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BeitragVerfasst: 20. Nov 2012, 19:31 

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Es sind etliche vom BMLV unterstützte Cyberdefence-Projekte dazugekommen:



___________________________________________


DeepSec 2012 Showcase: Cuteforce Analyzer (13. November 2012)

Bild
Zitat:
This is how the mini cluster looks like.


Zitat:
The University of Applied Sciences Upper Austria will be showing the Cuteforce Analyzer at DeepSec 2012. This beast is a massively parallel computing cluster for cryptographic applications. The goals of this project was to develop a cluster framework and to evaluate suitable hardware. The cluster itself utilises two different types of co-processors, namely the well-known graphics processing units (GPUs) also used in super-computing, and field-programmable gate arrays (FPGAs). Both types of processors have their strength and weaknesses, both depending on the algorithm being executed on the hardware. The cluster framework connects both hardware platforms, and assigns computing tasks according to the advantages of the co-processor. Thus you get to use all the advantages; in addition the framework software makes sure that you can use the different hardware processors as a whole.



Zuletzt geändert von theoderich am 03. Sep 2013, 00:23, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 04. Feb 2013, 08:41 

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Newsletter. Die Mitarbeiterinformation der Heereslogistikschule. Ausgabe Nr. 1/13 hat geschrieben:
WIE GEHT ES WEITER MIT DEM PROJEKT KIRAS?

Feldversuche

Die praktische Umsetzbarkeit hängt vom Forschungsfortschritt ab, der von der internationalen Entwicklung vorangetrieben wird. Es ist positiv, dass das Österreichische Bundesheer eingeladen wurde, an diesem Forschungsprojekt mitzuwirken. Die aktive Mitarbeit erfolgt durch das ARWT und die Heereslogistikschule, Institut Kraftfahrwesen.

Das Projekt wurde am 27. Jänner 2011 gestartet. Es werden laufend Projekttreffen bei den Beteiligten des Forschungsprojektes an wechselnden Standorten durchgeführt. Das voraussichtliche Ende des Projektes ist im Jahr 2013. Ein weiteres Projekt, das daran anknüpft, ist bereits unter der Bezeichnung „RelCon“ in Planung.

Die bisher im Rahmen von SafeCon entwickelten Algorithmen sind nach einem ersten Versuch am TÜPl Allentsteig durch eine zweite Messfahrt mittels eines Versuchsfahrzeuges verifiziert worden. Zwischenzeitlich wurden durch AeroSpyGmbH in Linz-Hörsching Versuche zur Konvoiführung mit einem Fahrzeug durchgeführt. In weiterer Folge ist geplant, dass das Spitzenfahrzeug entscheiden kann, ob eine Ausweichroute gewählt wird oder ob das Hindernis unüberwindbar ist.

Ausblick

Für ein weiteres Forschungsprojekt wird als Ziel eine Kolonnenfahrt mittels elektronischer Deichsel durch Datenübertragung von Fahrzeug zu Fahrzeug angepeilt, wobei ein bemanntes Fahrzeug innerhalb der Kolonne als Leitfahrzeug mitfährt. Ebenso soll die Kolonnenführung durch einen Operator möglich werden, der das Leitfahrzeug und damit den Konvoi fernsteuern kann.

Im Rahmen von Hilfeleistungen bei Naturkatastrophen sollen die Transportfahrzeuge, wenn es die jeweilige Gefährdungslage zulässt, auch bemannt eingesetzt werden können, da die physische Anwesenheit von Helfern das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung stärkt. Aus diesem Grund werden die Konvoifahrzeuge so konzipiert, dass sie sowohl autonom als auch bemannt betrieben werden können, woraus sich der Begriff semiautonome Konvoiführung ergibt.

Diese Technologie unterstützt Hilfseinsätze in Gebieten mit hoher Gefährdung und ermöglicht Einsätze ohne Verluste von Menschenleben. Es werden zukünftige Rettungsverfahren für Katastropheneinsätze ermöglicht, welche völlig neue Schutz-, Rettungs- und Versorgungsmöglichkeiten im Zivilschutz bieten. Der Bedarf an Lösungen, die optimale Sicherheit bei relativ geringen Kosten bieten, ist in hohem Maße gegeben.

Die Erstellung einer rechtsethischen Studie der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien durch Professor Christian STADLER begleitet dieses Projekt. Es handelt sich bei der zu entwickelnden sicherheitstechnologischen Innovation um ein zentrales Instrument für internationale Friedens- und nationale wie internationale Katastropheneinsätze.

(RgR ADir Ing. Robert Polzer und RgR ADir, Franz Huber, HLogS)


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BeitragVerfasst: 30. Mai 2013, 14:22 

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KIRAS-Fachtagung 22. Mai 2013


_____________________

ZAMG (Hg.): Am Puls des Planeten – zum Nutzen der Menschen. Jahresbericht 2012 (1, März 2013)

Zitat:
Drohnen und Ausbreitungsmodelle für gefährliche Einsätze
Drones and Dispersal Models for Hazardous Deployments

Das 2012 abgeschlossene Projekt „SkyObserver“ (gefördert durch BMVIT, im Sicherheitsforschungsprogramm KIRAS) hatte das Ziel, die Lagedarstellung bei Unfällen mit gefährlichen Stoffen zu optimieren für eine effiziente Koordination und Arbeit der Einsatzkräfte. Unter der Leitung des Austrian Institute of Technology (AIT) wurden unbemannte Flugobjekte mit Sensoren zur Rauchdetektion und Kameras zur Detektion von flüchtenden Personen entwickelt und für ein Brandszenario mit Unterstützung der Berufsfeuerwehr Linz getestet. Die ZAMG lieferte Ausbreitungssimulationen zur Missionsplanung und demonstrierte erweiterte Nutzungsmöglichkeiten in der Kombination von Ausbreitungsmodell und Messdaten aus der Befliegung der Schadstoffwolke.



Zuletzt geändert von theoderich am 13. Nov 2013, 23:45, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 01. Jul 2013, 21:47 

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Zitat:
CuteforceAnalyzer

Im Projekt CuteforceAnalyzer wird ein paralleles Rechnersystem aus spezialisierten Prozessoren für die Implementierung von kryptanalytischen Algorithmen entwickelt.

Für Kryptanalyse geeignete Prozessorplattformen auf Basis Field Programmable Gate Arrays und Grafikprozessoren werden erforscht und implementiert. Bestehende auf diesen Plattformen aufbauende Analysesysteme sollen einfach in den CutforceAnalyzer integriert und darin vernetzt und gemanagt werden können. Neben der einfachen Integration liegt das Hauptaugenmerk dabei auf der effizienten Kommunikation zwischen den Komponenten und dem einfachen Management und Monitoring des Rechnersystems, um die Ressourcen optimal zu nutzen. Der CuteforceAnalyzer wird direkt in die HPC-2008-Rechnerumgebung des BMLVS integriert.

Laufzeit:

1.10.2010 bis 31.12.2012



Zitat:
RealtimeAnalyzer

Ziel des Projektes RealtimeAnalyzer ist die Entwicklung eines Echtzeitanalysesystems für kryptographische Protokollumgebungen.

Dazu wird ein bestehender HPC-Cluster um neue HW/SW-Komponenten erweitert. Ein zusammen mit dem Bedarfsträger entwickeltes, bestehendes Clustermanagementframework wird unter besonderer Berücksichtigung der Echtzeitanforderungen weiterentwickelt und mit Checkpoint-/Restart-Fähigkeit ausgestattet.

Laufzeit:

1.1.2013 bis 31.12.2014



JOANNEUM RESEARCH unterstützt mit Luftbildern die Hochwasserbekämpfung (7. Juni 2013)

Zitat:
In Kooperation mit der Niederösterreichischen Landesregierung, der Feuerwehr NÖ und dem Bundesheer wurden mit der Flugplattform ADAM von JOANNEUM RESEARCH über 7000 Luftbilder der Hochwassergebiete aufgenommen. Dabei entstanden in mehreren Flügen Aufnahmen großer Teile der Donau zwischen Hainburg und Linz. Nach der Georeferenzierung standen die Bilder der Landeswarnzentrale sofort zur Verfügung. Die Bilddaten ermöglichen, direkt über Karten gelegt, die rasche Erstellung eines Lagebildes und somit einen viel schnelleren Einsatz der Feuerwehr und anderen Einsatzkräften.

Die Aufnahmen erfolgten im Rahmen von Tests für das KIRAS Projekt Airwatch.

ADAM (airborne data acquisition and mapping), von JOANNEUM RESEARCH, Institut DIGITAL entwickelt, ist ein flexibles und einfach einsetzbares airborne mapping System zur schnellen und kosteneffizienten Aufnahme von Luftbildern.



Forschungsprojekt microSNIFF

Zitat:
Kurzbeschreibung

Ziel der Entwicklung ist ein Detektorsystem für flüchtige, kritische Substanzen, welches als persönliche Schutzausrüstung von First Respondern dienen soll. Der dazu ausgewählte Technologieansatz unterscheidet sich von konkurrierenden Entwicklungen dadurch, dass ein low-cost Produkt angestrebt wird, welches einerseits tatsächlich für alle potentiell im Einsatz gefährdeten Personen diversester Einsatzkräfte leistbar ist, und andererseits durch seine einfache Handhabung den Schutz auch von nicht speziell geschultem Personen erhöht.

Zu den Substanzen, welche aus Sicht der Bedarfsträger detektiert werden sollen, zählen häufig auftretende toxische Industriematerialien (TIMs), u.a. Kohlenmonoxid(CO), Ammoniak (NH3), Salzsäure (HCl) und Schwefelwasserstoff (H2S), Pestizide, aber auch Kampfstoffe (CWAs) wie Senfgas (S-Lost / HD), Sarin (GB), oder Tränengas (CS). Die Detektion von CWAs (Kampfstoffe) ist explizit auch für die Bedarfsträger der Zivilschutzschule von Interesse. TIMs (toxische Industriematerialien) können in Einrichtungen der Bedarfsträger getestet werden, für Kampfstoffe existieren dazu nur Möglichkeiten im Ausland (Feldtests in Vyskov).

Anhand dieser breiten Palette an Zielsubstanzen (Dual-use Nutzen) können Anwendungsfälle von Gefahrenstoffunfällen bis hin zu Aufgabenstellungen in Formterroristischer Bedrohungsszenarien und Rüstungskontrolle einbezogen werden.

Aufgebaut wird auf ein bei IMA bereits vorhandenes Modul, welches durch einen Halbleitersensor sowie durch elektrochemische Sensorkomponenten erweitert wird. Ein Demonstrator eines derartigen Detektorsystems wird entwickelt, aufgebaut, und von Bedarfsträgern der Zivilschutzschule (BM.I), sowie des BMLVS unter realen Einsatzbedingungen, wie z.B. Übungen und Fortbildungen, getestet und evaluiert.



Zuletzt geändert von theoderich am 03. Aug 2013, 14:47, insgesamt 3-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 16. Jul 2013, 19:32 

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Bild

Zitat:
The company has completed development of its own product, EYE09, through to the series production stage. EYE09 is a RPAS with a mobile ground control station and exemplifies the professional development competence of SG concepts. Series production of this product takes place almost entirely in-house.


Zitat:
Wanted: Direct Customers

Remotely Piloted Air System (RPAS)

Our in-house product, EYE09, has been designed with both civilian and military applications in mind, in particular those demanding mobility and payload flexibility.

The same applies to our mobile ground control station - thanks to its open system it can also be used with other UAS (unmanned aerial systems).



Laut dem RPAS Yearbook 2013 hat die SG Concepts GmbH auch eine weitere Quadcopter-Drohne unter der Bezeichnung Eye11 in Entwicklung:

Zitat:
Country

    Austria

Producer(s) / Developer(s)

    SG Concepts

System Designation

    Eye09

Category

    02 - Mini

Remarks

    Quadricopter, EL

Class

    CC [Civil/Commercial]

Airframe

    RW [Rotary Wing]

Status

    Developed & market ready

Max. Speed (km/h)

    61,2

Endurance (hours)

    0,36

Range (km)

    0,5

MTOW (kg)

    1,5

Payload Capacity (max.)

    0,5


    Die oben angegebene Flugdauer wären knapp 22 Minuten (Die AeroVironment Wasp, mit einem Gewicht von nur 430 g, schafft 45 Minuten, bei einer Reichweite von 5 km. Die Aerie I-2 ILE, mit einem Gewicht von 2 kg und einer Nutzlast von 0,5 kg, hat eine Flugdauer von 1,5 h, bei einer Reichweite von 20 km. Aber etwas wirklich direkt vergleichbares - also eine zusammenklappbare VTOL-Minidrohne - gibt es nur von zwei namhaften Herstellern: die AirRobot AR-100C und die Lockheed Martin Procerus Technologies Indago.):


Zitat:
Country

    Austria

Producer(s) / Developer(s)

    SG Concepts

System Designation

    Eye11

Category

    02-Mini

Remarks

    Quadricopter, EL

Class

    CC [Civil/Commercial]

Airframe

    RW [Rotary Wing]

Status

    Development continuing

Max. Speed (km/h)

    -

Endurance (hours)

    -

Range (km)

    -

MTOW (kg)

    -

Payload Capacity (max.)

    4,5



Zuletzt geändert von theoderich am 03. Okt 2013, 16:21, insgesamt 3-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 27. Jul 2013, 15:55 

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Bild

Bild

    RENEWABLE MOBILE ULTRA LIGHT ENERGY STATION (REMULES)

    Zitat:
    Projektleitung
      Ing. Marco Stipsits
      smart flower energy technology GmbH
      Europastrasse 1
      7540 Güssing

    Auflistung der weiteren Projekt- bzw. Kooperationspartner
      AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Energy Department
      Johanniter-Unfall-Hilfe in Österreich
      Österreichisches Rotes Kreuz, Landesverband Wien
      Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport (BMLVS)
      Joanneum Research, Institut für Wasser Energie und Nachhaltigkeit


______________________________________________


Beobachtungssystem macht Großevents sicherer (17. Juli 2013)

Bild

Bild

Zitat:
Ausgangspunkt bei EVIVA ist eine Beobachtung mit Kameras aus der Vogelperspektive oder zumindest von einem erhöhten Punkt aus. Das kann mittels eines Flugzeugs, eines Hubschraubers oder - sobald die gesetzlichen Bestimmungen dafür reif sind - einer Drohne geschehen. Die Kamera-Bilder werden von einer speziellen Software Bild für Bild untersucht.

Dabei werden Personen anhand ihrer typischen Form, also Kopf und Schultern (wenn man sie von oben betrachtet) definiert, ihre jeweilige Bewegungsrichtung und die Personendichte. Die Aufnahmen werden zudem auf einer Landkarte genau verortet und damit georeferenziert.

Schneller reagieren

In einer Leitzentrale landen all diese Daten optisch klar aufbereitet auf den Bildschirmen der Veranstaltungsorganisatoren und Sicherheitskräfte. Sie sehen verschiedenfärbig eingefärbte Menschenmengen, je nach unterschiedlicher Personendichte. Sie sehen Pfeildiagramme, die Bewegungsrichtung und -geschwindigkeit der Menschenmenge anzeigen.

Potentielle Gefahrenzonen werden automatisch erkannt, das Sicherheitspersonal wird darauf hingewiesen. Die Leitzentrale kann daraufhin Einsatzkräfte zum betreffenden Ort schicken oder Anweisungen geben, Schleusen oder Notausgänge zu öffnen.


Zitat:
Beendet wurde das Projekt im Jänner 2013.


Zitat:
Weiterentwicklung zum Produkt

Das Ergebnis von EVIVA ist ein Prototyp eines Beobachtungs- und Analysesystems, das nun vom IT-Unternehmen Frequentis zu einem Produkt weiterentwickelt werden soll. Christian Flachberger, der Zuständige für Sicherheitsforschung bei Frequentis, meint: "Am Anfang war die Idee: So könnte es funktionieren. Am Ende weiß man: So funktionieren einzelne Teile davon. Aber für ein fertiges Produkt müssen noch weitere Schritte erfolgen."

Etwas, das man bei EVIVA herausfand, ist dass die Parameter Personendichte und Bewegungsrichtung maßgeblich für die Analyse von Menschenmengen bei Großevents sind. Außerdem fand man heraus, dass die automatische Erfassung von Einzelpersonen in der Regel besser funktioniert, je steiler der Winkel auf das Geschehen ist.

Bei Testversuchen arbeitete das System sehr präzise. Die Anzahl von Menschen in einem vordefinierten Gebiet kann vom EVIVA-Prototyp bis auf fünf Prozent genau berechnet werden. Polizeischätzungen weisen üblicherweise eine Abweichung von plus/minus 20 Prozent auf.

Keine Personenidentifizierung

Auf die Frage, ob Personen mittels der EVIVA-Technologie auch identifiziert und verfolgt werden können, antwortet das Projektteam mit klarer Linie. "Es geht darum, Personenströme zu analysieren, nicht darum Leute zu identifizieren", sagt Christian Preischl vom BMI.



Zuletzt geändert von theoderich am 04. Sep 2013, 10:09, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 03. Aug 2013, 14:16 

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Sicherheit bei Großveranstaltungen – Forschungsprojekt EVIVA (VIDEO, Broschüre)



EVIVA - analysiert Luftaufnahmen und verhindert Katastrophen

Zitat:
Das System ermöglicht durch großflächige Aufnahmen aus der Vogelperspektive bei Ereignissen mit großen Menschenansammlungen (z.B. Sportevents oder Musikfestivals) eine umfassende Beobachtung des Bewegungsverhaltens der anwesenden Personen z.B. wieviele Menschen halten sich gerade auf einem Platz auf oder drängen aufgrund eines Vorfalls alle zugleich in eine bestimmte Richtung und lösen damit Panik aus.

Die neue Technologie von EVIVA kann solche kritische Verhaltenssituationen, die leicht zu Massenpaniken führen, frühzeitig erkennen und analysieren und ermöglicht damit rechtzeitiges, lebensrettendes Eingreifen der Sicherheitsorganisationen.

Im Juli fand in Wien im Rahmen eines Pressefrühstücks unter großem Interesse der anwesenden Pressevertreter und Projektpartner die Vorstellung der Projektergebnisse, ein bereits einsetzbarer Prototyp, statt.


Ich frage mich, welches Interesse das BMLV an diesem System hat bzw. ob eine Anschaffung der notwendigen Technologie überhaupt zur Diskussion steht? Es geht um die Analyse großer Menschenmengen - ich vermute mal, dass die LaVAk hier an CRC denkt.


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BeitragVerfasst: 05. Aug 2013, 10:58 

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theoderich hat geschrieben:
Ich frage mich, welches Interesse das BMLV an diesem System hat bzw. ob eine Anschaffung der notwendigen Technologie überhaupt zur Diskussion steht? Es geht um die Analyse großer Menschenmengen - ich vermute mal, dass die LaVAk hier an CRC denkt.



Demos sind auch grosse Menschenansammlungen und das Bewegungsverhalten dort ist umso wichtiger.


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BeitragVerfasst: 02. Sep 2013, 16:15 

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Passt zwar nicht hundertprozentig zu KIRAS, ist aber trotzdem interessant:

    AVISO: Bundesheer und Joanneum Research unterzeichnen Forschungskooperation

    Zitat:
    Am Mittwoch, den 4. September 2013, wird um 10.00 Uhr im Beisein von Bundesminister Gerald Klug eine Forschungskooperation zwischen dem Österreichischen Bundesheer und der Joanneum Research Forschungsgesellschaft GesmbH für fünf Jahre abgeschlossen.

    Dadurch ist eine Intensivierung von nationalen und internationalen Kooperationen bei militärischen und zivilen Forschungsprogrammen gegeben. Cyber Security, Cyber Defence, Aufklärungssysteme und Militärisches Gesundheitswesen sind u.a. Schwerpunkte des Forschungsplans des Bundesheers.


Ich frage mich, um welche "Aufklärungssysteme" es hier gehen könnte? Drohnen? Oder das Projekt "EVIVA"?


EVIVA

Bild


Ich habe außerdem noch ein Sensorbild aus einem Fahrversuch des Projekts SAFECON gefunden:

    Branchenforum 4 | 14:30 - 16:00 Uhr | Saal 7
    Sicherheit und Katastrophenschutz in Singapur und Thailand

      Helmut Leopold | Austrian Institute of Technology

    Bild

    Zitat:
    Safe Supply and Rescue Convoys in Dangerous Areas

      Autonomous driving of trucks using AIT vision stereo sensors (daylight & night vision)



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BeitragVerfasst: 04. Sep 2013, 09:52 

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Bundesheer und Joanneum Research unterzeichnen Forschungskooperation

Zitat:
Die künftige Zusammenarbeit umfasst innovative Entwicklungen in den Bereichen Cyber-Sicherheit, Sensorik zur besseren Erkennung von Gefahren und Fortschritte bei der Informations- und Kommunikationstechnologie sowie im Militärischen Gesundheitswesen. Hier soll etwa durch die Anwendung moderner bioanalytischer Methoden und durch den Einsatz von Nanotechnologie die Früherkennung von neuen Krankheitserregern verbessert werden. Diese Erkenntnisse sollen dann sowohl dem öffentlichen als auch dem militärischen Gesundheitswesen zur Verfügung gestellt werden.

Bei der bisherigen erfolgreichen Kooperation wurden luftgestützte Erkundungs- und Warnsysteme für einen wirksamen Katastrophenschutz entwickelt. Diese kamen nicht nur bei Tests sondern bereits in der Praxis sehr erfolgreich zum Einsatz - etwa beim aktuellen Hochwasser 2013, bei Waldbränden 2012 oder auch bei militärischen Übungen. Ein anderes Projekt wurde zur Erhöhung des Schutzes von Soldaten im Auslandseinsatz durchgeführt. Durch elektronische Maßnahmen kann man nun Sprengstoffanschläge auf Konvois oder große Menschenansammlungen rechtzeitig erkennen, warnen und durch geeignete Roboter sprengen.


"Sprengstoffanschläge [...] durch geeignete Roboter sprengen" - Logik?!? Schade, dass hier - wie zu erwarten - nirgends ins Detail gegangen wird. Ich bin heute Vormittag mit dem Rad zum Sitz der Joanneum Research gefahren und habe gefragt, ob ich mir die Pressekonferenz ansehen kann - das wurde leider abgelehnt.


Weissbuch 2013

Zitat:
Nachstehende Wissensgebiete bzw. Forschungsthemencluster sind in den nächsten Jahren von hoher Relevanz für die weitere Streitkräfteentwicklung:

    • ABC -Abwehr-Fähigkeiten,
    • Ausbildung, einschließlich Simulation,
    • Cyber Security und Cyber Defence,
    • Energie,
    • Fähigkeitenentwicklung im Kampf der verbundenen Waffen,
    • Pooling and Sharing und Rekonstruktion,
    • Foresight und strategisches Lagebild,
    • Führungsinformationssysteme,
    • Lagebilddarstellung auf taktischer Ebene,
    • Aufklärungs- und Überwachungssysteme,
    • logistische Fähigkeiten,
    • Mobilität,
    • Non lethal Capabilities,
    • Non lethal Weapons,
    • Operations Research,
    • Modelling and Simulation,
    • Personalmanagement (einschl. Reintegration von Soldaten ins Zivilleben),
    • Pionierfähigkeiten,
    • Robotics und
    • (semi)autonome Systeme.

Die erforderliche Budgetkonsolidierung wirkte sich auch auf das verfügbare Forschungsbudget aus. Zur Nutzung von Synergieeffekten wurde daher besonderer Wert auf eine verstärkte Beteiligung des Ressorts am zivilen nationalen Sicherheitsforschungsprogramm KIRAS gelegt.



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BeitragVerfasst: 03. Okt 2013, 15:24 

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Wilfried WOEBER / KEFER Martin / KUBINGER Wilfried / SZUEGYL Daniel: Evaluation of Daylight and Thermal Infra-Red based Detection for Platooning Vehicles, in: Annals of DAAAM for 2012 & Proceedings of the 23rd International DAAAM Symposium, Volume 23, No.1 (Wien 2012)

Zitat:
Abstract: The research project “SafeCon” tackles the Problem of the safety in military transport missions. In such missions people can be killed by attacks or natural dangers, for example avalanches. To reduce the number of involved people in transport missions, SafeCon tries to reduce the number of requied personnel by automating each transporter.The aim of SafeCon is the realisation of a semi-autonomous truck convoy. The destruction of one vehicle within the convoy causes financial losses and spares human lives. Further, the vehicles must not be armoured. This reduces both load capacity and costs.

For an autonomous behaviour, each truck must be able to follow the vehicle ahead. Because of that, each vehicle must be able to recognise the leading vehicle. This is realised with a computer visiondetection system. To enable an autonomous behaviour in all weather conditions a thermal infra-red camera system is implemented to detect objects based on their heat signature. Different to other approaches, this paper discusses the implementation of an AdaBoost based detection for thermal infra-red image material.

The evaluation of our approach compares a thermal infra-red and a visible-light detection. Ourexperiments prove that the thermal infra-red detection is comparable with visible-light detection.


Zitat:
2. SYSTEM CONCEPT

The main part of the sensing equipment is a sensor rack which is mounted on the top of the vehicles cockpit. Fig. 1 shows the sensor rack.

Bild

The rack is based on a solid rig made of Robotunits rods (4). All optical sensors are mounted on this rig. The Basler avA1600-50gm RGB camera and the Basler avA1600-50gc greyscale cameras (1) are used to employ the environment by capturing visible light. The Velodyne HDL-32E laser scanner (2) model the environment by multiple distance measurements. For the all-weather detection two FLIR PathFindIR thermal infra-red cameras (3) are implemented.

Bild

As mentioned before, all vehicles within the convoy must be able to follow the vehicle ahead. Therefore, an AdaBoost based computer vision system (CVS) is implemented.The main part of our work is the implementation of an existing AdaBoost algorithm in our CVS and the development of an AdaBoost learning procedure. Further, evaluation software for the detection process was developed.

The CVS analyses the image material and searches for the truck ahead. Based on this image analysis the drift and distance to the leading vehicle can be calculated. Fig. 2 shows the described working principle. The CVS uses a digital description of the vehicle for the detection process which is calculated in a learning process. The digital object description is called classifier. The CVS and the generation of the classifier are described in the following sections.


Zitat:
In this case, the input material is the image material. For an accurate classifier, the input material must cover all possible positions of the truck. This leads to a huge number of input images. This image material is analysed with image features which describes the image content. The result of the image analysis is the base of the learning process [3], [9].

The input images are divided into positive and negative images. The positive images show the truck and the negative images everything else (e.g. background). For an accurate learning process, the position of the truck must be marked within the positive image material. To automate this process a template matching algorithm is implemented. This approach enables an almost fully automated learning process.

3.2 Template matching

The template matching algorithm is used to mark the position of the truck in the positive image material. The template matching algorithm is described in [7]. Simply put, an example image of the truck is stored as a template which is used to find the truck in other images.

Zitat:
Basically the template matching algorithm can be used in the CVS for the detection process. It is very fast and simple. But the template matching algorithm must be initialised manually. Further, because of the template, just a single view of the truck can be detected. Drifts and changes in distance cause the algorithm to fail.


Zitat:
The experiments show that the developed thermal infra-red approach cannot reach the accuracy of the visible light detection. To increase the performance of the thermal infra-red detection, the quality and size of the image material must be enhanced. However, the big advantage of the developed detection system is the all-weather applicability.



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BeitragVerfasst: 10. Okt 2013, 12:08 

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AIRWATCH
Einsatzführung mit Daten aus der Luft (Feuerwehr 7-8(2013)



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BeitragVerfasst: 26. Okt 2013, 21:08 

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Und hier noch eine Reihe von Fotos des REMULES-Prototypen:

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BeitragVerfasst: 09. Nov 2013, 08:04 

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Zitat:
EYE09 - Drohne für den professionellen Einsatz

Flexibel hinsichtlich Nutzlast, kompakt beim Transport und skalierbar - eine Drohne für Blaulichtorganisationen, Gutachter und Film

Die Integration der Anforderungen der Kunden in der Produktentwicklung führte zu einer Lösung mit einzigartigen Features. Die Erfahrung in der Entwicklung und interdisziplinäres Fachwissen ermöglichte es, die Ideen in einem Produkt umzusetzen.

Aus der Überlegung, auch mit einer Drohne im Gepäck jeglichen Einsatzort noch mobil zu erreichen wurde eine klappbare Lösung gesucht. Der typische Einsatzfall der Lagebilderstellung bei der Feuerwehr forderte eine flexible Nutzlast. Hier wird eine Kamera für das sichtbare Licht benötigt, um ein schnelles Lagebild in den ersten 5 Minuten am Einsatzort zu bekommen.

Dem folgt ein Überflug mit einer Wärmebildkamera zum aufspüren von noch nicht entdeckten Glutnestern. Auch das Standard Gasmessgerät der Feuerwehr kann auf der Drohne untergebracht werden um eine 3-dimensionale Messung der Gaskonzentration durchzuführen. Auch die Messung der Ausbreitung radioaktiver Strahlung ist natürlich möglich.

Kein Einsatz darf durch verlorene oder zu Boden gefallene Teile gefährdet sein. Somit wurde die Philosophie, das Gerät ohne jegliche lose Teile zu konstruieren umgesetzt. Von Anfang an wurde die Serientauglichkeit der Entwicklung sowie die Skalierbarkeit für größere Nutzlasten im Auge behalten. Das Powerpack für die Drohne wird auch in der mobilen Bodenstation eingesetzt um Kosten zu sparen.

Das Projekt EYE09 bildet mit dessen patentierten Features und der dafür entwickelten portablen Bodenstation ein professionelles Gesamtsystem, das sich weltweit durch sein kundenfreundliches und gesamtheitliches Konzept vom Mitbewerb abhebt.


Zitat:
Unternehmensprofil

Das 1999 gegründete Einzelunternehmen beschäftigte sich anfangs mit der Entwicklung von Dieselmotoren, insbesonders als Dienstleister für die AVL List GmbH. Mit der 2006 erfolgten Umwandlung in die SG concepts GmbH wurde verstärkt der Bereich Composites (Verbundwerkstoffe) bearbeitet. Speziell für FACC wurden Lösungen im Toolingbereich entwickelt. Nach diversen Composite- und Forschungsprojekten folgte 2009 die Entwicklung des ersten Eigenproduktes, einer Drohne für Überwachungszwecke.

Markterfolge:

Der Verkaufsstart ist für Herbst 2013 geplant. Aufgrund des breiten einsatzbereiches kann nach ersten Schätzungen mit einem Absatz von bis zu 30 Stück pro Jahr gerechnet werden.

Gründungsjahr: 2006

Mitarbeiter 2012: 1


Die Website zu EYE09 hätte eigentlich schon vor fünf Tagen online gehen sollen. Da haben sich offensichtlich Verzögerungen ergeben:

Zitat:
Schön dass Sie uns hier im Web besuchen.
Unser neu gestalteter Onlineauftritt steht ab 4.11.2013 für Sie bereit.
Zwischenzeitlich stehen wir gerne für Ihre Anfragen zur Verfügung.

________________________________________________________________

Nationalfeiertag: Erstmals mobile Photovoltaikanlage präsentiert

Zitat:
Remules ist der Prototyp einer mobilen Photovoltaikanlage, der erstmals von den Johannitern gemeinsam mit dem österreichischen Bundesheer präsentiert und in einer Rekordzeit von 3 Minuten aufgestellt wurde. Die einzigartige Photovoltaikanlage ist für den Einsatz in Katastrophen- und Entwicklungsgebieten konzipiert. Sie wiegt rund 350kg und erbringt eine Spitzenleistung von 2,7 kW bei optimaler Wetterlage. Sie wurde von der Forschungsabteilung der Johanniter in Zusammenarbeit mit smartflower energy GmbH und dem Austrian Institute of Technology entwickelt. Gefördert wird Remules durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie und die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft.



Zuletzt geändert von theoderich am 10. Dez 2013, 21:08, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 12. Nov 2013, 19:31 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
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DER SOLDAT, Nr. 21/2013, 6. November 2013 hat geschrieben:
Forschungsmarkttag 2013

Was bewegt die Abteilung Wissenschaft, Forschung & Entwicklung (WFE9 dazu, einen Markttag abzuhalten? Welche "Waren" oder Dienstleistungen werden dort angeboten oder gehandelt? Diesen Fragen ging der Autor bei der Veranstaltung am 15. Oktober in der Maria-Theresien-Kaserne nach.

Es ging im weitesten Sinn um Umsatz und Gewinn, da die Zielsetzung war, Informationen über aktuelle Forschungsentwicklungen einem breit gestreuten Besucherkreis näherzubringe, die Forschungspartner näher kennenzulernen, den intensiven Austausch mit den Forschern zu pflegen und Forschungsergebnisse zm "Begreifen und Angreifen" bereitzustellen.

"Die Erwartungen waren hoch gesteckt, da es die erste derartige Veranstaltung war. Wir konnten uns nicht sicher sein, ob alle Besucher von der Arbeit unserer Forschungspartner und der Qualität unserer Forschungsprojekte überzeugt werden önnen", führte der Veranstalter, Bgdr Mag. Klemens Hofmeister aus. Und Hofmeister weiter: "das bisherige Feedback zu unserem Markttag gibt uns Recht. Es lohnt sich, Bedarfsträger und Forscher zusammenzubringen."

Breite Angebotspalette

Neben fünf "externen" Marktstandbetreibern (Austrian Institute of Technology, (AIT), Joanneum Research (JR), TU Graz, FH Versuchsanstalt Ferlach und dem FH Technikum Wien) nahmen auch das Amt für Rüstung und Wehrtechnik (ARWT), das Heeresspital (HSP), der Heerespsychologische Dienst (HP), das Heeressportzentrum (HSZ) und nicht zuletzt die Abteilung WFE seitens dem BMLVS/ÖBH die Gelegenheit wahr, ihre "Waren feilzubieten".

Die Partnerinstitute AIT und JR stellten ihre Kernkompetenzen und v.a. jene Bereiche, in denen sie eng mit dem BMLVS/ÖBH zusammenarbeiten, vor. Das ARWT präsentierte SafeCon, ein KIRAS-Projekt zur sicheren Konvoiführung gepanzerter bemannter oder auch unbemannter Plattformen sowie das Projekt der sogenannten Wabenkamine zur Erhöhung der Abhörsicherheit z.B. bei Bluetooth oder WLAN. Die Versuchsanstalt Ferlach stellte gemeinsam mit ARWT, WFE und der Abteilung Strukturplanung Aktivitäten in Richtung nicht letaler Waffen vor. Diese Aktivitäten laufen ebenfalls unter einem KIRAS-Projekt namens "Skill" und finden ihren Niederschlag auch in einer Zusammenarbeit mit Deutschland, der Schweiz und der European Defence Agency (EDA). Dem Infektionsrisiko dem Soldaten im Einsatz ausgesetzt sind, widmeten sich die Mitarbeiter am Stand der HSP. Der HPD verfolgte zwei Forschungsprojekte: einerseits die Optimierung von Trainingsabläufen unter erhöhten G-Belastungen und andererseits die frühzeitige Erkennung von Stress und individuelle Interventionsmöglichkeiten dagegen. Am Stand des HSZ konnten sich Interessierte über militärsportwissenschaftliche Grundlagen zu den Anforderungsprofilen von bspw. Gebirgssoldaten oder Kampfmittelbeseitigern informieren. Die TU Graz präsentierte das AIONAV-Projekt (Autonomous Indoor and Outdoor Navigation), das grafisch und alphanumerisch die Position militärischer Kräfte in Echtzeit zu liefern imstande ist.

Resümee

151 Personen aus 48 Dienststellen des Bundesheeres und des BMLVS besuchten den Markttag und ließen sich umfassen informieren. Das Feedback war überwiegend positiv und brachte eine Vielzahl von Anregungen, die die Veranstalter in möglichen Fortsetzungen berücksichtigen werden.

Bgdr Hofmeister wagte abschließend einen Blick in die Zukunft: "Sicher ist, dass es einen Forschungsmarkttag 2014 geben wird - unter Anwendung aller Erfahrungen und Lehren, die wir aus dem heutigen Tag gewonnen haben. 2014 werden die so genannten Geistes- und Sozialwissenschaften zum Zug kommen, der Fokus wird dann icht so sehr auf den naturwissenschaftlichen-technischen Bereichen liegen."

Obst Karl-Heinz Leitner
Chefredakteur



RelCon – Sichere Kontrolle autonomer Fahrzeuge

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SafeCon - Sichere semi-autonome Konvoiführung

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SkyObserver

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Zitat:
Ziel des Projektes SkyObserver war daher die Erforschung von neuen Methoden zur schnelleren und umfassenden Erfassung einer Gefahren- und Schadenslage, durch die die Gefährdung für Einsatzkräfte reduziert werden kann und die zudem kostengünstiger sind. Zur Veranschaulichung wurde das Referenzszenario „Chemieunfall mit Austritt toxischer Gase“ gewählt, da es alle im Projekt behandelten Aspekte beinhaltet.

Die Hauptaufgaben im Projekt SkyObserver waren die Schadstoffmessung, Erstellung eines Lagebilds sowie die Detektion von Personen mittels unbemannter Fluggeräte:

    Schadstoffmessung: Für die Prognose der Ausbreitung der toxischen Gaswolke muss dem Ausbreitungsmodell die Freisetzungsart und Freisetzungsrate vorgegeben werden. Laufende Messwerte der Schadstoffkonzentration ermöglichen eine realistische Prognose der Ausbreitung der Gaswolke. Je früher diese Messwerte zur Verfügung stehen, desto rascher liegt der Einsatzleitung eine abgesicherte Prognose vor. Dazu wird ein mit Schadstoffsensoren ausgestatteter Schwarm autonomer Fluggeräte eingesetzt. Dieser fliegt das betroffene Gebiet autonom ab und übermittelt die gemessene Schadstoffkonzentration an die Bodenstation.

    Lagebilderstellung: Um den Einsatzkräften einen Überblick über die Gesamtsituation zu verschaffen und um die Befahrbarkeit der Zufahrtswege überprüfen zu können, wird ebenfalls ein Schwarm autonomer Fluggeräte eingesetzt. Dieser ist mit Weitwinkelkameras ausgestattet, die Bilder mit einer Auflösung erstellt, die gewährleistet, dass Gesichter von Personen nicht erkennbar sind und somit keine Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt. Nach Rückkehr der Fluggeräte werden diese Bilder in die Bodenstation geladen und zu einem hochauflösenden Lagebild zusammengesetzt.

    Personendetektion: Damit die Einsatzkräfte betroffenen Personen möglichst schnell helfen können, wird ein Schwarm autonomer Fluggeräte mit einem „embedded system“ zur Detektion von sich bewegenden Personen ausgestattet. Auch hier bieten sich Optimierungsmöglichkeiten durch die Zahl der einzusetzenden Fluggeräte.

Eingesetzt werden sogenannte Micro Aerial Vehicles, welche ein maximales Startgewicht von etwa zwei Kilogramm aufweisen. Die Fluggeräte sind in der Handhabung sehr robust und können durch ihr geringes Gewicht von einer einzelnen Person gestartet werden. Aufgrund der drei unterschiedlichen Aufgaben werden zumindest drei unterschiedlich ausgestattete Fluggeräte eingesetzt. Der Faktor Zeit oder die Größe des betroffenen Areals können es sinnvoll machen, mehr Fluggeräte einzusetzen. Hierfür ist die aufgabenspezifische Sensorik der Fluggeräte modular aufgebaut. Damit kann der Einsatzleiter vor Ort und nach Maßgabe entscheiden, welche und wie viele Fluggeräte für welche Aufgaben eingesetzt werden.


Zitat:
    • Projektbeginn: Jänner 2009

    • Projektdauer: 3 Jahre



PUKIN / AIRWATCH
Luftgestütztes Aufnahme- und Überwachungssystem für sicherheitsrelevante Einsatzszenarien

Zitat:
Produkt:

    Luftgestütztes Aufnahme- und Mapping-System ARGUS (Airborne Realtime Ground Unit Support) zur Unterstützung von Einsatzkräften durch bessere Vernetzung und Bereitstellung aktueller Informationen.

Impact:

    Das System ARGUS wurde in einer Erstversion im Rahmen des KIRAS-Projektes PUKIN entwickelt und wird nun im laufenden Projekt AIRWATCH hinsichtlich seiner Hardware- wie auch Softwarekomponenten optimiert und erweitert. ARGUS ist als luftgestütztes multifunktionales Führungsunterstützungssystem konzipiert und deckt wesentliche Anforderungen der Bedarfsträger und Endnutzer im Sicherheitsumfeld mit folgenden Systemeigenschaften ab:

       Flexibles Multi-Sensor-Aufnahmesystem zur Aufnahme von optischen, thermalen und Infrarot-Bilddaten

       Echtzeitnahe Datenverfügbarkeit mittels einer leistungsfähigen Bild- und Datenübertragungstechnik

       Echtzeitnahe und bedarfsorientierte Generierung von aktuellen, georeferenzierten Bildprodukten sowie daraus abgeleiteten Informationen

    Systemeinsätze sind vor allem im Katastrophenmanagement bei der Bewältigung von Naturgefahren oder für das Bundesheer bei der Einsatzvorbereitung wie auch im Assistenz- und Sicherungseinsatz gegeben. Durch die zeitoptimierte („near real time“) Prozessierung der Daten können insbesondere die zeitkritischen Entscheidungsprozesse in derartigen Einsatzszenarien optimal unterstützt werden. Eine Management-Lösung erlaubt einerseits die Koordination der Datenakquisition als auch eine entsprechende Datenverteilung. Ein weiteres Einsatzgebiet ist der Bereich Umweltmonitoring wobei durch die Integrationsmöglichkeit des Systems auf verschiedenen Flugzeugen auch internationale Einsätze effizient ermöglicht werden.

    Reale Einsätze des Systems im Bereich Katastrophenschutz (August 2009 und Mai 2013) zeigten die Leistungsfähigkeit des Systems. Ebenso erfolgte ein Einsatz des Systems im Juni 2013 im Rahmen der Donauhochwassersituation.



Zuletzt geändert von theoderich am 10. Dez 2013, 21:43, insgesamt 1-mal geändert.

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