DER 30,5 CM MÖRSER DER K.U.K. ARMEE

9. Februar 2015

K.U.K. MONARCHIE, MODELLBAU

30,5 cm Mörser M.16 in Stellung © Doppeladler.com30,5 cm Mörser M.16 in Stellung © Doppeladler.com

Der 30,5 cm Bombenmörser der k.u.k. Festungsartillerie – das modernste Motorzug-Geschütz seiner Zeit aus den berühmten Skoda-Werken. Zwei Dioramen in 1/35 auf Basis von zwei verschiedenen Bausätzen. Unsere Typenblätter helfen beim Bau.

DIE KURZBESCHREIBUNG

Der 30,5 Mörser war nicht nur wegen des “richtigen” Kalibers, der modernen Schießtechnik und Reichweite, sondern vor allem wegen der Beweglichkeit des Festungsgeschützes so erfolgreich und vielfach bewundert.
Kein anderes Geschütz konnte so schnell transportiert und auf- und abgebaut werden. Und das sogar im Hochgebirge.

DIE VORGESCHICHTE: ENTWICKLUNG & PRODUKTION

Der 30,5 cm Mörser ist eine der interessantesten Entwicklungen für die k.u.k. Armee. Kein anderes Gerät hat eine derartige Bedeutung erlangt und so lange Dienstzeiten aufzuweisen.

1905. Conrad von Hötzendorf – der spätere Generalstabschef – forderte die Entwicklung eines leistungsstarken Mörsers.  Das Kaliber sollte nach einer Forderung des Technischen Militärkomitees von Beginn an 30,5 cm sein, weil der bisherige 24cm-Mörser M1898 aufgrund der neu gebauten Forts (in Italien) als nicht mehr ausreichend anzusehen war.

1906. Die größte Waffenfabrik Österreich-Ungarns –  Skoda in Pilsen – begann mit der Planung.

1908. Der erste Entwurf lag am 1. 6. 1908 vor.

1909. Stand das erstes Testexemplar zur Verfügung.

1911. Aufgrund der Erfahrungen wurde ein nochmals verbesserter Versuchsmörser fertiggestellt. Damit begannen Tests im Artillerieversuchsgelände Felixdorf bei Wr. Neustadt und Fahrversuche auf schwierigen Straßen im Semmering- und Wechselgebiet.
Der Bedarf wurde immer dringender: Am 6. 12. 1911 weist Reichskriegsminister Gen. d. Inf.  Moritz Ritter von Auffenberg darauf hin, dass es bei einem eventuellen Krieg gegen Italien praktisch unmöglich wäre,  die italienischen Grenzforts mit vorhanden Geschützen niederzuringen.

1912. General v. Auffenberg bestellte im Jänner 1912 24 Mörser, obwohl die Mittel dafür noch nicht bereitgestellt waren. Selbst der Ausbruch des Balkankrieges 1912 konnte aber ein politisches und persönlich für Auffenberg unangenehmes Nachspiel nicht verhindern.
Im Juli 1912 gab es noch Schießversuche in der Nähe des Plattensees – im September erfolgte die Lieferung von 8 Geschützen an die Truppe.

1914. Österreich-Ungarn konnte dadurch mit den modernen Geschützen 1914 in den “Großen Krieg” gehen. Dem Deutschen Reich wurden für die Westfront einige Batterien zur Verfügung gestellt.

DOPPELADLER|TYPENBLÄTTER

Herausgeber und Autor: TheModeller Robert A. Tögel
Für Historiker und Modellbauer stellen die DOPPELADLER|TYPENBLÄTTER ausführliche Informationen zur Verfügung.

Für den 30,5 cm Mörser gibt es sogar zwei Typenblätter:

Typenblatt: Der 30,5 cm Mörser der k.u.k. Armee
30,5 cm Bombenmörser der k.u.k. Festungsartillerie. Das modernste Motorzug-Geschütz seiner Zeit aus den berühmten Skoda-Werken.
16 Seiten A4 4-färbig. Inhalt:
typenblatt305

  • Entwicklung
  • Eine Mörserbatterie auf Marsch
  • Typenkunde zum 30,5 Mörser –  M.11 / M.11-16 / M.16
  • Die Feuerstellung: Aufbau und Einsatzorte
  • Laden, Schießen, Munition
  • Einsätze in zwei Weltkriegen
  • Der Mörser und die Kunst
  • Beiträge für den Modellbau
  • erhaltene Museumsstücke


Typenblatt: Der 30,5 cm Mörser M.16 der k.u.k. Armee
Das modernste Steilfeuer-Geschütz des 1. Weltkrieges aus Österreich. 1916
16 Seiten A4 4-färbig. Inhalt:
typenblatt305m16

  • Eine Idee wird weiter…
  • Beschreibung und Vergleich
  • Der 30,5 cm Mörser M.16 im Detail
  • Transportwagen M.16 für Teillasten
  • Motorzugwagen M.17 Goliath
  • Der Mörser geht in Stellung. Schritt für Schritt
  • Munition und Ladevorgang
  • Einsatz in 2 Weltkriegen – Einsatzbilder
  • Der Mörser M.16 im Modellbau
  • Das letzte Original

Die Typenblätter sind erhältlich bei:

MODELLE ERZÄHLEN GESCHICHTE

Das ist der Wahlspruch der Modellbauer des DOPPELADLER|TEAMs. Und er gilt auch für den 30,5 cm Mörser, für den es die verschiedensten Modellbausätze und Modelle gibt. Zwei Modelle wurden von mir in Dioramen eingebaut. Mit der Kenntnis aus unseren Typenblättern:

Diorama 01
Der 30,5 cm Mörder M.16 – Stellungsbau

Der Basis-Modellbausatz in 1/35 wurde vor einigen Jahren von SPARTA hergestellt. Dafür stellten wir die notwendigen Unterlagen zur Verfügung. Daher konnte ein ausgezeichneter Resinbausatz hergestellt werden, der heute noch erhältlich ist. Ich habe mit diesem Bausatz ein Diorama gebaut, das einen Stellungsbau vorstellt.

Das Geschütz ist feuerbereit. Letzte Arbeiten rund um die Stellung sind im Gange. Ein Munitionsverschlag ist bereits gebaut. Munition wird soeben angeliefert. Das Diorama ist noch in Bau.

Alle Fotos © Doppeladler.com

Diorama 02
Der 30,5 cm Mörser M.16 – in Steilfeuerstellung

Mörser sind Steilfeuergeschütze. Sie können dadurch hinter Bergkuppen, Wäldern und Gebäuden aufgestellt werden und sind von der Feindseite nicht einsehbar.
Dieses Diorama wurde mit einem Spritzgußbausatz von TAKOM in 1/35 gebaut, der Anfang 2015 erschien. Der Bausatz ist eigentlich ganz gut, hat aber einige Fehler, besteht aus weniger Teilen und ist auch billiger. Ich habe die Fehler berichtigt, einige Zubehöre dazugebaut und mit dem Diorama das feuerbereite Geschütz dargestellt. Auch die für indirektes Feuern notwendige Telefonanlage ist mit eingebaut. Die Bedienung und Bewachung ist in Bereitschaft.

Alle Fotos © Doppeladler.com

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