Aktuelle Zeit: 24. Nov 2017, 14:04

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 529 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1 ... 31, 32, 33, 34, 35, 36  Nächste
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 14. Aug 2015, 12:50 

Registriert: 09. Jun 2009, 17:39
Beiträge: 604
Hallo Leute!

Vielleicht zur Themenschärfung - auch die Jägerbataillone der Miliz unterstehen in Zukunft weiter führungsmäßig den Militärkommanden, die Mobilmachungsverantwortung hingegen wandert zu den Partnerbataillonen bzw. Garde und Gebirgskampfzentrum!


Beste Wünsche und kameradschaftliche Grüße

Weinviertler


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 03. Sep 2015, 19:53 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20791
Neuausrichtung der Miliz (5796/J)

Zitat:
2. Die Bereitschaft der Arbeitgeber_innen für eine Freistellung zu Milizübungen und freiwilligen Waffenübungen nimmt zunehmens ab. Welche konkrete Maßnahmen sind geplant, um die Arbeitgeberseite vom "Mehrwert" einer Miliztätigkeit zu überzeugen?

    Zitat:
    Zu 2:

    Der Fokus wird vor allem auf die Kommunikation des „Mehrwertes“ engagierter Wehrpflichtiger des Milizstandes für die Wirtschaft gelegt, insbesondere auch durch vermehrte gegenseitige Anerkennung von ziviler und militärischer Ausbildung. Um die Bereitschaft der Wirtschaft, ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ein Engagement in der Miliz zu ermöglichen, anzuheben, finden seit Jahren regelmäßig Kontaktgespräche meines Ressorts mit den Sozialpartnern statt, bei denen auch diese Fragestellung thematisiert wird.

Zitat:
3. Ein Anreiz für die Tätigkeit in der Miliz soll unter anderem ein adaptiertes Prämiensystem mit voller Wirksamkeit ab 2017 sein. Das Pilotprojekt Freiwilligenmiliz hat gezeigt, dass finanzielle Anreizsysteme alleine nicht für eine freiwillige Tätigkeit in der Miliz ausreichen. In der Neuausrichtung werden Regionalbezug und bessere Ausrüstung als zusätzliche Motivatoren genannt. Auf welchen Untersuchungen basiert diese Annahme?

    Zitat:
    Zu 3:

    Diese Annahme beruht auf langjährigen Erfahrungen mit der Miliz.

Zitat:
4. Sind Maßnahmen für eine bevorzugte Aufnahme von Milizsoldat_innen im öffentlichen Dienst bzw. in ausgewählten Berufssparten im Sicherheitsbereich vorgesehen?

5. Wird bei internen Bewerbungen das Engagement in der Miliz als ein Bewertungskriterium herangezogen?

    Zitat:
    Zu 4 und 5:

    Nein. Das Kriterium „Engagement in der Miliz“ kann auf Grund der gesetzlichen Vorgaben bei der Beurteilung von Bewerberinnen und Bewerbern nur als ein Nebenkriterium herangezogen werden, da das Beamtendienstrecht allein auf die persönliche und fachliche Eignung hinsichtlich der Betrauung mit einem Arbeitsplatz abstellt und die fachliche Eignung aus dem Tätigkeits- und Anforderungskatalog des Arbeitsplatzes ableitbar sein muss. Überdies kann es auch als Nebenkriterium nur dann Berücksichtigung finden, wenn im Einzelfall die Konstellation der Bewerberinnen und Bewerber einen diskriminierungsfreien Vergleich zulässt.

Zitat:
6. Sind die geplanten zwölf neuen Jägerkompanien tatsächlich neue Organisationselemente oder handelt es sich um bereits bestehende Einheiten, die umstrukturiert werden?

    Zitat:
    Zu 6:

    Es handelt sich um tatsächliche Neu-Aufstellungen.

Zitat:
7. Derzeit melden sich rund 750 Wehrpflichtige pro Jahr für eine vorbereitete Milizübung. Welche konkrete Maßnahmen sind geplant, um diese Anzahl in den nächsten Jahren zu erhöhen?

    Zitat:
    Zu 7:

    Um diese Zahl in den nächsten Jahren zu erhöhen, wird einerseits ein gesteigertes finanzielles Anreizsystem eingeführt und andererseits verschiedene Maßnahmen im Rahmen der „Neuausrichtung der Miliz“ gesetzt werden, die die Rahmenbedingungen und Attraktivität einer Tätigkeit in der Miliz verbessern werden.

Zitat:
8. Werden sie vom §21 Wehrgesetz Abs (3) "Verpflichtung zur Leistung von Milizübungen" Gebrauch machen, wenn durch die Freiwilligkeit der Bedarf an Milizkader nicht gedeckt wird?

    Zitat:
    Zu 8:

    Der Vollzug des § 21 Abs. 3 WG 2001 ist seit mehreren Jahren ausgesetzt. Verschiedenste Maßnahmen zur Attraktivierung einer Freiwilligenmeldung zu Milizübungen, wie etwa das bereits angesprochene adaptierte Prämiensystem, sollten dies auch künftig nicht notwendig machen.

Zitat:
9. Welcher Übungsrhythmus ist für die Jägerbataillone/Miliz zukünftig vorgesehen?

    Zitat:
    Zu 9:

    Nach der Übungssystematik im Rahmen des derzeit festgelegten „Masterplanes Milizübungen“ üben die Jägerbataillone der selbständig strukturierten Miliz im zwei Jahresrhythmus, jeweils dreizehn Tage (drei Tage Vorbereitungs-Waffenübung, vier Tage Vorstaffelung und sechs Tage Milizübung). Zusätzlich kann bei Bedarf einmal innerhalb von sechs Jahren auf Basis der Leistung von Milizübungen eine Kaderrahmenübungstätigkeit in der Dauer von sechs Tagen erfolgen.

      Verordnung über die Militärdienstpflicht (MDV)

      vom 19. November 2003 (Stand am 1. Oktober 2014)

      Zitat:
      3. Titel: Ausbildungsdienstpflicht

        1. Kapitel: Umfang

          1 Angehörige der Armee mit Mannschaftsgraden leisten während der Dauer der Militärdienstpflicht höchstens 3 Tage Rekrutierung sowie:

            a. 145 Tage Rekrutenschule und 6 Wiederholungskurse zu 19 Tagen; oder

            b. 124 Tage Rekrutenschule und 7 Wiederholungskurse zu 19 Tagen.

          2 Leisten sie andere, längere oder kürzere Dienstleistungen als die in Absatz 1 festgelegten, so beträgt die Gesamtdienstleistungspflicht 260 Diensttage, für Grenadiere 285 Diensttage.

          3 Für Unteroffiziere und höhere Unteroffiziere beträgt die Gesamtdienstleistungspflicht:

            a. Korporal: 260 Tage;

            b. Wachtmeister: 400 Tage;

            bbis. Grenadier-Wachtmeister: 425 Tage;

            c. Oberwachtmeister: 430 Tage;

            d. Feldweibel: 450 Tage;

            e. Hauptfeldweibel und Fourier: 500 Tage;

            f. Adjutantunteroffizier: 620 Tage;

            g. Stabsadjutant: 630 Tage;

            h. Hauptadjutant und Chefadjutant: 730 Tage.

          4 Subalternoffiziere leisten 600 Tage Ausbildungsdienst.

          5 Für Angehörige der Armee, die ihre Rekrutenschule vor dem 31. Dezember 2003 absolviert haben, gelten folgende Ausnahmen:

            a. Soldaten, Gefreite und Obergefreite leisten höchstens 130 Tage in Fortbildungsdiensten der Truppe. Die Ausbildungsdienstpflicht darf insgesamt 300 Tage nicht überschreiten.

            b. Korporale, Wachtmeister und Oberwachtmeister leisten höchstens 160 Tage in Fortbildungsdiensten der Truppe. Die Ausbildungsdienstpflicht darf insgesamt 460 Tage nicht überschreiten.

            c. Fouriere, Feldweibel, Hauptfeldweibel und Subalternoffiziere leisten höchstens 200 Tage in Fortbildungsdiensten der Truppe. Die Ausbildungsdienstpflicht darf insgesamt für Fouriere 570 Tage, für Feldweibel und Hautpfeldweibel 590 Tage und für Subalternoffiziere 770 Tage nicht überschreiten.

          5bis Angehörige der Armee, die vor dem 1. Januar 2004 zum Adjutantunteroffizier befördert wurden, leisten höchstens 200 Tage in Fortbildungsdiensten der Truppe. Die Ausbildungsdienstpflicht darf insgesamt 590 Tage nicht überschreiten.8

          5ter Für Angehörige der Armee, die vor dem 1. Januar 2008 zum entsprechenden Grad befördert wurden, gelten folgende Ausnahmen:

            a. Stabsadjutanten leisten 670 Tage Ausbildungsdienst;b.Hauptadjutanten und Chefadjutanten leisten 770 Tage Ausbildungsdienst.

          6 Die Ausbildungsdienstpflicht der Hauptleute und Stabsoffiziere richtet sich nach der Dauer der Führung eines Kommandos oder der Ausübung einer Funktion nach Artikel 50.

            6bis Die Ausbildungsdienstpflicht der Berufsunteroffiziere richtet sich nach der Dauer der Ausübung einer Funktion nach Artikel 50 Absatz 3.10

          7 Spezialisten der Grade Hauptmann bis Oberst und Fachoffiziere leisten in Fortbildungsdiensten der Truppe höchstens 300 Tage Ausbildungsdienst.


Zitat:
10. Welche Gesamtsumme der verpflichtenden Übungstage für die Miliz ist von 2015 bis 2018 vorgesehen (aufgeschlüsselt nach Jahren)?

    Zitat:
    Zu 10:

    Im Jahr 2015 sind 105.879 Tage, im Jahr 2016 sind 115.129 Tage und in den Jahren 2017 und 2018 jeweils 120.194 Tage für verpflichtende Übungen vorgesehen. Nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass darin auch die vorgesehene Übungstätigkeit im Rahmen von beorderten Waffenübungen, Ausbildungsmaßnahmen und sonstige Tätigkeiten auf Basis der Leistung von „Milizübungs-Tagen“, „Freiwilligen Waffenübungs-Tagen“ und „Funktionsdienst-Tagen“ enthalten sind.

Zitat:
11. Welches Gesamtmengengerüst Miliz wird als Aufwuchsprognose bis 2026 angenommen (Aufschlüsselung nach Personalreserve, Milizanteilen und selbstständig strukturierter Miliz)?

    Zitat:
    Zu 11:

    Nach derzeitigem Bearbeitungsstand: 31.200 Wehrpflichtige des Milizstandes und Frauen, die für Miliztätigkeiten in Betracht kommen, (davon Milizanteile 10.700, selbständig strukturierte Miliz: 16.400 und Personalreserve 4.100).

Zitat:
12. Welcher Mindestanteil von Milizsoldat_innen in der Einsatzorganisation ist bei einer Mobilmachungseinteilung bezogen auf Kaderfunktionen vorgesehen?

    Zitat:
    Zu 12:

    Der Mindestanteil an Mobeinteilungen bezogen auf Kaderfunktionen beträgt je nach Organisationselement zwischen 5% und 25%.

Zitat:
13. Welche Planungen gibt es bezüglich der Einrichtung von "Milizbotschafter_innen" mit Migrationshintergrund in den verschiedenen integrationsrelevanten Communities?

    Zitat:
    Zu 13:

    Dieser Bereich wird zukünftig vom „Zentrum militärische Führung und Wehrpolitik“ bearbeitet.

Zitat:
14. Wie groß ist der Anteil an befristet beorderten Milizsoldat_innen in den zehn Milizbataillonen mit Stand Juni 2015 (prozentueller Anteil)?

    Zitat:
    Zu 14:

    Mit Stand 15. Juni 2015 betrug der prozentuelle Anteil der befristet Beorderten 22,75% der Beorderten.

Zitat:
15. Welche Übungstätigkeit ist für die befristet beorderten Milizsoldat_innen während ihrer Beorderung vorgesehen, um ihre Einsatzfunktion zu erhalten?

    Zitat:
    Zu 15:

    Keine.

Zitat:
16. Sind für alle befristet beorderten Milizsoldaten die Mannes-(d.h. Standard-)ausrüstung (Feldanzug 75 oder Kampfanzug 03) vorhanden?

17. Wenn ja: Wer verwaltet diese und wo wird die Ausrüstung gelagert?

    Zitat:
    Zu 16 und 17:

    Befristet beorderten, nicht übungspflichtigen Wehrpflichtigen des Milizstandes und Frauen, die für Miliztätigkeiten in Betracht kommen, wird die Bekleidung und persönliche Ausrüstung nicht zur persönlichen Verwahrung, sondern erst im Falle einer Aufbietung übergeben und nach Demobilisierung wieder abgenommen. In erster Line werden dafür die bei den Militärkommanden für einrückende Rekruten gelagerten und zu diesem Zeitpunkt nicht ausgegebenen Bestände an Kampfanzügen herangezogen. Sollte darüber hinaus Bedarf an „Mannesausrüstung“ bestehen, wird auf die Bestände in den Heereslagern zurückgegriffen. Grundsätzlich ist damit für alle befristet Beorderten die Mannesausrüstung vorhanden.

Zitat:
18. Sind für alle befristet beorderten Milizsoldat_innen Handfeuerwaffen (Sturmgewehr 77 oder Pistole 80) vorhanden?

19. Wenn ja: Wer verwaltet diese und wo werden die Handfeuerwaffen gelagert?

    Zitat:
    Zu 18 und 19:

    Die Bewaffnung mit StG 77 und P80 ist sichergestellt. Grundsätzlich hat der jeweilige Mob-Verband die benötigten Hand- und Faustfeuerwaffen in der benötigten Anzahl im jeweiligen Mob-Lager verfügbar. Reserven werden in den jeweiligen Lagern der Heeresebene für eine Verwendung bereitgehalten und im Anlassfall ausgegeben.

Zitat:
20. Wird die Ausbildung der Miliz zukünftig in Milizausbildungszentren durchgeführt?

21. Wenn nein, warum nicht?

    Zitat:
    Zu 20 und 21:

    Nein. Als ein Ergebnis der Bearbeitungen zur „Neuausrichtung der Miliz“ wurde die Mobverantwortung – zur Stärkung der Bindung an die „Militärische Heimat“, größeren Identitätsstiftung durch „Regionalbezug“ und verstärkten Verschränkung mit der Präsenzorganisation – den kleinen Verbänden zugeordnet. Daher wurde in Folge die NEU-Aufstellung von Milizausbildungszentren nicht weiter verfolgt.

Zitat:
22. Ein zu starker Regionalbezug hat den Nachteil, dass diese Bindung zu einer Erstarrung und Inflexibilität (wie damals bei der raumgebundenen Landwehr) führt. Welche Maßnahmen sind vorgesehen, um diesen Nachteil zu kompensieren?

    Zitat:
    Zu 22:

    Milizverbände und -einheiten erhalten neben einer Hauptaufgabe auch Zusatzaufgaben, welche außerhalb der jeweiligen Bundesländer liegen können und selbstverständlich auch geübt werden müssen.

Zitat:
23. Die gegenwärtigen und künftigen Szenarien fordern eine operative und taktische Beweglichkeit. In Bezug auf die zu schützenden Räume/Objekte ist dies zwingend erforderlich. Wie wird die Beweglichkeit der neuen Verbände sichergestellt?

Zitat:
30. Verfügen die Milizbataillone über eine ausreichende Mobilität, um Verlegungen zu den besonders schutzwürdigen Objekten autark durchführen zu können?

    Zitat:
    Zu 23 und 30:

    Die Beweglichkeit der eingesetzten Einheiten ist in der Form vorgesehen, dass jeder Jägerkompanie die erforderliche Anzahl an Kraftfahrzeugen zum Mannschaftstransport zugeordnet wird, welche den Transport eines Jägerzuges ermöglicht. Darüber hinaus sind der Stabskompanie die erforderlichen Kraftfahrzeuge zum Mannschaftstransport für die Verlegung einer Jägerkompanie zugeordnet.

Zitat:
24. Sind die zehn Milizbataillone personell und materiell ausreichend ausgestattet, um diese im Mobilmachungsfall ohne zusätzliche Zuführung von Personal (ausgenommen der Personalreserve) und Ausrüstung einzusetzen?

    Zitat:
    Zu 24:

    Ja. Die materielle Ausrüstung der Miliz ist für einen eigenständigen und mit der präsenten Truppe des Österreichischen Bundesheeres gleichzeitigen Einsatz ausgelegt. Im Bereich der Führungsunterstützung und der Einsatzunterstützung ist analog zur präsenten Truppe das System des „force providing“ vorgesehen.

"Force providing"? Was das für eine Wortschöpfung sein?


Zitat:
25. Wieviele von den zehn vorhandenen Milizbataillonen können gleichzeitig eingesetzt werden?

    Zitat:
    Zu 25:

    Alle 10 Jägerbataillone/Miliz sind gleichzeitig einsetzbar.

Zitat:
26. Es sind insgesamt 192 Objekte als besonders schutzwürdige Objekte definiert (nach anderen Definitionen auch mehr). Nach welchen Kriterien werden in einem Anlassfall jene Objekte ausgesucht, die mit militärischen Kräften geschützt werden?

    Zitat:
    Zu 26:

    Grundsätzlich ist das Österreichischen Bundesheer strukturell darauf ausgerichtet nach Wirksamwerden der erforderlichen wehrgesetzlichen Maßnahmen („Aufbietung/Mobilmachung“) alle als besonders schutzwürdig definierten Objekte gleichzeitig zu schützen.

Zitat:
27. Werden alle diese besonders schutzwürdigen Objekte durch das Bundesheer mit militärischen Kräften beübt?

    Zitat:
    Zu 27:

    Ja, in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Inneres.

Zitat:
29. Werden die Milizbataillone nach dem Regionalprinzip alle besonders schutzwürdigen Objekte in ihrem Bundesland beüben?

    Zitat:
    Zu 29:

    Nein, nur die ihnen als Haupt- oder Zusatzaufgabe zugeordneten Objekte.

Zitat:
31. Was ist das derzeitige Organisationsplan-SOLL der Milizarbeitsplätze (ohne Personalreserve) für Milizexpert_innen?

32. Wieviele Beorderungen als Miliz-Expert_innen gibt es mit Stand Juni 2015?

Zitat:
34. Was ist die Planungsabsicht über die weitere personelle Entwicklung von Miliz-Expert_innen im Bundesheer?

    Zitat:
    Zu 31, 32 und 34:

    Mit Stand vom 1. August 2015 sind 602 Milizarbeitsplätze „Experte“ in den Organisationsplänen (SOLL) vorhanden. Mit Stand 8. Juli 2015 sind 222 Wehrpflichtige des Milizstandes und Frauen, die für Miliztätigkeiten in Betracht kommen, als Expertinnen und Experten beordert. Zukünftig soll der SOLL-Stand erreicht werden.

Zitat:
33. Wieviele Milizexpert_innen waren zwischen 2007 und 2014 beordert (aufgeschlüsselt nach Kalenderjahren)?

    Zitat:
    Zu 33:

    Im Jahr 2007 – 104 Expertinnen und Experten, im Jahr 2008 – 152 Expertinnen und Experten, im Jahr 2009 – 172 Expertinnen und Experten, im Jahr 2010 – 180 Expertinnen und Experten, im Jahr 2011 – 193 Expertinnen und Experten, im Jahr 2012 – 200 Expertinnen und Experten, im Jahr 2013 – 210 Expertinnen und Experten und im Jahr 2014 – 216 Expertinnen und Experten.

Zitat:
35. Wieviele Frauen sind mit Stand Juni 2015 auf Milizarbeitsplätzen eingeteilt?

    Zitat:
    Zu 35:

    Mit Stand Juni 2015 sind 84 Frauen auf Milizarbeitsplätzen eingeteilt.

Zitat:
36. Wieviele Frauen waren zwischen 2005 und 2014 in der Miliz beordert (aufgeschlüsselt nach Kalenderjahren)?

    Zitat:
    Zu 36:

    Im Jahr 2005 war keine Frau in der Miliz beordert, im Jahr 2006 eine Frau, im Jahr 2007 sechs Frauen, im Jahr 2008 acht Frauen, im Jahr 2009 zwölf Frauen, im Jahr 2010 23 Frauen, im Jahr 2011 31 Frauen, im Jahr 2012 39 Frauen, im Jahr 2013 52 Frauen und im Jahr 2014 70 Frauen.

Zitat:
37. Mit der letzten Änderung des Wehrgesetzes sind Frauen bezüglich Milizübungen den Männern gleichgestellt. Nach einer Freiwilligenmeldung ist es nicht mehr möglich, sich von der Verpflichtung zurückzuziehen (§ 21 Abs. 1 WG 2001). Welche Auswirkungen sind diesbezüglich auf das Engagement von Frauen für eine Tätigkeit in der Miliz erkennbar?

    Zitat:
    Zu 37:

    Da die Gleichstellung von Männern und Frauen hinsichtlich Milizübungen erst mit der letzten Änderung des Wehrgesetzes eingeführt wurde, liegen noch keine diesbezüglichen Daten auf.

Zitat:
38. Welche Maßnahmen sind geplant, um den Anteil der Frauen in der Miliz zu erhöhen?

    Zitat:
    Zu 38:

    Das Heerespersonalamt ist mit der „Entwicklung der zielgruppenorientierten Werbe- und Rekrutierungsmaßnahmen“ zur Steigerung des Anteils an Soldatinnen beauftragt. In diesem Rahmen wird auch für die Tätigkeit von Frauen in Milizfunktionen – wie auch in der Vergangenheit – geworben. Grundsätzlich ist jedoch darauf hinzuweisen, dass die Werbe- und Rekrutierungsmaßnahmen als Ganzheit zu sehen sind und nicht wirklich sinnvoll zwischen Maßnahmen für Berufslaufbahnen und Milizlaufbahnen unterschieden werden können. Es ist jedoch noch im heurigen Jahr vorgesehen, ehemalige Soldatinnen mit persönlichen Schreiben auf Milizverwendungen aufmerksam zu machen und für Milizübungen zu gewinnen.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 09. Sep 2015, 19:04 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20791
Obst Reinhard Koller, Kdt PiB3, in: Melker Pioniere. Truppenzeitung des Pionierbataillons 3, Herbst 2015 hat geschrieben:
Kaderanwärterausbildung KAA/Pi:

Für die neue sogenannte Kaderanwärterausbildung (KAA) in unserer Waffengattung wird derzeit die Zuordnung der Ausbildungsverantwortung abgewogen, ob die Ausbildung wie bisher beim Kdo HTS/Inst Pi oder bei den Streitkräften erfolgen sollte. Diese Frage ist hierorts klar und eindeutig zu beantworten. Wir brauchen ein zentrales Ausbildungselement zur Vermittlung der Pioniergrundfertigkeiten. Diese Basisausbildung kann keinesfalls bei den drei Pionierbataillonen erfolgen.

Dagegen sprechen unter anderem:

    • Die Ausbildungssystematik der vier Einrückungstermine mit den zweckorientierten Teilkontingenten

    • Der sich verschärfende Mangel an Ausbildern/GrpKdt auf der Ebene Wachtmeister, da diese Personen durch die fortlaufende Spezialisierung größtenteils an ein komplexes Pioniergerät gebunden sind

    • Die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft zur qualifizierten Katastrophenhilfe quer durch die Fähigkeiten des PiB für den Zeitraum 24Std, 7Tage/Woche

    • Die mangelnde Infrastruktur bei allen PiB, besonders aber bei PiB1 und PiB3

    • Die zusätzliche Belastung der PiB mit der zukünftigen Verantwortung für drei Milizpionierkompanien

    • Eine damit verbundene individuell gefärbte Wissensvermittlung.

Aufbauend auf die Pionierbasisausbildung durch ein einheitlich zentrales Ausbildungselement kann weiterhin, so wie bisher bereits praktiziert, die eine oder andere Spezialausbildung bei den PiB (z.b. Pi-Brückenausbildung 2000) erfolgen. Dies ist effektiv, wirtschaftlich, zweckmäßig und kann durchaus mit den dazu erforderlichen Voraussetzungen weiter optimiert werden.



Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 27. Sep 2015, 17:44 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20791
Wehrdienstreform: Duellsimulatoren für das Bundesheer

Zitat:
Das Österreichische Bundesheer beschafft 1.200 Stück Infanterie-Duellsimulatoren der neuesten Generation. Ein entsprechender Vertrag wurde mit Saab AB - Training & Simulation unterzeichnet. Die 1.700 bereits eingeführten Duellsimulatoren für die Infanterie und die 150 Systeme für Gefechtsfahrzeuge und Panzerabwehrwaffen werden einem umfassenden Mid-Life-Upgrade unterzogen und entsprechen damit auch dem neuesten Stand der Technik. Damit verfügen hinkünftig alle Kampfverbände des Bundesheeres sowie die Truppenübungsplätze Allentsteig, Seetaler Alpe, Wattener Lizum und Bruckneudorf über diese Systeme. Die Finanzierung erfolgt durch ein Sonderinvestitionsprogramm zur Reform des Wehrdienstes und beträgt 24,2 Mio. Euro. Die Auslieferung der Systeme soll bis Ende 2018 abgeschlossen sein.

Die Anschaffung der neuen Duellsimulatoren ist eine Maßnahme zur Reform des Wehrdienstes, wo explizit die Bereitstellung von neuen und modernen Ausbildungsmitteln gefordert wird. Um die Gefechtsausbildung im Grundwehrdienst zu verbessern, war daher eine Aufstockung und Modernisierung der Duellsimulationssysteme erforderlich. So soll zukünftig gewährleistet werden, dass auch Grundwehrdiener mit diesen Duellsimulatoren zur Ausbildung und Übung ausgestattet werden.

Zitat:
Der Einsatz der Simulatoren erfolgt auf Sturmgewehren, Maschinengewehren und Scharfschützengewehren.



    Bericht der Sektion II/Generalstab
    Vorschläge zur „Reform des Wehrdienstes“

    WIEN, Juni 2013

    Zitat:
    Nr.:

      5

    Beschreibung:

      Bereitstellung neuer, moderner Ausbildungsmittel und Simulation


    Umsetzung:

      Die Erstellung der Planungsdokumente für die Schießtechniktrainer/Schießanalysegeräte ist nahezu abgeschlossen, eine Aufnahme in das Vollzugsprogramm und die Bereitstellung der erforderlichen finanziellen Mittel wäre zu entscheiden.

    Rahmenbedingungen, Voraussetzungen, Kosten:

      Zeitdauer zur konkreten Bereitstellung je nach Beschaffungsverfahren beträgt 6 -12 Monate

      Kosten bei:
      85 Stk/€ 170 000,- (Mindestbedarf)
      118 Stk/€ 240 000,- für die Attraktivierungsmaßnahme Wahlpflichtmodul Schießen.


    Umsetzung:

      Die Erstellung der Planungsdokumente für die Bereitstellung von Schießsimulatoren für StG 77/P 80 zur Attraktivierung der Schießausbildung aller GWD mit der eingeschränkten Möglichkeit zur Nutzung auch in der Freizeit wäre zu entscheiden.

    Rahmenbedingungen, Voraussetzungen, Kosten:

      Kosten: pro System ca. €°200.000,-

      Zeitdauer bis zur konkreten Bereitstellung beträgt je nach Beschaffungsverfahren 1-2 Jahre


    Umsetzung:

      Die Erstellung der Planungsdokumente für die Bereitstellung von Fahrsimulatoren vorrangig für das Training „ökonomisches Fahren“ mit der eingeschränkten Möglichkeit der Nutzung auch in der Freizeit wäre zu entscheiden.

    Rahmenbedingungen, Voraussetzungen, Kosten:

      Beurteilung für Erstbedarf 12 Stk; Kosten pro System ca. €°50.000,-

      Zeitdauer bis zur konkreten Bereitstellung beträgt je nach Beschaffungsverfahren 1 - 2 Jahre

      Mögliches weiteres Wahlpflichtmodul?

    Anmerkungen:

      Nutzung der FahrSim auch für Schulung "Blaulichtfahrer" bzw. im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramms möglich.


    Umsetzung:

      Die Erstellung der Planungsdokumente für die Bereitstellung von Applikationen (Apps für SKH, ABCAbw, HKfD, …) als zusätzliches Angebot mit Nutzungsmöglichkeit auch nach dem GWD wäre zu entscheiden.

    Rahmenbedingungen, Voraussetzungen, Kosten:

      Kosten: ca. € 100.000,- / App

      Zeitdauer bis zur konkreten Bereitstellung beträgt 6 Monate


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 28. Sep 2015, 09:15 
Benutzeravatar

Registriert: 29. Jul 2008, 20:32
Beiträge: 1985
Weiß jemand was die nun angeschaffte Version bzw. das Mid-Life Update für Verbesserungen bringt?

_________________
Beordert bei 1./JgB NÖ


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 30. Sep 2015, 17:15 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20791
Zur allgemeinen Information - die Verfügungsermächtigung des Bundesministers für Landesverteidigung im Wortlaut (mit ergänzenden Texten und Rechtsgrundlagen):

    ÖHLINGER Theo: Verfassungsrecht, 8. Aufl. (Wien 2009)

    p. 237 hat geschrieben:
    b. Verfügungsbefugnis bedeutet die Entscheidung über den konkreten Einsatz ("ob und wie") des Bundesheeres. Diese ist zwischen dem BPräs und dem zuständigen BM geteilt. Sie steht dem BPräs zu, soweit dies gesetzlich ausdrücklich vorgesehen ist. Das Wehrgesetz enthält solche Bestimmungen (z.B: Einberufung zum Einsatzpräsenzdienst ab einer Gesamtzahl von 5000 Wehrpflichtigen). Art 67 B-VG gilt dabei unbestritten. Ansonsten steht sie dem BM für Landesverteidigung innerhalb der ihm von der BReg erteilten Ermächtigung zu. Strittig ist, ob diese Ermächtigung eine Verordnung ist, die im BGBl kundzumachen wäre. Richtiger ist wohl die Qualifikation als Regierungsakt, der weder zu publizieren ist noch einer gerichtlichen Überprüfung unterliegt. Die derzeit geltende Ermächtigung stammt aus 1966/67 und findet sich abgedruckt bei Adamovich, Handbuch des österreichischen Verfassungsrechts (1971) 387.


      ADAMOVICH Ludwig: Handbuch des österreichischen Verfassungsrechts, 6. Aufl. (Wien - New York 1971), p. 387 - 388 hat geschrieben:
      Die derzeit in Geltung stehende, gemäß Art. 80 Abs. 2 B.-VG. dem Bundesminister für Landesverteidigung erteilte Ermächtigung vom 28. 6. 1966 (abgeändert am 9. 5. 1967) hat folgenden Wortlaut:

        "I.

        Der Bundesminister für Landesverteidigung hat hinsichtlich der Ausübung seines Verfügungsrechtes über das Bundesheer gemäß Art. 80 Abs. 2 des Bundes-Verfassungsgesetzes in der Fassung von 1929 folgendes zu beachten.

          1. Der Bundesminister für Landesverteidigung hat den Einsatz des Bundesheeres einschließlich der Art und des Umfanges des Einsatzes zum Zwecke der dauernden Behauptung der Unabhängigkeit der Republik Österreich und zum Zwecke der Unverletzlichkeit ihres Gebietes auf Grund von Richtlinien zu verfügen, die die Bundesregierung im jeweiligen Bedarfsfall zu beschließen hat.

          2. Ziffer 1 gilt nicht hinsichtlich aller für einen Einsatz des Bundesheeres zu den in Ziffer 1 genannten Zwecken erforderlichen Vorsorgen, einschließlich der notwendigen Bereitschafts-, Alarmierungs- und Sicherungsmaßnahmen sowie den zur Beobachtung des Luftraumes erforderlichen Maßnahmen.

          3. Ziffer 1 gilt weiters nicht, wenn und solange die Bundesregierung nicht rechtzeitig zu einer Beschlußfassung zusammentreten kann. Der Bundesminister für Landesverteidigung hat der Bundesregierung über die getroffenen Maßnahmen unverzüglich zu berichten.

          4. Außerhalb der Bestimmung des Art. 80 Abs. 2 des Bundes-Verfassungsgesetzes in der Fassung von 1929 wird der Bundesminister für Landesverteidigung dem Bundespräsidenten von einer getroffenen Verfügung eines Einsatzes im Sinne der Ziffern 1 und 3 unverzüglich berichten.

        II.

        Der Beschluß der Bundesregierung vom 21. Juli 1959, betreffend Ermächtigung des Bundesministers für Landesverteidigung zur Verfügung über das Bundesheer gemäß Art. 80 Abs. 2 des Bundes-Verfassungsgesetzes in der Fassung von 1929 und § 3 Abs. 2 des WG., wird aufgehoben.

        III.

        Der Beschluß der Bundesregierung vom 12. 6. 1962, betreffend dem Waffengebrauch im Falle des § 2 Abs. 1 lit. a) des Wehrgesetzes bleibt mit der Maßgabe unberührt, daß der Bundesminister für Landesverteidigung dem Bundespräsidenten von Einsätzen des Bundesheeres oder von Teilen desselben auf Grund des eben zitierten Beschlusses der Bundesregierung ebenfalls unverzüglich berichten wird."


    Informationen zur Mobilmachung

    Zitat:
    Aufbietungsmöglichkeiten

    Die Art der Aufbietung sowie Art und Anzahl der benötigten militärischen Kräfte werden den zu befassenden Organen der Staatsführung (Bundesminister für Landesverteidigung, in der Folge auch dem Bundespräsidenten) vom Generalstabschef, in seiner Funktion als Leiter des Leitungsstabes (des Führungsstabes der Streitkräfte), vorgeschlagen.

    Entsprechend dem Wehrgesetz 2001 ergeben sich hiezu folgende Möglichkeiten:

      Verfügungen

      Die Auslösung sowie die Einberufung beorderter Wehrpflichtiger zum Einsatz- oder Aufschubpräsenzdienst erfolgt durch Verfügung eines im Wehrgesetz angeführten Organs der Staatsführung (Bundesminister für Landesverteidigung, oder Bundespräsident). Diese Verfügungen bedürfen zur Rechtskrafterlangung der Kundmachung.

      Die konkrete Einberufung der Wehrpflichtigen erfolgt zwar grundsätzlich durch Zustellung der Einberufungsbefehle, kann jedoch aufgrund militärischer Erfordernisse auch im Wege einer allgemeinen Bekanntmachung, also etwa durch Kundmachung in den öffentlichrechtlichen elektronischen Medien (ORF) oder im Amtsblatt des Printmediums Wiener Zeitung, erfolgen.

      Die vom Bundesminister für Landesverteidigung getroffenen Einberufungsverfügungen bedeuten eine wesentliche Verfahrensverkürzung, da sowohl der Zeitbedarf als auch Entscheidungsgremien und Entscheidungsebenen reduziert werden.

      Hinweis: Frühestens mit der in gehöriger Weise erfolgten Kundmachung der Einberufungsverfügung(en) werden Begleitmaßnahmen, z.B. fernmündliche Verständigungen einberufener Personen, gesetzt.



    Wehrgesetz 2001 - WG 2001

    Zitat:
    Einsatz- und Aufschubpräsenzdienst sowie außerordentliche Übungen

    § 23a. (1) Die Heranziehung von Wehrpflichtigen des Miliz- und des Reservestandes zum Einsatzpräsenzdienst verfügt bis zu einer Gesamtzahl von 5 000 Wehrpflichtigen nach den Vorschriften des Abs. 3 und innerhalb der ihm von der Bundesregierung erteilten Ermächtigung der Bundesminister für Landesverteidigung und Sport, darüber hinaus der Bundespräsident. Hält der Bundesminister für Landesverteidigung und Sport eine solche Verfügung für erforderlich, so hat er dem Bundespräsidenten und der Bundesregierung hierüber unverzüglich zu berichten. Sofern eine solche Heranziehung ausschließlich Wehrpflichtige betrifft, die der Meldepflicht nach § 11 Abs. 6 unterliegen, verfügt sie jedenfalls der Bundesminister für Landesverteidigung und Sport innerhalb der ihm von der Bundesregierung erteilten Ermächtigung.

    (2) Bei außergewöhnlichen Verhältnissen kann die Entlassung von Wehrpflichtigen vorläufig aufgeschoben werden bei der Beendigung

      1. des Grundwehrdienstes oder

      2. eines Wehrdienstes als Zeitsoldat oder

      3. einer Milizübung oder

      4. einer freiwilligen Waffenübung oder eines Funktionsdienstes.

    Die Verfügung des vorläufigen Aufschubes der Entlassung obliegt bis zu einer Gesamtzahl von 5 000 Wehrpflichtigen nach den Vorschriften des Abs. 3 und innerhalb der ihm von der Bundesregierung erteilten Ermächtigung dem Bundesminister für Landesverteidigung und Sport, darüber hinaus dem Bundespräsidenten. Hält der Bundesminister für Landesverteidigung und Sport eine solche Verfügung für erforderlich, so hat er dem Bundespräsidenten und der Bundesregierung hierüber unverzüglich zu berichten. Mit In-Kraft-Treten dieser Verfügung gelten diese Wehrpflichtigen als zum Aufschubpräsenzdienst einberufen.

    (3) Die Gesamtzahl der Wehrpflichtigen, die auf Grund einer Verfügung des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport den Einsatzpräsenzdienst und den Aufschubpräsenzdienst leisten, darf zu keiner Zeit 5 000 übersteigen. In diese Zahl sind Wehrpflichtige, die der Meldepflicht nach § 11 Abs. 6 unterliegen und vom Bundesminister für Landesverteidigung und Sport zum Einsatzpräsenzdienst herangezogen werden, nicht einzurechnen.

    (4) Bei außergewöhnlichen Verhältnissen kann der Bundesminister für Landesverteidigung und Sport innerhalb der ihm von der Bundesregierung erteilten Ermächtigung die Heranziehung von Wehrpflichtigen zu außerordentlichen Übungen als vorsorgliche Maßnahme zur Verstärkung der Verteidigungsbereitschaft verfügen.



Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 29. Okt 2015, 10:50 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20791
Obstlt Peter Nuderscher, Kdt StbB6, in: Der Adler. Truppenzeitung des Stabsbataillons 6, Jg. 31, Ausgabe 2/2015, p. 3 hat geschrieben:
Wir nähern uns mit Riesenschritten der Jahresmitte 2015 und stehen seit 02. Mai in der Ausbildung unseres Vollkontingentes, welches wir erstmals gemäß den Vorgaben der DBBA 2014 (Durchführungsbestimmungen für die Basisausbildung 2014) durchzuführen haben. Nachdem wir bereits erste Erfahrungen mit dem Überbrückungskontingent ET 01/15, bei dem wir erstmals die „neuen“ Ziele der BAK und BA1 vermittelt haben, auf Alltagstauglichkeit gewinnen konnten, gilt es nun während der nächsten Wochen und Monate die Umsetzbarkeit und Machbarkeit der BA2/3 in den unterschiedlichen Waffengattungen unseres Verbandes zu prüfen und entsprechende Konsequenzen und Folgerungen abzuleiten. Erste Erkenntnisse aus dem ET 01/15 haben gezeigt, dass die zeitlichen Vorgaben (10 Wochen BAK+BA1) aufgrund der ET-Systematik im ÖBH durch das Stabsbataillon 6 in der geforderten Art und Weise nicht umsetzbar sind und wir deshalb gezwungen waren, entsprechende Adaptierungen für den ET 05/15 vorzunehmen. Durch eine flexible Anwendung der DBBA 2014 haben wir allerdings eine Möglichkeit zur Umsetzung gefunden und somit stellen die Vorgaben keine wesentliche Einschränkung in der Auftragserfüllung dar.


Der Adler. Truppenzeitung des Stabsbataillons 6, Jg. 31, Ausgabe 2/2015, p. 9 hat geschrieben:
DBBA neu

Mit dem Einrückungstermin JÄNNER 2015 musste das neu verfügte Curriculum „Durchführungsbestimmungen für die Basisausbildung 2014“ (DBBA 2014), welche im Zuge des „Berichts zur Reform des Wehrdienstes“ erstellt wurde, erstmalig im Stabsbataillon 6 umgesetzt werden. Am Beispiel dieses Einrückungstermins wird nun versucht, auf die DBBA 2014, im speziellen auf die ersten 10 Ausbildungswochen, mit all ihren Änderungen und den aufgetretenen Problemen, einzugehen.

Mit Beginn 2015 wurde der „Grundwehrdiener (GWD)“ umgetauft in „Soldat in der Basisausbildung (SiBA)“ und im Groben wurden die Ausbildungsabschnitte reformiert. Die Basisausbildung Kern (BAK) wurde von der Basisausbildung 1 (BA1) getrennt, wobei die BAK 20 Ausbildungstage und die Zielerreichung zum territorialen Wachsoldaten vorsieht. Hier treten die ersten wesentlichen Probleme auf, denn es wird nicht mehr mit 4 Ausbildungswochen gearbeitet, sondern wirklich mit den 20 Ausbildungstagen. Am Beispiel des Einrückungstermins im JÄNNER kam es somit aufgrund des Feiertags (DIENSTAG, 06. JÄNNER 2015) und feststehenden Kursen (speziell die Kraftfahrschule und der Rettungssanitäterkurs) zur Problematik, dass vereinzelte SiBA bereits nach 18 Ausbildungstagen versetzt wurden und somit die BAK nicht abgeschlossen haben. Die ersten vier Ausbildungswochen sehen ebenfalls die Selbst- und Kameradenhilfe, ABC-Individualschutz, Selbstverteidigung sowie das Scharfschießen der ersten acht Schulschießübungen mit dem Sturmgewehr 77 vor. Der eigentliche Gefechtsdienst existiert somit in den ersten „20“ Ausbildungstagen nicht mehr und die Ausbildungsstunden wurden für die BAK um 29 Ausbildungsstunden erhöht, was eine deutliche Mehrbelastung für alle Soldaten bedeutet. Fazit der ersten „20“ Ausbildungstage: Für die Kompanie ergibt sich eine massive Erleichterung der Transportplanung, da diese lediglich für ein Scharfschießen benötigt wird, denn ein weiteres Verlassen der Kaserne im Rahmen der BAK ist aufgrund der Ausbildungsziele nicht mehr notwendig. Der Transportfahrzeugproblematik kann somit getrotzt werden.

Die BA1 wird mit sechs Ausbildungswochen an die BAK angehängt und hat als Ausbildungsziel die allgemeinen Voraussetzungen für sicherheitspolizeiliche Assistenzeinsätze zu schaffen. Hier wurden ebenso die Ausbildungsstunden, auch wenn insgesamt eine Woche länger Ausbildung als bei der DBBA 2006. Ausbildungsschwergewicht neben Schutz und Hilfe (sicherheitspolizeiliche Assistenz und Katastrophenhilfe) erkennt man neben der Körperausbildung am Stundenbild der „Politischen Bildung“ (18 Ausbildungsstunden) und dem Projekt „Cyber-Sicherheit“ (8 Ausbildungsstunden). Die Ausbildung „Leben im Felde“ aus der alten DBBA erhält ebenso einen neuen, martialischen Namen, „Überlebenstraining“, die Ausbildungsinhalte sind jedoch nichts Neues.

Sportmotorischer und militärspezifischer Test

Während der sechs Monate dauernden Ausbildung wurde nun auch verpflichtend eine wiederkehrende sportmotorische Testung (SMT, dreimalig durchzuführen) sowie ein militärspezifischer Test (MST, zweimalig) eingeführt. In den ersten drei Ausbildungswochen der BAK, am Ende der BA1 sowie am Ende des Grundwehrdienstes sind die drei sportmotorischen Testungen durchzuführen. „Durchgeführt“ wurde der erste sportmotorische Test, wie vorgegeben durch eine Fachkraft für Körperausbildung (FKftKA). Aufgrund der Versetzung zu den neuen Dienststellen nach der achten Ausbildungswoche wurde keine weitere Testung mehr durchgeführt. Hinzuweisen ist jedoch darauf, dass alle Ergebnisse im elektronischem Personalverwaltungsprogramm (PSNT-Teilapplikation Eignungsprüfung) zu speichern sind und nach der Auswertung aller Tests durch die Fachkraft für Körperausbildung mit jedem einzelnen SiBA ein persönliches Gespräch darüber zu führen ist (Wobei grundsätzlich eine Verbesserung der Leistung erwartet wird).

Querschüsse in die Ausbildungsplanung

Einschränkungen bei der BAK beim Einrückungstermin JÄNNER ergaben sich außernatürlich durch Abstellung von drei Roleplayergruppen (24 SiBA) in der 4. Ausbildungswoche für die „zivil-militärische Veranstaltung“ NATIVE CHALLENGE am Truppenübungsplatz LIZUM/WALCHEN, was die Wichtigkeit des Grundwehrdienstes unterstrich, denn somit war es für diese Teile vorerst nicht möglich, bei ihrer eigenen Angelobung teilzunehmen und die Ausbildungskompanie (FüUKp/StbB6) musste in der 5. Ausbildungswoche mit unterschiedlichstem Ausbildungsstand weiter (nach)ausbilden.

Kurz zusammengefasst

Die Ausbildung wurde in den ersten zehn Ausbildungswochen zeitlich deutlich intensiver, einiges erhielt einen neuen Namen, der Grundwehrdienst hat im allgemeinen Dienstbetrieb nur einen mäßigen Stellenwert, aber die Ausbildung soll attraktiv sein.

Weiters ist die Verwaltungsvereinfachung, welche eine spürbare Entlastung der Kompanie bringen sollte, um sich auf das Wesentliche, „dem Führen“, konzentrieren zu können, nicht existent (siehe: Speicherung von 3 SMT und 2 MST während dem gesamten Grundwehrdienst; nicht hier erwähnt, da es sonst den Rahmen sprengen würde: die Kompetenzbilanz u. der Ressourcen-, Ziel- und Leistungsplan).

    Der Kommandant der Führungsunterstützungskompanie 6


So einen zynischen Beitrag habe ich in einer Truppenzeitung schon lange nicht mehr gelesen.

Der Adler. Truppenzeitung des Stabsbataillons 6, Jg. 31, Ausgabe 2/2015, p. 14 hat geschrieben:
Bericht über die Modulausbildung
Aus der Sicht eines Rekruten


Zur Attraktivierung des Grundwehrdienstes wurde vom Bundesministerium die „Modulausbildung“ eingeführt. Diese Ausbildung wird u.a. in die Bereiche Sport, Schießen und Selbst- und Kameradenhilfe gegliedert. Die Bereiche sind von jedem Rekruten frei wählbar. Im Rahmen der Modulausbildung der ABC-Abwehrkompanie des Stabsbataillons 6 im Bereich „Sport“ war es unser Ziel, das „Österreichische Sport- und Turnabzeichen (ÖSTA)“ abzulegen.

Das ÖSTA wird in Leistungs- und Grundstufe eingeteilt und wird zur Würdigung erbrachter Leistungen verliehen. Je nach Altersklasse wird das Abzeichen zudem noch in Bronze, Silber und Gold eingeteilt. Um das ÖSTA zu erhalten, muss eine vorgeschriebene Leistung in fünf verschiedenen Bereichen erbracht werden. In diesen Bereichen ist es erlaubt, eine Disziplin frei zu wählen und das vorgeschriebene Limit in dieser zu vollbringen. Die fünf Bereiche setzen sich aus Schwimmen, Leichtathletik, Laufen, Kraftsport und Ausdauersport zusammen.

Unsere Gruppe war während der Modulausbildung stets sehr motiviert. Besonders durch die vorgegebenen Limits des ÖSTAs war deutlich zu spüren, dass jeder einzelne der Rekruten versuchte, das Maximum seines Könnens abzurufen.

Dadurch, dass niemand aufgab, bevor die jeweilige Disziplin auf Leistungs- bzw. Grundstufen-Niveau gemeistert wurde, herrschte stets ein sehr angenehmes, motiviertes und kameradschaftliches Klima unter den Teilnehmern. Da man immer bestrebt war, sich zu verbessern, tauschte man sich ständig mit anderen Kameraden über die Erfahrungen und Techniken in den Disziplinen aus und holte sich Tipps.

Das Beste am Ablegen des ÖSTAs ist jedoch, dass man sich sportlich betätigt und für die dabei erreichten Erfolge ausgezeichnet und belohnt wird. Durch die Vielseitigkeit der verschiedenen Sportarten hat man zudem auch die Möglichkeit, sich sportlich und körperlich in gewissen Bereichen, die man vorher noch nicht kannte oder ausübte, zu verbessern.

Der Grundwehrdienst ist durch die individuelle Modulausbildung durchaus attraktiver geworden.

Die Modulausbildung im Bereich Sport machte sehr viel Spaß und ist auf jeden Fall weiterzuempfehlen. Besonders der Ansporn im Sport durch die vorgegebenen Zeiten, Distanzen und Limits ist hervorzuheben. Es ist durchaus möglich, dass viele junge Grundwehrdiener dadurch animiert werden, sich über den Präsenzdienst hinaus regelmäßig sportlich zu betätigen.

    Rekrut Simon Volderauer
    Wasseraufbereitungs-Zug
    ABCAbwKp, StbB6



Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 01. Dez 2015, 12:01 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20791
Minister Klug und WKO-Präsident Leitl unterzeichneten Kooperations-Vereinbarung

Zitat:
Am Montagabend haben Verteidigungsminister Gerald Klug und Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl eine Kooperations-Vereinbarung unterzeichnet, die zu einem besseren Verständnis zwischen dem Bundesheer und Wirtschaftstreibenden im Bereich der Miliz beitragen soll. Ziel ist, die Kommunikation und den Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten zu verstärken, um die Vereinbarkeit von Miliz-Karriere und Berufsleben zu verbessern.

Zitat:
Durch die Vereinbarung sollen die Aufgaben des Bundesheeres und der Miliz im Interesse von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft vermittelt, zivile und militärische Ausbildungen gegenseitig angerechnet und Anreize für Unternehmen geschaffen werden, Milizsoldaten zu beschäftigen.



Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 10. Dez 2015, 15:12 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20791
Die Miliz im ÖBH – Aktuelle Entwicklungen und Ausblick

Gekürzte Wiedergabe eines Vortrags des Milizbeauftragten Brigadier Mag. Erwin Hameseder bei der Delegiertenversammlung der ÖOG am 17. 10. 2015 in Graz

Zitat:
In Umsetzung des Arbeitspakets Miliz wurde bisher z. B. erreicht: die Erweiterung der Möglichkeiten für Freiwillige Waffenübungen, die großzügigere Gewährung des Wehrdienstausweises Miliz mit bundesweitem Zutritt, Erweiterung der Miliztätigkeiten für Frauen durch die Möglichkeit, sich zu „Milizübungen“ zu verpflichten (= Gesetz im Verfassungsrang), Wochenendseminare im Bereich der Miliz-Fort- und Weiterbildung, Miliz-Jour-Fixe bei den mobilmachungsverantwortlichen Kommanden und der Beginn der allgemeinen Kommandantenausbildung bereits WÄHREND des Grundwehrdiensts.

Zitat:
Personalgewinnung

Durch den Wechsel der Mobilmachungsverantwortung in Verbindung mit dem GWD NEU sowie attraktiveren Rahmenbedingungen soll sich auch der Zulauf an Freiwilligen für Milizübungen deutlich verbessern. Die Herausforderung wird bei der Gewinnung von ausreichend UO – insbesondere FachUO liegen; bei den Offizieren sollte sich kein Mangel ergeben. Dafür wurden auch zusätzliche finanzielle Anreize geschaffen und die bisherigen Mittel verdreifacht.

Die Miliz hat bei den Auslandseinsätzen nach wie vor eine wichtige, ja unverzichtbare Rolle, sie stellt aktuell fast die Hälfte der Auslandssoldaten. Unklar ist mir, warum jene, die sich freiwillig zum Auslandseinsatz gemeldet haben, nicht automatisch eine unbefristete Beorderung erhalten. Milizsoldaten müssten nach einem Auslandseinsatz jedenfalls unbefristet beordert werden. – Die Erfahrungen im Ausland sind auch im Inland sehr wertvoll und das Potenzial an „Auslandsgehern“ gehört hinkünftig auch im Inland vermehrt in die Einsatzorganisation integriert.

Sonderinvest und Budget

2015 wurde zur Umsetzung der Teilschritte für das ÖBH der Zukunft durch die politische Führung ein Sonderinvest genehmigt, der zweckgebunden zu verwenden ist.

Die erste Tranche für die Miliz wird bis 2019 für die Ausstattung mit dem Grundmodul des Kampfanzugs 3 und zur Erhöhung der Nachtsichtfähigkeit schlagend. Ab 2016 beginnt die Komplettierung der Ausstattung der Miliz mit dem Grundmodul und ab 2018 die Beschaffung der Nachtsicht-Mittel.

Es ist unabdingbar, das kann nicht oft genug auch öffentlich gesagt werden, dass alle Soldaten mit dem Kampfanzug-3-Grundmodul ausgestattet werden müssen!

Diese in den nächsten Jahren vorgesehenen Investitionen für die Miliz zeigen aus meiner Sicht, dass es der gesamten Bundesregierung doch ein Anliegen ist, der Miliz wieder mehr Bedeutung zukommen zu lassen – auch in budgetärer Hinsicht.

Tatsache ist, dass es eines sehr langwierigen und intensiven Verhandlungsprozesses bedurft hat, bis dieser oben angesprochene Sonderinvest auf Ebene der Bundesregierung erzielt werden konnte. Das definierte Sonderbudget ist eine erste tragfähige Basis, auf der nachvollziehbar aufgebaut werden kann.

Jetzt geht es darum, diese Mittel – auch den in Aussicht gestellten Sonderinvest ab 2019 zur Ausstattung mit modernen Führungsmitteln – rechtzeitig in die Beschaffung einfließen zu lassen. Darauf werde ich besonders achten.

Übungen und Einsatz der Miliz

Immer wieder kommt es vor, dass die Behauptung aufgestellt wird, die Miliz übt nicht mehr. Tatsache ist, dass aktuell 15.000 Übungspflichtige im Zweijahres-Rhythmus üben.

Das Kader absolviert seine Fort- und Weiterbildungen und die Mannschaften leisten nach dem Grundwehrdienst seit dem Wehrrechtsänderungsgesetz 2005 30 Tage Milizübungen, sofern sie sich zu Milizübungen verpflichten. (KPE-Mannschaften fließen automatisch ein)

Jährlich üben ca. 7.500 Milizübungspflichtige und für 2016 wurde das Kontingent an Waffenübungstagen aufgestockt, um den vermehrten Bedarf abzudecken.

Ich stehe zu einer Übungsfähigkeit mit Volltruppe, die in den Grundsatzweisungen auch angestrebt wird! Milizkräfte, die nicht voll beübt werden, sind aus meiner Sicht nicht einsatzbereit. Eine befristete Beorderung von Mannschaftsfunktionen ohne wiederholende Milizübungen kann nur ausnahmsweise zur Befüllung einzelner Fehlstellen herangezogen werden.

Klar ist für mich aber auch, dass der §21 (3) des Wehrgesetzes, d. h. die zwangsweise Verpflichtung von Grundwehrdienern zu Milizübungen, derzeit politisch tot ist. Er wird aus heutiger Sicht und Praxis nicht mehr zur Anwendung gelangen – außer bei einer nachhaltigen Änderung des Bedrohungsszenarios, das eine Zwangsverpflichtung von Teilen der Grundwehrdiener plausibel macht.

ÖBH2018

Nach zwei Jahrzehnten der Reduzierungen erfolgen ab 2016 erstmals wieder Neuaufstellungen im Bereich der Miliz.

    • Das Personal-SOLL Miliz wird um ca. 5.000 erhöht. In den Bundesländern werden im ersten Schritt vorerst zwölf zusätzliche Jägerkompanien der selbstständig strukturierten Miliz, sowie Versorgungs-, Führungs- und Wach-Sicherungselemente aufgestellt.

    • Weiters wird bei den präsenten Verbänden die 3. Jägerkompanie durch eine Milizkompanie ersetzt. Dies erfordert die Aufstellung von neun Milizkompanien.

Neben der zukünftigen strikten Ausrichtung auf die Ressourcenlage und die Einsatzwahrscheinlichkeiten erfolgt die Stärkung der Bindung an eine „Militärische Heimat“, Identitätsstiftung durch vermehrten Regionalbezug und eine verstärkte Verschränkung mit der Präsenzorganisation.

Ein wesentlicher Schritt für die Miliz im ÖBH 2018 ist die längst geforderte Zuordnung einer Hauptaufgabe. Es erfolgt die Ausrichtung der Masse der Miliz auf die Hauptaufgabe „Schutz kritischer Infrastruktur“. Damit werden die „Stärken der Miliz“ wieder vermehrt angesprochen, sinngemäß wie früher bei der Landwehr.

Umstritten ist die Herausnahme aller Panzerabwehrlenkwaffen und der schweren Granatwerfer. Dies erfordert zukünftig vermehrt flexible Truppeneinteilungen, insbesondere bei Übungen durch die Präsenzorganisation, damit das vorhandene Know-how nicht verlorengeht.

Sehr kritisch wird auch die zusätzliche Aushöhlung der Bataillone durch Wegnahme von Versorgungselementen gesehen.

Neu ist auch der Wechsel der Mobilmachungsverantwortung von den Militärkommanden zu den Verbänden der Brigaden. Dadurch wird die Organisation von Personal, Material und der Ausbildung effizienter gestaltet, da alles in einer Hand liegt.

Zitat:
Die Milizsoldaten als Kompetenzträger aus der Wirtschaft und für die Wirtschaft

[...]

Mit einer wesentlich breiteren Akzeptanz der Miliz in der Bevölkerung, und damit auch in der Wirtschaft, sollte es sukzessive gelingen, die Nährraten für die bestehende Einsatzorganisation Miliz und den Aufwuchs sicherzustellen.

Es geht darum, dass jene Rekruten, die sich für Milizübungstage melden, nicht um ihren Arbeitsplatz fürchten müssen, sondern im Gegenteil von den Arbeitgebern der Mehrwert, den diese in ihrem Beruf einbringen, geschätzt wird.

Denn die militärische Ausbildung trainiert genau jene Fähigkeiten, die auch ein Arbeitgeber an seinen Mitarbeitern schätzt: Führungserfahrung, Führungskompetenz, Teamgeist, Entscheidungsfähigkeit, Belastbarkeit, Durchsetzungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft sowie interkulturelle Kompetenz durch Auslandserfahrung.

Daher konzentriere ich mich auf die Belebung des „Netzwerks Miliz“, um den Mehrwert einer Miliztätigkeit für die Wirtschaft plausibel darzustellen. Gespräche mit den Sozialpartnern gehören in der nächsten Zeit zu meinen kurzfristigen Schwerpunkten. Miliz und Wirtschaft sind vom Gesetzgeber natürlich gewollte Partner.

Weiters haben bereits bestehende Partnerschaften mit dem ÖBH eine wichtige Brückenfunktion. Diese gehören insbesondere im Hinblick auf die Hauptaufgabe der Miliz „Schutz kritischer Infrastruktur“ belebt und weiter ausgebaut. Denn der eigene Schutz ist eine „gemeinsame Aufgabe“!

Einige Worte zur absolut inakzeptablen Budgetsituation des ÖBH. Eine besondere Herausforderung für die nahe Zukunft – leider war das auch trotz geänderter sicherheitspolitischer Rahmenbedingungen in der jüngsten Vergangenheit so – stellt die budgetäre Situation unseres ÖBH dar.

Das ÖBH und damit auch die Miliz als integraler Bestandteil haben im Laufe der Zeit gelernt, mit den immer enger werdenden Budgetmitteln umzugehen. Dennoch ist irgendwann der Bogen überspannt. So kann und darf es nicht mit dem Aushungern des Budgets für das ÖBH weitergehen!

Die Volksbefragung zur Wehrpflicht im Jahr 2013 war ein klarer Richtungsentscheid für Wehrpflicht und Miliz.

    • Ein sicheres Österreich ist ein Garant für Wohlstand und wirtschaftliche Prosperität.

    • Sicherheit kostet aber auch etwas, quasi die „Versicherungsprämie“.

    • 0,55 Prozent des BIP ist deutlich zu wenig, dazu ist auch ein gewisser Grundkonsens bei den politischen Verantwortungsträgern zu orten, es fehlen aber noch die Taten!

    • Es ist unabdingbar, dass die notwendigen Ressourcen, die zur Erfüllung der verfassungsmäßigen Aufgaben erforderlich sind – personell wie materiell – von der Politik zur Verfügung gestellt werden.

    • Insbesondere ist die deutliche Verbesserung der Ausrüstung für den Soldaten in den Bereichen Kommunikation, Nachtsichtfähigkeit, Schutz und Beweglichkeit erforderlich.

    • Die Miliz bildet mehr oder weniger – auch gemäß Verfassung – den Hauptteil der infanteristischen Kräfte des ÖBH. Hier existieren jedoch bis dato gravierende Mängel, insbesondere was die persönliche Ausrüstung der Milizsoldaten betrifft!

In der Bundesheer-Reformkommission ÖBH 2010 wurde ein Verteidigungsbudget in der Höhe von einem Prozent des BIP als Ziel definiert. Heute liegen wir deutlich unter 0,6 Prozent. Diese Entwicklung hat natürlich auch sehr negative Folgen für die Miliz. Es muss klar sein, dass ohne ausreichende Budgetmittel die notwendige Ausrüstung der Soldaten nicht sichergestellt werden kann.

Und es muss ebenso klar sein, dass Soldaten ohne entsprechende Ausrüstung nicht in den Einsatz geschickt werden dürfen. Das wäre verantwortungslos. Die Jägerbataillone Miliz sind bei Weitem nicht voll ausgestattet. Den Pioniereinheiten der selbstständig strukturierten Miliz fehlt ebenfalls weitgehend die materielle Ausstattung.

Mir ist völlig klar, dass nicht jedes Jägerbataillon oder jede Pioniereinheit aufgrund des unwahrscheinlichen Gleichzeitigkeitsbedarfs voll ausgestattet werden kann. Aber ein Mindestmaß an „einsatzwichtigem Gerät“ muss vorhanden sein.

Zitat:
Zukünftige Entwicklungen und Ausblick

Entscheidend für die zukünftige Entwicklung der Miliz wird es sein, ausreichend Freiwillige zu gewinnen, die sich zu Milizübungen verpflichten.

Faktum ist, dass sich heute immer weniger Wehrpflichtige für das ÖBH entscheiden und lieber den Zivildienst ableisten. Das heißt, es muss frühzeitig begonnen werden, junge Menschen für den Wehrdienst zu begeistern und durch eine interessante und leistungsfordernde Ausbildung – Stichwort GWD NEU – zu überzeugen. Entscheidend wird es sein, während des Grundwehrdiensts die Miliz „sichtbar, erlebbar und begreifbar“ zu machen. Die Ausbildung GWD NEU hat 2014 begonnen und es wird darauf ankommen, bei der standardisierten Befragung am Ende des Grundwehrdiensts die Beweggründe für das Interesse an einer Milizfunktion genau auszuwerten.

Seit September 2015 sind die neuen finanziellen Anreizsysteme in Kraft, erste Resultate wird es bereits im kommenden Jahr geben. Als Meilenstein bei der GWD-Reform gilt der Beginn der Kaderausbildung bereits WÄHREND des Sechs-Monate-Grundwehrdiensts, diese Ausbildung erfordert jedoch eine Verpflichtung für ein Jahr und bietet attraktive Ausbildungs- und Verdienstmöglichkeiten. Entscheidend sind zukünftig vor allem die „gesamtheitlichen Rahmenbedingungen für die Miliz“, die sich aber nicht nur auf monetäre Anreize abstützen.

Die Miliz will das Gefühl haben, auch tatsächlich „gebraucht“ zu werden. Der Chef des Generalstabes z. B. hat mit Bezug auf die aktuellen Entwicklungen beim Flüchtlingsszenario nicht ausgeschlossen, dass bei einer erforderlicheren längeren Durchhaltefähigkeit die weiteren Erfordernisse nur mehr unter Einsatz der Miliz abdeckbar sind. Auch der Herr Bundesminister steht dem möglichen Einsatz der Miliz positiv gegenüber.

Trotz aller aktuellen Bemühungen dürfen wir aber keine falschen Erwartungen hinsichtlich der momentanen Einsatzfähigkeit der Miliz haben, da die Miliz des ÖBH 2018 zwar eingeschränkt einen stationären Schutz-Auftrag erfüllen kann, jedoch wesentliche Elemente der materiellen Ausstattung – wie z. B. Kfz, IKT-Mittel, Nachtsichtmittel – nur nach Disposition vorhandener Güter zeitlich und örtlich abgedeckt werden können.

Das ist zwar für Übungszwecke möglich und üblich, ist aber für den Fall eines großflächig angeordneten Einsatzes nicht durchführbar. Diese Tatsache muss daher den politischen Verantwortungsträgern klar in Zahlen und Fakten aufgezeigt werden.

Maßnahmen und Empfehlungen des Milizbeauftragten

Entscheidend für den zukünftigen Erfolg bei der Miliz ist vor allem eine funktionierende professionelle „Milizbetreuung“. Bei den aktuellen Verhandlungen beim Bundeskanzleramt trete ich für eine Aufwertung der MobUO (zumindest mit Behalteklausel) ein. Ich betrachte dies als Referenzmaßnahme für die Ernsthaftigkeit der Maßnahmen zur Neuausrichtung der Miliz! Dazu gehört auch die geplante Erweiterung der Funktion des Stellvertretenden Bataillonskommandanten mit den Aufgaben des Mob-Offiziers.

Zitat:
Eine hohe Erwartung habe ich an die Veranstaltung „Miliz & Wirtschaft“, wo Bundesminister Mag. Klug und WKO-Präsident Dr. Leitl klare Aussagen machen werden. Die präsenten Verbände und die Miliz müssen in einem wertschätzenden Klima konstruktiv aufeinander zugehen, damit die Miliz tatsächlich ein Bestandteil des „ÖBH der Zukunft“ wird.

______________________________

Militär & Recht Neues aus der Gesetzgebung Sept. 2013 - Sept. 2015 (TRUPPENDIENST, Folge 348, Ausgabe 6/2015)

Zitat:
Nach jahrelangen Diskussionen auf politischer Ebene und Durchführung einer Volksbefragung mit breiter Mehrheit für eine Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht und des Zivildienstes im Jänner 2013 hat der Ministerrat, als Ergebnis und Abschluss der Überlegungen und konzeptiven Bearbeitungen, einer ressortübergreifenden Arbeitsgruppe einen politisch akkordierten Bericht zur Reform des Wehrdienstes im Juli 2013 zustimmend zur Kenntnis genommen. Die konkrete Realisierung der darin zur Umsetzung einzelner Reformmaßnahmen notwendigen legislativen Vorkehrungen wurde unverzüglich in Angriff genommen. Diverse diesbezügliche Änderungen im Wehrgesetz 2001 bzw. im Heeresgebührengesetz 2001 konnten bereits mit Wirksamkeit vom 1. Oktober 2013 im Rahmen des Verwaltungsgerichtsbarkeits-Anpassungsgesetzes-BMLVS, BGBl. I, Nr. 181/2013, verwirklicht werden. Der Nationalrat hat die Bundesregierung anlässlich der parlamentarischen Behandlung dieses Gesetzesentwurfes mit einer Entschließung vom 3. Juli 2013 (314/E XXIV. GP) ausdrücklich aufgefordert, die danach noch offenen Maßnahmen zu prüfen und die entsprechende legislative Umsetzung vorzubereiten. Diese sowohl das Wehrrecht als auch andere militärrelevante Rechtsgebiete betreffenden Prüf- und Realisierungsmaßnahmen mussten der im Spätherbst 2013 begonnenen neuen Legislaturperiode vorbehalten werden.

Zunächst wurde mit einer am 2. August 2014 wirksam gewordenen Novelle zum Führerscheingesetz, BGBl. I Nr. 52/2014, normiert, dass jegliche militärärztliche Feststellung der gesundheitlichen Eignung zum Lenken eines Kraftfahrzeuges ausdrücklich auch als (formelles) ärztliches Gutachten zum entsprechenden Nachweis für die Erteilung einer "zivilen" Lenkberechtigung gilt. Diese im Wesentlichen auf die Stellungsuntersuchung ausgerichtete Regelung soll nach der zugrunde liegenden Absicht des Gesetzgebers einen attraktivitätssteigernden Mehrwert für die betroffenen Wehrpflichtigen mit sich bringen. Weiters wurde durch eine am 1. Jänner 2015 in Kraft getretene Novelle zum Wehrgesetz 2001, BGBl. I, Nr. 3/2015, (auch) Frauen der freiwillige Zugang zu Milizübungen ermöglicht und damit der Rechtsrahmen für Miliztätigkeiten von Frauen attraktiver gestaltet. Die entsprechenden Bestimmungen mussten aus rechtsdogmatischen Gründen im Verfassungsrang getroffen werden. Außerhalb dieser Reformmaßnahme wurden in der gegenständlichen Novelle auch verschiedene Änderungen der aufbauorganisatorischen Regelungen für die Parlamentarische Bundesheerkommission - ebenfalls im Verfassungsrang - umgesetzt. Schließlich ermöglicht eine Novelle der Allgemeinen Dienstvorschriften für das Bundesheer, BGBl. II Nr. 362/2014, seit 1. Jänner 2015 eine flexible Festlegung der Mannschaftsstärke des militärischen Bereitschaftsdienstes in Kasernen und bewirkt damit eine umfassende Erleichterung des laufenden militärischen Dienstbetriebes. Die Umsetzung der letzten noch offenen Reformmaßnahme mit legislativem Umsetzungsbedarf aus dem vorerwähnten Ministerratsbeschluss, nämlich die mögliche Reduzierung der derzeit mit 150/120/30 Tagen (Offiziers-/Unteroffiziersfunktionen/sonstige Funktionen) gesetzlich normierten Erstverpflichtungsdauer zu Milizübungen, soll aus neueren militärfachlichen Erwägungen bis auf weiteres nicht angestrebt werden. Damit ist jedenfalls zum gegenwärtigen Zeitpunkt der gesamte legislative Realisierungsbedarf zum Projekt "Reform des Wehrdienstes" abgeschlossen.



Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 16. Dez 2015, 18:47 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20791
Das Rote Barett. Truppenzeitung des Jägerbataillon 25, Bd. 3 (2015) hat geschrieben:
Miliz „NEU“ im Bundesheer und beim Jägerbataillon 25

Die Miliz ist integraler Bestandteil im Österreichischen Bundesheer. Hauptverantwortlich für die Milizangelegenheiten ist der Bataillonskommandantstellvertreter des jeweilig aufstellungsverantwortlichen Bataillons.

Beim Jägerbataillon 25 werden aufgestellt: eine Kompanie Milizanteil mit Kommando-, Versorgungs- und Scharfschützengruppe sowie vier Jägerzügen als Priorität Eins.

Die selbstständig strukturierte Milizkompanie Villach, Gliederung wie oben + 5. Jägerzug; mit Priorität Zwei.

Die Aufstellung erfolgt beginnend mit dem 3. Quartal 2015 nach Zulauf OrgPlan.

Ende letzten Jahres bzw. Anfang diesen Jahres wurden die Grundsteine für die Neuausrichtung der Miliz im Bundesheer gelegt. Aufgrund dieser Basis wurde im April 2015 bei der MOB-Dienstbesprechung die Information aus erster Hand an die Vertreter der Bataillone gegeben.

Die wesentlichsten Fakten, das Jägerbataillon 25 und dessen derzeitige und zukünftige Milizsoldaten betreffend, werden im Folgenden wiedergegeben:

In jeder Milizkompanie sind ca. fünf bis sieben Soldaten Schlüsselpersonal aus dem Jägerbataillon 25 vorzusehen. Hier ergeben sich mögliche Karrierechancen für das Kaderpersonal (Fachkurse, Laufbahnkurse).

Die Miliz wird offensiv informiert und beworben. Dies wird unter anderem auf der Bundesheer-Homepage bereits durchgeführt.

In der nächsten Ausgabe des Roten Barettes erfahren Sie weiterführende Details.


Zitat:
Der bissige Prohaska

[...]

Doch gibt es nicht nur Gutes zu berichten,
so will man angeblich die Cafeteria zu Grunde richten.
Wegen der Kosten sollen die Leiharbeiter bald Geschichte sein!
Wie es weitergeht ist nicht bekannt oder wirklich streng geheim.
Der Betrieb mit Grundwehrdienern stellt einen Rückschritt dar,
das ist hoffentlich wohl jedem klar.



Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 30. Mär 2016, 15:34 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20791
Ausbildung beim Bundesheer zur Sicherung kritischer Infrastruktur und Wahrung der inneren Ordnung (7940/J)

Zitat:
1. Welche Maßnahmen im Bereich der Ausbildungsplanung werden seitens des Bundesheeres gesetzt um angesichts der derzeitigen Sicherheitslage im In- und Ausland gerecht zu werden?

    Zitat:
    Zu 1:

    In der Ausbildungsplanung wurde für die Jahre 2016 und 2017 zur Aus-, Fort- und Weiterbildung das Schwergewicht „Schutz“ festgelegt. So werden Grundwehrdienst leistende Soldaten eines Vollkontingents für den Schutz und die Kontrolle von Grenzen, Verkehrswegen, Personen, Räumen und Objekten sowie die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit ausgebildet. Für den Berufskader wird die Ausbildung in den besonderen Techniken des Ordnungseinsatzes intensiviert. Darüber hinaus wird im Zuge der Ausbildung und Einsatzvorbereitung verstärkt mit zivilen Behörden und Organisationen zusammengearbeitet.

Zitat:
4. Sollen auch Grundwehrdiener eine ausreichende Ausbildung für die Bewältigung aktueller Krisensituationen erhalten?

5. Wenn ja, welche?

Zitat:
10. Soll die zuvor zu kurz gekommene Ausbildung von Grundwehrdienern hinsichtlich Sicherung und allgemeinen Schutz kritischer Infrastrukturen ausgeweitet und verbessert werden?

    Zitat:
    Zu 4, 5 und 10:

    Grundwehrdienst leistende Soldaten erhalten nach den Vorgaben zur Reform des Wehrdienstes bereits jetzt eine ausreichende Ausbildung. Die Basisausbildung enthält unter anderem die Ausbildungsinhalte für sicherheitspolizeiliche Assistenzeinsätze mit Wach- und Sicherungsdienst, Selbstverteidigung sowie Techniken im Ordnungseinsatz. Die Ausbildung Sicherung und Schutz kritischer Infrastruktur wird bereits seit dem Jahr 1995 im Umfang von bis zu drei Wochen durchgeführt und laufend evaluiert und verbessert.

Zitat:
9. Welche Maßnahmen werden konkret getroffen?

Zitat:
12. Inwieweit ist die Attraktivierung und Spezialisierung des Grundwehrdienstes fortgeschritten?

13. Welche konkreten Maßnahmen wurden getroffen?

    Zitat:
    Zu 9, 12 und 13:

    Die Bundesregierung hat auf Basis des Ergebnisses der Volksbefragung vom 20. Jänner 2013 eine Arbeitsgruppe zur Reform und Attraktivierung des Wehrdienstes eingerichtet. Der Bericht über die Reform des Wehrdienstes wurde am 27. Juni 2013 veröffentlicht. Insgesamt wurden 180 Einzelmaßnahmen festgelegt, wovon aktuell bereits 144 (80 %) umgesetzt sind. Zur unverzüglichen Verbesserung des Wehrdienstes wurden 23 Sofortmaßnahmen eingeleitet, die bereits mit Ende 2014 in vollem Umfang implementiert wurden. Das Maßnahmenpaket umfasst die Bereiche Ausbildung und Dienstbetrieb, Systemerhaltung Neu, Miliz, Wehrdienst und Integration sowie hiefür erforderliche Legislativmaßnahmen. Beginnend ab dem Jahr 2016 werden in den nächsten vier Jahren jährlich jeweils 30 Mio. Euro an zusätzlichen Budgetmitteln aus dem Sonderinvestitionsprogramm 2016 bis 2019 für die weitere Umsetzung der Wehrdienstreform bereitgestellt. Bis dato wurden beispielsweise umfangreiche Maßnahmen im Bereich Ausbildung und Dienstbetrieb gesetzt. Diese umfassen Verbesserungen im Bereich der Stellung, der Ausbildungsinhalte, -abläufe und -mittel sowie der Infrastruktur. Der aktuelle Umsetzungsschwerpunkt im Bereich Ausbildung liegt in der Beschaffung von Simulatoren. In den „Durchführungsbestimmungen für die Basisausbildung 2014“ wurden mit den vier Wahlmöglichkeiten „Schutz und Hilfe“, „Militärische Spezialisierung“, „Cybersicherheit“ und „Militärisches Berufspraktikum“ wesentliche Elemente zur Spezialisierung des Grundwehrdienstes implementiert. Zur Attraktivierung des Grundwehrdienstes wurden darüber hinaus die vier Wahlpflichtmodule Schießen, Wahlsport, Vertiefung Selbst- und Kameradenhilfe sowie Sprachausbildung in die Basisausbildung integriert. Wie im Bericht über die Reform des Wehrdienstes vorgesehen, wurde durch das Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport (BMLVS) über den Umsetzungsstand der Reform 2014 und 2015 berichtet. Zuletzt erging der Bericht zum Umsetzungsstand der Reform am 25. Jänner 2016 an den Herrn Bundespräsidenten, die Mitglieder der Regierung, die Präsidentin des Nationalrates, den Präsidenten des Bundesrates, die Staatssekretäre sowie an die Wehrsprecher.

Und was, wenn das Sonderinvestitionsprogramm ausläuft? Kehrt man dann wieder zum Status-quo-ante von 2014 zurück?


Miliz und Milizausbildung Neu

Zitat:
Am 22. Februar fand im Offizierskasino der Maria Theresien Kaserne die Informationsveranstaltung „Miliz und Milizausbildung Neu“ auf Einladung der Jägerbataillons Wien 2 „Maria Theresia“ statt.

Zitat:
Als Vortragende konnte der stellvertredende Bataillonskommandant Oberstleutnant Bernhard Schulyok zwei hochkarätige Redner gewinnen. Brigadier Thaller, Leiter der Einsatzvorbereitung im BMLVS, referierte zum Thema Miliz im ÖBH2018, Oberst Viehhauser, Referatsleiter in der AusbA/BMLVS, zur neuen Milizausbildung ab 2016.

Zitat:
Stirbt die Miliz aus?

Sieht man sich die aktuellen Zahlen an, so muss diese Frage eindeutig mit nein beantwortet werden. Auf 18.000 Milizarbeitsplätzen sind über 25.000 Milizsoldaten beordert. Davon sind 2/3 unbefristet. Alleine in den derzeitigen Auslandseinsätzen des Bundesheeres beträgt der Besetzungsgrad mit Milizsoldaten 50%. Bereits 20% aller Soldaten im aktuellen Assistenzeinsatz kommen aus dem Milizstand. Insbesondere hier gibt es jedoch großen Bedarf an Freiwilligen.

ÖBH2018

Das Bundesheer sieht sich mit geänderten Bedrohungsszenarien, einer Änderung von Einsatzwahrscheinlichkeiten und Änderungen der Prioritäten konfrontiert. Dem gegenüber stehen jedoch äußerst begrenzte Ressourcen von 0,6% des BIP-Anteil – inkl. Abdeckung der Sportagenden. Im europäischen Vergleich liegt Österreich damit am viertletzten Platz. Heute ist jedoch ein klarer politischer und militärischer Wille erkennbar, nicht zuletzt aufgrund des Volksentscheids zu Wehrpflicht und dem Milizsystem.

Aufgrund dieser Entwicklungen ist es notwendig, der Miliz einen stärkeren regionalen Bezug, eine „militärischen Heimat“ und eine klare Aufgabenzuordnung zu geben. Dies hat zu einem neuen Strukturpaket geführt, das konkrete Planungen bis 2018 sowie Planungsansätze und Perspektiven bis 2026 vorsieht.

Ausbau des Milizsystems

Das Strukturpaket sieht vor, die bestehenden zehn selbstständigen Jägerbataillone mit in Summe 30 Jägerkompanien zu je vier Jägerzügen – unter Wegfallen der schweren Waffen – zu erhalten. Zusätzlich sollen 12 regionale Jägerkompanien mit je fünf Jägerzügen aufgestellt werden, die ebenso regionale Aufträge erfüllen werden oder im Anlassfall präsente Verbände unterstützen. Diese erhalten, auch um den regionalen Bezug zu unterstreichen, Namen wie „Jägerkompanie Hietzing“. Die bestehenden neun Pionierkompanien werden in Zukunft durch ein Katastrophenhilfeelement/AFDRU ergänzt, das auch Aufgaben im Inland übernehmen wird.

Finanzielle Ausstattung vorhanden

Alleine bis Ende des laufenden Jahres sollen zusätzlich mehr als sieben Millionen Euro in den „laufenden Betrieb“ des Milizsystems eingebracht werden. Davon 1,5 Millionen in finanzielle Anreize für Milizausbildung und Verlängerungen der Wehrpflicht.

Weitere 29 Millionen Euro werden bis 2019 im Rahmen des „Sonderinvests Miliz“ in neue Kampfanzüge, Kampfhelme, Schutzbrillen, Headsets, Aktivgehörschutz, Nachtsicht- und Wärmebildgeräte gesteckt.

Wann kommt die Miliz zum Einsatz?

Als Erstreaktion sollen auch in Zukunft Kadereinsatzkräfte und Kaderpräsenzeinheiten zum Einsatz kommen. Diese haben einen hohen Ausbildungsstand und sind äußerst rasch verfügbar. Zusätzlich sind in diesem Szenario Milizteile vorgesehen, die im betroffenen Zeitraum ohnehin in Übungsvorhaben präsent sind. So geschehen im Juni 2013, als das an der „EURAD 2013“ teilnehmende Jägerbataillon Oberösterreich in den Hochwasser-Assistenzeinsatz überging.

Als Zweitreaktion soll ebenfalls auf präsente Kräfte zurückgegriffen werden, nun allerdings mit den Milizanteilen der Verbände. Die strukturierte Miliz ist in diesem Szenario ebenfalls nicht mobilisiert. Schließlich erst als „Ultima Ratio“, als letztes Mittel, sieht die Einsatzplanung die Teilmobilmachung vor. Die oben genannten Szenarien sind nach der Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens sortiert. Eine Teilmobilmachung ist somit ein unwahrscheinliches Szenario. Gleichzeitig tritt damit das System der Freiwilligkeit deutlich in den Vordergrund: Wer einen Ausbildungs- oder Funktionsdienst, einen Auslands- oder Assistenzeinsatz wahrnehmen möchte, muss sich dazu melden.

Neue Milizeinheiten

Um die durch die Führung definierten Schutzobjekte in Österreiche abzudecken, wurde ein Bedarf an 65 Kompanien abgeleitet. Davon werden alleine in Wien bis 2026 zehn neue Kompanien entstehen. Bereits bis Ende 2016 sollen beispielsweise die Jägerkompanien Floridsdorf, Hütteldorf und Favoriten formiert werden. In Summe sollen daher 31.200 Milizsoldaten beordert werden, was einem Plus von 8.450 Kameraden entspricht – allerdings gelten diese Ansätze ebenfalls als Richtwerte und sollen bis 2026 erreicht werden.

Bild

Mobverantwortung und Mobeinteilung

Die Militärkommanden werden Ihrer Funktion als mobverantwortlichen Kommanden für die strukturierte Miliz, d.h. für die Jägerbataillone und Pionierkompanien entbunden. Übungen werden jedoch weiterhin durch die Militärkommanden und Brigaden geführt. In Wien wurden unser Bataillon sowie der Geschwisterverband Wien 1 bereits der Garde unterstellt. Indirekt ist das Militärkommando Wien hier freilich weiterhin verantwortlich, da die Garde wiederum durch das Militärkommando Wien geführt wird.

Um die Akzeptanz und das „Involvement“ der Miliz beim Berufskader zu erhöhen, ist eine „Verschränkung“ der Arbeitsplätze vorgesehen. So werden in Zukunft die Kommandanten-Funktionen im Bataillonsstab weiterhin durch Milizsoldaten besetzt sein, die jeweiligen Stellvertreter jedoch von Berufssoldaten aus dem mob-verantwortlichen Kommando. Auf Kompanieebene wird das auch möglich sein, hier besteht für das Berufskader jedoch Freiwilligkeit.

Attraktivierung der Miliz

Um die geplante Anzahl an neuen Milizsoldaten zu gewinnen, wurden konkrete Maßnahmen zur Attraktivierung des Milizsystemes und der Milizausbildung überlegt. So soll grundsätzlich das „Erlebnis Bundesheer“, die Kameradschaft sowie die persönliche Herausfoderung im Vordergrund stehen. Jedenfalls stärker engagieren will man sich bei der Betreuung der Milizsoldaten – in unserem Fall ist das durch die direkte Betreuung durch das Kommando der Garde bereits passiert.

Ab 01.01.2016 sollen freiwillige Meldungen zu Milizübungen einmalig mit €601 belohnt werden. Diese Prämie ist ab dem fünften Ausbildungsmonat zahlbar. Die Akzeptanz der freiwilligen Meldung basiert jedoch auf persönlicher Eignung und militärischem Bedarf. Weiters wird jede Meldung zu weiteren 15 Tagen Milizübungen mit €252 für Mannschaften, €312 für Unteroffiziere und €412 für Offiziere belohnt.

Das Anreizsystem beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Anwerbung und Haltung der Milizsoldaten sondern erstreckt sich auch auf die Milizausbildung, der neu gegliederten gemeinsame Kaderanwärterausbildung (KAAusb) – zu deren Inhalten weiter unten.

Wird die Ausbildung zum Milizunteroffizier innerhalb von einem Jahr ab Abschluss der KAAusb2 abgeschlossen, so entsteht ein Anspruch auf €1.111 Prämie. Wird die Offiziersausbildung innerhalb von 3,5 Jahren abgeschlossen, € 1.333.

Bild

Assistenzeinsatz – Freiwillige gesucht

Bis 22. Februar bestand der aktuelle Assistenzeinsatz zu rund 20% aus Milizsoldaten. Brigadier Thaller berichtete, dass aus dem ET09/15 des Jägerbataillons 18 sogar 70 Grundwehrdiener für den Milizstand gewonnen werden konnten, die für zwei bis drei Monate in den Assistenzeinsatz gehen werden.

Es bestehe weiterhin großer Bedarf an Freiwilligen. Erst kürzlich wurden weitere 400 Soldaten dem Assistenzeinsatz zugeführt, womit sich die Zahl der Kaderkräfte auf 1.400 erhöht.

Die Nettobezüge im Assistenzeinsatz (bezogen auf einen Monat mit 30 Tagen) lauten derzeit exemplarisch €2.787 Gefreiter, €3.164 Stabswachtmeister, €3.769 Hauptmann.

Das Kurssystem des Bundesheeres

Laufend werden rund 1.600 Kurse im Intranet des Bundesheeres angeboten. Die gesamte Kursübersicht ist für Milizsoldaten via „KURSIS“ durch die Mob-Sachbearbeiter einsehbar. Der Meldetermin zu Laufbahnkursen und Seminaren ist grundsätzlich 12 Wochen vor Beginn der Ausbildung, wobei 10 Wochen vor Ausbildungsstart die Einberufung erfolgt. Kursführende Stellen versenden, so es erforderlich ist, zwei Wochen vor Kursbeginn die Kursunterlagen.

Kursplätze werden nach persönlicher Eignung und Notwendigkeit zugeteilt. Findet ein Kurs aufgrund von Mangel an Kursteilnehmern nicht statt, ist grundsätzlich vorgesehen, dass er im Folgejahr durchgeführt werden muss.

Milizausbildung Neu

Die bisherigen milFü und EF-Ausbildungen werden zur Kaderanwärterausbildung (KAAusb) vereinheitlicht. Diese sieht drei Abschnitte vor:

Die KAAusb1 besteht aus der Basisausbildung-Kern (BAK), der Basisausbildung 1 (BA1) sowie der Kaderführungsausbildung 1 (KFüAusb1). Sie stellt die Ausbildung zum Truppkommandanten dar, dauert fünf Monate und schließt mir dem Dienstgrad Gefreiter ab. Innerhalb der KAAusb1 muss sich die Soldatin bzw. der Soldat entscheiden, zu welcher Personengruppe (MUOA, MOA, BUOA, BOA) und Waffengattung er in Zukunft zählen möchte. Der Monatsbezug beträgt €990. Die KAAusb1 startet jeweils im September und wird erstmalig im Jahr 2016 stattfinden.

Die auf die KAAusb1 folgende KAAusb2 wird an den Waffen- und Fachschulen absolviert. Berufsoffiziersanwärter, Miliärpiloten und Anwärter zum Jagdkommandogrundkurs führen abweichende Ausbildungen durch. Dieser Abschnitt dauert sieben Monate, beginnt mit der Beförderung zum Korporal und schließt für alle Absolventen mit dem Dienstgrad Zugsführer ab. Der Monatsbezug beträgt €1.478. Die Gesamtdienstzeit beträgt bis zum Abschluss mindestens 12 Monate – sofern keine Vordienstzeiten vorliegen.

Die KAAusb3 ist für Milizunteroffiziers- und Milizoffiziersanwärter grundsätzlich als Fernausbildung eingerichtet und sieht eine Ausbilderpraxis bei einem Truppenkörper in der Dauer von zwei Wochen vor. Nach frühestens 18 Monaten Gesamtdienstzeit erfolgt die Beförderung zum Wachtmeister.

Besonders hinzuweisen ist auf die Prämiensystematik, wie oben beschrieben. Je schneller die KAAusb3 absolviert wird, umso höher ist die Prämie.

Bild

Anrechnungen & Einstieg

Es bestehen zahlreiche Möglichkeiten für Quer- Um- und Neueinsteiger. Personen mit absolviertem Grundwehrdienst wird bespielsweise die BAK und BA1 angerechnet, FüOrgEt2-Absolventen die gesamte KAAusb2. Zulassungsvoraussetzung für alle Ausbildungsabschnitte der neuen KAAusb ist jedenfalls ein Höchstalter von 35 Jahren, die positive Sprachqualifikation „Deutsch“, das Bestehen der körperlichen Eignungsüberprüfung sowie die österreichische Staatsbürgerschaft.



Zuletzt geändert von theoderich am 17. Mai 2016, 22:46, insgesamt 2-mal geändert.

Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 06. Apr 2016, 18:42 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20791
Aus der heutigen Ausgabe der "Kleinen Zeitung" ("Steiermark"-Teil):

    Bild


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 06. Apr 2016, 18:43 

Registriert: 18. Aug 2006, 09:33
Beiträge: 90
Gefällt mir!


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 07. Apr 2016, 19:33 
Benutzeravatar

Registriert: 29. Jul 2008, 20:32
Beiträge: 1985
Die erste Werbung seit ewigen Zeiten für die Miliz!

_________________
Beordert bei 1./JgB NÖ


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 27. Apr 2016, 10:34 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20791
BMLVS/Kommunikation:
IntKomm-Info


Interne Information 2016/Nr. 13 (19.04.2016)

Milizbefragung 2016

Zitat:
Um im Zuge der „Neuausrichtung der Miliz“ die Rahmenbedingungen für die Miliz möglichst zielgenau zu verbessern, wird erstmals eine Online-Befragung sämtlicher ca. 26.000 befristet/unbefristet beorderten und gesperrten Milizsoldaten durchgeführt.

Ziel der Milizbefragung 2016 ist es, ein möglichst umfassendes Stimmungs- und Lagebild zur Situation der Miliz zu erhalten.

Neben Fragen zu Motivation, Strukturen etc. werden vor allem auch Fragen zum jeweiligen Umfeld (Arbeitgeber, Beruf, Familie, Engagement in Freiwilligenorganisationen etc.) gestellt.

Die Ergebnisse dieser Befragung dienen der obersten militärischen Führung als Entscheidungsgrundlage zur weiteren Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Miliz.

Die Milizbefragung dauert von 20 04 16 bis 30 04 16.

Die Auswertung wird in den militärischen Medien (MILIZ-Info, http://www.bundesheer.at, facebook etc.) publiziert werden.



Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 529 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1 ... 31, 32, 33, 34, 35, 36  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu:  


Link zu Doppeladler.com
Link zu The Modeller
Link zu den Freunden Historischer Schiffe
Doppeladler.com - Plattform für Österreichs Militärgeschichte
The Modeller - Österreichs Militärgeschichte durch die Modellbaubrille
FHS - Die Freunde Historischer Schiffe
cron
cron
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de