ZU BESUCH IN DER HESSENKASERNE

28. Juli 2011

BUNDESHEER, REPORTAGEN

Kampfpanzer Leopard 2 A4 des Panzerbataillons 14 (PzB14)Kampfpanzer auf dem Gelände der Hessenkaserne © PzBrig15

Gastbeitrag von unserem Leser “PzBrig15”.

Am 18. Juni 2011 veranstaltete das Österreichische Bundesheer in der Hessenkaserne in Wels einen “Tag der offenen Tür”. Beteiligt war das Panzerbataillon 14 (PzB14) sowie das Heereslogistikzentrum Wels (HLogZ Wels).  Es wurde ein Querschnitt durch den Fahrzeugpark des österreichischen Heeres gezeigt wobei der Schwerpunkt auf dem Waffensystem “Leopard 2 A4” lag.
Neben der Präsentation des Fahrzeuges wurden verschiedene österreichische Um- und Anbauten bei einer dynamischen Vorführung gezeigt. Besonderes Augenmerk richteten die zahlreichen in- und ausländischen Zuschauer auf einen Panzer mit Schwenkflügelgitter, einem ausklappbaren Schutzgitter an der Fahrzeugfront , welches zum Abriegeln von Straßen und Plätzen geeignet ist sowie auch gegen gewalttätige Demonstranten eingesetzt werden kann, um die eigenen Kräfte zu schützen.
Außerdem wurden einige Verbesserungen am bewährten Kampfpanzer Leopard 2 A4 gezeigt. Hier speziell ein MG-Schild für das Turmdach-MG. Diese spezielle Schutzvorrichtung soll den über Luke operierenden MG-Schützen (es handelt sich um den Ladeschützen des Kampfpanzers) vor Beschuss von leichten Waffen, Wurfgeschossen sowie von Splittern in urbanem Umfeld schützen. Dazu wurde eine um 360° drehbare Schutzplatte um den Ladeschützen herum konstruiert und befestigt. Diese Schutzvorrichtung entstand in Eigenregie des PzB14 in Wels.

Während des Tages der offenen Tür wurden in zwei dynamischen Vorführungen auch die speziellen Einsatzarten von modernen Kampfpanzern in urbanem Umfeld präsentiert. Dabei wurden die Kampfpanzer benutzt, um Infanterie in simulierten Ortschaften schnell und effizient zu Ihrem Einsatzort zu verbringen. Das Szenario der Vorführung sah vor, dass die Infanteriekräfte unter Schutz des Kampfpanzers Leopard 2 A4 zu einem Hubschrauberwrack vordringen sollten und die verletzten Soldaten schnell den Sanitätssoldaten in Ihren geschützten Fahrzeugen zu übergeben.

Als zivil-militärischer Dienstleister stellte sich das Heereslogistikzentrum Wels der Öffentlichkeit vor. Das HLogZ ist hauptverantwortlich für alle Kampfpanzer Leopard 2 A4 und alle Bergepanzer M88A1 des Bundesheeres. Natürlich wird auch das Gerät des PzB14 gewartet und instandgesetzt.
Dazu verfügt diese Einrichtung über hochmoderne Infrastruktur wie Prüfstände für Motoren und Getriebe für das System Leopard 2 A4 sowie über sämtliches Equipment um die moderne Hydraulik und Elektronik zu detektieren und im Schadensfall instand zu setzen. Die Zusammenarbeit zwischen militärischer Einheit und zivilem Bereich ist hocheffizient ausgerichtet und ist auf Niveau des Herstellers.

Innerhalb der Hessenkaserne befindet sich auch das Ausbildungzentrum Wels welches für Panzerbesatzungen an einem Turmtrainer sämtliche Übungsmöglichkeiten bietet. Dort können Panzerbesatzungen durch Trainer so geschult werden das sämtliche Tätigkeiten auf dem Simulator durchgespielt werden könne die auch im realen betrieb mit der Waffen- und Turmanlage des Leopard 2 A4 auftreten können. Selbst das Einspielen von speziellen Fehlern und Ausfällen kann der Trainer von seinem Kommandostand ausführen und die Tätigkeiten der Besatzungen im Simulator überprüfen und auswerten. Dieses System dient auch speziell um die Vorgaben hinsichtlich Kilometerbegrenzung im Übungsbetrieb einzuhalten.

Alle Fotos © PzBrig15

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