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Die Zukunft der Wiener Kasernen

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Robert T
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Die Zukunft der Wiener Kasernen

Beitrag von Robert T » 30. Mär 2005, 11:09

Die Presse:

Heer: Kasernen werden zu (Luxus)Wohnungen

In Wien könnten rund ein Dutzend militärische Objekte der Heeres-Reform zum Opfer fallen.

WIEN. Rund einem Dutzend Wiener Kasernen und militärischen Liegenschaften droht in naher Zukunft das endgültige Aus. Die vor wenigen Tagen von Grün-Politiker Peter Pilz präsentierte Liste von möglichen Kasernen-Schließungen enthält auch zahlreiche Objekte in Wien. Die Liste birgt genügend Sprengstoff: Immerhin wird dort unter anderem mit dem Verkauf der Radetzky-Kaserne in der Gablenzgasse (16. Bezirk) spekuliert. In den Gebäuden zwischen Panikengasse und Hyrtlgasse ist unter anderem das Militärkommando Wien untergebracht. 500 bis 600 Soldaten versehen dort ihren Dienst. Die Liegenschaft gehört dem Bundesheer. Die Gebäude stehen unter Denkmalschutz, eine neue Nutzung - etwa für Wohnungen oder als eine Art Campus - wäre "fast undenkbar", meinen Insider.

Tatsache ist allerdings, dass im Zuge der Bundesheer-Reform die Militärkommandos verkleinert werden. Für Wien wäre eine derart große Liegenschaft wie die Radetzky-Kaserne daher in Zukunft nicht mehr notwendig. Pilz geht gleich einen Schritt weiter: "Im Zuge der Reform wäre es sinnvoll, das Militärkommando Wien gleich gänzlich aufzulösen."

Ebenfalls auf seiner Liste: Das Amtsgebäude des Verteidigungsministeriums am Franz-Josefs-Kai 7-9. Dort sind derzeit große Teile des Planungs- und Rüstungsstabes untergebracht. Auch dieses Haus steht im Besitz des Heeres. Von außen desolat aussehend, gehört es durch die Lage in der Innenstadt zu den Prunkstücken im Portfolio des Verteidigungsministeriums. Wird es entsprechend renoviert und auf den technisch neuesten Stand gebracht, könnte es als attraktives Büro- und Wohnhaus (direkt am Donaukanal) gewinnbringend verwertet werden. Christoph Stadlhuber, Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), meint dazu: "Wohnen in Stadtnähe ist immer interessant."

Modellcharakter, wie Kasernen gewinnbringend neu genützt werden können, haben die Carl-Kaserne (Donaustadt) und die Wilhelm-Kaserne (Leopoldstadt): Im Vorjahr wurde erstere an die Wohnbaugesellschaft "Arwag" um 6,5 Mill. Euro verkauft - das Geld ging zur Gänze an das Verteidigungsministerium. Derzeit entstehen im neuen Wohnpark 280 Mietwohnungen, 2007 sollen sie bezugsfertig sein. Bei der Wilhelm-Kaserne - das Areal erstreckt sich über rund 28.000 Quadratmeter - beteiligt sich die Republik an der Entwicklung: 20 Prozent der Liegenschaft behielt die BIG, die ein Bürogebäude mit rund 15.000 m2 errichtet. Anstelle der Militärgebäude, die kürzlich geschliffen wurden, werden 750 Wohnungen gebaut. Der Wettbewerb ging an Architekt Manfred Nehrer und Partner. Geplant sind auch Geschäftsflächen für die Nahversorgung.

Auf der anderen Seite des Elderschplatzes befindet sich die Kaserne Vorgartenstraße (auch Albrecht-Kaserne genannt). Zu Beginn des Jahres zog die Marketing-Abteilung des Heeres in die Rossauer Kaserne, derzeit befinden sich noch Teile der Rüstungs- und Wehrtechnik sowie die Stellungskommission in den Objekten nahe dem Messegelände. Diese Liegenschaft soll ebenso verkauft werden wie die Biedermann-Huth-Raschke-Kaserne in der Breitenseer-Straße. Der Bauzustand dieser Kaserne in Penzing ist besonders schlecht.

Ein wenig anachronistisch mutet unter Insidern auch an, dass das Abwehramt (der Inlands-Nachrichtendienst des Heeres) nicht in einer gesicherten Kaserne - wie etwa das für die Auslandsaufklärung zuständige Nachrichtenamt im 14. Bezirk - sondern in einem "normalen" Haus untergebracht ist. Dieses Gebäude im dritten Bezirk steht laut der Pilz-Liste ebenfalls zum Verkauf an.

Unklar ist die Zukunft der Maria-Theresien-Kaserne bei Schönbrunn. Sie ist die Heimat der Garde. Auch für diese Liegenschaft gibt es bereits Überlegungen: Geht es nach der Stadt Wien, könnte hier eine Mixtur aus Sport, Kultur und Wohnen entstehen.

BIG-Geschäftsführer Stadlhuber macht aber auf einen Umstand aufmerksam: Sämtliche Kasernen haben eine "Sonderwidmung". Ohne einer entsprechenden Umwidmung in Bauland ist die Liegenschaft deutlich weniger wert: "Ich würde daher erst verkaufen, wenn ich die Umwidmung habe."

Endgültig entschieden ist noch nichts, im Militärkommando Wien heißt es zur "Presse" "Die Kasernen-Verkaufsliste für Wien ist nicht zutreffend." Es stünden noch Gespräche zwischen Verteidigungsminister Günther Platter und Bürgermeister Michael Häupl bevor. Auch das Verteidigungsministerium will über die Zukunft der Kasernen noch nicht spekulieren.

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In der Kuchelau am Wiener Stadtrand steht außerdem noch die Tegetthoff Kaserne, wo Teile der PiTS sowie die Patrouillenbootstaffel stationiert sind. Auch die steht gemeinsam mit der Schwesterkaserne auf Klosterneuburger Boden auf der Schließungsliste. Nettes "Schloß-ähnliches" Gebäude am Wasser, dass sich für ein Hotel eignen würde - nur die Eisenbahnlinie ist gleich daneben. Wer will dort schon wohnen?

pg
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Beitrag von pg » 30. Mär 2005, 15:53

Endgültig entschieden ist noch nichts, im Militärkommando Wien heißt es zur "Presse" "Die Kasernen-Verkaufsliste für Wien ist nicht zutreffend.


Ich glaub' der Pilz nimmts mit der "Fürsorge" für BH wieder einmal sehr ernst. Die Verunsicherung auszunützen und mit Listen in die Öffentlichkeit zu gehen ist nicht grade zielführend, außer für Parteiarbeit.

Diese Liegenschaft soll ebenso verkauft werden wie die Biedermann-Huth-Raschke-Kaserne in der Breitenseer-Straße. Der Bauzustand dieser Kaserne in Penzing ist besonders schlecht.


Kein Neuigkeitswert, die hat schon '79 schlecht ausgesehen.

Ein wenig anachronistisch mutet unter Insidern auch an, dass das Abwehramt (der Inlands-Nachrichtendienst des Heeres) nicht in einer gesicherten Kaserne - wie etwa das für die Auslandsaufklärung zuständige Nachrichtenamt im 14. Bezirk - sondern in einem "normalen" Haus untergebracht ist. Dieses Gebäude im dritten Bezirk steht laut der Pilz-Liste ebenfalls zum Verkauf an.


Sind ja auch kein "Soldaten" drinnen und das Betreten erfolgt gassenseitig ja auch etwas unauffälliger. Das Gebäude in dem u.a. das BVT drinnen ist steht ja auch als "normales" Haus am Schottenring. Ganz versteh' ich die Aussage nicht.

In der Kuchelau am Wiener Stadtrand steht außerdem noch die Tegetthoff Kaserne, wo Teile der PiTS sowie die Patrouillenbootstaffel stationiert sind.


Wär schade um die Patruillenbootstaffel, irgendwie hab ich das Gefühl ihr Schicksal hängt von der Immobilien"spekulation" ab.

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