigaden zu einer Panzergrenadierbrigade mit ausschließlich mechanisierten Teilen, wo auch Teile der Heerestruppenschule "mitlaufen" (Ist - zwei gemischte "Panzergrenadierbrigaden")

Mit diesen beiden Maßnamen bündelt man die Kräfte und schafft außerdem die richtigen Führungselemente für die Assistenzeinsätze zum "Heimatschutz"!

Bei Standorten sollte aus Führungs-, Ausbildungs- und Kostengründen die Bataillonskaserne angestrebt werden - nur sollte man die militärisch richtige Bataillonskaserne erhalten! Beispiel: Horn - Nähe Truppenübungsplatz Allentsteig, um Millionen renoviert, recht gute Möglichkeiten, Personal zu gewinnen --- Mistelbach - kein Truppenübungsplatz, von Wohnhäusern "zugewachsen", nicht so tolle Personalgewinnung am Rande des Speckgürtels von Wien!

Zum Abschluß geht mir der Satz recht leicht von der Lippe: "Es steht dem Feldherrn wohl an zu wissen, wo seine Truppen stehen und welche Möglichkeiten seine Truppen haben!" Wer Aufklärungskompanien des AAB 3 in Horn wähnt und ernsthaft die Neuaufstellung von zwölf Milizkompanien abseits der Papierform plant, zeigt eindeutig, daß ihm diese Übersicht fehlt!


Beste Wünsche und kameradschaftliche Grüße

Euer Weinviertler

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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von wolfgang » 05. Okt 2014, 09:41

Ich verstehe es sowieso nicht. Die Offiziere im ÖBH regen sich auf, dass das Heer zu tode gespart wird. Was haben die Herren bis jetzt gemacht, außer den Kopf in den Sand zu stecken. Welche Aufgaben haben sie gemacht und erledigt. Die eigenen nicht sonst wäre es nie so gekommen. Ich glaube, und das ist zumindest meine Meinung, dass auch bei den Offizieren eine große Schuld zu suchen ist. Die Offiziere und die Offiziergesellschaft und wie sie alle heißen vertreten das ÖBH und ihr Resort und was haben die vielen Generäle gemacht für das ÖBH. Hier gehört eindeutig hinterfragt. Aber wie gesagt meine Meinung.

theoderich
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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 05. Okt 2014, 10:47

wolfgang hat geschrieben:Ich glaube, und das ist zumindest meine Meinung, dass auch bei den Offizieren eine große Schuld zu suchen ist. Die Offiziere und die Offiziergesellschaft und wie sie alle heißen vertreten das ÖBH und ihr Resort und was haben die vielen Generäle gemacht für das ÖBH. Hier gehört eindeutig hinterfragt. Aber wie gesagt meine Meinung.


Die Leitlinien für das Bundesheer kommen aus den drei Sektionen des BMLVS. Die Umsetzung liegt beim SKFüKdo. Die Militärkommandanten, Brigadekommandanten und Bataillonskommandanten haben wahrscheinlich auch einen gewissen, reduzierten Gestaltungsspielraum. Aber "die Offiziere" können pauschal für die Situation wirklich nichts. Diese Berufsgruppe wird von der Politik einfach nicht ernst genommen und hat wahrscheinlich auch viele Fehler bei der Lobbyarbeit gemacht.

Ein Grundproblem ist z.B., dass das BMLVS zwar zig "wehrpolitische Vereine" fördert, diese aber zersplittert und uneins sind. Andere gesellschaftliche Gruppen sind hier viel besser organisiert: Die Industrie verfügt über Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer, die Landwirtschaft hat die Landwirtschaftskammer und beide Gruppen "halten sich" mit der Österreichischen Volkspartei die zweitstärkste politische Fraktion im Land. Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst ist ebenfalls eine Domäne der ÖVP. Ähnliches gilt für den Österreichischen Gewerkschaftsbund, der voll in die SPÖ integriert ist und zusätzlich noch die Arbeiterkammer als Interessensvertretung zuschalten kann. Was kann das Bundesheer vorweisen? Eigentlich gar nichts.

    wehrpolitischen Status der Offiziersgesellschaft (8976/J)

    Zu 1 und 2:

      Ein wehrpolitischer Verein muss sich nach den „Durchführungsbestimmungen für die Zusammenarbeit mit Vereinen“ in seinen Statuten ausdrücklich zu den gesetzlich normierten Aufgaben des Bundesheeres bekennen, in seiner konkreten Vereinsarbeit grundlegende, erkennbare und unterstützende Beiträge für das Österreichische Bundesheer leisten und auf Grund dieser Vorleistungen von meinem Ressort als solcher anerkannt werden.

    Zu 3:

      Von den Vorteilen, die ein wehrpolitischer Verein genießt, sei hier beispielsweise genannt, dass bei Veranstaltungen mein Ressort als Mitveranstalter auftreten kann, für Bedienstete meines Ressorts Sonderurlaub bzw. Dienstfreistellung für Tätigkeiten im Rahmen des Vereins gewährt werden kann sowie im Einzelfall die Teilnahme an der Truppenver­pflegung, die Benützung militärischer Infrastruktur und die Beistellung von Transport­mitteln genehmigt werden können.


    wehrpolitische Vereine (12900/J) (Beantwortet am 21.12.2012)

    Zu 11 und 12:

    Derzeit sind 137 Vereine als wehrpolitische Vereine anerkannt, denen diese Möglichkeiten grundsätzlich offen stehen.


Vorschläge wie man die Anliegen besser an die Politik herantragen kann, standen Ende Jänner 2014 in der Zeitung "Der Soldat":


theoderich
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Re: Bundesheerreform ÖBH 2018

Beitrag von theoderich » 08. Okt 2014, 12:49

Es kann einem direkt schlecht werden, wenn man sieht, wie die Parteiapparatschiks in der FSG von der Politik der aktuellen Bundesregierung ablenken wollen:

    Informationen vom FSG/ÖBH BUNDESWAHLAUFTAKT in Schwechat

    AKTUELLE INFOS:

    DA ICH AUCH IN DER FSG MITGLIED BIN EIN PAAR INFOS VOM FSG ÖBH WAHLAUFTAKT MIT BM KLUG:

    UNTER SEINER FÜHRUNG , WIRD ES KEINE STREICHUNG DER 41. WOCHENSTUNDE UND TRUPPENDIENSTZULAGE, KEINE ENTLASSUNGEN DES PERSONALS GEBEN! MACHENSCHAFTEN VON SCHWARZ-BLAU HABEN UNSER MINISTERIUM IN DEN RUIN GEFÜHRT, ROT WIRD UND MUSS BH REFORMIEREN UND VERSUCHT NICHT ZU LASTEN DER BEDIENSTETEN ABZUBAUEN!

    AUFGRUND BUDGETERER VORGABEN VON ÖVP FINANZMINISTERN WURDEN IN DEN LETZTEN 10 JAHREN DEM ÖBH 2 MILLIARDEN EURO VOM BUDGET GESTRICHEN

    DAHER UNTERSTÜTZEN WIR BEI DEN KOMMENDEN PERSONALVERTRETUNGSWAHLEN AM 27. UND 28. NOVEMBER 2014 DIE FSG "FAIR SOZIAL GERECHT"

    DIE EINZIGE GEWERKSCHAFT DIE FÜR DIE BEDIENSTETEN KÄMPFT UND DIE STEUERN FÜR SOZIAL SCHWACHE EHRLICH SENKEN WILL!

      Beitrag eingestellt von

      Josef Thoma

      aus Obritzberg-Rust
      am 07.10.2014



Austrian defence minister announces major cuts programme

With defence spending set to drop by a further EUR80 million (USD101 million) in 2015, threatening the Bundesheer's ability to carry out its core functions, cuts of up to EUR200 million a year will be required to restructure the force and provide some financial room to carry out key tasks, said Klug.

Presenting the 'Structural package 2018', Klug explained that "it is and will be necessary and unavoidable, to give the Bundesheer a structure that takes into account the budgetary framework-conditions available. While in the same time the army has to remain capable to fulfil certain probable combat tasks".

Austrian defence spending for 2015 is now expected to be EUR1.75 billion - at 0.55% of GDP the lowest in Europe - with personnel costs accounting for about 65% of the budget. To restrain personnel costs by 2018 1,400 positions (5.9% of Austria's total of 23,990) will be gradually cut via retirements and a recruitment freeze.

Over the next two years 13 Austrian military barracks and schools will be closed as part of efforts to save EUR80 million.

Additionally, the General Staff will retain only a core of heavy systems in order to retain institutional knowledge should the security situation in Europe drastically change. As such, a large number of the Bundesheer's equipment inventory will be retired, and sold, including: 106 M109A5 artillery-pieces (out of 136), 25 Leopard 2 main battle tanks (out of 59, leaving just one tank battalion remaining), 23 armoured recovery/engineering vehicles (out of 48), 285 Bill anti-tank guided weapons (out of 350) and 424 mortars (out of 606).

The 'structural package', however, not only includes cuts and closures. Klug explicitly underlined that much needed updates to Austria's nine Sikorsky S-70A42 Black Hawk helicopters, the long-overdue replacements of the obsolete OH-58B Kiowa and Alouette III helicopters and 44-year old Saab-105OE jet-trainers, will require additional funding from 2016. "These programmes cannot be borne by the running budgets. Without extra funds these essential assets for disaster-relief and air-surveillance will be gone by 2020 at the latest," he stated.

Despite Austria's neutral position and historical lack of emphasis on defence spending, the plans have drawn strong criticism. Mario Kunasek, security speaker for Austria's largest opposition party, the Freedom Party of Austria, said the plans were "the death-blow to our military", adding that they were in violation of Austria's constitution.

Austrian federal president Heinz Fischer also expressed concern about the cuts, saying he "expects the government to take decisions to fulfil constitutional obligations and to secure necessary and better funding in the future".



7. Oktober 2014

    Bundeskanzler Faymann zur Heeresreform: Rasch und konstruktiv auf Reformplan einigen

    "Wir wollen die Reformpläne für das Bundesheer gemeinsam rasch und konstruktiv umsetzen. Nach den Gesprächen des Verteidigungsministers mit allen Landeshauptleuten befinden wir uns nun in der Abstimmungsphase mit dem Koalitionspartner", sagte Bundeskanzler Werner Faymann heute, Dienstag, beim Pressefoyer nach dem Ministerrat im Bundeskanzleramt. Angesichts neuer Rahmenbedingungen sei es erforderlich, im Bereich der Heeresverwaltung Reformen umzusetzen, die Effizienz zu steigern und dadurch Einsparungen zu erzielen.

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