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BeitragVerfasst: 26. Sep 2014, 01:28 

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Gesehen auf der Website der "Tiroler Tageszeitung" (Ich dachte ich eröffne pro forma mal einen neuen Thread. "Bundesheer der Zukunft - Wohin geht der Weg?" ist ja ziemlich spekulativ und in den kommenden Tagen wissen wir voraussichtlich ohnehin konkrete Fakten zur neuen Heeresgliederung.):

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Alle paar Jahre dieselben Märchen (Gemessen an den "Verschlankungsmaßnahmen" der vergangenen Jahre leidet das Heer eigentlich an Magersucht.) ... erinnert mich an die Strukturanpassung der Heeresgliederung 95:


Außerdem ist noch nicht einmal das Konzept präsentiert und trotzdem schmiert man den Österreichern schon Honig ums Maul. Hier nochmal der Ausschnitt aus dem Artikel von Othmar Commenda in der ESuT:

    Der Weg zu einem Bundesheer der Zukunft (Othmar Commenda, in: Europäische Sicherheit & Technik 9/2014, S. 21 - 24)

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    Zitat:
    Zielvorstellung für ein Bundesheer der Zukunft

    Beim Bundesheer der Zukunft kommt es mir besonders auf die klare Ausrichtung auf die militärisch einsatzwahrscheinlichen Aufgaben und die möglichst umfassende Umsetzung der Reform des Wehrdienstes an. Dabei hat die Konzentration auf jene Aufgaben, die im Sinne eines militärischen Alleinstellungsmerkmals nur durch das ÖBH gewährleistet werden können und die Fokussierung auf definierte Stärken zu erfolgen.

    Alles beschriebenen Anstrengungen müssen schlussendlich zu einem auf die zukünftigen Anforderungen ausgerichteten ÖBH führen, welches durch eine größtmögliche Flexibilität und Anpassungsfähigkeit gekennzeichnet ist. Antizipations- und Innovationsfähigkeit sollen eine Konzentration auf jene Fähigkeitsbereiche ermöglichen, welche dem zugrunde gelegten kooperativen Umfeld in Europa entsprechen. Intensive nationale und multinationale Kooperation erlauben eine Konzentration auf die unbedingt notwendigen Fähigkeitsbereiche. Die Fähigkeitsentwicklung erfolgt konsequent im europäischen Verbund.

    Das ÖBH erfüllt seine Aufgaben im In- und Ausland. Im Rahmen der Militärischen Landesverteidigung ist der militärische Schutzeinsatz die qualitätshochwertigste Aufgabe im Inland. Dies umfasst auch den Schutz vor Bedrohungen aus dem Cyberspace, hiezu sind eigene Fähigkeiten zum nachhaltigen Schutz der eigenen Netze vorhanden. Im Rahmen des Dual-Use führt das ÖBH sicherheitspolizeiliche Assistenzeinsätze und Katastropheneinsätze durch. Die lageangepasste aktive und passive Luftraumüberwachung ist weiterhin Kernaufgabe des ÖBH und muss dabei gesamteuropäische Entwicklungen berücksichtigen.

    Das ÖBH trägt als strategische Handlungsreserve des Staates wesentliche zur Sicherstellung der gesamtstaatlichen Führungsfähigkeit bei. Die Entwicklungen hinsichtlich einer sich möglicherweise entwickelnden europäischen Verteidigungsfähigkeit beeinflussen die österreichische Fähigkeitsentwicklung. Eine lageangepasste Aufwuchsfähigkeit bei sich ändernden strategischen Rahmenbedingungen ist sicherzustellen. Für den Einsatz im Ausland bildet die infanteristische Bataillonskampfgruppe sowie Evakuierungskräfte, robuste und expeditionsfähige Logistikelemente sowie ausgewählte Enabler den Kern des ÖBH.

    Auslandseinsätze erfolgen nahezu ausschließlich im multinationalen Verbund. Ausnahme bilden Evakuierungsoperationen und Katastrophenhilfe im Ausland. Das Schwergewicht bei Auslandseinsätzen liegt bei Stabilisierungsoperationen mit längerer Durchhaltefähigkeit. Fähigkeiten für eine robuste Aufgabenwahrnehmung werden im quantitativ verminderten Umfang erhalten. Dies ermöglicht auch die Beteiligung bei multinationalen Gefechtsverbänden im gesamten Einsatzspektrum.



    Eingriff in militärische Kernkompetenzen durch Einsparungen (3029/J-BR/2014) (Beantwortet am 24. September 2014)

    Zitat:
    1. In wie weit kommt es durch die Einsparungen zu Eingriffen in die militärischen Kernkompetenzen?

    2. In welche militärischen Kernkompetenzen wird eingegriffen?

    3. In welchem Umfang kommt es zu Eingriffen in die militärischen Kernkompetenzen?

      Zitat:
      Zu 1 bis 3:

      Zunächst möchte ich ausdrücklich festhalten, dass das Österreichische Bundesheer auch weiterhin seinen im Art. 79 B-VG normierten Aufgaben im vollen Umfang nachkommen wird. Selbstverständlich erfordert die derzeitige Budgetsituation kurzfristig greifende Sofortmaßnahmen und bestimmt mittelfristig – neben den Vorgaben der Österreichischen Sicherheitsstrategie und des Berichtes zur Reform des Wehrdienstes – die Neuausrichtung des Österreichischen Bundesheeres mit. Demzufolge werden die Fähigkeiten und Kompetenzen des Österreichischen Bundesheeres vor allem auch unter Berücksichtigung der militärischen Einsatzwahrscheinlichkeit ausgerichtet werden. Entsprechende Planungen in einzelnen Bereichen werden derzeit im Generalstab durchgeführt.


Zuletzt geändert von theoderich am 22. Apr 2017, 18:40, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bundesheerreform ÖBH 2018
BeitragVerfasst: 26. Sep 2014, 07:33 

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Soll einfach nur heißen: Soviel Geld - soviel Heer.
Das Heer wird nur dem Budget angepasst, nicht mehr den Bedrohungsszenarien.
Es werden wahrscheinlich weitere Kasernen verkauft bzw. Verbände ausgedünnt, in dem man Kompanien und Züge auflöst und dadurch den noch vorhandenen Fuhrpark zu schonen, und man spart sich die Sanierung von Unterkünften.
Das Kader kann dadurch auch bestehen bleiben.
Verbände mit schweren Waffen werden auf das Minimalste reduziert.

Ansonsten müssen wir uns überaschen lassen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bundesheerreform ÖBH 2018
BeitragVerfasst: 26. Sep 2014, 08:14 

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Man wird auch dazu übergehen nur noch einen Bruchteil der Wehrpflichtigen einzuberufen, die geburtenschwachen Jahrgänge helfen da ohnehin etwas mit.
Und mit der Grafik Commendas kann ich zumindest genau gar nichts anfangen, bin wahrscheinlich zu blöd dazu.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bundesheerreform ÖBH 2018
BeitragVerfasst: 26. Sep 2014, 09:01 

Registriert: 19. Nov 2009, 10:55
Beiträge: 194
Die Grafik zeigt, dass man das "Ambitionsniveau" (welche Begriffswelt!, auch das "Abbilden" von Fähigkeiten, beliebter Terminus des ÖBH2010-Konzeptes war kaum auszuhalten) reduzieren musste, allerdings sollte der Graph nach unten weisen und nicht noch immer nach oben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bundesheerreform ÖBH 2018
BeitragVerfasst: 26. Sep 2014, 13:25 

Registriert: 24. Jan 2013, 20:50
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Dr4ven hat geschrieben:
Man wird auch dazu übergehen nur noch einen Bruchteil der Wehrpflichtigen einzuberufen, die geburtenschwachen Jahrgänge helfen da ohnehin etwas mit.
Und mit der Grafik Commendas kann ich zumindest genau gar nichts anfangen, bin wahrscheinlich zu blöd dazu.


Wird wahrscheinlich so kommen, denn wo bitte soll man in Zukunft die Grundwehrdiener unterbringen - weniger Kasernen - weniger Verbände. Mit der Grafik geht es mir genauso, den Text mußte ich mir auch zweimal durchlesen.
Zitat: ....möglicherweise entstehenden europäischen Verteidigungsfähigkeit....
Na, auf uns werdens da wohl nicht hoffen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bundesheerreform ÖBH 2018
BeitragVerfasst: 26. Sep 2014, 14:07 

Registriert: 12. Mai 2011, 11:05
Beiträge: 3392
Eigentlich wollte ich darauf hinweisen - wenn auch umständlich - dass es vollkommen egal ist was Commenda da den Zuhöhrern und Lesern aufzeichnet, da es ohnehin nie Realität war, ist und wird.

Wie theoderich immer richtig anmerkt, keine Reform und kein Plan wurde jemals bis zur letzten Konsequenz auch nur annähernd umgesetzt, in den letzten 25 Jahren wurde immer mittendrin eine neue Reform und eine neue Strategie rausposaunt.
Und ich bin mir zu 100% sicher dass es 2018 wieder ganz anders wird, da werden wir nämlich erneut über die Wehrpflicht abstimmen gehen oder einfach überrumpelt werden indem man uns weismachen will dass für Inlandsaufgaben ein THW reicht und den Rest für Ausland und Landesverteidigung (L O L ) ein Berufsheer mit 7500 Mann ohne Luftstreitkräfte auch machen kann, denn für viel mehr werden 2 Milliarden nicht reichen und unsere Souveränität in der Luft obliegt ohnehin der EU Armee...der kommenden..so in 2050 ca. wenns keine EU mehr gibt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bundesheerreform ÖBH 2018
BeitragVerfasst: 26. Sep 2014, 16:19 

Registriert: 24. Jan 2013, 20:50
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Oder man beschränkt sich bei der Katastrophenhilfe auf die Hilfe mit Hubschraubern und Pi-Gerät, keine manpower mehr.
Nochmal wegen der Einberufungen: Gab es früher nicht auch schon "weiße Jahrgänge"?


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 Betreff des Beitrags: Re: Bundesheerreform ÖBH 2018
BeitragVerfasst: 26. Sep 2014, 16:47 

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iceman hat geschrieben:
Oder man beschränkt sich bei der Katastrophenhilfe auf die Hilfe mit Hubschraubern und Pi-Gerät, keine manpower mehr.


Wird schwer gehen, denn das Bundesheer wird künftig kaum noch über Hubschrauber verfügen (Bekanntlich werden "Alouette III", OH-58B und in ein paar Jahren möglicherweise auch die S-70A42 ersatzlos ausgemustert.). Das gleiche gilt für Pioniergerät; in diesem Bereich wurde in den letzten Jahren fast nur noch in die kleinen Auslandseinsatzelemente der Pionierbataillone investiert (Eine Ausnahme bilden die neuen Arbeits- und Transportboote.). Es fehlt an modernem Fährgerät und Panzerfahrzeugen (Pionierpanzer, Bergepanzer, Brückenlegepanzer, MTPz). Und Pioniermaschinen in Einsätze verlegen, seien es nun Inlands- oder Auslandseinsätze, kann das Heer mangels Kraftfahrzeugen ebenfalls nicht mehr:



iceman hat geschrieben:
Nochmal wegen der Einberufungen: Gab es früher nicht auch schon "weiße Jahrgänge"?


Nur in der Aufbauphase des Bundesheeres (Meine Großväter gehörten dazu. Einer von ihnen wurde 1945 zum Bau von Schützengräben im Rahmen des Volkssturms herangezogen, musste dann aber auch nicht mehr zum Bundesheer einrücken.):

    Zitat:
    Weißer Jahrgang

    Weißer Jahrgang ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für Geburtsjahrgänge von Männern, die wegen nicht bestehender Wehrpflicht keinen (Grund-)Wehrdienst leisten mussten.

    Zitat:
    Nach dem Zweiten Weltkrieg waren es die männlichen deutschen oder österreichischen Staatsbürger der Geburtsjahrgänge 1929 bis 1937, die nicht zum Dienst in der Wehrmacht, dem Volkssturm oder als Flakhelfer bzw. Marinehelfer einberufen worden waren beziehungsweise für die nie Wehrpflicht bestand, die nicht zur Bundeswehr oder in das Österreichisches Bundesheer eingezogen wurden.

    Diese Männer wurden zwischen 1929 (Stichtag für Deutschland: 1. Januar 1929) und 1937 (Stichtag für Deutschland: 30. Juni 1937) geboren und waren für den Militärdienst in der Wehrmacht noch zu jung gewesen und für den Dienst in der neuen Bundeswehr beziehungsweise im Österreichischen Bundesheer bereits zu alt.



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 Betreff des Beitrags: Re: Bundesheerreform ÖBH 2018
BeitragVerfasst: 26. Sep 2014, 17:37 

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Beiträge: 409
was ich nicht ganz verstehe, ein hochmoderner hs wie die s-70, welche glaublich erst 12 jahre im dienst des öbh stehen sollen ausgemustert werden weil sie nun nicht mehr fliegen "dürfen" oder "können", weil ein upgrade womöglich aus finanziellen gründen nicht machbar ist. andererseits stehen unsere al-3 über 40 jahre und unsere oh-58 auch schon 38 jahre im dienst und verrichten noch immer "ihre arbeit" !


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 Betreff des Beitrags: Re: Bundesheerreform ÖBH 2018
BeitragVerfasst: 26. Sep 2014, 18:32 

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Beiträge: 20712
Das Problem sind, wie beim "Eurofighter", "obsolete Komponenten", also Systembauteile die mittlerweile nicht mehr gefertigt und auch nicht mehr versorgt werden. Das betrifft die Multifunktionsdisplays samt Rechnereinheit und die Digital Moving Map. Ohne Upgrade werden die neun "Black Hawk" im Jahr 2020, nach nur 18 Betriebsjahren, außer Dienst gestellt. Analoge Instrumente, wie bei Al-3 und OH-58B, sind eine kostengünstige Angelegenheit, aber teure elektronische Bauteile für den Bedarf eines Kleinstkunden weiterhin zu bauen, rechnet sich für eine Firma wie Rockwell Collins (Hersteller der Bildschirme im Cockpit unserer S-70) einfach nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bundesheerreform ÖBH 2018
BeitragVerfasst: 26. Sep 2014, 19:07 

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Wobei ich nicht glaube, daß das upgrade nicht kommen wird, für die Bell 212 war dann auch plötzlich Geld da.
Das Bundesheer würde sein populärstes Gerät verlieren, das müsste man der Bevölkerung erst einmal erklären.

Bezgl. der al-3 und kiowa: Da wird es auch darauf ankommen, was aus Aigen geschieht, wobei hier im Forum schon zu lesen war, das es die Überlegung gibt, Lale zu verkaufen.

Ist denn ein Ersatz, wie zB. eine Bell 407 GT, EC 120 bzw. 635 oder AS550 oder A109, rund 12 Stück, wirklich so unerschwinglich?
OK, gehöhrt sicher in einen anderen thread.

Was die Kraftfahrzeuge betrifft, muß es 2016 zu einer Lösung kommen, der derzeitige Zustand geht ja auf keine Kuhhaut.

Weiße Jahrgänge: da fällt mir ein Name ein: BK Wolfgang Schüssel, musste nicht einrücken.
OT: Mein Vater, Jahrgang 1937 musste zur Musterung, wurde aber aufgrund unserer Landwirtschaft freigestellt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bundesheerreform ÖBH 2018
BeitragVerfasst: 26. Sep 2014, 21:22 

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Für keines dieser Probleme wird es Lösungen geben, denn bis 2017 geht es mit dem Budget konsequent bergab und für den Bundesfinanzrahmen 2016 - 2019, der kommendes Jahr beschlossen wird, kann man mit zusätzlichen Kürzungen im zwei- bis dreistelligen Millionenbereich rechnen. Das war bisher jedes Jahr so:

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 Betreff des Beitrags: Re: Bundesheerreform ÖBH 2018
BeitragVerfasst: 27. Sep 2014, 18:30 

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Beiträge: 409
wenn nicht radikal beim Personal (Generalstab, hohe Dienstgrade) und bei den Kasernen reduziert wird, ist diese Reform wie auch alle anderen Reformen eine "Augenauswischerei" und von vornherein zum Scheitern verurteilt !!
Das Getue, man kann die Beamten nicht kündigen ist schon richtig. Aber man muss jetzt beginnen, die Personalstruktur zu verkleinern und die bestehenden Personalüberschüsse auslaufen zu lassen. Weiters dürften nur so viele Beamte (Offiziere) ausgebildet werden, die benötigt werden. In einigen Jahren würde sich aufgrund der Pensionierungen die Personalzahl verkleinern.
Bei der Polizei funktioniert dieses ja auch, dass nur soviele Beamte aufgenommen bzw. Kurse einberufen werden, die tatsächlich in der vorgegebenen Personalanzahl Verwendung finden.
Wenn man aufgrund der übermäßig hohen Anzahl der Beamten beim ÖBH nur jammert aber diesbezüglich keine Reformen setzt, wird sich nie was ändern und der übermäßige Personalstand und Erhalt der zuvielen Kasernen werden das Budget "auffressen"!


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 Betreff des Beitrags: Re: Bundesheerreform ÖBH 2018
BeitragVerfasst: 27. Sep 2014, 19:05 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20712
Bei vielen Kleinstandorten ist aber nicht nur der Widerstand von Lokalpolitikern, sondern einfach der latente Geldmangel schuld, dass sie nun schon viele Jahre länger betrieben werden als ursprünglich geplant. Potential für Zusammenlegungen gäbe es bei folgenden Kasernen:

    Panzerstabsbataillon 4

      Linz __ Hiller-Kaserne (Bataillonskommando; Stabskompanie; Nachschub- und Transportkompanie; Führungsunterstützungskompanie)
      Linz __ Fliegerhorst Vogler (Werkstattkompanie; ABC-Abwehrkompanie)
      Freistadt __ Tilly-Kaserne (Lehrkompanie)

    Panzerstabsbataillon 3

      Mautern __ Raab-Kaserne (Stabskompanie, Führungsunterstützungskompanie, Nachschub- und Transportkompanie, Werkstattkompanie, [Panzerpionierkompanie - PiB3; Brigadekommando])
      Weitra __ Kuenringer-Kaserne (Lehrkompanie)

    Stabsbataillon 7

      Klagenfurt __ Windisch-Kaserne (Kommando, Stabskompanie, Führungsunterstützungskompanie, Nachschub- und Transportkompanie)
      Klagenfurt __ Khevenhüller-Kaserne (Werkstattkompanie; [Jägerbataillon 25])
      Bleiburg __ Goiginger-Kaserne (Lehrkompanie)
      Graz __ Gablenz-Kaserne (ABC-Abwehrkompanie [Versorgungsregiment 1, Militärkommando Steiermark, Heereslogistikzentrum])

    Stabsbataillon 6

      Innsbruck __ Standschützen-Kaserne (Kommando, Stabskompanie, Führungsunterstützungskompanie, Werkstattkompanie, Nachschub- und Transportkompanie)
      Absam __ Andreas-Hofer-Kaserne (ABC-Abwehrkompanie, Lehrkompanie)
      Hochfilzen __ Truppenübungsplatz Hochfilzen (Tragtierzentrum)

    Pionierbataillon 3

      Melk __ Birago-Kaserne (Stabskompanie; Technische Kompanie; Übersetzkompanie; Pionierbaukompanie)
      Mautern __ Raab-Kaserne (Panzerpionierkompanie; [Brigadekommando; Panzerstabsbataillon 3 - Stabskompanie, Führungsunterstützungskompanie, Nachschub- und Transportkompanie, Werkstattkompanie])

    Pionierbataillon 1

      Villach __ Rohr-Kaserne (Bataillonskommando, Stabskompanie, 2. Pionierkompanie)
      Villach __ Hensel-Kaserne (1. Pionierkompanie, Brücken- und Übersetzkompanie, technische Kompanie; [2. Betriebsversorgungsstelle MilKdo K])

    Aufklärungs- und Artilleriebataillon 4

      Allentsteig __ Liechtenstein-Kaserne (Artillerie)
      Horn __ Radetzky-Kaserne (Aufklärer)

    Jägerbataillon 23

      Bludesch __ Walgau-Kaserne (Stabskompanie; 1. Jägerkompanie; Kampfunterstützungskompanie)
      Landeck __ Pontlatz-Kaserne (2. Jägerkompanie; 3. Jägerkompanie)

    Jägerbataillon 24

      Lienz__ Haspinger-Kaserne (Stabskompanie; Kampfunterstützungskompanie)
      Lienz __ Franz-Joseph-Kaserne (1. Jägerkompanie hochgebirgsbeweglich)
      St. Johann in Tirol __ Wintersteller-Kaserne (2. Jägerkompanie; 4. Jägerkompanie)

    Jägerbataillon 26

      Spittal an der Drau __ Türk-Kaserne (Stabskompanie, 1. Jägerkompanie, 2. Jägerkompanie, Kampfunterstützungskompanie)
      Tamsweg __ Strucker-Kaserne (3. Jägerkompanie)

    Aufklärungs- und Artilleriebataillon 7

      Feldbach __ Von-der-Groeben-Kaserne (Stabskompanie, 1. Panzerhaubitzbatterie, 2. Panzerhaubitzbatterie)
      Fehring __ Hadik-Kaserne (1. Aufklärungskompanie, 2. Aufklärungskompanie)

Im Rahmen von ÖBH 2010 sollten neben Straß und Güssing auch Melk (Birago-Kaserne, Detailplanungen 2007, Spatenstich und Ausbau ab 2008), Villach (Hensel-Kaserne, Ausbau bis spätestens 2009), Wiener Neustadt (Kaserne Flugfeld, Ausbau bis spätestens 2009) und Feldbach (Van-der-Groeben-Kaserne; Ausbau bis spätestens 2009) erweitert werden. Nichts davon wurde jemals realisiert.


P.S.: Wenigstens hat der Generalstabschef heute in Wiener Neustadt gesagt was Sache ist:

    ORF Niederösterreich heute vom 27. September 2014 hat geschrieben:
    General Othmar Commenda: „So bringt auch der beste Plan eines Architekten nichts, wenn schlussendlich auf der Baustelle keine Baumaterialien, keine Baumaschinen und kaum Arbeiter vorhanden sind. Reformen aus Geldmangel funktionieren nicht und lösen in der Regel auch keine Probleme.“


Zuletzt geändert von theoderich am 28. Sep 2014, 13:21, insgesamt 10-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bundesheerreform ÖBH 2018
BeitragVerfasst: 27. Sep 2014, 19:12 

Registriert: 24. Jan 2013, 20:50
Beiträge: 1010
Richtig, für Ersatzbauten ist kein Geld da, und die Kasernenverkäufe werden im vorraus vom Budget abgezogen.

Jetzt werden halt Kasernen geschlossen und dadurch die einzelnen Verbände ausgedünnt.

@em: als "Reform" kann man das ganze wahrlich nicht bezeichnen, eher Budget-Strukturanpassung


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