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Verteidigungsbudget 2014/2015 - ein neuer Negativrekord!

Landesverteidigung, Einsätze & Übungen, Sicherheitspolitik, Organisation, ...
Dr4ven
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Re: Verteidigungsbudget 2014/2015 - ein neuer Negativrekord!

Beitrag von Dr4ven » 10. Jul 2014, 20:06

Könnte ja auch ein Kabelbrand sein was viel gefährlicher ist...war mal dabei wie der Wagen binnen 1 Minute deswegen komplett abgefackelt wurde.
Aber wundern tut mich ehrlich gesagt nichts mehr, ich war gerade in einer Kaserne draussen in NÖ und dort am Innenhof haben 3 Deppen mit dem neuen L200 den Wendekreis getestet oder sollt ich sagen gehüpft? Ja und alle 3 Ausbilder mit einem dummen Grinsen im Gesicht.
Schaut halt so aus als ob das Bundesheer immer noch ZU VIEL Geld hat, sonst gibts das nicht...ich war kurz davor hinzugehen und die zu fragen ob das normal sei mit seinem Equipment und meinem Steuergeld so schlecht umzugehen.

Wirst sehen, die werden viele der L200 innerhalb von wenigen Jahren alle durchreiten weils glauben damit durch die Pampa rauschen zu müssen und zu können.

iceman
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Re: Verteidigungsbudget 2014/2015 - ein neuer Negativrekord!

Beitrag von iceman » 10. Jul 2014, 21:17

theoderich hat geschrieben:
iceman hat geschrieben:Was die Fahrzeugeinsparungen betrifft, bin ich gespannt, was im neuen Heer dann noch übrigbleibt.
Ich meine, hier wird nicht über sündteure Waffensysteme, die sich das kleine Österreich nicht leisten kann, sondern um ganz banale Sachen, wie geländegängige Fahrzeuge und LKW. Die gibt es doch von der Stange zu kaufen.


Was bei den Kraftfahrzeugen übrig bleibt ist heute schon absehbar - die wenigen Geländefahrzeuge und LKW, die seit 2006 zugelaufen sind bzw. noch zulaufen werden:

    16 Nissan Pathfinder (2006; Erprobung der Einsatzmöglichkeiten handelsüblicher geländegängiger Kraftfahrzeuge im täglichen Dienstbetrieb des ÖBH)
    102 VW Touareg (2007)
    300 Mitsubishi L200 DK DI-D 2,5 Work Edition (2013; Ankauf weiterer Fahrzeuge geplant)

    268 Unimog U4000 ÖBH (2006) + 10 Unimog U5000 (2014/2015)
    307 MAN 12.240 4x4 BL (2006)

    72 MAN 35.440 8x6 ÖBH Hakenlader (2008)
    24 MAN 38.440 8x8 ÖBH Hakenlader bzw. MAN - HLS/ GEP - AD (gepanzert, 2008)

    92 MAN TGS-MIL 8x8 (12 Kipper mit Kran + 70 Pritschen mit Kran; 2014)

Dabei muss man bedenken, dass alleine zum Transport eine Jägerzugs (4 JgGrp) 5 Fahrzeuge in der Klasse des "Pinzgauer" erforderlich sind. Hinzu kommt eine SSchGrp mit drei Geländefahrzeugen 3,5 t (Puch G). Die PAL-Gruppe verwendete 1 "Pinzgauer" bzw. 2 Puch G, beim PAL-Zug kommen also 2 "Pinzgauer" + 1 Puch G oder 5 Puch G zusammen. In der Jägerkompanie gibt es 3 Jägerzüge (1 Kommandogruppe + 1 Versorgungsgruppe + 1 Scharfschützengruppe + 3 Jägerzüge + 1 Panzerabwehrlenkwaffenzug). Macht in Summe 17 "Pinzgauer" für eine einzige Jägerkompanie.

Ein Jägerbataillon besteht aus 1 Stabskompanie, 3 Jägerkompanien und (nur in der 6. Jägerbrigade) 1 Kampfunterstützungskompanie. Das ergibt einen Bedarf von 51 "Pinzgauer" alleine zur Ausstattung der Jägerkompanien eines Bataillons. Rechnet man diesen Bedarf auf die derzeitige Struktur (8 Jägerbataillone) hoch, kommt man auf 408 Fahrzeuge. Hinzu kommen wahrscheinlich auch noch Reserven und der Bedarf anderer Waffengattungen für Kfz dieser Klasse (Fernmelder, Pioniere, ABC-Abwehr, Sanitäter, etc.).



Dann kommen noch 10 Miliz-Jäger-Bat. dazu, was die Anzahl der Fahrzeuge fast verdoppelt.
Was darf das koten, und welche Fahrzeuge kommen dafür in Frage?
Muß ja nicht unbedingt ein Dingo oder Duro sein.
Der Iveco mit Wechselaufbau wäre auch interessant:
http://www.youtube.com/watch?v=ipkm9KATwCw&feature=kp

http://www.armyrecognition.com/images/s ... ng_001.jpg

theoderich
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Re: Verteidigungsbudget 2014/2015 - ein neuer Negativrekord!

Beitrag von theoderich » 20. Jul 2014, 07:35

Wo einst Robert Mitchum drehte: Bundesheer gibt Garnisonsübungsplatz zurück (18. Juli 2014)

Mit Ende Juni beendete das Militärkommando Oberösterreich die militärische Nutzung des Garnisonsübungsplatzes Kirchham bei Wels. Mit der Rückgabe des knapp 27 Hektar großen Grundstücks an die Eigentümerin endet ein 44-jähriges Pachtverhältnis.

Spardruck führt zu geringerer Nutzung

Die Pachtflächen können in Folge des Spardrucks beim Bundesheer nicht mehr entsprechend genutzt werden. Eine Beendigung des Pachtvertrages war daher die logische Konsequenz.


iceman
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Re: Verteidigungsbudget 2014/2015 - ein neuer Negativrekord!

Beitrag von iceman » 20. Jul 2014, 10:40

Wo üben dann die leos in Wels?
Ich ahne schreckliches.

henry66
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Re: Verteidigungsbudget 2014/2015 - ein neuer Negativrekord!

Beitrag von henry66 » 23. Jul 2014, 13:35

Prinzipiell sollte man die Dinge auch positive sehn - in der jetzigen Situtation verkommt das Heer endgültig zur totalsten Operettenarmee - Eine kleine feine Berufsarmee wäre die bessere Wahl punktum.

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Re: Verteidigungsbudget 2014/2015 - ein neuer Negativrekord!

Beitrag von theoderich » 23. Jul 2014, 13:50

Wer hätte die Umstellung und die Aufrechterhaltung bezahlt? Wo war ein Konzept für notwendige Gesetzesnovellen? Und in einem Land, in dem keine Heeresreform länger als fünf Jahre überlebt, wäre der Umbau zu einem Berufsheer, der mindestens zehn Jahre dauert, von vornherein zum Scheitern verurteilt gewesen. Erst recht in Zeiten schrumpfender Budgets und der Tatsache, dass Österreich seine Landesverteidigung mittlerweile nur noch 0,5 % des BIP wert ist. Und den Euphemismus "kleine, feine Berufsarmee" kann ich schon gar nicht mehr hören.
Zuletzt geändert von theoderich am 23. Jul 2014, 13:54, insgesamt 1-mal geändert.

Weinviertler
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Re: Verteidigungsbudget 2014/2015 - ein neuer Negativrekord!

Beitrag von Weinviertler » 23. Jul 2014, 13:52

Servus!

Eine "kleine feine Berufsarmee" wäre erst recht eine Operettenarmee ohne jeden Nutzen für die Bürger unseres Landes! Es blieben die Kosten für das vielfach beamtete Aktivpersonal und dann kostet jeder neue Gewehrträger mindestens fünfmal soviel wie jetzt!


Beste Wünsche und kameradschaftlichhe Grüße

Weinviertler

iceman
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Re: Verteidigungsbudget 2014/2015 - ein neuer Negativrekord!

Beitrag von iceman » 23. Jul 2014, 21:01

Ihr könnt jetzt aber nicht sagen, daß das Wehrpflichtsystem Eitel Wonne ist:
Das Bundesheer steckt in einem riesigen dilemma mit oder ohne Wehrpflicht. Für das derzeitige System interessiert sich ja auch keiner.
Was hat es bitte militärisch einen Sinn, nach 6 Monaten Soldaten wieder nach Hause zu schicken und sie dann nie wieder einzusetzen, gescheige üben zu lassen. gar keinen.
Außer zum Schlammschaufeln und zum Erhalt der Garnisonen der Landeshauptleute.
Und nach sechs Monaten dreht sich das Hamsterrad weiter.
Sind die Soldaten nach 6 Monaten Feldverwedungsfähig? Erst jetzt nicht, wo Übungen und Überstunden gestrichen werden.
Im Grunde egal, rüsten sowieso wieder ab.
Gescheiter wäre eine Grundausbildung und danch beorderte, gestaffelte Milizübungen.
Und weg von der Einsatzstruktur, da es dafür keine Notwendigkeit gibt.
Die Gesamtstärke von 55.000 Mann wird ja mit dem derzeitigen System auch nicht erreicht, weil es zu wenige Freiwillige für die Miliz gibt. Dagegen tut die Politik auch nichts.

theoderich
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Re: Verteidigungsbudget 2014/2015 - ein neuer Negativrekord!

Beitrag von theoderich » 23. Jul 2014, 21:21

iceman hat geschrieben:Ihr könnt jetzt aber nicht sagen, daß das Wehrpflichtsystem Eitel Wonne ist:


Hat niemand behauptet. Nur, dass die Probleme und Unsicherheiten bei einer Berufs- oder Freiwilligenarmee noch viel größer gewesen wären. Und es ist völlig egal welches Wehrsystem in Österreich besteht, es würde immer ausgehungert und zum Spielball von Populisten werden.

Dr4ven
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Re: Verteidigungsbudget 2014/2015 - ein neuer Negativrekord!

Beitrag von Dr4ven » 23. Jul 2014, 22:31

Deine kleine feine Berufsarmee ginge nur so:

Alle bestehenden Verträge kündigen mit der Begründung dass es diesen Berufszweig jetzt nicht mehr gibt, alle Beamten über 50 pensionieren, den Rest mit der Option golden Handshake oder Neuanstellung als Zeitsoldat kündigen.
Danach alle mit einer Vertragsdauer von 4 Jahren, maximale Dienstzeit je nach Bedarf des Heeres 20 Jahre, neu anstellen.
Nach Abgang dann verpflichtender Übergang in die Miliz.

Zeitgleich muss mit der Privatwirtschaft endlich zusammen gearbeitet werden um die abgehenden Soldaten unterzubringen, man muss das Studium und weitergehende Ausbildungen während des Dienstes forcieren und fördern.
Auch die Zusammenarbeit des Bundesheeres mit der Wissenschaft muss endlich in die Gänge kommen, das ist bisher in Österreich quasi nicht existent.
Werbung kostet Millionen...
Wegfall des Zivildienstes..
Ausbau der Kasernen zu kompletten Wohnanlagen, kein Berufssoldat lebt 5 Tage die Woche in so abgefuckten Barracken wie jetzt.
Güssing wäre dann Mindeststandard.
Weisst was das kostet? Mehrere Milliarden in den ersten 10 Jahren alleine für Kasernenbau.

Durch den Wegfall von Rekruten vermehrte Notwendigkeit der Miliz und somit nochmals höhere Kosten.

Kosten bei 11000 Mann und 2-3000 VBs: 3 Milliarden...mindestens.

Ein Berufsheer mit 1.7-2 Milliarden Euro hat eventuell 7000 Mann und in der Luft nur noch ein paar Helikopter, keine Flächenflugzeuge mehr.
Man kann das bei all der Naivität selbst in 5 Minuten ergoogeln wenn man sich andere kleine Länder mit so einem Budget ansieht und was dort - bei geringerem Lohnniveau(!) - dann noch möglich ist.

Wenn man endlich die Strukturen erschlanken könnte, käme man ganz gut mit 2.2-2.5 Milliarden aus und kann bei 50% Personalkosten noch um die 20-25% des Budgets in Investitionen stecken.
Damit kann man sich in 10 Jahren auch wieder modernes Gerät aufbauen und die Mannesausrüstung updaten.
Siehe Finnland oder Dänemark.

theoderich
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Re: Verteidigungsbudget 2014/2015 - ein neuer Negativrekord!

Beitrag von theoderich » 23. Jul 2014, 23:05

Die SPÖ hat ja damals geplant, die Wehrpflicht schon ab 1. Jänner 2014 auszusetzen. Ohne Begleitmaßnahmen, rein auf Sand gebaut (Als ob das Nichtvorhandensein der Wehrpflicht und die Versprechung von unfinanzierbaren Prämien für Reservisten gleich zu einem Massenansturm auf das Bundesheer geführt hätte.). Hier ein paar Zitate aus den damaligen Medienberichten:

    Ö1 am 1. September 2012 hat geschrieben:Sollte die Volksbefragung Pro Abschaffung der Allgemeinen Wehrpflicht ausfallen, geht Darabos davon aus, dass "wir innerhalb eines Jahres einen Umbau schaffen können und die allgemeine Wehrpflicht aussetzen können".


    Tiroler Tageszeitung am 25. Oktober 2012 hat geschrieben:Wenn die Volksbefragung am 20. Jänner die von Darabos erhoffte Mehrheit für ein Freiwilligenheer bringt, will der Minister die Wehrpflicht mit 1. Jänner 2014 zumindest aussetzen. Lieber wäre ihm, die Wehrpflicht aus der Verfassung zu streichen.


    Die Presse am 8. Jänner 2013 hat geschrieben:Der Minister will die Wehrpflicht mit Beginn des Jahres 2014 abschaffen oder aussetzen. Ob sich das politisch und praktisch durchsetzen lässt, ist allerdings offen. Wer will schließlich zu den letzten gehören, die noch einen Dienst beim Heer leisten müssen? Zweifellos wird ein starker Druck entstehen, die Wehrpflicht sofort abzuschaffen.

    Spätestens 2014 gibt es dann aber keine Präsenzdiener mehr – und niemanden, der ihre Aufgaben übernehmen könnte.

    Die Presse am 8. Jänner 2013 hat geschrieben:„Die Einsatzfähigkeit wird von Anfang an gegeben sein“, sagt Ministersprecher Stefan Hirsch. Er verweist auf die geplante Profimiliz: Da rechnet das Ministerium damit, dass von Anfang an zumindest 5000 aus der derzeit schon bestehenden Miliz angeworben werden können – und somit auch sofort einsetzbar sind.


Und was Du noch vergessen hast: die AUSRÜSTUNG. Wenn sich jemand freiwillig für längere Zeit zum Dienst in einer Armee verpflichtet, hat er Anspruch darauf, seine Aufgaben mit dem Optimum an Material durchführen zu können. Und das war und ist in Österreich einfach nicht vorhanden. Nicht einmal die Mannesausrüstung entspricht internationalen Mindeststandards.
____________________________

Einstellung des Scharfschießens im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit (1596/J)

1. Wie stellen sich die budgetären Restriktionen im Bereich des Scharfschießens im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit im Detail dar?

    Zu 1:

    Infolge der budgetären Restriktionen werden bei den Streitkräften 2014 vorerst keine Scharfschießen im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt. In Folge wird diese Maßnahme evaluiert und für 2015 eine neue Entscheidung getroffen.

2. Wie stellen sich die budgetären Restriktionen generell im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit dar?

9. Welche Maßnahmen werden im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit getroffen, um die Absage der geplanten Scharfschießen zu kompensieren?

    Zu 2 und 9:

    Unabhängig davon, dass – dem gesetzlichen Auftrag folgend – die Öffentlichkeit auch weiterhin umfassend über Tätigkeiten des Österreichischen Bundesheeres (ÖBH) informiert wird, ist bei jeder Veranstaltung eine Kosten-Nutzen-Analyse durchzuführen.

3. Wie hoch sind die zu erwartenden Einsparungen durch die Absage der geplanten Scharfschießen?

6. Wie groß sind die, durch die Absage der Scharfschießen, frei werdenden Munitionsressourcen?

    Zu 3 und 6:

    Dadurch werden Ressourcen in der Größenordnung von rund 121.000 Stück Sturmgewehrmunition und rund 47.000 Stück Pistolenmunition frei.

4. Welche Sparmaßnahmen werden im Jahr 2014 im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit gesetzt?

5. Wie hoch sind die zu erwartenden Einsparungen?

    Zu 4 und 5:

    Aus derzeitiger Sicht wird die Veranstaltungsserie „Bundesheer on the road“ betroffen sein. Des Weiteren werden „Tage der offenen Tür“ bei den Verbänden des Bundesheeres zukünftig nicht mehr an Samstagen stattfinden, um Mehrdienstleistungen zu reduzieren.

    Darüber hinaus werden Veranstaltungen generell auf eine mögliche Redimensionierung hin überprüft.


Werkstätten des Bundesheeres (1597/J)

1. Werden sämtliche Wartungs- bzw. Reparaturarbeiten an Kraftfahrzeugen des Bundesheeres in den dafür vorgesehenen Werkstätten durchgeführt?

    Zu 1:

    Nein.

2. Wenn nein, werden diese an zivile Betriebe ausgelagert?

    Zu 2 und 4:

    Ja.

3. Wie hoch sind die Kosten für eine etwaige Auslagerung oben beschriebener Tätigkeiten an zivile Unternehmen?

    Zu 3:

    Für das Jahr 2013 wurden für ausgelagerte Leistungen rund 10,2 Mio. Euro aufgewendet.

6. Wie hoch ist das Budget für die Werkstätten des Bundesheeres aktuell?

7. Auf welche Höhe belief sich dieses in den Jahren 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012 und 2013?

    Zu 6 und 7:

    Mit Ausnahme des Jahres 2006 mit rund 4 Mio. Euro standen in den Jahren 2007 bis 2013 jährlich durchschnittlich 2,05 Mio. Euro zur Verfügung. Die Ausgaben für 2014 werden aufgrund der Sparvorgaben anteilsmäßig gekürzt.

10. Wie viele Personen sind aktuell in den Werkstätten österreichweit beschäftigt?

    Zu 10:

    Derzeit werden 301 Bedienstete auf Arbeitsplätzen im Bereich der Kfz-Werkstätten verwendet.

Weinviertler
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Re: Verteidigungsbudget 2014/2015 - ein neuer Negativrekord!

Beitrag von Weinviertler » 24. Jul 2014, 07:58

Hallo Leute!

Zu Wehrpflicht und Freiwilligenarmee in Österreich fasse ich zusammen:

1) Eine Wehrpflicht ohne Nutzungsphase nach der Ausbildung fällt nur einem Politiker ein!

2) Eine Umstellung von der Wehrpflicht zur Freiwilligenarmee ohne die dafür notwendige fünf- bis zehnjährige Übergangsphase fällt nur einem Politiker ein!

3) Gegenüber den Auswirkungen der Politikerideen in Punkt 2 ist die Beibehaltung des derzeitigen Zustandes Schadensminimierung - mehr nicht!


Beste Wünsche und kameradschaftliche Grüße

Weinviertler

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Re: Verteidigungsbudget 2014/2015 - ein neuer Negativrekord!

Beitrag von stg76 » 24. Jul 2014, 11:55

Dr4ven hat geschrieben:Man kann das bei all der Naivität selbst in 5 Minuten ergoogeln wenn man sich andere kleine Länder mit so einem Budget ansieht und was dort - bei geringerem Lohnniveau(!) - dann noch möglich ist.


Dr4ven, ich hab schon öfter versucht zu ergoogeln, wie hoch der Personalkostenanteil des Armeebudgets anderer Nationen ist, bin jedoch nie fündig geworden. Wo ermittelst Du das eigentlich? Detto Lohnniveau, ich find solche Infos auf dem üblichen Wege nicht :-/

Dr4ven
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Re: Verteidigungsbudget 2014/2015 - ein neuer Negativrekord!

Beitrag von Dr4ven » 24. Jul 2014, 22:54

Der int. Durchschnitt von Personalkosten liegt bei 55%, die meisten schwanken eben zwischen 50 und 60%.
Das Lohnniveau kannst du aus den zivilen Jobs ableiten, also einem Durchschnittsgehalt "draussen".
Viele liegen darunter, etwa GB, SWE oder DE..und haben deswegen alle Personalmangel.
Die Armeen muessen sich danach orientieren da sie sonst am Arbeitsmarkt keine Konkurrenz sind.

Die Finnen zB verdienen weniger als wir, detto die Briten, bei denen ist der Sold erbaermlich. Schweden, Deutschland und Daenemark inetwa gleich, der ehemalige Ostblock natuerlich viel weniger.Suedlich von uns keine Ahnung.

Im Ausland verdienen die Oesterreicher sogar besser als die Deutschen.

Bin im Urlaub am Tablet und kann dir jetzt keine Links raussuchen, sry, ansich kannst du das auf Wiki oder in der BMLVS Datenbank ueber ausl. Streitkraefte finden.
Tja und persoenliche Erfahrung indem man andere Staatsbuerger kennt.
Zuletzt geändert von Dr4ven am 24. Jul 2014, 23:00, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Verteidigungsbudget 2014/2015 - ein neuer Negativrekord!

Beitrag von theoderich » 24. Jul 2014, 22:57

Hier ist ein Überblick über die Kostenstruktur des finnischen Militärs. Dort sind diese Kosten immerhin auf Englisch publiziert:


    Wie man an der Anmerkung unten sieht, werden dort - im Gegensatz zu Österreich - die Kosten von Auslandseinsätzen aus dem Budget des Außenministeriums bestritten. Außerdem betragen die Verteidigungsausgaben 5,1 % der gesamten Staatsausgaben - in Österreich sind es bloß 1,4 %:


    SCHWEDEN

      Das schwedische Forsvarsmakten publiziert jährlich einen Bericht, der u.a. die Kosten der Streitkräfte behandelt:


      Die Kostenaufteilung ist in der Tabelle Anslagsförbrukning samtliga anslag dargestellt, wobei der Punkt Anslag 1.1 summa die Personalkosten widerspiegelt, 1:2 Fredsfrämjande förbandsinsatser sind die Auslandseinsätze (Peace Support Operations), 1:3 Anskaffning materiel & anläggningar das Beschaffungsbudget, 1:4 Vidmakthåll materiel & anläggningar den Instandhalungsaufwand, 1:5 Forskning och teknikutveckling bezeichnet Forschung und Entwicklung und Fredsfrämjande verksamhet sind friedenserhaltende Einsätze. Außerdem bezeichnet Disponibla anslag das schwedische Äquivalent zu unserem Bundesvoranschlag und Utfall den Erfolg. Schweden hatte demnach im Jahr 2013 einen Anteil der Personalkosten von 55,38 %. Der Anteil der für Neuanschaffungen übrig bleibt ist nicht gerade berauschend hoch - 21,98 %.

    SCHWEIZ


Und um noch einen Nachbarn als Vergleichsbeispiel (Nicht als Maßstab!) vorzustellen - die Bundeswehr:


Ähnlich wie in Finnland betragen in Deutschland die Personalkosten nur 32,4 %, die Investitionen 21,4 %, während der Rest - also der Großteil des Budgets - in den Betrieb fließt.
Zuletzt geändert von theoderich am 25. Jul 2014, 01:42, insgesamt 30-mal geändert.

Antworten
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