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Krone: ÖVP entwirft "Wehrpflicht NEU"

Landesverteidigung, Einsätze & Übungen, Sicherheitspolitik, Organisation, ...
theoderich
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Re: Krone: ÖVP entwirft "Wehrpflicht NEU"

Beitrag von theoderich » 06. Okt 2010, 16:26

Culik: "Wehrpflicht ist derzeit bestes System"

Unter den gegebenen budgetären Vorgaben, so Militärkommandant Culik, sei das jetztige System unter Beibehaltung der Wehrpflicht das beste.

Die Kritik, dass man bei Auslandseinsätzen nur Berufssoldaten brauche und die Wehrpflicht auch wirtschaftlich sinnlos sei, wies Culik zurück.

Katastrophenhilfe ohne Wehrdienst unmöglich
Katastrophenhilfseinsätze dauern oft mehrere Wochen. Ein Berufsheer könne diese Aufgaben nicht erfüllen, meinte Culik.

Es sei denn, so Culik weiter, dieses Berufsheer wäre so stark, dass es wahrscheinlich das doppelte der Budgetmittel verschlinge, die man jetzt zur Verfügung habe.



Darabos zur aktuellen Debatte über die Wehrpflicht


Tirols Militärchef für die Wehrpflicht (5. Oktober 2010)

Ohne Wehrpflicht sei im derzeitigen System die von der Bevölkerung erwartete und gesetzlich vorgeschriebene Katastrophenhilfe in Frage gestellt, weil es dann einfach zu wenig Soldaten gebe.

Zu wahlkampftaktischen Aussagen von Parteien vor der Wahl wie im Fall Häupls wolle er sich als Militärkommandant keinesfalls äußern, bleibt Bauer konsequent. „Eine offene Diskussion ist allerdings notwendig. Insbesondere über die dann erforderlichen Fähigkeiten zur Erfüllung der vielseitigen Aufgaben des Österreichischen Bundesheeres“, fordert der Militärkommandant.


    http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Nachrichten/1397219-6/tirols-militärchef-für-die-wehrpflicht.csp
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Re: Krone: ÖVP entwirft "Wehrpflicht NEU"

Beitrag von theoderich » 06. Okt 2010, 20:48

Umfrage: Mehrheit der Österreicher für Wehrpflicht

Würde bereits in dieser Woche eine Volksbefragung zur Zukunft der Wehrpflicht stattfinden, wären nur 39 Prozent der Österreicher für eine Abschaffung der Wehrpflicht und ein Berufs- oder Freiwilligen-Heer, wie die Zeitung "Österreich" am Donnerstag berichtet. Die klare Mehrheit von 43 Prozent ist gegen eine Abschaffung der Wehrpflicht. 18 Prozent der Befragten sind noch ohne Meinung.

Junge wollen Wehrpflicht beibehalten
Völlig gegen alle Erwartungen gibt es bei den am stärksten betroffenen jungen Österreichern unter 30 Jahren laut Gallup die größte Zustimmung zur Beibehaltung der Wehrpflicht. Bei den Jungen befürworten nur 33 Prozent die Abschaffung der Wehrpflicht, 52 Prozent der Jungen unter 30 Jahren sind für die Beibehaltung. Laut Gallup-Umfrage hält nur eine knappe Mehrheit von 45 Prozent der Österreicher die von der SPÖ geplante Volksbefragung für eine "gute Idee", ein überraschend hoher Prozentsatz von 42 Prozent findet, eine Volsbefragung über die Wehrpflicht sei "eine schlechte Idee".



Ich würde sagen, die Österreicher sind denkfähiger, als es die Politik und die Medien gerne hätten.

Streitgespräch: "Das Militär wird Spielball der Wahlkampfmanager"


Wehrpflichtdebatte brodelt weiter

"Grundpfeiler unserer Republik"
Mit kritischen Worten mischte sich nun auch der frisch gewählte steirische Landeshauptmann Franz Voves in die Wehrpflichtdebatte: "Es geht um die Grundpfeiler auf denen unsere Republik aufgebaut wurde, daher sollte man dies nicht im Zuge einer Landtagswahl diskutieren." Diese Kritik an Parteifreund Häupl könnte eine Revanche sein, weil sich Häupl unlängst gegen eine Koalition von SPÖ und FPÖ in der Steiermark ausgesprochen hatte.


Jaja ... und diejenigen die für eine Abschaffung der Wehrpflicht sind, nennt der Verfasser des ORF-Artikels "aufgeschlossen". Was ist dann Herr Landeshauptmann Voves?

"Was hat Wehrpflicht mit Stadtverwaltung zu tun?"
ÖVP Außenminister Spindelegger äußerte dagegen am Rande seines Türkeibesuchs erneut Kritik am Koalitionspartner SPÖ. Und der Chef der Offiziersgesellschaft Eduard Paulus empfindet seinerseits nur größtes Unverständnis für Häupls Idee einer Volksbefragung: "Ich kann nicht erkennen, was die Wehrpflicht mit der Stadtverwaltung von Wien zu tun hat."



Weiter Diskussion um Wehrpflicht

Die Offiziersgesellschaft hat zwar nichts gegen eine Diskussion über mögliche Veränderungen beim Bundesheer.

12.000 Mann beim Hochwasser im Einsatz
Miliz-Offizier Gerhard Utz, stellvertretender Präsident der oberösterreichischen Offiziersgesellschaft, warnt allerdings, dass Katastropheneinsätze gefährdet sein könnten: "Wenn ich das Beispiel Hochwasser im Jahr 2002 herannehme, haben wir im Raum Oberösterreich und Niederösterreich zirka 12.000 Mann im Einsatz gehabt. Das wird sich mit freiwilligen Stärken, wie es jetzt kolportiert wird, nicht machbar sein."



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Re: Krone: ÖVP entwirft "Wehrpflicht NEU"

Beitrag von theoderich » 07. Okt 2010, 11:24

Darabos lässt Pläne für Berufsheer ausarbeiten

Das Verteidigungsministerium will bereits Ende Oktober mehrere Varianten für ein zukünftiges Bundesheer - auch ein Berufsheer - ausgearbeitet haben. Diese sollen anschließend der Öffentlichkeit präsentiert werden, kündigte ein Ministeriumssprecher heute der APA an. Wie etwa der Katastrophenschutz bei einer Abschaffung der Wehrpflicht ablaufen könnte, müsse noch erörtert werden. Zumindest 10.000 Soldaten sollten allerdings zur Verfügung stehen.

Das Verteidigungsministerium hat den Generalstab beauftragt, mehrere Modelle auszuarbeiten, so etwa Varianten innerhalb der Wehrpflicht wie auch für ein Berufsheer im Falle der Abschaffung des Grundwehrdienstes. „Daran wird jetzt mit Hochdruck gearbeitet“, so ein Sprecher von Minister Norbert Darabos (SPÖ). Auch Unterstützung aus dem Ausland sei dabei angefordert worden. Einmal vorgelegt, sollen diese Modelle, die unter anderem auf die Finanzierung eingehen, auch „öffentlich diskutiert“ werden.




Faymann zeigt Sympathien für Berufsheer

Unter der Bedingung, dass sich auch ein Berufsheer, ohne wesentliche Mehrkosten zu verursachen, im selben Ausmaß Dingen wie dem Zivil- und Katastrophenschutz widmen könne, sei dies durchaus eine "gute Variante", meinte der SPÖ-Chef.

"Ich halte das für ein wichtiges Thema", sagte der Kanzler bei einer Pressekonferenz anlässlich seines Tirol-Besuchs in Innsbruck. Die Wehrpflicht-Debatte werde derzeit in den meisten europäischen Ländern geführt, deshalb sollte man auch in Österreich darüber sprechen dürfen oder sogar müssen.

Zunächst gelte es, die Ausarbeitung der von Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) angekündigten Varianten, wie es mit dem Bundesheer weitergehen könnte, abzuwarten. "Wenn man diese Varianten auf dem Tisch hat, warum soll man nicht die Leute fragen", erklärte der Kanzler.



Außerdem vergeht kein Tag ohne neue Schnapsideen vom linken Rand des politischen Spektrums:

Darabos lässt neues Heer entwerfen

Pilz: Keine Panzer, keine Artillerie, Grundausbildung mit Polizei
Pläne für sein Wunsch- Heer hat indes der Grüne Sicherheitssprecher Peter Pilz vorgestellt. Derzeit wisse das Bundesheer nicht, was es mit den Wehrpflichtigen tun soll, glaubt Pilz und spricht damit die große Zahl an Grundwehrdienern an, die beim Präsenzdienst nicht an der Waffe ausgebildet wird, sondern als sogenannte "Systemerhalter" in der Bundesheerverwaltung dient. Darüber hinaus entstehe eine gemeinsame europäische Sicherheitspolitik, von kleineren Staaten wie Österreich werde keine Vollarmee mehr erwartet werden. Österreich habe auch keinen militärischen Feind, weshalb Landesverteidigung nicht mehr notwendig sei. Als einzige Aufgabe verbleibe die Unterstützung von UNO- Missionen.

Dafür brauche Österreich eine Einheit von rund 4.000 Personen, dazu 2.000 für die Verwaltung und 500 für den Bereich der Aufklärung. Kampfpanzer, Artillerie und Eurofighter würden u.a. überflüssig werden, stattdessen seien Investitionen in moderne Personenausrüstung, Transportmittel, Ausbildung und Logistik nötig. Die Grünen wollen auch eine gemeinsame Grundausbildung von Polizisten und Zeitsoldaten, um letzteren nach ihren Auslandsdiensten Perspektiven in der Polizei zu bieten. Finanziert werden solle der Übergang durch den Verkauf wertvoller Liegenschaften, etwa der Maria Theresien- Kaserne.

Der militärische Katastrophenschutz solle durch ein Technisches Hilfswerk nach dem Vorbild Deutschlands ersetzt werden, dies sei kostengünstiger und effizienter. Als Ersatz für den Zivildienst kann sich Pilz ein freiwilliges soziales Jahr für die Pflegehilfsdienste vorstellen, für Rettungsfahrten könnten nicht mehr benötigte Beschäftigte des Verteidigungsministeriums herangezogen werden. Die Übergangsphase betrage etwa ein Jahr. Die genauen Kosten für sein Wunsch- Heer konnte Pilz aber nicht beziffern.



Wenn es nach diesem Wahnsinnigen ginge, würde man einfach auf irgendwelche "soften" Fähigkeiten, wie Sanitäter und unbewaffnete Pioniere zurückgreifen - und für die wirklich teuren Aufgaben sollen alle anderen EU-Staaten ihre Budgets verdoppeln und verdreifachen, damit sich Österreich seinen Status als sicherheitspolitischer Trittbrettfahrer aufrechterhalten kann? 4500 Mann + 2000 in der Verwaltung?!?? Da ist sogar das aktuelle Verhältnis zwischen Kampf- und Unterstützungstruppen sowie zivilen und militärischen Beamten besser. Und warum sollten die "Eurofighter" überflüssig werden - weil irgendein anderer Staat so dumm sein sollte für uns die aktive LRÜ zum Nulltarif zu übernehmen?

"Soziales Jahr" und "nicht so teures" Berufsheer möglich

Zuletzt geändert von theoderich am 14. Nov 2010, 21:40, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Krone: ÖVP entwirft "Wehrpflicht NEU"

Beitrag von theoderich » 07. Okt 2010, 17:04

Ohne Scheuklappen zum Berufsheer

Pilz hat da allerdings andere Vorstellungen: Er würde den Katastrophenschutz völlig an ein technisches Hilfswerk (THW) nach deutschem Vorbild auslagern - denn entgegen der öffentlichen Wahrnehmung widme das Bundesheer nur ein Promille seines Budgets der Hilfeleistung bei Naturkatastrophen.


Prinzipiell stimmt das zwar - man sollte aber froh sein, dass der Anteil so niedrig ist. Wäre er höher, würde das eigentlich bedeuten, dass Österreich ein permanentes Katastrophengebiet wäre. Außerdem befinden sich die Investitionen für die Landesverteidigung schon seit 1998 auf einem Nullniveau. Seitdem wurde Material nur noch für Auslandsmissionen und in ganz geringem Umfang für Assistenzeinsätze beschafft.

Der Hauptbereich militärische Landesverteidigung ( §2a WG ) benötigt 92 –96 % wobei die Vorhaltung (Vorratshaltung, Pflege, Instandhaltung, etc.) dafür besonders teuer ist . Die Aufwendungen für die innere Sicherheit ( §2b WG ) sind zwar seit 1999 kontinuierlich gesunken , wobei der AssEinsatz„nur“ 2 % erfordert . Der Katastropheneinsatz ( §2 c WG ) kostet –je nach unterschiedlichem jährlichen Erfordernis dagegen nur einen minimalen Anteil. Die Kosten der Auslandseinsätze sind seit 1999 gleichbleibend beträchtlich sind . Eine differenzierte Aufgabenbetrachtung unterscheidet zwischen :

    • permanenten
    • häufigen oder gelegentlichen und
    • seltenen bis geringsten Aufgaben



Und für den Zivildienst bietet er auch Ersatzlösungen an: Dort, wo derzeit Zivildiener in der Pflege tätig sind, würden sich genügend Freiwillige für ein sogenanntes "Freiwilliges soziales Jahr" finden, wenn dieses für die Berufsausbildung anerkannt werde. Schwieriger sei es, die Rettungsfahrer zu ersetzen - im Vorjahr waren 5496 Zivildiener dem Rettungswesen zugeteilt. Deren Job aber könnten überzählige Berufssoldaten übernehmen - denn von denen sollen "so wenige wie möglich sinnlos herumsitzen. Derzeit sitzen sie alle sinnlos herum."


Die Berufssoldaten die im Auslandseinsatz stehen oder im Inland den Betrieb aufrechterhalten, Rekruten ausbilden, oder sich auf eventuelle künftige Katastrophen und Konfliktsituationen vorbereiten, werden sich aber freuen, wenn sie so niedergemacht werden...

Die Anhänger der Wehrpflicht bekamen unterdessen Unterstützung von Peter Obernauer, dem Rennleiter der Hahnenkamm-Rennen, der das Sportevent ohne Bundesheer-Assistenz beim Pistenpräparieren gefährdet sieht.



Beim "Kurier" scheint es auch Journalisten zu geben, die nicht alles durch die Parteibrille sehen oder eigene Erfahrungen von vor 20 Jahren auf die Gegenwart projizieren:

Bundesheer ohne Chef


Die "Salzburger Nachrichten" waren zwar das Blatt, das diese unmögliche Diskussion losgetreten hat, aber dieser Kommentar ist zumindest teilweise nachvollziehbar:

Eine Zeit fokussierter Unanständigkeit

Heuer agitiert das Boulevardblatt gegen die Wehrpflicht, und das Spiel der Würdelosigkeit wiederholt sich. Die SPÖ, bis Montagnachmittag strenge Hüterin der Wehrpflicht, will diese nun - „Krone" befiehl, wir folgen dir! - zur Disposition stellen. Einem berühmten Wort Michael Häupls zufolge sind Wahlkämpfe „Zeiten einer fokussierten Unintelligenz". Häupl macht den diesjährigen Wahlkampf zu einer Zeit fokussierter Unanständigkeit.

Und man muss fragen: Was kommt noch? Was wird die SPÖ tun, wenn irgendein Boulevardblatt nur lang genug nach dem EU-Austritt ruft? Nach der Deportation missliebiger Migranten? Nach der Todesstrafe? Wird die SPÖ auch dann, wie sie's jetzt tut, die Schlagkraft und Lautstärke dieses Boulevardblatts mithilfe von Inseratengeldern ins Unermessliche steigern und sich hernach den Schlagzeilen fügen?

Erbärmlich ist nicht allein, wie eilfertig diese Partei nach der Pfeife eines Boulevardblattes tanzt. Erbärmlich ist auch, wie nordkoreanisch schnell sich die führenden Funktionäre dieser Partei von ihren Oberen gleichschalten ließen. Was Bürgermeister Häupl Montagnachmittag vorgab, war Montagabend bereits akkordierte Parteilinie.



Warum die SPÖ "nicht regierungsfähig ist" oder "die Diskussion um die Wehrpflicht ruiniere, bevor sie begonnen hat" verstehe ich nicht ganz. Weil sich ein Redakteur Sorgen um die künftigen Titelseiten macht, die womöglich ohne Hetze auskommen müssten?

Pröll-Kritik an laufender Wehrpflichtdebatte

Die kritische Frage ist doch, wie Politiker auf Medien reagieren, ob sie ihre Politik aus eigenen Überzeugungen und Überlegungen heraus entwickeln - oder ob sie willfährig alles über Bord werfen, was sie bisher vertreten haben, in der Hoffnung, in Medien eine gefällige Berichterstattung zu bewirken“, sagte Pröll in der „Tiroler Tageszeitung“ (Freitag-Ausgabe).

Pröll verneinte zwar, dass die „Kronen Zeitung“ als „stummer Gast“ bereits Teil der Koalitionssitzungen ist, meinte aber doch: „Ich habe das Gefühl, dass einzelne Funktionäre der SPÖ zunehmend aus tages- oder wahlpolitischen Wahrnehmungen heraus langjährige Grundsatzpositionen über Bord werfen“.



P.S.: Das folgende Zitat ist ein Eintrag auf der Website von Pilz ...

2. Österreich

Österreich wird Teil eines gemeinsamen Systems der europäischen Sicherheit. Dabei liegt es im Interesse der EU, den Kern der Neutralität - keine Beteiligung an Kriegen, keine Mitgliedschaft in militärischen Bündnissen, keine Stationierung fremder Truppen - in die europäische Verfassung zu übernehmen.

Für Österreich bietet sich eine wichtige Rolle im unteren Spektrum der Petersberg-Aufgaben an: Peace-Keeping und Hilfe beim Übergang zu zivilen Strukturen.

Die erfolgreichen Einsätze am Balkan und im Nahen Osten haben gezeigt, dass das Bundesheer in der Lage ist, derartige Mandate meist besser als hochgerüstete Großstaaten zu erfüllen.

3. Bundesheer

Österreich hat keinen militärischen Feind. Damit entfällt die Notwendigkeit einer militärischen Landesverteidigung.

Dem Bundesheer verbleibt damit eine einzige militärische Aufgabe: die Unterstützung von Mandaten der UNO.

Dazu braucht Österreich eine Einheit von rund 4000 Personen. Dazu kommen bei einem vernünftigen Truppe-Verwaltungs-Verhältnis von 2:1 weitere 2000 Personen und zusätzliche 500 Personen für den Bereich der Aufklärung. Mehr ist nicht notwendig.

6.500 statt 25.000 - gemessen an den Personen bietet der Übergang zur neuen Sicherheitspolitik ein Einsparungspotential von 74 Prozent. Natürlich verursacht der Übergang selbst Kosten. Aber die können aus dem Verkauf der wertvollsten Liegenschaften des BMLV (Maria Theresien-Kaserne, Stiftskaserne...) finanziert werden.

Mit dem UN-Heer werden überflüssig:

    • Kampfpanzer, Artillerie und Eurofighter
    • der Großteil der Liegenschaften
    • der Großteil des Verteidigungsministeriums
    • die Miliz
    • und damit die Wehrpflicht.

An ihrer Stelle braucht die Einheit:

    • modernste Personenausrüstung (insbesondere Kommunikation)
    • Transport (geschützte Fahrzeuge, Hubschrauber, Transportflugzeuge)
    • Ausbildung und Logistik.


Das sprachliche Niveau auf der Pilz' schen Homepage erwartet man vielleicht in einem Kindergarten oder höchstens noch in einem Wirtshaus, aber nicht von jemandem der über dieses Bildungsniveau verfügt. Außerdem: Die UN-Friedenstruppen sind zwar ganz nett, aber wenn es einmal wirklich ernst wird, sind sie meist katastrophal organisiert und haben keine echte Wirkung. Und die Maria-Theresien-Kaserne als eine der "wertvollsten Liegenschaften" zu bezeichnen ... ein Schmunzeln kann ich mir da nicht verkneifen.

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Re: Krone: ÖVP entwirft "Wehrpflicht NEU"

Beitrag von theoderich » 07. Okt 2010, 21:54

Eine beschämende Wehrpflichtdebatte

Von Walter Feichtinger


Brigadier Feichtinger, Leiter des Instituts für Friedenssicherung und Konfliktmanagement an der LVAk, hat vor ein paar Monaten ein ausgezeichneten Vortrag anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums der OG Steiermark gehalten. Thema waren zukünftige Konfliktbilder.

P.S.: Die "Krone" regiert weiter


Und der linksgerichtetste Journalist der "Presse" muss natürlich auch seinen Senf dazugeben;

Null Monate sind genug


Der Ex-Sektionschef darf auch nicht fehlen:

Links schwenkt - plötzlich ist die SPÖ Vorreiter eines Berufsheeres


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Re: Krone: ÖVP entwirft "Wehrpflicht NEU"

Beitrag von theoderich » 08. Okt 2010, 10:00

Volksbefragung: "Skrupelloser Populismus von Häupl"

"Produkt Bundesheer nicht in Ordnung"

Der Milizpräsident sieht die Ursachen für die aktuelle Debatte auch im Bundesheer selbst: "Würde der Betrieb Bundesheer wirklich funktionieren und wäre das Produkt in Ordnung, dann würde es niemand wagen, solche Diskussionen vom Zaun zu brechen."

Die Politik habe sich schon vor Jahren aus ihrer Verantwortung für eine zeitgemäße Landesverteidigung verabschiedet, sagte Schaffer. Wer die Wehrpflicht abschaffen wolle, müsse auch sagen, was das für Konsequenzen habe, nämlich "entweder keine Landesverteidigung oder eine Landesverteidigung, die nicht finanzierbar ist", sagte Schaffer.



Heer erneut Wahlkampfgag der SPÖ

Und wieder muss das Bundesheer als Wahlkampfschlager herhalten. Wiens Bürgermeister Michael Häupl setzt dem Populismus die Krone auf.

Für mich ist die Wehrpflicht in Stein gemeißelt. Mit mir als Verteidigungsminister wird es kein Ende der Wehrpflicht geben.“ Sprach SPÖ-Verteidigungsminister Norbert Darabos noch am 23. Juli in einem TT-Interview. Im Wiener Wahlkampffinale macht mit Häupl der mächtigste SPÖ-Grande kehrt und fordert eine Volksbefragung über die Wehrpflicht – ganz im Sinne der größten Wiener Boulevardzeitung Krone, die hier seit Längerem eine massive Anti-Kampagne fährt. Kein SP-Politiker, auch wenn er noch so wilde Verrenkungen vollbringen muss, kann sich jetzt erlauben, Häupl zu widersprechen. Kein Kanzler Faymann, kein Klubobmann Cap und nicht einmal Minister Darabos, der gemessen an seiner Aussage sofort zurücktreten müsste.

Häupl ist sich des Wiener Boulevards sicher und wohl auch der Meinung am Wirtshaustisch. „Weg mit der Wehrpflicht“ – das klingt griffig. Über die Alternative, ein Berufsheer und die drohende Kostenexplosion, muss ja nicht ausgerechnet vor der Wahl geredet werden.

Es ist die SPÖ, die einen besonderen Hang hat, das sonst eher ungeliebte Thema Bundesheer bei Wahlen aus dem Hut zu zaubern. Bruno Kreisky gewann mit dem Slogan „Sechs Monate sind genug“ schon vor vier Jahrzehnten eine Wahl, die SPÖ-Chefs Viktor Klima (der ein Berufsheer wollte) und Alfred Gusenbauer (ihm waren fünf Monate Wehrdienst genug) konnten da schon weniger abräumen.

Über die Zukunft des Bundesheeres sollte tatsächlich viel heftiger diskutiert werden. Aber dann auch über die vielfach völlig veraltete und katastrophale Ausstattung und darüber, ob das Heer im jetzigen Zustand überhaupt einsatzfähig wäre. Aber damit ist politisch kein Blumentopf zu gewinnen, geschweige denn irgendwelche Wahlen.


    http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Meinung/1395138-39/heer-erneut-wahlkampfgag--der-spö.csp

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Re: Krone: ÖVP entwirft "Wehrpflicht NEU"

Beitrag von theoderich » 08. Okt 2010, 11:27

Berufsheer: Für Faymann ist der Umstieg nur noch eine Kostenfrage

Trotz Widerspruchs in den eigenen Reihen bezeichnete Faymann ein Berufsheer gestern als „gute Variante“.

Voraussetzung für die damit einhergehende Abschaffung der Wehrpflicht sei, dass diese Profiarmee nicht wesentlich mehr koste und wie bisher alle Aufgaben bis zum Zivil- und Katastrophenschutz erfülle.

Deshalb will Faymann die Vorlage der von Verteidigungsminister Norbert Darabos (SP) zu entwickelnden Varianten abwarten. Wenn diese auf dem Tisch liegen, „warum soll man nicht die Leute fragen“, hielt sich der Kanzler auch den Weg zur Volksbefragung offen. Die Grünen als Gegner der Wehrpflicht wollen diese im Herbst 2011. In der ÖVP herrscht weiter Skepsis über die Debatte. Der Zeitpunkt dafür sei „unpassend“, sagte Tirols Landeshauptmann, Ex-Verteidigungsminister Günther Platter.



Das Heer darf nicht mehr kosten, ist jetzt schon finanziell in katastrophalem Zustand, aber jährliche Milliardensubventionen für die Parteiklientel sind drin? Harald Pöcher hat im "Soldat" wieder eine gute Analyse zum Thema "Berufsheer" publiziert, die ich im Thread "Nur noch 6.500 einsatzfähige Soldaten" untergebracht habe:


Aus seiner Rechnung ergeben sich ca. 580 Mio. Euro für Investitionen, 840 Mio. Euro für den Personalaufwand und nochmals 580 Mio. für den Betrieb. Das Heer würde 12000 Soldaten und ca. 2600 Zivilbedienstete umfassen. Der jährliche Bedarf an Freiwilligenmeldungen würde 1680 Personen betragen, 80 davon für Offiziersausbildung und 400 für Unteroffiziersausbildung.

Wehrpflicht: Fischer weiter gegen Abschaffung

„Ich ändere meine Meinung nur, wenn nach einer Diskussion Fakten auf dem Tisch liegen“, gab es auch einen Seitenhieb auf den Wiener Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ), der wenige Tage vor der Wahl für eine Volksabstimmung zur Wehrpflicht eintritt.

Gewerkschaft klagt über fehlende Lobby
Unter den Bediensteten des Bundesheeres sorgt die laufende Debatte unterdessen für „große Betroffenheit und Verwirrung“. Das sagte SPÖ-Bundesheergewerkschafter Friedrich Bauer im Gespräch mit der APA.

Die Gewerkschaft habe nichts gegen eine offene Diskussion und eine Abstimmung über die künftige Ausrichtung des Bundesheeres. Man befürchte aber, dass eher die Gegner des Militärs zur Abstimmung gebracht werden, da gewisse Medien Stimmung machen. Das sei „wie Gehirnwäsche“, kritisierte Bauer. Auf der anderen Seite habe man selbst keine Lobby.



Fischer gegen Abschaffung: "Sorgfältig überlegen"

SP-Gewerkschaft kritisiert "Gehirnwäsche"

Unter den Bedienstete sorgt die Debatte über das Bundesheer für "große Betroffenheit und Verwirrung". Das sagte SPÖ-Bundesheergewerkschafter Friedrich Bauer im Gespräch mit der APA am Freitag. Er beklagte auch, dass das Bundesheer bei Katastropheneinsätzen von allen bejubelt werde, aber ansonsten keine Lobby habe. Man sei zwar diese Diskussion, wie sie jetzt vor der Wien-Wahl wieder ausgebrochen ist, schon gewohnt, dennoch überrasche der Zeitpunkt "ein bisschen".

Die Gewerkschaft hätte nichts gegen eine offene Diskussion und eine Abstimmung über die künftige Ausrichtung des Bundesheeres. Man befürchte aber, dass eher die Gegner des Militärs zur Abstimmung gebracht werden, da gewisse Medien Stimmung machen, das sei "wie Gehirnwäsche", kritisierte Bauer. Auf der anderen Seite habe man selbst keine Lobby. Der Personalvertreter plädierte dafür, die Diskussion abseits von Wahlen und ohne Emotion zu führen. Er glaubt auch, dass wenn die Bevölkerung besser informiert werden würde, eine Abstimmung über die Wehrpflicht besser ausschauen würde.

Einsatzgebiet Naturkatastrophen

Bauer erklärt den Wehrdienst mit einer Metapher: "Ich betrachte das als Versicherung. Jeder, der ein Haus hat, hat auch ein Dach. Darüber hat er aber auch eine Versicherung. Die braucht er vielleicht 40 Jahre nicht, vielleicht auch gar nicht, aber er ist versichert." Auch wenn es aktuell keine Bedrohung gebe, könne sich das in Zukunft ändern.

Außerdem nehmen die Naturkatastrophen zu, gab Bauer zu bedenken. Mit den Grundwehrdienern habe man in solchen Fällen 26.000 Hände, die sofort zur Verfügung stehen. Ohne Wehrdiener müsste hingegen bei mehren gleichzeitigen Katastrophen jemand "halt warten". Bauer nannte noch ein weiteres Beispiel: Wenn in Wien im Falle einer Terrorbedrohung die U-Bahn-Schächte gesichert werden müssten, würde die Polizei dafür nicht ausreichen.

Bundesheer würde "vergreisen"

Wichtig sei der Grundwehrdienst auch aus anderen Gründen. Ohne Rekruten würde das Bundesheer "vergreisen", auch mit der Rekrutierung von Berufssoldaten gebe es Probleme. Auch die Kritik, dass Wehrdiener nur als Systemerhalter herhalten müssen, rückte Bauer zurecht. Müsste man ohne Rekruten das System erhalten, würde der Personalbedarf "explodieren". "Denn ich brauche auch bei 25.000 statt 50.000 Mann eine Küche und eine Werkstatt." Bauer geht davon aus, dass ein Berufsheer fünf Mrd. Euro kosten würde und bezweifelt, dass Österreich sich das "leisten wird wollen".

Angesichts dessen, dass auf das ohnehin nicht besonders üppig ausgestattete Bundesheer ein Sparbudget zukommt und Personal abgebaut werden muss, und nun die Diskussion, "ob ja oder nein überhaupt", sei die "Betroffenheit und Verwirrung" unter den Bediensteten groß, so Bauer. Vor allem weibliche Zivilbedienstete befürchten, "als erstes auf der Straße zu stehen". (APA)



Her mit dem neuen Heer

Diesmal gibt es gleich mehrere gute Gründe, die lautstark dagegensprechen. Rund um Österreich wird auf Berufsarmeen umgerüstet. Die Debatte um die Neutralität ist mehr als überfällig. Der Leidensdruck im "zerbröselnden Bundesheer" (Ex-Heeressektionschef Erich Reiter) wird bald unbeherrschbar. Und wer sich außerhalb des politischen Bermudadreiecks Ballhausplatz, Rathausplatz und Parlament umhört, stellt fest: Die Erwartungshaltung, die der mächtigste aller SPÖ-Parteichefs geweckt hat, ist groß. Eine ganze Generation von Jugendlichen, Eltern und Großeltern will wissen, welcher Jahrgang sich als Erster die sechs Monate Präsenzdienst ersparen kann.

Die Geister, die Häupl vor der Wahl rief, wird Werner Faymann nach der Wahl nicht mehr los.



Kein Kommentar.

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Re: Krone: ÖVP entwirft "Wehrpflicht NEU"

Beitrag von theoderich » 10. Okt 2010, 17:44

Ein klares "Ja" zum Bundesheer

Wir brauchen das Bundesheer." Der "vom Wiener Bürgermeister zu Wahlkampfzwecken" losgetretenen Diskussion über die Wehrpflicht erteilte der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler bei den gestrigen Abstimmungsgedenkfeiern eine klare Absage. Das Bundesheer sei für Friedenseinsätze, Katastrophenhilfe und als Bestandteil des öffentlichen Lebens unverzichtbar. Ebenso unverzichtbar sei der Zivildienst. Außerdem "schadet es niemandem, sechs Monate dem Staat zu dienen", sagte Dörfler



Im "News" wurde auch ein Kommentar veröffentlicht - von demselben Journalisten, der vor gut einem Jahr quasi eine Kollektivbeleidigung des österreichischen Generalstabs publiziert hat:

Bitte nicht wieder ein Reförmchen

Die Fakten: „Ostaggressor“ gibt es keinen mehr, die Grenzsicherung ist in Wahrheit Aufgabe des Innenministeriums, und für den Katastrophenschutz braucht es keine Wehrpflicht. Wenn, dann brauchen wir die (günstigen) Zivildiener zur Aufrechterhaltung des Gesundheits- und des Pflegesystems. Umgekehrt gilt: Die Wehrpflicht garantiert einen halbwegs repräsentativen Querschnitt von verantwortungsvollen Bürgern in der Armee. Bei einem Berufsheer ist das mitunter anders: Spanien musste den Mindestintelligenzquotienten für Bewerber auf 70 reduzieren, um ausreichend Personal zu akquirieren. Und dann wäre da noch der Kostenfaktor: Selbst ein deutlich kleineres Berufsheer wäre teurer als die Wehrpflicht.

Es gilt daher, gut abzuwägen – und eine „österreichische Lösung“ zu verhindern: ein unterfinanziertes Berufsheer voller Soldaten mit zweifelhaftem Auffassungsvermögen. Denn das kann niemand wollen.



Jaja ... "für den Katastrophenschutz braucht es keine Wehrpflicht" - als ob sich für solche Anlässe tausende Freiwillige sofort melden würden ...


KURIER-Serie: Das neue Heer


Nach diesen unmöglichen Kommentaren des Herrn Rabl bin ich, ehrlich gesagt, mehr als positiv überrascht! Und der historische Artikel über die Wehrpflicht ist ebenfalls sehr interessant.

Schande für die SPÖ, Schaden für das Heer


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Re: Krone: ÖVP entwirft "Wehrpflicht NEU"

Beitrag von theoderich » 11. Okt 2010, 12:00

Zumindest etwas "gutes" hat diese Debatte: Die SPÖ hat es geschafft, einen ihrer bedeutendsten politischen Berater zu verlieren:

Die Stunde der Unzuständigen: Wien soll für das Berufsheer zahlen

Ein Verlierer der Wiener Wahl stand bereits lange vor Michael Häupl fest: Sein international bekannter Politikberater Stanley Greenberg. Die Wehrpflicht-Volksbefragungs-Coup Häupls hat ihn sicher ins wunschlose Unglück gestürzt. Von Wahlkämpfen auf Kosten einer Armee hält der Amerikaner nämlich gar nichts.

Als vor vier Jahren die SPÖ-Truppe rund um Alfred Gusenbauer nämlich bei der Nationalratswahl mit einem Aus für die Wehrpflicht versuchen wollte, zu retten, was nach dem Bawag-Skandal noch zu retten war, soll Greenberg dringend davon abgeraten haben. Gusenbauer fehlte offenbar die politische Pratze und ideologische Unverfrorenheit eines Michael Häupl, der mit der Kombination von Populismus & „Kronen Zeitung“ seine absolute Mehrheit retten wollte


Noch stärker ist das neue Schema aber nun bei Michael Häupl zu erkennen gewesen. Was nämlich die Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht mit der Bundeshauptstadt zu tun hat, und wieso der Wiener Bürgermeister auch nur einen Deut von Zuständigkeit für die Sicherheitspolitik der Republik haben soll, war in der ganzen aufgeregten Diskussion keine Sekunde lang zu erkennen. Zur willkommenen Ablenkung von der hohen Verschuldung Wiens und den geringen Anstrengungen in der Integrationspolitik taugte sie aber jedenfalls.

Auffallend bei dieser Politik à la Pröll & Häupl ist, dass sie sich bei den Konsequenzen für unzuständig erklären: Der Bund soll für alles das Geld aufbringen. Für die Lehrer wie für ein um vieles teurere Berufsheer.

Das Licht, hinter das Häupl hier die Wähler des Boulevards auch mithilfe sogenannter Experten geführt hat, könnte greller nicht sein. Mit einem Berufsheer von 15.000 Mann lässt sich die Neutralität ehrlicherweise nicht aufrechterhalten. Also wäre ein Gesetz zu ihrer Abschaffung notwendig, das dann zwingend einer Volksabstimmung unterzogen werden müsste, weil es eine der wesentlichsten Veränderungen der Bundesverfassung der Zweiten Republik wäre.

Es könnte also durchaus die Situation entstehen, dass sich die Österreicher in einer Volksbefragung für die Abschaffung der Wehrpflicht, in einer Volksabstimmung aber gegen die Abschaffung der Neutralität aussprechen. Dann müsste die Bundesregierung ungefähr so viel Geld für die Landesverteidigung ausgeben wie die Schweiz. Die Wiener Landesregierung wird sicher die erste sein, die sich bereit erklärt, dieses Geld auf Kosten Wiens aufzubringen. Nicht wahr?



Streit um die Wehrpflicht Der Titel ist falsch.


Und das "Profil" führt seine Kampagne gegen die Wehrpflicht fort, auch wenn Peter Michael Lingens hier eine "ruhmvolle Ausnahme" darstellt - er hat immerhin letzte Woche etliche Argumente FÜR die Beibehaltung der Wehrpflicht in einem Kommentar zusammengefasst:

    „Mein“ Berufsheer

    Wenn das Berufsheer insgesamt den Ruf einer hoch­professionellen Elitetruppe besitzt, dann werden genügend „Zivilisten“ stolz darauf sein, dort im Rang von Re­serve(unter)-offizieren zu stehen. Und natürlich kann man auch per Gesetz sicherstellen, dass ihr ziviler Dienstgeber sie für die nötigen Übungen freistellen muss. Er wird darüber, wenn es eine akzeptable finanzielle Regelung gibt, auch nicht wütend sein, sondern es im Gegenteil zu schätzen lernen, dass sein Mitarbeiter Führungsqualitäten trainiert und logistische Kenntnisse erwirbt.


    Interessante Idee, nur: Woher sollen die Mannschaften für ein Berufsheer kommen, wenn es keinen Wehrdienst mehr gibt? Wer auch immer sich für ein Berufsheer meldet, wird Karriereziele haben - höherer Dienstgrad, mehr Gehalt, etc. Die Mannschaften bleiben zwangsläufig auf der Strecke, wenn sich nicht genug Freiwillige melden. Die Systemerhalter könnte man vielleicht "auslagern", aber das kommt dann wirklich teuer, wenn sie marktkonform bezahlt werden sollen. Außerdem müssten die Medien und die Politik endlich aufhören, das Bundesheer als Prügelknaben für sämtliche Probleme zu missbrauchen - sobald es ein Berufsheer gibt, wird logischerweise der Ruf nach der Abschaffung desselben laut werden. Und der Rückhalt in der Bevölkerung wird wohl auch nicht der beste sein.

    Vor allem aber könnte ein Berufsheer selbst zu einer Spitzen-Ausbildungsstätte für die verschiedensten zivilen Berufe – vom Mechaniker über den Bautechniker bis zum Brunnengräber – werden. Es wäre sowieso unsinnig, wenn die Berufssoldaten Jahre hindurch den ganzen Tag „Sprung, vorwärts, decken“ übten. Vielmehr sollten sie nach einer militärischen Ausbildung durchwegs eine hochwertige Fachausbildung erhalten, die es ihnen darüber hinaus, wenn sie irgendwann für den Kampfeinsatz zu alt sind, ermöglicht, erfolgreich ins Zivilleben zurückzukehren.


    Solche Ausbildungen ("Brunnengräber" - was soll das für ein Beruf sein???) bekommt man jetzt schon beim Heer, dafür braucht es keine Änderung des Wehrsystems.



Außerdem bietet das Heer jährlich Dutzende Kurse für Milizangehörige an - das Problem dabei ist nur, überhaupt in den Kurs zu kommen und wahrscheinlich auch die teilweisen Zugangsbeschränkungen (manche Kurse, die wohl auch für Grundwehrdiener mit Unteroffiziersdienstgrad interessant wären, sind aussschließlich für Offiziersanwärter und Offiziere zugelassen.).

stg76
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Re: Krone: ÖVP entwirft "Wehrpflicht NEU"

Beitrag von stg76 » 11. Okt 2010, 16:16

Also eines steht bei all dem Hin und Her fest: mehr Geld wirds nicht spielen, damit sollte sich das Heer abfinden, egal ob Wehrpflicht oder Berufsheer. Die Frage, woher das Personal rekrutiert werden soll, lässt sich relativ leicht ähnlich "grossen" Ländern ermessen, die bereits die Wehrpflicht ad acta gelegt haben. Obs gut oder schlecht ist, steht auf einem anderen Blatt.

Was ich bei der öffentlichen Diskussion vermisse, ist die Definition der Mannstärke. Da wird von 15 Tsd Mann/Frau gesprochen, aber was sind die? Wirklich Combatfähige Einheiten? Systemerhalter und Kraftfahrer? Wieviel sinds jetzt (und zwar ehrlich), was ist das Ziel?

Gemäss österreichischem Wunschdenken wird das Ziel vermutlich sein, unzählige Pioniere und San zu betreiben, damit Österreich im Bedarfsfall sich die Finger nicht schmutzig - sprich Soldaten in echten Kampfeinsatz zu schicken - machen braucht. Diese Rolle wird nämlich so kommuniziert, wenn auch blumiger.

*sarkasmus an*
Meines Erachtens nach, ist die Umstellung auf ein Berufsheer nicht aufzuhalten, jedoch auf österreichische Art und Weise: mit weniger Finanzmitteln, plan- und willenlosem Herumprobieren, gewaltigem Overhead und weiterhin schlechtem Ruf innerhalb der Bevölkerung (ausser es sind gerade Sandsäcke aufzuschlichten oder Borkenkäferbäume rauszufliegen). Und damit der Nachschub an billigen Zivildienern nicht abreisst, gibts ein verpflichtendes Sozialhalbjahr. Zivildienst ist nämlich per Definition "gut", weil nicht mit gefährlichen Feuerstöcken und Explodiereiern hantiert wird. Folglich ist das KEIN Diebstahl an Lebenszeit der armen jungen Burschen, die ja doch nur dem Arbeitsmarkt abhanden gehen, ja gerade, dass sie nicht für immer verloren sind.
*sarkasmus aus*

OT: Brunnengräber ist ein Beruf wie jeder andere, nicht schlecht bezahlt obendrein. Zumindest legt man Länge mal Breite Euros ab, wenn man sich einen Brunnen schlagen lässt

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Re: Krone: ÖVP entwirft "Wehrpflicht NEU"

Beitrag von theoderich » 11. Okt 2010, 19:01

Berufsheer hätte weitreichende Konsequenzen


Das typische "Hilfe, uns würden die Zivildiener fehlen" - Gejammere ... Aber die Konsequenzen für das Bundesheer sind den Medien völlig egal. Da druckt man lieber unreflektiert Kommentare von den drei "Oberexperten" Reiter, Pilz und Karner ab, ohne sich mit der Thematik objektiv auseinanderzusetzen.

P.S.: Mein Kommentar mit dem "Brunnengräber" war leicht ironisch gemeint.

P.P.S.: Das große Problem ist: Österreich hat keine ernsthafte Strategie bei seiner Verteidigungspolitik. Man verfolgt keine sicherheitspolitischen Ziele, sondern nimmt sich eine "Wischi-waschi - Sicherheitspolitik" vor, die mit dem zur Verfügung stehenden Budget nicht gewährleistet werden kann und hat dann wieder Grund für irgendeine "Strukturanpassung", die alle Probleme nur noch verschlimmert.
Den Wähler kümmert es ja nicht, was mit dem Bundesheer passiert - der kennt es ja nur von Zeitungsberichten über "kriegerische" Auslandseinsätze mit "Rambo-Soldaten", als Sandsackschlepper von Hochwassern, als Hilfssherrifs im Burgenland, vom Grundwehrdienst mit jeder Menge Negativerfahrngen oder als lächerliche und sinnlose Truppe von Dauerbesoffenen, wie es teils von den Medien verbreitet wird (Abgesehen von diversen Leistungsschauen, die von der Bevölkerung regelmäßig gestürmt werden. Dort wird dann eben wieder gesudert, was wir doch für veraltetes Gerät haben und wenn es doch modernes Material gibt, wie wenig wir davon zur Verfügung haben. Dass das alles Geld kostet, wird freilich ausgeblendet.). Vor allem wenn es seit 20 Jahren keinen Konflikt an den österreichischen Grenzen gegeben hat, ist es logisch, dass die Sinnhaftigkeit eines Militärs hinterfragt wird. Und wenn man mit dem Satz kommt: "Was wäre wenn ..." wird argumentiert, dass Österreich dann sowieso chancenlos wäre, deshalb brauche man kein Militär. Ganz egal wie ... die Argumentation wird immer so ausgerichtet, dass "eh alles sinnlos ist". Dazu kommen noch negative Erfahrungen aus dem Grundwehrdienst, der irgendwann zwischen 1955 und 1995 absolviert wurde und mit der Gegenwart eher wenig zu tun hat.
Nur komisch, dass man das von anderen Organisationen nicht behauptet: Mir ist von der Feuerwehr noch nie geholfen worden - es gab zum Glück nie Anlass dazu - trotzdem bin ich nicht der Meinung, sie wäre sinnlos und sollte deshalb abgeschafft werden.
Zuletzt geändert von theoderich am 12. Okt 2010, 12:28, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Krone: ÖVP entwirft "Wehrpflicht NEU"

Beitrag von theoderich » 12. Okt 2010, 11:50

Wehrpflicht: Experten für rasche Entscheidung

In Graz tagen am Dienstag und Mittwoch 300 Bundesheer-Führungskräfte. Montagabend wogen Experten in der Radio Steiermark-Sendung "Impulse" Für und Wider von Wehrpflicht und Berufsheer gegeneinander ab.

Offiziell lautet das Thema der Tagung "Innovationen im Dienstbetrieb", Thema ist aber sicher auch die mögliche Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht.

"Bundesheer hat kein Geld mehr"
Die Kritik kommt jedenfalls von innen und von außen. Der Heeresexperte Erich Reiter beschreibt das so: "Dieses Bundesheer hat kein Geld mehr, das Bundesheer will seine letzte Ausrüstung einmotten, es kann die Ausbildung nicht mehr stattfinden."

"Verteidigungsbudget blamabel"
Über die Ursachen dieser Mängel sind sich die Experten einig. Der Zeithistoriker Helmut Konrad diagnostiziert für alle: "Das Verteidigungsbudget ist im europäischen Maßstab blamabel, es ist am unteren Ende."


"Ohne Wehrpflicht keine Milizsoldaten"
Anders argumentiert der Obmann des steir. Milizverbandes, Harald Korschelt: Ohne Wehrpflichtige gebe es keine Milizsoldaten, ohne Milizsoldaten aber auch viel weniger Know how beim Heer.

"Das Positive am Milizsystem ist natürlich, dass man viele privat erlernte Fähigkeiten dem Militär sozusagen kostenlos zur Verfügung stellen kann", so Korschelt.

Sicherheitsstrategie entscheidend
Alle drei Experten sagen, die Frage der Neupositionierung des Heeres müsse von der Politik nicht nur rasch getroffen, sondern auch in die neue Sicherheitsstrategie Österreichs eingebunden werden, die bis Ende des Jahres vom Verteidigungsministerium gemeinsam mit dem Innen- und Justizministerium erarbeitet wird. Der Zeithistoriker Helmut Konrad mahnt, dabei das europäische Umfeld miteinzubeziehen.



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Re: Krone: ÖVP entwirft "Wehrpflicht NEU"

Beitrag von theoderich » 12. Okt 2010, 22:38

Bundesheer-Spitze tagt in Graz

"Das ist eine lange geplante Konferenz des Streitkräfteführungskommandos, die nicht aufgrund von irgendwelchen Thematiken einberufen wurde" , stellt Major Edgar Strasser im Gespräch mit dem Standard fest. Es gehe bei dieser Tagung "etwa um "Informationsweitergabe, Wertschätzung, Innovationen im Dienstbetrieb und Verbesserungen im Soldatenalltag" . Jedenfalls seien weder die Abschaffung der Wehrpflicht, noch die Einführung eines Berufsheeres in Österreich "auf unserer sehr straffen Agenda vorgesehen" .

Auf die Frage, ob es nicht wahrscheinlich sei, dass 300 führende Militärangehörige bei dieser Gelegenheit auch darüber reden würden, räumt Strasser ein: "Vielleicht ist es ein Thema in Pausengesprächen."


"Ich glaube, jetzt wird dieses Thema schon wirklich ernsthaft diskutiert" , meint hingegen Helmut Konrad, ehemaliger Rektor der Uni Graz, Zeithistoriker und langjähriger Gegner der Wehrpflicht, zum Standard. Schließlich gehe es auch "um eine europäische Perspektive. Man muss sich einmal genau anschauen, für welche Einsätze - zum Beispiel im Katastrophenfall - wir das Heer wirklich brauchen, und welches Gerät dazu nötig ist."

Teure Ausbildung "für nix"

Man müsse überlegen, "was es jedes Jahr kostet, dass zehntausende junge Männern für nix ausgebildet werden" . Konrad betont aber auch, dass das Rote Kreuz und andere Organisationen ohne die im selben Gesetz geregelten 13.000 Zivildiener zusammenbrechen würde: "Deswegen wird man das alles nicht bis 1.1. 2011 erledigen können. Das braucht Zeit."

Auch um die Diskussion über die Neutralität Österreichs, die "nur mehr ein Fetisch" sei, werde man bei dieser Gelegenheit nicht mehr umher kommen, ist der Historiker sich sicher. (Colette M. Schmidt, DER STANDARD, Printausgabe, 13.10.2010)



Ein kleines Berufsheer wäre sinnlos

Ein Berufsheer mit nur 4000 Mann wäre der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein, nämlich reine Geldverschwendung. Für die Erfüllung der militärischen Aufgaben laut Wehrgesetz sind mindestens 20.000 Soldatinnen und Soldaten plus Miliz notwendig.

Wenn dauerhaft Konfliktparteien fehlen und keine konkrete Kriegsgefahr besteht, wird die immerwährende Neutralität eigentlich überflüssig. Dann könnte man das Bundesheer abschaffen und dafür die Feuerwehr sowie andere Zivilschutzorganisationen stärken. Außerdem könnte sich Österreich als EU-Mitglied auf die Solidaritätsgarantie eines Bündnisses verlassen und wäre sicherheitspolitisch aus dem Schneider, ohne selbst einen Beitrag zu leisten.

Kurt Gärtner 4600 Wels



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Re: Krone: ÖVP entwirft "Wehrpflicht NEU"

Beitrag von theoderich » 15. Okt 2010, 09:07

Robben für das Vaterland


Einer der wenigen Artikel ohne voreingefasste Meinung.

Interessant ist, dass gerade jene Gruppierungen, die jahrzehntelang den Zivildienst behindert, benachteiligt und sogar in die Nähe von Vaterlandsverräter gerückt haben, jetzt als Argument pro Wehrpflicht vorbringen: „dann gibt’s ja keinen Zivildienst mehr“.

Leopold Kreindl,

Linz



Auch eine Möglichkeit den Grundwehrdienst durch den Dreck zu ziehen (In durchwegs primitivstem Tonfall.):

Wie man im Heer zum richtigen Mann wird


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Re: Krone: ÖVP entwirft "Wehrpflicht NEU"

Beitrag von theoderich » 18. Okt 2010, 19:37


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