Tricks & Tipps für Schiffsmodellbauer

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Tricks & Tipps für Schiffsmodellbauer

Beitrag von The Modeller » 15. Jan 2007, 17:27

Wer hat einen besonderen Werkstoff, eine besondere Fertigungsmethode - oder sogar einen besonderen Partner als Hilfe bei Problemen gefunden?
Bitte lasst uns teilhaben. Das Forum ist eröffnet.
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Hilfe bei Elektronik-Problemen

Beitrag von The Modeller » 15. Jan 2007, 17:37

Unsere Stammtische Modellbau werden von einen neuen Kollegen, der bei elektronischen Problemen aller Art helfen kann, fallweise besucht.

Manfred HAFNER ist Elektrotechniker von Beruf und hat sich ursprünglich mit Reperaturen elektronischer Geräte befasst. Heute bietet er Hilfe und Lösungen für elektronische Probleme und Reperaturen aller Art im Großraum Wien an.
Erreichbar unter 0664/56 01 308.

Im Falle der Modell-Schiffahrt bedeutet das:
o Hilfe und Reperaturen bei Fernsteuerungseinheiten
o Lösung von Steuerungsproblemen
o Hilfe und Ratschläge bei Elektronik-Bauteilen

Im Falle der Groß-Schiffahrt bedeutet das:
o Alle elektronischen Anlagen an Bord
o Funkgeräte, usw.

Für den Haushalt bedeutet das:
o Alle HiFi und TV-Geräte können einmal spinnen.
o nicht wegwerfen, sondern zumindest einmal anschauen lassen!

Manfred Hafner ist ein hilfsbereiter Kollege, der natürlich auch
davon leben muß, Reperaturen durchzuführen.
Also, der Richtige für jeden, der schnelle und preiswerte Hilfe braucht.
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Planen für 1/700er Schiffe

Beitrag von The Modeller » 18. Jan 2007, 11:48

Von unserem Freund Jim BAUMANN (Seriengewinner der Telford-Wettbewerbe) habe ich einen guten Tipp bekommen, wie man Planen auf Schiffen herstellen kann.

Er verwendet es vor allem für 1/700er Schiffe.

Um zum Beispiel Sonnenplanen herzustellen, baut er einen Rahmen aus ganz dünnen Drähten oder Ätzteilresten und zieht über diesen Rahmen vorsichtig Weißleim. Das sieht momentan sehr plump aus, trocknet aber über Nacht ab und gibt einen durchsichtigen Schleier, den man nach Bedarf anmalen kann.

Das funktioniert auch sehr gut bei Planen auf Relings - auch in anderen Maßstäben. Geätzte Reling wird einfach nach Bedarf mit diesen Weißleim überzogen und anschließend abgetönt.
Im Flugzeug-Modellbau gibt es dafür eine eigene Flüssigkeit (Liquid Plast - oder so ähnlich) mit der man auch Bullaugen füllen kann. Aber das ist im Prinzip nicht viel anders als Weißleim.

Ich hab´s schon probiert. Es geht gut und bringt eine neue Möglichkeit im Schiffsmodellbau.

Happy modelling

Robert A Tögel
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Wasser im Modell

Beitrag von The Modeller » 25. Mai 2009, 21:33

Da hat jeder seine eigene Formel.

Ich bevorzuge das Modellieren mit Gips.[/b]

[b]Das hat mehrere Gründe:


1. Wenn man - so wie ich - oft am Wasser ist, weiß man, dass die Wasserfläche und die Wellen eigentlich nicht durchsichtig, sondern eine gewellte Masse sind.
Durchscheinend wird Wasser nur, wenn man hoch oben steht und herabsieht. Oder wenn es als Wasserfall von Stufe zu Stufe fällt, oder wenn sich Wellen hoch aufbäumen und überschlagen. Aber auch nur, wenn die Sonne entsprechend steht.

2. Mit Gips kann man wunderbar Wellen formen.
Von der gekräuselten Wasseroberfläche bis zur hohen Welle.
Je größer die Welle umso wichtiger wird der Unterbau. Weil Gips ein ordentliches Gewicht hat und weil man hohe Wellen mit Styropor oder Kork vorbauen kann.

Lange Wellen mache ich -je nach Maßstab - mit einem borstigen Pinsel oder mit einem Kamm. Auch Kartonschablonen habe ich mir schon zugeschnitten (mit unregelmäßigen Zähnen).

Die gekräuselten Wellen oberhalb eines Antriebes, am Rande eines Rumpfes oder in der Hecksee tupfe ich mit einem harten Pinsel.

Die Konsistenz des Gips ist am besten, wenn man ihn etwas zu dünn anrührt und dann etwas rasten lässt.
Dann läßt er sich besonders gut ziehen und zu Wellen formen. Jedoch muß man schnell sein, die günstigste Offenzeit ist relativ kurz. Doch Gips ist ja nicht allzuteuer und es ist besser, wenn etwas überbleibt als wenn man zuwenig hat.

Es gibt auch eine Reperaturspachtel mit Fasern (aus der Tube bzw. aus der Dose). Der Stoff ist fertig angerüht und kostet entsprechend mehr, aber enthält lange Fasern, mit denen sich wunderbar langgezogene Wellen bilden lassen.

Gips gut durchtrocknen lassen, bevor eine weitere Verarbeitung erfolgt.
Man merkt: Solange der Gips noch nicht abgebunden hat, greift er sich warm an.

3. Die nächste Phase ist die Bemalung.

Hier gibt es zwei Methoden:

Methode A Wasserfarben

Ich verwende gerne ganz normale Schüler-Aquarell-Farben, die ich meinen Wünschen entsprechend auftrage und in den Gips einziehen lasse. Da sollte man sehr schnell arbeiten, kann aber lasierend arbeiten.
Das heißt Farbe vorerst nur stark verdünnt auftragen und dann auf den dünkleren Stellen - zum Beispiel in den Wellentälern - öfter darübergehen. Unbedingt ausprobieren. Die bleibende Tönung ist dünkler als man vorerst sieht!
Es werden alle Tönungen gemalt, ausser weiße Schaumkronen.
Nach dem Abtrocknen wird das ganze mit Glanzlack richtig überzogen.
Dazu sind meist mehrere Arbeitsgänge notwendig, weil der Gips ja noch immer offenporig ist und den Glanzlack in sich aufzieht. Immer auftragen - trocknen lassen, usw.
Das macht man sooft, bis man eine glänzende Oberfläche hat.

Nachdem die oberste Lackschicht aufgetrocknet ist und alles Wasser glänzt, werden mit mattem Deckweiß
die Schaumkronen aufgetupft. Bitte beachen: Wasserschaum ist immer matt!!!!

Methode B: Acrylfarben oder Ölfarben.


Hier funktioniert das Ganze umgekehrt.
Zuerst wird ein weiß glänzender Lack aufgebracht. In so vielen Schichten, dass der Glanz stehen bleibt.
Darauf wird dann die Färbung des Wassers aufgebracht.
Alles mit glänzenden Farben bzw. Malmitteln.
Zum Schluß kommen dann wieder die Schaumkronen mit mattem Weiß.

Ausprobieren.
Nachmachen.
Bei mir funktionierts hervorragend.
In allen Maßstäben.


Es würde mich freuen, von Euren Erfahrungen mit dieser Methode zu hören.

Liebe Grüße
TheModeller
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