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BeitragVerfasst: 17. Okt 2013, 10:23 

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Syrien - Österreichische Chemiewaffenexperten für UN-Mission

Zitat:
Österreich ist bereit sich an der geplanten UN- und OPCW-Mission zur Vernichtung des syrischen Chemiewaffenarsenals zu beteiligen. Darum wurden gestern Abend fünf Chemiewaffenexperten, ABC-Abwehrausbilder, Stabspersonal sowie Transportmaschinen des Österreichischen Bundesheeres (etwa die C-130 "Hercules") den Vereinten Nationen und der OPCW (Organisation für das Verbot chemischer Waffen) angeboten. Darüber hinaus wird derzeit geprüft, ob das temporäre Entsenden eines Militärberaters zum OPCW-Sitz nach Den Haag sinnvoll ist.


Zitat:
Bis Mitte November wird die OPCW einen konkreten Plan für die Vernichtung der syrischen Chemiewaffen vorlegen. Darin wird nicht nur der Zeitplan für die Vernichtung festgelegt sondern auch, ob sie in Syrien - oder im benachbarten Ausland stattfinden soll und, wie die Sicherheit der Mission gewährleistet wird. "Wenn dieser Plan steht, werden wir - vorbehaltlich der Zustimmung des Parlaments - die Letztentscheidung für den Einsatz unserer Experten treffen. Das heute eingemeldete Paket ist die Grundlage dafür", erläutert Klug. "Die konsequente Beseitigung von chemischen und allen anderen Formen von
Massenvernichtungswaffen ist ein traditioneller Schwerpunkt der österreichischen Außenpolitik. Das ist auch ein konkreter Beitrag zu einem Nahen Osten frei von Massenvernichtungswaffen", betonte Spindelegger.



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BeitragVerfasst: 17. Okt 2013, 18:29 

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Der Verteidigungsminister hat heute im Ö1-Mittagsjournal gemeint, dass man nur dann Soldaten entsenden würde, "wenn auch die Sicherheitslage für unsere Experten dementsprechend garantiert wird". Diese Kommunikation lässt naheliegen, dass es sich bei dem angeblichen Angebot nur um einen PR-Gag handelt. Denn mit derselben fadenscheinigen Argumentation hat die Politik bekanntlich den Abzug unserer Soldaten vom Golan durchgesetzt. Und bis sich die Lage in Syrien wieder beruhigt hat, werden sicher noch viele Jahre vergehen.



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BeitragVerfasst: 17. Okt 2013, 22:07 

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Anders als politisches Kalkül kann es gar nicht sein, denn ich dachte bisher immer dass die Zerstörung von Chemiewaffen in einem Kriegsgebiet ohne Boots on the Ground so gut wie unmöglich ist - dazu das hier aus dem Syrien Thread:

Zitat:
Wie sieht so ein Team aus?

Es besteht aus Leuten mit militärischem Hintergrund, ABC-Abwehr und Munitionstechnik. Aber auch aus Chemikern, Sanitätern und Ärzten – also vielen Zivilisten. Das Training dauert acht bis 20 Wochen. Dabei wird Praktisches, wie Schutzausrüstung, Entgiftungsmaßnahmen gelernt, aber auch die C-Waffenkonvention. Also die „Spielregeln“: Was gehört zerstört und warum? Selbstverteidigung wird nicht unterrichtet. Es gibt aber von der UN Ausbildungen, in denen das Verhalten in feindlichem Umfeld gelernt wird. Aber eine Zerstörungsmission mitten im Bürgerkrieg ist ohnehin kaum möglich. Inventur und Kontrolle schon, Zerstörung nicht. Laut US-Berechnungen müsste man dafür angeblich bis zu 75.000 Soldaten mitschicken.


Also wer hat da wohl eher Recht und wer redet populistischen Unsinn?

http://kurier.at/politik/ausland/waffen ... 26.375.716


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BeitragVerfasst: 18. Okt 2013, 08:07 
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Ich rechne damit das die Inventur und das Einsammeln andere (weniger qualifiziertes Personal) erledigen und die tatsächliche Vernichtung der Sprengstoffe (und dort wären die Österreicher dann stationiert) an einem Ort stattfindet, der vom Zugriff der Konfliktparteien geschützt ist. Ansonsten bedanken sich Rebellengruppen oder sonstige Splittergruppen herzlich für das Einsammeln und holen sich die Stoffe. Auch stelle ich mir das Hantieren an einer Saringgas-Granate schwierig vor, wenn direkt vor dem Container Granaten oder Selbstmordattentäter explodieren.


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BeitragVerfasst: 18. Okt 2013, 09:43 

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Genau so ist es, denn dann werden die österr. C-Waffen Experten Syrien gar nie betreten, genau diese Möglichkeit suggerieren aber die News.
Das wird eher in der Türkei oder in Israel stattfinden, dem fragilen Zustand im Libanon ist da wohl nicht zu trauen.
Auch kann keine der ungeschützten österr. C-130 nach Syrien fliegen, also wird es ganz sicher im Ausland stattfinden müssen.

Ich bin trotzdem neugierig wie das ablaufen soll, ob die Syrische Armee die Sicherheit des Transportes gewährleisten kann oder ob nicht doch ausl. Truppen mitgeschickt werden müssen.


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BeitragVerfasst: 18. Okt 2013, 10:31 

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Riecht ja auch stark nach einer halboffiziellen SOF Spielwiese.
Ich geh ja mal davon aus das sich die Experten nicht ohne JaKdo Begleitung hin begeben werden.


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BeitragVerfasst: 18. Okt 2013, 22:35 

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Vor einer Woche gab es dazu ein hochinteressantes Interview in der ZiB24:



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BeitragVerfasst: 06. Dez 2013, 18:00 

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Es werden nun doch keine Soldaten der ABC-Abwehrtruppe nach Syrien geschickt, dafür aber zwei Logistikoffiziere und eine C-130K "Hercules":



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BeitragVerfasst: 18. Dez 2013, 13:41 
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Beiträge: 53
Kann mir jemand beantworten, ob der Batallionskommandeur des Syrienkontigents beim Angriff auf unsere Soldaten in Damakus unter den Angegriffenen war?
Weil, wenn nicht, wieso wurde er jetzt ausgezeichnet?

Heeresangehörige ausgezeichnet

Weil seine Leute sich umsichtig verhalten haben? Nicht zurückgeschossen haben?
Haben unsere UNO-Truppen sich da überhaupt verteidigt, oder nur zurückgezogen?
Denn wenn zwei durch Schüsse verletzt wurden, war da offenbar mehr als ein Granatwerferangriff.
Warum wird um dieses offenkundige Feuergefecht eigentlich so ein Geheimnis gemacht?
Und die Verwundeten ehrt man nicht?

_________________
Vom Himmel hoch, da komm ich her, ach wenn ich nur schon unten wär´!
A jeder Flug, der hat a End; "Cleared to land!"


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BeitragVerfasst: 26. Dez 2013, 13:43 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 11335
Propellix hat geschrieben:
Kann mir jemand beantworten, ob der Batallionskommandeur des Syrienkontigents beim Angriff auf unsere Soldaten in Damakus unter den Angegriffenen war?
Weil, wenn nicht, wieso wurde er jetzt ausgezeichnet?


Dabei ging es um den UNDOF-Einsatz am Golan.


Ich weiß aber nicht, ob der Bataillonskommandant dabei war.

______________________________________

Parlamentskorrespondenz Nr. 902 vom 19.12.2013
Österreich bei internationalen Friedenseinsätzen weiterhin präsent

Zitat:
Einsatz zur Vernichtung von chemischen Waffen in Syrien

Der Hauptausschuss stimmte heute auch einhellig zu, sich an der Gemeinsamen Mission der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) und der UNO zu beteiligen, die für die Vernichtung der syrischen Chemiewaffen zuständig ist. Die Entsendung wurde zunächst bis Ende Juni 2013 genehmigt. Österreich ist demnach bereit, bis zu 10 Experten des Bundesheeres für Planungs- und Inspektionstätigkeiten, bis zu 20 Bundesheerangehörige für Vernichtungstätigkeiten, bis zu 25 Personen aus dem Heer für den Einsatz des Lufttransportsystems C-130 im Rahmen von Lufttransporten bzw. AEROMEDEVAC (medizinische Evakuierung verletzter Personen aus unsicheren Gebieten) und bis zu fünf weiteren Angehörigen des Bundesheeres für vorbereitende bzw. unterstützende Tätigkeiten für diesen Einsatz zur Verfügung zu stellen.

Grundlage der Mission ist die Resolution 2118 (2013) des UNO-Sicherheitsrats vom 27. September 2013. Die Rolle der UNO liegt vor allem im Bereich der Koordination und des Kontakts mit der syrischen Regierung und den einzelnen Oppositionsgruppen. Außerdem obliegt der UNO die Gewährleistung der logistischen Erfordernisse sowie der Sicherheit der an der Mission beteiligten Personen. Sie soll auch die Kommunikation und Administration unterstützen. Die OPCW konzentriert sich ihrerseits auf technische Aufgaben wie die Verifikation der Meldungen der Chemiewaffen durch Syrien sowie auf Unterstützung und Überwachung der Vernichtung. Das Einsatzgebiet umfasst Syrien, den Libanon, Zypern, die Niederlande als Sitz der OPCW sowie die Vereinigten Staaten als Sitz der UNO.


"zunächst bis Ende Juni 2013" ...


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