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Cartoon-Streit!!!

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Stoni
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Cartoon-Streit!!!

Beitrag von Stoni » 06. Feb 2006, 15:49

Würde mich interessieren was ihr vom sogenannten Cartoon-Streit haltet.
Meiner Meinung nach zeigt das ganze wieder einmal die Intoleranz der arabischen Welt gegenüber dem Westen, obwohl die sogenannte Toleranz umgekehrt ja ständig gefordert und ausgeübt wird.

Bad Rabbit
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Beitrag von Bad Rabbit » 06. Feb 2006, 15:59

neuste meldung:

wegen dänischer cartoons vor österreischischer botschaft deutsche flagge verbrannt

und das ist nichtmal ein witz... :(
Ein Wolf im Schafspelz bleibt trotzdem ein Wolf.

Stoni
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Beitrag von Stoni » 06. Feb 2006, 18:16

Neueste News!!!

Mit Brandsätzen und Steinen

Die Proteste gegen die Mohammed-Karikaturen fordern bereits Todesopfer.

Aus Protest gegen die in europäischen Zeitungen erschienenen Mohammed-Karikaturen haben Demonstranten in der iranischen Hauptstadt Teheran die österreichische Botschaft angegriffen.

Rund 200 Demonstranten schleuderten am Montag Brandsätze und Steine auf das Gebäude, wie ein Reuters-Fotograf berichtete.


Fahnen verbrannt

Sie setzten anschließend Fahnen europäischer Staaten in Brand. Sie forderten die Schließung der diplomatischen Vertretungen der Länder, in denen Zeitungen die umstrittenen Karikaturen veröffentlicht hatten.

Laut AFP befanden sich zahlreiche islamistische Milizionäre unter den Demonstranten.

An Erstürmung gehindert
Alle Fenster der Vertretung seien eingeschlagen worden. Das Gebäude sei aber nicht in Brand geraten. Dutzende Sicherheitskräfte hinderten die Demonstranten an der Erstürmung der Botschaft. Österreich hat derzeit die EU-Ratspräsidentschaft inne.

Die Botschaft wurde aus Sicherheitsgründen geschlossen. Außenministerin Ursula Plassnik (ÖVP) betonte am Montag nochmals, dass die Sicherheit der österreichischen Bürger und Einrichtungen in den von den Protesten betroffenen Ländern absolute Priorität habe.


Auch Kulturforum beschädigt

Durch den Wurf von Molotow-Cocktails wurde auch das Gebäude des österreichischen Kulturforums in Teheran beschädigt. Personen kamen dabei nicht zu Schaden.


Schutz gefordert

Der österreichische Botschafter protestierte umgehend und verlangte von den Behörden nochmals angemessenen Schutz für Österreicherinnen und Österreicher sowie für alle österreichischen Einrichtungen im Iran, teilte das Außenministerium mit.


Botschaft im Libanon beschädigt

Bereits am Vortag war durch die Ausschreitungen gegen dänische Einrichtungen in der libanesischen Hauptstadt Beirut auch die österreichische Botschaft in Mitleidenschaft gezogen worden. Das erklärte Außenministerin Ursula Plassnik (ÖVP) Sonntagabend in der ZiB1.

Die österreichische Botschaft ist laut Außenministeriums-Sprecherin Astrid Harz im 8. Stock des Gebäudes untergebracht, in dessen 2. Stock sich das dänische Konsulat befindet, das am Sonntag von Demonstranten in Brand gesetzt wurde.

Erhöhte Gefahr in 19 Ländern
Angesichts der Demonstrationen wies das Außenministerium am Montag nochmals auf die erhöhte Sicherheitsgefährdung in 19 Ländern hin.

Die vom Außenamt in Wien herausgegebene Liste umfasst neben dem Iran, dem Libanon, Syrien und den Palästinensergebieten auch Ägypten, Jordanien, Algerien, Äthiopien, Indonesien, Kuwait, Libyen, Malaysia, Marokko, Oman, Pakistan, Saudi-Arabien, Tunesien, die Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE).

Keine EU-Krisensitzung geplant

Ungeachtet der anhaltenden Proteste plant die österreichische EU-Ratspräsidentschaft dazu keine Krisensitzung. Derzeit sei "kein Sondertreffen" vorgesehen, sagte ein Sprecher der EU-Ratspräsidentschaft am Montag auf Anfrage der APA in Brüssel.


Erste Tote bei Protesten

Die teilweise gewalttätigen Proteste in der islamischen Welt gegen die umstrittenen dänischen Mohammed-Karikaturen forderten auch erste Menschenleben. In Afghanistan starben bisher drei Demonstranten, jeweils einer im Libanon und in Somalia.

Wie am Montag bekannt wurde, erlag in Beirut einer der Männer, die am Vortag das dänische Konsulat gestürmt und in Brand gesetzt hatten, seinen schweren Kopfverletzungen. In Somalia wurde ein Mann von Sicherheitskräften erschossen.


Drei Tote in Afghanistan

In Afghanistan starben am Montag drei Demonstranten. US-Soldaten und afghanische Sicherheitskräfte hatten einer aufgebrachten Menge in der Stadt Bagram Feuergefechte geliefert.


Kein Ende der Proteste

Unterdessen gingen die Proteste auch am Montag weiter. Außer in Afghanistan demonstrierten im Iran, in Indonesien, Thailand, auf den Philippinen und in den Palästinensergebieten Moslems gegen die Karikaturen.

In Gaza-Stadt attackierten Dutzende Palästinenser wieder das seit Tagen geschlossene EU-Büro. Augenzeugen berichteten, die Randalierer hätten eine Fahne mit den Emblemen der Europäischen Union verbrannt und das Gebäude mit Steinen beworfen.


Irak: Fatwa gefordert

Bei einer Kundgebung im Irak forderten schiitische Demonstranten eine Fatwa (religiöses Rechtsgutachten) gegen die dänischen Zeichner der umstrittenen Karikaturen.


Warnschüsse in Indonesien

In Indonesien feuerte die Polizei am Montag Warnschüsse, um die Menge auseinander zu treiben. In der zweitgrößten indonesischen Stadt Surabaya hatten zuvor rund 300 Mitglieder der extremistischen Islamischen Verteidigungsfront das US-Konsulat gestürmt und das Gebäude mit Steinen beworfen.


Annan ruft zur Besinnung auf

UNO-Generalsekretär Kofi Annan hatte in der Nacht erneut ein Ende der Gewalt gefordert. Er teile zwar die Gefühle vieler Moslems, die ihre Religion durch die Veröffentlichung der Karikaturen beleidigt sähen, jedoch rechtfertige "dieser Groll keine Gewalt".


Gemeinsamer Aufruf von Zapatero und Erdogan

Der spanische Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan riefen gemeinsam zu Besonnenheit auf.

"Wir werden alle Verlierer sein, wenn es uns nicht gelingt, die Situation sofort zu entschärfen, die in ihrem Sog nur einen Pfad von Misstrauen und Missverständnis zwischen beiden Seiten hinterlassen kann", hieß es in dem gemeinsamen Aufruf.




Bin schon neugierig was morgen wieder für Horrormeldungen auf uns warten. Als Europäer kann ich zu diesem schändlichen verhalten wirklich nur den Kopf schütteln. :evil:
Zuletzt geändert von Stoni am 06. Feb 2006, 18:20, insgesamt 1-mal geändert.

Cyclop
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Beitrag von Cyclop » 06. Feb 2006, 18:18

Meine Meinung: Es war ein saublöder Fehler der dänischen Medien, diese Karikaturen zu zeigen. Das hätten die wissen müssen. Mit dem Recht der Medien auf freie Meinungsäußerung sollte schon eine gewisse Verantwortung mitschwingen. Noch dümmer war es, im Zuge der Berichterstattung die Cartoons diese nachzudrucken oder sogar eigene neue Zeichnungen beizusteuern, obwohl man schon wusste, dass die Sache große Wellen schlägt.
Das sich die islamische Welt von ein paar Radikalen so aufpuschen lässt, dass es wegen so einem Blödsinn sogar Tote gibt, ist mehr als bedenklich. Das islamische Staatsoberhäupter und Geistliche die Gewalttaten nicht sofort scharf verurteilten, ebenso.
Ich weiss nicht so recht ob man entschuldigend sagen kann: es fehlen dem Islam rund 650 Jahre Geschichte gegenüber dem Christentum - damals waren Christen genauso.

Stoni
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Beitrag von Stoni » 06. Feb 2006, 18:24

Ich verabscheue es zutiefst irgendetwas nicht zu drucken nur weil es irgend einer Gruppe nicht in den Kram passt. Für mich zählt das zum Grundrecht der freien Meinungsäußerung und ich würde mir das von keiner Macht der Welt verbieten lassen!
Abgesehen davon, sind diese Cartoons harmlos, und solch eine mittelalterliche Einstellung durchgehen zu lassen(sich beeinflussen zu lassen) halte ich für undenkbar!

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Futschigama
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Beitrag von Futschigama » 06. Feb 2006, 19:47

ich muss aber auch sagen, dass radikale christen mindestens genauso schlimm sind...nur gibts halt davon nicht (mehr) so viele

beistrich
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Beitrag von beistrich » 06. Feb 2006, 19:56

Gerade bei so einen sensiblen Thema solche Cartoons zu drucken war eine Provokation, es kann mir keiner erzählen das keiner der Verantwortlichen der dänischen Zeitung erwartet haben das es keine negative Reaktionen gibt. Sie haben damit verschiedenen radikalen Gruppen und Regierungen in islamisch dominierten Ländern ein Geschenk gemacht: Sie können jetzt Europa und den Westen als den Teufel hinstellen und dadurch ihre eigene Position stärken.
Es fälllt auf wie gut informiert/gelenkt die Mobs sind: Nichteinmal alle Österreicher wissen das Österreich den Ratsvorsitz hat aber anscheinend ein paar hundert Demonstranten im Iran.

Wenigstens kommen jetzt viele in Europa drauf das wir nicht ewig eine Insel der Seligen sein können und sich nicht nur amerikanische und israelische Flaggen gut verbrennen lassen.

Stoni
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Beitrag von Stoni » 06. Feb 2006, 20:38

Neueste News!!!



Der Iran will "die ganze Welt herausfordern", wenn man weiter "provoziert" wird.
Trotz ständig neuer Eskalationen im Konflikt um Mohammed-Cartoons gießt der Iran in dem Streit Öl ins Feuer. Die Ausschreitungen von Moslems hatten am Montag - mit Österreichs Botschaft als Ziel - auch Teheran erreicht. Trotzdem ermuntert das Regime zu neuen Protesten.
In einer offiziellen parlamentarischen Erklärung von rund 200 Abgeordneten wurde etwa ausdrücklich auf den Fall von Salman Rushdie hingewiesen. Radikalislamische Geistliche hatten wegen dessen Buch "Satanische Verse" zum Mord an dem britischen Autor aufgerufen.

Iran droht mit Rache
"Offensichtlich haben sie nichts aus dem elenden Leben der Person gelernt, die die 'Satanischen Verse' geschrieben hat", hieß es in der Erklärung. Unglücklicherweise hätten "isolierte Atheisten" mit der "Beleidigung des heiligsten Propheten ihre Dummheit bewiesen".

Falls sich derartige "Provokationen" wiederholen würden, würde man im Gegenzug "die ganze Welt herausfordern", hieß es. Präsident Mahmud Ahmadinedschad drohte wiederum der westlichen Welt: "Den Propheten Mohammed zu beleidigen, wird eurer Position nicht nützen."

Neue Ausschreitungen
Auch kam es bereits zu neuen Ausschreitungen bei einer Demonstration am Montagabend, zu deren Teilnahme das iranische Regime ermuntert hatte. Nach der Attacke auf die österreichische Botschaft am selben Tag war nunmehr die dänische Botschaft das Ziel.
Laut Augenzeugen warfen über 200 Demonstranten Steine und Brandsätze auf die Botschaft. Die Polizei versuchte, die aufgebrachte Menge daran zu hindern, in das Gebäude einzudringen. Es kam zu Zusammenstößen. Die Cartoons waren zuerst in dänischen Zeitungen abgedruckt worden.

Boykott trotz Bumerangeffekts
Die iranische Regierung hatte kurz zuvor den sofortigen Abbruch aller Handelsbeziehungen mit Dänemark verkündet. Auch in anderen moslemischen Ländern, etwa in Ägypten und Pakistan, taten die zahlreichen Boykottaufrufe von Geistlichen bereits ihre Wirkung.

Mit dem Boykott dänischer Waren schneiden sich die Länder allerdings auch ins eigene Fleisch, denn es geht vor allem um medizinische Artikel und Medikamente. In Pakistan gibt es sogar Aufrufe, die weiter nötige medizinische Hilfe nach dem Erdbeben vom Oktober abzulehnen.

Drei Tote bei Protesten
Den ganzen Tag war es in dem Konflikt unterdessen zu gewalttätigen Kundgebungen gekommen. Im Nahen Osten, in Afghanistan, Thailand und Indonesien gingen am Montag Tausende Menschen auf die Straßen, Botschaften blieben aus Furcht vor Gewalt geschlossen.

Auch forderten die Proteste weitere Todesopfer. In Afghanistan starben drei Menschen bei Feuergefechten mit Sicherheitsleuten, im Libanon erlag ein Demonstrant seinen Verletzungen vom Vortag. In Somalia wurde laut Augenzeugen ein 14-Jähriger erschossen.

Bombendrohung gegen "France Soir"
Nach Ägypten und Jordanien unternahmen außerdem nun auch Behörden im Jemen Schritte gegen eine Zeitung unternommen, die die Karikaturen nachgedruckt hatte. Die französische Zeitung "France Soir", die ebenfalls die Cartoons publiziert hatte, bekam Bombendrohungen.



Also ist schon interessant wie schnell sie alle die ganzen Fahnen her hatten würde mich nicht wundern wenn das zumindest im Iran staatlich organisiert ist. Es ist klar, dass das Ganze den radikalen in die Hand spielt, jedoch kann ich es einfach nicht verstehen, dass man wegen einiger Cartoons sich so aufregen kann, auf jedenfall kommt das Ganze den vielen diktatorischen Systemen im nahen Osten zugute. Eine bessere Ablenkung von den eigenen Problemen und Versäumnissen kann es ja fast nicht mehr geben.
Auf jeden Fall schüttet man momentan nicht noch Öl in den Flächenbrand.

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KawaZ400
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Freiheit-Pressefreiheit und Religionsfreiheit

Beitrag von KawaZ400 » 06. Feb 2006, 22:00

Freiheit-Pressefreiheit und Religionsfreiheit

Ein bescheidener Beitrag meinerseits zu den Karikaturen in dänischen Zeitungen und ihren Auswirkungen in Europa und weltweit.

Ergründen wir also einmal diese Freiheit

Im Wort Pressefreiheit steckt das Wort Freiheit das wir alle immer als unser höchstes Gut ansehen.
Was ist nun diese Freiheit - kann man sie essen oder kann sie etwas anderes was sie den Menschen so wertvoll macht ?
Die Freiheit bedeutet vielen tun und lassen zu können was sie wollen, was aber eine falsche Sicht der Sache ist.
Grenzen wir die Sache also mal ein und stellen wir die Behauptung auf das es keine Freiheit von etwas gibt sondern nur eine Freiheit zu etwas.
Ich weiß das klingt jetzt verwirrend, aber es macht deutlich das wir eigenverantwortlich für unsere Freiheit sind. In einer Freiheit von etwas wird ein Teil der Verantwortung einfach fallen gelassen,was damit die Freiheit wieder einschränkt. Bei einer Freiheit zu etwas über nehme ich selber die Verantwortung für mein handeln und werde damit wirklich frei weil ICH ja die Entscheidung für oder gegen etwas treffe.
Wenn wir jetzt noch die Freiheit in ihrem Umfang definieren.

Wie weit geht Freiheit, was darf sie und was darf sie nicht ?
Bin ich allein auf weiter Flur habe ich damit kein Problem - niemand den meine Freiheit einschränkt oder stöhrt, aber sobald sich mehrere Personen in meinem Umfald befinden, begrenzt sich die persönliche Freiheit. Meine persönliche Freiheit kann nur soweit gehen wie sie die Freiheit eines anderen nicht einschränkt.
Jetzt haben wir eine Freiheit die ein sehr flexibeles Gut ist und sich immer ihrem Umfeld anpaßt.
Wie verhält sich das aber nun mit Reilgionsfreiheit + Pressefreiheit ?
Die Religionsfreiheit gibt mir das Recht zu glauben was ich möchte im göttlichen Sinne, ob das nun Jehova,Christus,Allah oder ein buddistischer Pantheon ist, aber er gibt dieses Recht jedem und nicht nur einer Religion die dann eine Allheilslehre als alleinseeligmachend für sich in Anspruch nehmen darf. Das setzt somit voraus das die Religion in ihrer Lehre an sich schon tolerant gegenüber Andersgläubigen ist.
Sehen wir uns die drei Buchreligionen nun an (Christentum,Judentum + Islam) so finden wir im geschriebenen Wort der Grundlage dieser Religionen (Tora,Bibel +Koran) in allen eine Toleranz gegenüber Andersgläubigen aber auch den Anspruch allein den Weg zur Seeligkeit zur haben. Gerade aber dieser Anspruch ist es aber der den Fanatismus hervor bringt, sei es nun der Kreuzfahrer im Mittelalter oder den an seinen Jihad glaubenden Terroristen.

Kommen wir nun einmal zu Pressefreiheit, wie weit darf sie gehen, darf sie alles sagen und tun oder sind auch dieser Freiheit Grenzen gesetz?
Wie wir oben festgestellt haben geht eine Freiheit nur soweit bis sie die Freiheit eines anderen einschränkt. In der Pressefreiheit hieße das das ich alles schreiben kann was einen anderen Menschen nicht schadet.
Gehen wir nun einmal davon aus das die Presse sich der Wahrheit verschrieben hat und deren Verbreitung (ist leider in den wenigsten Fällen der Fall) dann kann der Journalist alles schreiben was einem seiner Mitmenschen keinen Schaden zuführt. Wenn wir jetzt noch einmal auf zwei sehr schöne Formen des Journalismus eingehen, die Glosse und die Karrikatur, die sich da durch auszeichen NICHT die Wahrhiet zuzeigen sondern den Menschen durch Überspitzung und Umkehrungen der Wahrheit den Spiegel vor zu halten. Kann dann eine Zeichnung die einen Propheten als Terroristen darstellt die Freiheit eines anderen beschränken ?

Meiner Meinung nach nicht - eine Religion sollte die Größe haben in sich soweit gefestigt zu sein das sie über diesen Dingen steht, auch wenn sie in ihrer Lehre als gotteslästerlich ausgelegt werden. Womit wir wieder beim Freiheitsverständnis an sich währen, und zwar dem Freiheitsverständnis der Religionen. Wir geben den Menschen zwar das Recht zu glauben an was sie wollen aber die Führer der Religionen nehmen es den Menschen wieder, in dem sie im Fanatismus der ihnen inne wohnt die Botschaft ihrer Religion von Erlösung und Liebe nur denen zugestehen die ihrem Weg folgen.

Es gibt also keine Lösung in dem Dilema zwischen der Freiheit des Einzelnen und der Freiheit der Religion solange die Führer der Religionen nicht ihr Freiheitsverständnis überarbeiten und vorallem die islamische Welt den Menschen die Freiheit gibt zu tolerant zu sein, weil die Toleranz ja ein Teil der Freiheit ist.

Kommen wir noch einmal zu den Religionen, wie kann eine Religion Menschen zwingen nach ihren Regeln zu Leben ?
Jede Religion hat Gebote/Regeln die Dinge fordert oder verbietet, sie verlangt aber als Preis für ihre Seeligkeit das die Anhänger wirklich an dieses glauben. Wird ein Mensch der in eine Religion gezwungen wird und nach ihren Gesetzen lebt nun also "erlöst" obwohl er nicht an diesen Gott glaubt ? Wenn wir uns die Schriften genau anschauen müßen wir die Frage verneinen. Genauso wenig wie ein Mensch "erlöst" wird der zwar an diesen Gott glaubt aber sich nicht an die Regeln seines Glaubens hält. Wobei dieser hat bei allen Religionen die Chance auf die Barmherzigkeit seines Gottes ihn nicht in die ewige Verdammnis zu schicken.

Kommen wir nun zu einer finalen Schlußfolgerung das nicht das Handeln sondern das Glauben der wichtigste Weg zur Erlösung in allen Religionen ist, so kommen wir auch zu dem Schluß das eine Karrikatur dieser Religion zwar das Gefühl des Glaubenden verletzt aber seine Freiheit in keiner Form einschränkt.

Edit :
Interessant ist auch die Sichtweise der islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, zu finden auf http://www.derislam.at/haber.php?sid=79&mode=flat&order=1

Herabwürdigende Karikaturen des Propheten - Islamfeindlichkeit steht im Raum

Bild

Meinungsfreiheit darf nicht zum Deckmantel für Schmähungen und Hetze degradiert werden

So begrüßenswert die Worte des Bedauerns sind, die seitens der Herausgeber von geschmacklosen und zutiefst beleidigenden Karikaturen des Propheten Muhammad in der dänischen Zeitung "Jyllands-Posten" an die Öffentlichkeit gingen - Hinwegtäuschen dürfen sie nicht über die monatelange Weigerung, über die Kritik der Muslime an der Herabwürdigung ihres Propheten auch nur nachzudenken. Ausständig ist auch immer noch eine deutliche Stellungnahme seitens der dänischen Regierung, die sich zunächst in die Debatte mit Kommentaren wie „eine notwendige Provokation“ eingeschaltet hatte.






Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Historisch betrachtet ist das Bewusstsein für diese fundamentalen Menschenrechte in Europa parallel gewachsen. So eng wie sie miteinander verflochten sind, würde das Favorisieren des einen oder anderen Teils das Gesamtkonzept in Frage stellen.

Die Bekämpfung von Rassismus und der Aufbau einer Kultur wechselseitigen Verständnisses und Anerkennung ist ein gesamteuropäisches Thema. Während der Zeit des EU-Vorsitzes von Österreich wäre es nahe liegend, die ernste Frage, die hinter dem Anlassfall steht, inhaltlich aufzugreifen. Der Diskurs um die Definition und Behandlung von Begriffen wie Volksverhetzung, Blasphemie oder Herabwürdigung einer Minderheit muss auch vor dem Hintergrund des Prinzips der Meinungsfreiheit geführt werden – gerade wenn im multireligiösen und multikulturellen Europa größere Pluralität als je herrscht ist Orientierung vonnöten.

Provokation muss dort eine Grenze finden, wo sie verantwortungslos und ignorant um das Wesen des behandelten Gegenstands direkt oder indirekt zur Hetze einlädt. Die Zeitungsherausgeber suchten die Provokation geradezu. Sie wurde inszeniert. Denn es ging nicht nur um eine Illustration des Rechtes auf Meinungsfreiheit, sondern man wollte an den Muslimen sozusagen ein Exempel statuieren. Muslime hätten unter dem Titel Meinungsfreiheit ihren Mund zu halten und sollten diese so „erlernen“.

Damit werden Muslime gleich doppelt gedemütigt: Bilder ihres verehrten und geliebten Propheten Muhammad verhöhnen ihn als unzivilisierten Unmenschen. Sie selbst werden von oben herab als einem demokratischen Diskurs nicht gewachsene, nur die eigene Meinung und Religion gelten lassende emotionale Hitzköpfe diffamiert.

Dänemarks Muslime behielten bei aller Kränkung und Sorge um die damit zusätzlich angeheizte Islamophobie ihren kühlen Kopf und suchten im Dialog eine Lösung herbeizuführen. Ehemalige dänische Botschafter in islamischen Ländern verfassten einen berührenden Brief, in dem sie stellvertretend für die bis dato passive politische Führung die Muslime um Verzeihung baten.

Doch erst nachdem Botschafter aus islamischen Ländern von Dänemark abgezogen wurden und ein Wirtschaftsboykott dänischer Produkte diese Waren aus den Regalen islamischer Länder entfernte, scheint mit der jüngsten Stellungnahme Bewegung in die festgefahrene Situation zu kommen.

Und doch: Gerade um der Meinungsfreiheit willen darf jetzt der Friede nicht nur oberflächlich wiederhergestellt werden. Die Folgen gezielter Herabwürdigung einer Religion haben in der jüngsten europäischen Geschichte aufgezeigt, dass damit nicht leichtfertig umzugehen ist. Schmähungen und Herabwürdigungen des Judentums führten zur Katastrophe, zum Holocaust. Eine umfassende Stellungnahme seitens der dänischen Regierung sollte für unmissverständliche Aufklärung sorgen.




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pg
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Beitrag von pg » 06. Feb 2006, 22:31

Stoni hat geschrieben:Ich verabscheue es zutiefst irgendetwas nicht zu drucken nur weil es irgend einer Gruppe nicht in den Kram passt. Für mich zählt das zum Grundrecht der freien Meinungsäußerung und ich würde mir das von keiner Macht der Welt verbieten lassen!


Ganz so einfach ist es aber nicht.

Ich kann hier nur auf die österr. Rechtslage zurückgreifen (die dänische kenne ich nicht, wird aber nicht grundverschieden sein):

Lt. EMRK Art. 10 (die gilt auch in DK) ist das Recht der freien Meinungsäußerung gewährleistet, allerdings innerhalb gesetzlich bestimmter Grenzen (Schrankengesetzgebung):

(2) Da die Ausübung dieser Freiheiten Pflichten und Verantwortung
mit sich bringt, kann sie bestimmten, vom Gesetz vorgesehenen
Formvorschriften, Bedingungen, Einschränkungen oder Strafdrohungen
unterworfen werden, wie sie in einer demokratischen Gesellschaft im
Interesse der nationalen Sicherheit, der territorialen
Unversehrtheit oder der öffentlichen Sicherheit, der
Aufrechterhaltung der Ordnung und der Verbrechensverhütung, des
Schutzes der Gesundheit und der Moral, des Schutzes des guten Rufes
oder der Rechte anderer unentbehrlich sind, um die Verbreitung von
vertraulichen Nachrichten zu verhindern oder das Ansehen und die
Unparteilichkeit der Rechtsprechung zu gewährleisten.


Hierzu bestimmt in Österreich der § 188 StGB:

Achter Abschnitt
Strafbare Handlungen gegen den religiösen Frieden und die Ruhe der Toten

Herabwürdigung religiöser Lehren

§ 188. Wer öffentlich eine Person oder eine Sache, die den
Gegenstand der Verehrung einer im Inland bestehenden Kirche oder
Religionsgesellschaft bildet, oder eine Glaubenslehre, einen
gesetzlich zulässigen Brauch oder eine gesetzlich zulässige
Einrichtung einer solchen Kirche oder Religionsgesellschaft unter
Umständen herabwürdigt oder verspottet, unter denen sein Verhalten
geeignet ist, berechtigtes Ärgernis zu erregen, ist mit
Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 360
Tagessätzen zu bestrafen.


Und was die Pressefreiheit anbetrifft die ist in Art. 13 des StGG (1867) geregelt (wobei die Pressefreiheit als Spezialität der Meinungsfreiheit im Grunde nur der Schutz von Vorzensur ist):

Artikel 13. Jedermann hat das Recht, durch Wort, Schrift,
Druck oder durch bildliche Darstellung seine Meinung innerhalb der
gesetzlichen Schranken frei zu äußern.
Die Presse darf weder unter Censur gestellt, noch durch das
Concessions-System beschränkt werden. Administrative Postverbote
finden auf inländische Druckschriften keine Anwendung.


Wer also glaubt "Meinungsfreiheit" ist ein Terminus für "ich sag' jedem bedenkenlos die Meinung" kann rasch rechtliche Schwierigkeiten bekommen.
Tempora mutantur, nos et mutamur in illis.

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Beitrag von Stoni » 07. Feb 2006, 10:59

Klingt ja alles ganz nett, aber offenbar hat in diesem Fall in Dänemark und auch in vielen anderen Ländern wo die Karrikaturen nachgedruckt wurden niemand gefunden, dass damit einer der von dir dargelegten Paragraphen verletzt worden seien, bzw. es bei den Nachdrucken ja als Zitat gewertet wird und somit von sich aus schon einmal nicht unter diese Regelung fällt.
Außerdem glaube ich nicht, dass wenn diese Cartoons in einem anderen Land außer Dänemark vorher abgedruckt worden wären der Staat eingegriffen hätte weil damit möglicherweise zb. eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit entstanden wäre. Meines Wissens werden solche Karikaturen(zumindest in Deutschland) vor dem Abdruck staatlich überprüft und bei Bedarf nicht zugelassen, bei den streitenden Karrikaturen hatte niemand etwas dagegen.
Aber nachher weiß man es halt immer besser.

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Beitrag von Robert T » 07. Feb 2006, 11:19

Eine "Blödheit" einiger europäischer Medien wurde von einer kleinen Gruppe Radikaler ausgenützt, um ein paar weitere Radikale gegen den Westen aufzuhetzen. Das hat nichts mit Volkszorn oder ähnliches zu tun.
Ich kann mir nicht vorstellen, das der typische Teheraner weiß, wie die österr. Flagge aussieht - geschweige denn, dass Österreich derzeit den EU-Vorsitz hat. Das wissen viele Österreicher ja nichteinmal. Schwer vorzustellen, dass sich wegen eines "dänischen Vergehens" der Volkszorn von alleine gegen die österr. Botschaft richtet.
-> Die aufgebrachte Menge, auf im Fernsehen zu sehen war, war vorselektiert und wurde vor dem Auftritt gebrieft. Und zwar je nach Land von einer anderen Gruppe, die dort ihre Machtposition stärken kann.
Die islamischen Gesellschaften sind im Allgemeinen um einiges reifer, als das sie bunte Bilder in blanke Wut versetzen könnte.
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Beitrag von Stoni » 07. Feb 2006, 11:28

Mohammed-Karikaturen: Taliban rufen zum Heiligen Krieg auf
Die radikal-islamischen Taliban haben die muslimische Welt wegen der Mohammed-Karikaturen zum Heiligen Krieg (Dschihad) aufgefordert. Taliban-Sprecher Qari Yussif Ahmadi sagte der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag, die Rebellen würden wegen der Veröffentlichungen besonders dänische Soldaten ins Visier nehmen. "Alle ausländischen Invasoren in Afghanistan sind unser Ziel, wegen der Beleidigungen werden wir aber besonders dänische Soldaten angreifen."
In Afghanistan kam es am Dienstag erneut zu zahlreichen Demonstrationen gegen die Karikaturen. Aus sieben Provinzen und der Hauptstadt Kabul wurden teils gewalttätige Proteste gemeldet. Bei einer Demonstration in der nordafghanischen Stadt Pul-i-Kumri sei ein Soldat der Internationalen Schutztruppe ISAF durch Steinwürfe verletzt worden, hieß es aus Sicherheitskreisen. In der Stadt Maymana habe die ISAF tief fliegende Flugzeuge eingesetzt, um eine Demonstration vor dem dortigen Camp der Schutztruppe aufzulösen.

Merkel-Karikatur vor österreichischer Botschaft in Teheran (dpa)

Versuchter Angriff auf dänische Botschaft
Augenzeugen berichteten, in Kabul hätten Demonstranten erfolglos versucht, auf das Gelände der dänischen Botschaft vorzudringen. Die Polizei habe Schlagstöcke eingesetzt. Randalierer hätten zudem die Scheiben eines Büros einer internationalen Hilfsorganisation eingeworfen.
Zu Protesten kam es auch in Pakistan, Indonesien und auf den Philippinen. An der bisher größten pakistanischen Demonstration seit Beginn des Karikaturen-Streits nahmen am Dienstag etwa 5.000 Menschen teil. Die aufgebrachte Menschenmenge in der Grenzstadt Peschawar verbrannte Puppen, die den dänischen Regierungschef und einen der dänischen Karikaturisten darstellen sollten. Angeführt wurde die Kundgebung von dem Chefminister der Provinz, Akram Durrani. "Wer auch immer die Karikaturen gemacht hat, sollte wie ein Terrorist bestraft werden", forderte Durrani.
Vor der EU-Vertretung in der indonesischen Provinz Aceh demonstrierten mehrere hundert Studenten gegen die umstrittenen Karikaturen des Propheten Mohammed. Sie trafen mit einem EU-Vertreter in Aceh zusammen. Auf den Philippinen verbrannten mehrere hundert aufgebrachte Muslime eine dänische Flagge.
Dänemark ruft Bürger zum Verlassen Indonesiens auf
Angesichts der anhaltenden Proteste rief die dänische Regierung die in Indonesien lebenden Dänen zum Verlassen des Landes auf. Es gebe keine angemessenen Sicherheitsvorkehrungen in Indonesien, sagte Botschafter Geert Aagaard Anderson am Dienstag.
Die umstrittenen Karikaturen erschienen erstmals im September in der dänischen Presse. Sie wurden danach von mehreren Zeitungen in anderen europäischen Ländern nachgedruckt. Der malaysische Ministerpräsident Abdullah Ahmad Badawi, der zurzeit den Vorsitz in
der Islamischen Konferenz inne hat, verurteilte am Dienstag die europäischen Zeitungen, die die umstrittene Darstellung des Propheten als Terroristen abgedruckt hatten. In seine Kritik
schloss er auch die malaysische Zeitung "Sarawak Tribune" ein, die eine der Karikaturen am Samstag veröffentlicht hatte. (dpa, AP, N24.de)

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Beitrag von pg » 07. Feb 2006, 11:48

Wegen der Zerstörungen am österr. Kulturforum und der österr. Botschaft in Teheran wurde gestern der iranische Botschafter ins Außenamt zitiert um dort eine Protestnote entgegenzunehmen:

"Der durch nichts zu rechtfertigende Angriff auf das österreichische Kulturforum durch den Einwurf von Molotow-Cocktails mit beträchtlichem Sachschaden sowie der Angriff auf die österreichische Botschaft in Teheran sind völlig unannehmbar.

Mit allem Nachdruck werden die Verpflichtungen der Regierung der islamischen Republik Iran im Sinne des in der Wiener Konvention über Diplomatischen Beziehungen von 1961 festgeschriebenen Schutzes betont. Die iranischen Behörden werden nochmals um angemessenen Schutz für Österreicherinnen und Österreicher sowie für alle österreichischen Einrichtungen im Iran ersucht.

Die Regierung der islamischen Republik wird aufgefordert, jegliche weitere Einschüchterung oder Gewalt gegen europäische Bürger zu verhindern und die notwendigen Maßnahmen zu treffen, um die Sicherheit europäischer Bürger und europäischen Eigentums zu gewährleisten.

Die österreichische Botschaft in Teheran hat eine entsprechende Protestnote heute an das iranische Außenministerium gerichtet. Es wird dringend ersucht, den in der Note angeführten Maßnahmen Rechnung zu tragen."


http://www.bmaa.gv.at/view.php3?f_id=10399&LNG=de&version=
Tempora mutantur, nos et mutamur in illis.

Stoni
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Beitrag von Stoni » 07. Feb 2006, 14:50

Iran: Wettbewerb über Holocaust Karikaturen

Iran schreibt Wettbewerb für Holocaust-Karikaturen aus
Die größte Zeitung Irans hat einen Karikaturen-Wettbewerb ausgeschrieben. Darin soll es - als Reaktion auf die Mohammed-Karikaturen in europäischen Zeitungen - um den Holocaust gehen, wie der arabische Sender Al Dschasira berichtet. "Das ist ein internationaler Wettbewerb über den Holocaust", zitiert der Sender Farid Mortazavi, Grafik-Chef der konservativen Zeitung "Hamshari".

Mit dem Wettbewerb will Mortazavi herausfinden, ob die Europäer beleidigendes Material im Namen der Pressefreiheit abdrucken würden. "Die westlichen Zeitungen haben die gotteslästerlichen Karikaturen unter dem Deckmantel der Pressefreiheit gedruckt", sagte Mortazavi. "Wir wollen mal herausfinden, ob sie zu dem stehen, was sie sagen und auch die Holocaust-Karikaturen drucken."

Wie Mortazavi weiter sagte, hätten Privatleute Goldmünzen für die besten zwölf Karikaturen ausgelobt - eine Anspielung auf die zwölf Karikaturen, die in der dänischen Zeitung "Jyllands Posten" abgedruckt worden waren.

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte immer wieder den Holocaust geleugnet.



http://www.n24.at/politik/ausland/index ... 2332700002

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