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 Betreff des Beitrags: Sicherheitsforschungsprogramm KIRAS
BeitragVerfasst: 06. Mär 2010, 09:12 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20734
Ich bin durch das Weißbuch auf dieses Programm gestoßen. Es ist durchaus interessant zu sehen, welche Projekte in diesem Zusammenhang vom BMLV bisher gefördert worden sind. Allerdings frage ich mich bei manchen Projekten, inwiefern sie das Bundesheer weiterbringen sollen. Beispielsweise das "Functional Clothing" - vorstellbar wäre es höchstens für das AFDRU und in begrenztem Maße für die ABC-Abwehrtruppe, nicht aber für primär militärische Zwecke:




    SkyObserver

    http://www.kiras.at/gefoerderte-projekte/programmlinie-2/skyobserver/

      Bild


      3. Österreichischer MeteorologInnentag. Kurzfassungen der Tagungsbeiträge
      Universität Graz
      5./6. November 2009

      Zitat:
      In einem kürzlich gestarteten Projekt SkyObserver wird, ebenfalls finanziert durch KIRAS, die Technik und Software für einen autonomen Schwarm unbemannter Flugobjekte entwickelt, die mit Kameras und chemischen Sensoren zur Lageerfassung bei chemischen Unfällen und anderen Einsatzbereichen ausgerüstet sind.


      Detection of hazardous gas Dispersion based on sensor equipped micro-aerial vehicles and emergency response modeling

      Zitat:
      In the frame of an ongoing research project SkyObserver, the usability of airborne measurements conducted with a
      group of sensor equipped micro-aerial vehicles (MAVs) to provide real-time data for release rate estimation is investigated. A modeled first-guess of the hazardous gas dispersion is used for the mission planning. The MAVs are networked and coordinate their routing dynamically within the group so that no collision occurs and the mission area is covered optimally according to a cost function.

      On-board computer vision system

      An on-board computer vision system is under development as an optional module for the MAV and has to fulfill the following main-tasks:

        detection of persons moving on the ground
        acquisition of an overview image
        live video for the detection of blocked access routes

      Source term back calculation

      The background idea of the Advanced Back Calculation (ABC; Shahryar and Gilbert, 2003) involves “reverse calculation” with a dispersion model: Usually the release rate is used as an input to the dispersion model and the results are the concentration field for the affected area, while the ABC utilizes the concentration filed data to estimate the release rate. The back calculation algorithm takes into account measured concentrations (ground-based or airborne) meteorological measurements release Location starting time of the release to estimate the release rate.

      Every micro-aerial vehicle system contains of several MAVs and a ground station. Depending of the operation the MAVs will be equipped with one or more sensors:

        sensors for toxic substance
        camera for obtaining an overview picture
        camera for detection of persons and transfer of live pictures

      The ground station serves as a configuration and parameterization, as well as for manual adaptation (by demand) of the system for the real time application.

      The ABC approach as implemented by Safer Systems (http://www.safersystem.com) is tested in the SkyObserver project using data measured with MAVs.






    BioWarDetect
    Mobiles System zur Detektion biologischer Kampfstoffe auf Fluoreszenzbasis.

    Zitat:
    Ziel ist die Sondierung und Evaluierung von Detektionsmöglichkeiten, welche eine schnelle und spezifische Erkennung biologischer Kampfstoffe möglich machen. Im Rahmen der Evaluierung solcher Methoden sollen grundlegende Konzepte zur Detektion untersucht werden.
    Die Miniaturisierung der Real Time PCR Technologie ist ein erster Schritt zum mobilen Einsatz. Sie wird intensiv entwickelt, da sie eine Reihe von Vorteilen wie vollautomatische Durchführung, geschlossene Systeme und robuste Ausführung bei geringem Kosten- Platz- und Energieaufwand bietet. Dadurch können Einschränkungen der klassischen Laborsysteme überwunden werden und ein mobiler Einsatz möglich gemacht werden.

    Ein wesentlicher Teil jedes mobilen Systems zum Nachweis von Nukleinsäurefragmenten und damit zur molekularen Feintypisierung infektiöser Materialien, der bisher nur mangelhaft gelöst ist, sind hoch-selektive Detektionssysteme mit möglichst geringen Nachweisgrenzen und hoher Nachweis-Sicherheit. Dazu eignen sich wegen der geforderten Spezifikationen in erster Linie Fluoreszenz - Detektionssysteme. Miniaturisierte Varianten zur Integration in Mikro-Fluidik-Systemen mit der Möglichkeit der Immobilisierung der fluoreszenzmarkierten Sonden sind in mehreren Integrationsstufen möglich.

    Verschiedene Möglichkeiten zur Realisierung solcher Detektorsysteme sollen in diesem Projekt sondiert und die grundsätzliche Machbarkeit in mikrofluidischen Reaktionssystemen nachgewiesen werden. Den ganzheitlichen Ansatz dieses Projekts unterstreicht die Evaluierung der primären Detektionsmethoden, aber auch der dahinter stehenden Instrumentierung hinsichtlich optischer Anregung und Detektion sowie elektronischer Hardware und Algorithmen zur Auswertung der Messsignale.



    FUNCL-DEMO- "Functional clothing für Einsatzkräfte - Entwicklung flexibler multifunktioneller Demonstratoren"

    http://www.kiras.at/aktuelles/gefoerderte-projekte/funcl-demo/




Eine Studie von 2007 stellt der wehrtechnischen Sicherheitsforschung innnerhalb des BMLV ein blamables Zeugnis aus:

    Der Aufbau sicherheitspolitischer Fähigkeiten und der Beitrag von Wirtschaft und Wissenschaft: Status quo der Sicherheitsforschung in Österreich

    Zitat:
    Das in Österreich für militärische Forschung aufgebrachte Budget kann mit rund 10 Mio. Euro sowohl im nationalen als auch im internationalen Vergleich als überaus gering betrachtet werden. Damit hat Forschung sicher nicht die Bedeutung, die sie im Vergleich mit Staaten ähnlicher wirtschaftlicher Größenordnung haben sollte.


    http://www.vernetzte-sicherheit.net/files/Vernetzte_Sicherheit_Bd_2_Pankratz_Vogel.pdf


P.S.: Sicherheitsforschung in Österreich und Europa (12. September 2006)

Zitat:
In Österreich wird diese Entwicklung im Rahmen eines nationalen Sicherheitsforschungsprogramms in einem interministeriellen Abstimmungsprozess fortgesetzt. Seit 2005 gibt es für dieses Programm aus zusätzlichen nationalen Budgetmitteln ca. 12,5 Millionen Euro pro Jahr, insgesamt 105 Millionen Euro bis 2013. In Europa werden ab 2007 im Rahmen des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms aus EU-Budgetmitteln voraussichtlich 250 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung gestellt.



Neue Perspektiven für Katastrophenschutz (20. September 2008)



Zuletzt geändert von theoderich am 12. Apr 2014, 16:39, insgesamt 10-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 25. Sep 2010, 23:13 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20734
EVIVA - Fluggestütztes Beobachtungs- und Analysesystem für den Eventschutz und für Krisensituationen mit Videobasierter Verhaltensanalyse


MoSeS4eGov – Model-based Security System for eGovernment


AREA-MUMOSIS next- Multimodales Sicherheitssystem zur Überwachung von Flughafen-Flächen - Demonstrationssystem

_______________________________________________________________

H13-60
DETECTION OF HAZARDOUS GAS DISPERSION BASED ON SENSOR EQUIPPED MICRO-AERIAL VEHICLES AND EMERGENCY RESPONSE MODELING




Zuletzt geändert von theoderich am 12. Apr 2014, 16:34, insgesamt 3-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 26. Sep 2010, 18:02 
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Beiträge: 1289
Es stellt sich mir die Frage, wieso das Heer mit seinem Mini-Budget in nationale Grundlagenforschung investieren sollte. Man sollte sich auf die Erprobung von bereits existierender Technologie beschränken und sich an ein paar EU Programmen beteiligen.


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BeitragVerfasst: 26. Sep 2010, 20:00 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20734
Aktuell beteiligt sich Österreich an einem EU-Programm zur Verbesserung des Truppenschutzes:

Aus Brüssel: Das Forschungsprogramm Truppenschutz der Europäischen Verteidigungsagentur (Truppendienst, Folge 303, Ausgabe 3 / 2008)

Zitat:
Österreich nimmt mit 1,2 Millionen Euro (das entspricht dem Prozentsatz des EU-Normschlüssels) an diesem Programm teil.




Man muss sich angesichts der Ambitionen Österreichs innerhalb der ESVP aber fragen, inwiefern das überhaupt etwas für das Bundesheer bringt. Eventuelle Ergebnisse werden so oder so nie umgesetzt werden, weil das ja Geld kosten würde. Außerdem beteiligen sich österreichische Unternehmen überhaupt nicht an solchen internationalen Programmen und Österreich selbst ist angesichts des hierzulande nicht vorhandenen Rüstungsmarktes eigentlich irrelevant. In einem sicherheitspolitisch so beschränkten Staat wie Österreich kann man sich keine Bestellungen erwarten die derartige Investitionen lohnen würden (Dass der Pandur II sage und schreibe 12 Jahre in der Warteposition stand und von Dauerreformen, parteipolitischen Interessen und bewusst verknappten Budgets blockiert wurde, sagt schon alles.).

Das schwer gestörte Verhältnis Österreichs zur "Rüstung" und "Landesverteidigung" tritt schon bei der Programmdefinition hervor:

Zitat:
Programmfokus
Selbstverständlich wird KIRAS keine Rüstungsforschung betreiben und sich klar von Rüstungsforschung abgrenzen. Das KIRAS-Programm hat einen eindeutigen und klaren zivilen Programmfokus, da Sicherheitsforschung hinsichtlich seiner verteidigungspolitischen Anforderungen keine wehrtechnisch orientierte Materie ist. Die Abgrenzung zwischen Rüstungs- und Verteidigungsforschung einerseits und Sicherheitsforschung andererseits erfolgt im Rahmen des Nationalen Sicherheitsforschungsprogramms in Übereinstimmung mit der diesbezüglichen Abgrenzung der EU im Rahmen des künftigen Europäischen Sicherheitsforschungsprogramms und seiner Vorbereitenden Maßnahmen.


Wir betreiben ein Militär, wollen mit allem Militärischen aber nichts zu tun haben, und wenn wir es doch einmal brauchen, wird gejammert und bei den hochgerüsteten Nachbarn um Hilfe gebettelt. Manchmal frage ich mich, ob die österreichischen Politiker eine Zwangsneurose haben oder ihnen der Hass gegen Heer und Landesverteidigung in den Parteiakademien eingeimpft wird.


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BeitragVerfasst: 27. Sep 2010, 10:39 

Registriert: 19. Nov 2009, 10:55
Beiträge: 194
Von Hass - Ausnahmen bestätigen die Regel - brauchen wir nicht reden; die Wahrheit ist viel banaler. Österreich ist klein, ein multinationaler Einsatz irgendwo scheitert schon allein daher nicht am Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Fähigkeiten des Bundesheeres und die Erwartungen anderer Länder an "uns" sind wohl gering und daher ist der Druck auf Österreich wohl ebenfalls auszuhalten. Mehr als max. 1200 Leute in Einsätze allenfalls mittlerer Intensität zu schicken, erwartet von uns offenbar niemand. Solche Einsätze kann man rüstungsmäßig bedecken, ob man das personell schaffen wird, sollte die Wehrpflicht fallen (Nachwuchs an Freiwilligen) steht auf einem anderen Blatt. Für Österreich selbst gibt es das, was offizielle Papiere ein konventionelles "Restrisiko" nennen - somit sind die politischen Prioritäten anderswo, das kann einem passen oder nicht, aber es ist verständlich.

Die Folie im Hintergrund ist natürlich das historisch einfach herleitbare zwiespältige Verhältnis zu allem Militärischen, der Kalte Krieg tat ein Übriges; eine militärische Strategie, die einigermaßen eine Abhaltewirkung im Falle des großen Krieges zwischen Nato und WP versprochen hätte, hätte wahrlich Unsummen gekostet, daher entschied sich die Politik - aller Farben - dafür, im Zweifel wenig für das Heer auszugeben, was Österreich an die lächerlichen Militärbudgets gewöhnt hat.


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BeitragVerfasst: 27. Sep 2010, 10:51 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20734
Weil wir von militärischer Forschung reden ...

Bundesheer und "Austrian Institute of Technology" forschen gemeinsam

Zitat:
Umfassende Kooperation
Zunächst geht es darum, die vielfältigen Überschneidungen im Forschungskonzept des Bundesheeres und den Schwerpunkten des AIT zu fixieren und in konkrete Forschungsprojekte überzuführen. So sieht der Forschungsschwerpunkt "Militärische Führung" des Bundesheeres Szenarien im Hinblick auf zukünftige operative und taktische Einsätze vor. Das "Mobility Department" des AIT verfügt über Expertise und kann Analyse- und Simulationstools für Truppenbewegungen (z.B. Logistiksimulation, Echtzeitinformationssysteme, Ankunftszeitprognosen) erarbeiten.

Beim Forschungs- und Technologiefeld "Logistik" des Heeres zeigen sich - zum Beispiel auf dem Gebiet "Energieerzeugung, -speicherung, und -verteilung" - vielfältige Anknüpfungspunkte mit dem "Energy Department" des AIT. Dieses entwickelt und testet Stromversorgungen und entwickelt hochsichere elektrische Netze.

Gesundheitswesen, Informationssysteme und Versorgungsnetze
Auf dem Gebiet "Militärisches Gesundheitswesen" stehen Hygiene und die Erhaltung der Leistungsfähigkeit im Zentrum des Forschungsinteresses. Hier kann das AIT "Departement Health & Environment" geeignete mobile Systeme zur Identifikation von Krankheitserregern beisteuern oder über die Technologie der Biosensoren die Sicherheit in der Lebensmittelanalytik erhöhen.

Das Bundesheer-Forschungs- und Technologiefeld "Informations- und Kommunikationssysteme" kann AIT "Safety & Security" durch die Entwicklung spezifischer Managementinformationssysteme zur Erfassung und Früherkennung von Sicherheitsrisiken unterstützen. Interessant sind hier auch Anwendungen, die die Sicherheit zukünftiger Web-Applikationen erhöhen. Die Königsdisziplin in der Informationsverschlüsselung stellt hier sicherlich die Quantenkryptographie dar.

Nicht zuletzt bieten die Departments Energy, Mobility und "Safety & Security" dem Österreichischen Bundesheer umfassendes Know-how für die Forschungs- und Technologiefelder "Plattformen und Systeme". Die Anwendungen liegen hier beispielsweise in der Konzeptionierung und Optimierung autarker Energiesysteme, in der Sicherheit von elektrischen Versorgungsnetzen, der Beurteilung beschädigter Strukturen oder auch bei Menschenstromanalysen und Evakuierungssimulationen.



P.S.: Laut einem Artikel im "MilizInfo" betreibt das Bundesheer Forschung in folgenden Bereichen:

    Sicherheitspolitik und Strategie
    Führung und Führungsunterstützung
    Operation und Taktik
    Kampf und Kampfunterstützung
    Einsatzunterstützung
    Nachrichtendienstliche Aufklärung und Abwehr


Vgl.: Die Schweizer Armasuisse hat 2010 ein Jahresbudget von 2,2 Mrd. Franken, das sind ca. 1,6 Mrd. Euro.


P.P.S.: Die Jobs der Chemiker beim Militär

Zitat:
Gibt es bei Ihnen auch einen Forschungsbetrieb und dürfen Sie sagen, was konkret geforscht wird?

    Beim BMLV ist die Forschung in erster Linie im Bereich der Soft Sciences, insbesondere der Sicherheitsforschung, angesiedelt. Aufgrund der geringen Ressourcen, vor allem im Personalbereich, ist im technischen Bereich nur punktuell angewandte Forschung möglich. Forschung soll hier unter Einbindung von zivilen Forschungsinstituten und Industrie
    vor allem in Kooperation mit anderen Nationen betrieben werden. Österreich ist Mitglied der 2005 gegründeten Europäischen Verteidigungsagentur und hat sich am mit rund 55 Mio. Euro dotierten Joint Investment Programm „Truppenschutz“ beteiligt, das auf die Anforderungen asymmetrischer Konflikte in urbaner Umgebung abstellt. Thematische Schwerpunkte des 1. Calls waren die Stand Off Detection von chemischen, biologischen, radioaktiven Kampfstoffen und Explosivstoffen, die Detektion von Scharfschützen und – vor allem für mich als Nationalen Koordinator für den Fähigkeitsbereich GEM 1- „Materialien“ relevant – von neuen Werkstoffen für den Schutz der Soldaten. Bei den geförderten Projekten ist Österreich überproportional gut vertreten.




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BeitragVerfasst: 10. Apr 2011, 10:46 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20734
Mittlerweile sind weitere vom BMLV unterstützte Projekte hinzugekommen:

AQUASEC-AUT – Kriseninterventionslabor für die österreichische Wasserversorgung


SKILL - Prototypenentwicklung eines präzisen Verbringungssystems ballistischer multifunktioneller Körper mit veränderbarer Auftreffenergie für sicherheitsrelevante Aufgabenstellungen


Sichere semi-autonome Konvoiführung - SafeCon



CuteforceAnalyzer - Massivparalleler Computer-Cluster für kryptanalytische Anwendungen auf Basis GPU- und FPGA-Nodes


AFOR

Zitat:
1. Welche rechtlichen Vorgaben für digitales Beweismaterial gibt es und wie sieht die praktische Umsetzung aus? Welche De-facto-Standards gibt es im Sachverständigenwesen?
2. Wie lässt sich durch die effiziente und effektive Verknüpfung von Daten die Verlässlichkeit von zu treffenden Aussagen erhöhen?
3. Wie lassen sich De-facto-Standards wie der NIST-Guide (SP800-86) in Österreich anwenden?


Zitat:
Zielgruppe der Studie ist das österreichische Bundesheer sowie beeidigte Sachverständige und die Justiz.



RITA

Risiko des Herzkammerflimmerns bei TASER-Anwendung


GÖPL IFD

Gemeinsames öffentlich-privates Lagebild für Internationale Flugdestinationen

Zitat:
Ziel ist die Erlangung von bisher nicht verfügbaren Informationen, die es ermöglichen, eine etwaige Bedrohung für österreichische Luftfahrzeuge, Personal oder Passagiere von Luftfahrtunternehmen rechtzeitig zu erkennen. Bei der Erreichung von Grenzwerten bei bestimmten Schlüsselindikatoren, die im Rahmen der Studie zu definieren sind, soll eine Warnung ausgelöst werden, die rechtzeitige Schutzmaßnahmen ermöglicht.
Der Ansatz zur Zielerreichung ist die Einrichtung eines Führungsinformations- und Entscheidungsunterstützungsinstrument unter Einbindung und Vernetzung aller österreichischen Behörden, die im Fall einer Gefährdung eines österreichischen Luftfahrzeuges eingebunden werden sollen.


__________________________________

In einem Bericht von der "Fachtagung Sicherheitsforschung 2011" sind ein paar Anwendungsmöglichkeiten der Projekte im militärischen Bereich aufgezeigt worden:

FunclDEMO

    AFDRU

    Zitat:
    SAR. Search and Rescue. Das Suchen, Auffinden und Bergen von SoldatInnen. Speziell im Kontext von Auslandseinsätzen und möglichen Entführungen von Personal kann Ortung durchaus sinnvoll sein.

TULMON

    Zitat:
    Im vorliegenden Projekt wurde erstmals eine punktuelle Untersuchung zur Verbreitung des Tularämie-Erregers in Kleinnagetieren, Feldhasen, Flöhen und Zecken in zwei, aus früheren Untersuchungen bei Feldhasen bekannten Endemiegebieten (Korneuburg und Zwerndorf) durchgeführt.


    Zitat:
    Desweiteren wurden die von den Kleinnagern eingesammelten Flöhe sowie bei der Jagd erlegte Hasen aus diesen Gebieten bzw. tot aufgefundene Feldhasen untersucht.

    Zusätzlich zu diesem wissenschaftlichen Ansatz (Feststellung der Infektionsquellen und der Verbreitungsgebiete in Österreich), sollte im Rahmen dieses sicherheitsrelevanten kooperativen Forschungsprojektes vor allem auch die im Ernstfall (Verdacht auf Freisetzung von biologischen Kampfstoffen) verpflichtende Zusammenarbeit zwischen Partnern aus den Bereichen Wirtschaft (AGES), Wissenschaft (FIWI) und Bedarfsträgern (Österreichisches Bundesheer - ÖBH) geprobt und evaluiert werden.


    Zitat:
    Einerseits sollten mögliche Infektionsquellen, verschiedene Verbreitungsgebiete sowie vorkommende Subspezies und Biovare von Francisella tularensis möglichst umfassend in den Untersuchungsgebieten dargestellt werden. Obwohl letzteres durch die negativen Befunde nicht möglich war, konnten wichtige Informationen bezüglich der Erregerreservoire gewonnen werden.

    Andererseits sollte es auf Basis der gewonnenen Daten zukünftig möglich sein, mittels einer Risikoanalyse eventuell willkürlich freigesetzte Tularämie-Erreger nachweisen bzw. ausschließen zu können. Durch die negativen bakteriologischen Befunde aller untersuchten Proben konnte beiden Fragestellungen nicht entsprochen werden. Die Basis für eine gesicherte Unterscheidung einer Naturherd-Infektion von einer Infektion durch willkürlich freigesetzte Tularämie-Erreger (B-Waffe) konnte somit nicht geschaffen werden.

    Um diese wesentlichen Grundlagen für die öffentliche Sicherheit und Sicherheitspolitik zu schaffen, reicht dieser erste Untersuchungsdurchgang sicher nicht aus. Es wäre von Vorteil im Sinne der Fragestellung eine Wiederholung der Untersuchung unter geänderten Voraussetzungen durchzuführen.

StegIT / StegIT 2

Zitat:
Das Projekt StegIT begann an der FH St. Pölten im Jahr 2007 mit einer Machbarkeitsstudie. Basierend auf den Ergebnissen dieser Studie startete am 1.1.2009 das Nachfolgeprojekt StegIT-2, das von der FH St. Pölten gemeinsam mit der Kapsch CarrierCom AG und den beiden Bedarfsträgern BMLVS und BMI durchgeführt wurde. Dabei wurden konkrete Verfahren zur steganografischen Einbettung von Daten und Verfahren zur Abwehr moderner steganografischer Angriffe industriell erforscht und bis zu Prototypen entwickelt. Dazu kam vom Ilse Arlt Institut der FH St. Pölten eine Untersuchung der sozialen und gesellschaftlichen Auswirkungen.

Im Projekt wurden auch neue Anwendungen mit einem umfangreichen wirtschaftlichen Potenzial ausgearbeitet.



______________________________


ZAMG Jahresbericht 2010

Zitat:
Projekt Skyobserver
Drohnen helfen Einsatzkräften

Katastrophenszenario Chemiefabrik explodiert – große Mengen Schadstoffe treten aus. Ein möglichst präziser Lagebericht ist Voraussetzung für rasche Hilfe durch die Rettungskräfte. Das Projekt Skyobserver, Teil des Sicherheitsforschungsprogramms KIRAS, erforscht den möglichen Nutzen von Drohnen, unbemannten Kleinstflugzeugen, für die Analyse solcher Gefahrenlagen. Die ZAMG lieferte 2010 Simulationen mit den beiden Ausbreitungsmodellen TRACE und ALOHA an die Projektpartner.



Zuletzt geändert von theoderich am 02. Sep 2013, 22:38, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 24. Jan 2012, 15:17 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20734
microSNIFF - Mobile Detektion kritischer Substanzen für First Responder

Zitat:
Damit soll anhand weniger, zudem kostengünstiger Sensorelemente die Identifikation zahlreicher Substanzen erfolgen, und es werden gegenüber herkömmlichen Systemen auch technologische Vorteile hinsichtlich der Analyse von Gasgemischen erwartet. Die zu detektierenden Zielsubstanzen reichen von toxischen Industriematerialien (TIMs) bis zu Kampfstoffen (CWAs).

Basierend auf einem bereits entwickelten Modul, welches einen einzelnen Halbleitersensor beinhaltet, soll eine sensorische Erweiterung durch einen zweiten komplementären Halbleitersensor, sowie elektrochemische Sensorkomponenten erfolgen, um das Detektorsystem für zahlreiche Anwendungsszenarien einsatzfähig zu machen.

Ein Demonstrator eines derartigen Detektorsystems wird entwickelt und aufgebaut. Dieser beinhaltet alle Sensorkomponenten, sowie die notwendigen Auswertealgorithmen zur Verarbeitung der gemessenen Daten. Der First Responder wird durch eine entsprechende Alarmgebung geschützt. Die Evaluierung dieses Demonstrators erfolgt durch Bedarfsträger der Zivilschutzschule (BMI), sowie Spürtrupps des BMLVS in möglichst realen Einsatzszenarien.


Zitat:
Projektpartner:

    Integrated Microsystems Austria GmbH
    CEST Kompetenzzentrum für elektrochemische Oberflächentechnologie GmbH
    TU Wien, Institut für Managementwissenschaften
    CONTRONIX Elektrotechnik – Sicherheitstechnik
    BECOM Electronics GmbH
    Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport
    Bundesministerium für Inneres



P.S.: FUNCL DEMO Display V01 (2010)

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FUNCL DEMO Display V02 (2010)

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FUNCL DEMO Gas Sensor (2010)

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FUNCL DEMO GPS (2010)

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Projekt Kiras FUNCL-DEMO des ÖTI

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Zitat:
Die Aufgabe von Jarosch & Haas . die Entwicklung eines Echtzeitfähigen GPS Trackinggerätes

Das Ziel des FUNCL-DEMO Projektes war es eine multifunktionaler Weste im Sinne von „Smart Clothing/Wearable Electronic“ für Einsatzpersonal zu entwickeln. Die Aufgabe von Jarosch & Haas war es innerhalb dieses Projektes ein echtzeitfähigen GPS Trackinggerät zu entwickeln, das es der Einsatzleitung erlaubt die Bewegung von Einheiten in Echtzeit (Auflösung 2 sec. minimum) zu verfolgen, ihren Standort exakt zu bestimmen und die vom Trackinggerät gesendeten Daten mit Hilfe von „Microsoft Map 2006“ optisch darzustellen. Die Daten sollten auch nach dem Einsatz zur weiteren Analyse zur Verfügung stehen.

Im Rahmen des Projektes sollten dabei die folgenden Kriterien berücksichtig werden:

    Die technisch minimalste Größe sollte erreicht werden
    Der Tragekomfort in der Weste soll gewährleistet sein
    Funktionalität – eine möglichst exakte GPS Positionierung sollte erzielt werden
    Minimierter Stromverbrauch –da ein Batteriebetrieb notwendig ist
    Temperaturstabilität und Wasserdichtheit – ein Einsatz in allen Wettersituationen sollte möglich sein

Hardware

Das GPS Real Time (RT) Tracking Device beinhaltet die folgenden Module:

    GSM Modem
    GPS Modul
    Leiterplatine
    Antenne
    Gehäuse laut IP54

Um Entwicklungszeit zu sparen wurde vor Beginn der Arbeiten eine Marktanalyse der zu Verfügung stehenden Komponenten durchgeführt. Dabei standen vor allem das Mobilfunkmodul und das GPS Modul im Vordergrund. Die Auswahlkriterien waren: Größe, Preis, Zuverlässigkeit, Empfindlichkeit und Verfügbarkeit.

Die neuste, derzeit am Markt erhältliche Technologie wurde verwendet um die Zukunftssicherheit zu gewähren.

Um die Größe des Tracking Devices zu minimieren und um die Leistung zu optimieren, war es notwendig, ein eigenes Leiterplattendesign zu entwickeln, das auf die einzelnen Komponenten abgestimmt wurde. Das GPS RT Tracking Device erzielt die technisch höchstmögliche Geschwindigkeit beim Echtzeit Tracking (GPS -Signal alle 2 Sekunden). Eine optimale Lösung zwischen Baugröße, elektronischen Komponenten und Kosteneffizienz konnte erreicht werden.

Die empfangenen GPS Daten werden von einem Mobilfunkmodul über einen vom Betreiber frei wählbaren Mobilfunkanbieter übertragen.


Zitat:
Testbetrieb

Das Tracking von bis zu 15 Geräten in Echtzeit auf Kartenmaterial von Microsoft MapPoint 2006 konnte realisiert werden. Dies inkludiert:

    Echtzeit Abfrage des Status der GPS Geräte
    Einfache Intuitive Oberfläche welche trotz minimalen Interaktionsaufwand, alle gestellten
    Anforderungen an die Leitstellensoftware erfüllt.


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P.P.S.:

Information

zur Pressekonferenz mit Justizministerin Dr.in Beatrix Karl, Primar Professor Dr. Werner Schöny, Landesrätin Mag.a Doris Hummer

am 23. November 2011

zum Thema

"Die Justiz der Zukunft – Moderne Technologien und Chefarztpflicht bringen Effizienz und Sicherheit in der Justizarbeit"

Zitat:
IKT-Knoten Campus Hagenberg (FH OÖ und JKU)

Forschungsprojekt "CuteforceAnalyzer"

Präventiver Schutz vor Terrorismus und organisierte Kriminalität


FH-Professor Robert Kolmhofer, Leiter des Departments "Sichere Informationssysteme" am FH OÖ Campus Hagenberg, leistet im Rahmen der österreichischen Sicherheitsforschungs-Programm "KIRAS" mit dem Projekt „CuteforceAnalyzer“ einen Beitrag zum präventiven Schutz vor Terrorismus und organisierter Kriminalität.

In der Spionage, im organisierten Verbrechen oder bei der Vorbereitung von Terrorangriffen kommen Verschlüsselungssysteme zum Einsatz, die leicht anzuwenden, aber schwer zu knacken sind. Mit dem Forschungsprojekt "CuteforceAnalyzer" wird analysiert, ob und wie kryptografische Sicherheitsmechanismen wie Verschlüsselungsverfahren oder Authentifizierungsprotokolle überwunden werden können. Die Forschungsergebnisse sind u.a. für die Aufklärungsarbeit im Bereich der Justiz von Vorteil.

Das Projekt wird aus der KIRAS-Projektschiene der FFG (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft) gefördert.



Bundesheer rüstet für Cyberwar auf (18. Juli 2011)

Zitat:
Das neueste Projekt betrifft die Entwicklung eines Supercomputers mit der Bezeichnung "CuteforceAnalyzer" .

Zur Entschlüsselung von kryptografierten Nachrichten

Dabei handelt es sich um ein paralleles Rechnersystem aus spezialisierten Prozessoren - mit im Boot ist der Linzer Hardware-Hersteller DICe - zur Entschlüsselung von kryptografierten Nachrichten. Für diesen Teil ist die Softwareschmiede der Fachhochschule Hagenberg zuständig, die schon in den vergangenen Jahren für das Bundesheer spezielle Sicherheitsanwendungen entwickelt und eine auf die Sicherheitsbedürfnisse des Abwehramts abgestellte Ausbildung zusammengestellt hat.

"Schutz vor Terrorismus und organisierter Kriminalität"

"Mit diesem Forschungsprojekt soll ein Beitrag zum ‚präventiven Schutz vor Terrorismus und organisierter Kriminalität‘ geleistet werden. Verschlüsselungssysteme sind leicht anwendbar und werden in den Bereichen der Spionage, der Vorbereitung von Terrorangriffen und im organisierten Verbrechen verwendet" , lautet der breite Ansatz - und der militärische Bezug folgt auf dem Fuß: "Durch eine direkte Integration des im Projekt entwickelten CuteforceAnalyzer in die vorhandene Rechnerumgebung des BMLVS kann ein großer Beitrag zur Erfüllung der sicherheitspolitischen Aufgabenstellungen der Republik Österreich und damit zur Sicherheit der Staatsagenden, Unternehmen und Staatsbürger geleistet werden."

Anwendungsbeispiele

Als Anwendungsbeispiele für den kryptanalytischen Rechnerverbund zum "präventiven Schutz vor Terrorismus und organisierter Kriminalität" werden die zeitnahe Überwachung der Kommunikation von Geiselnehmern, die Entschlüsselung von beschlagnahmten Festplatten und die Aufdeckung illegaler Extremistenaktivitäten genannt.

Das Verteidigungsminsterium bestätigt dem Standard, dass es der "Bedarfsträger" des Entschlüsselungsprojektes ist - allerdings hat man zunächst einen Selbstversuch im Auge: Wenn der Supercomputer einmal fertig ist, soll er als Erstes versuchen, die IT-Infrastruktur des Bundesheeres anzugreifen und die geheimen Dateien zu entschlüsseln - "mit einem solchen simulierten Angriff können wir mögliche eigene Schwachstellen erkennen, bevor andere draufkommen" , sagt Oberst Michael Bauer.


Breaking the code. Austrian scientists build supercomputer for cryptanalysis (mils report 2/2011)

Zitat:
Mils: What was your motivation to develop such a highly specific computer system?

    Kolmhofer: A few years ago, we were approached by a particular agency of the Austrian Ministry of Defence and Sports. They asked us for a research project that would contribute to the »pre-emptive protection against terrorism and organized crime«. You see, studies have discovered that encryption is often used to camouflage malware. The identification of such malware is very difficult and requires the cryptanalysis of the algorithms used. Unfortunately, cryptanalytic tasks make high demands on the computing capacity of the systems involved. These tasks are therefore usually delegated to specifically designed systems. Our CuteForce Analyzer is such a system.

Mils: Could you say a few words about the inner structure of your »prodigy«?

    Kolmhofer: You may see it as a computing grid with inputnodes for distributing the data to be processed, computing-nodes to perform the calculations and output nodes to summarize the calculation results. Based on our experiences from previous projects, the computing-nodes are based on field programmable gate arrays (FPGAs) and
    graphics processors (GPUs). We have set a high value on using exclusively commercially available components like Xilinx FPGAs and Nvidia graphic processors. You know, as budgets are traditionally tight, this helps us to save money.

Mils: Why are you using a mixture of FPGAs and GPUs?

    Kolmhofer: This is because it has turned out that each type of node has its particular strengths. GPUs are great for calculating hashes, while FPGAs are particularly good in searching e.g. AES keys
.

Mils: How effective is your analyzer? What are its limits?

    Kolmhofer: We currently run a comparatively small configuration of 24 nodes. With this setup we reach around 600 million hashes or 600 million AES keys per second and node! This allows us to break aged algorithms like SHA1 or MD5 with »ease«. But of course it is much too slow to attack sophisticated algorithms like AES. But we have taken a structured approach. We can increase the number of computing-nodes almost indefinitely. It’s only a question of supplying the required energy – and money.

Mils: Are you planning to build a much more powerful version of the CuteForce Analyzer?

    Kolmhofer: No. We are a university. Our mission is to deliver a »proof of concept« to our principal, the Ministry of Defence. And we are now able to supply them not only with a complete building plan for the Analyzer, but also with a ready-to-use interface solution that allows them to integrate it into their existing infrastructure. And last not least, we deliver a comprehensive management solution that allows them to max out the full capabilities of the analyzer.



Zuletzt geändert von theoderich am 16. Jul 2013, 21:34, insgesamt 12-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 11. Feb 2012, 19:10 

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HLogS 02/12 hat geschrieben:
Das Projekt KIRAS im Rahmen der Sicherheitsforschung

„KIRAS“ leitet sich aus dem Griechischen ab und setzt sich zusammen aus den Worten
kirkos (Kreis) und asphaleia (Sicherheit).
Das österreichische Sicherheitsforschungsförderprogramm (KIRAS) ist ein nationales
Programm zur Förderung der Sicherheitsforschung in Österreich.
KIRAS unterstützt nationale Forschungsvorhaben mit dem Ziel der Erhöhung der
Sicherheit Österreichs und seiner Bevölkerung.
Sichere semi-autonome Konvoiführung (SafeCon), ist eine Technologie, die eine sichere
und zuverlässige Führung von Nachschub und Rettungskonvois in gefährdeten
Zonen ermöglichen soll.

Diese Entwicklung umfasst einerseits Einzelfahrzeuge die für den Einsatz bei Naturkatastrophen
wie: Murenabgängen, Lawinengefahr oder ähnlichen Szenarien. Anderseits
betrifft diese Entwicklung auch Konvoifahrten, welche vor allem bei Hilfeleistungen
bzw. Einsätzen im In- und Ausland durchgeführt werden. Ziel ist es, diese
Fahrzeuge unbemannt einzusetzen
. Hinter dieser Entwicklung steht der Gedanke,
Hilfskräfte vor potentiellen Gefahren, die von diesen Einsätzen ausgehen zu schützen.
Im Einsatz bei Naturkatastrophen wird in der Regel auf Luftbrücken zurückgegriffen.
Dabei handelt es sich um eine relativ teure Lösung. Dieser Einsatz ist wiederum
sehr stark von der Verfügbarkeit des Fluggeräts und von der Wetterlage abhängig.
In den (internationalen) militärischen Einsätzen hat sich gezeigt, dass Versorgungskonvois
und Transportelemente sowie deren Mannschaften relativ ungeschützt Angriffen,
Überfällen, Entführungen und Hinterhalten, ausgesetzt sind.

Der Schutz der Mannschaften in Konvois wird derzeit durch gepanzerte Fahrerkabinen
oder durch eine adaptive Panzerung sichergestellt, was eine erhebliche Reduktion
der Nutzlast zur Folge hat.

Das Ziel von SafeCon ist es, eine Technologie zu entwickeln, die es ermöglichen
soll, einen Versorgungskonvoi zu bilden, der aus bemannten und unbemannten Fahrzeugen
besteht.Die besondere Herausforderung besteht darin, dass solch ein Konvoi zu Tages- und
Nachtzeiten und bei jeder Witterung einsatzbereit sein muss. Dies wiederum erfor
dert eine Sensorik, welche auch unter widrigsten Bedingungen, wie Regen, Schneefall,
Sandsturm genauso, wie auch gegen Störungen der Elektronik (Schutz gegen
Jammer = Funkstörungen) zuverlässig funktioniert.
Angestrebt werden redundante Systeme zur Steuerung des Konvois. Dies bedeutet,
dass bei Ausfall z.B. des GPS mittels Odometrie-, IMU-Daten, Stereo Visible, Stereo
Infrarot und Laser, die notwendigen Informationen an die Software zur Steuerung
der Fahrzeuge implementiert ist, damit eine sichere und ungestörte Fortbewegung
des Konvois sichergestellt ist.
Eine weitere Forderung ist die Kommunikation der Konvoifahrzeuge miteinander.
Um einerseits einen Konvoi bilden zu können und andererseits flexibel auf geänderte
Bedingungen wie etwa den Ausfall eines Fahrzeuges reagieren zu können.
Die Ergebnisse der gegenständlichen Studie müssen durch Einbau und Vernetzung
mit Hardwarekomponenten umgesetzt werden. Dafür werden handelsübliche Fahrzeuge
mit entsprechenden Sensoren, Prozessoren und Aktuatoren ausgerüstet, so
dass die entwickelten Algorithmen im Feldversuch erprobt werden können.
Das Projekt wurde am 27. Jänner 2011 an der Landesverteidigungsakademie gestartet.
Neben den Statusmeetings am 1. Juni 2011 bei AeroSpy Sense & Avoid Technology
GmbH in Linz und am 13. Dezember bei AIT-Austrian Institute of Technology
in Wien wurden in mehreren Arbeitssitzungen und Koordinierungsbesprechungen
innerhalb der Arbeitsgruppen Details ausgearbeitet.

Die im Rahmen von SafeCon entwickelten Sensoren, Aktuatoren und Algorithmen
sind am 30. November 2011 in einem ersten Versuch am TÜPL ALLENTSTEIG
mittels eines Versuchsfahrzeuges erfolgreich zum Einsatz gekommen.

Ausblick:

Anfang 2012 wird ein Lastkraftwagen der Fa. Rheinmetall MAN Military Vehicles
für Probefahrten am TÜPL ALLENTSTEIG adaptiert.


Bild

http://www.freundehlogzwien.at/docs/HLogS%2002-12.pdf


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BeitragVerfasst: 14. Feb 2012, 11:04 

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Klingt sinnvoll. Ob das Bundesheer jemals von den Forschungsergebnissen profitieren wird, steht freilich auf einem anderen Blatt - schon angesichts der Budgetlage und unter dem Gesichtspunkt, dass man dann dem Rest Europas ausnahmsweise nicht technisch hinterherhinken würde.

Intelligent Vision Systems


P.S.: Ich frage mich vor allem, wie ein solches autonomes Fahrzeug ohne Lenker die STVO beachten soll?

P.P.S.: Ein Teil der Sensoren des Stanford University/VW-Fahrzeugs "Stanley", das 2007 bei der "DARPA Urban Challenge" den zweiten Platz belegte, stammte von RIEGL Laser Measurement Systems aus Österreich:

Bild



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BeitragVerfasst: 03. Mär 2012, 21:10 

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HLogS 3/2012 hat geschrieben:
INSTITUT Kraftfahrwesen in BADEN berichtet:

FORSCHUNGSPROJEKT KIRAS II. TEIL

Für ein weiteres Forschungsprojekt wird als Ziel eine Kolonnenfahrt mittels elektronischer Deichsel angepeilt, wo ein bemanntes Fahrzeug innerhalb der Kolonne als Leitfahrzeug mitfährt. Das Leitfahrzeug kann von anderer Stelle aus die Kolonne führen bzw. ein Operator kann von seinem Arbeitsplatz aus, welcher sich nicht unbedingt in unmittelbarer Nähe des Einsatzes befinden muss, das Leitfahrzeug und damit den Konvoi, steuern.

Eine Erstellung einer rechtsethischen Studie der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften (GSK) durch Professor Stadler der Universität Wien begleitet dieses Projekt. Es handelt sich bei der zu entwickelnden sicherheitstechnologischen Innovation um ein zentrales Instrument für internationale Friedens- und nationale wie internationale Katastropheneinsätze.

Im Rahmen von Hilfeleistungen bei Naturkatastrophen sollen die Transportgeräte, wenn es die jeweilige Gefährdungslage zulässt, gegebenenfalls auch bemannt eingesetzt werden können, da die physische Anwesenheit von Helfern das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung stärkt. Aus diesem Grund werden die Konvoifahrzeuge so konzipiert, dass sie sowohl autonom, als auch bemannt betrieben werden können, woraus sich der Begriff semi-autonome Konvoiführung ergibt.

Diese Technologie unterstützt strategisch und taktisch internationale Hilfseinsätze in Gebieten hoher Gefährdung und ermöglicht Einsätze ohne Verluste von Menschenleben.

Zukünftige Rettungsverfahren für Katastropheneinsätze werden ermöglicht, welche völlig neue Schutz-, Rettungs- und Versorgungsmöglichkeiten im Zivilschutz bieten. Der Bedarf an Lösungen, die optimale Sicherheit bei relativ geringen Kosten bieten, ist somit in hohem Maße gegeben.

DIE BETEILIGTEN AM PROJEKT IN KÜRZE:

      Projektleitung:

        Fachhochschule Technikum Wien, Institut für Mechatronics
        im BMLVS das ARWT

      Projektpartner:

        AeroSpy Sense & Avoid Technology GmbH
        AIT - Austrian Institute of Technology
        Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport (BMLVS)
        NOVOTECH Elektronik GmbH
        Rheinmetall MAN Military Vehicles Österreich GesmbH
        TU Wien, Automation and Control Institute

(ADir Ing. Polzer, HLogS)


Eine "elektronische Deichsel" ist übrigens nichts neues:


Im Rahmen von KIRAS sind ein paar interessante neue Forschungsprojekte hinzugekommen:

AIRWATCH

Luftgestütztes Aufnahme- und Überwachungssystem für sicherheitsrelevante Einsatzszenarien

Zitat:
Vor diesem Hintergrund wird im Projekt AIRWATCH ein luftgestütztes multifunktionales Führungsunterstützungssystem entwickelt, das einerseits das Katastrophenmanagement bei der Bewältigung von Naturgefahren, insbesondere Hochwässern, und andererseits das Bundesheer bei der Einsatzvorbereitung wie auch im Assistenz- und Sicherungseinsatz unterstützt. Wesentliche Anforderungen der Bedarfsträger und Endnutzer die im Projekt AIRWATCH realisiert werden sind die Integration einer multisensor Aufnahmeplattform (optische und thermale Sensoren), eine schnelle Verfügbarkeit von Daten durch eine leistungsfähige Datendownlink–Komponente und eine echtzeitnahe Datenprozessierung (Orthobild-Erstellung, Bildanalysen, etc.) sowie eine szenario-angepasste Unterstützung von Entscheidungsprozessen und standardisierte Schnittstellen zur Interaktion mit Systemen der Bedarfsträger. Dadurch wird ein situationsgerechtes und zeitrelevantes Lageverständnis auf Basis von georeferenzierten bzw. thematisch ausgewerteten optischen und thermalen Bilddaten ermöglicht.

Im Projekt AIRWATCH werden die im KIRAS-Projekt PUKIN entwickelten Technologien im erweiterten Kontext umgesetzt, optimiert sowie im Sinne eines multifunktionellen Systems an die ausgewählten Szenarien angepasst. Die Flexibilität der Plattform wird demonstriert, indem die multispektrale Sensorik in die Plattform DA 42 MPP und in den Flugzeugtyp Pilatus des Bundesheeres integriert wird. Die geplanten Entwicklungen werden auf einer genauen Analyse der System- und Einsatzerfordernisse fundieren, welche in enger Abstimmung mit den Bedarfsträgern erhoben werden. Diese Organisationen werden AIRWATCH aktiv bei der Definition von Systemanforderungen, der System-Integration sowie der Implementierung von Demonstrationsszenarien unterstützen. Im Rahmen von szenarienorientierten Testflügen sowohl für den Katastrophenschutz als auch für das Bundesheer wird eine gründliche Erprobung und Validierung der in AIRWATCH entwickelten Technologien ermöglicht.

Innovationskern dieses Projektes ist ein rollenorientiertes Einsatzlagebild mit integriertem Entscheidungsfindungssystem nach den Prinzipien des Staatlichen Krisen- und Katastrophenmanagements (SKKM) sowie eine echtzeitnahe Übertragung und Verarbeitung von Sensordaten. Mittels einer multifunktionalen und multisensoralen Aufnahmeplattform können sowohl die Präventions-, Erkundungs- und Einsatzphase (taktische Maßnahmen, Lageführung, permanentes Monitoring, Einleitung zeitgerechter Evakuierungen) als auch Evaluierung, Schadensdarstellung und Reporting permanent aus der Luft unterstützt werden. Mit dem flexiblen Multi-Sensor-Aufnahme-system und einer leistungsfähigen Bild- und Datenübertragungstechnik ermöglicht AIRWATCH der Einsatzleitung, alle wichtigen Informationen von den Einsatzstellen vor Ort ständig online im Lage führungszentrum sowie in den Leitstellen zu verfolgen, um schnelle Entscheidungen treffen zu können. Über luftbildgestützte Informationsquellen hinaus wird in AIRWATCH ein Konzept zur Integration von Satellitenbilddaten entwickelt, wobei Erkenntnisse, die im Bereich der von der ESA und der europäischen Kommission ins Leben gerufene GMES – Initiative (Global Monitoring for Environment and Security) gesammelt wurden, besondere Berücksichtigung finden. Schnittstellen zu Systemen der Bedarfsträger, wie das Führungsinformationssystem PHÖNIX (BMLVS), die GIS-Systeme der Länder bzw. Systeme der SKKM2020 Strategie (BMI/Bundesländer) gewährleisten eine nachhaltige Nutzung des AIRWATCH-Systems sowie der gewonnene Daten und Informationen.

Projektleitung
    DI Alexander Almer
    JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH
    DIGITAL – Institut für Informations- und Kommunikationstechnologien


Projektpartner
    Diamond Aircraft Industries GmbH
    BMLVS - Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport
    Technische Universität Graz - Institut für Kommunikationsnetze und Satellitenkommunikation
    Karl-Franzens-Universität Graz - Institut für Soziologie – Medizinsoziologie/Katastrophenforschung
    IFR - Sicherheitsfachkraft & Krisenmanagement Training


CAIS - Cyber Attack Information System

Zitat:
Der Fokus liegt auf der Entwicklung einer Modellierungs-, Analyse und Simulationsumgebung für IT Infrastrukturen und speziell deren Abhängigkeiten, um Problemstellen rasch erkennen und Bedrohungen zur Entwicklung von Gegenmaßnahmen simulieren zu können. Ergänzend dazu wird ein zweites Werkzeug entwickelt, das aufbauend auf multiplen Datenquellen eine Analyse und Bewertung von aktuellen Angriffen und Anomalien erlaubt.


DIANA - DIgitale Automatisierte NachrichtenAnalyse

Zitat:
Durch automatisiertes Abgreifen und Analysieren der Informationen globaler Informations- und Kommunikationsdienste können Hinweise mit hohem Gefährdungspotential effizient identifiziert und Fachpersonal zur weiteren Bearbeitung zur Verfügung gestellt werden. Dies ermöglicht eine rechtzeitige Information staatlicher Einrichtungen und Einsatzorganisationen. Hierdurch wird ein wesentlicher Beitrag zur Erhöhung der sicherheitspolitischen Vorsorge Österreichs geleistet.


Zitat:
Projekt- bzw. KooperationspartnerInnen
Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport (BMLVS - Bedarfsträger)
Bundesministerium für Inneres (BM.I - Bedarfsträger)



Sicherheit gegen elektromagnetische Bedrohungen (SEMB)

Zitat:
Das Projekt SEMB (Sicherheit gegen elektromagnetische Bedrohungen) setzt daher auf einer mit den Bedarfsträgern Bundesministerium für Inneres und Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport erarbeitenden Übersicht über für elektromagnetische Bedrohungen kritische Infrastrukturen in Österreich auf. Im nächsten Schritt wird das Risikopotential beim Ausfall der betrachteten Infrastrukturen analysiert um Prioritäten bei der Ableitung präventiver Maßnahmen setzen zu können. Zurzeit fehlt auch eine Übersicht über bestehende Werkzeuge elektromagnetischer Bedrohungen, die ebenfalls im Zuge von SEMB durchgeführt wird. Die Werkzeuge unterscheiden sich in der Art der Emissionen (z.B. im Hinblick auf Bandbreite oder Intensität), in ihrer Größe und dadurch in der Möglichkeit der Camouflage sowie des Aufwandes bei Aufbau im Hinblick auf Know-how und Kosten, und letztendlich in der Verfügbarkeit der Werkzeuge sowie ihrer Komponenten. Dies ist die Basis für die Klassifizierung der elektromagnetischen Bedrohungen, die unabdingbar für die Entwicklung von Schutzmaßnahmen ist. Diese generischen Schutzmaßnahmen werden in einem Maßnahmenkatalog zum Schutz kritischer Infrastrukturen zusammengefasst.

SEMB dient auch der zurzeit in Österreich noch relativ wenig ausgeprägten Bewusstseinsbildung über die Bedrohungen durch elektromagnetische Felder. Das Projekt ist die Basis einer österreichischen Strategie zum Schutz kritischer Infrastrukturen, die Konzepte zur Reduktion der Vulnerabilität durch elektromagnetische Felder beinhalten wird.


Zitat:
BUNDESMINISTERIUM FÜR Landesverteidigung und Sport
Abteilung Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Roßauer Lände 1
1090 Wien, Österreich
http://www.bmlvs.gv.at
Leiter: Bgdr Mag. Klemens Hofmeister



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BeitragVerfasst: 26. Jun 2012, 15:05 

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Ist zwar schon etwas älter, aber trotzdem interessant - es wäre aber noch interessanter, wenn man auf diesen Folien auch den Text entziffern könnte:

KIRAS-Fachtagung 25. April 2012

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Hier gibt es eine Computergrafik der Drohne in höherer Auflösung:

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Zitat:
SG CONCEPTS

SG concepts was founded in 1999 as a small and fl exible engineering company for design and development services. FE structure analysis have also been performed since 2003. Competences have been expanded since 2005 especially in the area of composites. The innovative strength of the company is shown by its involvement in research projects and its own patents. A prototype production facility was established for the company’s own UAV development, which is ready for series production.

Technologies and competences
The company’s interdisciplinary understanding of systems including electronics in particular has a positive effect on the project even as of the conceptual design phase. The core competences include the development of composites and piston engines from the concept up to the series production drawing. FE analysis with special tools for composites facilitate a design that is harmonised with the material properties in a closed process from a feasibility study right up to the prototypes.

Products and services in aviation

    – UAV structure
    – development, design and analysis of composite structures
    – engine development (piston engines)
    – tool and die construction (tooling)


Das einzige ähnlich kompakte Fluggerät dieser Art, das mir spontan einfällt, ist die AeroVironment Switchblade:



Zuletzt geändert von theoderich am 16. Mär 2013, 13:11, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 17. Jul 2012, 09:04 

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Ein weiteres Foto des Erprobungsfahrzeugs für SAFECON:

Bild

Zitat:
Our solution for Umanned Ground Vehicles (UGV) include fully autonomous, semi-autonomous, and driving assistence systems.

Key features of the technology are:

    • Sensor fusion of several environment sensors and inertial sensors
    • Self localization (indoor and outdoor)
    • Detection of obstacles
    • Path planning and control of single trucks and a convoy of trucks



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BeitragVerfasst: 30. Okt 2012, 00:15 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
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RealtimeAnalyzer Echtzeitanalyse von Ciphersuiten auf einem HPC-Cluster mit FPGA- und GPU-Koprozessoren

Zitat:
Ziel des Projektes RealtimeAnalyzer ist die Entwicklung eines Echtzeitanalysesystems für kryptographische Protokollumgebungen. Dazu wird ein bestehender HPC-Cluster um neue HW/SW-Komponenten erweitert. Ein zusammen mit dem Bedarfsträger entwickeltes, bestehendes Clustermanagementframework wird unter besonderer Berücksichtigung der Echtzeitanforderungen weiterentwickelt und mit Checkpoint-/Restart-Fähigkeit ausgestattet. Im Vorgängerprojekt CuteforceAnalyzer wurde ein massivparalleler Compute-Cluster bestehend aus hochgradig spezialisierten Prozessoren (Nodes) für die Implementierung von rechenzeitintensiven kryptanalytischen Algorithmen auf Basis einer Windows-HPC-Plattform entwickelt. Dieser Compute-Cluster ist besonders für kryptanalytische Aufgaben mit langen Laufzeiten, wie z.B. Offline-Analysen, geeignet. Für die Analyse von kryptographischen Protokollen besteht darüber hinaus jedoch auf Seiten des BMLVS der Bedarf an einer Erweiterung dieses Clusters dahingehend, dass in Echtzeit Informationen aus elektronischen Kommunikationsabläufen gewonnen werden können, die zu einer raschen Erkennung von adversiven Tätigkeiten, Lagebildgenerierung oder Einleitung von präventiven Maßnahmen herangezogen werden können. Die im RealtimeAnalyzer zu untersuchenden und entwickelnden Methoden der Echtzeitanalyse von Verschlüsselungsprotokollumgebungen (Cipher-Suiten) sollen daher eine zeitnahe Untersuchung und Analyse von Kommunikationsabläufen ermöglichen und die Sicherheit derartiger Cipher-Suiten zu überprüfen erlauben.


Hört sich nach einem neuen Supercomputer für das Abwehramt und das Heeresnachrichtenamt an.

FlexDetect – Flexible und mobile Detektion von eindringenden Personen in Sicherheitszonen

Zitat:
Aufgrund aktueller Bedrohungsszenarien und Aufgabengebiete ist jedoch der flexible und mobile Einsatz temporärer Personendetektionssysteme sehr vorteilhaft. Solche Einsatzgebiete wären beispielsweise:

    ■,Temporäre Überwachung von gefährdeten Einrichtungen aufgrund einer akuten Bedrohung in Risiko- oder Krisensituation (z.B. Verdacht auf geplanten Anschlag)
    ■ Eventschutz: Temporäre Überwachung kritischer Bereiche eines Veranstaltungsgeländes
    ■ Kurzfristige Überwachung von Wohngebieten/Siedlungen im Zuge der Kriminalitätsbekämpfung (z.B. bei akuter Zunahme von Einbruchsdiebstählen, Plünderung in Krisensituationen)
    Flexible Überwachung für den Grenzschutz und Auslandseinsätzen des ÖBH
    ■ Flexible, mobile Überwachung von Transportbehältnissen wie LKW und Güterzüge zur Kriminalitätsbekämpfung (z.B. Schlepperei)


Zitat:
Diese Herausforderungen sollen gleichzeitig auf mehreren Ebenen adressiert werden: (i) durch Integration von Sensordaten komplementärer Natur gepaart mit (ii) neuartiger visueller Verarbeitung die die räumliche und zeitliche Verteilung dieser Daten auf neuartige Weise analysiert.

Diese Ziele unterstützend soll ein neuartiges mechatronisches Konzept für ein automatisches, mobiles und flexibles Personendetektionssystem erarbeitet werden das unterschiedliche Sensordaten und Methoden miteinander verbindet. Das System soll folgende Systemeigenschaften und Alleinstellungsmerkmale aufweisen:

    Mobile, tragbare Basisstation die Sensordaten von mehreren, voneinander unabhängigen (stromsparenden) Systeminstallationen anzeigen und verbinden kann

    Mechatronisches Multi-Kamerasystem mit ausschließlich passiven Sensoren,
      darunter:
        ■ Stereo Vision für Tiefeninformation
        ■ Optical Flow für Bewegungsdetektion
        ■ Ungekühltes thermisches Infrarot für Nachtbetrieb und zusätzliche thermische Information (z.B. bei schlechten Sichtverhältnissen wie Nebel oder Schneefall)
        ■ Raum-Zeit Analyse visueller Information und zeitliche Aggregierung ermöglicht die Verringerung der inhärenten Unsicherheit optischer Systeme und bessere Erkennung von Fehlalarmen.
        Detektion von Personen aufgrund der lokalen Form und Bewegungsmuster, wodurch auch robbende Personen sowie Personen in Tarnanzügen detektiert werden können.
        ■ Aufstellung des Personendetektionssystems durch einfache und flexible Montage an Masten und Bäumen, eine Kalibrierung entfällt aufgrund von neu erarbeiteten Konzepten für Autokalibrierung und Autoparametrisierung
        ■ Montage in/auf Fahrzeugen (LKWs, Züge, Anhänger …)

Zitat:
Auflistung der weiteren Projekt- bzw. KooperationspartnerInnen

    Center Communication Systems GmbH (CCS)
    Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport (BMLVS)
    Bundesministerium für Inneres (BMI)
    Cosmic Productions Multimediaagentur GmbH (COS)
    Wagner Sicherheit GmbH (WS)
    GSK Partner: Universität Wien (Werkvertrag)



RENEWABLE MOBILE ULTRA LIGHT ENERGY STATION (REMULES)

Zitat:
Auf Basis von speziellen, ultraleichten und damit hochmobilen Photovoltaikanlagen ausgestattet und mit entsprechenden Speichersystemen soll gewährleistet werden, dass unmittelbar elektrische Energie zur Verfügung steht. Gerade nach einem Elementarereignis ist es immens wichtig, die elektrische Energieversorgung von der Aufrechterhaltung der Kommunikationswege bis hin zum Betrieb von medizinischen Hilfseinrichtungen wie Lazaretten sicherzustellen.

Im Zuge der Gespräche mit Organisationen, die in Katastrophenfällen in der Regel als erste in der Krisenregion ihre Arbeit aufnehmen (das sind die Bedarfsträger im jetzigen Konsortium: das österreichischen Bundesheer, das Österreichische Rotes Kreuz und die Johanniter), hat sich als besonders interessant die Vertiefung in Richtung mobilen Einsatz (inkl. Abwurf aus Transportflugzeugen) und Einsatz unter extremen Bedingungen wie hochalpinem Gelände (Schnee, Eis), Wüstenregionen (Sand, Staub) und Meeresküsten (Salz in der Luft) herausgestellt. Um diese benötigten Eigenschaften zu erreichen, müssen Konzepte entwickelt werden, bei denen neue Materialien und Verfahren zum Einsatz kommen. Die Forschungseinrichtung AIT-Energy kann durch viel Erfahrung im PV-Bereich und auch die Möglichkeiten, Materialen unter extremsten Bedingungen zu testen, einen hohen Know-how-Beitrag im Rahmen dieses Projektes leisten.

Über das reine System „Sonnenstromgenerator“ hinaus ist es für ein energieautarkes System notwendig, entsprechende Batteriespeichersysteme zu integrieren. Die Speichertechnologie steckt zwar noch in den Kinderschuhen, angetrieben durch die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Elektromobilität ist aber zu erwarten, dass sich gerade hier interessante Möglichkeiten auftun. Weiters ist angedacht, die Photovoltaik-Komponenten in Kombinationen mit Dieselsystemen zu betreiben und so die Versorgung mit Treibstoffnachschub zumindest weitgehend zu verringern bzw. zu optimieren.


Zitat:
Auflistung der weiteren Projekt- bzw. Kooperationspartner

    AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Energy Department
    Johanniter-Unfall-Hilfe in Österreich
    Österreichisches Rotes Kreuz, Landesverband Wien
    Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport (BMLVS)
    Joanneum Research, Institut für Wasser Energie und Nachhaltigkeit


      Zitat:
      Das Produkt smartflower™ ist ein „Photovoltaik-Energiesystem“ das dem Kunden als fertige Lösung in einem geschlossenen oder offenen Gehäusesystem geliefert wird. Alle Komponenten (Photovoltaik Module, Inverter, Motoren, Akku, etc.), die für den Betrieb einer Photovoltaik Anlage erforderlich sind, befinden sich bereits in einem „Systemgehäuse“. Das Produkt smartflower™ faltet sich in ein maximal kleines Gehäuse.

      Bei der Lieferung des Systems klappt der Kunde die Photovoltaik-Lösung auf, und kann danach sofort das System an das Haus oder Objekt ankoppeln und damit Strom aus der Sonne generieren – einfach „plug and play“. Dadurch entfallen fast alle Installationskosten.


      Zitat:
      Technische Daten

      smartflower™ 3.5 kW advanced

        Nennleistung 2.67 kWp
        Länge 3 m
        Breite 1.2 m
        Durchmesser PV 4.7 m
        Turmhöhe 2.7 m
        Gewicht 800 kg



Zuletzt geändert von theoderich am 07. Nov 2013, 10:44, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 11. Nov 2012, 20:07 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20734
Reliable Control of Semi-Autonomous Platforms (RelCon)

Zitat:
Im Rahmen des zurzeit laufenden KIRAS-Projektes SafeCon wird für das österreichische Bundesheer als Bedarfsträger eine Technologie entwickelt, um Versorgungskonvois des ÖBH mit einer Semiautonomie zu versehen, um in Gefahrensituationen den Verlust von Menschenleben zu vermeiden. Das Projektteam von RelCon - Reliable Control of Semi-Autonomous Platforms – plant nun, diese Kerntechnologie autonomer Versorgungskonvois für die spezifischen Anforderungen von zivilen Katastrophenszenarien weiter zu erforschen. Dabei soll auch ein Augenmerk auf die einfache und kostengünstige Realisierbarkeit solcher autonomer Fahrzeuge gelegt werden, ohne dabei jedoch Abstriche bei der Funktionalität oder der Zuverlässigkeit machen zu müssen.

Dies soll im Rahmen des Projektes RelCon durch einen integrierten Einsatz von autonomen Fahrzeugen und durch die Fernsteuerung durch einen Teleoperator erreicht werden, um schnell und flexibel auf variable Einsatzszenarien oder –bedingungen reagieren zu können. Durch die Kombination aus autonomen Fahrzeugen und einem Teleoperator ist im speziellen die Möglichkeit gegeben, auf unerwartete Ereignisse korrekt reagieren zu können. Derart unerwartete Ereignisse sind in der Regel nicht vorab planbar und damit können autonome Systeme darauf nicht ausgelegt werden. Jedoch wird von einem in einem realen Katastrophenszenario eingesetzten robotischen System von den Einsatzkräften erwartet, dass das System flexibel auf variierende bzw. unbekannte Bedingungen reagiert und damit eine hohe Robustheit im Einsatz aufweist. Deswegen wird im vorgeschlagenen Projekt RelCon der Fokus auf eine Kombination aus Autonomie und Fernsteuerung gelegt, um das für den Einsatz bei zivilen Katastrophenszenarien notwendige hohe Maß an Zuverlässigkeit und Robustheit zu erreichen.

Als Ergebnis erwartet sich das RelCon-Projektteam ein neuartiges Konzept für einen Autopiloten, der in Verbindung mit einem Teleoperator an einer Fernbedienstation in der Lage ist, vorgegebene Einsatzaufgaben flexibel, zuverlässig und robust zu erfüllen. Die zu entwickelnde Technologie soll als Aufrüstlösung für handelsübliche Fahrzeuge ausgelegt werden, die vom Hersteller mit geringem Aufwand dafür vorbereitet werden können.


Zitat:
Projektleiter:

    Fachhochschule Technikum Wien (FHTW)


Projektpartner:

    Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport (BMLVS)

    AIT Austrian Institute of Technology (AIT)

    AeroSpy Sense & Avoid Technology GmbH (AS)

    PIDSO - Propagation Ideas & Solutions GmbH (PIDSO)

    Rheinmetall MAN Military Vehicles Österreich GesmbH (RMMVAT)


SCUDO
Schutzübung für Computerbasierte Unternehmensübergreifende Desaster Logistik

Zitat:
Ziele: SCUDO verfolgt folgende Ziele: Erstens soll ein auf österreichische Unternehmen zugeschnittener, optimierter Übungsprozess für Notfallsituationen getestet werden und daraus Empfehlungen abgeleitet werden, und desweiteren sollen durch diese Übungen die gemeinhin gültigen internationalen Standards auf ihre Anwendungstauglichkeit in Österreich hin überprüft werden. Um diese Ziele zu erreichen, basiert das SCUDO Projekt auf der Planung mehrerer Notfallübungsszenarien mit den Projektpartnern und anschließender Durchführung dieser mit Unternehmenspartnern aus der kritischen Infrastruktur. Diese werden im Zuge des Projekts auf Basis der Austrian Trust Circles von CERT.at eingebunden.


Zitat:
ProjektleiterIn / Name und Institut/Unternehmen

    Alexander Szönyi
    Thales Austria GmbH

Auflistung der weiteren Projekt- bzw. KooperationspartnerInnen

    SBA Research GmbH
    nic.at Internet Verwaltungs- und Betriebsgesellschaft m. b. H.
    Zentraler Informatikdienst der Universität Wien (ZID)
    Universität Wien Arbeitsgruppe Rechtsinformatik
    Infraprotect GmbH
    REPUCO Unternehmensberatung GmbH
    Bundeskanzleramt
    Bundesministerium für Inneres
    Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport



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