HEER BESCHAFFT HÄGGLUNDS

3. Juli 2016

BUNDESHEER, NEWS

Hägglund vom Typ BvS10 der französischen Streitkräfte © Franz. StreitkräfteHägglund vom Typ BvS10 Viking der französischen Streitkräfte © Franz. Streitkräfte

Wie am 01. Juli 2016 bekannt gegeben wurde, werden die Gebirgstruppen des Österreichischen Bundesheeres mit 32 geschützten Universalgeländefahrzeugen vom Typ BvS10 Mk IIB Viking von BAE Systems Hägglunds ausgestattet.

Das Beschaffungsvorhaben hat bereits eine lange Geschichte. Schon im Jänner 2014 berichteten wir von den Verhandlungen mit der schwedischen Regierung, um sich an die schwedische Beschaffung von BvS10 Mk II B (dort als Bv410 bezeichnet) anzuhängen. Damals waren 20 Stk. geschützte BvS10 und 20 Stk. gebrauchte und ungeschützte Bv206D im Gespräch. Das Beschaffungsvorhaben wurde aus budgetären Gründen gestoppt. Stattdessen sind jetzt 32 BvS10 Gegenstand des Government-2-Government Geschäfts (Vertragspartner ist nicht BAE Systems sondern Schweden).

Der Typ BvS10 Mk IIB ist die modernste geschützte Variante des “Hägglunds”. Die Version basiert auf den Einsatzerfahrungen der britischen Streitkräfte mit ihren Viking Mk I in Afghanistan.

Beschafft werden 32 Fahrzeuge in der Ausführung für den geschützten Mannschaftstransport. Schweden hat sich für eine Konfiguration mit 3 Besatzungsmitgliedern und 6 Soldaten im hinteren Wagen entschieden. Möglich wäre maximal 4+8 – alle auf Minenschutzsitzen. Laut Presseinformation des ÖBH sollen in der heimischen Version bis zu 11 Personen Platz finden.

Die Hägglunds werden mit der bereits beim Husar und Pandur verwendeten ferbedienbaren Waffenstation “Electrically Remote Controlled Weapon Station- Medium” (ERCWS-M) von ESL-AIT ausgestattet und mit 12,7 mm MGs bewaffnet.

Die Version Mk IIB bietet standardmäßig Rundumschutz gegen 7,62 mm AP Projektile und einen Minenschutz auf Niveau STANAG Level 2a/2b (der ballistische Schutz lässt sich auf Kundenwunsch auf STANAG Level 4 erhöhen). Die Fahrzeuge sind mit einer ABC-Schutzanlage und einer automatischen Brandunterdrückungsanlage ausgestattet. Eine Käfigpanzerung gegen RPG wäre optional erhältlich.

Die Gesamtkosten werden mit 85 Mio. EUR angegeben. Der stolze Stückpreis von 2,66 Mio. EUR pro Fahrzeug zeigt, dass keine abgespeckte ÖBH-Version bestellt wurde. Mit an Bord sind eine Bundesheer-spezifische Funkausstattung, Schneepflüge und Seilwinden.

Zum Zeitplan gibt es unterschiedliche Angaben: Während das Bundesheer von einer Lieferung in der zweiten Jahreshälfte 2018 spricht, gibt BAE Systems an, dass die Lieferung in der zweiten Hälfte des Jahres 2017 beginnt und bis 2019 abgeschlossen sein soll.

Werbefilm zum Universalgeländefahrzeug BvS10 von BAE Systems:

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