SAR MEET 2015

24. August 2015

BUNDESHEER, NEWS

Österreichische Alouette III beim SAR MEET 2015 © Kai GrundmannÖsterreichische Alouette III beim SAR MEET 2015 © Kai Grundmann

Eine Alouette III des Österreichischen Bundesheeres gewinnt die Flying Challenge des internationalen Treffens der Such- und Rettungsflieger.

Bei den traditionellen KIEL WEEK SAR MEETS (SAR – search and rescue) trafen sich fliegende Such- und Rettungs-Mannschaften aus aller Welt zu einem regen Erfahrungsaustausch. Veranstaltet wurden diese Treffen vom Marinefliegergeschwader 5 (MFG 5), einem Hubschraubergeschwader der Deutschen Marine. Nach dem Umzug des MFG 5 von Kiel nach Nordholz fand heuer vom 13. bis 17. August 2015 das SAR MEET 2015 erstmals in Nordholz statt. Rettungsflieger aus fünf Nationen nahmen an der Veranstaltung teil.

Um zusätzlichen Mehrwert zu schaffen, wurde im Rahmen einer Flying Challenge die beste fliegende Besatzung ermittelt – 2015 kommt sie aus Österreich!
Die Flying Challenge bestand aus mehreren Wettbewerben: Einem Navigationsbewerb (Wegepunkte ermitteln, vorausberechnen der Flugdauer und das Ziel anfliegen), einem Handlingbewerb (Hoverparcours) und einer Präzisionslandung. Alle Aufgaben waren in Handarbeit mit “klassischem” Navigationsbesteck und Kartenmaterial zu erfüllen – d.h. ohne elektronische Hilfsmittel.

Am besten wurden die Aufgaben vom Team der Mehrzweck-Hubschrauberstaffel (MzHSSt) aus dem steirischen Aigen im Ennstal erfüllt: Pilot Vizeleutnant Günther Kremlicka gemeinsam mit Major Udo Koller und Offiziersstellvertreter Werner Sölle. Ihr Arbeitsgerät war 3E-KX, eine heuer 42jährige Sud-Aviation SA 316B Alouette III. In Österreich wird der Typ vor allem im Hochgebirge eingesetzt und eignet sich hervorragend für SAR Aufgaben, d.h. für Such- und Bergeeinsätze.

Auf den Plätzen landeten das Eurocopter EC-135 Team des Gastgebers MFG 5 sowie das Team auf Bell UH-1D (Kennung 72+79) des Transporthubschrauberregiments 10 (THR 10).

IMPRESSIONEN

Der jüngste Erfolg wird nicht verhindern, dass die Alouette III Flotte – und mit ihr wohl auch der Fliegerhorst Fiala Fernbrugg in Aigen im Ennstal (LOXA) – keine Zukunft beim Bundesheer hat. Für die Hubschrauber ist dringend eine Nachfolgebeschaffung einzuleiten. LOXA, wo derzeit nur mehr einige Alouette III stationiert sind, wird vermutlich im Zuge der dann durchzuführenden Reorganisation des Kommandos Luftunterstützung (Kdo LuU) geschlossen werden.

Es bleibt zu hoffen, dass das Bundesheer sein hohes Leistungsniveau auf dem Gebiet der Rettungsfliegerei bewahren und auch in Zukunft vom internationalen Erfahrungsaustausch profitieren kann.

SEITENBLICKE

Weitere Erfolgsmeldungen erreichen uns aus dem Lager der österreichischen Hubschrauber-Flieger: Schisprung-Weltmeister und Olympiasieger Thomas Morgenstern wurde bei der 15. Helikopter-WM in Zielona Gora (Polen) Junioren-Weltmeister. Die Junioren-Klasse geht im Hubschraubersport nicht nach dem Alter, sondern nach Flugstunden (bis 250 Flugstunden). Es war sein erstes Antreten bei einem Hubschrauber-Bewerb überhaupt.
Bei der gleichen Veranstaltung wurde “Blacky” Siegi Schwarz Free Style Weltmeister.

Weiterführende Links:

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