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Pilotversuche für ein Berufsheer

Landesverteidigung, Einsätze & Übungen, Sicherheitspolitik, Organisation, ...
theoderich
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Re: Pilotversuche für ein Berufsheer

Beitrag von theoderich » 26. Nov 2013, 13:12

Zuletzt geändert von theoderich am 19. Feb 2014, 11:29, insgesamt 1-mal geändert.

theoderich
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Re: Pilotversuche für ein Berufsheer

Beitrag von theoderich » 12. Dez 2013, 17:12

Die Pionierkompanien "mit erhöhter Einsatzbereitschaft" des Pilotprojekts 1 "Freiwilligenmiliz" (PiKp Salzburg, PiKp Niederösterreich) werden angeblich wegen viel zu hoher Kosten aufgelöst.

Milizler
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Re: Pilotversuche für ein Berufsheer

Beitrag von Milizler » 12. Dez 2013, 18:31

Überrascht mich nicht im geringsten.
Beordert bei 1./JgB NÖ

theoderich
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Re: Pilotversuche für ein Berufsheer

Beitrag von theoderich » 19. Feb 2014, 10:31

Pilotprojekt Freiwilligenmiliz

Projektvorgaben und –ziele

Der Bundesminister für Landesverteidigung und Sport erteilte im September 2011 den Auftrag zur Durchführung des Projekts Freiwilligenmiliz als eines von drei Pilotprojekten. Ziel des Projekts war die Attraktivierung und Anhebung der Qualität von Milizeinheiten, vornehmlich Pionierkompanien, anhand des Modells eines Freiwilligenheeres. Der Projektauftrag zur Durchführung des Pilotprojekts Freiwilligenmiliz stützte sich weder auf das Regierungsprogramm, noch auf einen Bericht der Bundesheerreformkommission. Die Gesamtfinanzierung allein der Prämie, die im Endausbau 50 Mio. EUR jährlich ausmachte, war nicht sichergestellt. (TZ 2)

Projektmanagement

    Planungsablauf und Umsetzungsweisungen

    Zweck des Pilotprojekts war die Gewinnung gesicherter Erkenntnisse für eine etwaige Umstellung des Milizsystems. Im Jänner 2012 entschied der Bundesminister für Landesverteidigung und Sport, dass für die Durchführung des Pilotprojekts Freiwilligenmiliz die Milizpionierkompanien Niederösterreich und Salzburg vorzusehen seien. Mit der Beschränkung auf Milizpionierkompanien waren jedoch nur eingeschränkte Erkenntnisse im Hinblick auf die Gesamtaufbringbarkeit von Milizsoldaten aller Waffengattungen ableitbar. Ein erkannter, mehrfacher Änderungsbedarf im Rechtsbereich führte zu keinen Änderungen in der Auftragslage. (TZ 3)


    Projektorganisation

    Projektauftraggeber war der Chef des Generalstabes. Als Projektleiter fungierte der Leiter der Abteilung Einsatzvorbereitung. Projektbeginn war der 1. Februar 2012 und als Projektende wurde der 31. Dezember 2015 festgelegt. Die Projektorganisation mit klaren Verantwortlichkeiten und nachvollziehbarer Dokumentation des Projektverlaufs war — trotz problematischer Auftragslage — zweckmäßig. (TZ 4)


Rechtliche Rahmenbedingungen

    Präsenzdienst und Heeresgebühren

    Das im Pilotprojekt festgelegte Verpflichtungsausmaß von 39 Tagen für die Leistung von Milizübungen — insbesondere im Hinblick auf das höchstzulässige Erstverpflichtungsausmaß von 30 Tagen bei Chargenfunktionen — fand keine Deckung im Wehrgesetz 2001 (WG 2001). (TZ 7)

    Zustimmung des Arbeitgebers

    Zu Präsenzdienstleistungen durften unselbständig Erwerbstätige ohne Zustimmung ihres Arbeitgebers grundsätzlich nur für insgesamt höchstens 30 Tage innerhalb von zwei Kalenderjahren herangezogen werden. Den einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen war nicht eindeutig zu entnehmen, ob Milizangehörige ohne Zustimmung des Arbeitgebers sowohl Milizübungen bis zu 30 Tage, als auch freiwillige Waffenübungen und Funktionsdienste bis zu 30 Tage leisten konnten. (TZ 8)


    Anerkennungsprämie

    Das BMLVS baute das Pilotprojekt Freiwilligenmiliz maßgeblich auf der Zahlung einer Prämie in Höhe von 5.000 EUR als Fixbestandteil auf und propagierte dazu öffentlich die zu erbringenden Voraussetzungen. (TZ 10)

    Teilnehmer an der Freiwilligenmiliz konnten aufgrund ihrer unwiderruflichen freiwilligen Meldung zu Milizübungen und Erfüllung aller vom BMLVS im Merkblatt festgelegten Voraussetzungen die Zahlung der Anerkennungsprämie als Fixbestandteil ihrer Miliztätigkeit erwarten. Damit bestand ein vertraglicher Anspruch, obwohl für die Vorgangsweise des BMLVS keine ausreichende gesetzliche Grundlage bestand. Nach Ansicht des RH konnte die Anerkennungsprämie nach den vom BMLVS festgelegten und öffentlich propagierten Voraussetzungen nicht auf § 4a HGG 2001 gestützt werden, weil sie eine Ermessensleistung mit Belohnungscharakter war, auf die kein Rechtsanspruch bestand. Sie war daher kein tauglicher Rechtstitel für die Zahlung einer Prämie im Rahmen des Pilotprojekts Freiwilligenmiliz. (TZ 10)

    Besondere Regelungen für Frauen im Bundesheer

    Frauen konnten keine Milizübungen leisten. Dieser Umstand erschwerte die Integration von Frauen in die Miliz. Da Frauen an der Freiwilligenmiliz nur in Form von freiwilligen Waffenübungen teilnehmen konnten und dadurch — anders als bei der Leistung von Milizübungen — keinen Anspruch auf die Milizprämie gemäß § 9a HGG 2001 hatten, waren sie gegenüber Männern benachteiligt. (TZ 11)

    Arbeits– und sozialrechtliche Aspekte

    Beim Pilotprojekt war eine Reihe arbeits– und sozialrechtlicher Aspekte zu beachten, wobei sich mögliche Nachteile für Milizsoldaten im Urlaubs– und Pensionsrecht zeigten. Bei Übungen und/oder Einsätzen von in Summe mehr als 30 Tagen pro Urlaubsjahr kam es zu einer anteilsmäßigen Verkürzung des Urlaubsanspruches. Bei Milizsoldaten, die ein höheres Einkommen als die Beitragsgrundlage (in Höhe von 1.570,35 EUR monatlich) hatten, konnte es zu einer Verkürzung der Pensionshöhe kommen. (TZ 12)

Personalmaßnahmen

    Öffentlichkeitsarbeit

    Das BMLVS bewarb das Pilotprojekt Freiwilligenmiliz mit der 5.000 EUR–Prämie, ohne die Zielgruppe deutlich zu machen. Erst ab Mitte August 2012 änderte es seine Werbeauftritte dahingehend, dass es nun konkret den Bedarf an Pionieren bewarb. Dies hatte zur Folge, dass der Großteil der Interessenten anfänglich nicht den Vorgaben entsprach. Dadurch entstand ein vermeidbarer Bearbeitungsaufwand. Für Werbemaßnahmen entstanden Ausgaben in Höhe von rd. 429.000 EUR. (TZ 13)

    Grundsätzliche Auswahlkriterien

    Bei der Festlegung der Auswahlkriterien nahm das BMLVS zu wenig Rücksicht auf das vorhandene Potenzial der bestehenden Pionierkompanien. (TZ 14)

    Eignungsüberprüfungen

    Die Überprüfungen hinsichtlich der gesundheitlichen, körperlichen und psychologischen Eignung fanden ausschließlich im Prüfzentrum Ost des Heerespersonalamtes (HPA) in Wien–Stammersdorf statt. (TZ 15)

    Formierungsübungen

    Die Pionierkompanien Niederösterreich und Salzburg führten ihre Formierungsübungen (Übung zum Zwecke der erstmaligen personellen und materiellen Befüllung einer militärischen Einheit in Folge einer Neu– oder Umorganisation) im November bzw. Dezember 2012 durch. Mit Jahresende 2012 war die Pionierkompanie Niederösterreich personell zu 75 % und die Pionierkompanie Salzburg personell zu 90 % befüllt. Damit erfüllte das BMLVS seine selbst gesteckten Ziele im Hinblick auf die Erreichung des Befüllungsgrades von 90 % nur teilweise. (TZ 16)

    Materielle Ausstattung

    Für die beiden Pionierkompanien des Pilotprojekts galt der gleiche Organisationsplan wie für die bestehenden neun Milizpionierkompanien. Es war keine eigene materielle Ausstattung vorgesehen, sondern benötigtes Gerät war im Bedarfsfall umzuverteilen. Im Einsatzfall konnte das Bundesheer auf ziviles Gerät zugreifen. (TZ 17)


Finanzielle Rahmenbedingungen

    Projektausgaben im Jahr 2012

    Die Ausgaben für das Pilotprojekt Freiwilligenmiliz betrugen im Jahr 2012 insgesamt rd. 848.400 EUR. Davon entfielen auf Personalausgaben rd. 397.400 EUR. Für Sachausgaben fielen im selben Zeitraum Ausgaben in Höhe von rd. 21.800 EUR an. Die Ausgaben für Werbemaßnahmen betrugen rd. 429.200 EUR und somit mehr als 50 % der Gesamtausgaben. (TZ 18)

    Ausgaben für die Anerkennungsprämie

    Für die Dauer des auf drei Jahre angelegten Pilotprojekts und unter Annahme der personellen Vollbesetzung der zwei Milizpionierkompanien mit zusammen 254 Milizsoldaten (einschließlich Personalreserve) verursachte die Anerkennungsprämie Ausgaben in Höhe von jährlich 1,27 Mio. EUR, über die gesamte Projektlaufzeit somit 3,81 Mio. EUR, obwohl es hiefür keine gesetzliche Grundlage gab. (TZ 19)

    Das BMLVS plante, die für die Anerkennungsprämien erforderlichen Budgetmittel für die Jahre 2012 bis 2015 aus Eigenmitteln, allenfalls durch Auflösung von Rücklagen und aus Erlösen von Grundstücksverkäufen bereitzustellen. (TZ 19)

    Herstellung des Einvernehmens mit dem BMF

    Gemäß § 45 Abs. 1 des Bundeshaushaltsgesetzes (BHG) und den Durchführungsbestimmungen zum Bundesfinanzgesetz 2012 hatte der Bundesminister für Landesverteidigung und Sport als zuständiges haushaltsleitendes Organ das Einvernehmen mit der Bundesministerin für Finanzen hinsichtlich der Finanzierung des Pilotprojekts herzustellen, weil dadurch Belastungen für künftige Finanzjahre entstanden. Dies war jedoch nicht erfolgt. (TZ 20)

    Auszahlung der Anerkennungsprämie

    Die Anerkennungsprämie in Höhe von 5.000 EUR pro Jahr war im ersten Jahr der Beorderung in zwei Tranchen auszuzahlen. Gemäß den vom BMLVS festgelegten Druchführungsregelungen war die Anerkennungsprämie am letzten Tag der Formierungsübung anzuweisen. Das Militärkommando Salzburg wies die Anerkennungsprämie zeitgerecht an, das Militärkommando Niederösterreich mit zwölftägiger Verspätung. (TZ 21)

    Personalausgaben für die Freiwilligenmiliz

    Auf Basis der Berechnungen des RH betrugen die jährlichen Personalausgaben für einen Milizsoldaten der Freiwilligenmiliz im Durchschnitt rd. 6.386 EUR, für einen Milizsoldaten einer Milizpionierkompanie „alt“ im Durchschnitt hingegen rd. 386 EUR. Die Personalausgaben für einen Milizsoldaten der Freiwilligenmiliz waren somit rd. 17–mal so hoch wie für einen Milizsoldaten einer Milizpionierkompanie „alt“. (TZ 22)

    Über die Projektlaufzeit von drei Jahren bezifferten sich die Personalausgaben beim Pilotprojekt Freiwilligenmiliz für zwei Pionierkompanien mit je 115 Soldaten auf rd. 4,403 Mio. EUR, unter Hinzurechnung der Personalreserve von je zwölf Soldaten auf rd. 4,866 Mio. EUR. Hingegen betrugen die Personalausgaben für zwei Milizpionierkompanien „alt“ für den gleichen Zeitraum rd. 266.200 EUR. Somit verursachen die beiden Kompanien der Freiwilligenmiliz im Verhältnis zu vergleichbaren Einheiten des herkömmlichen Milizsystems in drei Jahren um zumindest rd. 4,1 Mio. EUR höhere Personalausgaben. (TZ 22)

    Der größte Teil der Ausgabensteigerung war auf die Anerkennungsprämie zurückzuführen, die im Endausbau einer Freiwilligenmiliz mit 10.000 Mann Ausgaben von jährlich 50 Mio. EUR verursachen würde. (TZ 22)


Der Bundesminister für Landesverteidigung und Sport erteilte am 5. September 2011 die Ministerweisung Nr. 226/2011 mit folgendem Wortlaut:

    „Die gravierenden weltweiten sicherheitspolitischen Veränderungen haben maßgebliche Auswirkungen auf die internationale Staatengemeinschaft, die Europäische Union und damit auch auf die einzelnen Mitgliedstaaten. Daraus abgeleitet stellt sich natürlich auch die Frage nach dem für Österreich künftig adäquaten Wehrsystem. Von den 27 Mitgliedern der Europäischen Union hat bereits eine große Mehrheit — zuletzt die Bundesrepublik Deutschland — die Wehrpflicht ausgesetzt oder gänzlich abgeschafft und auf ein Berufsheer bzw. Freiwilligenheer umgestellt.

    Diesen neuen Herausforderungen Rechnung tragend und in Weiterverfolgung der Empfehlung der Bundesheerreformkommission, die Gliederung des Bundesheeres so zu gestalten, dass spätere Entwicklungen, etwa die Aussetzung der Wehrpflicht und die Umstellung auf ein Freiwilligenheer, möglich sind, wird angeordnet, mittels mehrerer Pilotprojekte weitere Erfahrungswerte zur Thematik zu gewinnen.

    Die Projekte zur weiteren Professionalisierung der Streitkräfte haben unter anderem zu umfassen:


      1. Freiwilligenmiliz:

      Ziel ist die Attraktivierung und Anhebung der Qualität von Milizeinheiten, vornehmlich Pionierkompanien, anhand des Modells eines Freiwilligenheeres. Dabei sollen in regionaler Ausgewogenheit Einheiten der Miliz zu jährlichen Übungen und im Bedarfsfall zu Einsätzen herangezogen werden. Als Anreiz ist eine entsprechende Prämie vorzusehen. ...

    Erste grundlegende Planungen sind bis 23.09.2011 vorzulegen. Die Umsetzung der Pilotprojekte ist beginnend ab 2012 vorzusehen. ...“

Der RH stellte fest, dass sich die Weisung des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport vom September 2011 zur Durchführung des Pilotprojekts „Freiwilligenmiliz“ weder auf das Regierungsprogramm, noch auf den Bericht der Bundesheerreformkommission stützen konnte. Die Gesamtfinanzierung allein der Prämie, die im Endausbau 50 Mio. EUR jährlich ausmachte, war nicht sichergestellt.

    Das BMLVS teilte in seiner Stellungnahme mit, dass die Weisung zur Einrichtung dieses Pilotprojekts auf Grundlage der durch die Bundesverfassung den Obersten Organen eingeräumten Befugnis zur selbständigen Führung der Verwaltung innerhalb ihres Aufgabenbereichs erfolgt sei. Es liege im Wesen eines Pilotprojekts, Erkenntnisse über den konkreten Finanzierungsbedarf zu gewinnen, über dessen Sicherstellung später zu entscheiden sein werde.

Der RH verwies auf den Umstand, dass es sich beim Pilotprojekt Freiwilligenmiliz um ein mehrjähriges, strukturbegründendes Projekt handelte. Der Finanzierungsbedarf war weder für das Gesamtsystem, noch für das Pilotprojekt sichergestellt. Das BMLVS hatte das dafür erforderliche Einvernehmen mit dem BMF nicht hergestellt (siehe TZ 20, 22).





Wieso wundert mich die Kritik des Rechnungshofs nicht? Und die Reaktion der Medien? NULL.

Edit.:

Na gut, nun gibt es eine Erwähnung auf ORF.at und in den Salzburger Nachrichten:


Edit. 2:


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Re: Pilotversuche für ein Berufsheer

Beitrag von theoderich » 01. Apr 2014, 13:59

"Taster Day": Das Jägerbataillon 25 in Klagenfurt stellte sich vor (29. März 2014)

Mit den im April einrückenden Soldaten fehlen dem Klagenfurter Jägerbataillon noch ca. 60 Soldatinnen und Soldaten auf die volle Stärke. Im Herbst gibt es bereits einen Auslandseinsatz des Bataillons im Kosovo. Das wird die erste Feuertaufe für diesen einzigartigen, luftbeweglichen Verband des Österreichischen Bundesheeres.


Und laut der Kolumne "Der bissige Prohaska" in der aktuellen Ausgabe der Truppenzeitung des JgB25 fehlt es dem Bataillon hinten und vorne an Fahrzeugen und Nachtsichtmitteln. Bis der Verband tatsächlich einsatzbereit ist, wird es auch noch längere Zeit dauern (Ursprünglicher Plan: Anfang 2014 vorläufige EB - Juli 2014 volle EB).

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Re: Pilotversuche für ein Berufsheer

Beitrag von Milizler » 01. Apr 2014, 14:38

Wurde das STG77 A2 Commando jetzt schon komplett eingeführt beim JgB 25?
Beordert bei 1./JgB NÖ

theoderich
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Re: Pilotversuche für ein Berufsheer

Beitrag von theoderich » 10. Apr 2014, 16:07

Parlamentarische
Bundesheerkommission

JAHRESBERICHT 2013


V. 6. Organisatorische Mängel

Im Rahmen des Pilotprojektes "Reduzierung von Funktionssoldaten" erfolgte aufgrund der Reduzierung des Küchenpersonals und der damit einhergehenden Aussetzung des Küchenbetriebes am Abend über mehrere Wochen die Ausgabe des Abendessens an die in der Kaserne Dienst versehenden Rekruten ausschließlich in Form von Kaltverpflegung. (GZ 10/020-2013)

VII. 5. Informationsbesuch am Truppenübungsplatz Seetaleralpe

Das Präsidium der Parlamentarischen Bundesheerkommission führte am 13. und 14. Juni 2013 einen Informations- und Arbeitsbesuch am Truppenübungsplatz Seetaleralpe durch.

Der Truppenübungsplatz Seetaleralpe mit einer Größe von etwa 1500 Hektar ist einer von fünf Truppenübungsplätzen in Österreich (Allentsteig, Bruckneudorf, Hochfilzen, Lizum, Seetal) und wird von Soldatinnen und Soldaten, Bediensteten, Einheiten und Verbänden für Übungszwecke genutzt. Dafür stehen ein umfangreiches Schieß- und Ausbildungsangebot, aber auch Betreuungs- und Sportmöglichkeiten zur Verfügung. Bei gegebener Priorität für die militärische Nutzung wird der Truppenübungsplatz auch von Gästen für Erholungszwecke genutzt.

Bis 2012 verrichteten jährlich an die 100 Grundwehrdiener in Turnussen zu je 30 Soldaten ihren Dienst in Systemfunktionen. Die Durchführung des Pilotprojektes „Dienstbetrieb ohne Grundwehrdiener“ führte zur Neugestaltung folgender Aufgaben am Truppenübungsplatz Seetaleralpe:

    Alle Zimmer sind zeitgemäß. Eine Mannschaftsunterkunft ist für maximal acht Personen ausgerichtet, statt der Stockbetten gibt es jetzt Einzelbetten mit hochwertigen Matratzen.

    Die Unterkunftskapazität wurde von 700 auf 420 Betten reduziert, der Auslastungsgrad beträgt mehr als 80%.

    Eine technische Anlage (Warnleuchten, Video, elektronische Informationstafeln, Steuerung mittels Handy oder PC) ermöglicht eine qualitativ hochwertige Sicherheitsabsperrung bei Schießübungen.

    Von der Zentralküche Klagenfurt wird die Finalisierungsküche beliefert.

    Eine Leiharbeitsfirma stellt das Servicepersonal der Cafeteria.

    Mit der Zimmerreinigung ist eine private Firma beauftragt.

    Eine moderne Kommunalinfrastruktur wurde angeschafft.

    Die Anschubfinanzierung erforderte einmalige Aufwendungen in der Höhe von € 650.000, wobei sich die Investitionskosten in den letzten beiden Jahren auf ca. € 1.500.000 beliefen.

    Die Betriebskosten betragen jährlich € 424.000 statt wie bisher € 635.000.

    Für den Personal- und Sachaufwand fallen jährlich € 5.000.000 an.

Das Pilotprojekt „Dienstbetrieb ohne Grundwehrdiener“ auf dem Truppenübungsplatz Seetaleralpe belegt, dass mit Einsatz und Motivation sowie mit der notwendigen Anschubfinanzierung hervorragende Leistungen für die übende Truppe und Erholungssuchende erbracht werden. Der Einsatz von Technik beim scharfschießbedingten Absperren des ca. 1500 Hektar großen Truppenübungsplatzes war ein Gebot der Stunde und führt zu erheblicher Verbesserung der Qualität an Sicherheit und Information. Das Angebot am Truppenübungsplatz Seetaleralpe wird von Verbänden aus dem In- und Ausland gerne in Anspruch genommen. Beispielsweise absolvierte im Juni 2013 ein inländischer Verband mit einer Stärke von 320 Personen und einem Anteil von ca. 80% Grundwehrdienern sein Schieß- und Ausbildungsprogramm am Truppenübungsplatz Seetaleralpe.

Angeregt wird, die positiven Erkenntnisse und Erfahrungen dieses Vorzeigemodells auf die vier anderen Truppenübungsplätze zu übertragen.


Dafür kann, wegen fehlender Bettenkapazität, ein Bataillon nicht mehr geschlossen auf dem TÜPl Seetaler Alpe üben. Auf diese Weise verstößt das BMLVS gegen sein eigenes Ausbildungsunterstützungskonzept. Toll, oder?

    Ein "all inclusive"-Trainingscenter (TRUPPENDIENST, Folge 328, Ausgabe 4/2012)

    Im Ausbildungsunterstützungskonzept für die nachhaltige Nutzung von Truppenübungsplätzen von 2009 ist der Zweck des Truppenübungsplatzes Seetaler Alpe (TÜPLSA) festgelegt: "Der TÜPLSA ist zur Einsatzvorbereitung und für Schieß- und Ausbildungsvorhaben der infanteristischen Kampftruppe bis zum Rahmen eines verstärkten Bataillons mit den entsprechenden Unterstützungswaffen unter Mittelgebirgsbedingungen und für den Ortskampf auszurichten." Darüber hinaus dient er als Gebirgsschießplatz für die Artillerie und für Luft-Boden-Schießen der Fliegertruppe.


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Re: Pilotversuche für ein Berufsheer

Beitrag von theoderich » 25. Apr 2014, 22:31

Öffentlichkeitsarbeit für das Pilotprojekt Freiwilligenmiliz (810/J)

1. Welche einzelnen Werbemaßnahmen verursachten Kosten von rd. 429.000 EUR, aufgegliedert nach Werbemaßnahme und jeweilige Kosten dafür?

2. Welche Unternehmen wurden mit der Werbung beauftragt, aufgegliedert nach einzelner Firma und jeweiligem Auftrag/Werbemaßnahme?

    Zu 1 und 2:

    Die Werbemaßnahmen für das Jahr 2012 im Zusammenhang mit dem Pilotprojekt Freiwilligenmiliz waren Schaltungen in den Printmedien Biber, CorporAid Magazin, Der Soldat, Der Standard, Die Presse, Falter, GOLD Magazin, Heute, Krone, Mega In Mega Out, NÖN/BVZ, Österreich, Programmheft Jugendhandballturnier, Programmheft Radrundfahrt, Red Bulletin, RMA Salzburg Gesamt, Salzburger Fenster, Salzburger Nachrichten, Salzburger Woche, The Austrian Peacekeeper, Unser Auftrag (ÖOG Wien), Volume, Weekend Magazin, WU-Aktuell, Schülerinnenkalender 2013 Trotzdem Verlag sowie Studentenplaner 2012/13 der Kath. Hochschulgemeinde Wien. Des Weiteren gab es eine Schaltung im MC Donald’s Multimedia-System.

3. Wie hoch waren die Gesamtausgaben für Werbemaßnahmen des Bundesheeres jeweils im Jahr 2012 und 2013?

4. Wie hoch waren die Gesamtausgaben für Werbemaßnahmen Ihres Ressorts jeweils im Jahr 2012 und 2013?

    Zu 3 und 4:

    In diesem Zusammenhang ist festzuhalten, dass eine Differenzierung zwischen Zentralstelle des Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport und Bundesheer bei Einschaltun­gen in diversen Medien in Folge der gesetzlichen Verpflichtung im Sinne der Anlage zu § 2, Teil 1, Bundesministeriengesetz 1986, betreffend Information über den Ressortbereich mit ausschließlich wehr- bzw. sportpolitischen Inhalten nicht vorgesehen ist. Im Jahr 2012 wurden rund 2,2 Mio. Euro und im Jahr 2013 rund 2,1 Mio. Euro für Einschaltungen in Print-, TV- und Radio-Medien aufgewendet.

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Re: Pilotversuche für ein Berufsheer

Beitrag von iceman » 08. Apr 2015, 19:40

Laut ZiB1-Bericht wird die Freiwilligenmiliz bis Jahresende aufgelöst:

http://orf.at/stories/2272547/

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Re: Pilotversuche für ein Berufsheer

Beitrag von Elo59 » 08. Apr 2015, 19:46

iceman hat geschrieben:Laut ZiB1-Bericht wird die Freiwilligenmiliz bis Jahresende aufgelöst:

http://orf.at/stories/2272547/


Hat es die jemals gegeben?

theoderich
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Re: Pilotversuche für ein Berufsheer

Beitrag von theoderich » 28. Feb 2016, 19:06

Nächste Woche wird im Rechnungshofausschuss der Bericht zum Pilotprojekt Freiwilligenmiliz behandelt:


Antworten
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